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2016 | OriginalPaper | Chapter

7. Familie und Gender

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Zusammenfassung

Nach mehreren Jahrzehnten ihrer radikalen Infragestellung erfreut sich die Familie als Keimzelle und Grundbaustein der Gesellschaft sowie als Ort privater Geborgenheit und Regeneration einer neuen gesellschaftlichen und politischen Wertschätzung. Dies kommt unter anderem in einer Fülle von Maßnahmen zur Förderung der Familie zum Ausdruck, die zunächst vorwiegend von der Politik initiiert wurden, inzwischen aber auch von immer mehr Unternehmen mitgetragen und ergänzt werden. Grund für diese gezielte Förderpolitik der Familien sind die sinkenden Fertilitätsraten und die damit verbundenen demografischen und arbeitsmarktpolitischen Veränderungen. Auch im Artikel 16 der Europäischen Sozialcharta von 1996 wird der Familie ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Dort heißt es: „Die Familie als Grundeinheit der Gesellschaft hat das Recht auf angemessenen sozialen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Schutz, der ihre volle Entfaltung zu sichern vermag.“ Gemeint ist damit allerdings nicht der Rückzug in die Familie, sondern die Verwirklichung aller Familienmitglieder in ihrem sozialen Kontext. Hierzu gehört unter anderem die Möglichkeit für beide Elternteile, sich auch beruflich zu verwirklichen. Dem wird in der am 7. Dezember 2000 erstmals feierlich proklamierten Charta der Grundrechte der Europäischen Union Rechnung getragen, die sich in mehreren Artikeln mit der Vereinbarkeit von Familien- und Arbeitsleben befasst.
Literature
go back to reference A.T. Kearney: Wie familienfreundlich sind Unternehmen in Deutschland?, Düsseldorf 2014 A.T. Kearney: Wie familienfreundlich sind Unternehmen in Deutschland?, Düsseldorf 2014
go back to reference Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Familienfreundlichkeit – Erfolgsfaktor für Arbeitgeberattraktivität, Berlin 2010 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Familienfreundlichkeit – Erfolgsfaktor für Arbeitgeberattraktivität, Berlin 2010
go back to reference Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Vereinbarkeit von Familie und Beruf in österreichischen Unternehmen. Berlin 2012, S. 49 ff. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Vereinbarkeit von Familie und Beruf in österreichischen Unternehmen. Berlin 2012, S. 49 ff.
go back to reference Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Erfolgsfaktor Familie, Januar 2015, S. 6 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Erfolgsfaktor Familie, Januar 2015, S. 6
go back to reference Opaschowski H.: „So wollen wir leben“, in: DIE WELT vom 26.09.2014 Opaschowski H.: „So wollen wir leben“, in: DIE WELT vom 26.09.2014
go back to reference Thimm K.: Der dritte Weg, in: Der Spiegel 1/2015 vom 29.12.2014, S. 114 Thimm K.: Der dritte Weg, in: Der Spiegel 1/2015 vom 29.12.2014, S. 114
go back to reference Wanger S.: Frauen und Männer am Arbeitsmarkt, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Hrsg.): IAB-Kurzbericht 4/2015 Wanger S.: Frauen und Männer am Arbeitsmarkt, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Hrsg.): IAB-Kurzbericht 4/2015
Metadata
Title
Familie und Gender
Author
Hermann Troger
Copyright Year
2016
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-10398-9_7

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