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19-08-2021 | Elektrifizierung | Nachricht | Article

Schaeffler zeigt effizientere 800-V-Leistungselektronik

Author: Christiane Köllner

1:30 min reading time
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Schaeffler stellt auf der IAA Mobility eine Reihe von E-Mobilitätslösungen vor. Darunter eine neue 800-V-Leistungselektronik für E-Achssysteme. 

Der Automobilzulieferer Schaeffler stellt auf der IAA Mobility 2021 als Neuheit eine 800-V-Leistungselektronik für Anwendungen in E-Achsen von "leistungsstarken Fahrzeugen" vor. Die skalierbare Lösung soll Dauerleistungen von bis zu 330 kW und kurzzeitige Spitzenleistungen von bis zu 500 kW ermöglichen. Die realisierbare Leistungsdichte von bis zu 70 kW pro Liter bedeute kleine Gehäuseabmessungen und somit Vorteile in der Integration, so Schaeffler.

Schaeffler setzt dabei auf neueste Wide-Bandgap-Siliziumkarbid-Technologie im 800-V-Bordnetz. Damit werde die Verlustleistung im Vergleich zu herkömmlicher Silicon-IGBT-Technologie deutlich verringert und in definierten Lastbereichen Wirkungsgrade von über 99 % möglich, so der Zulieferer. Dies steigere die Gesamtreichweite von Elektrofahrzeugen merklich. Durch die 800-V-Spannungsklasse seien zudem deutlich höhere Ladegeschwindigkeiten möglich, als in der bislang weit verbreiteten 400-V-Spannungsklasse. Zum Einsatz kommt außerdem die eigene Motorcontrol-Lösung, die verschiedene Modulationsverfahren und variable Schaltfrequenzen ermögliche.

Hochintegriert: Thermomanagement-System und 3in1-E-Achse

Wie die Leistungselektronik zum Einsatz kommen kann, zeigt Schaeffler mit seiner "3in1-E-Achse". Diese kombiniert E-Motor, Getriebe und Leistungselektronik in einem System. Die Achse überzeuge "mit einer hervorragenden Drehmomentdichte des Getriebes" und zeichne sich "vor allem durch Kompaktheit, hohe Leistungsdichte, hohe Systemeffizienz und ein ausgezeichnetes akustisches Verhalten aus", so das Unternehmen.

Neben den Antriebslösungen zeigt Schaeffler auf der IAA Mobility auch ein neues Thermomanagement. Die zentrale Regeleinheit für Kühl- und Kältemittel integriert zwei elektrische Wasserpumpen, die zentrale Elektronikeinheit für die Pumpen und Ventile und eine Kältekreisschnittstelle. Sie soll den Bauraumbedarf im Vergleich zu herkömmlichen, nicht integrierten Systemen um bis zu 60 % reduzieren.

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