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31-05-2016 | Bürobau | Im Fokus | Article

Weltweit erstes Bürogebäude im 3D-Druck

Author:
Christoph Berger

In Dubai entstand das "Office oft he Future", das erste Bürogebäude weltweit, das vollständig im 3D-Druckverfahren errichtet wurde. Die Bauzeit betrug 17 Tage.

Das Haus, das zukünftig der Sitz der Dubai Future Foundation sein wird, ist 250 Quadratmeter groß. In den 3D-Druck waren bereits die Aspekte der Elektrizität, der Wasserversorgung, der Telekommunikationstechnologien und der Raumklimaanlagen integriert.

Es gab Zeiten, in denen belächelte man Architekten als notorisch langsam beim Einsatz computergesteuerter Hilfsmittel. Inzwischen ist die „bleistifttreue“ Generation von einer jungen und innovativen Generation ersetzt worden. (Aus dem Kapitel "Materialien und Anwendungen" im Springer-Fachbuch "Das 3D-Druck-Kompendium")

Für den Druck selbst wurde eine Zement-Spezialmixtur verwendet, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA entwickelt wurde. Außerdem wurden sämtliche Materialen auf ihre Zuverlässigkeit hin getestet. Dies geschah in China und Großbritannien. Aus Sicherheits- und Stabilitätsgründen entschied man sich für die Bogenform.

Moderne Arbeitsplätze und innovative Gebäudeausrüstung

Diese Form hat ihren ganz besonderen Reiz. So lässt schon das äußere Erscheinungsbild des Hauses Rückschlüsse auf die Zukunft sowie die Aufgaben seiner zukünftigen Nutzer zu. Und auch im Inneren wurde versucht, den aktuellen Stand von Arbeitsumgebungen wiederzugeben: Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den Arbeitsplätzen einerseits, andererseits Raum, um Ideen zu verwirklichen. Integriert wurden in das Haus zudem Technologien, die für neue Formen der Zusammenarbeit innerhalb von Teams sorgen sollen – zum Beispiel während Sitzungen und für Brainstormings – und die den Mitarbeitern die Zusammenarbeit mit Experten auf der ganzen Welt ermöglichen. Schließlich bietet das Design auch Raum für Ausstellungen und Workshops sowie andere Veranstaltungen.

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Materialien und Anwendungen

In gewisser Hinsicht ist das aktuell „heißeste“ Thema rund um 3D-Druck das Thema Materialien. Was das Material leistet, entscheidet mehr als alle anderen Faktoren darüber, wo 3D-Drucker eingesetzt werden können und wo nicht. Egal ob im „Low-End-Berei


Um den Energieverbrauch des Gebäudes möglichst gering zu halten, setzte man auch hierbei auf moderne Technologien. An den Fenstern wurden beispielsweise Jalousien angebracht, die die Räume vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und kühl halten. Über Informationsmanagementsysteme sind sämtliche das Haus betreffende Daten jederzeit abzurufbar.

Reduzierung der Arbeitszeiten und der Bauzeit

Der für den Bau eingesetzte Drucker war etwa sechs Meter hoch, 36,5 Meter lang und zwölf Meter breit. Daneben gab es noch einige mobile Drucker. Der Hauptdrucker wurde über einen automatisierten Roboterarm betrieben. Ein Mitarbeiter überwachte dabei die Druckprozesse, sieben waren für die Installation der Gebäudekomponenten zuständig. Schließlich kümmerten sich noch zehn Elektriker um die Elektronik. Laut Angaben des Government of Dubai konnten so die Arbeitskosten im Vergleich zu herkömmlich gebauten Häusern mit ähnlicher Größe um 50 Prozent reduziert werden.

Ein weiterer Vorteil der 3D-Druckmethode war die Geschwindigkeit, mit der das Gebäude errichtet wurde. Der Druck des vollständigen Modells dauerte gerade 17 Tage. Für die Installation der Büros wurden dann noch einmal zwei Tage benötigt. Laut Angaben der Bauherren belaufen sich die Kosten des Hauses auf 140.000 Dollar. Bis zum Jahr 2030 sollen in Dubai 25 Prozent aller Gebäude aus 3D-Druckern kommen.

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