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About this book

Ziel dieses Buches ist es, ein Nachdenken (idealerweise eine Diskussion) über ein grundlegendes, methodologisches Problem in der Wissenschaft von der Logistik anzuregen (gelegentlich auch zu provozieren) - ein Problem, über das niemand spricht, obwohl es für die Fortentwicklung dieser Disziplin von grundlegender Bedeutung ist. Dieser Disziplin mangelt es an einer kritischen Reflexion der Erfolgsvoraussetzungen und Grenzen des eigenen Forschens, und das gilt im Grundsatz für alle drei hier beleuchteten Forschungsansätze. Dementsprechend kann eine solche Reflexion auch große Chancen erschließen, für die Wissenschaft und für die Praxis.

Table of Contents

Frontmatter

1. Voraussetzungen und Schwierigkeiten einer vergleichenden Bewertung unterschiedlicher Forschungsansätze

Zusammenfassung
Das Kapitel beginnt mit einer ausführlichen Erläuterung des zentralen Begriffes der Komplexität sowie der Folgen, die das so benannte Phänomen für die wissenschaftliche Forschung und für die Praxis der Logistik hat. Darauf aufbauend werden die wissenschaftstheoretischen Grundlagen gelegt, auf denen die Analysen der folgenden Kapitel beruhen.
Wolf-Rüdiger Bretzke

2. Möglichkeiten und Grenzen einer theorieorientierten empirischen Forschung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird der erste der hier unterschiedenen drei Forschungsansätze einer kritischen Analyse unterzogen. Dieser Forschungsansatz zielt auf die Identifikation kausalgesetzlich interpretierbarer Regelmäßigkeiten im Handeln von Managern, wobei als empirische Basis der Forschung die Befragung der Betroffenen dient. Am Ende sollten sich so Bausteine für eine allgemeine Theorie der Logistik ergeben. Es wird detailliert und anhand vieler Beispiele aufgezeigt, wo die methodologischen Grenzen dieses Forschungsansatzes liegen. Diese Grenzen limitieren nicht nur die wissenschaftliche Fruchtbarkeit dieses Ansatzes, sondern auch seine praktische Relevanz.
Wolf-Rüdiger Bretzke

3. Quantitative Entscheidungslogik: Der Operations-Research-Ansatz

Zusammenfassung
Gegenstand dieses Kapitels ist eine kritische Auseinandersetzung mit der mathematischen Optimierungsforschung (Operations Research).Es wird grundsätzlich geklärt, unter welchen Bedingungen mathematische Optimierungsmodelle in der Praxis erfolgreich eingesetzt werden können und warum das bislang nicht in einem befriedigenden Ausmaß gelungen ist. Ein gesondertes Kapitel gilt hier Simulationsmodellen, die mit ihrer Offenheit für Benutzerfragen weniger Restriktionen unterworfen sind.
Wolf-Rüdiger Bretzke

4. Das inhaltliche Arbeiten mit logistischen „Bauplänen“ als alternativer Forschungsansatz

Zusammenfassung
Hier geht es um die Chancen und Grenzen einer Forschung, die sich im Gegensatz zu den beiden vorher behandelten Programmatiken ausdrücklich nicht am Vorbild der Naturwissenschaften orientiert und die sich infolgedessen einer weniger rigorosen Methodologie unterwirft. Inhaltlich geht es um Modelle und Konstrukte mit dem Charakter von logistischen Bauplänen, für deren Bewertung anstelle des Kriteriums der empirischen Wahrheit Fragen der Machbarkeit und Nützlichkeit ausschlaggebend sind. Bis heute hat die Mehrheit der in der Wissenschaft der Logistik tätigen Forscher unter diesem Paradigma gearbeitet, unter ihnen diejenigen, die das Fach zu seiner heutigen Geltung geführt haben. Paradoxerweise wird seitens der Vertreter der ersten beiden Forschungsansätze häufiger die Wissenschaftlichkeit dieser Forschungspraxis bestritten, weshalb hier auch noch einmal geklärt wird, ob ein solcher Vorwurf gerechtfertigt ist.
Wolf-Rüdiger Bretzke

5. Ein zusammenfassender Vergleich

Zusammenfassung
In diesem Kapitel erfolgt eine komprimierte Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Arbeit. Die verglichenen Forschungsansätze werden anhand von neun Kriterien einander gegenübergestellt und bewertet. Diese Bewertung ist vor allem deshalb wichtig, weil der Zugang zu besonders angesehenen Fachzeitschriften („A-Journals“) nur Anhängern der beiden ersten Forschungsansätze offen steht und weil das, so lautet eine der Thesen des Verfassers, zu einer erheblichen Fehlallokation von Forschungsressourcen führen kann.
Wolf-Rüdiger Bretzke

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