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31-01-2020 | Originalarbeit | Issue 9/2020

BHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte 9/2020

Die bronzezeitliche Metallurgie – der Auslöser zu einer blühenden Industriegesellschaft in der Obersteiermark

Journal:
BHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte > Issue 9/2020
Authors:
Univ.-Prof. Univ.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. mont. Prof. Dr. h.c. Hubert Preßlinger, Clemens Eibner
Important notes
Der Beitrag ist eine Zusammenfassung des im Symposium „Eisen- und Stahlerzeugung – Gestern, heute, morgen“ am 8. November 2019 an der Montanuniversität Leoben zu Ehren des 70. Geburtstages von Univ.-Prof. Dr. mont. Hubert Preßlinger gehaltenen Vortrags.

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Die übereinstimmenden Dimensionen und die immer wieder gefundenen Konzeptionen der metallurgischen Anlagen der bronzezeitlichen Kupferhütten in den Ostalpen führen zu dem Schluss, dass die Kupfererzeugung überregional nach gleichen Bauvorgaben im Anlagenbau bewerkstelligt wurde. Diese Aussage wird insbesondere durch die Feststellung bekräftigt, dass sämtliche Betreiber der bronzezeitlichen Schmelzhütten ein einheitlich hohes metallurgisches Können und Wissen besessen haben müssen, wozu aber eine geschulte, solide Ausbildung erforderlich war.
Das Rohkupfer (Schwarzkupfer) wurde in der Bronzezeit aus polymetallischen Erzen im Schachtofen erschmolzen. Die metallurgischen Befunde bezeugen, dass in der gesamten Bronzezeit die über ein Jahrtausend angewandte Verfahrenstechnik der Rohkupfererzeugung im Schachtofen von den Hüttenleuten bereits schmelzmetallurgisch optimiert durchgeführt wurde. Die flüssigen Kupfersulfide können dabei entweder von oben durch Abtropfen aus der Primärschlacke oder von unten aus der Reaktionszone durch das „Kochen“ (d. h. beim Aufsteigen von SO2 und N2 werden Kupfersulfidtröpfchen mitgerissen) in die Laufschlacke gelangen, wo sie reduziert worden sind. Somit ist klar, die Schlackenarbeit war in der Bronzezeit der Schlüssel zum schmelzmetallurgischen Erfolg im Schachtofen.
Die metallurgische Arbeit in diesem Umfang setzt eine Arbeitsteilung der bronzezeitlichen Bevölkerung, d. h. eine funktionierende Industriegesellschaft, voraus.

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