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About this book

Das vorliegende Buch bietet eine Übersicht und Einführung in die Verfahren regenerativer Energiegewinnung sowie deren technische Grundlagen. Es ist als Lehrbuch konzipiert und kann auch als Handbuch und Nachschlagewerk eingesetzt werden. Ferner sind Verfahren berücksichtigt, die in Europa nicht gängig sind, wie z. B. Aufwindkraftwerk oder Solarteich. Damit ist es für internationale Projekte und im Umfeld technischer Zusammenarbeit einsetzbar. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit technologischen Aspekten steht die systemische Betrachtung der Energieversorgung im Mittelpunkt. Außerdem sind Konzepte zur Entwicklung des ländlichen Raums sowie Finanzierungs- und Marktmodelle besprochen.

Durch zahlreiche Backgroundinformationen („Abflussgrößen in der Hydrologie“ oder „Weltweiter Kostenvergleich von Photovoltaikanlagen“) kann das Grundlagenwissen eigenständig erweitert werden und das Buch je nach Studienphase zur Intensivierung und Wiederholung der Lerninhalte immer wieder herangezogen werden. Berechnungen sind an konkreten Fragestellungen durchgeführt. Auf diese Weise regt der Autor an, das angeeignete Wissen zur kritischen Einschätzung von Sachverhalten zu verwenden.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Technologien

Zusammenfassung
Der Übergang zu einer regenerativen Energieversorgung entspringt keineswegs einer ökologisch-romantischen Vorstellung, sondern ist von sachlichen Notwendigkeiten geprägt. Interessanterweise gehen technische und soziale Aspekte dabei Hand in Hand: Das Ausbeuten endlicher Vorräte an Energieträgern führt zwangsläufig zur Anreicherung von Abgasen in der Atmosphäre und nichtflüchtigen Abfallstoffen im Meer. Beide Vorgänge finden langsam und schleichend statt, sodass sie nach menschlichem Empfinden kaum wahrzunehmen sind. Auch die Folgen für Klima und Landnutzung, Nahrungsketten und Gesundheit sind nur auf langen Zeitskalen zu beobachten. Doch gerade das schleichende Fortschreiten birgt die Gefahr, dass die an sich bekannten Bedrohungen gegenüber der Tagespolitik und kurzatmigen Schlagzeilen ins Hintertreffen geraten. Am Beispiel der Energieklippe (Abschn. 2.2.4) wird deutlich, wie ein allmählicher Prozess abrupt in eine Katastrophe münden kann – technisch wie sozial:
Christian Synwoldt

Kapitel 2. Aspekte der Dezentralität

Zusammenfassung
Eine dezentrale Energieversorgung ist zunächst unabhängig von der Wahl des Energieträgers. Vielmehr spielen Aspekte der verbrauchernahen, in der Fläche verteilten Bereitstellung von Energie – namentlich Elektrizität, Wärme und Kraftstoffe – die maßgebliche Rolle. Siedlungsräume entstanden bevorzugt dort, wo natürliche Ressourcen und technologische Entwicklung eine Versorgung sicherstellten. Die Vernetzung und ein Energiemix machen weniger abhängig von einzelnen Einflüssen wie der Witterung oder dem Ausfall von Erzeugern. Dabei hilft der zeitliche und räumliche Ausgleich durch den Netzbetrieb, insbesondere auch bei einer Erzeugung aus fluktuierenden Energieträgern. Die weiter unten folgenden Abschnitte (Abschn. 2.2 und 2.3) werden die technischen Details hierzu aufzeigen. Zunächst sollen jedoch soziale und ökonomische Aspekte betrachtet werden. Die Dezentralität von Infrastrukturen führt zu einer breiten Palette an sozialen und ökonomischen Auswirkungen, Auswirkungen, ohne deren Berücksichtigung viele Diskussionen über regenerative Energien nicht verstanden werden können.
Christian Synwoldt

Kapitel 3. Strommarkt

Zusammenfassung
Bis zur Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) im Jahr 1998 war die Elektrizitätswirtschaft in Deutschland durch vertikal integrierte Monopolunternehmen gekennzeichnet. Dabei obliegen die Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung einem Anbieter. Hieraus resultierenden organisatorischen Vorteilen stehen mögliche Ineffizienzen und Wettbewerbsnachteile gegenüber. Im Zuge der Liberalisierung konnten jedoch nur bedingt Vorteile erreicht werden.
Christian Synwoldt

Backmatter

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