Activate our intelligent search to find suitable subject content or patents.
Select sections of text to find matching patents with Artificial Intelligence. powered by
Select sections of text to find additional relevant content using AI-assisted search. powered by (Link opens in a new window)
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns Ihnen nun auch die zweite Ausgabe des AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archivs für das Jahr 2023 als Druckfassung vorlegen zu können. Wie in den letzten Jahren waren die nun in diesem Heft vorliegenden Beiträge schon einige Zeit in der Rubrik ‚Online First‘ unter https://link.springer.com/journal/11943/online-first zugänglich. Es stellt sich die Frage, ob künftig noch unterjährige Ausgaben des AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archivs in Papierform erscheinen sollten, oder ob hier eine Jahresausgabe ausreichend ist, da die Beiträge mit Annahme online sehr zeitnah zur Verfügung stehen. Mit der Vergabe der DOI sind die Artikel dann auch unmittelbar zitierbar. An diesem Punkt interessiert uns Ihre Sicht. Bitte schreiben Sie uns welche Form in welchem zeitlichem Rhythmus Sie für das AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv präferieren.
Advertisement
Die Beiträge dieser Ausgabe starten mit der schriftlichen Fassung der Heinz-Grohmann-Vorlesung der letzten Statistischen Woche 2022 in Münster, die wieder in Präsenz stattfinden konnte. Ulrich Rendtel (2023a) blickt in seinem Beitrag ‚Die Corona Pandemie in Deutschland. Ein Epilog aus statistischer Sicht‘ auf die empirische Begleitung der Corona Pandemie zurück. Die Pandemie, die auch als Infodemie bezeichnet wurde, war auch geprägt durch eine Vielstimmigkeit vieler, zum Teil selbsternannter, Expertinnen und Experten, die auf der Grundlage unterschiedlichster, häufig nicht qualitätsgesicherter Daten und Informationen, handlungsweisende Empfehlungen herleiteten. Ulrich Rendtel greift in seinem Beitrag viele relevante Kontroversen, die es während der Pandemie gab, auf und schlägt Alternativen vor, wie man bei zukünftigen Pandemien, die Statistik adäquater in der politischen Willensbildung einbinden kann. Hierzu gehört auch, dass sich die Statistik und ihre Institutionen wesentlich stärker und hörbarer in solche Diskurse einbringt.
Göran Kauermann und Michael Windmann (2023) befassen sich in ihrem Aufsatz ‚Die Berücksichtigung von außergesetzlichen Merkmalen bei der Mietspiegelerstellung – Kausalität versus Vorhersage‘ in Erweiterung ihres Beitrages (Kauermann und Windmann, 2016), in dem sie die statistischen Voraussetzung diskutierten, die ein qualitativ gehaltvoller Mietspiegel erfüllen sollte, nun mit außergesetzlichen Merkmalen wie Mietdauer und Vermietertyp und den damit verbundenen statistischen Herausforderungen bei der Erstellung von Mietspiegeln. Auf der Basis qualifizierter Regressionsmietspiegel diskutieren die Autoren unterschiedliche Möglichkeiten der Berücksichtigung von außergesetzlichen Merkmalen. Sie vergleichen dabei anhand von realen Daten aus München die entsprechenden Konsequenzen in Bezug auf Verzerrung, Bestimmtheitsmaß und Vorhersagegüte sowie Aspekte der Modellselektion.
Bamberg et al. (2023) diskutieren in ihrem Beitrag ‚Langfrist-Prognose von Performance-Indizes: Vergleich einiger Verfahren‘ unterschiedliche Lageparameter zur verlässlichen Prognose der langfristigen Entwicklung von Performance-Indizes. Sie zeigen dabei mit naheliegenden Gründen, dass bei Performance-Indizes die langfristigen Prognosen präziser sind als kurzfristige, dies ist wohl eher selten für Vorhersagen. In der Arbeit wird die erwartungstreue Schätzung des Medians als bestes Verfahren dargestellt, welches bessere Prognosen als das beste ‚Praktiker-Verfahren‘ liefert.
Abgeschlossen wird dieses Heft wie immer mit einem Interview. Aus redaktionellen Gründen, diesmal schon mit einem Ausblick auf die Zukunft. Nach vielen Jahren und über zwanzig Interviews wird Prof. Dr. Walter Krämer die Interviewreihe übergeben. Schon jetzt der herzlichste Dank der Herausgeber des AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archivs an Walter Krämer für diese verdienstvolle Arbeit. An verschiedenen Stellen werden wir dies noch gebührend würdigen. Die Reihe wird von Prof. Dr. Ulrich Rendtel fortgesetzt. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Ulrich Rendtel einen sehr erfahrenen Statistiker und langjähriges Mitglied des Vorstandes der Deutschen Statistischen Gesellschaft (DStatG) für die Interviewreihe gewinnen konnten. Walter Krämer hat ein letztes Interview mit dem derzeitigen Vorsitzenden der DStatG Ralf Münnich geführt. Urlaubsbedingt lag dies aber zum Redaktionsschluss des vorliegenden Hefts noch nicht vor. Hingegen ist das Interview von Ulrich Rendtel (2023b) mit der Präsidentin des Statistischen Bundesamtes Dr. Ruth Brand schon verfügbar. Das Interview mit Ruth Brand, die seit Januar 2023 Präsidentin des Statistischen Bundesamtes ist, wurde während der Festveranstaltung zum 75.-jährigen Jubiläum des Statistischen Bundesamtes Anfang Juli in Wiesbaden geführt.
Advertisement
Nun wünschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viel Spaß bei der Lektüre der zweiten Ausgabe des AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archivs in diesem Jahr.
Timo Schmid und Markus Zwick
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden.
Die in diesem Artikel enthaltenen Bilder und sonstiges Drittmaterial unterliegen ebenfalls der genannten Creative Commons Lizenz, sofern sich aus der Abbildungslegende nichts anderes ergibt. Sofern das betreffende Material nicht unter der genannten Creative Commons Lizenz steht und die betreffende Handlung nicht nach gesetzlichen Vorschriften erlaubt ist, ist für die oben aufgeführten Weiterverwendungen des Materials die Einwilligung des jeweiligen Rechteinhabers einzuholen.
Weitere Details zur Lizenz entnehmen Sie bitte der Lizenzinformation auf http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de.
Hinweis des Verlags
Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.