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31-08-2023 | Elektrofahrzeuge | Infografik | Article

Kunden sind immer unzufriedener mit ihren E-Autos

Author: Christiane Köllner

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UScale-E-Auto-Studie: Die Zufriedenheit der Besitzer mit ihren E-Fahrzeugen sinkt. Tesla führt das Feld zwar an, doch auch am US-Autobauer gibt es Kritik. Großen Handlungsbedarf zeigen die Marken von Stellantis. 

Trotz verbesserter Performance von Elektroautos sinkt die Zufriedenheit der Besitzer mit ihren E-Fahrzeug-Modellen. Das geht aus der EV-Zufriedenheitsstudie des Stuttgarter Marktforschungsunternehmens UScale hervor. Für die Studie wurden 4.522 BEV-Besitzer (keine PHEV) im Frühjahr 2023 aus dem deutschsprachigen DACH-Raum zu ihren Nutzungsgewohnheiten und Problemen mit E-Autos via Social Media befragt. Demnach führen Tesla, Porsche und koreanische Anbieter das Feld an, chinesische Anbieter bleiben hinter den Erwartungen zurück, Opel und Peugeot bilden das Schlusslicht. 

Neue Kunden mit anderen Wechselmotiven und höheren Ansprüchen

Laut Studie zeigt sich, dass elektrische Fahrzeuge nach den Jahren der Early Adopter nun in den Massenmarkt gelangen und dort auf deutlich höhere Erwartungen treffen als bisher. Zwar verbessere sich neben Funktionalität und Bedienung die Performance von Elektroautos in den Bereichen Ladeleistung und Reichweite. So sei die durchschnittliche, tatsächliche Sommer-Reichweite laut Befragung von 311 im Jahr 2022 auf 323 km im Jahr 2023 gestiegen - und die durchschnittliche, maximale DC-Ladeleistung im selben Zeitraum von 103 auf 125 kW. Doch Käufer und Nutzende bewerten ihre Fahrzeuge und deren Funktionalität trotzdem immer kritischer: Die Bereitschaft der E-Auto-Nutzenden, das eigene Fahrzeug an Freunde und Bekannte weiterzuempfehlen, geht deutlich zurück. Der sogenannte NPS (Net-Promotor-Scores)-Wert, eine Kennzahl für die Weiterempfehlungsbereitschaft, ging von 30 im Jahr 2022 auf jetzt 18 zurück, ein Rückgang um 40 %.

Ursache für den Rückgang der Weiterempfehlungsbereitschaf seien neue Nutzergruppen, die jetzt ein E-Auto kaufen. Während in den letzten Jahren ökologische Motive beim Umstieg auf ein E-Auto im Vordergrund standen, würden heute erstmals Fahreigenschaften und Kostenaspekte die Liste der Umstiegsmotive stehen, so die Studie.

Tesla mit Schwächen in der Qualität, koreanische Hersteller im Aufwind

Die Befragung macht auch deutlich, dass die Bereitschaft, das eigene E-Auto weiterzuempfehlen, stark zwischen den Marken schwankt. Auf dem ersten Platz steht der US-amerikanische Autohersteller Tesla, der seine Nutzer bei allen E-spezifischen Themen wie Laden, Routenplanung oder der Connect-App überzeuge. Deutliche Kritik gebe es allerdings noch immer bei der Qualität und verschiedensten Störgeräuschen. Hier sähen 40 % der Tesla- Fahrer Handlungsbedarf.

Wachsenden Zuspruch konnte UScale bei den koreanischen Marken Hyundai, Kia und Genesis messen. Alle drei Marken seien abgesehen von der Routenplanung durchgängig überdurchschnittlich gut bewertet worden. Bei der Ladeleistung hätten alle Modelle mit 800-V-Technologie gepunktet.

Gemischtes Bild bei Volkswagen, großer Handlungsbedarf bei Stellantis

Ein gemischtes Bild zeigen die Marken von Volkswagen: Porsche mache die Kritik an der geringen Reichweite mit seinem 800-V-Bordnetz wett, das zu sehr kurzen Ladestopps führe. Auch Audi leide laut Umfrage unter geringer Reichweite und hohem Verbrauch. Dazu kämen aber Beanstandungen zur Connect-App und zur Softwarequalität. Letztere würden auch bei den Schwestermarken VW und Cupra durchschlagen und den in Summe kritischen Gesamteindruck prägen.

Ebenfalls verhaltene Ergebnisse liefere MG als chinesische Non-Premium-Marke im Ranking, so die Studie. Während die Reichweite positiv bewertet werde, gebe es Kritik an E-spezifischen Bedienkonzepten, Routenplanung und Software.

Die Marken der Firmengruppe Stellantis werden von ihren Fahrern ebenfalls kritisch bewertet. Die Marken Opel und Peugeot bilden das Schlusslicht des Rankings. Opel und Peugeot-Fahrer würden alle E-spezifischen Aspekte durchgängig unterdurchschnittlich bewerten. Besonders kritisch werde die Connect App gesehen: 90 % machen hier deutlichen Handlungsbedarf aus.
 

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