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About this book

Die Digitalisierung ist da. Sie ist aber noch längst nicht überall angekommen. In unseren Unternehmen dominieren noch die Strukturen und Denkkonzepte des Industriezeitalters. Auf individueller sowie gesellschaftlicher Ebene scheinen Digitale Innovationen jenen psychologischen Zustand auszulösen, den der Zukunftsforscher Alvin Tofler in den 1970er Jahren als Zukunftsschock bezeichnete. Die Überflutung mit Neuem sowie die allgegenwärtigen Mahnungen nach schneller Anpassung führen zu Überforderung, Ängsten und Ablehnung.
Deutschland steht in einem immer schärferen, globalen Wettbewerb, der zunehmend über Software, Daten, Algorithmen und Künstliche Intelligenz geführt wird. Durch den Einsatz Digitaler Technologien lösen neue Geschäftsmodelle die Logik des traditionellen Geschäfts ab.
Auf dieser zweiten Welle der Digitalisierung muss die deutsche Wirtschaft eine Antwort finden. Wie können Unternehmen im Zeitalter der Digitalen Transformation das eigene Geschäft sichern und langfristig überleben?
Dieses Buch vermittelt Denk- und Handlungswerkzeuge, die die aktuellen Trends der Digitalisierung mit zeitlosen Grundsätzen untermauern.
Der Leser erlangt dadurch eine Digitale Intelligenz, die Orientierung im Dschungel der Digitalisierung ermöglicht.

Table of Contents

Frontmatter

Silvester, Blaue Brillen und Digitale Intelligenz

Zusammenfassung
Silvesterabend. Wir alle kennen das. Der Weg zur Untätigkeit ist mit guten Vorsätzen gepflastert: Ich werde mich gesünder ernähren, mit dem Rauchen aufhören, weniger Alkohol trinken, mich mehr bewegen und mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. So regelmäßig wir uns solche Dinge vornehmen, so regelmäßig scheitern wir bei ihrer Umsetzung im Alltag. Auch die Aktivierung einer Bewegungs-App auf dem Smartphone oder der „Rauch Frei-Skill“ auf Amazon Alexa garantieren keine Änderungen in unserem Verhalten. Es fällt uns unendlich schwer, eingeschwungene Gewohnheiten und Routinen zu ändern.
Stefan Stoll, Sebastian Dörn

Wallfahrten, Gorillas und Bedenkenträger – Mentale Modelle und Mentale Transformation

Zusammenfassung
Monaco, Anfang April 2019. Ein US-amerikanischer IT-Gigant hat seine europäischen Top-Manager zu einer dreitägigen Führungskräfte-Konferenz eingeladen. Im einzigen Hotel Monte Carlos mit direktem Zugang zum Mittelmeer können die Teilnehmer vom Konferenzsaal aus die High-Tech-Yacht des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch bewundern, die nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt vor Anker liegt. In jeder Pause werden Smartphones gezückt und Bilder von der Luxusyacht geschossen. Das moderne, kühle Design erinnert an James Bond-Filme und scheint direkt aus der Zukunft gekommen zu sein. Während draußen auf dem Mittelmeer ein Musterbeispiel an menschlicher Kreativität, Ingenieurleistung und digitaler Avantgarde zu bewundern ist, werden im klimatisierten Konferenzsaal digitale Innovationen der nahen und etwas ferneren Zukunft präsentiert. Charakteristisch für amerikanische Verkaufstalente wird alles in leuchtenden Farben gezeichnet: Die Digitale Transformation funktioniert, sie macht alles besser und hebt Unternehmen, wie Menschen auf eine neue Stufe der Evolution.
Stefan Stoll, Sebastian Dörn

Atomfreie Zone – Dematerialisierung, Digitale Zwillinge und Bündelung

Zusammenfassung
Es ist November 2018. Ein kalter und düsterer Tag in Frankfurt am Main. Uns gegenüber steht ein Mittfünfziger, Vorstand eines M-Dax-Unternehmens. Die Offenheit dieser Aussage überrascht uns, ihr Inhalt weniger. Wir sind heute in Frankfurt, um im Rahmen eines Workshops mit ausgewählten Führungskräften die Auswirkungen der Digitalisierung auf Produkte, Services und das Geschäftsmodell des Unternehmens zu erarbeiten. Unser Eindruck, man ist sich der Bedeutung der digitalen Transformation für das eigene Geschäft bewusst. Man stellt sich der Herausforderung. Aber man unterschätzt die Geschwindigkeit, mit der der Digitale Tsunami auf unsere Wirtschaft zurollt, gewaltig. Man glaubt, die Zeit und einiges mehr auf seiner Seite zu haben. Hat man doch global nachgefragte Produkte, optimierte schlanke Prozesse und weltweit zufriedene Kunden. So schnell wird sich diese solide Geschäftsbasis nicht zerstören lassen.
Stefan Stoll, Sebastian Dörn

Phönix aus der Asche – Kreative (De-)Konstruktionen aus Kapital und Innovation

Zusammenfassung
Studierende der Wirtschaftswissenschaften müssen sich im Laufe ihres Studiums irgendwann mit dem Thema „Bewertung“ auseinandersetzen. Hier lernen sie Verfahren, Vorgaben und Regeln der Bewertung von Gütern, Beständen sowie ganzer Unternehmen kennen. Dabei folgt die Bewertung dieser Dinge seit Jahrhunderten der mehr oder weniger gleichen Logik: Bevor man bewertet, werden physische Dinge gezählt bzw. gemessen. Unabhängig davon, ob es sich dabei um die Anzahl an Schafen, die Größe eines Ackers oder die Menge an Vorratsgütern, Maschinen bzw. LKWs handelt: Der Wert eines Bauernhofs oder einer Fabrik wird bis heute zu einem wesentlichen Teil durch (langlebige) materielle Vermögensgegenstände definiert. Innerhalb der Bilanz machen diese Güter auf der Aktivseite das sogenannte Anlagevermögen aus. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit Formen und Eigenschaften dieses Anlagevermögens geändert: Felder und Kühe verloren an relativer Bedeutung, während die Relevanz von Fabriken, Maschinen und Computern für die Wertschöpfung einer Volkswirtschaft signifikant zunahm. Wie die Autoren Jonathan Haskel und Stian Westlake darlegen, änderte sich über die Jahre aber eines nicht: Die Tatsache, dass das Anlagevermögen zu einem großen Teil aus Gütern bestand, die man anfassen konnte. Somit war aus betriebswirtschaftlicher Sicht klar, dass das zur Verfügung stehende Kapital in den meisten Fällen in den Aufbau bzw. den Kauf von physischen Dingen zu fließen hatte. Mit anderen Worten, das, was auf der Passivseite der Bilanz als Eigen- bzw. Fremdkapital bilanziert wurde, wurde in ein überwiegend physisches Anlage- (und Umlauf-)Vermögen investiert.
Stefan Stoll, Sebastian Dörn

Fred Feuerstein, Planwirtschaftler und Agile Methoden – Selbstorganisierende Lernprozess mit Versuch und Irrtum

Zusammenfassung
Vor einigen Jahren führten Psychologen das folgende Experiment durch: Sie gaben verschiedenen Gruppen von Teilnehmern ein Paket ungekochter Spaghetti, einen Marshmallow, Bindfaden und Klebeband. Die Gruppen bekamen die Aufgabe in einer vorgegebenen Zeit einen Turm zu bauen, auf dessen Spitze sich der Marshmellow befand. Die Teilnehmergruppe mit dem höchsten Turm war der Sieger. Mitgemacht hatten Manager, Juristen, Betriebswirte und Vorschulkinder. Raten Sie, wer gewonnen hat. Es waren die Vorschulkinder! Die Kinder zögerten nicht lange und probierten die vorhandenen Hilfsmittel aus. Die Manager, Juristen und Betriebswirte stritten sich zuerst darüber wer der Chef ist, und verschwendeten die restliche Zeit mit einer detaillierten Planung.
Stefan Stoll, Sebastian Dörn

Vom analogen Papierkrieg zur digitalen Intelligenz – Die Automatisierung der Wissensverarbeitung

Zusammenfassung
Kennen Sie die Geschichte von der Erfindung des Rades? Die Menschen mühten sich damals ab, die Lasten auf Karren zu schieben. Ein schlauer Typ sah dieses Dilemma und erfand mit dem Rad eine passende Lösung. Als der Erfinder den Lastenschiebern sein Rad anbot, lehnten sie genervt ab: „Dafür haben wir jetzt keine Zeit. Wir müssen schieben!“ Kommt Ihnen bei dieser Geschichte etwas bekannt vor? Die meisten Mitarbeiter sind in Unternehmen durch sinnfreie Tätigkeiten völlig ausgelastet.
Stefan Stoll, Sebastian Dörn

Digitale Analphabeten und die Kunst des Codens – Die Welt des Programmierens

Zusammenfassung
Können Sie sich mit Ihrem Computer unterhalten, damit er Ihnen bei der Arbeit hilft? Wenn nicht, dann sprechen Sie nicht seine Sprache. Unser Freund der Computer versteht kein Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch. Seine bevorzugten Sprachen sind Java, C, C++, Python, JavaScript, PHP, SQL oder R. Hunderttausende oder Millionen von Codezeilen steuern die Geräte, Maschinen oder Apps, die wir täglich verwenden.
Stefan Stoll, Sebastian Dörn

Frankenstein, Datengräber und Deep Learning – Die Geheimnisse der Künstlichen Intelligenz

Zusammenfassung
Das Ende der Menschheit scheint besiegelt. Durch die staubigen Straßen einer Metropole mit riesigen Türmen patrouilliert eine Armee von Robotern. Kein Mensch ist weit und breit zu sehen – ein Film zum Gruseln! In diesem Fall ist es kein neuer Blockbuster aus Hollywood, sondern der Weihnachtswerbespot 2017 einer Supermarktkette. An einem heruntergekommenen Kino hängt eine vergilbte Werbetafel für den Klassiker „Wunderbare Weihnachten“. Ein Roboter ziehen diese Worte magisch an, und er setzt sich heimlich von seiner Truppe ab. Der Roboter setzt den Filmprojektor in Gang und schaut sich fasziniert diesen Weihnachtsfilm an. Im Kino entdeckt der Roboter dann auf einer verblichenen Zeitung diese Überschrift: „Menschen fliehen vor Künstlicher Intelligenz!“.
Stefan Stoll, Sebastian Dörn
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