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11-02-2016 | Filiale | Im Fokus | Article

Wie Bankgeschäfte sich entwickeln

Author:
Eva-Susanne Krah
2:30 min reading time

Drei von fünf Bankkunden glauben, dass es in zehn Jahren kaum noch Geschäftsstellen von Kreditinstituten geben wird. Wie sich Verbraucher die Zukunft des Bankings vorstellen.

Fast keine Bankfilialen mehr, Zahlungsverkehr ohne Kredit- und EC-Karten, dafür eine Vielzahl neuer Online- und Mobile-Bezahlsysteme von Internetunternehmen aus der Generation Fintech. So ähnlich stellt sich die Mehrzahl der Bankkunden die Banking-Welt in zehn Jahren vor, wie Ergebnisse des Kundenmonitors Banken vom Marktforschungs- und Beratungsinstitut Yougov zeigen. Zu den Top fünf der Online- oder mobile Bezahlsysteme außerhalb der klassischen Bankenwelt zählen derzeit Anbieter wie Paypal, Sofort Überweisung, Giropay, Clickandbuy, das Ende April dieses Jahres eingestellt wird und Amazon Payments. Zu Paypal haben die Nutzer laut der Yougov-Studie mit 56 Prozent das größte Vertrauen. 

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​Innovationsexperten aus der deutschen Banking- und Finance-Szene sowie aus Forschung und Lehre zeigen neue strategische, organisatorische, kulturelle, technische und methodische Problemlösungen in der Bankbranche. Diese Lösungen sind zum Teil banken

Obwohl die Akzeptanz für die neuen Bezahldienste im öffentlichen Nahverkehr, Supermarkt oder Internet hoch ist, kommen sie innerhalb der Familie oder unter Freunden eher weniger an.

Bei Bankverbindungen mit den "Neuen" locken Preisvorteile

Für Bankverbindungen, beispielsweise bei Internetunternehmen wie Google oder Apple, sieht es anders aus. Hier locken die Verbraucher vor allem die Preisvorteile. Dennoch wird Banken und Sparkassen immer noch eine größere Kompetenz in anderen Bereichen zugeschrieben. Zum Beispiel bei "einer individuellen, bedarfsgerechten Beratung und insbesondere der Datensicherheit", sagt Andre Soldwedel, Consultant in der Finanzmarktforschung des Marktforschungsunternehmens. Diese Vorzüge könnten sich Banken beispielsweise durch den ganzheitlichen Beratungsansatz zunutze machen, um "ihre Kunden nachhaltig an sich zu binden". 

Wie der Weg zum neuen Banking aussieht, beschreiben die Innovationsexperten Axel Liebetrau und Marcel Seidel in dem Springer-Buch "Banking & Innovation". Sie glauben, dass für Geldhäuser in einem kundenzentrierten Markt im sozialen und mobilen Web wie in der realen Welt Gespräche auf Augenhöhe mit Menschen und nicht mit bloßen Zielkunden zählen.

Der Einfluss der Digitalisierung auf den Zahlungsverkehr und die Bankfiliale geht unaufhaltsam weiter. Die Autoren Markus Keck und Stefan Mertes stellen im Beitrag "Einfluss der Digitalisierung auf die Bankfiliale - neue Technologien für mehr Kundennähe"  (Seite 195-200) zwar fest, dass die ursprüngliche, unangefochtene Nummer Eins der Vertriebswege, die Bankfiliale, durch "neue, bequeme und leicht zu erlernende Technologien zunehmend an den Rand gedrängt" wird. Doch das unweigerliche Ende des Filialgeschäfts muss es nicht bedeuten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Retailbanken wird sein, inwieweit es ihnen gelingt, das Filialgeschäft in echtes Multikanal-Banking zu integrieren. Beispiele für neue Filialformate, die den digitalen Wandel integrieren und die Filiale enger mit der digitalen Welt vernetzen, sind nach Meinung von Keck/Mertes Commerzbank, HVB oder die Deutsche Bank. Im Dialog und bei der Interaktion mit den Bankkunden zählen viele Wege. Der Zahlungsverkehr ist dabei nur ein Baustein.


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