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2022 | OriginalPaper | Chapter

1. Elemente der Biographie Platons

Author : Peter Gostmann

Published in: Soziologisch denken mit Platon

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Wenn wir etwas über die Person Platon erfahren wollen, ist die naheliegendste Quelle die autobiographische Erzählung im Rahmen seines sogenannten Siebten Briefs. Wie für viele der Schriften Platons gilt auch für den Siebten Brief, dass seine Authentizität unklar ist; es ist nicht einmal auszuschließen, dass Teile, womöglich Jahrhunderte nach Platons Tod, „nachträglich eingefügt“ wurden, und schon gar nicht, dass der Brief zwar auf ihn selbst zurückgeht, aber „in der Akademie“, d. h. seitens seiner Schüler, „noch einmal redigiert, vielleicht auch revidiert“ worden ist. Allgemein spricht also einiges dafür, den Siebten Brief als eine Art „Kunstbrief“ zu lesen, in dem die Dinge nicht so präsentiert werden, wie sie waren, sondern so, wie sie gesehen werden sollten. Es gibt andererseits keinen belegbaren Grund, warum wir nicht davon ausgehen sollten, dass hier eine Person namens Platon mit dem Anspruch, der Wahrheit Genüge zu tun, Dinge berichtet, die Zeitgenossen für glaubwürdig halten konnten. Wenn wir im Folgenden von Platons Autorschaft sprechen, so immer unter dieser Prämisse
Footnotes
1
Söder, Joachim. 2017. Zu Platons Werken. In Platon Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage, hrsg. Christoph Horn, Jörn Müller und Klaus Döring. Stuttgart: Metzler, S. 20–61, hier S. 21–22. Zur Authentizität, biographietheoretischen und werkexegetischen Bedeutung des Siebten Briefs vgl. Szlezák. Platon, S. 34–37, S. 112–116 und S. 611–615.
 
2
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 330.
 
3
Vgl. Döring, Klaus. 2017. Zur Biographie Platons. In Platon Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage, hrsg. Christoph Horn, Jörn Müller und Klaus Döring. Stuttgart: Metzler, S. 2–18, hier S. 4–5. Vgl. Szlezák. Platon, S. 61–73.
 
4
Szlezák. Platon, S. 61–63.
 
5
Szlezák. Platon, S. 63–64.
 
6
Platon. 1967. Siebter Brief. In Briefe. Griechisch-deutsch herausgegeben von Willy Neumann, bearbeitet von Jula Kerschensteiner. München: Heimeran, S. 44–115, hier S. 44–45 (323d).
 
7
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 247; Schmidt-Hofner, Sebastian. 2016. Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit. München: C.H. Beck, S. 279–280.
 
8
Schmidt-Hofner. Das klassische Griechenland, S. 273.
 
9
Vgl. nur Vgl. Will, Wolfgang. 2019. Athen oder Sparta. Die Geschichte des Peloponnesischen Krieges. München: C.H. Beck.
 
10
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 132–135.
 
11
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 135–136.
 
12
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 129–132 und S. 77–78.
 
13
Platon. Siebter Brief, S. 44–45 (324a).
 
14
Platon. Siebter Brief, S. 44–45 (324b).
 
15
Platon. Siebter Brief, S. 44–45 (324c-d); Hervorhebung von mir/PG.
 
16
Platon. Siebter Brief, S. 46–47 (324d-e).
 
17
Platon. Siebter Brief, S. 46–47 (324e-325b).
 
18
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 268–269.
 
19
Platon. Siebter Brief, S. 46–49 (325b-d).
 
20
Platon. Siebter Brief, S. 48–49 (325c-326a).
 
21
Platon. Siebter Brief, S. 48–49 (326b); Hervorhebung von mir/PG.
 
22
Platon. Siebter Brief, S. 48–49 (326a-b); Hervorhebungen von mir/PG.
 
23
Platon. Siebter Brief, S. 48–51 (326b-d).
 
24
Platon. Siebter Brief, S. 50–51 (327a-b).
 
25
Diese Deutung der autobiographischen Erzählung im Siebten Brief widerspricht derjenigen, zu der – mit guten Gründen – Thomas Alexander Szlezák im Licht weiterer Quellen kommt. Vgl. Szlezák. Platon, S. 60 und S. 85–88. Diese Abweichung ist eine Nebenfolge meines (sich in der fortlaufenden Differenzierung des jungen, des älteren und alten Platon niederschlagenden und im Folgenden systematisch aufzubereitenden) Versuchs, exegetisch abzubilden, dass Platon seine Leser*innen wissen lässt, dass den unterschiedlichen Sequenzen seiner Biographie unterschiedliche Wissensstände korrespondieren, wobei der Maßstab – auch für die Beurteilung der philosophischen Kapazität Dions – der Wissensstand des (betagten) Briefschreibers ist.
 
26
Platon. Siebter Brief, S. 50–51 (327b).
 
27
Platon. Siebter Brief, S. 52–55 (327b-e).
 
28
Platon. Siebter Brief, S. 58–59 (329d-330a).
 
29
Platon. Siebter Brief, S. 62–65 (331d-332a).
 
30
Platon. Siebter Brief, S. 64–65 (332d).
 
31
Platon. Siebter Brief, S. 66–67 (332e).
 
32
Platon. Siebter Brief, S. 76–79 (336e-337e).
 
33
Platon. Siebter Brief, S. 56–57 (329a-b).
 
34
Platon. Siebter Brief, S. 84–87 (340b-341a).
 
35
Platon. Siebter Brief, S. 114–115 (352a).
 
36
Platon. Siebter Brief, S. 98–101 (345c-346d).
 
37
Vgl. Platon. Siebter Brief, S. 102–105 (347b-e).
 
38
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 160 und S. 283.
 
39
Platon. Siebter Brief, S. 106–107 (348a-e).
 
40
Platon. Siebter Brief, S. 106–109 (348c-349b).
 
41
Platon. Siebter Brief, S. 108–111 (349c-e).
 
42
Platon. Siebter Brief, S. 110–111 (350a und 350c-d).
 
43
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 44–45.
 
44
Platon. Siebter Brief, S. 110–111 (350b-c).
 
45
Platon. Siebter Brief, S. 110–111 (350c-d).
 
46
Platon. Siebter Brief, S. 110–113 (350c-d).
 
47
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 132 und 271–272.
 
48
Platon. Siebter Brief, S. 68–69 (333d-e).
 
49
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 78.
 
50
Vgl. Schmidt-Hofner. Das klassische Griechenland, S. 257–263.
 
51
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 78–79.
 
52
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 78.
 
53
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 132.
 
54
Platon. Siebter Brief, S. 70–71 (334b-c).
 
55
Platon. Siebter Brief, S. 112–115 (351a-d) und S. 70–71 (334c).
 
56
Platon. Siebter Brief, S. 112–115 (351a-d).
 
57
Platon. Siebter Brief, S. 114–115 (351d-e).
 
58
Platon. Siebter Brief, S. 86–87 (340c-d).
 
59
Platon. Siebter Brief, S. 88–97 (341c-344d).
 
60
Müller, Reimar. 2003. Die Entdeckung der Kultur. Antike Theorien über Ursprung und Entwicklung der Kultur von Homer bis Seneca. Düsseldorf, Zürich: Artemis & Winkler, S. 18 und S. 17.
 
61
Gouldner. Enter Plato, S. 45–46.
 
62
Vgl. Gouldner. Enter Plato, S. 55–60.
 
63
Vgl. Gouldner. Enter Plato, S. 64–66.
 
64
Meier, Christian. 1993. Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte. Berlin: Siedler, S. 135.
 
65
Meier. Athen, S. 145 und S. 150.
 
66
Vgl. Schmitz, Winfried. 2014. Die griechische Gesellschaft. Eine Sozialgeschichte der archaischen und klassischen Zeit. Heidelberg: VerlagAntike, S. 111–141.
 
67
Bengtson, Hermann. 2009. Griechische Geschichte. Von den Anfängen bis in die Römische Kaiserzeit. 10., unveränderte Auflage. München: C.H. Beck, S. 270.
 
68
Vgl. Gouldner. Enter Plato, S. 79–80 und S. 137–139.
 
69
Vgl. Gouldner. Enter Plato, S. 24–34.
 
70
Gouldner. Enter Plato, S. 138.
 
71
Vgl. Schmidt-Hofner. Das klassische Griechenland, S. 90–116.
 
72
Vgl. Meier. Athen, S. 285–501.
 
73
Gute Gründe, Bengtsons Schilderungen nicht immer zu folgen, finden sich in: Rebenich, Stefan. 2021. Die Deutschen und ihre Antike. Eine wechselvolle Beziehung. Stuttgart: Klett-Cotta, S. 338–356.
 
74
Bengtson. Griechische Geschichte, S. 82–83.
 
75
Vgl. Schmidt-Hofner. Das klassische Griechenland, S. 121–124.
 
76
Vgl. Schmidt-Hofner. Das klassische Griechenland, S. 154–162; Schmitz. Die griechische Gesellschaft, S. 180–224.
 
77
Vgl. Szlezák. Platon, S. 55.
 
78
Vgl. Schmidt-Hofner. Das klassische Griechenland, S. 229–233.
 
79
Vgl. Nails. The People of Plato, S. 263–269.
 
80
Gouldner. Enter Plato, S. 116–117; Hervorhebung von mir/PG. Vgl. Nietzsche, Friedrich. 1997. Die Geburt der Tragödie oder Griechentum und Pessimismus. In Werke in drei Bänden. Erster Band. Herausgegeben von Karl Schlechta. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, S. 7–134. Vgl. überdies Snell, Bruno. 1955. Die Entdeckung des Geistes. Studien zur Entstehung des europäischen Denkens bei den Griechen. Hamburg: Claassen, S. 43–64.
 
81
Bengtson. Griechische Geschichte, S. 45. Zum Procedere der Dionysien vgl. Schmidt-Hofner. Das klassische Griechenland, S. 147–148; vgl. überdies Bremmer, Jan N. 1996. Götter, Mythen und Heiligtümer im antiken Griechenland. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, S. 24–27.
 
82
Schmitz. Die griechische Gesellschaft, S. 71–75.
 
83
Bengtson. Griechische Geschichte, S. 176.
 
84
Vgl. Müller. Die Entdeckung der Kultur, S. 227–241.
 
85
Erler, Michael. 2017. Kontexte der Philosophie Platons. In Platon Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. 2. Auflage, hrsg. Christoph Horn, Jörn Müller und Klaus Döring. Stuttgart: Metzler, S. 63–104, hier S. 87.
 
86
Erler. Kontexte der Philosophie Platons, S. 88 und S. 87.
 
87
Erler. Kontexte der Philosophie Platons, S. 89 und S. 88.
 
88
Vgl. Buchheim, Thomas. 1995. Sophistik; sophistisch; Sophist. I. In Historisches Wörterbuch der Philosophie. Band 9, hrsg. Joachim Ritter und Karlfried Gründer Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, S. 1075–1082, hier S. 1077 und S. 1076.
 
89
Vgl. Bremmer. Götter, Mythen und Heiligtümer, S. 29; Rubel, Alexander. 2000. Stadt in Angst. Religion und Politik in Athen während des Peloponnesischen Krieges. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, S. 25–29.
 
90
Vgl. Gouldner. Enter Plato, S. 145–146.
 
91
Vgl. Bengtson. Griechische Geschichte, S. 64.
 
92
Gouldner. Enter Plato, S. 46 und S. 155–156.
 
93
Schmidt-Hofner. Das klassische Griechenland, S. 284–285.
 
94
Friese, Wiebke. 2012. Die Kunst vom Wahn- und Wahrsagen. Orakelheiligtümer in der antiken Welt. Darmstadt, Mainz: Philipp von Zabern, S. 20–34, hier insbesondere S. 30.
 
Metadata
Title
Elemente der Biographie Platons
Author
Peter Gostmann
Copyright Year
2022
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-37427-3_1