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About this book

Das Buch thematisiert die bisherige Entwicklung und die Herausforderungen des Schweizer Industriesektors im internationalen Vergleich. Es wird gezeigt, wie die zunehmende Spezialisierung auf High-Tech und wertschöpfungsintensive Tätigkeiten innerhalb von Wertschöpfungsketten zum hohen Wohlstand des Landes beigetragen haben. Neue digitale Technologien könnten nun aber zu einer «Disruption» dieser Erfolgsgeschichte führen. Denn der Schweizer Industriesektor scheint bei neuen Mega-Trends, wie intelligenten und vernetzten Industrieprodukten und dem Internet der Dinge, nicht zur internationalen Spitzengruppe zu gehören. Deshalb zeigen wir, was es aus unternehmensstrategischer Sicht zu berücksichtigen gilt, damit (kleine und mittlere) Industrieunternehmen auch in der neuen, digitalen Welt erfolgreich sein können. Zudem werden wirtschaftspolitische Vorschläge gemacht, um den Industriestandort Schweiz fit für das Zeitalter der Digitalisierung zu machen. Die Überlegungen dürften auch für Reformen in anderen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, relevant sein.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Wir werden immer wieder durch mediale Hinweise auf Produktionsverlagerungen, Restrukturierungen und Entlassungen von Firmen im verarbeitenden Sektor der Schweiz aufgeschreckt. Das sich so entwickelnde Bild einer Schweizer Wirtschaft, die gegen den eisigen Wind des globalen Wettbewerbs ankämpfen muss und vor grossen Herausforderungen steht, wird durch die täglichen Beobachtungen, die man als Konsument macht, noch akzentuiert. Vieles, was man im Alltag kauft, trägt das Label ”Made in China“, ”Made in Vietnam“ oder ”Made in Romania“.
Christian Rutzer, Rolf Weder

Kapitel 2. Industrialisierung und De-Industrialisierung?

Zusammenfassung
In diesem Kapitel befassen wir uns mit der Industrialisierung der Schweiz im historischen Kontext und fragen uns dann, ob und allenfalls inwiefern wir in der Schweiz eine De-Industrialisierung erleben oder bereits erlebt haben. Wir beginnen mit einer Übersicht zur Entwicklung des sogenannten Primär-, Sekundär- und Tertiärsektors. Wir definieren diese Sektoren und betrachten deren langfristige Entwicklung seit der Industrialisierung.
Christian Rutzer, Rolf Weder

ERKLÄRUNG DER INDUSTRIELLEN ENTWICKLUNG

Frontmatter

Kapitel 3. Nachfrage- und Produktivitatseffekte

Zusammenfassung
Betrachtet man die langfristige Entwicklung der Schweiz seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert, so stellt man fest, dass sowohl der Anteil der Beschäftigung wie auch der Anteil der Wertschöpfung im sekundären Sektor (”Industriesektor“) bis in die 1960er Jahre laufend angestiegen ist. Dies geschah parallel zur relativen Expansion des tertiären Sektors (”Dienstleistungssektor“). Ab Mitte der 1960er Jahre erfolgte dann ein kontinuierlicher Rückgang des Anteils des sekundären Sektors von etwa 50% auf heutige 25% (Wertschöpfung) bzw. 20% (Beschäftigung), während der tertiäre Sektor weiter zunahm auf über 70%.
Christian Rutzer, Rolf Weder

Kapitel 4. Effekte durch internationale Spezialisierung

Zusammenfassung
Der internationale Handel von Gütern und Dienstleistungen ist ein weiterer Faktor zur Erklärung von Industrialisierung und De-Industrialisierung. Wir sehen zwei wichtige Kanäle. Zum einen ermöglicht der internationale Handel, dass die Produktion einzelner Produktionsschritte eines Produktes an weltweit verteilten Orten stattfinden kann.
Christian Rutzer, Rolf Weder

Kapitel 5. Ist Wohlstand ohne Industriesektor überhaupt möglich?

Zusammenfassung
Aufgrund der Überlegungen in den letzten Kapiteln könnte man vermuten, dass wir besorgt sein müssen, wenn der Industriesektor in einer Volkswirtschaft an Bedeutung verliert. So zeigten wir, wie in der Schweiz über die letzten 150 Jahre zahlreiche Industriebetriebe gegründet wurden, die heute weltbekannt sind und weit herum geschätzte Produkte in die ganze Welt exportieren. Rückblickend scheint also die Industrialisierung den hohen Wohlstand in der Schweiz geprägt zu haben.
Christian Rutzer, Rolf Weder

WERTSCHöPFUNGSKETTEN UND DIGITALISIERUNG

Frontmatter

Kapitel 6. Internationale Aufspaltung von Wertschöpfungsketten

Zusammenfassung
Bisher betrachteten wir die strukturellen Entwicklungen zwischen Industrieund Dienstleistungssektor sowie innerhalb des Industriesektors aus einer eher traditionellen Perspektive. Wir gingen davon aus, dass international gehandelte Güter – seien dies nun Fertigprodukte für den Endkonsumenten oder Zwischenprodukte für ein Unternehmen – mehr oder weniger an einem geographischen Ort hergestellt werden. Mit anderenWorten, wir vernachl¨assigten zur Vereinfachung die in der Realität beobachtbare Tatsache, dass Produkte in der Regel über lange Wertschöpfungsketten produziert werden.
Christian Rutzer, Rolf Weder

Kapitel 7. Einfluss und Herausforderungen der Digitalisierung

Zusammenfassung
Digitalisierung ist derzeit eines der zentralen Themen in Politik und Wirtschaft. Dies ist nicht verwunderlich, kommt es doch immer mehr zur Durchdringung aller Lebensbereiche mit Computern und ”intelligenten Apparaten“ wie dem täglich genutzten Smartphone. Der Industriesektor ist von diesen Entwicklungen nicht ausgenommen, wie beispielsweise der Begriff ”Industrie 4.0“ nahelegt.
Christian Rutzer, Rolf Weder

IMPLIKATIONEN FÜR UNTERNEHMEN UND STAAT

Frontmatter

Kapitel 8. Unternehmensstrategische Herausforderungen

Zusammenfassung
Unternehmen sind strategisch immer gefordert. Der Wettbewerb auf allen Märkten (für Produkte, Dienstleistungen, Arbeit bzw. Talente, Kapital, Technologien, Zwischenprodukte) sorgt dafür, dass Unternehmen nie ”ausruhen“ können. Gute Ideen—das heisst diejenigen, die sich auf den Märkten als gut erweisen—führen zu hohen Einkommen und erfreuen die an einem Unternehmen beteiligten Gruppen.
Christian Rutzer, Rolf Weder

Kapitel 9. Wirtschaftspolitische Implikationen

Zusammenfassung
Der Staat hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass eine Gesellschaft die knappen Ressourcen möglichst optimal nutzt. ”Optimal“ heisst, dass die Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie insgesamt den h¨ochsten Mehrwert schaffen. Dies bedeutet, dass Produkte und Dienstleistungen bereitgestellt werden, welche für die Individuen in der Gesellschaft und die Gesellschaft als Ganzes den grössten Nutzen generieren, und dass diese Produkte und Dienstleistungen möglichst ressourcenschonend produziert werden.
Christian Rutzer, Rolf Weder

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