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06-02-2018 | Energie | Im Fokus | Article

Stadtwerke und Co. verändern ihr Gesicht

Author:
Oliver D. Doleski

Im Energiesektor entstehen neuartige Geschäftsmodelle und innovative Geschäftsideen für die digitale Energiewelt von morgen. – Wie aus klassischen Versorgern digitale Utility 4.0 werden.

Beim Weg vom Energieversorgungs- zum digitalen Energiedienstleistungsunternehmen handelt es sich um einen komplexen Umwandlungsprozess. Diese Transformation kann nur mit Hilfe eines systematischen Vorgehens erfolgreich durchlaufen werden. 

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Die Energiebranche am Beginn der digitalen Transformation: aus Versorgern werden Utilities 4.0

Die traditionelle Energieversorgung befindet sich in einer Zäsur. Das seit Jahrzehnten bewährte und stabile Geschäftsmodell einer zuverlässig planbaren, zentralen Energieerzeugung mit anschließender unidirektionaler Verteilung geriet spätestens seit der Energiewende des Jahres 2011 immer mehr unter Druck. 


Es bedarf eines praktikablen Leitfadens, welcher den Innovationsprozess sowohl bei der systematischen Entwicklung neuer Geschäftsideen als auch bei der strukturierten Weiterentwicklung bereits existierender Geschäftsmodelle unterstützt. Der Energiewirtschaft eine taugliche Methodik zur Entwicklung zukunftsfähiger, digitaler Geschäftsmodelle an die Hand zu geben, ist Anspruch des Integrierten Geschäftsmodells iOcTen.

Aus klassischen Versorgern werden Utility 4.0

Heutige Energieversorgungsunternehmen (EVU) stehen am Beginn der digitalen Transformation, bei der Energiemarkt und Informationstechnologie miteinander verschmelzen. Dieser Umwandlungsprozess konkretisiert sich für jedermann sichtbar im Bereich des Leistungsangebotes zukünftiger Energiedienstleistungsunternehmen (eEDU) oder Utilities 4.0. Als Konsequenz des Wandels in Richtung verstärkter Dienstleistungs- und Kundenorientierung werden zukünftig die Angebote in der Energiewirtschaft vorzugsweise vernetzt, flexibel, digital und dienstleistungsorientiert sein.

Leitfaden zur Entwicklung digitaler Geschäfte

Wie die Grafik zeigt, wird im Integrierten Geschäftsmodell der Vorgang der Geschäftsmodellentwicklung in die Hauptstadien Konzeptentwicklung, Modelleinführung und Modellinnovation untergliedert. Diesen Stadien oder vielmehr den Phasen Ideenfindung, Analyse, Konzeption, Implementierung und Verbesserung werden die zehn Elemente des Modellkerns sequenziell zugeordnet, die ihrerseits die eigentliche Geschäftstätigkeit beschreiben. Zu Beginn der Geschäftsmodellentwicklung erfolgt das Design des digitalen Geschäftskonzepts. Dieser initiale Abschnitt des Entwicklungspfades besteht aus den drei Phasen Ideenfindung, Analyse und Konzeption. Mit Abschluss der Konzeptionsphase liegt bereits ein getesteter Konzeptentwurf oder Prototyp des zukünftigen Produktes vor. Es folgt mit der Implementierungsphase die Umsetzung der Geschäftsidee in die Praxis. Etablierte Produkte und Dienstleistungen, können im Zeitablauf unter Druck geraten und sich so überleben. Daher dient die abschließende fünfte Phase der Sicherung des wirtschaftlichen Überlebens bestehender Geschäftsmodelle mittels systematischer Weiterentwicklung mit Hilfe definierter Rückkopplungen zu den Vorphasen.

In der Praxis werden die Einzelaktivitäten aller Phasen jedoch kaum derart streng sequenziell absolviert, wie es ihre Reihung zunächst suggeriert. Tatsächlich können zahlreiche Aktivitäten entlang des Entwicklungspfads parallel bearbeitet werden.

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