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About this book

Claudia Dellori zeigt, dass das lebenslange Lernen im kommunikativen Handeln der AkteurInnen als absolute Metapher identifiziert werden kann und der Umgang mit der absoluten Metapher zu kontextgebundenen Definitionsversuchen führt. Hierfür hat sie Wissensbestände zur bildungsbereichsübergreifenden Umsetzung lebenslangen Lernens rekonstruiert. Im Mittelpunkt stehen dabei Argumentationen von WissenschaftlerInnen sowie PraktikerInnen aus dem Elementarbereich, dem Sekundarbereich I, der Erwachsenenbildung sowie der Bildungspolitik. Ferner wird eine neue Auswertungsmethodologie und -methode für Experteninterviews angewendet, deren Kern die Verknüpfung wissenssoziologischer Diskursanalyse, Grounded Theory und konversationsanalytischer Argumentationsanalyse darstellt.

Table of Contents

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Bildungspolitische Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf die pädagogische Praxis und erziehungswissenschaftliche Forschung
Der Diskurs über das lebenslange Lernen ist in Deutschland bildungspolitisch initiiert und hat seine Anfänge in den 1970er Jahren (vgl. Gerlach 2000; Kraus 2001; Kuhlenkamp 2010). Indem in den internationalen und vor allem europäischen Diskussionen zum lebenslangen Lernen versucht wird, „gesellschaftliche Probleme als Bildungs- oder Lernprobleme zu reformulieren“ (Rothe 2011: 397) wird das Thema ‚lebenslanges Lernen‘ auch für die Erziehungswissenschaft relevant. Durch entsprechende nationale bildungspolitische Förderprogramme wird das Postulat ‚lebenslanges Lernen‘ zu einem Gegenstand der pädagogischen Praxis und der erziehungswissenschaftlichen Reflexion, wie die zahlreichen Publikationen zum Thema ‚lebenslanges Lernen‘ aufzeigen.
Claudia Dellori

2. Perspektiven auf das Konstrukt ‚lebenslanges Lernen‘

Zusammenfassung
Gesellschaftliche Begründungslinien für das bildungspolitische Konzept ‚lebenslanges Lernen‘
Seit Ende des Zweiten Weltkrieges haben sich in zunehmendem Maße grundlegende gesellschaftliche, politische, ökonomische sowie ökologische Veränderungen eingestellt, die sich auf alle Bereiche des menschlichen Lebens auswirken. Durch die Akzeleration des technologischen Fortschritts und der wissenschaftlichen Forschung werden in immer kürzeren Abständen innovative Erkenntnisse und Methoden entwickelt und vermittelt, die neue Möglichkeiten und Situationen generieren (vgl. Gerlach 2000: 9).
Claudia Dellori

3. Forschungsdesign

Zusammenfassung
Der vorliegenden Arbeit liegt die folgende forschungsleitende Fragestellung zugrunde:
  • Wie wird das Wissen über die bildungsbereichsübergreifende Umsetzung lebenslangen Lernens von Bildungsexpertinnen und -experten aus verschiedenen Bildungsbereichen (Elementarbereich, Sekundarstufe I, Erwachsenenbildung) sowie Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus der Bildungspolitik ausgehandelt, kodifiziert und tradiert, welche Schwerpunkte werden dabei gesetzt, bei welchen gibt es Konsens und bei welchen unterschiedliche Haltungen und Positionen?
Claudia Dellori

4. Forschungsprozess

Zusammenfassung
Forschungsleitende Annahmen im Kontext der Zusammenstellung des Datenkorpus
Um aus einer diskursanalytischen Perspektive zu untersuchen, wie das Wissen über die bildungsbereichsübergreifende Umsetzung lebenslangen Lernens von Bildungsexpertinnen und -experten ausgehandelt, kodifiziert und tradiert wird, welche Schwerpunkte dabei gesetzt werden, an welchen es Konsens und wo es unterschiedliche Haltungen und Positionen gibt, setzt sich das Datenkorpus aus zwanzig Experteninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Elementarbereich, dem Sekundarbereich I, der Erwachsenenbildung/Weiterbildung sowie aus der Bildungspolitik zusammen. Somit ist das Datenkorpus in vier Expertengruppen untergliedert.
Claudia Dellori

5. Fallporträt Müller (Experte aus dem Bereich Erwachsenenbildung)

Zusammenfassung
Informationen zur Person und zur institutionellen Zugehörigkeit
Herr Müller ist ein Vertreter aus der Expertengruppe ‚Erwachsenenbildung‘. Er ist Diplom-Naturwissenschaftler und beruflich seit mehreren Jahrzehnten in Handlungsfeldern der Erwachsenenbildung tätig.
Claudia Dellori

6. Kurzporträt Wagner (Expertin aus dem Sekundarbereich I)

Zusammenfassung
Informationen zur Person und zur institutionellen Zugehörigkeit
Frau Wagner ist eine Vertreterin aus der Interviewgruppe ‚Schule‘ (Sekundarbereich I). Sie ist seit vielen Jahren als Lehrerin an verschiedenen Gesamtschulen tätig und leitet zum Zeitpunkt des Interviews seit mehreren Jahren eine integrierte Gesamtschule aus dem Sekundarbereich I.
Claudia Dellori

7. Die absolute Metapher ‚lebenslanges Lernen‘: Wissenschaftliches Konzept und empirische Dimensionalisierung

Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Diskurs über die bildungsbereichsübergreifende Umsetzung lebenslangen Lernens basierend auf Argumentationen von Akteurinnen und Akteuren aus dem Elementarbereich, dem Sekundarbereich, der Erwachsenbildung/beruflichen Weiterbildung sowie der Bildungspolitik transparent zu machen und einen Beitrag zur Entwirrung der im Diskurs enthaltenen unterschiedlichen Vorstellungen und Intentionen zu leisten.
Claudia Dellori

8. Kontextgebundene Definitionsversuche im Umgang mit der absoluten Metapher ‚lebenslanges Lernen‘

Zusammenfassung
Nachdem in Kapitel 7 die Kernkategorie ‚lebenslanges Lernen – eine absolute Metapher‘ mit ihrer empirischen Dimensionalisierung vorgestellt wurde, erfolgt in diesem Kapitel nun die Darlegung der bereichsspezifischen Theorie ‚Kontextspezifischer Umgang mit der absoluten Metapher lebenslanges Lernen‘ (vgl. zur Thematik ‚Bereichsbezogene versus formale Theorie‘ Strauss & Corbin 1996: 145-147), indem das zugrundeliegende Handlungsproblem erläutert und unter Anwendung der Bedingungsmatrix (vgl. Strauss & Corbin 1996: 132-147) der jeweilige Umgang mit dem Handlungsproblem beschrieben wird. Mittels der generierten Bedingungspfade kann offengelegt werden, welche Bedingungen zu welchem Umgang mit der absoluten Metapher ‚lebenslanges Lernen‘ führen und welche Konsequenzen daraus resultieren (vgl. Kapitel 3.2).
Claudia Dellori

9. Fazit

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht aus einer diskursanalytischen Perspektive, wie das Wissen über die bildungsbereichsübergreifende Umsetzung lebenslangen Lernens von Bildungsexpertinnen und -experten aus dem Elementarbereich, dem Sekundarbereich I und der Erwachsenenbildung/Weiterbildung sowie Entscheidungsträgerinnen und -trägern aus der Bildungspolitik ausgehandelt, kodifiziert und tradiert wird. Ziel dabei ist es, auf der Grundlage von Experteninterviews den Diskurs über die bildungsbereichsübergreifende Umsetzung lebenslangen Lernens näher zu bestimmen und einen Beitrag zur Klärung der im Diskurs enthaltenen unterschiedlichen Vorstellungen und Intentionen zu leisten.
Claudia Dellori

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