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About this book

Neben einer historiografischen Analyse illustriert Astrid Spatzier in einer empirischen Berufsfeldstudie Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf Verständnis- und Handlungsweisen von Praktikerinnen und Praktikern. Die Bezugnahme auf den Symbolischen Interaktionismus verspricht dabei eine Verschränkung von Mikro-, Meso- und Makro-Perspektiven, in dem die Handlungsebene in Abhängigkeit von organisationalen und gesellschaftlichen Bedingungen betrachtet wird. Zudem zeigt die Autorin Entwicklungsmöglichkeiten für Public Relations und Organisationskommunikation durch Interaktion auf. Die Studie liefert neben umfassenden empirischen Analysen zum Praxisfeld eine Grundlegung für Public Relations und Organisationskommunikation als Beruf.

Table of Contents

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
In der einschlägigen Fachliteratur sowie im kommunikativen Arbeitsfeld ist die Rede von der PR-Praxis. Sowohl Wissenschaftler/-innen wie auch Praktiker/-innen betonen dabei, dass es sich bei der PR-Praxis um ein heterogenes Berufsfeld mit mehr oder weniger Ausprägung zur Profession handelt (vgl. dazu beispielsweise Wienand 2003; Bentele 1998; Röttger 2010; Vogl 2015).
Astrid Spatzier

Teil A) Theoretische Verortung

Frontmatter

Chapter 2. Symbolische Interaktion

Zusammenfassung
Verstehen als Problem kann nach Helle (1977: 11) als Ausgangspunkt für Theorien rund um den Symbolischen Interaktionismus gelten. Wenngleich die Namensgebung Symbolischer Interaktionismus durch Blumer in einem Zeitschriftenbeitrag als „somewhat barbaric neologism […] in an offhand way“ (Blumer 1969: 1) verwendet wurde, steht der Ausdruck gemeinhin für ein spezifisches theoretisches Paradigma, das sich mit Erklärungen zu „human group life and human conduct“ (Blumer 1969: 1) in Überwindung der Subjekt-Objekt-Dichotomie beschäftigt.
Astrid Spatzier

Chapter 3. Praxisfelder und Kapital

Zusammenfassung
Die Betrachtung der Interaktion in Kontexten kann stringent in Verbindung mit Praxisfeldern und Kapital gedacht werden. Theorieersatzstücke von Bourdieu sind hilfreich, um Felder, Habitus und Kapital als Interaktionsprodukte zu erfassen. Mit Ihlen (2009: 62) bieten die Ansätze von Bourdieu zunächst die Möglichkeit, Felder als soziale Räume und Produkte zu begreifen.
Astrid Spatzier

Chapter 4. Public Relations und Organisationskommunikation als Praxisfeld

Zusammenfassung
Der Bereich Public Relations und Organisationskommunikation gilt als soziales, kommunikatives Praxisfeld, dem in der facheinschlägigen Literatur oder von Praktiker/-innen oftmals Berufs- bzw. Professionsstatus unterstellt wird. Bentele/Großkurth/Seidenglanz (2005: 18) merken an, dass sich „in den vergangenen Jahrzehnten ein hoch professionelles und standardisiertes Instrumentarium in vielfältigen Arbeitsbereichen“ innerhalb der Public Relations und Organisationskommunikation ausgebildet hat, betonen jedoch zugleich, dass die Professionalisierung „bei weitem noch nicht abgeschlossen“ sei.
Astrid Spatzier

Teil B) Empirische Untersuchung

Frontmatter

Chapter 5. Forschungsdesign

Zusammenfassung
Die Problemdefinition der vorliegenden Arbeit ist differenziert zu betrachten: Einerseits geht es um eine Begründung für die Heterogenität des Praxisfeldes Public Relations und Organisationskommunikation, andererseits ist eine Grundlegung für Public Relations und Organisationskommunikation als Beruf bzw. Profession Ziel dieser Arbeit. Zum Zwecke der Problemaufarbeitung ist zunächst auf empirischer Ebene sowohl die rekonstruktive Betrachtung der Entwicklung des Praxisfeldes als auch eine Analyse auf Basis quantitativ erhobenen Datenmaterials zum Status quo zielführend.
Astrid Spatzier

Chapter 6. Entwicklung der PR-Praxis in Österreich seit 1945

Zusammenfassung
Eine Rekonstruktion der Geschichte zur PR-Praxis zeigt viele subjektive Wirklichkeiten. Mit Portisch/Riff (1985: 15) ist festzuhalten: „Die Wahrheit hat viele Facetten, und es ist nicht leicht, alle Facetten zu kennen.“ Die nachfolgende Zusammenschau der Public Relations- Vergangenheit beleuchtet ausgewählte Eckpunkte in der Entwicklung der PR-Praxis in Österreich.
Astrid Spatzier

Chapter 7. Quantitativer Fokus zum Status quo

Zusammenfassung
Aus dem geschichtlichen Rückblick wird ein Zusammenhang von Public Relations-Verständnisweisen mit gesellschaftsbezogenen Ereignissen sichtbar. Es ist, wie die Hypothesen im Forschungsdesign aufzeigen, darüber hinaus davon auszugehen, dass Bedeutungen und Praktiken der handelnden Personen nicht nur von gesellschaftlichen Strömungen abhängig sind, sondern vielmehr ist anzunehmen, dass organisationale und personale Aspekte im Rahmen der Bedeutungszuweisungen sowie im Blick auf handlungsleitende Situationsdefinitionen Einfluss nehmen.
Astrid Spatzier

Chapter 8. Conclusio Quantitativer Fokus und Hypothesendiskurs

Zusammenfassung
Die empirische Studie zeigt die unterschiedlichen Facetten der PR-Praxis in Österreich. Dabei fallen zunächst die differenzierten Verständnisweisen auf, die kein klares Berufsbild erkennen lassen, sondern vielmehr die Grenzen zu benachbarten Disziplinen wie Marketing und Werbung aufheben. Dass Public Relations und Organisationskommunikation nur bedingt als eigenständige Disziplin betrachtet werden, ist Konsequenz der vielfältigen Verständnisausprägungen.
Astrid Spatzier

Chapter 9. Public Relations und Organisationskommunikation: Entwicklung und Modifikation durch Interaktion

Zusammenfassung
Public Relations und Organisationskommunikation ist ein heterogenes Praxisfeld. Angesichts der Studienergebnisse ist aufgezeigt, dass Interaktionen Entwicklung und Modifikationen begründen. Der Facettenreichtum ist erklärbar durch Effekte unterschiedlicher Kontexte. Neben den drei definierten Segmenten – Unternehmens-, Agentur- und Non-Profit-Bereich – arbeiten Praktiker/-innen innerhalb der Segmente in unterschiedlichen Branchen, Kategorien, in unterschiedlichen Unternehmens- wie Organisationsgrößen, verfügen über unterschiedliche Entscheidungsmacht, verantworten Budgetmittel oder arbeiten ohne Etat, sind unterschiedlichen Alters, Geschlechts und haben individuelle Karrierezugänge etc.
Astrid Spatzier

Chapter 10. Gesamtzusammenfassung

Zusammenfassung
Die vorgelegte Studie präsentiert neue Überlegungen für einen theoretischen Zugang zur PR- und Organisationskommunikationspraxis, die eine Mehrperspektivität als zentral ansehen. Bedeutungen und Praktiken sind erstens Interaktionsprodukte der Gesellschaft, zweitens entstehen Modifikationen durch organisationsbezogene Umfelder und drittens ist die Praxis der gesellschaftsbezogenen-personalen Umwelt geschuldet. Entwicklung und Modifikation durch Interaktion mag insofern als Kernparadigma für Public Relations und Organisationskommunikation gelten, als sich die Heterogenität der Praxis durch die Abhängigkeiten von Kontexten erklären lässt.
Astrid Spatzier

Backmatter

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