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About this book

Sascha Benedetti untersucht die Bedeutung gesellschaftlichen Engagements aus der Perspektive der Engagierten. Er rekonstruiert das Spektrum bildungsbiographischer Bedeutungen, die individuelle Relation von gesellschaftlichem Engagement und Erwerbsarbeit, den individuellen Wandel der bildungsbiographischen Bedeutung des gesellschaftlichen Engagements und dessen Relation zur Erwerbsarbeit sowie die Bedeutung lebenslaufbezogener und kollektiver Kontexte für individuelles gesellschaftliches Engagement. Die Basis seiner Analyse bilden bildungsbiographisch akzentuierte qualitative Doppelinterviews, welche in zwei unterschiedlichen Wellen (1983/84 und 2006/2009) von jeweils einer Person erhoben wurden.

Table of Contents

Frontmatter

0. Einleitung

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Gegenstand des gesellschaftlichen Engagements, welches in den letzten 30 Jahren zunehmend ins politische, wissenschaftliche sowie gesellschaftliche Blickfeld gerückt ist und dabei in diversen Diskurssträngen – teilweise auch äußerst kontrovers – thematisiert wird. Trotz dieser divergierenden Perspektiven auf das Phänomen des gesellschaftlichen Engagements besteht über dessen grundsätzliche Bedeutsamkeit für die Gesellschaft als Ganzes, für die jeweiligen Adressatenkreise des Engagements im Speziellen sowie für die einzelnen Engagierten jedoch ein disziplin- und diskursübergreifender Konsens.
Sascha Benedetti

1. Forschungskontext, theoretische Grundlagen und Desiderate der Engagementforschung

Zusammenfassung
Die vorliegende Studie ist eingebettet in den übergeordneten Zusammenhang des von der DFG geförderten Forschungsprojekts „Prekäre Kontinuitäten. Der Wandel von Bildungsgestalten im großstädtischen Raum in einer Phase der forcierten Institutionalisierung des Lebenslangen Lernens“ unter der Leitung von Prof. Dr. Jochen Kade (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Sigrid Nolda (Technische Universität Dortmund). Dieses Projekt steht in der Tradition qualitativer erziehungswissenschaftlicher Biographieund Bildungsforschung zum Lernen Erwachsener.
Sascha Benedetti

2. Fragestellung, methodologische Grundlagen und methodisches Vorgehen

Zusammenfassung
Die am Ende des vorangegangenen Kapitels aufgezeigten blinden Flecke aufgreifend, zielt die vorliegende Studie durch die Verknüpfung von Bildungs-, Biographie- und Engagementforschung auf die Rekonstruktion
1.
der subjektiven bildungsbiographischen Bedeutung gesellschaftlichen Engagements,
 
2.
der individuellen Relation von gesellschaftlichem Engagement und Erwerbsarbeit,
 
3.
des individuellenWandels der biographischen Bedeutung gesellschaftlichen Engagements und dessen Relation zur Erwerbsarbeit,
 
4.
der Bedeutung individueller und kollektiver Kontexte für gesellschaftliches Engagement, für die Relation von Engagement und Erwerbsarbeit sowie für denWandel der subjektiven Bedeutung gesellschaftlichen Engagements und der Relation von Engagement und Erwerbsarbeit.
 
Sascha Benedetti

3. Drei Pole der subjektiven Bedeutung gesellschaftlichen Engagements

Zusammenfassung
Das Ausüben eines spezifischen gesellschaftlichen Engagements bzw. die Entscheidung, sich in einer spezifischen Weise in einem spezifischen Bereich zu engagieren, steht in einem engen Zusammenhang mit dem individuellen Verlauf des Lebens der Engagierten, ihrer aktuellen Lebenssituation und damit einhergehend mit einer jeweils lebensbereichsübergreifenden bildungsbiographischen Orientierung. In den Fallanalysen haben sich Autonomie, Authentizität und Anerkennung als drei zentrale Pole herauskristallisiert, zwischen denen sich diese übergreifenden bildungsbiographischen Orientierungen der Subjekte bewegen.
Sascha Benedetti

4. Relation von Engagement und Erwerbsarbeit im Spannungsfeld von Kongruenz und Inkongruenz

Zusammenfassung
Schon im vorangegangenen Kapitel zeichnete sich die Komplexität und Ausdifferenziertheit der subjektiven Bedeutung gesellschaftlichen Engagements ab. Diese Komplexität gewinnt noch stärker an Kontur, wenn gesellschaftliches Engagement nicht aus einer andere Lebensbereiche aussparenden Perspektive, sondern in Relation zu diesen anderen, für die Subjekte relevanten Lebensbereichen betrachtet wird. Im Falle der vorliegenden Arbeit konzentriert sich der Analysefokus auf die Relation von Engagement und Erwerbsarbeit.
Sascha Benedetti

5. Wandel der subjektiven Bedeutung gesellschaftlichen Engagements und dessen Relation zur Erwerbsarbeit

Zusammenfassung
Lag der bisherige Analysefokus auf der zeitindifferenten Ebene, so dass jedes einzelne Interview (13) als einzelner Fall betrachtet wurde, rückt in diesem Kapitel nun die Relation der beiden Interviews der jeweils gleichen Person in das Zentrum der Betrachtungen. Da es von Herrn Wagner nur ein Interview aus der ersten Welle gibt und in seinem Fall folglich keine Datenbasis zur Rekonstruktion von Veränderungsprozessen zwischen zwei Interviewzeitpunkten vorliegt, dienen für die nun folgenden Ausführungen sechs, statt wie im vorangegangenen Teil sieben Fälle als Datenbasis.
Sascha Benedetti

6. Rekontextualisierung

Zusammenfassung
Während in den bisherigen Darstellungen der Schwerpunkt vorrangig auf den subjektiven Perspektiven, den individuellen bildungsbiographischen Grundorientierungen und den individuellen Lebenslagen lag, soll nun abschließend die Verschränkung dieser individuellen Kontexte mit kollektiven gesellschaftlichen, politischen und pädagogischen Kontexten aufgezeigt werden. Dabei soll herausgearbeitet werden, dass gesellschaftliches Engagement in seiner Temporalität und Dynamik erst durch einen, die subjektiven Perspektiven und individuellen Lebenslagen in ihrer Eingebettetheit in kollektive gesellschaftliche und pädagogische Gegebenheiten berücksichtigenden Betrachtungsfokus erschließ- und verstehbar wird.
Sascha Benedetti

7. Ergebniszusammenfassung, Reflexion und Ausblick

Zusammenfassung
Die in den vorangegangenen Kapiteln vorgestellte biographieanalytische qualitative Längsschnittstudie beschäftigt sich – Elemente aus der Engagement-, Biographie- und Bildungsforschung aufgreifend und amalgamierend – mit den Fragen nach der subjektiven bildungsbiographischen Bedeutung gesellschaftlichen Engagements, der individuellen Relation von gesellschaftlichem Engagement und Erwerbsarbeit, dem individuellen Wandel der bildungsbiographischen Bedeutung gesellschaftlichen Engagements und dessen Relation zur Erwerbsarbeit sowie der Bedeutung individueller und kollektiver Kontexte für die drei erstgenannten Fragenkomplexe.
Sascha Benedetti

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