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30-08-2016 | Angewandte Geographie | Issue 3/2016

Standort 3/2016

Die regionalökonomische Bedeutung der Wissenschaft für das Ruhrgebiet

Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen als Motor der regionalen Entwicklung

Journal:
Standort > Issue 3/2016
Authors:
Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Dipl.-Geogr. Matthias Böttcher, B.A., B.Sc. Torben Lippmann
Important notes
Der Artikel entstand auf Grundlage einer Studie zu regional-ökonomischen Effekten der Wissenschaft in der Metropole Ruhr für die Region, die durch den Regionalverband Ruhr, die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet sowie den Initiativkreis Ruhr finanziert wurde.

Zusammenfassung

Die Metropole Ruhr ist mittlerweile – innerhalb und außerhalb der Region oft unbemerkt – zur größten Hochschulregion in Deutschland avanciert. Dabei sind die Wissenschaftseinrichtungen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Durch die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden knapp 2,5 Mrd. Euro als Nachfragepotenzial in der Metropole Ruhr wirksam. Davon stehen 1,7 Mrd. Euro in direktem Zusammenhang mit Investitions- und Sachausgaben der Wissenschaftseinrichtungen sowie Konsumausgaben der Beschäftigten und Studierenden. Weitere 770 Mio. Euro führen in vielen anderen Branchen wie Wohnungswirtschaft, Handel, Gastronomie, Handwerk etc. zu Umsätzen. Dabei ist nicht zu unterschätzen, dass die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen insbesondere über Forschungstätigkeiten Mittel aus der Europäischen Union oder dem übrigen Deutschland in die Region holen. Jeder Euro aus der Grundfinanzierung des Landes erzeugt 39 Cent Drittmittel. Die gesamten regionalökonomischen Effekte schlagen sich dabei auch in spürbarer Beschäftigung nieder. Etwa 25.000 Menschen sind direkt in Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Studierendenwerken beschäftigt, weitere ca. 22.000 Arbeitsplätze in anderen Branchen werden durch die ausgelöste Nachfrage gesichert bzw. geschaffen. Die Wissenschaft hat sich somit zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Faktor entwickelt und stellt einen wichtigen Gegenpol zur Beschäftigungsabnahme in schrumpfenden Wirtschaftsbranchen in der Region dar. Der gezielte Einbezug der Wissenschaft in eine regionale Entwicklungsstrategie und die gezielte Unterfütterung mit entsprechenden Maßnahmen zur Stärkung der Wissenschaft schafft mithin einen wirksamen Ansatzpunkt zur Gestaltung des Strukturwandels.

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