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2019 | OriginalPaper | Chapter

3. Demokratische Integration in den Raumordnungsregionen von Deutschland

Authors : Baldo Blinkert, Thomas Klie, Pablo Rischard, Irina Siegel

Published in: Demokratische Integration in Deutschland

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

In Teil I wurde demokratische Integration als ein Strukturmerkmal von Ländern betrachtet und mit anderen Strukturmerkmalen in Verbindung gebracht. In diesem Teil II geht es um die Strukturen von Aggregaten in der Bundesrepublik Deutschland. Unsere Untersuchungen beziehen sich auf die 96 vom BBSR vorgeschlagenen Raumordnungsregionen (ROR).

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Footnotes
1
Die hier berichtete Wahlbeteiligung ist ein Durchschnittswert für die 96 ROR und unterscheidet sich geringfügig von der amtlichen Wahlbeteiligung für das ganze Bundesgebiet.
 
2
Vgl. hierzu die methodischen Hinweise zum Anstieg der Engagementquote 2014 in Abschn. 3.2.2.
 
3
Fragen im ESS zum Vertrauen in Mitmenschen:
Ganz allgemein gesprochen: Glauben Sie, dass man den meisten Menschen vertrauen kann, oder dass man im Umgang mit anderen Menschen nicht vorsichtig genug sein kann? Bitte sagen Sie es mir anhand dieser Skala von 0 bis 10. 0 bedeutet, dass man nicht vorsichtig genug sein kann, und 10 bedeutet, dass man den meisten Menschen vertrauen kann. 0–3: geringes Vertrauen …7–10: hohes Vertrauen
Glauben Sie, dass die meisten Menschen versuchen, Sie auszunutzen, wenn sie die Gelegenheit dazu haben, oder versuchen die meisten Menschen, sich fair zu verhalten? Die meisten Menschen versuchen, mich auszunutzen (0)… Die meisten Menschen versuchen, sich fair zu verhalten (10). 0–3: Mitmenschen sind unfair…7–10: Mitmenschen sind fair
Und glauben Sie, dass die Menschen meistens versuchen, hilfsbereit zu sein, oder dass die Menschen meistens auf den eigenen Vorteil bedacht sind? Die Menschen sind meistens auf den eigenen Vorteil bedacht (0)…, Die Menschen versuchen meistens, hilfsbereit zu sein (10), 0–3: Hilfsbereitschaft anderer ist gering…7–10: Hilfsbereitschaft anderer ist hoch.
 
4
Fragen zur Zufriedenheit im ESS:
Wie zufrieden sind Sie – alles in allem – mit Ihrem gegenwärtigen Leben? 0 äußerst unzufrieden … 10 äußerst zufrieden. 0–3: unzufrieden mit dem Leben…7–10; zufrieden mit dem Leben
Und wie zufrieden sind Sie – alles in allem – mit der gegenwärtigen Wirtschaftslage in Deutschland?
äußerst unzufrieden (0)…äußerst zufrieden (10). 0–3 unzufrieden mit der Wirtschaft…7–10: zufrieden mit der Wirtschaft
Wenn Sie nun einmal an die Leistungen der Bundesregierung in Berlin denken. Wie zufrieden sind Sie mit der Art und Weise, wie sie ihre Arbeit erledigt? äußerst unzufrieden (0)…äußerst zufrieden (10). 0–3: unzufrieden mit der Regierung…7–10: zufrieden mit der Regierung
Und wie zufrieden sind Sie – alles in allem – mit der Art und Weise, wie die Demokratie in Deutschland funktioniert? äußerst unzufrieden (0)…äußerst zufrieden (10). 0–3: unzufrieden mit der Demokratie…7–10: zufrieden mit der Demokratie.
 
5
Fragen zur Einstellung gegenüber Immigranten im ESS:
Was würden Sie sagen, ist es im Allgemeinen gut oder schlecht für die deutsche Wirtschaft, dass Zuwanderer hierher kommen? Schlecht für die Wirtschaft (0)…gut für die Wirtschaft (10). 0–3: Immigration ist schlecht…7–10: Immigration ist gut
Würden Sie sagen, dass das kulturelle Leben in Deutschland im Allgemeinen durch Zuwanderer untergraben oder bereichert wird? kulturelles Leben wird untergraben (0)…kulturelles Leben wird bereichert (10). 0–3: Immigranten sind kulturelle Bedrohung …7–10: Immigranten sind kulturelle Bereicherung
Wird Deutschland durch Zuwanderer zu einem schlechteren oder besseren Ort zum Leben? wird zu einem schlechterem Ort zum Leben (0)…wird zu einem besseren Ort zum Leben (10). 0–3: Immigranten machen Leben schlechter…7–10: Immigranten machen Leben besser.
 
6
Frage zur Kriminalitätsfurcht im ESS:
Wie sicher fühlen Sie sich – oder würden Sie sich fühlen – wenn Sie nach Einbruch der Dunkelheit alleine zu Fuß in Ihrer Wohngegend unterwegs sind oder wären? Fühlen Sie sich – oder wie würden Sie sich fühlen…
sehr sicher (1) sicher (2) unsicher (3) oder sehr unsicher? (4) Weiß nicht (8).
 
7
Nicht alle potenziell bedeutsamen Strukturmerkmale konnten berücksichtigt werden. Uns erschien es z. B. sinnvoll, auch das Qualifikationsniveau in Raumordnungsregionen als eine ggf. relevante Struktur zu berücksichtigen. Für das Jahr 2008 existieren jedoch keine zufriedenstellenden Indikatoren. Berichtet werden lediglich Schulabschlussquoten. Diese sind jedoch nicht direkt vergleichbar und konnten nicht sinnvoll als Indikatoren für das Qualifikationsniveau berücksichtigt werden. Aussagekräftiger sind die Quoten für Beschäftigte mit verschiedenen Kompetenzen bzw. Ausbildungsabschlüssen. Diese Merkmale werden jedoch erst ab 2012 erhoben. Für ein zukünftiges Monitoring könnte es sinnvoll sein, auch das Qualifikationsniveau als Struktur in den Analysen zu berücksichtigen.
 
8
Dazu wurde folgendes Messmodell entwickelt: für das Basisjahr 2008 wird die Regression der Strukturkennziffer auf seine Indikatoren berechnet. Die Konstante und die Regressionskoeffizienten werden dann zur Gewichtung der Indikatoren aus dem Berichtsjahr 2014 verwendet, um eine Kennziffer z. B. für 2014 zu ermitteln.
SK08 = A08 + B108*I108+B208*I208 + ,,,Bn08*In08
Strukturkennziffer 2008
SK14 = A08 + B108*I114+B208*I214 + ,,,Bn08*In14
Proxy für die Strukturkennziffer 2014
A:
Regressionskonstante
B1…Bn:
Regressionskoeffizienten für die Indikatoren I1 … In
 
9
Sinnvoll und wichtig wären auch Indikatoren für den Familienstand und für die Haushaltsgröße, die jedoch nicht für alle Berichtsjahre verfügbar sind.
 
10
Das von uns vorgeschlagene Modell ist „nonrekursiv“, d. h. es enthält zwei Feedback-Beziehungen bzw. Wechselbeziehungen: Es wird angenommen, dass Urbanität und wirtschaftliche Leistung sich gegenseitig beeinflussen. Mit steigender Urbanität steigt auch die wirtschaftliche Leistung und andersherum ist wirtschaftliche Leistung mit einer Zunahme von Urbanisierung verbunden. Außerdem wird angenommen, dass mit steigendem demografischen Druck der Familismus als Lebensform an Bedeutung verliert. Und mit sinkender Bedeutung von Familismus steigt wiederum der demografische Druck. Ein Kriterium dafür, ob es sinnvoll und möglich ist, derartige Wechselbeziehungen in ein Modell aufzunehmen und ob das Modell ausreichend stabil ist, wird durch Stabilitätsindices angezeigt. Diese sollten < |1,00| sein. Diese Bedingung wird für beide Wechselbeziehungen erfüllt.
 
11
Auch Signifikanztests wären mit dem gewählten Schätzerfahren (Maximum-Likelihood) möglich gewesen, wären allerdings nicht sinnvoll, da den Analysen nicht eine Stichprobe zugrunde liegt, sondern eine Vollerhebung.
 
12
Vgl. Karl 2012 und Bühlmann 2010.
 
13
Ähnliche Ergebnisse werden in der Wahlforschung immer wieder berichtet. Vgl. u. a. die Studie von A. Schäfer (2015), aus der auch deutlich wird, dass die Wahlbeteiligung besonders bei Beziehern niedriger Einkommen im Zeitverlauf deutlich abgenommen hat – mit der Konsequenz, dass die Interessen unterer Einkommensgruppen ein zunehmend geringeres Gewicht erhalten.
 
Literature
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go back to reference Ewers, Mara, und Marie Möller. 2014. Wahlen, Wohlstand, Wohlbefinden. Über eine geringe Wahlbeteiligung und sieben sanfte Wege, sie zu erhöhen. Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) (IW policy paper, 8/2014). Ewers, Mara, und Marie Möller. 2014. Wahlen, Wohlstand, Wohlbefinden. Über eine geringe Wahlbeteiligung und sieben sanfte Wege, sie zu erhöhen. Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) (IW policy paper, 8/2014).
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Metadata
Title
Demokratische Integration in den Raumordnungsregionen von Deutschland
Authors
Baldo Blinkert
Thomas Klie
Pablo Rischard
Irina Siegel
Copyright Year
2019
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-25264-9_3