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2022 | Book

Der zukunftsfähige Handel

Neue online und offline Konzepte sowie digitale und KI-basierte Lösungen

Editors: Prof. Dr. Marc Knoppe, Prof. Dr. Stefan Rock, Martin Wild

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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About this book

​Dieses Buch gibt einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten, die die Zukunft des Handels bestimmen werden. Die Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass – auf der einen Seite – die stationären Händler ihr Geschäftsmodell überprüfen und unverzüglich die Trends der Digitalisierung und Nachhaltigkeit integrieren müssen und – auf der anderen Seite – die Pure-Online-Händler zunehmend die Nähe zum Kunden suchen müssen. Beide Bewegungen werden zu neuen Geschäftsmodellen und Handelsformaten führen, die aus digitalen und stationären Elementen bestehen werden. Erfahrene Experten aus dem Handels- und Konsumumfeld geben dem Leser Denkanstöße, wie man sein Unternehmen zukunftsfähig gestalten kann. Neben anschaulichen Beispielen, pragmatischen Ideen und strategischen Anregungen werden auch Risiken und Chancen beleuchtet.Führungskräfte und Praktiker erhalten wertvolle Hinweise für die Neupositionierung des bestehenden Geschäftsmodells und die sinnvolle Kombination digitaler und stationärer Elemente. Der InhaltSmart Stores und Retail as a Service – Virtual- und Augmented-Reality-Technologien – Neue Formen des Bezahlens – Produktinformationen als innovativer Rohstoff der Digitalisierung – Direct to Consumer: Gefahren und Potentiale für Handel, Hersteller und Startups – Erfolgsfaktor Reparatur und Reparaturlogistik – Innovationen im Handel nutzen und schützen – Spezielle Verkaufstage: Black Friday & Co. – Herausforderung E-Food – Omnichannel-Logistik im Konsumgüterhandel – Taschengeld und Taschengeldgeschäfte im digitalisierten Handel – Kooperative Positionierungsmöglichkeiten für den Groß- und Fachhandel der Zukunft – Onlinehandel, Urbane Logistik und Nachhaltigkeit – Künstliche Intelligenz als Technologiesprung bei der Warenversorgung – Retourenmanagement: Quelle zur Steigerung der Kundenzufriedenheit – Informations-Tsunami im digitalisierten Handel – Embargos und Sanktionen: ein Minenfeld für den Digitalen Handel

Table of Contents

Frontmatter
Kapitel 1. State of the Art im Handel: Konsumentenwahrnehmung einer Verknüpfung von Off- und Online-Maßnahmen
Zusammenfassung
Die digitale Transformation hat eine hohe wirtschaftliche Relevanz eingenommen und stellt die Unternehmen der Handelsbranche vor neue Herausforderungen. Dabei eröffnen insbesondere eine nahtlose Verknüpfung von Off- und Online-Maßnahmen sowie die Bereitstellung von digitalen Services und Technologien neue Möglichkeiten einer kundenzentrierten Ausrichtung aufseiten der Handelsunternehmen. Um die subjektive Wahrnehmung und Akzeptanz von Digitalisierung im stationären Einzelhandel aus Konsumentensicht zu betrachten, wurden acht qualitative Leitfadeninterviews mit Teilnehmern unterschiedlichen Geschlechts, Alters und Einkaufsverhalten (häufiger offline vs. häufiger online) geführt. Die Resultate zeigen, dass die subjektive Wahrnehmung aus Sicht der Konsumenten vor allem durch die Faktoren Bequemlichkeit und Zeitersparnis beeinflusst wird und sie einen Kundennutzen in Form einer digitalen Unterstützung und einer visuellen Entscheidungshilfe in ihrem Einkaufsprozess identifizieren. Außerdem wird deutlich, dass künftig eine weitere Verschmelzung zwischen stationärer Ladenfläche und Online-Handel zu erwarten ist.
Svenja Weisenburger
Kapitel 2. Innovationen im Handel – Strategische Ansätze, Smart Stores und Retail as a Service (RaaS)
Zusammenfassung
Die Digitalisierung im Handel hat eine enorme Dynamik aufgenommen. Getrieben durch die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz, die vielfältigen digitalen Anwendungsmöglichkeiten und dem sich permanent ändernden Kundenverhalten ist der Handel gezwungen, den Konsumenten laufend neue digitalen Informationen zu Produkten und Services sowie digitale Erlebnisse zur Verfügung zu stellen. Dies betrifft den stationären Handel zwischenzeitlich stärker als den Online-Handel. Gerade in den digitalen Möglichkeiten liegen jedoch die Zukunftschancen und Erfolgsfaktoren des stationären Handels. Nicht der Einsatz neuer Technologien wird zum Innovationstreiber, sondern die sukzessive Entwicklung vom klassischen Händler zum Smart Store. Smart Store bedeutet nicht, bestehende Prozesse zu digitalisieren, sondern sich strategisch neu aufzustellen, um die digitalen Optionen im Kontext der eigenen Unternehmensstrategie, geprägt durch die regionalen Wettbewerbsvorteile im Sinne der persönlichen Kundennähe, auszuschöpfen. Regionale Smart Stores mit unterschiedlichsten InStore-Anwendungen und vollintegrierten Vertriebs- und Marketingkanälen werden mittelfristig die Handelslandschaft bestimmen als auch aktuell verlorene Umsätze und Gewinne gegenüber den großen E-Commerce-Plattformen zurückerobern. Eine Strategie, die die Perspektive auf den Mehrwert für den Kunden legt, die digitalen Erwartungen an den unterschiedlichsten Touchpoints der Kunden erfüllt sowie Regionalität und Digitalisierung verbindet, wird zum stationären Smart Store der Zukunft führen.
Marc Knoppe
Kapitel 3. Digitalisierung und Erfolg
Eine empirische Studie
Zusammenfassung
Die Digitalisierung und ihre Ausprägungen waren schon vor der Corona-Pandemie ein bedeutendes Themenfeld. Die Pandemie hat die Ausbereitung der Digitalisierung in vielen Bereichen des Lebens beschleunigt, auch im Handel. Mit dem Bestreben des sinnvollen Ausbaus der Digitalisierung sind für das betroffene Handelsunternehmen Anstrengungen unterschiedlichster Art verbunden. Müden diese Anstrengungen in einen Erfolg? Denn nur dann wären derartige Anstrengungen betriebswirtschaftlich sinnvoll. Diese Frage versucht die Studie, basierend auf über 570 Quellen, handelsbranchen- und unternehmensspezifisch zu beantworten. Analysiert wurden fünf Branchen mit 32 Handelsunternehmen.
Stefan Rock
Kapitel 4. Immersive Experiences in Retail Agglomerations: The Diffusion of Virtual and Augmented Reality Technologies
Abstract
The offer of immersive technologies is widely discussed in theory. However, a look into practice shows that the implementation of virtual and augmented reality applications in retail agglomerations is rare. To shed light on this slow diffusion, the chapter reviews the usage of immersive technologies applied within shopping centres and inner cities. An illustration of best practices introduces the topic by giving an overview of the current state. It follows a discussion of potentials and challenges of the digital transformation in retailing. The sub-chapter involves statements from agglomeration experts from theory as well as practice delivering their opinions if and how retail agglomerations might benefit from drawing on immersive technologies.
Amela Dizdarevic
Kapitel 5. Innovativer Check Out – Neue Form des Bezahlens
Eine empirische Studie
Zusammenfassung
Die Bezahlung der Ware in einer, wie immer gearteten Check Out-Zone, ist ein notwendiges „Übel“ im stationären Handel. Check Out-Zonen mit klassischen Kassen sind weit verbreitet, wenngleich an diesen nicht immer mit Bargeld zu zahlen ist. Alternative Bezahlmöglichkeiten sind die Zahlung mittels einer Kreditkarte oder des Smartphones. Den Kunden bleibt ein abschließender Bezahlprozess, verbunden mit einem entsprechenden Aufwand, nicht erspart. Es stellt sich die Frage, inwieweit dieser unter Nutzung der mobilen Endgeräte der Kunden optimiert werden kann oder ob der Bezahlvorgang immer in der Kassenzone stattfinden muss? Durch veränderte Rahmenbedingungen bei einem innovativen Bezahlprozesses sind verschiedene Fragestellungen hinsichtlich der kundenseitigen Akzeptanz zu beantworten. Es bedarf der Beachtung ausgewählter Aspekte, die eine erfolgreiche Implementierung eines innovativen Bezahlvorgangs unterstützen können.
Stefan Rock
Kapitel 6. Produktinformationen als innovativer Rohstoff der Digitalisierung
Eine empirische Studie
Zusammenfassung
Produktinformationen sind nach wie vor ein ungeliebtes Kind, aufwendig zu recherchieren, schwierig zu pflegen und bis dato nicht durch KI-Anwendungen skalierbar. Betrachtet man die Customer Journey des Kunden, dann wird einem schnell klar, an wie vielen Stellen der Kunde nach Produktinformationen sucht. Dabei sollen die Produktinformationen nicht nur vollständig, ansprechend und interessant dargestellt sein, sondern vor allem gilt es, je nach Produkt, je nach Zielgruppe die kaufrelevanten Produktinformationen zu liefern. Im Rahmen einer umfassenden empirischen Vergleichsstudie zwischen amerikanischen und deutschen Verbrauchern zur Bedeutung von ethischen und nicht-ethischen Produktinformationen als wesentlicher Einflussfaktor der Kaufentscheidung, konnte ein Ranking erarbeitet werden, das dem Handel aufzeigt, welche Produktinformationen einen hohen Informationswert für den Kunden haben sowie in der Regel wichtig für die Kaufentscheidung sind. Dem Kunden, die richtigen und relevanten Produktinformationen im Laden, online oder an einem anderen Touchpoint zur Verfügung zu stellen, beeinflusst direkt den Wertschöpfungsbeitrag eines Produktes und den wahrgenommen Produktwert des Kunden. Gerade in Zeiten der Digitalisierung werden die Produktinformationen immer mehr zum Öl des Kaufprozesses.
Marina Eichinger, Marc Knoppe
Kapitel 7. Direct to Consumer: Gefahren und Potentiale für Handel, Hersteller und Startups
Gründer, Geschäftsführer HANS Brainfood GmbH
Zusammenfassung
E-Commerce im Konsumgüterbereich ist gekommen, um zu bleiben. Immer neue Online-Shops und Online Pure-Player drängen auf den Markt. Besonders der direkte Verkauf an die Konsumenten unter Umgehung des Handels hat in den vergangenen Jahren einen großen Aufschwung erfahren. Die Direct to Consumer (D2C) Entwicklung bedroht die etablierten, mehrstufigen Vertriebsstrukturen zwischen Herstellern und Handel. Welche Gefahren drohen durch D2C und wo schlummern Potentiale? Im Vergleich mit den herkömmlichen Absatzkanälen zeigt sich: Direct to Consumer ist wesentlich anders als das bisherige B2C-Geschäft. Durch die Umgehung der Absatzmittler sichern sich D2C-Marken Marktanteile, den direkten Kundenzugriff und höhere Margen. Für Startups und Hersteller bietet sich ein erfolgversprechendes neues Vertriebskonzept. Doch auch der stationäre Handel hat weiterhin Vorteile, wie Skaleneffekte in der Leistungserstellung, die Bündelung der Sortimente sowie die Reduktion der Transaktionskosten. Für den Handel sind diese Entwicklungen Gefahr und Chance zugleich.
Jakob Graf
Kapitel 8. Schneller, besser, günstiger, nachhaltiger – Erfolgsfaktor Reparatur und Reparaturlogistik
Zusammenfassung
Der Defekt eines Geräts löst bei vielen Mitmenschen tiefe, emotionale Regungen aus, insbesondere dann, wenn dieses ein wesentliches Kommunikationsmedium darstellt, wichtige oder sehr persönliche Daten enthält. Das Produkt kann entsorgt und neu angeschafft werden, was aus Nachhaltigkeits- und emotionalen Gesichtspunkten nicht sinnvoll erscheint oder es wird repariert. Aufgrund der Komplexität vieler Geräte ist eine Reparatur vor Ort nur bedingt, häufig gar nicht möglich. Solche Geräte werden eingeschickt. Nach einer längeren Entbehrzeit erhält der Kunde sein Gerät zurück. Solche „Events“ führen zu Kundenunzufriedenheit. Werden Leistungselemente im Reparaturfall besser oder schneller erbracht, als dies der Kunde erwartet, kann die Zufriedenheit des Kunden höher sein als zuvor. Erfolgsfaktoren sind eine signifikante Verkürzung der Kundenentbehrzeit, eine hervorragende Reparaturqualität, im Idealfall kombiniert mit geringeren Kosten und einer qualifizierten persönlichen Kommunikation zwischen den Beteiligten.
Stefan Rock
Kapitel 9. Innovationen im Handel nutzen und schützen
Zusammenfassung
Innovationen im Handel basieren zunehmend auf Investitionen in neue Technologien und deren Anwendungen. Sowohl der Zugang zu derartigen Technologien als auch der Schutz eigener Innovationen sind daher auch für Handelsunternehmen eine wichtige Dimension im Wettbewerb („Create and capture Value“). Aufgezeigt werden faktische und juristische Schutzstrategien, ein Überblick über die grundlegenden gewerblichen Schutzrechtsarten, die Schutzmöglichkeiten von Software und Geschäftsmethoden sowie Maßnahmen gegen Produktpiraterie. Mit zahlreichen Praxis-Beispielen sowie Kurz-Fallstudien, u. a. von Alibaba, Amazon und Walmart.
Martin A. Bader
Kapitel 10. Spezielle Verkaufstage – Black Friday & Co. – Erfolgspotentiale erkennen und realisieren
Ergebnisse einer empirischen Studie
Zusammenfassung
Die erfolgreiche Teilnahme an speziellen Verkaufstagen, wie dem Black Friday, Cyper Monday oder dem Singles Day, bietet Händlern, auch klein- und mittelständischen Händlern, erhebliche Umsatz- und Erfolgspotenziale. Das steigende Aufmerksamkeitspotenzial solcher Events in den USA belegt dies genauso, wie die zunehmende Teilnahme deutscher Händler an derartigen Verkaufsevents. Um nachhaltig an dem sich bietenden Potenzial partizipieren zu können, bedarf es der bewussten, gezielt kundennutzenstiftenden Ausgestaltung des angebotenen Leistungsbündels. Aus einer Studie lassen sich Handlungsempfehlungen ableiten, die unter Kenntnis der Erwartungshaltung der Kunden eine nachhaltig erfolgreiche Teilnahme an speziellen Verkaufstagen unterstützen.
Stefan Rock
Kapitel 11. Cybersecurity für den zukunftsfähigen Handel
Zusammenfassung
Die letzten Jahre waren geprägt von gravierende Sicherheitsvorfälle, z. B. dem digitalen Einbruch in das Netz des Bundestags oder auch in das Regierungsnetz der Bundesregierung. Aber nicht nur staatliche Institutionen standen und stehen im Fokus von Angreifern, auch Handelsunternehmen werden zunehmend angegriffen. So gelang es zum Beispiel den Angreifern hinter dem Botnet Mirai im Jahr 2016, die Verfügbarkeit einer Reihe von bekannten Webseiten soweit zu beeinträchtigen, dass diese nicht mehr erreichbar waren. Betroffen von diesem Angriff war unter anderem Amazon. In diesem Kapitel wird die aktuelle Bedrohungslage durch Cyberangriffe auf Handelsunternehmen beleuchtet und darauf aufbauend eine Sicherheitsarchitektur für zukunftsfähige Handelsunternehmen vorgestellt. Das Kapitel präsentiert Schutzmaßnahmen gegen typische Angriffe und stellt Security Information and Event Management (SIEM) Systeme vor, welche die Überwachung der IT in Handelsunternehmen vereinfachen und eine effiziente Behandung von Sicherheitsvorfällen ermöglichen. Das Kapitel endet mit einem Ausblick auf zukünftige Bedrohungen, welche bereits heute absehbar sind.
Hans-Joachim Hof
Kapitel 12. Herausforderung E-Food – Ein kundennutzenorientiertes Leistungsbündel in der Distribution von Frischeprodukten
Zusammenfassung
Die Diskussion um E-Food weckt bei Entscheidern einiger Lebensmitteleinzelhändler oder Produzenten von Agrarprodukten Emotionen. E-Food wird einerseits als Wachstumstreiber, andererseits als Ergebnisvernichter gesehen. Lassen sich beide Sichtweisen vereinen? Es existieren Studien, die die Sichtweise der Händler, so beispielsweise hinsichtlich des angebotenen Produktspektrums, der Art und der Kosten des Versands sowie das Bestellverhalten der Kunden beleuchten. Weitestgehend unbekannt ist die Perspektive und Erwartungshaltung der Kunden, was zusammen mit der daraus resultierenden Prozessgestaltung als Erfolgsfaktor angesehen werden muss. Was erwarten die Kunden von einem Anbieter von E-Food, insbesondere hinsichtlich des Angebots und der Lieferung von Obst und Gemüse? Diese Fragestellung und Hinweise zur kundennutzenoptimierten Prozessgestaltung sind Inhalte der Ausführungen. Mit Hilfe von am Kundennutzen orientierten, effizient ausgestalteten Leistungsumfängen lassen sich oben aufgezeigte Diskrepanzen vereinen.
Stefan Rock
Kapitel 13. Omnichannel-Logistik im Konsumgüterhandel
Zusammenfassung
Dieser Beitrag fokussiert die logistische Integration und Transformation, mit denen sich etablierte stationäre Handelsunternehmen im Konsumgüterbereich auf ihrem Pfad hin zu einem integrierten Omnichannel-Händler konfrontiert sehen. Der Fokus liegt auf den handelsinternen Omnichannel-Netzwerken. Es werden die logistischen Gestaltungsvariablen beschrieben, die Omnichannel-Handelsunternehmen im Einklang mit der übergeordneten Unternehmensstrategie und dem gewünschten Leistungsangebot zu fixieren haben. Aufbauend darauf werden unterschiedliche Omnichannel-Netzwerkoptionen mit den kontextspezifischen Vor- und Nachteilen je nach Grad der Integration unterschiedlicher Kanäle diskutiert. Der Beitrag liefert damit eine Übersicht über potenzielle Handlungsoptionen für stationär geprägte Handelsunternehmen, die vor der Herausforderung stehen, auch Online-Aufträge aus ihrem Netzwerk heraus abzubilden. Er hilft Handelsunternehmen, ihre jeweiligen Handlungsoptionen zu strukturieren und zu bewerten und darauf basierend ihre eigene, individuelle Transformationsstrategie zu entwickeln.
Michael Sternbeck, Johannes Wollenburg
Kapitel 14. Taschengeld und Taschengeldgeschäfte im digitalisierten Handel
Ergebnisse einer empirischen Studie
Zusammenfassung
Altersspezifische Taschengeldgeschäfte wurden schon immer getätigt, bisher in bar. Genügt die derzeitige Abwicklung der Selben, insbesondere der damit einhergehenden Zahlungsmodalitäten, den Anforderungen, die eine in der digitalen Welt heranwachsende Generation an diese stellt? Oder werden durch nicht mehr zeitgemäßen Prozesse die Akteure gezwungen, digital erhaltenes Taschengeld ohne die Nutzung der Möglichkeiten, die die digitale Entwicklung bietet, physisch auszugeben? Wie stehen die Erziehungsberechtigten dazu? Diese und weitere Fragestellungen versucht die folgende Abhandlung zu beleuchten.
Stefan Rock
Kapitel 15. Digitale Veränderung der klassischen Rollenverteilung im Handel – Kooperative Positionierungsmöglichkeiten für den Groß- und Fachhandel der Zukunft
Zusammenfassung
Der klassische Handel gerät durch die mit der Digitalisierung voranschreitenden Veränderungen der Rollenverteilung zwischen Hersteller und Händlern zunehmend unter Druck. Dieser Beitrag gibt einen zusammenfassenden Überblick, welche Trends durch die Digitalisierung im Handel zu beobachten sind und was dies für Handelsunternehmen bedeuten kann. Basierend auf den dargelegten Stärken des Handels werden Handlungsempfehlungen und Positionierungsmöglichkeiten für Groß- und Fachhandelsunternehmen abgeleitet. Diese möglichen Positionierungen zielen auf ein kooperatives Rollenmodell zwischen Hersteller und Händler ab, um für beide Akteure das Optimum zu erreichen und damit den beiderseitigen Erfolg am Markt zu sichern.
Stephan Pröpsting
Kapitel 16. Onlinehandel, Urbane Logistik und Nachhaltigkeit
Eine empirische Studie
Zusammenfassung
Der Onlinehandel wächst, zuletzt getrieben durch die Corona-Pandemie. Mit dem Wachstum des Onlinehandels ist die Zunahme der Paketsendungen verbunden. Nach 3,65 Mrd. Kurier-, Express- und Paketsendungen im B2C-Segment im Jahr 2019 wird, auch beflügelt durch die Corona-Pandemie, für das Jahr 2024 ein Sendungsvolumen von 4,48 Mrd. prognostiziert. Einhergehend mit dieser Entwicklung, wird die Urbane Logistik vor große Herausforderungen gestellt. Ein steigendes Verkehrsvolumen wird die Umwelt beeinträchtigen, wie auch immer. Insbesondere die jüngeren Generationen bevorzugen Käufe im Onlinehandel. Gleichzeitig wird durch diese Generation der Umweltgedanke stark vertreten. Wie sind die Interessen der einzelnen am System beteiligten Parteien aufeinander abgestimmt? Passt dies alles zusammen oder liegen Entwicklungstendenzen vor, innerhalb derer jeder Systembeteiligte seine eigenen Interessen verfolgt und die Performance des Gesamtsystems, insbesondere unter Nachhaltigkeitsaspekten leidet?
Stefan Rock
Kapitel 17. Künstliche Intelligenz als Technologiesprung bei der Warenversorgung im Handel – Best Practice
Zusammenfassung
Die künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren innerhalb verschiedener Anwendungsbereiche gezeigt, dass sie funktioniert: Die menschliche Arbeit in definierten Einsatzfeldern zu ersetzen und neue Möglichkeiten zu schaffen. Lernenden Algorithmen können wesentlich mehr Informationen verarbeiten als wir Menschen. Für die Mehrheit der Handelsunternehmen bricht ein neues Zeitalter an. Haben diese Technologie vorher Technologiekonzerne bzw. große Online-Player eingesetzt, beginnt nun der Einzug der künstlichen Intelligenz in die Standardprozesse von Handelsunternehmen. Die Technologie wird massentauglich. In dem folgenden Artikel sind sowohl Erfahrungen des Autors aus Supply Chain Projekten im Handel, als auch wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Entwicklung der künstlichen Intelligenz eingeflossen
Oliver Specht
Kapitel 18. Retourenmanagement im Onlinehandel: Quelle zur Steigerung der Kundenzufriedenheit
Zusammenfassung
Mit steigendem Onlineumsatz wächst das Paketvolumen. Zeitgleich verschärft sich die Wettbewerbssituation im Onlinehandel. Das Unternehmen, das es versteht, im Sinn des Kunden zu agieren, wird dessen Gunst gewinnen. Dies gilt auch für die Ausgestaltung des Retourenprozesses. Ohne Retouren kein Umsatz! Eine suboptimale Konzeption des Retourenprozesses führt nicht nur zu einer Unzufriedenheit bei den Kunden, sie wirkt auch auf das Unternehmensergebnis. Ein effektiver, die Kundenperspektive berücksichtigender, Retourenprozess gilt als Wettbewerbsvorteil. Damit verbunden ist die Fragestellung, wie ein Retourenprozess aus Kundensicht zu gestalten ist? Neben der Darstellung eines Idealprozesses befasst sich der Beitrag mit der Konzeption des Retourenprozesses für kleinvolumige Güter führender Onlinehändler und zeigt Handlungsfelder auf.
Imke Heering, Stefan Rock
Kapitel 19. Digitale Marktplätze als Zukunftsmodell für mittelständische, stationäre Händler
Zusammenfassung
Viele stationäre Einzelhändler haben – abhängig von der jeweiligen Branche – seit Jahren stagnierende bzw. rückläufige Umsätze. Gleichzeitig hat sich der Umsatzanteil von E-Commerce von 2005–2018 verzehnfacht und liegt momentan bei 12,2 % (Vgl. https://​de-statista-com.​thi.​idm.​oclc.​org/​statistik/​daten/​studie/​261395/​umfrage/​umsatzanteil-des-ecommerce-im-einzelhandel-in-deutschland/​)
Thomas Vogler, Sascha Stockem
Kapitel 20. Informations-Tsunami im zunehmend digitalisierten Handel – Fluch oder Segen?
Eine empirische Studie
Zusammenfassung
Die richtigen Informationen in der richtigen Menge und Qualität, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort sind die Grundlagen für das Fällen von richtigen Entscheidungen. Die zunehmende Digitalisierung, die Veränderung der IT-Infrastruktur und -leistungsfähigkeit sind heute schon die Quellen für eine Vielzahl von Informationen. Es ist davon auszugehen, dass die Flut von Informationen mit der fortschreitenden Digitalisierung zunimmt. Es bildet sich ein Spannungsfeld zwischen einer fortschreitenden Informationstransparenz, der Gefahr des Information-Overloads sowie der Frage, inwieweit eine Hol- oder Bringschuld für Informationen besteht. Wie stellt sich die Situation für die Empfänger von Informationen heute dar und was geschieht in einem zunehmend digitalisierten Umfeld?
Stefan Rock
Kapitel 21. Komplexität und Erfolg – ein Widerspruch?
Eine empirische Studie
Zusammenfassung
Die Handelslandschaft verändert sich, getrieben durch den zunehmenden Wettbewerb, die Digitalisierung oder neue Rahmenbedingungen, wie die Corona-Pandemie. Die Wirkung solcher Einflussfaktoren auf den Handel ist vielfältiger Natur. Neue Organisationseinheiten entstehen oder bestehende Einheiten verändern sich, es entstehen zusätzliche Absatzkanäle mit allen damit verbundenen Herausforderungen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Wie wirken diese Veränderungen auf den Erfolg eines Unternehmens? Sind eher robust aufgebaute Handelsunternehmen, wie die Kostenführer im Handel erfolgreicher, als komplex aufgebaute Unternehmen, wie solche, die eine Differenzierungsstrategie verfolgen, beispielsweise Fach- oder Verbrauchermärkte?
Stefan Rock
Kapitel 22. Embargos und Sanktionen – ein Minenfeld für den Digitalen Handel
Zusammenfassung
Handel gibt es schon seit langer Zeit. Auch ein weltweiter Handel ist keine Erfindung der Neuzeit. Wurde der Handel früher über lange Schifffahrtswege oder die Seidenstraße vollzogen oder durch „Monopole“ reglementiert, gestaltet sich dieser durch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung vermeintlich einfacher. Die Welt ist nur einen Mausklick weit entfernt. Mit dieser Entwicklung und des damit verbundenen Markt- und Umsatzpotenzials steigen die Verlockungen der weltweiten Lieferungen. Wird durch die zunehmende Digitalisierung der weltweite Handel einfacher oder wird dieser durch vorhandene Fallstricke, wie Embargos oder Sanktionen, mit teils fatalen Folgen bei der Missachtung derselben, sei es durch Unwissenheit, Unkenntnis oder Fahrlässigkeit, für die Handelsunternehmen sogar erschwert?
Sebastian Strobl
Metadata
Title
Der zukunftsfähige Handel
Editors
Prof. Dr. Marc Knoppe
Prof. Dr. Stefan Rock
Martin Wild
Copyright Year
2022
Electronic ISBN
978-3-658-36218-8
Print ISBN
978-3-658-36217-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-36218-8

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