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2022 | Book

Demokratie und Soziale Arbeit

Sensibilisierung für die Wahrnehmung und Veränderung von Ungleichheiten in unserer Gesellschaft

Editors: Dr. Monika Alamdar-Niemann, Prof. Dr. Bärbel Schomers, Prof. Dr. Marion Tacke

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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About this book

Der Tagungsband „Demokratie und Soziale Arbeit“ befasst sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit zentralen aktuellen Fragen der Sozialen Arbeit. Wie kann Teilhabe und Partizipation in der Gesellschaft ungeachtet der sozialen Lage der Adressat*innen, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer ethnischen Herkunft und Hautfarbe, ihrer Religion und Sprache, ihres Alters und rechtlichen Status ermöglicht werden? Soziale Arbeit mit Blick auf die zugrundeliegenden strukturellen Mechanismen von Ausgrenzung und Abwertung zielt auf eine Humanisierung der deutschen Gesellschaft. Es geht um nicht weniger als die Professionalisierung einer Arbeit gegen Diskriminierung zur Wahrung demokratischer Prinzipien, denen sich die hier versammelten Autor*innen widmen.

Table of Contents

Frontmatter

Demokratietheorien in der Sozialen Arbeit

Frontmatter
Demokratie und Soziale Arbeit – Beiträge zu einer gerechten und guten Zukunft – Eröffnungsvortrag
Zusammenfassung
Die Tagung „Demokratie und Soziale Arbeit“ nimmt Bezug auf die aktuelle politische Lage in Deutschland und stellt sie in Relation zu Strömungen in der deutschen Gesellschaft, die Errungenschaften zur Demokratiebildung zu destabilisieren versuchen.
Monika Alamdar-Niemann
Wo die Sprache fehlt, ist die Würde bedroht
Zusammenfassung
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, so steht es nicht nur in Artikel 1 des 1949 verfassten Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch im Artikel 1 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union sowie im Artikel 1 der 1948 erlassenen Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Es sollte also ein Konsens darüber bestehen, Diskriminierung von Menschen beispielsweise aufgrund bestimmter und überwiegend unveränderbarer Merkmale wie Geschlecht, „Rasse“, körperlichen oder kognitiven Einschränkungen, aber auch beispielsweise aufgrund von sexueller Orientierung zu verbieten.
Hanna Heinrich, Bärbel Schomers
Demokratisches Denken und Identitätsfindung – in der Bedeutung für die Soziale Arbeit
Zusammenfassung
Während unseres Lebens, unserer Beziehungsgestaltungen und Netzwerkstrukturierungen im demokratischen Staat findet die Identitätsfindung zwar statt, ist aber oftmals wenig sichtbar. So sollten wir unsere Augen im Hinblick auf soziale Prozesse unserer Zeit wachsam aufhalten, wenn es um Themen geht, wie z. B.: Inklusion, Migration, Integration, Geschlechter-, Alters- und Bildungsgerechtigkeit oder Gerechtigkeit im Bezug auf körperliche und geistige Unversehrtheit. Dieses Öffnen unserer Augen, unseres Geistes und der eigenen Identität geschieht in einem sozialen Staat auf dem Hintergrund des Wirtschafts- und Politiksystems, durch Kontrolle der aktuell agierenden Technologien, dem Wohlstand – aber auch der Arbeit, der Arbeitslosigkeit sowie der Armut. Ein Nach- bzw. Vordenken führt zu Überlegungen, wie die Identität von Individuen, d. h. wie die Gewinnung oder der Verlust der Würde die Demokratie beeinflusst. So rücken wichtige Themen in den Fokus, wie: Schutz von Minderheiten und Freiheit für Individuen sowie deren Integrität in einer pluralisierten Welt. Damit ein sozialer Zusammenhalt Demokratie-stabilisierend wirken kann, muss vorerst das Selbstwertgefühl eines*r Jeden im Staat gestärkt werden. Spielen selbstbewusste Personen mit ihren individuellen Kompetenzen zusammen, so kann sich auch die Stärkung der Gemeinschaft entwickeln. Hierfür ist Integrität und Assimilation wichtig.
Marion Tacke

Demokratie in Berufsfeldern der Sozialen Arbeit

Frontmatter
Der Stellenwert gewaltfreier Kommunikation zur Förderung von Demokratie und Partizipation an Schulen
Zusammenfassung
Demokratie ist ein Konstrukt. Weder ist sie angeboren, noch selbstverständlich. Demokratie ist eine historische Errungenschaft im Spiegel des aktuellen gesellschaftlichen Verständnisses.
Rainer Köppe
Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession – demokratiefördernde Impulse einer dialogorientierten Projektgestaltung in der beruflichen Inklusion junger Geflüchteter und Migrant:innen
Zusammenfassung
Die Beziehung zwischen der Profession der Sozialen Arbeit und Demokratie wird als schwierig beschrieben (Köttig und Röh 2019) und wurde bisher wenig ausdefiniert (Oehler 2018). Dabei rekurrriert Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession unmittelbar auf demokratische Grundsätze wie Teilhabe und Inklusion. Am Beispiel von wissenschaftlichen Projekten zur Berufsorientierung und Berufsausbildung von jungen Zugewanderten wird im Beitrag diskutiert, wie ein dialogischer Prozess seitens der Disziplin begonnen und kooperativ sowie möglichst demokratiefördernd mit der Profession weiter fortgeführt werden kann.
Kirsten Rusert, Margit Stein, Mehmet Kart
Demokratie- und Politikvorstellungen von Kindern mit Migrationshintergrund: Ergebnisse und Ansätze für die Soziale Arbeit
Zusammenfassung
Die politische Sozialisation ist Bestandteil der allgemeinen Entwicklung eines Menschen und beginnt nicht erst bei Erwachsenen oder Jugendlichen, sondern bereits im Kindesalter. Auch Kinder erleben das politische System und Demokratie als Gesellschaftsform, sodass sie sich ihre Vorstellungen darüber bilden.
Yvonne Blöcker
Polizei, Soziale Arbeit und Popkultur
Zusammenfassung
In diesem Beitrag wird das Verhältnis von Polizei und Sozialer Arbeit an Hand zweier Beispiele aus der filmischen Popkultur betrachtet. Hierbei wird ressourcen- und lösungsorientiert auf dieses von hitzigen Debatten geprägte Verhältnis eingegangen.
André Latz
Mahlzeitenpolitik – Chancen zur integrativen Sozialen Arbeit und Gesundheit
Zusammenfassung
Der Beitrag befasst sich mit der Frage der Sozialen Arbeit in der Gesellschaft im Hinblick auf unsere Gesundheit bzw. auf das Wohlergehen unserer Kinder und der nachkommenden Generationen. Dabei wird erläutert, warum der Begriff Mahlzeit und Mahlzeitenpolitik anstelle von Ernährung bevorzugt wird und wie eine Verknüpfung von Sozialer Arbeit mit unserer täglichen Mahlzeitenkultur und Politik herzustellen ist. Daraus entstehen Chancen für eine integrative und möglicherweise auch generationenübergreifende Aufgabe, der es sich lohnt, mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Parto Teherani-Krönner
Soziale Arbeit als Politik – Zur Diskriminierung und Marginalisierung queerer Menschen
Zusammenfassung
Der vorliegende Text – der aufgrund der virtuellen Fachtagung „Demokratie und Soziale Arbeit“ der IU am 04. Juli 2020 entstanden ist – widmet sich dem Problemkomplex der Marginalisierung am Beispiel queerer Menschen und wirft einen Blick auf die strukturellen Gemeinsamkeiten der Diskriminierung „des Anderen“ sowie auf den gesellschaftlichen Umgang mit diesen Anderen.
Bärbel Schomers, Hanna Heinrich
Zur psychosozialen Situation von LGBT*IQ Geflüchteten in der Bundesrepublik Deutschland
Zusammenfassung
Ich berichte über dieses Thema, weil es einen Aufruf braucht. Unter den gegebenen Umständen können LGBT*IQ-Geflüchtete nirgendwo ankommen. Weder in ihrer eigenen Welt, vor der sie geflüchtet sind, weil sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder Geschlechtsidentität akuter physischer und psychischer Gefahr ausgesetzt sind, noch in Deutschland, wo nach der Polizeistatistik von 2020, alleine 782 Straftaten von Hasskriminalität gegen LGBT*IQ registriert wurden, darunter 154 Gewalttaten und drei schwulenfeindliche Morde.
Oliver Geffers
Herausforderung: Gewalt an Frauen – im Kontext gesellschaftlicher Partizipation
Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag widmet sich dem Problem von Gewalt gegen Frauen. Er repräsentiert Ergebnisse eines Workshops auf der virtuellen Tagung „Demokratie und Soziale Arbeit“, an der am 4. Juli 2020 an der Internationalen Hochschule Hannover Studierende und Expert*innen der Sozialen Arbeit teilnahmen.
Monika Alamdar-Niemann, Kathrin Kinateder
Metadata
Title
Demokratie und Soziale Arbeit
Editors
Dr. Monika Alamdar-Niemann
Prof. Dr. Bärbel Schomers
Prof. Dr. Marion Tacke
Copyright Year
2022
Electronic ISBN
978-3-658-36256-0
Print ISBN
978-3-658-36255-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-36256-0

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