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04-07-2017 | Controlling | Im Fokus | Article

Kennzahlen im Produktionscontrolling

Author:
Sylvia Meier
2:30 min reading time

In der Produktion müssen viele Prozesse gesteuert werden. Im besten Fall so kostensparend wie möglich. Das Produktionscontrolling benötigt hierfür geeignete Kennzahlen.

Das Controlling eines produzierenden Unternehmens muss die unterschiedlichsten Prozesse steuern. Je komplexer das Produktionssystem, desto größer ist die Herausforderung für das Controlling. Ein Produkt durchläuft, bevor es auf dem Markt verkauft werden kann, viele Stationen: Von der Entwicklung des Produkts über die Herstellung, die Fertigung, Montage, Logistik, Lagerung, bis zur Instandhaltung, Verwaltung – um nur einige der betroffenen Bereiche zu benennen. Damit das Produkt auch einen entsprechenden Gewinn für ein Unternehmen abwerfen kann, müssen die Produktionskosten geplant und auch kontrolliert werden. Auch beim Produkt selbst muss geprüft werden: Stimmt die Qualität? Wie viele Stückzahlen müssen produziert werden? Welches Material soll eingesetzt werden? Und zu welchem Verkaufspreis soll das Produkt angeboten werden? Gerade in der Produktion gibt es viele Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Performance zu steigern. 

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Kennzahlensammlung

In diesem Kapitel soll eine Sammlung an Kennzahlen aufgeführt werden, die beliebig um den jeweiligen Anwendungsfall erweitert werden kann. In der Regel sollten nur diejenigen Kennzahlen erhoben werden, die als maßgeblich für den Unternehmenserfolg …

Produktionscontrolling muss die Prozesse verstehen 

Das Produktionscontrolling liefert dem Unternehmen die entsprechenden Informationen. In der Einleitung zu dem Buch "Produktionscontrolling" betont Springer-Autorin Juliane Gottmann, dass das Controlling Produktionsprozesse, Abläufe und deren Wirkzusammenhänge und dafür notwendige Maßnahmen verstehen muss, um ein Gesamtoptimum anzustreben. Es soll die Effizienzsteigerung unterstützen und bei Abweichungen korrigierend eingreifen können. Hierfür muss es die Unternehmensziele auf Kennzahlenebene herunterbrechen und Zielwerte für die Kennzahlen vorgeben.

Kennzahlen: So wenig wie möglich und so viel wie nötig

Doch auf welche Kennzahlen kann das Produktionscontrolling zurückgreifen? Bei der Auswahl der Kennzahlen gilt nicht: Mehr Masse als Klasse. Jede Kennzahl soll schließlich einen konkreten Nutzen verfolgen. Gottmann empfiehlt (Seite 47): "Miss nur, was du verbessern willst". Ausnahmen von diesem Grundsatz gelten jedoch für das Monitoring.
Wie viele Kennzahlen exakt eingesetzt werden sollen, kann bestenfalls im Rahmen des Kennzahlensystems entschieden werden. Besonders bekannt und häufig im Einsatz sind:

  • Balanced Scorecard (BSC) und
  • Return on Investment (ROI).

Balanced Scorecard

"Die Grundüberlegungen der Balanced Scorecard zielen auf die Defizite unternehmenseigener Kennzahlensysteme. Dementsprechend sollen zu der Finanzsicht und Vergangenheitsorientierung noch zusätzliche Perspektiven mit in das Kennzahlensystem einfließen", erklärt die Autorin (Seite 152). Hierzu werden folgende Hauptperspektiven abgebildet:

Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard
Finanzielle Perspektive
Kundenperspektive
Interne Prozessperspektive
Lern- und Wachstumsperspektive

Return on Investment

Beim Return on Investment werden Umsatzrendite und Kapitalumschlag ins Verhältnis gesetzt. Ziel ist es, zu ermitteln, wie rentabel das eingesetzte Kapital ist.

Individuelle Lösung für indivuelle Produktion

Sowohl BSC als auch ROI sind beliebte Kennzahlensysteme. Welches System und welche konkreten Kennzahlen auch schlussendlich eingesetzt werden: "Jedes Unternehmen muss dabei seinen eigenen Weg gehen, um die richtigen Kennzahlen für sich zu definieren, um den speziellen Anforderungen und Rahmenbedingungen des eigenen Betriebs gerecht zu werden", betont Gottmann. So individuell das Produktionssystem eines Unternehmens ist, so individuell müssen auch das Kennzahlensystem und die einzelnen Kennzahlen definiert werden!

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