Skip to main content
Top

Hint

Swipe to navigate through the articles of this issue

Published in: Bankmagazin 1/2014

01-01-2014 | Recht + Steuern

Erbschein ist nicht mehr obligatorisch

Author: Dr. Claudius Arnold

Published in: Bankmagazin | Issue 1/2014

Login to get access
share
SHARE

Auszug

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Sparkasse enthalten eine Klausel, in der es heißt: „Nach dem Tode des Kunden kann die Sparkasse zur Klärung der rechtsgeschäftlichen Berechtigung die Vorlegung eines Erbscheins, eines Testamentsvollstreckerzeugnisses oder ähnlicher gerichtlicher Zeugnisse verlangen.“ Diese Regelung ist gegenüber Verbrauchern gemäß Paragraf 307 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) unwirksam (Bundesgerichtshof, Urteil vom 8. Oktober 2013, Az. XI ZR 401/12). Sie erlaubt es der Sparkasse, auf einem Erbschein auch in Fällen zu bestehen, in denen der Erbe sein Recht einfacher und billiger nachweisen kann. Das benachteiligt den Erben unangemessen. Zwar schützt der Erbschein die Sparkasse, die auf ihn vertrauen darf, vor einer erneuten Inanspruchnahme. Das Interesse des Erben, sich preiswerter und rascher zu legitimieren, hat aber Vorrang.
Metadata
Title
Erbschein ist nicht mehr obligatorisch
Author
Dr. Claudius Arnold
Publication date
01-01-2014
Publisher
Springer Fachmedien Wiesbaden
Published in
Bankmagazin / Issue 1/2014
Print ISSN: 0944-3223
Electronic ISSN: 2192-8770
DOI
https://doi.org/10.1365/s35127-014-0013-2

Other articles of this Issue 1/2014

Bankmagazin 1/2014 Go to the issue

Strategie + Management

Retail banking vor der wende

Premium Partner