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27-01-2016 | Energieeffizienz | Im Fokus | Article

Reihenhäuser im Plusenergiehaus-Standard

Author:
Christoph Berger


Im Rahmen eines Forschungsprojekts entsteht in Herzogenaurach ein Reihenhauskomplex mit acht Einheiten. Diese werden im Plusenergiehaus-Standard mit neuen Energieeffizienz-Maßnahmen gebaut.

In Herzogenaurach startete am 1. Dezember 2015 das Forschungsvorhaben „HerzoBase-Energiespeicherhäuser – Ein energie-flexibles Gebäude- und Energiekonzept von morgen“. Darin wird bis 30. November 2018 daran gearbeitet, eine über den Stand der Technik hinausgehende Entwicklung in der Wärmedämmung, Energieerzeugung, -speicherung und -versorgung eines Reihenhauskomplexes zu erreichen.

Bei der Errichtung der Gebäude setzen die Projektbeteiligten auf ein wohngesundes Gesamtkonzept in Verbindung mit thermischer Behaglichkeit. Zum Einsatz kommen umweltverträgliche Baustoffe und Materialien, die am Ende des Nutzungszeitraums problemlos recycelbar sein sollen. Außerdem soll das geplante Technik- und Innovationskonzept später auf beliebige Wohnformen und -gebiete übertragbar sein – denkbar sind Projektionen auf andere Reihenhausprojekte, Einfamilienhäuser und Wohngruppen sowie kleinere Industriebetriebe.

Das Projekt ist in fünf Phasen unterteilt

Für das in eine Vorentwurfsphase, Ausführungsplanung, Bauphase, Betriebsoptimierung und ein Monitoring unterteilte Projekt wurden detaillierte Arbeitspakete definiert. Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Krcmar erläutert: „In vielen Arbeitssitzungen haben die Projektpartner das Dämmkonzept sowie das Energie-, Speicher und Regelkonzept beraten, den Stand der Technik weiterentwickelt und daraus eine zukunftsweisende Vorentwurfsplanung erstellt.“ Trotzdem finden parallel zum Bauvorhaben im Labor noch weitere Begleitversuche für die weitere Baustoff- und Werkstoffentwicklung statt.

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In der Fassade sollen hochwärmedämmende Poroton-Ziegel verbaut werden, die speziell für dieses Vorhaben im Energie Campus Nürnberg mit einem neuartigen, unbrennbaren und diffusionsoffenen Dämmstoff befüllt wurden und zu vergleichsweise niedrigen U-Werten führen. Auf Wärmedämmverbundsysteme wird vollständig verzichtet. Stürze und Deckenrandschalen sollen mit Calostat gedämmt werden. Eine weitere U-Wert-Minderung der Wände soll zudem durch neue Innen- und Außenputze sowie Wandfarben erreicht werden.

Was die aktiven Komponenten betrifft, erfolgt eine Systemintegration der Energieerzeugung, eine Photovoltaikanlage, der geothermischen Wärmepumpe, thermischer und elektrischer Speicher und die Anbindung an ein internes Gleichstromnetz. Es sollen die Vorteile zentraler Speichertechnologien im energetischen Gebäudeverbund genutzt werden.

Ein abgestimmtes Konzept wird benötigt

Laut Krcmar braucht es zur Erreichung der Ziele ein Gesamtkonzept, das die Gebäudehülle, Gebäudetechnik und Anlagentechnik umfasst. Er sagt: „Und durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Herzogenaurach und der Bürgerinitiative Agenda 21 Herzogenaurach geschieht das sogar in einem unmittelbaren Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.“

Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit rund 1,12 Millionen Euro im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms gefördert. Federführend verantwortet das Verbundprojekt die Technische Hochschule Nürnberg im Rahmen des Energie Campus Nürnberg. Auch die Stadt Herzogenaurach inklusive einer Arbeitsgruppe der Agenda 21 wirkt mit. Bauherrin ist die Raab Baugesellschaft mbH & Co. KG. Zudem sind noch weitere Industriepartner in das Projekt integriert.

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