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30-07-2018 | Aufsätze | Issue 3/2018

Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft 3/2018

Der lange Schatten der Finanzkrise

Bestimmungsfaktoren fiskalischer Sparpakete in der OECD-Welt

Journal:
Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft > Issue 3/2018
Authors:
B.A. Kai Brumm, PD Dr. Felix Hörisch
Important notes

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s12286-018-0396-7) enthalten.

Zusammenfassung

Wie begegneten OECD-Demokratien der aufziehenden Staatsschuldenkrise? Weshalb haben manche Länder umfangreiche Konsolidierungspakete geschnürt, während andere an einer expansiven Fiskalpolitik festhielten? Und was erklärt die Unterschiede in der Zusammensetzung von Sparprogrammen? Die vorliegende Abhandlung stellt die Resultate zweier QCA-Berechnungen vor, um diesen Fragen nachzugehen. Forschungsleitend sind dabei etablierte Theorieansätze der vergleichenden Policy-Forschung und der politischen Ökonomie. Was die Größe von Sanierungsprogrammen angeht, unterfüttert die Studie die Intuition der Varieties of Capitalism-Literatur. Demnach verzeichnen koordinierte Marktökonomien nur dann entschiedene Sparpolitik, sofern großer fiskalischer Anpassungsdruck auf sie einwirkt. Liberale Marktwirtschaften halten dagegen linke und zentristische Parteien zu durchgreifenden Haushaltsreformen an, vorausgesetzt, gering fragmentierte Kabinette erleichtern die Konzeption großer Sparpakete. Distinkte Parteieneffekte, die unabhängig von anderen Determinanten auftreten, können hingegen nicht nachgewiesen werden. Vielmehr bedarf es selbst akuten Problemdrucks, damit liberale Regierungen auf einen Kurs restriktiver Fiskalpolitik einschwenken. Mit Blick auf die Zusammensetzung von Konsolidierungsmaßnahmen widerspricht die Abhandlung den Erwartungen der klassischen Parteiendifferenzlehre. So waren es gerade linke und christdemokratische Mehrheiten, die in Koordinierten Marktwirtschaften eine schwerpunktmäßige Kürzung von Staatsausgaben durchgesetzt haben. Dagegen haben marktfreundliche Kabinette in CMEs angesichts hoher öffentlicher Ausgabenquoten Steuererhöhungen auf den Weg gebracht. Schwache Gewerkschaften begünstigen indessen sowohl unter marktaffinen wie auch linken und christdemokratischen Regierungen eine überwiegende Kürzung von Staatsausgaben.

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