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About this book

von Wertpapieren. Die Portefeuille-Theorie will nun erklären, wie ein Kapitalanieger sein Portefeuille strukturiert, um eine für ihn optimale Rendite-Risiko-Kombination zu realisieren. Dem liegt die Idee zugrunde, durch Aufteilung der Anlagemittel auf verschiedene Wertpapiere das Risiko des Portefeuilles durch Risikodiversifikation zu senken. Da­ bei soll das Risiko des Portefeuilles eventuell sogar unter das Risiko jedes einzelnen Wertpapieres sinken. Besteht das Portefeuille eines Kapitalanlegers beispielsweise aus Aktien zweier Betriebe, dert:.n Konjunktur entgegengesetzt verläuft, so findet eine solche Risikodiversifikation statt. Ist in einer Periode die Rendite der Aktie des einen Betriebes niedrig, wird dies durch eine hohe Rendite der Aktie des anderen Betriebes kompensiert. Den nachfolgenden Ausführungen werden folgende Annahmen zugrunde gelegt: 1. Es existiert ein vollkommener Kapitalmarkt, der die bekannten Eigenschaften 21 aufweist • Insbesondere sei die beliebige Thilbarkeit der Wertpapiere hervorgeho­ ben. Es ist beispielsweise auch möglich, ein Thusendstel einer Aktie zu erwerben. 2. Die Kapitalanlage erfolgt für eine Periode. Diese Periode kann eine beliebige zeit­ liche Länge haben. Für einen bestimmten Kapitalanieger ist die Länge der Periode bestimmt durch die beabsichtigte Anlagedauer. 3. Die Kapitalanleger orientieren ihre Entscheidungen an Erwartungswert und Stan­ 22 dardabweichung der Rendite • Im Entscheidungs-und Anlagezeitpunkt herrscht Unsicherheit darüber, wie hoch die Rendite nach einer Periode tatsächlich sein wird. Auf der Basis subjektiver Wahrscheinlichkeiten kann der Erwartungswert der Rendite eines Wertpapieres bzw. des gesamten Portefeuilles bestimmt werden.

Table of Contents

Frontmatter

Grundlagen der Finanzierungslehre

Frontmatter

A. Begriffliche Grundlagen und Abgrenzungen

Zusammenfassung
In diesem Buch wird die Finanzierung von Betrieben dargestellt. Da weder der Begriff der Finanzierung noch der Betriebsbegriff einheitlich definiert werden, sollen zunächst die hier verwendeten Definitionen erklärt und abgegrenzt werden.
Herbert Vormbaum

B. Grundzüge der Finanzierungstheorie

Zusammenfassung
Die verschiedenen finanzierungstheoretischen Ansätze versuchen eine Antwort auf die oben aufgeworfenen finanzwirtschaftlichen Problemstellungen1 zu geben. Im Vordergrund steht dabei die optimale Strukturierung des Gesamtkapitals in Eigen- und Fremdkapital. Die Finanzierungstheorie ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Antwort durch ein bestimmtes modellanalytisches Vorgehen gesucht wird. Im Mittelpunkt der Analysen steht dabei das Verhalten der Kapitalgeber am Kapitalmarkt.
Herbert Vormbaum

C. Das finanzwirtschaftliche Gleichgewicht

Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund der aus den finanzierungstheoretischen Überlegungen, einschließlich der kritischen Auseinandersetzung mit den verschiedenen Ansätzen, gewonnenen Erkenntnisse soll nachfolgend das finanzwirtschaftliche Gleichgewicht abgeleitet werden. Dieses finanzwirtschaftliche Gleichgewicht ist nicht als Gegensatz zu den vorab dargestellten finanzierungstheoretischen Ansätzen zu sehen, sondern als Entscheidungsgrundlage für die betriebliche Finanzierungspolitik unter realen Bedingungen. Im Kern liegt der Unterschied darin, daß in den vorab dargestellten finanzierungstheortischen Ansätzen das Risiko durch Risikoprämien in den Kosten des Eigen- und des Fremdkapitals berücksichtigt wird. Dagegen soll bei der Suche nach dem finanzwirtschaftlichen Gleichgewicht das Risiko durch konkrete und umfassende Risikoanalysen berücksichtigt werden.
Herbert Vormbaum

Der Kapitalbedarf

Frontmatter

A. Begriff und Wesen des Kapitalbedarfs

Zusammenfassung
Jede Betriebswirtschaft benötigt zur Erfüllung ihrer Aufgaben eine bestimmte Menge an Kapital, über deren Höhe Klarheit bestehen muß, bevor mit der Deckung dieses Kapitalbedarfs begonnen werden kann. Besondere Bedeutung erlangt die Ermittlung des notwendigen Kapitals bei der Gründung, da in dieser Phase die dem Betrieb langfristig dienende finanzielle Grundausstattung bereitzustellen ist. Der später im laufenden Betriebsprozeß auftretende Kapitalbedarf besteht lediglich in kurzfristig diese Grundausstattung übersteigenden Spitzen, es sei denn, der Betrieb strebt eine Erweiterung an, was unter Umständen eine Aufstockung der langfristig vorhandenen Kapitalbasis voraussetzt. In diesem Fall gelten ähnliche Überlegungen wie bei der Gründung.
Herbert Vormbaum

B. Bestimmungsfaktoren und Ermittlung des Kapitalbedarfs

Zusammenfassung
Für eine genauere Analyse des betrieblichen Kapitalbedarfs ist es zweckmäßig, die Ausgaben aufzuteilen in Beträge, die für die Schaffung der Betriebsbereitschaft aufzuwenden sind, und in Beträge, die nach der Herstellung der Betriebsbereitschaft die Durchführung des betrieblichen Leistungsprozesses ermöglichen.
Herbert Vormbaum

C. Ein Beispiel zur Ermittlung des Umlaufkapitalbedarfs mit Hilfe der Finanzplanung

Zusammenfassung
Im folgenden soll die Ermittlung des Umlaufkapitalbedarfs durch einen einfachen Finanzplan erläutert werden. Dabei wird die Gründung des Betriebes unterstellt1.
Herbert Vormbaum

Die Deckung des Kapitalbedarfs

Frontmatter

A. Die Eigenfinanzierung

Zusammenfassung
Eigenkapital ist eine Größe im Rahmen des abstrakten Kapitals von Betrieben, und zwar ist es der in Geldwerten ausgedrückte Anteil der Unternehmer oder Gesell­schafter am Betrieb. Zur Errechnung der Höhe des Eigenkapitals (EK) bzw. des ver­änderten Eigenkapitals (EK1) gelten nachstehende Gleichungen:
1.
EK = Vermögen − Schulden;
 
2.
EK1 = EK0 + Einlagen + einbehaltene Gewinne − Entnahmen − eingetretene Verluste.
 
Herbert Vormbaum

B. Die Fremdfinanzierung

Zusammenfassung
Die Fremdfinanzierung ist eine Finanzierung mit Beleihungskapital (Kreditkapital). Die beim Einsatz von Fremdkapital wichtigen Rentabilitäts- und Liquiditätswirkungen wurden schon im Abschnitt über das finanzwirtschaftliche Gleichgewicht ausführlich dargestellt.
Herbert Vormbaum

C. Die Umschichtungsfinanzierung (Kapitalfreisetzung)

Zusammenfassung
Da der hier verwendete Finanzierungsbegriff alle Maßnahmen umfaßt, die der Versorgung des Betriebes mit disponiblem Kapital dienen, beinhaltet die „Deckung des Kapitalbedarfs“ neben der Beschaffung von zusätzlichem Kapital durch Aufnahme von Eigen- oder Fremdkapital auch jene Vermögensdispositionen, durch die gebundenes Kapital freigesetzt und dadurch wieder für erneute anderweitige Bindungen disponibel wird; allerdings sind nicht alle Vermögensumschichtungen Finanzierungsvorgänge: Der Kreis der dem Finanzierungsbegriff unterzuordnenden Vermögensdispositionen ist begrenzt von der Bedingung, daß das bisher in bestimmten Vermögenswerten gebundene Kapital freigesetzt und in der gleichen konkreten Bindungsform über einen längeren Zeitraum nicht mehr benötigt wird, so daß es nach seiner Freisetzung aus dieser Bindungsform endgültig oder zumindest längerfristig anderweitig gebunden werden kann; es muß also — zumindest innerhalb der zeitlichen Begrenzung — eine echte Dispositionsfreiheit des Betriebes bestehen.
Herbert Vormbaum

D. Kennzeichnung und Kennzahlen der Innen- und Außenfinanzierung

Zusammenfassung
Eine detaillierte Aufschlüsselung der Innen- und Außenfinanzierungsquoten ist möglich, seitdem die Deutsche Bundesbank Jahresabschlüsse von Unternehmen im Rahmen des Rediskontgeschäfts analysiert. Dabei werden mit Hilfe von Kennzahlen aus Bewegungsbilanzen, die um die Abschreibungen erweitert wurden, die Mittelaufkommen und ihre Verwendung untersucht. Diese Tabelle über Finanzierungsvorgänge im Unternehmenssektor sind in ihrem Konzept und in ihren Abgrenzungen an die gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung angelehnt.
Herbert Vormbaum

Die Umfinanzierung der Betriebe

Frontmatter

A. Überblick über die Formen der Umfinanzierung

Zusammenfassung
Die Umfinanzierung hat eine Änderung der Kapitalstruktur des Betriebes zur Folge. Im Gegensatz zur Kapitalherabsetzung und zur Kapitalerhöhung wird die Kapitalverfügbarkeit in quantitativer Hinsicht von diesen Maßnahmen nicht betroffen. Dagegen kann die Umfinanzierung z. B. die zeitliche Kapitalverfügbarkeit beeinflussen, indem z. B. kurzfristiges Fremdkapital in langfristiges umgewandelt wird.
Herbert Vormbaum

B. Die einzelnen Formen der Umfinanzierung

Zusammenfassung
Veränderungen der Eigenkapitalstruktur können bei Betrieben mit variablem Eigenkapital nur in zwei Formen vorkommen, und zwar als Umwandlung von Gewinnen in Eigenkapital und von Eigenkapital in Gewinn. Zahlreicher sind die Möglichkeiten bei Betrieben mit einem variablen und einem festen Bestandteil des Eigenkapitals und verschiedenen Erscheinungsformen der Verbriefung der Anteilsrechte, wie es in Aktiengesellschaften der Fall ist.
Herbert Vormbaum

Sonderfälle der Finanzierung

Frontmatter

A. Die Umgründung

Zusammenfassung
Umgründung bedeutet eine Änderung der Unternehmungsform eines Betriebes. Eine derartige Änderung ist immer mit einer Umfinanzierung im Eigenkapitalbereich verbunden, das Fremdkapital muß dagegen nicht betroffen sein.
Herbert Vormbaum

B. Die Fusion

Zusammenfassung
Unter Fusion ist die Verschmelzung von mehreren bisher rechtlich selbständigen, gegebenenfalls aber wirtschaftlich unselbständigen Betrieben zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit1 zu verstehen. Die rechtliche Einheit entsteht also im Augenblick der Fusion, die wirtschaftliche Einheit kann schon vorher — im Rahmen eines Konzerns — bestanden haben.
Herbert Vormbaum

C. Die Kapitalherabsetzung

Zusammenfassung
Unter dem Begriff Kapitalherabsetzung ist sowohl die Herabsetzung des Eigenkapitals als auch die Herabsetzung des Fremdkapitals zu erfassen.
Herbert Vormbaum

D. Die finanzielle Sanierung

Zusammenfassung
Unter Sanierung soll die Summe aller Maßnahmen zur Beseitigung einer dauerhaften, nicht nur vorübergehenden Illiquidität bzw einer bedrohlich fallenden Rentabilität verstanden werden. Die beiden Anlässe für Sanierungsmaßnahmen, die drohende Illiquidität und Verluste wegen negativer Rentabilität, können also gleichzeitig auftreten oder auch einzeln1.
Herbert Vormbaum

E. Die Liquidation

Zusammenfassung
Unter Liquidation versteht die Praxis in der Regel die Umwandlung von Vermögensteilen in Geld. Da hier der Liquidationsbegriff dem Finanzierungsbegriff untergeordnet wird, ist nachfolgend eine engere Auslegung des Liquidationsbegriffes erforderlich; denn sofern unter Liquidation lediglich die Umwandlung von Vermögen in Geld, also ein Aktivtausch in der Bilanz, verstanden wird, handelt es sich um einen Vorgang der Vermögensumschichtung, der — abgesehen von begründeten Sonderfällen — aus dem Finanzierungsbegriff ausgeschlossen wurde.
Herbert Vormbaum

F. Die Bewertung des Betriebes als Ganzes

Zusammenfassung
Einige Sonderfälle der Finanzierung machen es erforderlich, den Wert des Betriebes als Ganzes zu ermitteln. So ist bei der übertragenden Umwandlung und bei der Fusion die Kenntnis des Gesamtwertes des Betriebes notwendig, um fundierte Vorstellungen über die Umtauschrelationen der Gesellschaftsanteile zu gewinnen.
Herbert Vormbaum

Die Finanzplanung

Frontmatter

A. Die Stufen der Finanzplanung

Zusammenfassung
Die Finanzplanung hat grundsätzlich zwei Aufgaben. Sie soll einmal den langfristigen Kapitalbedarf des Betriebes vorherbestimmen und die Deckung dieses Kapitalbedarfs durch Bestimmung von Höhe und Art der bereitzustellenden Mittel und des Zeitpunktes ihrer Bereitstellung planen und zum anderen darüber Auskunft geben, ob der Betrieb zukünftig die Bedingung der optimalen Liquidität in dynamischer Betrachtung erfüllt, d. h. zahlungsfähig bleibt, also zu jeder Zeit über diejenigen liquiden Mittel (einschließlich einer Liquiditätsreserve) verfügt, die seinen Ausgabenverpflichtungen entsprechen.
Herbert Vormbaum

B. Die Elemente des Finanzplans und ihre Ermittlung

Zusammenfassung
Die Elemente des Finanzplans im Hinblick auf die Liquiditätsüberwachung wurden bisher ganz allgemein als Geldbestände und -ströme bezeichnet. Diese Begriffe und die Wege zur Ermittlung der Geldströme sollen im folgenden nun näher betrachtet werden.
Herbert Vormbaum

C. Die Gegenüberstellung der Geldbestände, Einnahmen und Ausgaben

Zusammenfassung
Durch die Gegenüberstellung der Geldbestände und der gesamten Einnahmen auf der einen Seite und der gesamten Ausgaben auf der anderen Seite wird die finanzielle Situation des Betriebes erkennbar.
Herbert Vormbaum

D. Mittelüberschuß und Zusatzbedarf

Zusammenfassung
Bei der Gegenüberstellung der liquiden Mittel, der Einnahmen und der Ausgaben ergibt sich in den beobachteten Zeitpunkten entweder ein Mittelüberschuß oder eine Unterdeckung der Ausgaben. Die Unterdeckung führt auf jeden Fall zu einem Zusatzbedarf an liquiden Mitteln. Falls der Mittelüberschuß eine gewisse Höhe erreicht, wird man sich aus Gründen der Rentabilität über seine Verwendung Gedanken machen müssen.
Herbert Vormbaum

E. Die Kontrolle als letzte Stufe der Finanzplanung

Zusammenfassung
Die Finanzplanung ist eine Prognoserechnung, die auf geschätzten Zahlen aufbaut. Es ist nun sehr wichtig für den Betrieb zu wissen, ob seine geplanten Zahlen mit den schließlich tatsächlich realisierten Zahlen übereinstimmen oder nicht. Die Aufgabe des Vergleichs der Soll- und Istzahlen hat die Finanzkontrolle. Sie hat zunächst die Soll-Ist-Abweichungen festzustellen und daran anschließend die Ursachen der Abweichungen zu untersuchen, um aus den auf Schätzfehlern beruhenden Abweichungen für die Zukunft zu lernen oder die aus betrieblichen Dispositionsfehlern resultierenden Abweichungen zu bestimmen und gegebenenfalls die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu veranlassen.
Herbert Vormbaum

Backmatter

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