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About this book

Das Buch stellt die Methoden der Fertigungsplanung und Fabrikplanung auf eine gemeinsame Basis, beschreibt konkrete Modelle mit ihrer mathematischen Notation und schafft damit die Grundlage für eine Theorie. Die heute verwendeten Methoden werden systematisch dargestellt. Für den Leser von besonderem Nutzen sind die vielen Praxisbeispiele und Fallstudien sowie die Ansätze für Lösungen zu Problemen, die von heute eingesetzten Systemen nicht abgedeckt werden. Damit ist das Buch nicht nur für den Theoretiker in der Fabrik- und Fertigungsplanung wertvoll, es liefert auch für den Praktiker ausgezeichnete Arbeitshilfen zur Strukturierung und Lösung seiner Aufgaben.

Table of Contents

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Grundthese der Organisationstheorie besagt, daß ein organisierter Ablauf effizienter und damit wirkungsvoller im Sinne eines gesetzten Ziel ist als ein nicht organisierter [Wit73]. Ablauforganisation ist die Ordnung von Arbeitsprozessen (s. z. B. [Kos73]). Aus dieser These leitet die Organisationslehre die Notwendigkeit ab, unter den jeweils angegebenen Verhältnissen effizienzerhöhende Organisationsformen zu finden und zu realisieren. Um sicherzustellen, daß die organisierten Arbeitsabläufe auf die Realisierung der angestrebten Leistung ausgerichtet sind, wird beim Organisieren mit der Analyse der Unternehmensaufgabe und ihrer Zerlegung in Teilaufgaben begonnen. Die organisatorische Synthese hat dann zur Aufgabe, für die Begriffsmerkmale, mit denen die einzelnen Teilaufgaben beschrieben werden, die Ausprägungen festzulegen. Jede Festlegung bedeutet dabei einen Zuwachs an Organisiertsein.
Wilhelm Dangelmaier

2. Grundlagen

Zusammenfassung
„Die Produktion ist der betriebliche1 Umwandlungs- und Transformationsprozeß2, durch den aus den Einsatzgütern3 andere Güter oder Dienstleistungen erstellt werden“ [Web91, S. 7]. Diese Definition soll stellvertretend für eine unüberschaubare Fülle von Definitionen stehen, die alle auf einen Transformationsprozeß mit Input und Output abheben. So zitiert z. B. Zimmermann [Zim96] nach Gutenberg [Gut51]: „Die Erstellung der Produkte erfolgt durch die produktive Kombination und Transformation verschiedener Produktionsfaktoren“. Küpper definiert Produktion als eine „Kombination von materiellen und immateriellen Gütern zur Herstellung und Verwertung anderer Güter“ [Küpp87]. Die Produktionstechnik als Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse der Produktionstheorie4 in vom Menschen technologisch beherrschbare Verfahren und Prozesse sowie wirtschaftlich verwendbare Produktionssysteme (s. z. B. [Eve96, Opi70]) untergliedert nach Fertigungs-, Verfahrens- und Energietechnik. Das vorliegende Buch will die Betrachtung ausschließlich auf die Fertigungstechnik richten: Die Fertigungstechnik befaßt sich mit der Herstellung geometrisch bestimmter Körper aus verschiedenartigen Grundstoffen durch schrittweise Veränderung der Form oder der Stoffeigenschaften (s. z. B. [Blu86, DIN 8580]); Aufgabe der Fertigung ist es, mit Hilfe bereitstehender Betriebsmittel die Informationen aus den vorgelagerten Stufen (Konstruktion, Arbeitsplanung, PPS) in Tätigkeiten umzusetzen, die zu einer Umwandlung der eingesetzten Rohmaterialien in die benötigten Erzeugnisse führen (nach [War90]).
Wilhelm Dangelmaier

3. Planung des Fertigungsprogramms

Zusammenfassung
Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung macht eine Zukunftsplanung mehr denn je erforderlich (s. z. B. [GaFS95]). Auf der einen Seite steht der verständliche Wunsch, so weit wie möglich in die Zukunft zu denken. Auf der anderen Seite steht das Bedürfnis, möglichst gesicherte Aussagen zu machen und sich auf kurze Planungshorizonte zu beschränken. Zweckmäßige Größe des Planungszeitraums ist hier ein Kompromiß, der sich aus der Zeitdauer ergibt, die ein Unternehmen benötigt, um auf veränderte Umweltbedingungen zu reagieren (s. [Bran74]). Heute ist die Lebensdauer eines Erzeugnisses zunehmend kürzer. Die Anforderungen an die Reaktionsfähigkeit eines Unternehmens erreichen damit völlig neue Qualitäten, die sich in steigendem Maße auch in neuen Organisationskonzepten äußern (s. Abschn. 4).
Wilhelm Dangelmaier

4. Gliederung der Fertigungsaufgabe — Organisationskonzepte

Zusammenfassung
Die Gliederung der Fertigungsaufgabe und die Schaffung und Abgenzung organisatorischer Einheiten hat stets unter Berücksichtigung der im Prinzip nicht zu vereinbarenden Gesichtspunkte und Zielgrößen Produktivität, Qualität, Flexibilität und Geschwindigkeit zu erfolgen (s. dazu auch [Wild96, Bier89]). Ziel ist die hierarchische Gliederung der Potentialfaktoren nach Betrieben, Funktionsbereichen, Abteilungen, Organisationseinheiten usw.
Wilhelm Dangelmaier

5. Planung überbetrieblicher Strukturen — betriebliche Standorte

Zusammenfassung
Die Planung überbetrieblicher Strukturen bestimmt die Beziehungen zu Kunden und Lieferanten; umgekehrt bestimmt die Planung betrieblicher Standorte die Positionierung eines Betriebs im Materialfluß 1. Ordnung. Beide Planungsaufgaben können daher nicht voneinander isoliert gesehen bzw. durchgeführt werden.
Wilhelm Dangelmaier

6. Planung innerbetrieblicher Strukturen

Zusammenfassung
In Abschn. 4 wurde die Zerlegung der Fertigungsaufgabe (Aufgabenanalyse) und die Synthese zu aufgaben- und arbeitsteiligen Einheiten (Aufgabenanalyse) sowie deren Verknüpfung zur Aufbau Struktur eines Unternehmens diskutiert. Abschn. 5 hat mit der Festlegung überbetrieblicher Strukturen im Rahmen des Materialflusses 1. Stufe insbesondere die Zuordnung von Betrieben zu Standorten behandelt. Im jetzigen 6. Abschn. sollen die Fragestellungen des Materialfluß 2. und 3. Stufe soweit durchdrungen werden, daß einerseits am Ende Funktionsbereiche und Gebäude einander zugeordnet sowie die Gebäude auf die Anforderungen des Fertigungsprozesses ausgelegt sind (s. z. B. [Ring76]) und andererseits der Materialfluß 3. Stufe bis an die Grenzen der Arbeitssysteme soweit berücksichtigt wurde, daß einzelne organisatorische Einheiten Standorten in den Fertigungsgebäuden zugeordnet werden können.
Wilhelm Dangelmaier

7. Planung von Fertigungssystemen — Abläufe und Dimensionen

Zusammenfassung
Die zielgerichtete Durchführung der Fertigung erfordert eine detaillierte Abgrenzung der durchzuführenden Fertigungsaufgabe (vgl. Abschn. 2 und 4). Dazu sind in der Außensicht vor allem das Aufgabenobjekt, die Sach- und Formalziele sowie die Vor- und Nachereignisse festzulegen, während in der Innensicht das Verfahren als Folge von Transformationen aus Aufgabenobjekt zu beschreiben ist (vgl. Abschn. 2, Def. 2.5). Diese Folge von Transformationen besteht nicht a priori; sie ist vielmehr das Resultat des Fertigungsplanungsprozesses, der ausgehend vom gewünschten Ergebnis des Transformationsprozesses diese Folge unter Berücksichtigung des erforderlichen bzw. festzulegenden Inputs an Material, Menschen und Maschinen zu erarbeiten hat. In keinem Fall ist eine einmal erfolgte Festlegung hier als für alle Zeiten unveränderlich anzusehen. Jede Veränderung im Fertigungsprogramm, der verfügbaren Technologien oder des (Zuliefer-) Markts macht auch ein Überdenken des im Arbeits-/Fertigungsplans (s. Abschn. 7.3) festgelegten Fertigungsverfahrens erforderlich.
Wilhelm Dangelmaier

8. Arbeitssysteme

Zusammenfassung
Im folgenden sollen wesentliche betriebliche Funktionen anhand der Gliederung aus Abschn. 7.4 vertieft und insbesondere Realisierungsbeispiele aufgezeigt werden.
Wilhelm Dangelmaier

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