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About this book

In der 2. Auflage des Buches "CSR und Digitalisierung" werden zwei Jahrhundertthemen zusammengeführt, die die wichtigsten Fragen unserer Zeit bündeln

Wie können wir ökologisch und sozial verantwortlich wirtschaften?

Welche Rolle kann und soll die Digitalisierung dabei spielen?

Die Digitalagenda ist die erste Strategie in Europa, die Digitalisierung und Umweltschutz konsequent miteinander verbindet

Das vorliegende Buch ist allerdings auch eine Erweiterung der hier angesprochenen Themen, denn viele der vorgeschlagenen Maßnahmen basieren auf „weichen“ Instrumenten. Gezeigt wird u. a., welche aktuellen Maßnahmen und Methoden zur nachhaltigen Steuerung der digitalen Transformation die besten Unternehmen und Organisationen einsetzen, aber auch, dass es heute neue Denkstile sowie neue Formen interdisziplinärer Zusammenarbeit braucht. Digitalisierung muss weder gefürchtet noch verehrt werden, denn es geht vor allem darum, ihre Rolle zu verstehen, um sie nachhaltig zu gestalten.

Finden Sie Beiträge unter anderem von:

Franz Alt, Wolfgang Schäuble, Judith Gerlach, Timotheus Höttges, Olaf Koch, Henning Kagermannm, Christian Seifert, Manuel Neukirchner, Jutta Rump

Table of Contents

Frontmatter

Wirtschaft, Politik und Gesellschaft: Trends und Entwicklungen

Frontmatter

Unsere Zukunft, unsere Entscheidung

Die Corona-Pandemie stellt uns weltweit vor Herausforderungen und unterstreicht die Stärken und Schwächen unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen. Angesichts einer Zukunft im Zeichen von Klimawandel und Globalisierung stellen wir uns die Frage, welche Konsequenzen wir ziehen wollen, um uns resilient und anpassungsfähig für künftige Herausforderungen zu machen. Im Umgang mit der Pandemie erweisen sich digitale Technologien als wertvolles Hilfsmittel, um die Funktionalität unserer Wirtschaft aufrechtzuerhalten, soziale Interaktion trotz Isolation zu ermöglichen und innovative Lösungen für gesellschaftliche Fragestellungen zu finden und umzusetzen. Wir können und müssen diese Erfahrungen nutzen, um den Beitrag der Digitalisierung zur Gestaltung eines nachhaltig resilienten Wirtschafts- und Gesellschaftssystems der Zukunft neu zu diskutieren.

Natascha Schwarzkopf

Digitalisierung: Chancen auf neues Wachstum

Die digitale Transformation wurde in Deutschland zunächst unter der Chiffre „Industrie 4.0“ nur verkürzt diskutiert. Bei der Digitalisierung handelt es sich jedoch um mehr als den Einsatz neuer Technologien in Produktionsprozessen. Unternehmen jeglicher Branchen können die mit der digitalen Transformation verbundenen Potenziale erst dann vollständig realisieren, wenn diese neuen Technologien in Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie Geschäftsmodelle eingebunden werden.Seit geraumer Zeit ist das Produktivitätswachstum gerade in den modernen Volkswirtschaften eher rückläufig. Dennoch kann die These, dass die Digitalisierung Chancen auf neues Wachstum bietet, aufrechterhalten werden. Denn es gibt gute Gründe für die Annahme, dass sich die auf Unternehmensebene durch eine Digitalisierung von Prozessen und Produkten sichtbaren Effekte erst verzögert in den aggregierten Daten niederschlagen.Damit dieser technologische Umbruch neues Wachstum generiert, ist allerdings nicht nur das Engagement der Unternehmen relevant, sondern auch seine Flankierung seitens der Politik, beispielsweise im Bereich Infrastruktur, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Aus- und Weiterbildung.

Bert Rürup, Sven Jung

Digitalisierung – Technik für eine nachhaltige Gesellschaft?

Das Thema Digitalisierung ist inzwischen in aller Munde, und das nicht erst seitdem die globale Corona-Pandemie in den zentralen Bereichen Arbeit und Bildung eine Digitalisierung in kürzester Zeit notwendig gemacht hat. Nicht umsonst galten Digitalisierung bzw. Konnektivität schon vorher als zentrale Megatrends. Obwohl insbesondere die Bedeutung des Themas für das eigene Leben und die wirtschaftliche Zukunft offensichtlich ist, sind viele Begriffe zum Thema, wie Internet 4.0, Big Data oder Internet of Things, zahlreichen Bundesbürgern noch nicht bekannt. Fahrerlose Verkehrsmittel wie der Skytrain am Frankfurter Flughafen, Selbstscan-Kassen in Supermärkten oder öffentlichen Bibliotheken, Mitfahrportale wie „Uber“ oder Sharing-Plattformen wie „AirBnB“ sowie zunehmende Onlinezeiten und zum Teil verödende Innenstädte zeigen die Veränderung von Leben und Arbeiten durch digitale Technologien. Der Artikel untersucht ausgewählte ökologische und soziale Chancen und Risiken aus diesen Entwicklungen und die sich daraus ergebenden politischen und gesellschaftlichen Implikationen.

Andreas Kröhling

Digitalisierung – die schöpferische Kraft der Zerstörung mit Verantwortung managen

Digitalisierung und die damit verbundene Intensivierung des globalen Wettbewerbs kann ganz im Sinne von Schumpeter als „schöpferische Zerstörung“ beschrieben werden. Die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen der Marktkräfte sind für viele Unternehmen nicht einfach zu managen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass manchmal auch mit illegalen Mitteln versucht wird, den starken Megatrends der Digitalisierung, Nachhaltigkeit und beschleunigten Innovationszyklen zu begegnen. Als Konsequenz dieses fragwürdigen Managementhandelns erschütterten in den letzten Jahren einige Unternehmensskandale den gesellschaftlichen Glauben an die positive Rolle von Unternehmen in unserer Gesellschaft. In den Medien werden diese Vorkommnisse meist als ein Ethik- bzw. Compliance-Versagen unserer Führungselite thematisiert. Die Menschen stellen sich daher die Frage: Brauchen wir in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung mehr Moral in der Wirtschaft oder aber fundamental neue Managementansätze?

René Schmidpeter

Nutzerzentriertheit als wesentliche Dimension für die Nachhaltigkeit von Digitalisierungsvorhaben

In der CSR zeigt sich, wie und in welchem Ausmaß Unternehmen Verantwortung übernehmen. Im Fokus von Digitalisierungsprojekten steht dabei nicht nur die ökologische und ökonomische, sondern auch die soziale Sphäre und damit die Gesamtheit aller Mitarbeiter, die durch ein Digitalisierungsprojekt tangiert werden. Zeitmangel führt häufig dazu, dass die Bedürfnisse und Hemmnisse der Mitarbeiter bei Digitalisierungsvorhaben in den Hintergrund rücken.Digitale Lösungen sind nachhaltiger, wenn auf die spezifischen Ausgangssituationen der Mitarbeiter und die konkreten Einsatzszenarien in den Arbeitsabläufen Rücksicht genommen wird, zum Beispiel durch den Einsatz nutzerzentrierter Methoden. So gelingt es, Hemmnisse der Digitalisierung abzubauen. Ganz im Sinne von CSR und Nachhaltigkeit können Mitarbeiter bei einer nutzerzentrierten Vorgehensweise in Digitalisierungsvorhaben Wertschätzung, verbesserte Arbeitsbedingungen, Partizipation und Gemeinschaft erfahren.

Michaela Scheeg, Juliane Rangnow, Jochen Scheeg

Wandel im Vertrieb durch Digitalisierung – worauf es morgen ankommt

Learnings aus der Digitalisierung und Anforderungen für den Vertrieb von morgen

Die Digitalisierung hat die Arbeit des Vertriebs bereits massiv verändert. Ganze Geschäftsmodelle sind in kürzester Zeit verschwunden, neue Vertriebswege und Kommunikationskanäle sind entstanden. Momentan befindet sich der Vertrieb in einer Umbruchphase zwischen der analogen und der digitalen Welt. Multichannel-Management ist nur ein Stichwort. Wird durch die Digitalisierung der Vertrieb nach alter Manier obsolet? Welche Anforderungen kommen auf den Vertrieb von morgen zu? Zunächst gilt es aus den Veränderungen Learnings abzuleiten, um für die Zukunft die richtigen Weichen zu stellen. Die Vertriebsstrategie muss Umbrüche antizipieren. Unternehmen müssen hierzu eine digitale Kultur etablieren, Abteilungsbarrieren zu Marketing, After Sales und anderen kundennahen Bereichen einbrechen und die Kundenkontaktpunkte vollumfänglich begreifen. Steuerungssysteme können bei den digitalen Instrumenten aus dem Vollen schöpfen, wenn sie denn richtig ausgewählt und eingesetzt werden. – Digitalisierung darf nicht um ihrer selbst willen zum Einsatz kommen.

Rainer Elste, Lars Binckebanck

Die Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft – Aktuelle Trends und zukünftige Herausforderungen

Die Lebens- und Arbeitswelt der Gesellschaft hat sich durch die Informations- und Kommunikationstechnologien tiefgreifend verändert. Digitalisierung in fast allen Lebensbereichen ist für den Großteil der Bevölkerung zur Selbstverständlichkeit geworden. Das hat zwangsläufig auch Auswirkungen auf den Lebensbereich des Wohnens und damit auf die Unternehmenstätigkeit der Wohnungswirtschaft.Der Beitrag zeigt Trends und Herausforderungen der Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft unter dem Blickwinkel des CSR-Managementansatzes. Dabei wird offensichtlich, dass die Digitalisierung eng mit den Megatrends demografischer Wandel und Energiewende zusammenwirkt.

Astrid Schultze

Digitalisierung und CSR in der Finanzberatung

Die sozialen Medien stellen einen wichtigen Kanal dar, über den der Finanzdienstleister mit Kunden bzw. potenziellen Kunden in einen Dialog treten kann. So kann Vertrauen hergestellt, Komplexität verringert und Transparenz geschaffen werden. Digitale Medien ermöglichen es, die Beziehung zum Kunden zu intensivieren und ihn zielgerichtet mit CSR Know-how und Service zu unterstützen. Über die sozialen Medien kann der Berater ebenso über die Themen wirtschaftliches Handeln, soziale Verantwortung, Umweltbewusstsein – und was das mit Geld zu tun hat – mit Community-Teilnehmern kommunizieren und so zu mehr Nachhaltigkeit in der Finanzwelt beitragen. Digitalisierung trägt so zu einer Effizienzsteigerung bei nachhaltigen Geldanlagen sowie auch bei der ganzheitlichen Beratung bei. In den Beratungsprozessen braucht es pragmatische Lösungen, um dem veränderten Kundenverhalten gerecht zu werden. Der Kunde wünscht sich heute einen jederzeit erreichbaren und kompetenten Kundenservice. Dies erfordert durchgängig digitalisierte Prozesse. Der Übergang von Papier zu digitalen Kundenportalen reduziert Reaktionszeit und verbessert zudem die Umweltbilanz. Zukunftsfähige Beispiele, die die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit vereinen, gibt es heute schon. Wenn die Finanzdienstleistung sich neu erfindet, hat sie immer Zukunft und kann ein großer Treiber für mehr Nachhaltigkeit in dieser Welt sein.

Claudia Behringer

„CSR 4.0“ – Die GILDE-Wirtschaftsförderung Detmold als Promoter für Digitalisierung und Unternehmensverantwortung in Ostwestfalen-Lippe

Digitalisierung erfordert verantwortliches Unternehmenshandeln im Sinne von Corporate Social Responsibility (CSR). Der im vorliegenden Beitrag dargestellte Ansatz der GILDE-Wirtschaftsförderung Detmold ist, Digitalisierung und CSR nicht als Gegensatzpaar, sondern als zwei integrale Bestandteile des erfolgreichen unternehmerischen Handelns zu betrachten. Die Autoren vermitteln darin praxisnahe Methoden, wie auf regionaler Ebene wechselseitige Verstärkereffekte in Richtung Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung zwischen Wirtschaftsförderung und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) umgesetzt werden können. Gleichzeitig führt der Beitrag auf konzeptioneller Ebene die neue Bezeichnung „CSR 4.0“ ein, um eine an die vier klassischen CSR-Handlungsfelder angelegte Alternative – praktisch und einfach umsetzbar vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen – zum Konzept der Corporate Digital Responsibility (CDR) anzubieten.

Simon Gröger, Wolfgang Keck

Innovation und Technologie

Frontmatter

Universitäre Ausbildung von Konstrukteurinnen und Konstrukteuren im Kontext des industriellen Wandels

Die Digitalisierung und die Vernetzung der Produkte werden in Zukunft weiter zunehmen und die Berufsbilder daher einem Wandel unterliegen. Welche Herausforderungen die Studierenden später in ihrem jeweiligen Berufsalltag zu lösen haben, ist heute allerdings nicht vorhersagbar. Die Fähigkeit der Studierenden, gelerntes Wissen auf unbekannte Probleme erfolgreich übertragen zu können, ist für die Berufsfähigkeit daher essenziell. Die universitäre Ausbildung muss folglich neben Fachkompetenz auch Methodenkompetenz sowie Anwendungskompetenz für das Verstehen unbekannter Probleme vermitteln.Der Aufbau dieser Kompetenzen muss demnach heute noch stärker als je zuvor Ziel der universitären Ausbildung zum/zur Konstrukteur/-in sein. Der vorliegende Beitrag beschreibt zuerst bestehende und neue Anforderungen an die universitäre Ausbildung von Ingenieuren/-innen. Anschließend werden anhand von unterschiedlichen Beispielen innovative Lehransätze beschrieben, auf welche Art diese Anforderungen in konkreten Lehrveranstaltungen umgesetzt werden können. Abschließend wird betrachtet, wie die universitäre Lehre diesen Herausforderungen des industriellen Wandels in Zukunft begegnen muss.

Sven Matthiesen, Kevin Hölz, Sandra Drechsler, Tim Bruchmüller

Wie die Cloud, Edge Computing und Künstliche Intelligenz zur Nachhaltigkeit in der Industrie beitragen

Die Digitalisierung der Produktion entlang der Wertschöpfungskette birgt gewaltiges Potenzial. Denn sie steigert bei niedrigeren Kosten und höherer Qualität nicht nur Produktivität, Flexibilität und Markteinführungszeiten. Vielmehr ermöglicht sie es auch, den zunehmenden Kundenanforderungen nach mehr Umwelteffizienz und Klimafreundlichkeit von Produktion und Produkten gerecht zu werden. Unternehmen sind daher gefordert, ihre Prozesse, Technologien und Unternehmenskultur an die neue digitale Welt anzupassen. Das muss nicht sofort ein umfassendes Maßnahmenpaket sein. Vielmehr ist die Digitalisierung der Industrie ein Prozess und wird es immer bleiben. Doch um diesen Weg erfolgreich zu beschreiten, müssen Unternehmen jetzt mit klugen strategischen Entscheidungen die Weichen richtig stellen.

Klaus Helmrich

Ausrechnen statt Entscheiden – 32 Jahre IT-Innovation

Digitalisierung ist das Schlagwort des letzten Jahrzehnts. Alles wird berechnet: Unser Nachhauseweg, Kalorienverbrauch, die Schrittzahl, der Pulsschlag, mögliche Dates in der Umgebung. Die Digitalisierung des Alltags und Forschungsprojekte wie der Jeopardy-gewinnende Watson der IBM oder das Google-Auto könnten uns jedenfalls das Gefühl geben, dass alles berechenbar ist. Doch Modellierung hin oder her – letztendlich geht es um die Realität und die Frage, welche Probleme die Informatik elegant löst, überhaupt lösen kann und vielleicht nicht lösen sollte. Ethische und moralische Fragen der Informatik und ihrer Wechselwirkung mit gesellschaftlichen Innovationsprozessen müssen bereits in der Schule als eigenes Fach – spätestens jedoch als fester Bestandteil der Informatikausbildung – behandelt und interdisziplinär diskutiert und ausgehandelt werden.

Agata Królikowski, Jens-Martin Loebel, Stefan Ullrich

Warum Rechenzentren nachhaltig geplant und gebaut werden sollten

IT und Digitalisierung können zur Bewältigung der Umweltkrisen und zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs) der UN beitragen. Voraussetzung ist allerdings, dass die positiven Effekte, die auf der Basis von Rechenzentren durch Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung, intelligenter Vernetzung etc. erzielt werden, nicht durch umweltschädliche Rechenzentren wieder zunichtegemacht werden.

Alexandra Hildebrandt

Plattformökonomie im B2B-Maschinen- und Anlagenbau – Analyse für ein nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell

Digitale Plattformen disruptieren ganze Industrien, bilden die neuen Schnittstellen zwischen Produzenten und Konsumenten und sind von enormem Wert – die sieben größten Business-to-Consumer (B2C)-Plattformen haben eine höhere Marktkapitalisierung als die Summe aller Unternehmen, die im Euro Stoxx 50 gelistet sind (Stand 2019). Sämtliche Industrien sind gezwungen, sich mit diesen Plattformgeschäftsmodellen auseinanderzusetzen. Während im B2C-Umfeld die Schnittstellen mit großen Anbietern besetzt sind, ist dies im industriellen Business-to-Business (B2B)-Umfeld noch offen. Hier ist eine Veränderung spürbar – physische Vermögenswerte alleine schaffen keinen reinen Wettbewerbsvorteil mehr. Es ist zu erwarten, dass sich das Produktgeschäft zumindest in Teilen in ein Servicegeschäft entwickeln wird. Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine Branche, die für die deutsche Wirtschaft von großer Bedeutung ist. Auch hier sind diese Entwicklungen erkennbar. Dennoch gibt es keinen Plattformanbieter, der zum heutigen Stand dominant ist im Maschinen- und Anlagenbau. Ein Grund hierfür ist, dass es noch unklar ist, welche Faktoren und Merkmale im Aufbau einer solchen Plattform erfolgsbedingend sein können. Damit setzt sich dieser Beitrag auseinander. In einem methodischen Vorgehen wurden gemeinsam mit Experten Faktoren identifiziert, welche einen positiven Einfluss auf die Entwicklung mit einem Plattformgeschäftsmodell haben. Aus den Ergebnissen ist ein Modell entstanden, das CRSF-Modell. Diese praktische Anwendbarkeit wird in diesem Beitrag überprüft, um Faktoren aufzuzeigen, bei denen Verbesserungspotenzial im Aufbau der Plattformen vorliegt.

Helen Landhäußer

Digitale Lösungen für lokale Communitys: Purpose, Genossenschaftsprinzip und Digital Responsibility bei der Future eG

Wie lassen sich digitale Technologien nutzen, um die Gesellschaft für eine nachhaltige Entwicklung zu befähigen? Die Verbindung der Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung ist auch für Unternehmen eine Herausforderung, die sich in beiden Feldern bewegen. Die 2019 gegründete Future eG will zu lebenswerten Städten und Gemeinschaften für alle beitragen und entwickelt digitale Lösungen für lokale Communitys. Als Genossenschaft ist sie ihren Mitgliedern verpflichtet und strebt Transparenz über ihren Umgang mit digitaler Verantwortung – wie zum Beispiel Datenschutz und Ressourcenverbrauch – an. Im konzeptionellen Umfeld der Purpose Economy ist der Kern ihres wirtschaftlichen Handelns nicht die Profitmaximierung, sondern die Sinnorientierung. Diese Ausrichtung wirkt sich direkt auf die Corporate Digital Responsibility (CDR) aus.

Tina Teucher, Chiara Dalle Molle

Augmentierte und Virtuelle Realität

Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (AR) sind Technologien, die zunehmend ihren experimentellen Charakter verlieren und kommerziell eingesetzt werden. Der Beitrag grenzt beide Begriffe voneinander ab, beschreibt technische Grundlagen und mögliche Anwendungsszenarien. Aktueller Entwicklungsstand und Chancen dieser Technologien werden beschrieben. Wie bei fast jeder neuen Technologie entstehen aber auch Risiken, die in einigen Fällen auch zu einem gesellschaftlichen Diskurs führen werden. Dies ist bei AR- und VR-Anwendungen der Fall; daraus ergeben sich Verantwortlichkeiten der entwickelnden Unternehmen, die diskutiert werden.

Anett Mehler-Bicher, Lothar Steiger

Die Facetten des Innovations- und Systemmanagements zum Aufbau nachhaltiger Organisationen

Der Beitrag setzt sich mit den Disziplinen „Innovations- und Systemmanagement“ auseinander. Für eine nachhaltige Organisationsentwicklung sind beide Bereiche unverzichtbar. Auch wenn diese Disziplinen in den Wirtschaftswissenschaften und im Management getrennt voneinander betrachtet werden, tragen sie in ihren Grundsätzen Gemeinsamkeiten mit sich, welche es in der betrieblichen Praxis, für ein nachhaltiges Handeln zu kombinieren gilt. Das „Innovationsmanagement“ wird in Unternehmen oft als separate Abteilung geführt, die sich darauf spezialisiert Neues hervorzubringen, um die Attraktivität am Markt zu steigern. Damit in Verbindung sehen Organisationen das „Innovationsmanagement“ als eigenen Prozess, welcher dem eigentlichen Produktentwicklungsprozesses vorgelagert wird. Häufig wird Innovationsmanagement als Teilbereich des gesamten unternehmerischen Systems gesehen. Selten aber wird das „Innovationsmanagement“ als integrativer Bestandteil eines jeden unternehmerischen Prozesses gesehen, der durch Wissenstransfer und Kommunikation der Mitarbeiter lebensfähig gemacht wird.

Natalie Pichler

Rationalisierungspotenzial durch Prozessdigitalisierung am Beispiel der kaufmännischen Aufgaben und Meldepflichten

In der digitalen Transformation steckt großes Potenzial für die Optimierung von Geschäfts- und Verwaltungsprozessen. Wir befinden uns auf dem Weg in eine Zukunft, in der Daten automatisiert und in Echtzeit an die Stellen gelangen, wo sie jeweils benötigt werden. In Teilen funktioniert das heute bereits – in vielen Fällen ist aber noch einiges zu tun, um eine Infrastruktur zu schaffen, die das möglich macht. Auf diesem Weg müssen wir uns von Insellösungen und Silodenken verabschieden. Letztlich darf es keinen Unterschied bedeuten, in welchem System ein Datum erfasst oder generiert wurde. Ebenso darf es keine Rolle spielen, ob die Informationen irgendwo im Prozess einmal auf Papier vorhanden waren oder nicht. Jede elektronisch vorliegende Information sollte ohne Konvertieraufwand auch digital weiterverarbeitet werden können. Bei den kaufmännischen Daten zeigen erste Initiativen, dass das funktionieren kann. Und der Blick in die Praxis der Unternehmen und der Verwaltung zeigt, dass auch der Bedarf dafür besteht.

Robert Mayr

Mobilität

Frontmatter

Die Zukunft der Mobilität ganzheitlich gestalten

Aktuell wirken zahlreiche Faktoren auf das Mobilitätssystem ein, die mit einem tief greifenden strukturellen Wandel und einer Vielzahl von Herausforderungen einhergehen. Die Effekte der COVID-19-Pandemie ab dem Frühjahr 2020 sind dabei noch nicht berücksichtigt. Es bietet sich die Chance, ein zukunftsweisendes Mobilitätssystem zu gestalten, das ökologisch, ökonomisch und sozial ausgewogen ist. Die Gestaltung der Zukunft der Mobilität ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die interessenübergreifend angegangen werden muss. Im Mittelpunkt stehen Nutzerinnen und Nutzer, denn Mobilität ist und bleibt unabdingbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und muss allen Menschen zugänglich sein.

Henning Kagermann

Mit Innovation das Historische erhalten

Wie Technologie und das Vernetzen der Welt das Restaurieren von Oldtimern erleichtert

Der Oldtimer ist schon lange keine Randerscheinung mehr auf dem automobilen Parkett. Die großen Automobilhersteller, so auch die deutschen, haben sich dem Erhalt ihrer Geschichte angenommen. Neben dem Angebot von Ersatzteilen, speziell für Oldtimer, welche über Onlineshops oder „Classic Center“ vertrieben werden, wird die eigene Geschichte auch genutzt, um bei der Vorstellung von neuen Modellen einen emotionalen Bogen zu spannen. Wo ist also der Platz eines Oldtimers im heutigen Zeitalter und wie lassen sich Trends und Entwicklungen wie autonomes Fahren, Elektromobilität und Carsharing damit in Einklang bringen?

Johannes Crepon

Handel und Konsumgüter

Frontmatter

Digitalisierung im Handel – das 360-Grad-Omnisales-Modell als Lösungsansatz

Der zunehmende Einsatz neuer, mobiler Technologien durch die Konsumenten verändert zusehends die Handelslandschaft. Um hier den Anschluss nicht zu verlieren, muss es dem Handel in Zukunft gelingen, die zeitlichen und örtlichen Konzentrationspunkte (Touchpoints) seiner Kunden, sowohl in der realen Welt (offline) wie auch im Internet (online) ausfindig zu machen oder sogar selbst zu erschaffen, um dann dort für interessierte Bedarfsträger auffindbar zu sein. Der Handel muss also sein traditionelles Business mit den neuen, meist interaktiven Formen des E-Commerce verbinden und neue Kommunikations- und Verkaufskanäle in sein bisheriges System implementieren, um seinen Kunden ein nahtloses Kundenerlebnis auf allen relevanten Touchpoints bieten zu können.

Franz-Michael Binninger, Karl Peter Fischer, Andreas Schöler, Axel Steuernagel

Transparenz und Digitalisierung in nachhaltigen Wertschöpfungsketten

Ansätze für ein erfolgreiches CSR-Management

Globale Wertschöpfungsketten rücken spätestens seit dem verheerenden Unfall von Rhana Plaza oder den Debatten um menschenrechtliche Verfehlungen von Unternehmen beispielsweise in der Textil- oder Bergbau- und Mineralbranche in den Fokus der gesellschaftlichen Debatte. Mit der wachsenden globalen Verflechtung von Unternehmen, wächst auch deren Verantwortungsraum für die ökologischen, sozialen wie menschenrechtlichen Auswirkungen, die in Verbindung mit ihren Tätigkeiten stehen. Transparenz, Nachvollziehbarkeit und die Einhaltung von Normen sind Forderungen, die Investoren, Verbraucher, Aufsichtsbehörden sowie Umwelt- und Menschenrechtsgruppen in Form von unternehmerischen Sorgfaltspflichten an Unternehmen im Zusammenhang mit der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien verlangen.

Frank Ebinger, Bramwel Omondi

Einfluss der Digitalisierung auf die Mode und warum daraus eine Frage der Verantwortung entsteht

Der Beitrag beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Mode und Kleidung, als Produkt derer. Er konzentriert sich hierbei auf die Phänomene der veränderten Inszenierung von Mode und deren verkürzten Rhythmus. Hieraus schließt er auf die Entwicklung zur Massenproduktion unter unmenschlichen Bedingungen und kommt somit zur Frage nach der Verantwortung dafür. Bestimmt der Konsum den Markt oder bestimmt der Markt den Konsum? Aus der Frage nach der Verantwortung wird entwickelt, welche Relevanz Manufakturen beigemessen werden kann. Am Beispiel werden deren Vorteile erklärt.

Natascha von Hirschhausen

Die Chancen der Digitalisierung für eine unternehmerische Gesellschaftsverantwortung im passform-sensitiven Schuhmarkt

Ein Weckruf für die Sportschuh-Industrie

Das Internet und die globale Verfügbarkeit haben in den letzten Jahren zu einem dramatischen Überangebot an Schuhen geführt. In einem völlig übersättigten Markt wirken Schuhgeschäfte in Zeiten der Digitalisierung nur noch wie besser ausgestattete Lagerhäuser an den teuersten Standorten in den Städten. Immer kürzere Produktlebenszyklen potenzieren die damit einhergehende Vergeudung von natürlichen Ressourcen und schädlichen Belastungen für die Umwelt. Der wachsende Protektionismus einzelner Länder und die Coronavirus-Krise decken schonungslos die Fragilität unserer globalen Lieferketten und Abhängigkeiten insbesondere in Bezug auf Fernost auf. Das System droht zu kollabieren. Was sind die Antworten auf diese Entwicklung? Wie können die Schuhindustrie und der -handel ihrer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und unserem Planeten gerecht werden? Inhalt dieses Beitrages ist es den Königsweg aufzuzeigen, wie Schuhe zukünftig vermarktet werden, indem Schuhe erst gefertigt werden, nachdem der Nutzer seine Kaufentscheidung getroffen hat. Wie kann so etwas umgesetzt werden? Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung?

Johannes H. Steuerwald

Maßschuhe – ein nachhaltiges Produkt in Zeiten der Digitalisierung

Die Maßschuhmacherei Kirstin Hennemann wurde 2002 in Berlin-Prenzlauer Berg von Kirstin Hennemann gegründet. Einer Frau, die zunächst Politik und Germanistik studierte, dann aber das Schuhmacherhandwerk erlernte, nachdem sie frustriert von einer Shoppingtour in Frankfurt zurückkam. Es gab einfach keine schönen Schuhe für ihre anspruchsvollen Füße. Der Beitrag zeigt ihren außergewöhnlichen Karriereweg und die Bedeutung des Handwerks im Zeitalter der Digitalisierung.

Gabriele Braun, Kirstin Hennemann

Unternehmen im digitalen Wandel: Umsetzungsbeispiele

Frontmatter

In Zeiten der Ungewissheit zum Wesen der Strategie zurückfinden

Der Beitrag zeigt, dass Unternehmen heute keine losgelöste Digitalisierungsstrategie benötigen, sondern eine ganzheitliche Strategie, welche passgenau auf die Bedürfnisse des digitalen Zeitalters zugeschnitten ist. Zeitgemäße Strategien im Zeitalter der Globalisierung, Ökonomisierung und Digitalisierung sind mit weniger Bürokratie und Technokratie verbunden, näher an Inhalten und näher an der Zukunft. Sie müssen flexibel sein, aber gleichzeitig robust genug, um in Krisenzeiten und über Mode- und Konjunkturwellen hinweg Richtung und Orientierung zu geben. Wie das Thema Nachhaltigkeit muss Digitalisierung jeden Unternehmenszweig durchdringen, denn sie ist ein Mittel zur Erreichung des langfristigen Unternehmenserfolgs.

Alexandra Hildebrandt

Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Mittelstand

Mit veralteten Führungs- und Organisationsmethoden können im digitalen Zeitalter keine Lösungen entwickelt werden, um auf aktuelle und künftige gesellschaftliche Veränderungen und Herausforderungen richtig zu reagieren. Es braucht kohärente Strategien, die dazu beitragen, dass Organisationen schneller und aktionsfähiger werden. Der Beitrag zeigt übergreifend und am Beispiel der Mader GmbH, dass richtiges Nachhaltigkeitsmanagement, zu dem auch eine professionelle Nachhaltigkeitsberichterstattung gehört, immer mit der Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Organisation verbunden ist.

Alexandra Hildebrandt, Stefanie Kästle

Ein Mittelständler digitalisiert sich – Von Erfolgen, Hürden und Nachhaltigkeit

Wie bewältigt und gestaltet der Mittelstand die großen Veränderungen, die mit der digitalen Transformation einhergehen? Am Beispiel des süddeutschen Druckluft- und Pneumatikspezialisten Mader wird im folgenden Text beschrieben, wie Digitalisierung im Mittelstand gelingen kann, welche Erfolgsfaktoren der „digitalen Transformation“ das Unternehmen für sich identifizieren konnte und welche Schritte Mader konkret ging und geht, um den analogen Energieträger Druckluft in das digitale Zeitalter zu überführen.

Ulrike Böhm

Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Küchenbranche

Am Beispiel von Häcker Küchen

Digitalisierung in der Möbelbranche ist mehr als nur vernetzte Küchen oder Haushaltsgeräte auf den Markt zu bringen. Für den Kunden ist heutzutage die schnelle Verfügbarkeit der Produkte ein Muss. Der Beitrag zeigt am Beispiel des Familienunternehmens Häcker Küchen, dass die IT-Abteilung in Unternehmen heute eine Schlüsselposition einnimmt, weil hier fachliche Kompetenzen gebündelt und Maßnahmen zur Digitalisierung durchgeführt werden. Geschäftsführer Markus Sander und Marketingleiterin Gisela Rehm erläutern im Interview darüber hinaus, dass ein regionaler Hersteller auch auf globaler Ebene nachhaltig Verantwortung übernehmen und einen Beitrag zur Erfüllung der SDGs leisten kann.

Gisela Rehm, Markus Sander, Alexandra Hildebrandt

Zur Bedeutung der digitalen Infrastruktur im Prüflabor eines Küchenherstellers

Der Beitrag zeigt am Beispiel des familiengeführten Unternehmens Häcker Küchen, wie das hauseigene Prüflabor zu einem unverzichtbaren Teil der nachhaltigen Wertschöpfungskette geworden ist, und warum es notwendig war, eine digitale Infrastruktur anzulegen und Datenbanken aufzubauen, die nun direkt übernehmen, was an den Prüfstellen ermittelt wurde.

Bastian Bäumer

Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Bau- und Immobilienbranche

Am Beispiel der Unternehmensgruppe Krieger + Schramm

Bestehende Kompetenzen werden gestärkt und durch neue zukunftsfähige Kompetenzen erweitert. Vier langfristige Schlüsselziele bilden die Basis für den künftigen Weg und die künftigen Ziele. Es sind konkrete Sieben-Jahresziele entwickelt und mit entsprechenden Maßnahmen unterlegt, verbindliche Verantwortlichkeiten sind definiert.

Matthias Krieger, Alexandra Hildebrandt

Kundenakzeptanz humanoider Roboter und digitaler Technologien – wie Roboter Reisen künftig entspannter und kundenorientierter machen

Digitale Technologien setzen neue Standards im Kundenservice, in der Unterhaltung und in der Personalisierung von Reisen. Der Einsatz von Robotern wird deshalb in den nächsten Jahren signifikant steigen. Der Beitrag zeigt, dass die globale Akzeptanz von Robotern im Tourismus vorhanden ist und größtenteils als positiv bewertet wird. Es überwiegen die Vorteile wie eine gleichbleibend starke Performance und die Möglichkeit, Abläufe zu beschleunigen. Aus der Forschung geht weiterhin deutlich hervor, dass Reisende die Zusammenarbeit von Robotern und Menschen als ideale Lösung ansehen. Roboter und computergestützte Programme sollen menschliche Tätigkeiten nicht ersetzen, aber in Routineaufgaben unterstützen, sodass sich Mitarbeiter und Roboter auf das Wichtigste konzentrieren können: die individuellen Bedürfnisse des Kunden zu erfüllen, um Reise und Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Wo immer hohe Kundenorientierung im Mittelpunkt steht, könnte es sein, dass bald auch ein Roboter in Sichtweite ist.

Christian Smart

Umwelt und Digitalisierung

Frontmatter

Nach Paris: Warum uns die Energiewende zu Gewinnern macht

Der Beitrag beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Gibt es noch eine Möglichkeit, eine Welt mit sauberer Luft, reinem Wasser, gesunden Böden, umweltfreundlicher Energie und mehr Gerechtigkeit zu schaffen? Und sind nach dem Weltklimagipfel in Paris die Chancen größer als vorher?Können wir uns eine Wirtschaft vorstellen, die nicht nur dem Kapital, sondern auch dem Gemeinwohl und den Menschen dient und deren Wohlbefinden verbessert, den sozialen Fortschritt unterstützt und in der kein Kind mehr verhungern muss, in der wir einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen lernen und eine Schließung von Stoffkreisläufen?

Franz Alt

„Digitalisierung“ der Energiewende – flexibel, transparent und sicher gestalten

Digitalisierung bringt durch die „Algorithmisierung“ von Vorgängen eine neue Machtstruktur durch Kontrolle und Steuerung von technischen Einrichtungen, des Verhaltens der Menschen und somit der Gesellschaft hervor. Daher ist eine Kontrolle und Offenlage der Algorithmen mit einem hohen Datenschutz zu verbinden. Im Energiebereich ist für eine erfolgreiche Energiewende eine Regelung von Volatilität und Flexibilität von Energieerzeugung und Energienutzung unabdingbar. Es sollten zellulare autonome (Autonomie bedeutet technische und gesellschaftliche Eigenständigkeit; Autarkie im Sinne von abgeschlossener Selbstversorgung ist nicht das Ziel) und regionale Strukturen für die Versorgungssicherheit und die demokratische Mitwirkung der Bürgergesellschaft geschaffen werden. Die Energieeinsparung muss den „digitalen“ Mehraufwand deutlich übertreffen. Nachhaltigkeitsprüfungen unabhängiger Instanzen für digitale Produkte, ob Hardware oder Software, sind dringend gefordert.

Werner Neumann

Industrial Smart Grids – Ein Beitrag für ein nachhaltiges Energiesystem

Im Zuge einer wachsenden Volatilität in der Energieversorgung werden industrielle Verbraucher zunehmend in die Balance des Energiesystems einbezogen. Sich flexibel dem Energieangebot anzupassen stellt die industrielle Produktion vor große Herausforderungen und Risiken. Das Konzept des Industrial Smart Grid (ISG) bietet das Potenzial einer sicheren Energieversorgung und zusätzlich die Möglichkeit zur Entkopplung von Preisschwankungen auf dem Energiemarkt. Die Kombination aus regenerativen Energiequellen, Energiespeichern und einer energieflexiblen Produktion ermöglicht eine nachhaltige Energieversorgung der Industrie. Unternehmen, die sich in diesem Umfeld frühzeitig positionieren, haben die Möglichkeit, Wettbewerbsvorteile im nationalen und internationalen Umfeld zu erschließen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Realisierung eines nachhaltigen Energiesystems zu leisten.

Alexander Sauer, Sebastian Weckmann

Energiemanagement digital – Das MEMS METRO-ENERGY-MANAGEMENT-SYSTEM

Die METRO zählt zu den bedeutendsten internationalen Handelsunternehmen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 89.000 Mitarbeiter und ist derzeit in 34 Ländern an weit über 700 Standorten tätig. Zum Portfolio gehören 678 METRO/MAKRO-Cash und Carry-Großmärkte sowie viele Lieferdepots in 24 Ländern, der Delikatessen-Händler Classic Fine Food in 10 Ländern sowie zahlreiche Beteiligungen im Bereich digitale Lösungen für Gastronomie und Wiederverkäufer. Zum Management der Energie-, Wasser- und Kältemittelverbräuche wurde das METRO Energy Management System entwickelt, implementiert und fortlaufend angepasst, um die Anforderungen an ein modernes internationales Energie-, Energiekosten- und Carbon Management eines international tätigen Handelsunternehmen zu unterstützen. Das MEMS ist ein wesentliches Tool, das ambitionierte Klimaschutzziel der METRO, von 2011 bis 2030 50% der CO²- Emissionen, berechnet auf den Quadratmeter Nettobetriebsfläche, zu reduzieren.

Olaf Schulze

Druckluft 4.0 goes green: Herausforderungen, Chancen und innovative Lösungen am Beispiel der Mader GmbH & Co. KG

Digitalisierung wird die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Aber Digitalisierung geht häufig am zögerlichen Mittelstand vorbei. Gibt es Chancen für den Mittelstand, die zukünftige Entwicklung nicht nur den Großen oder Google und Co. zu überlassen? Schaffen es Mittelständler wirklich, Standards zu setzen, oder ist dies nur eine schöne Utopie? Dieser Praxisbericht soll aufzeigen, dass es Chancen gibt, wenn sie aktiv angenommen werden. Die Mader GmbH und Co. KG analysiert die Prozesse beim Kunden und schafft Transparenz sowie Klarheit für weitere Entscheidungen. Ziel ist die Entwicklung und Realisierung von nachhaltigen, energieeffizienten und wirtschaftlichen Druckluftlösungen. Dabei findet eine Digitalisierung von unterschiedlichen Teilprozessen bereits heute statt. Das mittelfristige Ziel ist die komplette Digitalisierung des Druckluftprozesses, um optimale energieeffiziente und wirtschaftliche Lösungen bei absoluter Versorgungssicherheit zu realisieren – Druckluft 4.0.

Stefanie Kästle, Werner Landhäußer

Energieeffizienz und Digitalisierung: Der Schlüssel zur erfolgreichen Erzeugung und Nutzung von Druckluft

Im Interview erklärt Marina Griesinger, Leiterin Energieeffizienzmanagement bei Mader, was Unternehmen tun, um die „Druckluft“-Digitalisierung weiter nachhaltig voranzutreiben.

Marina Griesinger, Alexandra Hildebrandt

Digitalisierung, Energieeffizienz und Corporate Social Responsibility

Die Axel Springer SE: eine Fallstudie

Zur Analyse strategischer Optionen bezüglich der Bewertung der unternehmensspezifischen Energie- und CO2-Effizienz bedarf jede Unternehmensleitung möglichst vollständiger und zuverlässiger Daten. Indes verschärfen Digitalisierung und Internationalisierung das ohnehin verbreitete Repräsentativitätsdefizit, welches bei der Ermittlung der von einem Großunternehmen inklusive aller konsolidierten Unternehmensteile insgesamt eingesetzten Energie in der Regel auftritt. Durch eine erste, beinahe vollständige Erfassung und Auswertung von Energieverbräuchen sämtlicher rund 180 zumeist digitaler Tochterunternehmen weltweit kann nun ein erheblicher Teil der eingesetzten Energie im Axel-Springer-Konzern dokumentiert werden. Dies stellt unter CSR-Gesichtspunkten ein eminent wichtiger Fortschritt dar.

Kai-Uwe Hellmann, Florian Nehm, Oliver Grimm

Zuhause – smart und nachhaltig

Wie kann Digitalisierung zu einem nachhaltigeren Leben beitragen? Diese Frage stellt sich umso mehr, je „smarter“ unser Leben wird und je mehr digitale Technik unser Leben durchdringt. „Smart“ soll auch unser Zuhause werden. Unter dem Begriff „Smarthome“ erobern mehr und mehr Geräte unseren privaten Rückzugsort, versprechen uns mehr Komfort und Sicherheit. Was aber verbirgt sich hinter dem Begriff des Smarthomes? Welche technischen Möglichkeiten gibt es und welche Aspekte gilt es zu berücksichtigen, will man sein Zuhause smart und nachhaltig gestalten? Drei IT-Experten und Smarthome-Enthusiasten nehmen im folgenden Beitrag das Smarthome unter die Lupe, zeigen Möglichkeiten für die Zukunft auf und setzen sich kritisch mit den noch zu lösenden Herausforderungen im Smarthome auseinander.

Marc Böhm, Tobias Lehmann, Elmar Loth

Kleine Riesen – Von Insekten, Kunst und Respekt

Wenn sich alles global vernetzt, was ist dann noch der Wert scheinbar kleiner Dinge – zum Beispiel der Wert eines Insekts? Herausgefordert von den Konzeptkünstlern Frank und Patrik Riklin hat sich der Geschäftsführer eines traditionsreichen Biozid-Unternehmens auf eine Abenteuerreise begeben. Sie führte ihn von einer Fliegen-Rettungsaktion über die detaillierte wissenschaftliche Beschäftigung mit Natur, Biodiversität und Nachhaltigkeit bis hin zur Transformation seines gesamten Geschäftsmodells. Inzwischen schafft ausgerechnet der Insektenbekämpfungsmittel-Hersteller Dr. Hans-Dietrich Reckhaus mit „Insect Respect“ ein breiteres Bewusstsein für den Wert der kleinen Tiere in Gesellschaft und Wirtschaft. Die vermeintlich absurde Idee der Kunst, die Welt einmal umzudrehen, ist Realität geworden. Eine Geschichte über Wahrheitssuche, Umdenken und Wandel.

Tina Teucher, Hans-Dietrich Reckhaus

Digitalisierung und Naturschutz bei Häcker Küchen

Die globalen Klimaveränderungen und der dramatische Rückgang der Artenvielfalt stellen uns heute vor enorme Herausforderungen. Wir erleben derzeit das schlimmste Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Das Interview mit Lars Breder von Häcker Küchen zeigt, dass sich Unternehmen, die an dauerhaftem wirtschaftlichem Erfolg interessiert sind, auch an Arten- und Naturschutz Interesse haben sollten. Dabei geht es auch um die Förderung des Verständnisses für die Zusammenhänge in der Natur, die Belange der verschiedenen Ökosysteme und die Abhängigkeit des Menschen von diesen Lebensgrundlagen. Die Welt kann durch Einzelmaßnahmen zwar nicht gerettet werden, doch kann sich, wie dieser Beitrag zeigt, unser Verhältnis zu ihr ändern.

Lars Breder, Alexandra Hildebrandt

Mensch und Digitalisierung

Frontmatter

Psychologie im Anthropozän. Warum wir über Grenzen nachdenken müssen

Das Zusammenleben im Anthropozän ist anders. Es erfordert ein anderes Denken, Handeln und Entscheiden. Der vorliegende Text macht deutlich, dass Nachhaltigkeit im Anthropozän so viel heißt wie ein Leben innerhalb äußerer und innerer Grenzen. Die äußeren geoökologischen Grenzen sind uns durch den Planeten vorgegeben, die inneren psychologischen werden durch den Diskussionsstand der empirischen Psychologie, Neurowissenschaften und Medizin vorgezeichnet.

Stefan Brunnhuber

Der Mensch im digitalen Wandel

Unsere Welt verändert sich in zunehmender Geschwindigkeit mit offenbar unaufhaltsamen schneller-, höher-, weiter-Triebkräften. Die IT feiert eine technologische Revolution nach der anderen. Doch wo sind die Grenzen scheinbar grenzenloser Potenziale? Welche Rolle nehmen wir Menschen dabei ein? Und wie steht es um Sinn und Nutzen all dieser digitalen Veränderungen unserer Hightech-Welt? In einer Welt, in der intelligente IT-Systeme zunehmend menschenähnliche Eigenschaften entwickeln, entstehen ebenso viele Chancen wie Risiken. Beruflich wie privat sind wir zunehmend gefordert, in Bewegung zu bleiben, verantwortlich zu handeln, Entwicklungen ganzheitlich zu bewerten, zu gestalten und Bildungswege zu sichern. Das braucht Haltung in Form von Hinschauen, Hinhören, Mitreden, Mitgestalten: Stellung zu beziehen! Die Herausforderung dafür liegt bei jedem Menschen, sich im digitalen Wandel bewusst einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und so die Zukunft des Menschen in digitalen Welten zu gestalten: global – sozial- digital! Das gehört doch nicht in die Zusammenfassung, sondern in den Textbeitrag.

Felicitas Birkner

Wie Unternehmen mit glaubwürdigem und empathischem Handeln zu digitalen Vorreitern werden können

Mit der Entwicklung von Technologien hat sich unsere Gesellschaft verändert. Im Zentrum dieser Wandlungen steht jedoch weiterhin der Mensch, die Mitarbeiter, die Kunden und die Partner. Denn die entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Entwicklung im technologischen Umfeld hängen von den beteiligten Personen selbst ab. Hier spielen die Vertrauenswürdigkeit und eine glaubhafte Umsetzung von Compliance im Zusammenspiel aller beteiligten Akteure eine bedeutsame Rolle auf einem nachhaltigen Weg zu wirtschaftlichen Erfolgen in der Digitalisierung.

Tobias Loitsch

Die Dekade der Menschlichkeit

Warum Führung, Kommunikation und Inspiration in Zukunft immer wichtiger werden

Der Beitrag widmet sich der Frage, wie es gelingen kann, Führung, Kommunikation und Inspiration (Lead – Speak – Inspire) in das eigene Denken und Handeln zu integrieren, die Welt mit anderen Augen zu sehen und die „mentalen Landkarten“ neu zu schreiben. Denn die vor uns liegende „Dekade der Menschlichkeit“ fordert neue Sichtweisen auf Führung, Teams und Unternehmenserfolg. Unternehmen, die Leistung fordern, müssen heute nicht nur funktionieren, sondern auch immer mehr Sinn bieten. Künftig werden nur jene dauerhaft erfolgreich sein, denen es gelingt, die Herzen ihrer Mitarbeiter und Kunden für sich zu gewinnen. Es werden Wege und Methoden vorgestellt, die zu einem erfüllten Berufs- und Privatleben führen, und die Nachhaltigkeit als strategische Unternehmensaufgabe greifbar machen.

Bert Martin Ohnemüller

Neue Arbeitswelten, Führung und Management

Frontmatter

Employability und Employability Management

Die Forderung nach Beschäftigungsfähigkeit oder Employability nimmt bereits seit einigen Jahren eine große Bedeutung im Rahmen einer zukunftsorientierten Unternehmens- und Personalpolitik ein. Vor dem Hintergrund der aktuellen Trends und Entwicklungen in der Arbeitswelt erhält die Diskussion jedoch noch einmal eine neue Dynamik. Bei Erhalt und Förderung von Employability geht es nicht nur darum, fachlich kompetent zu sein und es auch zu bleiben. Vielmehr tragen überfachliche Kompetenzen, die „Soft Skills“, in gleichem Maße zur lebenslangen Beschäftigungsfähigkeit bei. Nicht zu vergessen ist das Zusammenspiel von Kompetenzen, Gesundheit und Motivation im sogenannten „Magischen Dreieck der Employability“. Dabei steht jeder Einzelne ebenso in der Verantwortung wie auch das Unternehmen, sodass es von beiden Seiten gilt, ein Umfeld zu schaffen, in dem Employability wachsen kann.

Jutta Rump, Silke Eilers

Rekrutierungsunterstützung über Personaldienstleistung und Arbeitnehmerüberlassung. Am Beispiel der Neumüller Unternehmensgruppe

Der demografische Wandel ist eine hoch aktuelle gesellschaftliche Herausforderung und wird Unternehmen und Organisationen in den nächsten Jahren hart treffen. Längst ist klar, dass unser Sozialsystem langfristig nicht tragfähig und der Generationenvertrag nicht mehr belastbar ist. Hinzu kommt, dass junge Menschen immer weniger einsehen, warum sie 40 Jahre lang 40 Stunden in der Woche arbeiten sollten. Der Wettbewerb um die Talente wird noch schärfer, wenn die Babyboomer in Rente gehen. Flexible Arbeitszeiten, Sabbaticals, Elternzeit und Homeoffice sind selbstverständlich geworden, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Am Beispiel der Neumüller Unternehmensgruppe wird gezeigt, wie Personaldienstleister die Personalabteilungen in Unternehmen entlasten und nachhaltige Mehrwerte bieten.

Werner Neumüller

Komplexität braucht neue Formen der Zusammenarbeit

Unsere Arbeitswelten verändern sich mit zunehmender technischer Digitalisierung und haben Auswirkung auf die Zusammenarbeit. Sie werden komplexer, dezentraler, weniger planbar und unverbindlicher. Feste Arbeitsplätze wandeln sich hin zu flexiblen Modellen, die zwischen Lebensarbeitszeitkonten, Teilzeitphasen und freiberuflicher Projektarbeit oszillieren. Führungsstile wandeln sich von linear-hierarchisch hin zu moderativ-partnerschaftlich. In diesem Beitrag werden Formen und Potenziale neuer Zusammenarbeit aufgezeigt und mit neuen Begriffen versehen. Im Kontext von Komplexität und dynamischer Transformation von Unternehmen wird die bisherige Umsetzung von CSR hinterfragt und neue Impulse gesetzt. Um vom Denken ins Handeln zu kommen, ergänzt dieser Artikel anwendbare Methoden, die einen Wandel zur nachhaltigen Entwicklung in Unternehmen einleiten und begleiten können.

Daniela Röcker

Keine digitale Transformation ohne soziale Innovation

Über die Notwendigkeit der Unternehmensdemokratie in der Digitalwirtschaft

Die digitale Transformation ist in aller Munde. Ob wir sie gutheißen oder nicht, ob wir sie als Chance sehen oder als Risiko (oder als beides), ändert nichts daran, dass sie bereits in vollem Gange ist. Es wäre allerdings fatal, nur auf die damit verbundenen technischen Innovationen zu setzen. Denn wenn wir nicht unser Verständnis und unser mentales Modell der Führung und Gestaltung von Organisationen ändern, sprich: Wenn wir der technischen Innovation keine soziale anbei stellen, wird sich nichts Wesentliches ändern. Wir erzeugen dann nur ein Mehr-Desselben, weil wir die neuen Technologien im alten Mindset anwenden. Die Demokratisierung der Arbeit ist eine mögliche soziale Innovation, die zukünftig weitreichende disruptive Innovationen ermöglicht.

Andreas Zeuch

Sichere Datenkommunikation für die Smart City

Die Urbanisierung schreitet schnell voran. Um die schnell wachsenden Städte nachhaltig entwickeln zu können, müssen diese „smart“ werden. Digitale Technologien verbessern die Infrastrukturen und Angebote einer Stadt signifikant. Allerdings wächst dadurch das Datenvolumen stark. Es entstehen neue Anforderungen an den Daten-Traffic, die Performance, Sicherheit und Verfügbarkeit von Netzen. Erforderlich sind Kommunikationslösungen, die nicht nur für eine zuverlässige und hoch performante Datenkommunikation sorgen, sondern darüber hinaus die Cyber-Bedrohungen, denen intelligente Städte aufgrund der zunehmenden Vernetzung sowie Digitalisierung ausgesetzt sind, wesentlich reduzieren.

Sven Meise

Smart Office & Green Office

Zwei große Trends in der Bürowelt

Mit dem Einzug von Computer und Internet hat für die Büroarbeitswelt ein grundlegender Wandel begonnen, der noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Büroarbeit wird digitaler, und Office-Worker werden damit flexibler in Bezug auf Arbeitsort, Arbeitszeit und Arbeitsweise. Das Büro wird zum Smart Office mit all seinen Chancen und Herausforderungen. Die Corona-Krise dürfte diesen Trend noch weiter beschleunigen. Sie könnte auch bereits vorwegnehmen, was in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit längst geboten ist: weniger pendeln, weniger reisen, weniger verbrauchen etc. Smart Office, Green Office – der Berliner PRIMA VIER Nehring Verlag, Deutschlands führender Fachverlag für den Officebereich, begleitet solche Trends hautnah.

Robert Nehring

Digitale Assistenten für den effektiven Wissensarbeiter in der digitalen Transformation

Im Rahmen der Digitalen Transformation kommt der Rolle des Wissensarbeiters eine entscheidende Bedeutung zu. Der Beitrag stellt dabei zuerst die zentrale Herausforderung vor, wie sie Peter F. Drucker bereits vor vielen Jahrzehnten formuliert hat, nämlich den Wissensarbeiter effektiv zu machen. Im Anschluss daran wird auf der Grundlage der Erkenntnisse, wie sie Daniel Kahneman in seinem Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“ festgehalten hat, darauf eingegangen, wie gut unsere mentalen Fähigkeiten der Aufgabe als Wissensarbeiter im Kontext der Digitalisierung gewachsen sind. Wo wir durch die Digitalisierung eine Unterstützung erfahren und wo sie uns in der Rolle als Wissensarbeiter eher vor größere Herausforderungen stellt, wird aufgezeigt. Mit dem Konzept der Digitalen Assistenten, die den Wissensarbeiter in seinem eigentlichen wertschöpfenden Prozess unterstützen, wird ein möglicher Lösungsansatz unter Einsatz des Cognitive Computing vorgestellt.

Adrian Vogler

Die neue Gleichzeitigkeit von Unterschieden – wie soll man da noch führen?

In Organisationen nehmen Vielfalt und Widersprüche zu, die Gleichzeitigkeit von Unterschieden ist zu handhaben – und dazu auch noch Nachhaltigkeit. Auf diese Herausforderungen antworten die Autoren mit dem Ansatz der „Organisation N.N.“. Die Organisation als unbeschriebenes Blatt, als offenes Spielfeld, erlaubt es, mit kreativer Energie jeweils wieder neu zu definieren, welche Aktionen, Positionen, Ziele und Geschwindigkeiten im ständigen Fluss der Veränderung die gerade richtigen, die passenden sind. Das geht am besten, wenn die Logik von Organisation und Ökonomie und die Dimensionen des Menschlichen zusammengeführt werden. Die Kernbotschaft für diesen Perspektivenwechsel lautet: Wir müssen die Ungewissheit umarmen, weil es die Gewissheit nicht mehr gibt. Die hier angesprochenen Perspektiven und Denkanstöße können helfen, sich als Führungskraft besser in der Welt der Unsicherheiten zu bewegen.

Herbert Schober-Ehmer, Susanne Ehmer, Doris Regele

Public Leadership in der Führungskräftekommunikation

Das Vertrauen der Bevölkerung in ihre Wirtschaft ist auf dem Tiefpunkt, der Ruf nach Verantwortung wird lauter, doch wer mag antworten? In diesem Beitrag geht es um das Dilemma der Vertrauenskrise in unsere Wirtschaft und die Zurückhaltung ihrer Vertreter, persönlich Verantwortung wahrzunehmen und Position zu beziehen zu dem gesellschaftlichen Beitrag ihres Unternehmens. Die Autoren zeigen aus ihren praktischen Erfahrungen im Aufbau einer Onlinedialogplattform auf, wie Public Leadership gelingen kann, welche Rahmenbedingungen es braucht, welche Möglichkeiten bereits existieren und welche Chancen in einem fairen, offenen und direkten Dialog liegen. Vorstände, Geschäftsführer und Verantwortliche aus den Bereichen Kommunikation, Marketing, CSR und Personal erhalten hier einen praxisnahen Einblick und Einladung, den Dialog mitzugestalten, Antworten zu geben und Verantwortung wahrzunehmen.

Clemens Brandstetter, Florian Junge

How Will Social Technologies Disrupt the Practice of Leadership…

At the heart of social technologies is the promise to finally tear down all the boundaries standing in the way of connecting and communicating within and across organizations. Reflecting the DNA of social technologies where information flows freely, following a random path, organizations will evolve towards structures without boundaries, sharing, co-creating and innovating across teams, functions, countries. To harness this potential, a new leadership type is required. One that will be driven by speed, focusing on orchestrating and caring for the community, integrative, authentic, and flexible to switch between leader and follower as required. In essence, an effective leader will learn the intrinsic capabilities of social technologies to harness their promise: to design and activate an organization truly without boundaries.

Sylvain Newton

Sport, Kultur und Kommunikation

Frontmatter

Was die Digitalisierung dem Fußball bringt – und warum die analoge Kommunikation trotzdem wichtig bleibt

Digitalisierung ist in aller Munde. Sie revolutioniert unsere Art zu kommunizieren, zu arbeiten, zu leben. Es gibt kaum einen Bereich, der nicht von der Digitalisierung erfasst ist. Das gilt natürlich auch für den Fußball. Mehr noch: Der Fußball ist ein Treiber der digitalen Kommunikation, zum Beispiel in den sozialen Netzwerken. Bereits mehr als 40 % aller Fans beschäftigen sich in der virtuellen Welt mit ihrer Mannschaft – vor, während oder nach dem Spiel. Damit ist Fußball nicht nur in Deutschland, sondern weltweit eine treibende Kraft der Digitalisierung.

Christian Seifert

„Das Museum wird mehr denn je zu einem Kommunikationsort“

Das Interview mit dem Direktor des Deutschen Fußballmuseums, Manuel Neukirchner, widmet sich der Bedeutung und dem Einfluss der Digitalisierung auf die Ausstellung zur 140-jährigen Geschichte des deutschen Fußballs. Das Wahrnehmungsverhalten von Ausstellungsbesuchern hat sich in den vergangenen Jahren radikal verändert. Es ist schneller, paralleler, medialer geworden und baut auf einem umfangreichen Vorwissen auf. Gerade der Fußball ist allgegenwärtig, bedingt durch die neuen Medien, durch vielfältige Netzwerke. Wo gestern noch Exponate in bloßen Vitrinen puristisch zur Wissensvermittlung herangezogen wurden, müssen heute die Objekte als lebendige Geschichte im Raum inszeniert und für alle Sinne erfahrbar gemacht werden. Deshalb liegt auch der Ausstellungskonzeption des Deutschen Fußballmuseums der Gedanke zugrunde, Exponate, Klänge, Bilder und Architektur zu einem emotionalen Gesamterlebnis zu verweben. Schon die Mediatektur des Gebäudes, gewissermaßen die Kommunikationslinie zwischen Mensch und Raum, trägt diesem Gedanken Rechnung. Von Weitem erkennbar präsentiert sich das Deutsche Fußballmuseum somit als multimedialer und digitaler Ort des Fußballs.

Manuel Neukirchner

Das Fenster zur Welt: Digitalisierung im Bild

Der Beitrag zeigt aus Sicht des Illustrators Raimund Frey, dass es beim Thema Digitalisierung auch darum geht, ein bestimmtes Gefühl bzw. eine Situation auszudrücken und ein Bild zu zeichnen, das ihm durch den Kopf geht, wenn er daran denkt, welchen Platz das Thema in seinem Leben einnimmt. Für ihn als Illustrator steht als Sinnbild für Digitalisierung der Bildschirm.

Raimund Frey

Nachhaltigkeit begreifen: Was wir gegen die dummen Dinge im Zeitalter der Digitalisierung tun können

Der Begriff „Dematerialisierung“ steht im Zeitalter der Digitalisierung für die drastische Reduzierung der Materialien, die für die Produktion und den Verbraucherbedarf auf der Erde verwendet werden. Wirklich „fassbar“ macht er die gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung allerdings nicht. Auch ist im Digitalisierungszeitalter das Potenzial der menschlichen Hand immer mehr reduziert worden. Es scheint, als seien Zeigefinger oder digitaler Stift das Ende unseres Vermögens zum gestaltenden Zugriff auf die Welt geworden. Der Beitrag setzt sich mit einer nachhaltigen Wirtschaft auseinander und zeigt, wie wichtig es ist, den Wert der Dinge in ihrer Gesamtheit wieder schätzen zu lernen. Auch künftig werden wir auf echte Dinge und die Rückbesinnung auf deren Resonanzqualitäten nicht verzichten können, denn Menschen hingen schon immer von den greifbaren Dingen ab, weil sie identitäts- und sinnstiftend sind.

Alexandra Hildebrandt, Claudia Silber

Stift und Papier – analoge Multitalente

Die Digitalisierung des Lebens aufzuhalten ist weder möglich noch wünschenswert. In den letzten 30 Jahren hat die Geschwindigkeit, in der die Digitalisierung voranschreitet, allerdings dramatisch zugenommen. Das Internet als Basis eines weltumspannenden Netzes in Kombination mit fortschreitender Miniaturisierung und Weiterentwicklung der notwendigen Technologien sorgt dafür, dass wir für immer mehr Aufgaben die Hilfe eines elektronischen Helfers in Anspruch nehmen, die wir früher analog erledigt haben. Besonders augenfällig wird dies seit der Verbreitung von Smartphones, Tablets und mobilen Computern, denn seit Digitalwerkzeuge manche Aufgaben viel einfacher und schneller lösen als der Mensch, überträgt man ihnen diese Aufgaben auch viel häufiger. Das gilt auch für Aufgaben, die nicht notwendigerweise digital erledigt werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel auch viele Anwendungen rund um das Schreiben.

Christian Mähler

Gut verlegt: Zum neuen Verhältnis von analog und digital am Beispiel des Kunstprojekts „KARL. Reflections“

Die deutsche Buchbranche kämpft mit der Digitalisierung. Viele Verlage sind an solche radikalen Veränderungen nicht gewöhnt und setzen noch immer auf traditionelle Geschäftsmodellprinzipien, die auf alten Fundamenten basieren und nicht mit den neuen Denkmodellen harmonieren. Die Frage ist allerdings nicht, ob sie sich verändern müssen, sondern ob sie schnell genug sind. Der Beitrag zeigt am Beispiel des Kunstprojekts „KARL. Reflections“, wie das Potenzial der Digitalisierung nachhaltig genutzt werden kann, um Kunst auf verschiedenen Kanälen ganzheitlich sichtbar und wirksam zu machen. Es wird vermittelt, wie wir selbst in einer Könnensgesellschaft zu digitalen Handwerkern werden, wie wir uns professionalisieren, und dass zuerst die Infrastrukturen aufgebaut und Erfahrungen gesammelt werden müssen, um analog und digital nachhaltig zu verbinden.

Alexandra Hildebrandt, Nicole Simon

Zukunft erkennt man nicht – man schafft sie

Im Beratungsalltag von Claudia Schmidt hält Digitalisierung überall Einzug. Im Interview erklärt sie, wo der Unterschied zwischen Digitalisierung, Automatisierung und digitaler Transformation liegt. Digitalisierung ist kein Synonym für Automatisierung, auch wenn diesen Begriffen häufig eine ähnliche Bedeutung zugesprochen wird. Aber auf die unternehmerische Transformationsstrategie bezogen, sind diese Begriffe von ganz unterschiedlicher Tragweite und nehmen damit auch ganz unterschiedlich Einfluss.

Claudia Schmidt, Alexandra Hildebrandt

Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der Eventbranche

Die Digitalisierung der Eventbranche bietet auch für die Planung von nachhaltigen und klimaneutralen Veranstaltungen interessante Möglichkeiten und Chancen. Der Live-Entertainment-Experte, Talent Buyer und Artist Relations Manager Stefan Lohmann gehört zu den Menschen, die sich jeden Tag wieder die Mühe machen, Nachhaltigkeit neu zu denken. Nachhaltiges Wirtschaften ist fester Bestandteil seiner Unternehmensstrategie, die sich am Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) orientiert. Im Interview verweist er auf aktuelle Trends und Entwicklungen – beispielsweise auf das digitale Ticketing, das auch Lösungen bietet, um zum Beispiel Green Ticketing voll automatisiert zu realisieren.

Stefan Lohmann, Alexandra Hildebrandt

Wahrnehmung und Interaktion auf Facebook: Deutsche und US-Amerikaner. Ängste, Möglichkeiten, Entwicklungen, Änderungen und Lektionen

Facebook ist in vielerlei Hinsicht Teil unseres Alltags und damit unserer jeweiligen nationalen Kulturen. In dieser Arbeit, einer Extrapolation und Fortführung einer interaktiven Lehrpräsentation auf der Sietar Europa Conference in Krakau, Polen, beschäftigen wir uns mit der Wahrnehmung und der Verwendung von Facebook durch US-Amerikaner und Deutsche anhand von Statistiken, Umfragedaten und Untersuchungen von Facebook selbst. Dabei ziehen wir Theorien der Erwachsenenbildung genauso heran wie Mark Zuckerbergs Facebook-Vision der Offenheit und der Änderung gesellschaftlicher Normen sowie ihre Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Facebook in diesen beiden wichtigen Kulturen.

Jacquelyn Reeves

Persönliche Verantwortung in einer digitalisierten Welt – oder warum ich meinem Kind YouTube erlaube

Der Beitrag reflektiert die Chancen der Digitalisierung im Spannungsfeld zwischen beruflichen Veränderungen und persönlicher Weiterentwicklung. Die digitale Transformation und damit einhergehende gravierende Veränderungen im Berufsleben weiter Teile der Gesellschaft erfordert von jedem Einzelnen persönliche Eigenschaften wie Offenheit und eine werteorientierte Haltung. Das kann man trainieren, auch im mittleren Alter noch. Unternehmen können ihre Mitarbeiter für Veränderungen motivieren, indem sie selbst eine deutliche Wertekultur leben und ihnen digitale und kommunikative Tools an die Hand geben, um Projekte und persönliche Ziele zu verwirklichen.

Simone Brett-Murati
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