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Table of Contents

Frontmatter

1. Einführung und Überblick

Zusammenfassung
Die erste Auflage dieses Buchs hat viel bewegt; die Erkenntnisse daraus haben weitere Anwendungsbereiche erschlossen, neueste Entwicklungen erkennen lassen sowie das methodische Erschließen manipulativer Kompetenz verbessert. Insgesamt machte dies eine gründliche Überarbeitung erforderlich. So entstand letztlich ein neues, dieses Buch.
Erich Brendl

2. Vorurteile abbauen

Zusammenfassung
John P. Pierce von der Universität San Diego hat die Wirkung von Zigarettenwerbung auf 12- bis 14-Jährige untersucht. Er musste feststellen, dass den meisten Eltern nicht bewusst ist, welche Wirkung sie auf Heranwachsende ausüben kann. Er rät ihnen deshalb, sich manipulativ schulen zu lassen und früh genug ihre Kinder nicht nur über Sex, sondern auch über Werbespots aufklären zu können, statt sie mit Verboten zu traktieren. Die Pubertären autoritärer Eltern seien eindeutig leichter durch Reizworte der Werbung wie Unabhängigkeit, Coolness, Spaß zum Rauchen zu animieren als die von empathisch Erziehenden (American Journal of Preventive Medicine). Kompetenzdefizite gegenüber Werbung für Produkte, deren Konsum mit gesundheitlichen und mentalen Schädigungsrisiken verbunden ist, sind inzwischen auch bei uns zum Politikum geworden.
Erich Brendl

3. Methodik-Wissen aufbauen

Zusammenfassung
Die Suche nach manipulativer Kompetenz scheitert häufig schon im Ansatz an unqualifiziertem Denken. Ausgelassene Chancen (man bemerkt es ja nicht) und Selbstschädigungen, die eskalieren können (und dann richtig weh tun) sind die jedem bekannten Folgen. Unser Denken braucht Modelle, um das Wesentliche an einer Situation erkennen, sich hinreichend Gewissheit verschaffen und angemessen verhalten zu können. Aber: Das Denkmodell hat sich nach dem Problem zu richten, nicht umgekehrt. Dieses Gebot ist banal, dennoch verstößt unser Autopilot laufend dagegen.
Erich Brendl

4. Wissen anwenden

Zusammenfassung
Wie lässt sich ein affektlogischer Autopilot überhaupt manipulieren? Seine Funktionsweise bietet fünf grundlegende Möglichkeiten, ihn von außen zu beeinflussen, ohne dass er dies bemerkt, weil sie emotionalisieren und bewusst machende Kognition umgehen. Die jeweils dafür infrage kommenden Mittel sind so verschieden, dass sie unterschiedlichen Manipulationskategorien entsprechen. In der Sprache des Militärs wären es Waffensysteme der mentalen Kriegsführung. Diese lassen sich bei jeder Art von Interaktion einsetzen, ob Erziehung, innere Führung, Auseinandersetzungen mit Mitbewerbern, Propaganda oder zum Vermarkten.
Erich Brendl

5. Kompetent werden

Zusammenfassung
Der Mensch ist darauf angelegt, etwa so viel zu senden wie zu empfangen, das heißt zu kommunizieren; Ausnahmen sind im Wesentlichen Gehorsamsbeziehungen und mediale Information. Vor allem Bildschirmmedien sind nur Sender; wer deshalb lang genug von ihnen empfängt, wird indoktriniert, passiviert und von anderem Tätigsein oder Erleben abgehalten. Kinder bekommen Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und zu lernen. Fehlende Wechselseitigkeit bedeutet fehlende Kontroll- und Schutzmöglichkeiten. Einseitiges Informieren übt Macht aus, deshalb ist einseitiges Manipulieren die Domäne des Marionettisierens.
Erich Brendl

6. Manipulative Praxis

Zusammenfassung
Aktuelles Märchen: Klein Hans erfüllte sich seinen Wunschtraum und kaufte sich für seine gesamten Ersparnisse von 100 Euro ein eigenes Pony beim benachbarten Bauern. Der wollte es ihm am nächsten Tag bringen. Er kam auch, sagte aber: „Tut mir schrecklich Leid, Junge, der Esel ist letzte Nacht eingegangen.“ „Kann man nichts machen“, erwiderte Hans, „dann gib mir mein Geld zurück.“ „Geht nicht, hab ich bereits ausgegeben“, gab der Bauer kleinlaut zu. „Dann gib mir wenigstens den Kadaver und wir sind quitt, ich komm damit schon irgendwie zu meinem Geld!“ Einen Monat später begegneten sie sich, und der Bauer war neugierig zu erfahren, wie es Hans mit dem Kadaver ergangen war. „Die Steuer hat mir 100 Euro als Verlust anerkannt. Dann konnte ich aber noch 260 Lose zu 2 Euro zum Gewinnen des Esels verkaufen“ „Hat denn keiner protestiert?“ „Doch, der Gewinner, aber dem habe ich seinen Einsatz zurückerstattet“. Nachtrag: Als Hans groß geworden war, ist er Chef einer Firma WorldCom, Telekom oder ähnlich geworden.
Erich Brendl

7. Vorbeugen und abwehren

Zusammenfassung
Prävention gegen Manipuliert-Werden beruht auf vorbeugendem Schutz und akuter Abwehr.
Erich Brendl

8. Mehr mit weniger

Zusammenfassung
In unserer Gesellschaft muss sich jede/jeder vermarkten, beruflich und privat. Doch da herrscht Gedränge. Durchsetzen kann sie/er sich deshalb nur, wenn sie/er sich
1.
nicht verdrängen oder für dumm verkaufen lässt und
 
2.
sich für seine Bezugswelt identifizierbar, attraktiv und darüber hinaus nicht ohne weiteres verzichtbar macht.
 
Erich Brendl

Backmatter

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