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2022 | Book

Corona und die anderen Wissenschaften

Interdisziplinäre Lehren aus der Pandemie

Editors: Dr. Dr. Peter Klimczak, Denis Newiak, Prof. Dr. Christer Petersen

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

Book Series: ars digitalis

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About this book

Die Corona-Pandemie hat die gesamte Welt weitestgehend unvorbereitet getroffen, Entscheidungsträger*innen auf allen gesellschaftlichen Ebenen vor enorme Herausforderungen gestellt und ihnen schwerwiegende Entscheidungen unter weitestgehend unbekannten Voraussetzungen abverlangt. Gerade deswegen braucht es ein stärkeres Hinhören, was die anderen Wissenschaften, denen weniger Aufmerksamkeit zukam als etwa der Virologie, Epidemiologie, Pneumologie, zur Bewältigung beizutragen haben: Was können wir aus den vielfältigen Perspektiven der vielen anderen Wissenschaften zur Bewältigung der Corona-Krise und zukünftiger Pandemien lernen? Welche Erkenntnisse der vielen anderen Fächer wurden in den zurückliegenden Jahren und Monaten nicht ausreichend wahrgenommen und beherzigt? Welchen gesamtgesellschaftlichen Beitrag können diese Fächer zur Krisenbewältigung leisten und welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein?

Table of Contents

Frontmatter
1. Medienanthropologie: Videochat-Kultur – Corona, Zoom und Paul Virilios „Terminal-Bürger“
Zusammenfassung
Die im Zuge der Coronapandemie erfolgten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen führten zu einer Konjunktur von Videochat-Plattformen. Dieser Beitrag nimmt die aktuelle Relevanz von Videochats zur Organisation des privaten und beruflichen Alltags in Online-Meetings zum Ausgangspunkt und widmet sich der Videochat-Plattform Zoom aus medienwissenschaftlicher Perspektive. Diskutiert werden sowohl die Zurichtungen und Reglementierungen des Privaten, die spezifisch sind für die durch Webchats installierten (Un-)Sichtbarkeitsregime, als auch die Videochat-spezifischen Routinen und medienpraktischen Spezifika, die unmittelbare Auswirkungen auf Formen der Gemeinschaftsbildung haben. Zudem aktualisiert die aktuelle Situation eine Medien- und Kulturfiktion des u. a. Philosophen und Vordenkers der Internetgesellschaft Paul Virilio, die nach einer zeitgemäßen Neubewertung verlangt. Die Prämisse des vorliegenden Beitrags ist dabei, dass unsere aktuelle Kultur als eine Medienkultur des Videochattens bezeichnet werden kann.
Christoph Borbach
2. Geschichtswissenschaft: Was lernen Staat und Politik über Pandemie(-bekämpfung) aus der Geschichte?
Zusammenfassung
Vom geschichtswissenschaftlichen Forschungsstand ausgehend, der in Bezug auf politische und gesellschaftliche Folgen von Seuchen recht umfangreich ist, analysiert der Beitrag staatliches, politisches und mediales Agieren in Deutschland 2020/2021. Er thematisiert Möglichkeiten und Grenzen staatlichen Handelns während einer Pandemie sowie staatliche und mediale Kommunikation. Behandelt werden ferner die Einschränkung von Freiheitsrechten, die dadurch gesteigerte Abgrenzungsnotwendigkeit zum Obrigkeitsstaat sowie der Umgang mit Dissens. Auch werden Antisemitismus und Fremdenhass, populistische Gefährdungen sowie die Systemkonkurrenz zwischen Demokratien und Diktaturen im Pandemiekontext diskutiert. Der Beitrag argumentiert, dass der demokratische Verfassungsstaat sich vor Allmachtsfantasien bei der Pandemiebekämpfung hüten, Grundrechtseinschränkungen minimieren und sich um die Verhinderung der Perpetuierung irrationalen Protests (präventiv, integrativ und repressiv) bemühen soll.
Oliver Benjamin Hemmerle
3. Kindheitspädagogik: Neue forschungsethische Anforderungen bei der Durchführung von Forschung in Kitas in Krisenzeiten
Zusammenfassung
Die Covid-19-Pandemie prägt das Berufs- und Familienleben sowie das Aufwachsen von Kindern in Deutschland, z. B. durch Kitaschließungen. Dadurch veränderten sich für die pädagogischen Fach- und Leitungskräfte, Kinder und Eltern auf der einen Seite sowie WissenschaftlerInnen der Kindheitsforschung auf der anderen Seite die Rahmenbedingungen für die Teilnahme an und die Durchführung von Forschungsprojekten in Kitas. Neben forschungsethischen und datenschutzrechtlichen Herausforderungen ergaben sich neue Fragen und Erfordernisse für die frühkindliche Forschung (z. B. Anpassung des Forschungsdesigns, Änderung bestehender Datenschutzkonzepte), deren Ziel im Fortbestand des Erkenntnisgewinnes trotz ‚Ausnahmezustand‘ lag. Forschungsethische Standards gelten übergeordnet zwar für die ‚reguläre‘ Forschung, jedoch erfordern die pandemiebedingt veränderten Strukturen und Abläufe im institutionellen Kontext eine Neubetrachtung und inhaltliche Anpassung, die Gegenstand des Beitrags sind.
Katrin Lattner, Beatrice Rupprecht
4. Angewandte Linguistik: Kommunikative (Fehl-)Leistungen – (In-)Transparenz in Wissenschaft und Politik
Zusammenfassung
Für das Jahr 2020 lässt sich feststellen, dass das Vertrauen in die (Natur-)Wissenschaft alles in allem gewachsen ist. Dies lässt sich als Konsequenz einer guten Wissenschaftskommunikation von Expert*innen begreifen – und das, obwohl (oder weil?) Unsicherheiten offen dargelegt wurden. Für die politische Kommunikation gilt dieser Positivbefund jedoch nur eingeschränkt. Daher wird aus linguistischer Perspektive der Frage nachgegangen, was zu dieser Positivbewertung der Kommunikation der Wissenschaftler*innen geführt hat und ob bzw. mit welchen Modifikationen sie – stets die Prämisse‚ Wissenschaft berät – Politik entscheidet‘ bedenkend – auf Politiker*innen übertragbar ist.
Sina Lautenschläger, Lisa Rhein
5. Sozialpolitik: Corona, Suizid und digitale Beratungsangebote in Japan
Zusammenfassung
In Japan führte Covid-19 im Jahr 2020 zu mehr Suizid- als Corona-Toten. Bestimmte sozioökonomische Strukturen machen einige Alters- und Geschlechtsgruppen für die Negativkonsequenzen von Kontakteinschränkungen besonders anfällig, insbesondere Jugendliche und junge Frauen.
Nach einer eingehenden Analyse der Daten suizidaler Tendenzen spezifischer Bevölkerungssegmente und der Ursachen dieser Tendenzen unter den Bedingungen der Pandemie werden im vorliegenden Beitrag digitale Beratungsangebote als wichtigstes Mittel zur Unterstützung der Betroffenen und als zentrale Maßnahme der Regierung zur Vorbeugung gegen Suizid erörtert. Dabei zeigt sich, dass mit Beratungsangeboten per Chat junge Menschen am besten erreicht und Suizide verhindert werden können. Um jedoch die Probleme, die den suizidalen Entwicklungen zugrunde liegen, nachhaltig zu beheben, bedarf es struktureller Veränderungen.
Karin -Ulrike Nennstiel
6. Kommunikationspsychologie: Nudging the Crisis – Fachspezifische Ansätze im Umgang mit der Covid-19-Pandemie
Zusammenfassung
Menschliches Handeln ist nicht rational, wobei sich dies besonders in Entscheidungen unter Unsicherheit manifestiert – die Covid-19-Pandemie ist diesbezüglich ein Beispiel von vielen. Gleichzeitig konnten verschiedene Forschungszweige Systematiken im irrationalen, menschlichen Handeln ausmachen und versuchten diese unter dem Überbegriff des ‚Nudgings‘ zu rahmen. Nudging beschreibt dabei die intentionale Veränderung von Entscheidungsarchitekturen, mit dem Zweck, Irrationalitäten bzw. Verzerrungen der menschlichen Wahrnehmung in vorhersagbare Handlung zu überführen. Nudging stellt damit – besonders in Krisenszenarien – ein potentes Kommunikationswerkzeug dar. Nachdem die theoretischen Grundannahmen des Nudgings dargestellt und problematisiert worden sind, werden anhand zweier Beispiele zentrale Mechanismen und Wirkungsweisen des Nudgings dargestellt, kontextualisiert und reflektiert. Dieser Beitrag endet mit einer Zusammenfassung der zentralsten Erkenntnisse sowie einer Absteckung zukünftiger Handlungsfelder.
Till Neuhaus, Jens Großjohann
7. Medienwissenschaft: Pandemiefilme und -fernsehserien als Ideenreservoir zur Krisenbewältigung
Zusammenfassung
Während die Corona-Pandemie die Welt weitestgehend unvorbereitet getroffen hat, spielen solche Szenarien in der Science-Fiction seit Längerem eine Hauptrolle. Die spekulative Auseinandersetzung mit dem möglichen Verlauf, den sozialen Veränderungen und Konfliktfeldern während einer Pandemie hat viele der mit der Viruserkrankung Covid-19 aufgeworfenen Fragen bereits vorausgedacht und durchgearbeitet. Trotz und gerade wegen ihres fiktionalen, dramatisierenden und ästhetisierten Charakters können solche filmischen Zukunftsszenarien dabei nicht nur als ‚Seismograf‘ für mittel- und langfristige Trends und Eskalationen verstanden werden, sondern auch Verhaltensspielräume aufzeigen, die sich in der Realität gerade in komplexen Handlungsfeldern als zweckdienliches Ideenreservoir herausstellen können. In diesem Beitrag werden anhand von filmischen Beispielen die aufgeworfenen Diskurse und Konfliktfelder vor dem Hintergrund wissenssoziologischer Überlegungen entziffert und zugleich die dabei entworfenen Verhaltensoptionen als Katalog für Interventionsinstrumentarien herausdestilliert, insbesondere in Bezug auf die Gefahr von Verschwörungsideologien sowie die Bedrohung durch bioterroristische Designer-Viren.
Denis Newiak
8. Erziehungswissenschaft: Wie amerikanische LehrerInnen in sozialen Medien nach Lösungen für ihre Herausforderungen suchen
Zusammenfassung
Die Corona-Pandemie hat eine unumstrittene Auswirkung auf unser Zusammenleben. Auch Schulen und LehrerInnen mussten sich in kürzester Zeit auf die neuen Umstände einstellen. In diesem Kontext sind viele LehrerInnen in sozialen Medien aktiv geworden, um relevante und praxis-orientierte Informationen zu sammeln und sich untereinander auszutauschen. Es ist jedoch kaum etwas darüber bekannt, wie sich LehrerInnen in sozialen Medien verhalten und welche entsprechende Prozesse und Inhalte dabei zugrunde liegen. Dieser Beitrag adressiert dieses Manko und untersucht wie LehrerInnen auf soziale Medien zugreifen und COVID-19-relatierte Informationen austauschen. Hierzu wurden die Twitter-Profile von 97 amerikanischen LehrerInnen in den Vereinigten Staaten gesammelt und analysiert. Basierend auf sozialen Netzwerkanalysen und bibliometrischen Analysen zeigen unsere Ergebnisse, dass sich LehrerInnen verstärkt auf Twitter austauschten und sich thematisch mit relevanten Themen auseinandersetzten.
Martin Rehm, Alan J. Daly, Sara Moukarzel, Miguel del Frenso
9. Theaterwissenschaft: Wissenschaft ohne Theater? Ein begrifflicher Klärungsversuch
Zusammenfassung
Theater im digitalen Raum – was möglich klingt, wird im näheren Hinschauen durchaus fragwürdig. Inwiefern kann man noch am Begriff des Theaters im Internet festhalten? Neben der Beantwortung dieser Frage versucht der Artikel auch anhand unterschiedlicher digitaler Produktionen aus der Corona-Pandemie 2020/2021 genauer zu untersuchen, wie jenes Theater funktionieren könnte oder sollte. Denn der Begriff Theater scheint unter diesem Blickwinkel kaum noch sinnvoll für das anwendbar zu sein, was ästhetisch innerhalb der digitalen Räume präsentiert wird.
Sebastian R. Richter
10. Ökotrophologie: Die Corona-Pandemie und der Risikofaktor Ernährung
Zusammenfassung
Die weltweite COVID-19 Pandemie betrifft alle Bereiche des täglichen Lebens und führt uns den Stellenwert von Gesund sein und bleiben in einer Weise vor Augen, wie wir es im westlichen Europa schon lange nicht mehr gewohnt sind. Verschiedene Faktoren haben auf die Schwere des Krankheitsverlaufs von COVID-19 einen Einfluss: die Ernährung ist einer davon. Ernährungsphysiologisch betrachten wir dabei insbesondere die vielfältigen Facetten, mit denen das Immunsystem den Krankheitsverlauf beeinflusst. Die heutige Ernährungssituation ist geprägt von einem sehr guten und breiten Angebot an Lebensmitteln und einer damit einhergehenden weitgehend guten Nährstoffversorgung. Die westliche Ernährungsweise mit zum Teil über dem Bedarf liegender Energiezufuhr, hohem Anteil verarbeiteter Lebensmittel, hohem Konsum gesüßter Getränke und Alkohol bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Besonders das gehäufte Auftreten von Adipositas geht mit stillen subklinischen Entzündungen einher, die das Immunsystem schwächen. Trotz Lebensmittelüberversorgung hat das Bundesforschungsinstitut für Ernährung & Lebensmittel in Karlsruhe in der Nationalen Verzehrstudie (NVS 2) ermittelt, dass die Abweichungen von den Empfehlungen bei den Vitaminen bei 30 % bis zu 90 % (Vitamin D) Unterversorgung liegen. So eine suboptimale Versorgung in Teilen der Bevölkerung kann sich nachteilig auf die optimale Immunfunktion auswirken. Im Verlauf der Corona-Pandemie zeigt sich, dass der Ernährungsstatus Einfluss auf den Krankheitsverlauf von COVID-19 haben kann. Im Nachgang der Pandemie könnte es eine Chance sein, gesundheitspolitische Maßnahmen die teilweise schon lange gefordert sind und der Über- und Fehlernährung entgegenwirken sollen, mit Nachdruck zu implementieren.
Petra Römmele, Stefanie Schoppen
11. Museologie: Digitale Kunstvermittlung als Chance der kontaktlosen Begegnung mit Kunst
Zusammenfassung
Digitale Kunstvermittlung hat in Zeiten von Corona und geschlossenen Museen eine Sichtbarkeit und Relevanz erhalten, die sie wortwörtlich von heute auf morgen ins Zentrum der musealen Arbeit befördert hat. Die Forschungslücken, neuen Handlungsfelder und Innovationspotenziale, die so innerhalb des letzten Jahres erst entstanden, sichtbar geworden und in Teilen schon operationalisiert worden sind, gilt es auch in der Zukunft wissenschaftlich und vermittlungspraktisch weiter zu bearbeiten, um einen langfristigen und nachhaltigen Lerneffekt und Nutzen für das Feld aus der Corona-Krise ziehen zu können. Dieser Beitrag widmet sich den Möglichkeiten der digitalen Kunstvermittlung, durch die Kunst auch während der Museumsschließungen kontaktlos dem Publikum zugänglich gemacht werden konnte. Er beleuchtet aber auch, welche Chancen und Herausforderungen sich aus der Pandemie für die digitale Kunstvermittlung ergeben.
Theresa Stärk, Christine Stender
12. Computerlinguistik: Eine Fallstudie zu Corona anhand der Analyse lokaler und bundesweiter Diskurse in ausgewählten Medien
Zusammenfassung
Auf der Grundlage des methodischen Hilfsmittels der veröffentlichten und öffentlichen Meinung, die von der tatsächlichen gesellschaftlichen (versteckten) Meinung abweichen können, wurden Texte aus lokalen und bundesweiten digitalen Medien extrahiert, um aus diesen mit LDA als gängigem Topic-Modeling Verfahren und einer auf BERT basierten Variante Corona-relevante Medien-Diskurse experimentell zu identifizieren. Die intuitive Erwartung eines positiven Befundes wurde bestätigt. Die Ähnlichkeit der Ergebnisse der unterschiedlichen Verfahren des maschinellen Lernens liefert einen Hinweis auf die grundsätzliche Eignung der methodischen Erfassung digitaler Diskurse. Allerdings bedarf es der methodischen Verbesserung, um das Potenzial des primär erhobenen Datensatzes auch mit Blick auf zunächst nicht offensichtliche Diskurse zu erschließen.
Heike Walterscheid, Veton Matoshi, Katarzyna Wiśniewiecka-Brückner, Klaus Rothenhäusler, Frank Eckardt
13. Schulpädagogik: Erziehung, Bildung und Schulleben während und nach der COVID-19-Pandemie
Zusammenfassung
Die durch die COVID-19-Pandemie bedingte Reduzierung des sozialen Lebens und die Notwendigkeit, Fernunterricht anzubieten, verursachten sowohl für Schulen und Lehrkräfte als auch für Heranwachsende und ihre Eltern immense Schwierigkeiten. Die Pandemie wirkte sowohl als Lupe wie auch als ein Katalysator für Prozesse bezüglich der (gerade in Deutschland) oft unzureichenden Ausstattung und Kompetenz von Schulen und Lehrkräften in Hinblick auf die Digitalisierung des Unterrichts. Gleichzeitig wurde die Bedeutung von Präsenzunterricht und Schulleben sichtbar, insbesondere im Hinblick auf sozio-emotionale Lernprozesse. Wodurch wird die Gestaltung des Schullebens zu einer wichtigen Lerngelegenheit für SchülerInnen und wie kann dies auch in Pandemiezeiten gelingen? Ausgehend von Überlegungen zu Zielen schulischer Bildungsprozesse werden Best-Practice-Beispiele deutscher und japanischer Schulen angeführt, in denen die drei basic needs sowie die Verantwortungsübernahme der Heranwachsenden berücksichtigt werden.
Horst Zeinz, Andrea Gerhardt, Masashi Urabe
14. Angewandte Ethik: Über Triage in Zeiten von Corona
Zusammenfassung
In Ländern, die von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen waren und in denen nicht genügend intensivmedizinische Ressourcen und Kapazitäten zur Verfügung standen, konnten Ärzte nur die Covid-19-Patienten mit guten Heilungschancen behandeln und mussten andere Patienten sterben lassen. Im Folgenden sollen die ethischen Grundlagen und Kriterien solcher Triage-Entscheidungen untersucht werden und verschiedene von medizinischen Fachverbänden herausgegebene Triage-Richtlinien verglichen werden. Es stellt sich insbesondere die Frage, ob es erlaubt ist, Leben gegen Leben abzuwägen.
Thomas Zoglauer
Metadata
Title
Corona und die anderen Wissenschaften
Editors
Dr. Dr. Peter Klimczak
Denis Newiak
Prof. Dr. Christer Petersen
Copyright Year
2022
Electronic ISBN
978-3-658-36903-3
Print ISBN
978-3-658-36902-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-36903-3

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