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About this book

Mehmet Sarialtin liefert eine Analyse zu den Auswirkungen von Basel III und Solvency II auf Banken und Versicherungen sowie die europäische Bankenlandschaft. Er zeigt, dass Basel III und Solvency II zu einer Systemveränderung führen. Dieser Status quo wird sich vorerst nicht ändern, da die beiden Regelwerke bzw. die neue Regulierungsphase die vorherrschende Deregulierungsphase nicht von heute auf morgen abschaffen können. Offensichtlich gehen Wirtschaft und Politik einen risikobewussteren Weg.

Table of Contents

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Ein zunehmendes Interesse an einer optimierten Finanzmarktregulierung besteht insbesondere nach der jüngsten Finanzmarktkrise ab 2007. Diese hatte unterschiedliche Auswirkungen auf den Finanz- und Realsektor. Zahlreiche Banken, welche nicht genügend Eigenkapital unterlegt hatten, um ihre generierten Verluste eigenständig zu absorbieren, mussten durch staatliche Maßnahmen (z.B. durch Rettungspakete) unterstützt werden. Nicht nur Banken, sondern auch Versicherungen und Unternehmen mussten Umsatz- und Gewinnrückgänge sowie Insolvenzen hinnehmen. Die Betroffenheit der europäischen GIPS-Staaten machte sich nicht nur durch höhere Staatsschulden und somit auch gestiegenen EU-Beihilfen, sondern auch bei den EU-Bürgern unter anderem durch die gestiegenen Arbeitslosenquoten bemerkbar.
Mehmet Sarialtin

2. Grundlagen zu Basel III

Zusammenfassung
Als Reaktion auf die Insolvenz der Herstatt Bank KGaA im Jahre 1974 und der allgemein stark gesunkenen Eigenkapitalquoten anderer Banken, die wichtig für die Stabilität des internationalen Finanzsystems waren, haben die Zentralbankpräsidenten der zehn größten Industrienationen (G10) den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (Banking Committee on Banking Supervision, BCBS) gegründet. Vor diesem Hintergrund verfasste der BCBS im Jahre 1988 das erste Regelwerk für Banken und Finanzinstitute „The New Basle Capital Accord“ (dt. Baseler Akkord). Dieses Regelwerk, namentlich Basel I, beinhaltet Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung der Banken und wurde in das nationale Recht der jeweiligen EU-Länder übernommen.
Mehmet Sarialtin

3. Grundlagen zu Solvency II

Zusammenfassung
Auf EU-Ebene ist Solvency II die Richtlinie 2009/138/EG des Europäischen Parlaments und des Rates betreffend die Aufnahmen und Ausübung der Versicherungs- und Rückversicherungstätigkeit. Analog zu Basel III sind die Inhalte des Solvency II-Regelwerks innerhalb eines Drei-Säulen-Modells verankert. Während die quantitativen Anforderungen an die Kapitalausstattung (Solvabilität) in der ersten Säule manifestiert sind, befinden sich in der zweiten und dritten Säule die qualitativen Anforderungen.
Mehmet Sarialtin

4. Auswirkungsanalysen

Zusammenfassung
Seit 2011 veröffentlicht die BuBa alle sechs Monate ihre Auswirkungsstudien zu Basel III. Diese beinhalten die wichtigsten Entwicklungen aufgrund der vollständigen Einführung der neuen Basel III-Vorschriften für Eigenkapital, RWA, LCR und NSFR. Die BuBa analysiert und beobachtet die Auswirkungen, die das deutsche Bankensystem betreffen. Die BSBC und EBA führen ebenfalls Auswirkungsstudien zu Basel III durch, allerdings auf EU-Ebene. Die unterschiedlichen Auswirkungsstudien führen zu abweichenden Ergebnissen und haben unterschiedliche Zielvorgaben bezüglich der CET1.
Mehmet Sarialtin

5. Empirische Untersuchung zu den Maßnahmen

Zusammenfassung
Wie in 4.1 beschrieben müssen Banken Maßnahmen aufgrund von Basel III, aber auch aufgrund der erhöhten EBA-Anforderungen einleiten. Die erhöhten Solvency II-Anforderungen erzwingen ebenfalls Maßnahmen, welche die VU einleiten müssen. Da bei den QIS keine konkreten Informationen zu den einzelnen Maßnahmen der Banken und VU unterbreitet werden, sollen diese nun ausgearbeitet werden. Die Geschäftsberichte 2011 und 2012 der Banken sowie VU stellen die Primärquellen der Untersuchung dar. Zudem werden als Sekundärquellen die Archive der Banken und der BaFin verwendet. In der Praxis haben Banken und VU verschiedene Strategien entwickeln, um den neuen Anforderungen aus den beiden Regelwerken gerecht zu werden.
Mehmet Sarialtin

6. Direkte Auswirkungen

Zusammenfassung
Das Basel III-Regelwerk beeinflusst das Management von Kapital, Risiko und Liquidität. Die Banken müssen entsprechend des Zeitplans von Basel III ihre Bilanzen anpassen, um die Vorschriften bezüglich der neuen Kennzahlen wie die LVR, LCR und NSFR zu erfüllen. Die Gesamtheit der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen von Basel III, welche Bestandteil der Unternehmensumwelt ist, beeinflusst das strategische und operative Denken und Handeln der Banken. Sie müssen sich somit an das neue Basel III-Regime anpassen. Das Regelwerk prüft die Tauglichkeit der Geschäftsmodelle.
Mehmet Sarialtin

7. Kumulative Auswirkungen

Zusammenfassung
Die wichtigste Funktion der VU als Kapitalsammelstelle wurde bereits beschrieben. Die deutsche sowie europäische Banken- und Versicherungsbranche, aber auch die von anderen Ländern, bestätigen diese schon seit geraumer Zeit. Sie ist dadurch bedingt, dass die VU Prämieneinnahmen bereits vor dem Eintritt des Versicherungsfalls bzw. der Versicherungsleistung erhalten. Hierbei entsteht eine zeitliche Transformation, die vom Geschäftsmodell abhängig ist. Dadurch, dass bei den Lebensversicherungen die Altersvorsorgefunktion ebenso zu berücksichtigen ist, ist die Funktion als Kapitalsammelstelle für dieses Geschäftsmodell von großer Bedeutung.
Mehmet Sarialtin

8. Fazit

Zusammenfassung
Beide Regelwerke führen offensichtlich zu einer Systemveränderung. Diese macht sich dadurch bemerkbar, dass bspw. die Lebensversicherungen ihre Produkte anpassen bzw. innovative Produkte einführen. Die Banken wiederum verdeutlichen ihre Innovationsfähigkeit, durch die Einführung neuer und moderner Wandelanleihen (CoCo-Bonds). Dies sind Anpassungsmechanismen, welche die Banken und Versicherungen aufgrund der neuen Unternehmensumwelt in die Wege leiten. Die Unternehmen sind hierbei an einen funktionierenden Finanzsektor angewiesen und müssen sich ebenso auf den veränderten Finanzsektor einstellen.
Mehmet Sarialtin

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