Skip to main content
Top

Stadtwerke und Co. verändern ihr Gesicht

  • 06-02-2018
  • Energie
  • Schwerpunkt
  • Article

Activate our intelligent search to find suitable subject content or patents.

search-config
loading …

Im Energiesektor entstehen neuartige Geschäftsmodelle und innovative Geschäftsideen für die digitale Energiewelt von morgen. – Wie aus klassischen Versorgern digitale Utility 4.0 werden.

Beim Weg vom Energieversorgungs- zum digitalen Energiedienstleistungsunternehmen handelt es sich um einen komplexen Umwandlungsprozess. Diese Transformation kann nur mit Hilfe eines systematischen Vorgehens erfolgreich durchlaufen werden. 

Editor's recommendation

2017 | OriginalPaper | Chapter

Die Energiebranche am Beginn der digitalen Transformation: aus Versorgern werden Utilities 4.0

Die traditionelle Energieversorgung befindet sich in einer Zäsur. Das seit Jahrzehnten bewährte und stabile Geschäftsmodell einer zuverlässig planbaren, zentralen Energieerzeugung mit anschließender unidirektionaler Verteilung geriet spätestens seit der Energiewende des Jahres 2011 immer mehr unter Druck. 


Es bedarf eines praktikablen Leitfadens, welcher den Innovationsprozess sowohl bei der systematischen Entwicklung neuer Geschäftsideen als auch bei der strukturierten Weiterentwicklung bereits existierender Geschäftsmodelle unterstützt. Der Energiewirtschaft eine taugliche Methodik zur Entwicklung zukunftsfähiger, digitaler Geschäftsmodelle an die Hand zu geben, ist Anspruch des Integrierten Geschäftsmodells iOcTen.

Aus klassischen Versorgern werden Utility 4.0

Heutige Energieversorgungsunternehmen (EVU) stehen am Beginn der digitalen Transformation, bei der Energiemarkt und Informationstechnologie miteinander verschmelzen. Dieser Umwandlungsprozess konkretisiert sich für jedermann sichtbar im Bereich des Leistungsangebotes zukünftiger Energiedienstleistungsunternehmen (eEDU) oder Utilities 4.0. Als Konsequenz des Wandels in Richtung verstärkter Dienstleistungs- und Kundenorientierung werden zukünftig die Angebote in der Energiewirtschaft vorzugsweise vernetzt, flexibel, digital und dienstleistungsorientiert sein.

Leitfaden zur Entwicklung digitaler Geschäfte

Entwicklungspfad im Integrierten Geschäftsmodell iOcTen


Wie die Grafik zeigt, wird im Integrierten Geschäftsmodell der Vorgang der Geschäftsmodellentwicklung in die Hauptstadien Konzeptentwicklung, Modelleinführung und Modellinnovation untergliedert. Diesen Stadien oder vielmehr den Phasen Ideenfindung, Analyse, Konzeption, Implementierung und Verbesserung werden die zehn Elemente des Modellkerns sequenziell zugeordnet, die ihrerseits die eigentliche Geschäftstätigkeit beschreiben. Zu Beginn der Geschäftsmodellentwicklung erfolgt das Design des digitalen Geschäftskonzepts. Dieser initiale Abschnitt des Entwicklungspfades besteht aus den drei Phasen Ideenfindung, Analyse und Konzeption. Mit Abschluss der Konzeptionsphase liegt bereits ein getesteter Konzeptentwurf oder Prototyp des zukünftigen Produktes vor. Es folgt mit der Implementierungsphase die Umsetzung der Geschäftsidee in die Praxis. Etablierte Produkte und Dienstleistungen, können im Zeitablauf unter Druck geraten und sich so überleben. Daher dient die abschließende fünfte Phase der Sicherung des wirtschaftlichen Überlebens bestehender Geschäftsmodelle mittels systematischer Weiterentwicklung mit Hilfe definierter Rückkopplungen zu den Vorphasen.

In der Praxis werden die Einzelaktivitäten aller Phasen jedoch kaum derart streng sequenziell absolviert, wie es ihre Reihung zunächst suggeriert. Tatsächlich können zahlreiche Aktivitäten entlang des Entwicklungspfads parallel bearbeitet werden.

Background information for this content

Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für die Energiewirtschaft – das Integrierte Geschäftsmodell

Verkaufen Sie auch in Zukunft Ihren Kunden noch Kilowattstunden? – Zugegeben eine etwas ungewöhnliche Fragestellung. Jedoch führt sie ohne Umschweife zum eigentlichen Kern, zur relevanten Frage, wie das Energieversorgungsgeschäft mittel- bis langfristig aussehen könnte und welche Produkte oder Dienstleistungen in Zukunft im Energiesektor nachgefragt werden.

Die digitale Transformation von Geschäftsmodellen gestalten

Die Energiewirtschaft durchlebt in wahrhaft stürmische Zeiten. Traditionelle Geschäftsmodelle von Energiekonzernen, Regionalversorgern und Stadtwerken stoßen angesichts der beherrschenden Trends der Digitalisierung, Automatisierung und Dezentralisierung mehr oder weniger offensichtlich an ihre Grenzen.

Drei Stadien der Geschäftsmodellentwicklung

Die drei Stadien der Geschäftsmodellentwicklung repräsentieren das dynamische Element des Integrierten Geschäftsmodells iOcTen. Diesen Stadien bzw. den ihnen untergeordneten Phasen Ideenfindung, Analyse, Konzeption, Implementierung und Verbesserung werden im Sinne einer ganzheitlichen Architektur die zuvor in Abschn. 3.5 eingeführten zehn Elemente des Geschäftsmodellkerns systematisch zugeordnet.

Quantensprung Digitalisierung – Energiewirtschaft im 21. Jahrhundert

Die Energiewende wird ohne eine umfassende Digitalisierung der Energiewirtschaft Stückwerk bleiben. Die historisch gewachsene, aus hunderten fossilen Großkraftwerken getriebene Energieversorgung hat sich durch den Zubau von mehr als einer Millionen dezentraler Erzeugungseinheiten innerhalb der vergangenen 15 Jahren radikal verändert. 

Premium Partner

    Image Credits
    Zeit für Neues/© stockpics /stock.adobe.com, Korero Solutions/© Korero Solutions