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2024 | Book

Fokussierte Interviewanalyse mit MAXQDA

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About this book

Entdecken Sie in diesem Lehrbuch eine effektive Methode zur Auswertung qualitativer Interviews: die fokussierte Interviewanalyse. Erfahren Sie, wie Sie mit dieser spezifischen Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse Ihre Interviewdaten systematisch und methodisch kontrolliert auswerten können. In sechs einfachen Schritten wird Ihnen die praktische Vorgehensweise der fokussierten Interviewanalyse anschaulich vermittelt, unterstützt durch die effiziente Software MAXQDA. Erweitern Sie Ihre Forschungsmöglichkeiten und setzen Sie die fokussierte Interviewanalyse erfolgreich in Ihren Projekt um.

Table of Contents

Frontmatter
Kapitel 1. Daten vorbereiten, organisieren und explorieren
Zusammenfassung
Jede computergestützte Interviewanalyse startet mit der Vorbereitung der Daten und ihrem Import in die Software. Wenn die qualitativen Interviews speziell für das Projekt erhoben wurden und nicht als Sekundäranalyse auf bereits vorhandene Interviews zurückgegriffen wird, stellt sich als erstes die Aufgabe, die Interviews zu transkribieren, das heißt zu verschriftlichen. Diese zeitaufwendige Arbeit bleibt einem lediglich bei qualitativen schriftlichen Online-Interviews erspart, denn in diesem Fall sind es die Forschungsteilnehmenden selbst, die ihre Antworten eintippen.
Udo Kuckartz, Stefan Rädiker
Kapitel 2. Das Kategoriensystem entwickeln
Zusammenfassung
Rekapitulieren wir, was bis zu diesem Punkt der Analyse geschehen ist. Die Forschenden sind klaren methodischen Vorgaben gefolgt: Mittels eines Interviewleitfadens haben sie die Interviews thematisch strukturiert und mit den Teilnehmenden durchgeführt. Sie haben die Interviews als Audiodatei aufgezeichnet, Notizen zum Interview(verlauf) festgehalten, die Interviews nach bestimmten Regeln transkribiert und die Daten für die computerunterstützte Analyse vorbereitet. Auch haben die Forschenden sich schon mit den Daten vertraut gemacht, Auffälliges markiert, Auswertungsideen festgehalten und vielleicht sogar schon erste Fallzusammenfassungen geschrieben.
Udo Kuckartz, Stefan Rädiker
Kapitel 3. Die Interviews codieren („Basiscodierung“)
Zusammenfassung
Zunächst gilt es zu klären, was denn überhaupt Codieren bedeutet, denn der Begriff ist ja auf vielfältige Weise vorbelastet, wird er doch von der Spionage bis hin zur elektronischen Datenverarbeitung und nicht zuletzt auch in der quantitativen Sozialforschung verwendet. Im Alltagsleben wird man den Begriff Codieren noch am ehesten mit „verschlüsseln“ assoziieren, eine aus Zeichen bestehende Nachricht wird mithilfe eines Codes verschlüsselt, das heißt, in eine aus anderen Zeichen bestehende Nachricht umgewandelt. Dies schützt die Nachricht vor unbefugtem Zugriff, was nicht zuletzt im militärischen Bereich von eminenter Bedeutung ist.
Udo Kuckartz, Stefan Rädiker
Kapitel 4. Das Kategoriensystem weiterentwickeln und vertiefend codieren („Feincodierung“)
Zusammenfassung
Durch die computergestützte Basiscodierung ist schon eine gute inhaltliche Strukturierung der Interviews erreicht worden: Durch die Codierung besteht in MAXQDA jederzeit Zugriff auf alle Textstellen, die einer Kategorie zugeordnet sind, ohne dass die Interviews erneut gelesen werden müssen. In einer Studie zum Klimawandel können beispielsweise alle Interviewpassagen ausgegeben werden, bei denen die Befragten über die Ursachen für die Diskrepanz zwischen Reden und Handeln im Klimaschutz gesprochen haben, wobei es für MAXQDA keine Rolle spielt, ob es sich um 10 oder 50 Interviews oder um 20 oder 100 Textpassagen handelt.
Udo Kuckartz, Stefan Rädiker
Kapitel 5. Analysemöglichkeiten nach dem Codieren
Zusammenfassung
Eine der in Workshops über die Analyse qualitativer Interviews am häufigsten gestellten Fragen lautet: „Wie geht es nach dem Codieren weiter, welche Analysemöglichkeiten gibt es?“ Die Antwort lautet „Sehr, sehr viele – und keinesfalls nur die Häufigkeitsauswertung der gebildeten Kategorien“. Vergegenwärtigen wir uns zunächst die Lage nach dem zweiten Codierdurchlauf: Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Material, durch die Entwicklung von Analysekategorien und Subkategorien sowie die entsprechende Zuordnung des Materials ist eine doppelte Strukturierung erreicht.
Udo Kuckartz, Stefan Rädiker
Kapitel 6. Den Bericht schreiben und den Analyseprozess dokumentieren
Zusammenfassung
Schreiben gehört zu den Kernkompetenzen von Forschenden, wird aber in den Studiengängen an den Hochschulen meist vernachlässigt. Vermutlich herrscht die Annahme vor, Schreiben könne doch jeder, dies werde doch schon durch den Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung bescheinigt. Dem ist aber leider nicht so.
Udo Kuckartz, Stefan Rädiker
Backmatter
Metadata
Title
Fokussierte Interviewanalyse mit MAXQDA
Authors
Udo Kuckartz
Stefan Rädiker
Copyright Year
2024
Electronic ISBN
978-3-658-40212-9
Print ISBN
978-3-658-40211-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-40212-9