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2020 | Book

Die grenzenlose Unternehmung

Information, Organisation & Führung

Authors: Prof. Dr. Arnold Picot, Prof. Dr. Ralf Reichwald, Prof. Dr. Rolf T. Wigand, Prof. Dr. Kathrin M. Möslein, Dr. Rahild Neuburger, Prof. Dr. Anne-Katrin Neyer

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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About this book

Dieses Buch lehrt moderne Organisationskonzepte und deren Folgen für den arbeitenden Menschen in der digitalen Wirtschaft. Dezentralisierung, Vernetzung, Verschmelzung der physischen und virtuellen Welt und das immer stärkere Zusammenspiel von menschlicher und künstlicher Intelligenz prägen Organisation und Führung. Digitale Technologien ändern die Koordination der internen und externen Leistungsprozesse und erfordern neue Kompetenzen. Ziel des Buches ist es, diese Zusammenhänge theoretisch fundiert und praxisorientiert aufzuzeigen. Das erweiterte Autorenteam hat das Buch „Die grenzenlose Unternehmung“ gekürzt, aktualisiert und vollständig neu bearbeitet sowie durch digitale Lernformen ergänzt. Zielgruppe sind Studierende der BWL und Führungskräfte.
Die ergänzenden Flashcards dienen der Wissensüberprüfung und unterstützen den optimalen Lernerfolg.

Der Inhalt• Information, Organisation und Führung – Auf dem Weg zur Grenzenlosen Unternehmung• Marktdynamik und Wettbewerb: Die entscheidende Rolle der Information• Grundmodelle menschlichen Informations- und Kommunikationsverhaltens• Digitale Technologien: Enabler und Voraussetzungen• Auflösung von Hierarchien – Modularisierung und Teams• Auflösung der Unternehmung – Netzwerke, Kooperationen und Plattformen• Überwindung von Standortgrenzen – Virtuelle Unternehmen• Der Mensch in der grenzenlosen Unternehmung: Neue Anforderungen und veränderte Kompetenzen

Table of Contents

Frontmatter
1. Information, Organisation und Management – Auf dem Weg zur grenzenlosen Unternehmung
Zusammenfassung
Wir sind gewohnt, uns Unternehmen als abgeschlossene, integrierte Gebilde vorzustellen. Sie sind physisch in Bürogebäuden und Fabriken untergebracht, in denen ihre Mitglieder agieren und in denen sich die erforderlichen Materialien, Maschinen und sonstige Ressourcen befinden. Die physischen Standortstrukturen und die arbeits- bzw. gesellschaftsrechtlichen Vertragsbeziehungen zwischen den Unternehmensmitgliedern definieren im Allgemeinen die Grenzen einer Unternehmung. Natürlich überschreitet eine Unternehmung diese Grenzen ständig, indem sie auf Märkten agiert, also z. B. Materialien beschafft, Produkte oder Dienstleistungen verkauft, Kapital aufnimmt oder anlegt. Aber diese Grenzüberschreitungen korrespondieren mit einer klaren Vorstellung von innen und außen, von zugehörig und nicht zugehörig, von Schnittstellen zwischen Unternehmung und Märkten. Weite Teile der Wirtschaft entsprechen diesem Unternehmensmodell, welches auch vielen Lehrbüchern zugrunde liegt, nicht mehr. Modulare, agile Organisationen, Netzwerke und Kooperationen, elektronische Märkte, Plattformen, Telekooperationen und virtuelle Organisationsstrukturen sind mittlerweile Realität. Die klassischen Grenzen der Unternehmung beginnen zu verschwimmen, sich nach innen wie nach außen zu verändern, teilweise auch aufzulösen. An die Stelle von tief gestaffelten Unternehmenshierarchien, die primär nach Befehl und Gehorsam funktionieren, treten zunehmend dezentrale, modular zerlegte Strukturen, die von Autonomie, Kooperation und indirekter Führung geprägt sind. Diese Entwicklung steht in einem engen Zusammenhang mit Veränderungen in Wettbewerb, Technologie und Wertvorstellungen.
Arnold Picot, Ralf Reichwald, Rolf T. Wigand, Kathrin M. Möslein, Rahild Neuburger, Anne-Katrin Neyer
2. Marktdynamik und Wettbewerb – Die entscheidende Rolle der Information
Zusammenfassung
Die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse ist die grundlegende Intention wirtschaftlichen Handelns. In aller Regel übersteigen die subjektiven Bedürfnisse die begrenzten Güter, die zur Befriedigung dieser Bedürfnisse vorhanden und geeignet sind. Ein Ansatzpunkt zur Handhabung dieser Knappheit ist Arbeitsteilung und Spezialisierung. Sie führt zum Organisationsproblem, das sich in das Koordinations- und Motivationsproblem differenzieren lässt. Als Erklärungs- und Gestaltungsansatz lassen sich die Theorien der Neuen Institutionenökonomie (Property-Rights-Theorie, Transaktionskostentheorie und Prinipal-Agent-Theorie) heranziehen. Diese werden im folgenden Kapitel neben der Informations- und Netzökonomie als theoretische Bausteine des Konzeptes der grenzenlosen Unternehmung näher erläutert, bevor ihre Implikationen auf Märkte und Unternehmen aufgezeigt werden.
Arnold Picot, Ralf Reichwald, Rolf T. Wigand, Kathrin M. Möslein, Rahild Neuburger, Anne-Katrin Neyer
3. Grundmodelle menschlichen Informations- und Kommunikationsverhaltens
Zusammenfassung
Information und Kommunikation sind essenzielle Bestandteile des menschlichen Daseins. Sowohl in der Unternehmenswelt als auch im Privatleben zeigt sich eine rapide wachsende Vielfalt an Formen und Medien der Information und Kommunikation und deren ständig steigende Bedeutung. Zum Verständnis dieser neuen Entwicklungen ist es sinnvoll, sich anhand von theoretischen Modellen die zahlreichen verschiedenen Aspekte von Information und Kommunikation vor Augen zu führen, auch um zu verstehen, warum Kommunikations- und Verständigungsprobleme in Unternehmen entstehen und wie diese gehandhabt werden können. Gerade vor dem Hintergrund zunehmend dezentraler, modularer und virtueller Organisationsstrukturen stellt sich dies als zunehmend relevante Anforderung dar. Ähnliches gilt für den Umgang und das Management von Wissen sowie die Gestaltung von Vertrauen. Im Zuge der technologischen Dynamik, aber auch der Auflösung existierender Grenzen stellen sich hier ganz neue Herausforderungen, auf die ebenfalls in diesem Kapitel eingegangen wird.
Arnold Picot, Ralf Reichwald, Rolf T. Wigand, Kathrin M. Möslein, Rahild Neuburger, Anne-Katrin Neyer
4. Technologie in der grenzenlosen Unternehmung – Digitalisierung als Beschleuniger der Grenzöffnung?
Zusammenfassung
Wie in Kap. 1 gezeigt, lassen sich übergreifende technologische Trends als ein wesentlicher Enabler für die Auflösung existierender Unternehmensstrukturen und die Herausbildung veränderter inner- und zwischenbetrieblicher Organisationsformen erkennen. Dies wundert kaum, denn aus der Historie wissen wir: es spielten immer technologische Entwicklungen eine große Rolle, wenn sich menschliche Tätigkeitsschwerpunkte verändert und neue Strukturen herausgebildet haben. Vor diesem Hintergrund werden im folgenden Kapitel die technologischen Grundlagen für das Verständnis grenzenloser Unternehmung gelegt. Zunächst geht es um übergreifende technologische Trends, bevor einzelne relevante Technologien allgemein sowie in ihrer Relevanz für die Herausbildung grenzenloser Unternehmen erläutert werden.
Arnold Picot, Ralf Reichwald, Rolf T. Wigand, Kathrin M. Möslein, Rahild Neuburger, Anne-Katrin Neyer
5. Auflösung von Hierarchien – Modularisierung
Zusammenfassung
Wie in Kap. 1 angesprochen, treten an die Stelle hierarchischer Strukturen mehr und mehr modulare Einheiten oder auch agile Teams. Unterstützt durch digitale, vernetzte Technologien lassen sie sich zum einen einfacher realisieren; zum anderen entsprechen sie dem Wunsch und auch der Tendenz zu mehr Delegation und Dezentralisierung.
Arnold Picot, Ralf Reichwald, Rolf T. Wigand, Kathrin M. Möslein, Rahild Neuburger, Anne-Katrin Neyer
6. Auflösung der Unternehmung – Netzwerke
Zusammenfassung
Wie schon in Kap. 1 thematisiert, lösen sich traditionelle Unternehmensstrukturen und Unternehmensgrenzen nicht nur intern, sondern auch in Richtung hybrider Verbindungen mit externen Partnern auf. Der Grundgedanke solcher Arrangements basiert auf einem globalen Kooperationsgedanken und kann wie folgt skizziert werden: Ein Unternehmen geht eine intensive Verbindung mit anderen, rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen ein, indem es diese in die Erfüllung seiner Aufgaben einbezieht. Dadurch entstehen Verbindungen, die sowohl negative (Abhängigkeiten) als auch positive (Synergieeffekte) Auswirkungen haben können (vgl. Gemünden und Ritter 1998).
Arnold Picot, Ralf Reichwald, Rolf T. Wigand, Kathrin M. Möslein, Rahild Neuburger, Anne-Katrin Neyer
7. Die Überwindung von Standortgrenzen – Virtuelle Unternehmung
Zusammenfassung
Ausgehend von den Überlegungen in Kap. 1 und insbesondere Abb. 1.2 ging es in Kap. 5 und 6 primär um die Potenziale der Technologien für die Koordination der Leistungserbringung, die sowohl unternehmensintern (vgl. Kap. 5) als auch unternehmensextern (vgl. Kap. 6) zu einer zunehmenden Auflösung existierender Unternehmensgrenzen führt. Strenge Hierarchien lösen sich zugunsten flacher, modularer Strukturen (Kap. 5) auf; traditionelle Unternehmensgrenzen verwischen in netzwerkartigen Unternehmensverbindungen (Kap. 6). Diese Tendenz wird verstärkt durch die Frage nach dem Standort der Leistungserbringung. Dieser kann physisch, standortbezogen sein wie es aus klassischen Unternehmen bekannt ist oder – auf der Basis neuer Technologien – standortunabhängig. In Folge entstehen sogenannte virtuelle organisatorische Arrangements, auf die in Kap. 6 schon kurz hingewiesen wurde. Sie verstärken nochmals den Effekt sich auflösender Unternehmensgrenzen. Dieser Aspekt der fortschreitenden Standortauflösung sowie deren Bedingungen und Implikationen für aktuelle und zukünftige Organisationsformen arbeitsteiliger Leistungserstellung stehen im Zentrum dieses Kapitels.
Arnold Picot, Ralf Reichwald, Rolf T. Wigand, Kathrin M. Möslein, Rahild Neuburger, Anne-Katrin Neyer
8. Der Mensch in der grenzenlosen Unternehmung – Neue Anforderungen an Mitarbeiter und Manager
Zusammenfassung
Wie in Kap. 1 gezeigt, ändern der organisatorisch-technische Wandel, der Wertewandel und die rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz die vielfältigen Aufgaben der Menschen in der grenzenlosen Unternehmung. Historisch gewachsene organisationale Strukturen ändern sich durch die digitalen Technologien mit einer bisher noch nicht dagewesenen Radikalität und Geschwindigkeit. Traditionelle Strukturen der Arbeitswelt, u. a. Arbeitszeiten, Arbeitsorte, Qualifikationen und berufliche Bildung, Kompetenzen und Hierarchien werden in Frage gestellt und müssen in geeigneter Form weiterentwickelt werden. In Zukunft werden die durch die Künstliche Intelligenz ermöglichten unterstützenden Tätigkeiten die Aufgaben der Manager stärker unterteilen und Führung stärker in den Vordergrund rücken. Dieser Wandel muss sich in den Kompetenzen und damit verbunden auch in der Personalentwicklung widerspiegeln.
Arnold Picot, Ralf Reichwald, Rolf T. Wigand, Kathrin M. Möslein, Rahild Neuburger, Anne-Katrin Neyer
Backmatter
Metadata
Title
Die grenzenlose Unternehmung
Authors
Prof. Dr. Arnold Picot
Prof. Dr. Ralf Reichwald
Prof. Dr. Rolf T. Wigand
Prof. Dr. Kathrin M. Möslein
Dr. Rahild Neuburger
Prof. Dr. Anne-Katrin Neyer
Copyright Year
2020
Electronic ISBN
978-3-658-28565-4
Print ISBN
978-3-658-28564-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-28565-4

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