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24-04-2018 | Fabrikplanung | Infografik | Article

ETA-Fabrik zeigt versteckte Energie-Potenziale auf

Author:
Dieter Beste

Durch geschickte Vernetzung von Anlagen und Industriegebäude lassen sich in der industriellen Produktion bis zu 40 Prozent Energie sparen. Das ist das Ergebnis des im April abgeschlossenen ETA-Projekts an der TU Darmstadt.

Nach dem Projektstart im Mai 2013 nahm die "ETA-Fabrik" im März 2016 auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt ihren Betrieb auf. Das ehrgeizige Ziel: Durch intelligente Vernetzung einer innovativen Gebäudehülle und einer im Maschinenbau typischen Produktionsprozesskette deutlich mehr Energie einzusparen als das möglich wäre, wenn alle Komponenten für sich energetisch optimiert worden wären. Dafür wurde an der TU eine eigene ETA-Modellfabrik im Maßstab 1:1 interdisziplinär entwickelt, gebaut und betrieben. Maschinen und Gebäude arbeiteten gleichsam zusammen. So wurde zum Beispiel die Abwärme der Anlagen genutzt, um andere Anlagen oder das Gebäude zu beheizen. Die neu gebaute Fabrik wurde so zu einem Forschungsgroßgerät.

Nach fünf Jahren Forschung und zwei Jahren Betrieb ist das ETA-Projekt nun offiziell abgeschlossen. Es hat nach Angaben der TU Darmstadt gezeigt, dass mit einer nach ETA-Kriterien neu aufgebauten Fabrik ein marktfähiges, wirtschaftlich realisierbares Energie-Einsparpotenzial von 40 Prozent gegenüber einer konventionellen Produktionsstätte besteht. Doch auch bereits bestehende Betriebe können demnach vom Ansatz profitieren, der in der ETA-Fabrik entwickelt und unter Praxisbedingungen getestet wurde: In einer Fertigung des Industriepartners Bosch Rexroth AG konnte ein Einsparpotenzial von 24 Prozent – 670.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr – aufgezeigt werden. Zudem wurden Abwärmequellen identifiziert, die zur Beheizung von 1.500 Quadratmetern Produktionsflächen genutzt werden könnten. Das neue BINE-Projektinfo "Energieeffiziente Modellfabrik" (03/2018) informiert praxisnah über die Demonstrationsanlage.

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