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2015 | OriginalPaper | Chapter

4. Europäische Städte in der Finanzkrise. Eine explorative Studie zum Verhältnis von Autonomie und Resilienz

Author : Sylke Nissen

Published in: Krise und Integration

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Der Artikel vermittelt einen Eindruck von der Situation europäischer Städte in der Finanzkrise. Ausgehend von der These einer höheren Resilienz von Städten wird zu Beginn der Begriff der Resilienz untersucht und auf Städte angewendet. Anschließend werden allgemeine Krisenindikatoren herangezogen und für urbane Agglomerationen spezifiziert. Da die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchung ökonomischer Indikatoren die Annahme einer besonderen urbanen Resilienz nicht unbedingt stützen, wird abschließend geprüft, ob und in welchem Ausmaß lokale Autonomie die städtische Widerstandskraft gegen Kriseneinflüsse erhöht.
Footnotes
1
Vgl. Lang (2011) für eine kurze Diskussion der Bedeutung und des Gebrauchs von „Resilienz“.
 
2
Sofern nicht anders angegeben sind alle folgenden Tabellen und Abbildungen auf der Basis von Eurostat-Daten produziert, die online unter http://​epp.​eurostat.​ec.​europa.​eu/​portal/​page/​portal/​statistics/​search_​database verfügbar sind. Die Webseite bietet Datensammlungen der Europäischen Union überwiegend auf NUTS1 und NUTS2-Ebene und dokumentiert Quellen und Definitionen der verwendeten Indikatoren.
 
3
Die beiden Abbildungen haben unterschiedliche Skalen. Die mittlere Gruppe, deren Daten hier nicht im Detail dargestellt werden, besteht aus Großbritannien, Deutschland, Italien, Belgien, Frankreich, Finnland, Schweden und schließlich Polen als einzigem osteuropäischen Land.
 
4
„As a first step to defining the larger urban zones, we looked at the number of people commuting from municipalities to the core city. […] A commuting rate of 10 % means that one in 10 residents living in the municipality commutes to work in the core city. […] Given the different national and regional characteristics, different thresholds were used within the range of 10–20 %.“ European Commission (o. J.; Stand 12. November 2014).
 
7
Für eine kleine Zahl von Variablen wird seit längerem angekündigt, dass die Erhebung jährlich erfolgen soll; dies wurde aber bislang nicht realisiert.
 
8
Seit 2008 sind NUTS1, 2 und 3 die offiziellen territorialen Einheiten für die Erstellung von Regionalstatistiken der Europäischen Union. NUTS steht für Nomenclature des unités territoriales statistiques. Eurostat (2011).
 
9
Die Tabelle „Bevölkerung am 1. Januar nach Altersgruppen und Geschlecht – Stadtregion [urb_lpop1]“ kann unter http://​epp.​eurostat.​ec.​europa.​eu/​portal/​page/​portal/​region_​cities/​city_​urban/​data_​cities/​database_​sub1 heruntergeladen werden (25. Oktober 2014).
 
10
In der Ausgangstabelle und allen folgenden Analysen fehlt Kroatien, weil das Land erst 2013 der EU beigetreten ist.
 
11
Die vollständige Liste der LUZ und entsprechenden NUTS 2 Gebiete findet sich im Anhang.
 
12
Die Daten reichen inzwischen bis 2011, enthalten jedoch keine Angaben zu Griechenland mehr. Deshalb verwende ich hier eine zu einem früheren Zeitpunkt gespeicherte Tabelle der Jahre 2002 bis 2010, die Griechenland einschließt. Die Vermutung liegt nahe, dass es keine neuen, zuverlässigen Daten für Griechenland gibt. Ob der Rückschluss auf mangelnde Qualität der hier verwendeten älteren Daten zutrifft, muss offen bleiben. http://​epp.​eurostat.​ec.​europa.​eu/​portal/​page/​portal/​region_​cities/​regional_​statistics/​data/​main_​tables , 25. Oktober 2014.
 
13
Da diese Lücken in Deutschland recht gleichmäßig über alle drei Größengruppen verteilt sind, nehme ich an, dass die aus den Leerstellen resultierende Verzerrung eher gering ist.
 
14
Nur 2008 ist das BIP-Wachstum in den Regionen mit geringen Bevölkerungszahlen knapp doppelt so hoch wie in den anderen Regionen, allerdings auf sehr niedrigem Niveau.
 
15
Die Veränderungsraten habe ich aus den absoluten Zahlen der Eurostat Tabelle „Beschäftigung nach Geschlecht, Alter und NUTS-2-Regionen (1000) [lfst_r_lfe2emp]“ berechnet, zu finden unter http://​appsso.​eurostat.​ec.​europa.​eu/​nui/​show.​do?​dataset=​lfst_​r_​lfe2emp&​lang=​de (28. Oktober 2014).
 
16
Damit bezeichnen Hooghe, Marks und Schakel das Ausmaß, in dem Regionalverwaltungen relevante Kompetenzen haben und ihre institutionelle Struktur selbst bestimmen.
 
17
Zum Vergleich: In Deutschland liegt diese Quote bei 7,9 %.
 
Literature
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Metadata
Title
Europäische Städte in der Finanzkrise. Eine explorative Studie zum Verhältnis von Autonomie und Resilienz
Author
Sylke Nissen
Copyright Year
2015
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-09231-3_4

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