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About this book

Das Buch thematisiert die Energiewende in Deutschland aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Im Zentrum stehen Anwendungen verschiedener ökonomische Ansätze (traditionelle industrie- und institutionenökonomische und neuere, insbesondere evolutorisch-systemische). Nach einem historischen Abriss und einem Blick auf die Governance-Herausforderungen werden wesentliche aktuelle Aspekte der Energiewende diskutiert sowie die vielfältigen Herausforderungen und potentielle Lösungsoptionen aufgezeigt. Auf dieser Basis erfolgt eine Darlegung der aktuellen Phase mit der Sektorkopplung im Mittelpunkt und ein Ausblick auf zukünftige Phasen. Abschließend werden die Möglichkeiten und Grenzen einer deutschen Vorreiterrolle bei der Energiewende diskutiert.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung und Übersicht

Zusammenfassung
Bei der „Energiewende“ handelt es sich um einen längerfristigen politisch-gesellschaftlichen, sozio- und technoökonomischen Transformationsprozess, der zahlreiche Herausforderungen in unterschiedlichen Themengebieten mit sich bringt. So komplex und facettenreich die Thematik, so vielfältig sind die verschiedenen disziplinären und paradigmatischen Sichtweisen der wissenschaftlichen Akteure und Beobachter. In dieser Schrift stehen neben dem üblichen industrieökonomischen Zugang insbesondere evolutionsökonomisch-systemische sowie institutionenökonomische Perspektiven der Transformation im Fokus.
Thomas Göllinger

Kapitel 2. Idee, Ziele und Herausforderungen der deutschen Energiewende

Zusammenfassung
Die Energieversorgung Deutschlands befindet sich in einem beschleunigten Strukturwandel (Energiewende-Transformation). Dies bringt einige Governance-Herausforderungen mit sich, die sich insbesondere aus dem weitgehenden Umstieg auf regenerative Energieträger und einer beträchtlichen Steigerung der Energieeffizienz ergeben. Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie und der Kohleverstromung steigen nicht nur die Anforderungen an das System der Stromversorgung, sondern es stellen sich auch wichtige Fragen bzgl. der problemgerechten politischen Steuerung dieser Prozesse.
Thomas Göllinger

Kapitel 3. Energiewende aus Sicht der Energie-, Umwelt- und Klimaschutz-Ökonomik

Zusammenfassung
Während die traditionelle industrieökonomische Perspektive aus Gründen der ökonomischen Effizienz auf die Internalisierung der externen Kosten fossiler Energien mittels Instrumenten der CO2-Bepreisung setzt und hierzu vor allem das System der Emissionszertifikate ausbauen möchte, bei gleichzeitiger Zurückdrängung prozesspolitischer Detailregulierungen, strebt die evolutorisch-systemische Perspektive eine größere Instrumentenvielfalt an, unter Wahrung bewährter ordnungsökonomischer Prinzipien. Hierbei spielen Phänomene der Pfadabhängigkeit ebenso eine Rolle wie Aspekte des systemischen Lernens und des Aufbaus einer problemadäquaten Transformations-Kompetenz. Am Beispiel der Photovoltaik kann dies besonders verdeutlicht werden. Solche Erkenntnisse und Konzepte spielen ebenso bei weiteren polit-ökonomischen Aspekten der Energiewende eine Rolle.
Thomas Göllinger

Kapitel 4. Zukünftige Phasen der Energiewende

Zusammenfassung
Historisch hat sich ein Energieversorgungssystem für die drei Sektoren Stromversorgung, Wärmemarkt und motorisierter Verkehr herausgebildet, das durch relativ ineffiziente Einzellösungen charakterisiert ist. Sowohl die Ineffizienz des etablierten Energiesystems als auch die Notwendigkeit zur effizienten Nutzung zukünftig vermehrter regenerativer Stromüberschüsse erfordern eine stärkere Kopplung und Integration der bisher weitgehend getrennten Sektoren sowie eine Hybridisierung vieler Energieanwendungen. Dies stellt die nächste Phase der Energiewende dar. Dabei haben auch brennstoffbasierte Varianten durchaus noch ihre Berechtigung. In weiteren Phasen geht es um die Kopplung von Regionen und die Etablierung von chemischen Langzeitspeichern, z.B. mittels „Power to Gas“.
Thomas Göllinger

Kapitel 5. Möglichkeiten und Grenzen einer deutschen Pionierrolle bei der Energiewende

Zusammenfassung
 So notwendig eine (globale) Energiewende als Teil einer qualifizierten Klimaschutzpolitik ist, so problematisch sind unilaterale Maßnahmen vor dem Hintergrund der globalen Problematik und möglicherweise kontraproduktiver internationaler Auswirkungen. Daher sind sowohl Ausmaß als auch Geschwindigkeit der deutschen Energiewende gewisse Grenzen gesetzt. Politökonomisch kommt es darauf an, die multiplen Lernkosten der Energiewende auf viele starke und willige Akteure (Staaten) zu verteilen und innerhalb dieses Rahmens eine effektive und effiziente Energiewende-Politik zu betreiben. 
Thomas Göllinger

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