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5. Epilog: One other thing

  • 2020
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Zusammenfassung

Der von mir geschätzte Philosoph Han Byung-Chul erkennt in der Digitalisierung eine spezifische Topologie: „Die Topologie des Digitalen besteht aus flachen, glatten und offenen Räumen“ [BYU]. Vor allem in den offenen und expandierenden Räumen manifestiert sich eine erst schemenhaft erscheinende Digitalkultur. Die digitalen Räume haben ein explosionsartiges Wesenselement inne, das noch für zahlreiche Überraschungen sorgen wird. Im Design digitaler Endgeräte und der zeitgenössischen Architektur finden sich die flachen, glatten und offenen Raumexplosionen wieder. Sie sind Ausdruck eines Zeitgeistes, der nicht nur einen Lifestyle in der Digitalmoderne versinnbildlicht. Seinen Ursprung nahm dies im Design des 20. Jahrhunderts für Produkte des Elektronikherstellers Braun durch den Produktdesigner Dieter Rams. Der Apologet des Designprinzips „form follows function“ verpflichtete sich der Vernunft. In diesem Kontext meint Vernunft, das Design auf das Wesentliche zu reduzieren. Er entwarf Produktdesigns, die aus einfachen geometrischen Formen bestehen, die miteinander harmonieren. Die zudem über Oberflächen verfügen, die man gerne berührt. Die auf das Wesentliche, auf das Funktionale reduziert sind und doch eine intuitive Bedienung ermöglichen. Dadurch sind sie von einer großen Eleganz und Klarheit geprägt, die seinen Geräten Modernität verlieh [PRÜ, RTK]. Die Geräte haben etwas Attraktives, das eine Ausstrahlung auf den Nutzer ausübt. Die Nutzer wollen diese Geräte benutzen, sodass sich eine Verbindung aufbaut. Genau diese menschliche Eigenart bzw. Schwäche machten sich Steve Jobs und Jonathan Ive, ehemaliger Chefdesigner von Apple, zunutze. Nicht nur das äußere Design des von Dieter Rams entworfenen Taschenrechners ET 66 findet sich im Design der Geräte von Apple wieder. Es wird eine Empfindung von Schönheit erzeugt, die der Nützlichkeit und der intuitiven Bedienbarkeit der Geräte entspringen, die vom Nutzer als Bereicherung erlebt wird [PRÜ]. Die Apple-Geräte sind in der Mehrzahl flach und glatt, um keinen Widerspruch zu erzeugen. Sie ermöglichen es, in einem digitalen Raum zu navigieren, der unaufhörlich expandiert. Das Apple-Ökosystem wurde von der Hardware konsequent in die Software überführt und ein einzigartiges Amalgam eines Ökosystems geschaffen. Betrachten Sie mal die Apple-Geräte aus dieser Perspektive und erkennen Sie das Prinzip der schönen Schlichtheit. Die Firma Apple bildet hier die digitale Avantgarde, findet aber zahlreiche Nachahmer.
„Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht“
(Karl Valentin)

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Title
Epilog: One other thing
Author
Michael Jaekel
Copyright Year
2020
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-28569-2_5
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