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21-11-2014 | Controlling | Im Fokus | Article

Supply Chain Risiken identifizieren

Author:
Sylvia Meier
2:30 min reading time

Störungen in der Lieferkette können den Unternehmenserfolg beeinträchtigen. Dennoch ist das Risikomanagement hier oft noch nicht ausgereift. Und dies, obwohl Lieferketten immer komplexer werden.

Eine aktuelle Studie von PwC und Creditreform Rating zeigt, dass fast jedes zweite Unternehmen Probleme im Supply-Chain-Management hat.

Daraus folgen nicht nur Engpässe bei der Versorgung, sondern auch finanzielle Nachteile. Im schlimmsten Fall sogar Imageschäden.

Das Lieferantenrisikomanagement soll Abhilfe schaffen. Und Unternehmen verfolgen hier klare Ziele:

  • 64 Prozent verlassen sich lieber auf wenige Lieferanten und wollen mehr aus einer Hand liefern lassen.
  • Kostensenkung und damit auch die Reduzierung des Working Capital ist für mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen besonders wichtig.
  • Lieferzuverlässigkeit und Flexibilität spielen für viele Unternehmen eine große Rolle

In manchen Unternehmen führt jedoch das eigentlich gute Bemühen, Kosten und damit das Working Capital zu senken zu Problemen. Agiert das Lieferantenrisikomanagement hier zu einseitig? Norbert Fischer, PwC-Partner und Experte für Lieferantenrisikomanagement betont: „Unternehmen müssen darauf achten, dass sie im Bemühen, die Kosten zu senken, nicht die Voraussetzung für neue Schadensfälle schaffen. Zum Beispiel, wenn in einem wirtschaftlich schwierigeren Umfeld die Zahl der Insolvenzen wieder zunimmt.“

Risiken erkennen

Und wie erkennt man Risiken in der Lieferkette? Genau hier zeigen sich Schwächen. 38 Prozent der befragten Unternehmen haben keinen Zugriff auf relevante Daten und Informationen, die sie hierzu benötigen würden. Jedem fünften Unternehmen fehlt sogar der Überblick über die sich wandelnde Lieferantenlandschaft. Durch ein Supply Chain Controlling könnten Unternehme mehr Transparenz erreichen.

Dass sich Unternehmen dem Thema annehmen müssen, wird durch die Studie noch deutlicher. Denn die Umfrageergebnisse zeigen, dass durch mehr Abhängigkeit von Lieferanten, steigende Risiken und wachsende Anzahl von Lieferanten die Lieferketten künftig noch komplexer werden.

Management durch ganzheitlichen Ansatz

Die PwC-Experten empfehlen deshalb einen ganzheitlichen und unternehmensübergreifenden Ansatz, um das Supply-Chain Management zu optimieren. Eine Methode, die auch die Springer-Autoren Christian Daxböck, Dominik Fuchs und Christian Lechner in ihrem Buchkapitel „Supply Chain-Management: Sales & Operations Planning in der Konsumgüterindustrie“ vorstellen. Die Autoren betonen (Seite 252): „Das effektive Management der Supply Chain ist ein strategischer Wettbewerbsfaktor, der Grundlage jedes Unternehmenserfolgs ist.“ Eine wichtige Unterstützung für das Supply Chain Management kann das Supply Chain Controlling liefern. Springer-Autor Hartmut Werner stellt die Grundlagen des Supply Chain Controllings vor und stellt fest: "Ein herausragendes Ziel des Supply Chain Controllings ist die Unterstützung der (Supply Chain) Führung. Zur zielgerichteten Entscheidungsfindung sind Waren-, Informations- und Finanzflüsse innerhalb der Lieferketten möglichst transparent abzubilden."

Musterbeispiele aus der Praxis

Übrigens: Wie das Lieferkettenmanagement bei Henkel erfolgt, stellt Springer-Autor Carsten Knobel in seinem Buchkapitel „Lieferketten: Risikosteuerung internationaler Supply Chains“ vor. Die Springer-Autoren Sören Moorahrend, Joachim Schück und Bodo Herlyn zeigen in ihrem Buchkapitel die „Anforderungen an eine integrierte Supply-Chain-Planung am Beispiel PUMA“.

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2014 | Book

Kompakt Edition: Supply Chain Controlling

Grundlagen, Performance-Messung und Handlungsempfehlungen

01-04-2014 | Spektrum | Issue 2/2014

Wenn die Lieferkette reißt …

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