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Fremdkapital

weitere Buchkapitel

7. Dynamik von Organisation

Die organisationalen Strukturen sozio-technischer Systeme unterliegen zahlreichen Einflüssen bezüglich der Anpassung im Zeitablauf. Solche Einflüsse können aus personellen Intentionen, sachlichen Erfordernissen, rationalen Kalkülen oder faktischem Geschehen resultieren. Für das damit angesprochene Phänomen der Dynamik von Organisation finden sich in der einschlägigen Fachliteratur und in der betrieblichen Praxis vielfältige begriffliche Kategorien (vgl. dazu beispielsweise Hoffmann und Roock 2018, S. 64 ff.; Hönl 2017, S. 239 ff.; Schiersmann und Thiel 2009, S. 11 ff.; Schreyögg und Geiger 2016, S. 357 ff.; Scherm und Pietsch 2007, S. 229; Pieler 2003; Bräuer 2003; Hammer und Champy 2001; Kirsch 1997, S. 39 ff.; Bennis 1984, S. 62 ff.; Kirsch et al. 1979). Einige besonders markante Kategorien zwecks Charakterisierung der Organisationsdynamik seien nachstehend exemplarisch aufgeführt: Reorganisation, Organisatorischer Wandel, Organisationsentwicklung, Change Management, Reengineering, Process Redesign, Planned Organizational Change, Krisenmanagement, Geplante Evolution, Restrukturierung, Organisationales Lernen, Ungeplanter Wandel, Wissensmanagement, Lernende Organisation, Agiles Unternehmen. Diese Liste begrifflicher Kategorien, die jeweils ein spezifisches Konzept der Organisationsdynamik signalisieren, verdeutlicht die Komplexität von Prozessen der Anpassung organisationaler Strukturen.

Georg Siedenbiedel

Kapitel 1. Grundlagen

Da die Frage nach dem immaterialgüterrechtlichen Schutz von Dienstleistungen letztlich nicht isoliert vom Zweck der Schutzrechtssysteme untersucht werden kann, erscheint es angebracht, die Untersuchung mit einigen theoretischen Überlegungen zu beginnen (A.). Im Zuge dessen wird anhand der klassischen Patentrechtstheorien herausgearbeitet, welchen Standpunkt der Schutz geistigen Eigentums im System der Rechts- und Wirtschaftsordnung innehat und inwiefern sich aus diesem Standpunkt Begrenzungen des Schutzes geistigen Eigentums ergeben (I.). In einem zweiten Schritt wird untersucht, ob ein Schutz von Verhalten angesichts der Begründungsansätze für die Schutzsysteme in Betracht kommt; ob also Verhalten – als Vorstufe bzw. Teil einer Dienstleistung – an den Schutzmöglichkeiten für immaterielle Güter partizipiert (II.).

Kathrin Haag

Chapter 9. Das Unternehmen im Wirtschaftskrieg

Das neunte Kapitel befasst sich mit dem Wirtschaftskrieg der Unternehmen und greift zunächst die Lehren der modernen Industrieökonomik und Wettbewerbstheorie auf. Preis-Mengen- und Qualitätsinstrumente werden ebenso thematisiert wie das Kommunikationsverhalten der rivalen Unternehmen untereinander, beispielsweise Fusionen,Kooperationen oder der Aufbau von Plattformmärkten. Das wird ergänzt durch Verhaltensweisen, die es erlauben, Dominanz zu erzielen, Märkte zu vermachten, die dem nichtökonomischen Bereich zuzuordnen sind, wobei insbesondere die Skandalisierung von Produkten und die Spionage zu nennen sind. Verdeutlicht wird das am gezielten Zerstören von Konkurrenten durch bewusste Falschinformationen in der Autoindustrie, am Produktmobbing gegenüber innovativen Herstellern von weißer Ware und an einem Preiskrieg am Ende eines Kartells mit dem Ziel, überregionale Dominanz zu erzwingen, ein Unternehmen, das als Kronzeuge das Kartell auffliegen ließ, zu bestrafen, und den eigenen Wert des Unternehmens mit den Ziel des Verkaufs nach oben zu treiben.

Ulrich Blum

Chapter 10. Der Staat im Wirtschaftskrieg

Im zehnten Kapitel werden die Möglichkeiten von Staaten in einem Wirtschaftskrieg analysiert. Autoritären Staaten fällt es besonders leicht, eigene nationale Unternehmen zu instrumentalisieren, was bereits im Wirtschaftskrieg der Unternehmen beschrieben wurde. Dem Staat sind verschiedene Instrumente aus seiner Gestaltungskraft und seinem Machtmonopol zugänglich. Direkte Mittel, wie zum Beispiel die Geld-, Fiskal- oder Zollpolitik, werden ebenso dargestellt wie indirekte Mittel, insbesondere das extraterritoriale Durchsetzen von Recht oder staatlicher Terrorismus. Drei Beispiele beleuchten derartige Auseinandersetzungen, zwei davon analysieren den Antagonismus in Europa vor und nach dem Ersten Weltkrieg aus ökonomischer Sicht, ein drittes verweist auf die Risiken von Währungskriegen.

Ulrich Blum

15. Geschäftsethik in China – ein Praxisbericht

Die herausragende wirtschaftliche Entwicklung der Volksrepublik China hat in den vergangenen Jahrzehnten viele positive Effekte herbeigeführt: Sinkende Armut, wachsende Mittelschicht, innovative High-Tech-Unternehmen. Die Liste ließe sich lange fortführen. Der massive Bedeutungsgewinn materieller Leitmotive hat aber auch eine Ethik des Gewinnens gefördert, in der ein clever agierender Geschäftsmann sich zum Erreichen des Erfolges sehr weitreichender Mittel bedienen kann, während der Verlierer nicht geschickt oder klug genug war, um das Risiko zu erkennen. Ein moralisch ethischer Konsens im Geschäftsleben fehlt. Manipulation, Spekulation sowie ein riesiger grauer Kapitalmarkt sind die Kehrseite des wirtschaftlichen Erfolgs. Folge ist ein gesellschaftlicher Vertrauensverlust, der sich negativ auf die gesamte volkswirtschaftliche Entwicklung auswirkt. Der 2014 veröffentlichten Plan der chinesischen Regierung, im Jahr 2020 ein umfassendes, datenbasiertes Social Credit System einzuführen, ist unter anderem der Versuch, das geringe gesellschaftliche Vertrauen zu adressieren und ein faires, transparentes, und berechenbares Wirtschaftsumfeld zu schaffen. Das Mammutprojekt bezieht auch alle in China tätigen Unternehmen mit ein, die Daten aus rund 30 Bereichen an die zuständigen lokalen und nationalen Behörden weiterreichen müssen. Dort werden die Daten in einer zentralen Datenbank konsolidiert und analysiert. Mittels eines komplexen, intransparenten Algorithmus wird schließlich ein Rating ermittelt, das sowohl Strafen als auch Vergünstigungen zur Folge haben kann. Der vorliegende Beitrag liefert einen Praxisbericht über die chinesische Geschäftsethik und analysiert, inwieweit das Corporate Social Credit System geeignet ist, die Schattenseiten des wirtschaftlichen Erfolgs einzudämmen.

Thomas Stewens, Axel Rose

44. Fertigungs- und Fabrikbetrieb

Dieses Kapitel behandelt die Organisation der Produktion mit seinen Schwerpunkten in den Grundlagen des Managements und der Gestaltung des gesamten Systems der Produktion. Es enthält Aufgaben und grundlegende Methoden einzelner Bereiche der Organisation industrieller Produktionen, die auf der traditionellen Methodenlehre beruhen. Vertieft werden darin die wesentlichen Managementfunktionen der Planung und des Betriebes einschließlich des Auftrags‐ und Qualitätsmanagements. Die abschließenden Kapitel gehen auf moderne Konzepte der Digitalen Produktion ein und erläutern grundlegende Ansätze integrierter Systeme von Fertigung und Montage. Ferner werden Grundlagen der Kosten‐ und Wirtschaftlichkeitsrechnung behandelt.

Engelbert Westkämper, Dr.-Ing. Alexander Schloske

Kapitel 4. Präventive Maßnahmen bei möglichen Lieferanteninsolvenzen

Eine Vielzahl präventiver Maßnahmen sind ganz grundlegend und unabhängig von einem konkreten Insolvenzfall zu ergreifen, damit das beschaffende Unternehmen für den Fall der Fälle gut vorbereitet ist. Insbesondere erstrecken sich diese Maßnahmen von Ansätzen zur Identifikation von Insolvenzrisiken, über die Unterstützung von Lieferanten während Unternehmenskrisen, vertragliche Vorkehrungen, die Etablierung von Prozessen und Checklisten sowie die Weiterentwicklung der eigenen Organisation bis hin zur Vorauswahl von alternativen Lieferanten.

Elmar Holschbach, Jörg H. Grimm

Kapitel 1. Einleitung

Im Kalenderjahr 2019 beantragten nur noch 18.749 Unternehmen in Deutschland Insolvenz (Statistisches Bundesamt 2020b). Gegenüber dem Jahr 2003, in dem mit 39.320 Unternehmen der bisher höchste Wert in der bundesrepublikanischen Wirtschaftsgeschichte erreicht wurde, entspricht dies einem Rückgang von 52 % (Statistisches Bundesamt 2020a). Selbst im von der Corona-Krise noch unbeeinflussten Monat Februar 2020 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1,529 Unternehmensinsolvenzen.

Elmar Holschbach, Jörg H. Grimm

Open Access

Low-Profit im Kontext der UN-Nachhaltigkeitsziele

An der Leuphana Universität Lüneburg findet jedes Jahr das Leuphana-Semester statt, das alle Studierende im ersten Semester durchlaufen, bevor sie im zweiten Semester ins Fachstudium starten. Die Studierenden sollen in Projektseminaren wissenschaftliche Methoden kennen lernen und einüben, an konkreten gesellschaftlichen Problemen erproben und interdisziplinäre Lösungswege aufzeigen. Im Wintersemester 2018/2019 wurde erstmals ein Projektseminar zum Thema Low-Profit angeboten. Dabei wurde die Lehrmethode Forschendes Lernen angewendet, bei der die Studierenden gefordert waren, das Thema Low-Profit mit den sustainable development goals (SDG) zu verbinden, dazu eine relevante Forschungsfrage zu formulieren und in Gruppenarbeit einen gemeinsamen Projektbericht zu erstellen.

Christian Fahrbach, Annika Weiser

6. Controlling-Aspekte aus der Perspektive von Basel IV

In den Kap. 2 , 3 und 4 wurden die wesentlichen Inhalte von Basel IV einschließlich ihrer Grundlagen aus Basel II und Basel III dargestellt und daraus zu erwartende Auswirkungen auf Kreditinstitute und KMU abgeleitet. Dabei wurde deutlich, dass das Controlling – bestehend aus dem kybernetischen Kreislauf Planung, Kontrolle, Analyse und Steuerung sowie Information und Kommunikation – bei der Umsetzung und Einführung von Basel IV eine wichtige Rolle spielt. Eng mit dem Controlling verbunden sind sowohl das Risikomanagement, welches als wesentlicher Bestandteil der 2. Säule nach Basel IV (Risikobewusstsein und Risikostrategie) besonders hervorgehoben wird, als auch das betriebliche Finanzmanagement. Zu letztgenanntem bildet insbesondere das Finanzcontrolling insofern eine Schnittstelle, dass es eine Unterstützungsfunktion besitzt und sowohl Planungs- und Kontroll-, als auch Analyse- und Steuerungsaufgaben für das betriebliche Finanzmanagement wahrnimmt, indem es die relevanten Informationen erhebt und zur Entscheidungsgrundlage aufbereitet.

Bernd Zirkler, Jonathan Hofmann, Sandra Schmolz

2. Von den Anfängen bis zur Finalisierung von Basel III

Die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht entwickelten Basler Eigenkapitalvorschriften wurden seit ihrer Einführung im Jahr 1988 laufend überarbeitet, erweitert und an die Entwicklungen auf den Finanzmärkten angepasst. So wurde die dritte Basler Eigenkapitalvereinbarung noch einmal deutlich ergänzt und unter der offiziellen Bezeichnung „Basel III Finalisierung“ fertiggestellt. Aufgrund der umfassenden Anpassungen wird für diesen Stand der Basler Eigenkapitalvereinbarung in Praktikerkreisen bereits seit geraumer Zeit auch die Bezeichnung „Basel IV“ verwendet, welche auch in diesem Buch genutzt wird. Alle Versionen der Basler Eigenkapitalvereinbarungen bauen aufeinander auf und zielen vor allem auf das Eigenkapital der Kreditinstitute zur Gewährleistung der Stabilität des Finanzsystems.

Bernd Zirkler, Jonathan Hofmann, Sandra Schmolz

5. Typische Finanzierungsquellen von KMU und ihre Veränderungen unter Basel IV

Als mögliche Finanzierungsinstrumente für KMU kommen im Rahmen der Außenfinanzierung neben dem kurz-, mittel- oder langfristigen Bankkredit auch Lieferantenkredite, Factoring, Leasing, Anleihen und Schuldverschreibungen sowie Mezzanine, Darlehen oder Einlagen der Familie oder Gesellschafter und Beteiligungskapital in Frage. Zudem können verschiedene Instrumente der Innenfinanzierung, wie die Selbstfinanzierung aus der Thesaurierung von Gewinnen, Finanzierung aus Abschreibungen, Vermögensumschichtung oder Rückstellungen sowie konzerninterne Finanzierungen, genutzt werden.

Bernd Zirkler, Jonathan Hofmann, Sandra Schmolz

3. Auswirkungen der veränderten Regelungen auf die Kreditinstitute

„Die Auswirkungen der veränderten Regelungen auf die Kreditinstitute betreffen neben den Kapital- und Liquiditätsquoten auch die Leverage Ratio. Dabei sind aus den Ergebnissen der regelmäßigen Auswirkungsstudien des Basler Ausschusses teilweise deutliche Unterschiede bei den Veränderungen der Kapitalanforderungen einzelner Risikoarten (insbesondere Kredit-, Markt- und operationelle Risiken) sowie zwischen Gruppe 1 und Gruppe 2 Banken zu erkennen. Ergebnisse der im „Banking Business Models Monitor“ veröffentlichten Studien zeigen die direkten Zusammenhänge der Auswirkungen auf die RWA, die Kapitalquoten, das Asset Quality Review, Stresstests sowie Kapitaldeckungslücken mit dem jeweiligen Geschäftsmodell und der Geschäftspolitik deutlich. Insbesondere im Hinblick auf die RWA gibt es hier Unterschiede bei relevanten Risikoarten in Abhängigkeit des Geschäftsmodells.“

Bernd Zirkler, Jonathan Hofmann, Sandra Schmolz

4. Auswirkungen der Anforderungen durch Basel IV auf kleinere und mittlere Unternehmen

Die mit Basel IV geforderte stärkere Risikoorientierung der Kreditinstitute wirkt sich über die Kreditvergabe auf die Kreditnehmer und damit die vorrangig bankfinanzierten KMU aus. Die Regelwerke aus Basel IV betreffen bei KMU hauptsächlich folgende Bereiche:- Kapitalbeschaffung und Finanzierungsalternativen,- erweiterte Informationsanforderungen im Rahmen von Ratingprozessen sowie- die vom Rating und den gestellten Sicherheiten abhängigen Kreditkonditionen und Finanzierungskosten. Besonderswichtige Faktoren sind:- Eigenkapitalquote,- Liquidität sowie- Rentabilität. Basel IV stellt umfangreiche Anforderungen an ein Risikomanagement, welche auch für KMU von Bedeutung sind.

Bernd Zirkler, Jonathan Hofmann, Sandra Schmolz

Kapitel 5. Controlling der Supply Chain

Das Lernziel von Kapitel E besteht darin, die Bedeutung des Controllings für ein Supply Chain Management aufzuzeigen. Einerseits wird die Führung durch sein Controlling in festen Intervallen, zum Beispiel im Rahmen von Monatsabschlüssen, mit Informationen versorgt. Andererseits muss das Controlling‐System auch Ad‐hoc‐Abfragen zulassen. Zur Gewährleistung beider Anforderungen dient die Einbindung von Supply Chain Prozessen in ein adäquates Planungs‐, Steuerungs‐ und Kontrollsystem.

Hartmut Werner

Kapitel 3. Institutionell-strategische Analyse des europäischen Profifußballs

Das dritte Kapitel bezieht den Untersuchungsgegenstand Fußball in Form einer institutionell-strategischen Analyse in die vorliegende Arbeit ein. Wie Abbildung 13 veranschaulicht, steht der Fußball im Mittelpunkt einer Vielzahl von Determinanten und Einflussgrößen.

Florian Hösl

Kapitel 6. Durchführung der Jahresabschlussprüfung

Der dem Rechnungsprüfungsamt vorzulegende Jahresabschluss ist prüffähig, wenn alle zum Jahresabschluss gehörenden Bestandteile (§ 128 NKomVG, vgl. Kapitel IV 2) einschließlich der Erklärung der Vollständigkeit und Richtigkeit der Hauptverwaltungsbeamtin bzw. des Hauptverwaltungsbeamten vorliegen.

Berta Diekhaus

Kapitel 9. Prüfungskatalog

Dieser Katalog soll den Prüferinnen und Prüfern als Hilfestellung bei der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbereitung der Prüfungshandlungen dienen. Die Prüfungsschritte sind in der Erfassungsdatei des hfp Prüfungsmanagers so verfasst worden, dass Prüferinnen und Prüfer damit auch vor Ort bei den Prüfungen arbeiten können. Gleichzeitig kann die damit gewährleistete Dokumentation der RPA-Leitung die Planung, das Controlling und den Nachweis von Prüfungsleistungen erleichtern.

Berta Diekhaus

Der Fremdvergleichsgrundsatz im Spannungsfeld des Country-by-Country Reporting

Wie bereits im Kapitel zur innerstaatlichen Umsetzung des Country-by-Country Reporting und automatischen Informationsaustauschs aufgezeigt wurde, besteht aufgrund der inhaltlichen Ausgestaltung des länderbezogenen Berichts das Risiko für Fehlinterpretationen seitens der Finanzverwaltung. Solche Fehlinterpretationen erhöhen die Gefahr von ungerechtfertigten – nicht mit dem Fremdvergleichsgrundsatz im Einklang stehenden – Einkünftekorrekturen. Das Potenzial für Fehlinterpretationen wird durch die von der Finanzverwaltung angestrebte Ausweitung der automatischen Risikobewertung verstärkt, z.B. im Rahmen von Kennzahlenanalysen auf Basis des CbCR.

Christian Heider

Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse

Mit dem Anti-BEPS-Umsetzungsgesetz vom 20.12.2016 hat der deutsche Gesetzgeber das Country-by-Country Reporting in § 138a AO kodifiziert. Obgleich die Vorgaben der EU (hard law) als auch die Empfehlungen der OECD (soft law) zwar in wesentlichen Bereichen umgesetzt wurden, ergeben sich im Rahmen der nationalen Regelung punktuelle Unterschiede. Trotz diverser Leitlinien zur Umsetzung der länderbezogenen Berichterstattung und des diesbezüglichen automatischen Informationsaustauschs zeigt sich, dass berichtspflichtige Unternehmen mit einer Vielzahl an Herausforderungen bei der Umsetzung und der ökonomischen Auswertung des CbCR konfrontiert sind.

Christian Heider

Einleitung

Das Besteuerungsrecht leitet sich aus dem Souveränitätsprinzip ab, wonach jeder Staat die inhaltlichen Rahmenbedingungen für sein nationales Steuersystem frei konstituieren kann. Dabei darf der Gesetzgeber auch Rechtsfolgen an im Ausland verwirklichte Tatbestände knüpfen, sofern ein hinreichend sachgerechter Anknüpfungsmoment (sog. „genuine link“) zum eigenen Territorium besteht. Insofern ist es nach dem Grundsatz der materiellen Universalität üblich, dass Staaten das Welteinkommen der in ihrem Hoheitsgebiet ansässigen Steuerpflichtigen besteuern.

Christian Heider

Finanzielle Aspekte im Kontext von Familienstiftungen

Bei allen erfolgsorientierten Unternehmen ist die Finanzpolitik ein wichtiger Faktor, der sowohl an den Bedürfnissen des Unternehmens als auch den externen Rahmenbedingungen ausgerichtet werden muss. Dies gilt auch für Stiftungsunternehmen, sodass im ersten Abschnitt dieses Kapitels die Besonderheiten der Finanzierungs- sowie Ausschüttungspolitik solcher Institutionen thematisiert werden. Die Verbindung zwischen einem Unternehmen und einer Familienstiftung wird dabei typischerweise durch die Übertragung von Eigentumsanteilen geschaffen. Aufgrund der spezifischen Eigenschaften wird dieser Prozess im zweiten Abschnitt dieses Kapitels näher beleuchtet. Schließlich haben die Familienmitglieder eine besondere Stellung im Rahmen einer Familienstiftungslösung. Deren Ausscheiden hat somit potenziell sowohl finanzielle als auch organisatorische Folgen, die es im letzten Abschnitt zu diskutieren gilt.

André Betzer, Dmitry Bazhutov

19. Alternativer Risikotransfer

Durch eine sich immer schneller verändernde Risikolandschaft, technologischen Fortschritt und die Globalisierung zeigen sich auch die Grenzen der Kapazität des Versicherungsmarktes. Um diese Kapazitäten zu erhöhen, wurden Methoden entwickelt, die eine Einbeziehung des Finanzmarktes ermöglichen. Diese Methoden werden aufgrund ihrer unterschiedlichen Charakteristika als alternativer Risikotransfer bezeichnet. Alternativer Risikotransfer gewinnt immer mehr an Bedeutung. Durch die erhöhte Frequenz von Naturkatastrophen, das Niedrigzinsniveau sowie durch Ineffizienzen des Versicherungsmarktes sind die Rahmenbedingungen für eine weitere positive Entwicklung alternativen Risikotransfers günstig. In diesem Kapitel werden eine Eingliederung der verschiedenen Instrumente des Alternativen Risikotransfers vorgenommen, die verschiedenen Instrumente vorgestellt und abschließend ein Fazit und ein Ausblick für die weitere Entwicklung gegeben.

Ralf Weyand, Mathis Herzke

Kapitel 14. Crowdfunding – Eine institutionenökonomische Betrachtung

Die internetgestützten sozialen Medien ermöglichen eine neue Art der direkten Interaktion zwischen Kapitalgebern und Kapitelnehmern, wie bspw. beim Crowdfunding. Grundsätzliche Problemfelder zwischen den Transaktionspartnern, wie Informationsasymmetrien und Transaktionskosten, treten auch bei solchen internetbasierten Finanzierungsformen auf. Mithilfe der neuen Institutionenökonomik können die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen solcher Finanzierungsalternativen untersucht werden. Ein Vergleich mit herkömmlichen Finanzintermediären zeigt, dass die institutionellen Arrangements der Crowdfunding-Plattformen einen deutlich geringeren Schutz für Kapitalgeber, aber auch -nehmer bieten. Hinzu kommt die bislang noch geringere staatliche Regulierung der Crowdfunding-Anbieter. Aus diesem Grund kann Crowdfunding bislang noch nicht als vollwertige Finanzierungs- bzw. Investitionsalternative für Kapitalsuchende bzw. Kapitalanleger betrachtet werden.

Thomas Ostendorf

Kapitel 4. Die Auswirkungen der Eurokrise(n) auf die europäischen Arbeitsmärkte

Im vorherigen Kapitel wurde diskutiert, wie Unternehmen ihren Arbeitseinsatz und ihre Personalkosten an sich verändernde wirtschaftliche Umstände anpassen können, wie diese Anpassungsstrategien durch den institutionellen Kontext geprägt werden und welche Auswirkungen diese Entscheidungen sodann auf die Lohnungleichheiten haben. Im Folgenden sollen diese theoretischen Überlegungen auf den Fall der Eurokrise angewandt werden, die seit 2008 die europäischen Volkswirtschaften und insbesondere deren Arbeitsmärkte unter einen enormen Anpassungs- und Veränderungsdruck setzt. Das Ziel dieses Kapitels ist, zu zeigen, mit welchen unterschiedlichen Herausforderungen die Unternehmen und Arbeitnehmer in den einzelnen Mitgliedsstaaten konfrontiert sind und wie sich der rechtlich-institutionelle Handlungsrahmen der Unternehmen im Zuge von Arbeitsmarktreformen im Verlauf der Krise verändert hat.

Sven Broschinski

Kapitel 5. Die Risikoanalyse

Bis zur Novellierung des Geldwäschegesetzes am 26. Juni 2017 gab es keine eindeutige Regelung, die die Erstellung und Aktualisierung einer Risikoanalyse verlangte. Gleichwohl war bereits vorher eine Risikoanalyse unumgänglich. Es mag auf den ersten Blick verwundern, dass der „Risikoanalyse“ ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Die §§ 4 und 5 GwG statuieren die Pflicht zur Erstellung einer Risikoanalyse durch den Verpflichteten. Die Risikoanalyse stellt dabei den Kern für das risikobasierte Vorgehen des Verpflichteten dar. Dementsprechend ist es kein Zufall, dass die Risikoanalyse von wesentlicher Bedeutung für jeden Verpflichteten des Geldwäschegesetzes ist.

Olaf Bausch

8. Vorbereitende Abschlussbuchungen und Hauptabschlussübersicht

In Kapitel 4 haben wir uns bereits mit den planmäßigen Abschreibungen auf das abnutzbare Anlagevermögen beschäftigt. Nun kann der Fall eintreten, dass zusätzlich zu den im Abschreibungsplan erfassten Wertminderungen unerwartete außerplanmäßige Wertminderungen zu verzeichnen sind.

Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

2. Die Bilanz als Ausgangspunkt der doppelten Buchhaltung

Nach § 240 I HGB hat jeder Kaufmann, der nicht unter die größenabhängige Befreiung des § 241a HGB fällt, „zu Beginn seines Handelsgewerbes seine Grundstücke, seine Forderungen und Schulden, den Betrag seines baren Geldes sowie seine sonstigen Vermögensgegenstände genau zu verzeichnen und dabei den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden anzugeben.“

Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

10. Die Organisation der Buchführung

Die bisher in diesem Buch betrachtete Erfassung der Geschäftsvorfälle unter systematischen Gesichtspunkten auf Konten stellt nicht die einzige Erfassung des Buchhaltungsstoffes dar. Genau genommen sind für die Organisation der doppelten Buchführung vier Bestandteile zu unterscheiden.

Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

Kapitel 5. Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse

Zur Steuerung des Unternehmens und der Leistungserstellungsprozesse sind Informationen über den Verbrauch und die Erstellung von Gütern und Leistungen und den damit verbundenen finanziellen Wirkungen erforderlich. Der Leistungserstellungsprozess ist vom Unternehmer zu planen, zu steuern, zu überwachen, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Sämtliche Verfahren, deren Aufgabe es ist, die im Unternehmen auftretenden Ströme an Vermögensgegenständen (z. B. Waren, Finanzmittel, Rohstoffe, Fertigerzeugnisse) mengen- und wertmässig abzubilden, werden unter dem Begriff betriebliches Rechnungswesen zusammengefasst.

David Müller

Kapitel 7. Finanzierung

Die Beschaffung von finanziellen Mitteln jeder Art sowie die Freisetzung gebundener Mittel zur Durchführung des unternehmerischen Leistungserstellungsprozesses wird als Finanzierung bezeichnet. Dabei sind unterschiedliche Zielstellungen zu verfolgen (vgl. Abb. 7.1). Das Unternehmen muss Zahlungsforderungen jederzeit erfüllen können, d. h. die Liquidität des Unternehmens ist sicherzustellen. Darüber hinaus ist für das eingesetzte Kapital eine entsprechende Verzinsung zu erzielen und die Finanzierung ist so zu gestalten, dass keine Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Kapitalgeber und Unternehmen entstehen.

David Müller

Kapitel 1. Merkmale von Unternehmen, Akteuren und Produkten

Ein wichtiger Ausgangspunkt menschlichen Handelns sind Bedürfnisse. Ein Bedürfnis ist ein Mangelempfinden, verbunden mit dem Wunsch nach Befriedigung. Bedürfnisse werden nach ihrer Dringlichkeit in physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Wertschätzungsbedürfnisse und Selbstverwirklichungsbedürfnisse unterschieden.

David Müller

Kapitel 2. Aufbau logistischer Systeme

Materialfluss- und Logistiksysteme gehören zur Klasse der technischen Prozesse, in denen Gegenstände der Logistik als Operatoren und Operanden eingesetzt werden, um Abläufe in Systemen zu realisieren.

Karl-Heinz Wehking

9. Die operative Analyse der Beteiligung HKG im Detail

In meinem Buch Bilanzplanung und Gestaltung – Fallorientierte Bilanzerstellung (Heesen 2012) habe ich anhand einer als „Trichteranalyse“ bezeichneten Vorgehensweise aufgezeigt, wie man schnell und sicher ein Zahlenwerk analytisch mit wenigen Kennzahlen durchforsten kann.Dabei werden Redundanzen ausgeschaltet und eventuelle irreführende und/oder gefährliche Kennzahlen erst gar nicht berücksichtigt. Das Motto dabei war: Um uns auf das Wesentliche konzentrieren zu können, müssen wir die Zusammenhänge verstehen. Und diese Zusammenhänge wurden auch jeweils mathematisch und grafisch dargestellt. So wollen wir auch in diesem Buch wieder vorgehen.Welche Kennzahlen gehören jetzt zu diesem Ansatz?Es sind 14, die sich aus verschiedenen Kennzahlengruppen ergeben und gemeinsam wie ein dickes Analysenetz wirken. Ich sage nicht, dass es keine anderen ebenfalls guten oder sogar besseren Ansätze gibt, aber ich persönlich komme mit den folgenden Größen „sehr weit und sehr tief“.Welche Gruppen sind jetzt betroffen bzw. von aus welchen Gruppen stammen diese Trichterkennzahlen? 1. Vermögenskennzahlen, 2. Kapital und Kapitalstrukturkennzahlen, 3. Liquiditäts‐, Cash‐Flow‐ und Investivkennzahlen, 4. Erfolgskennzahlen, 5. Renditekennzahlen, 6. Kennzahlen zur operativen Stärke. Jetzt werden Sie sagen, dass dies doch die Standardgruppen bei Bilanzanalysen sind. Und damit haben Sie ja auch Recht! Aber die Beurteilung und das Controlling einer Beteiligung sind in erster Linie Standardansätze.

Bernd Heesen

13. Die intelligente Planung der Beteiligung HKG

Bisher haben wir die Ist‐Zahlen unserer Beteiligung analysiert, viel erkannt und auch einiges kritisiert, denn die HKG zeigt doch auch einige Schwächen, besonders im Umlaufvermögen. Wir haben auch teilweise theoretisch gesagt, was man denn hätte tun müssen, aber die Zielzahlen haben wir weder explizit benannt, noch die dann daraus resultierenden Analyseergebnisse mit den Verbesserungen in einer Planung aufgezeigt.Das Wort „theoretisch“ bezieht sich auch noch auf einen anderen „Mangel“. Wir haben nicht dargelegt, wie man denn die Zielgrößen bei der HKG für die Planung bestimmt.Dies wollen wir aber nicht auf uns sitzen lassen und daher werden wir jetzt genau damit fortfahren! Wir wollen auch wieder mit den 15 bekannten Kennzahlen arbeiten und auch die Reihenfolge beibehalten.Womit beginnen wir? Mit den Umsatzerlösen, denn dies ist eine ideale Basis!Ich kenne kein Unternehmen, das nicht mindestens die Umsatzerlöse plant. Lassen Sie uns aber konservativ an die Planung der HKG Zukunft herangehen. Wir starten im ersten Planjahr mit einem kleinen Einbruch, die Weltwirtschaft hat ja in den letzten Jahren gezeigt, dass es nicht immer „nach oben“ geht.Also lassen Sie uns mit folgenden Umsatzerlösen für die folgenden fünf Jahre planen.

Bernd Heesen

4. Berechnung der Kapitalkosten

Um die Berechnung der Barwerte durchführen zu können, ist ein Zins notwendig, den wir bisher immer nur „i“ genannt haben. Ich hatte bisher offen gelassen, wie sich dieser Zinssatz im Detail zusammensetzt, und dieser Frage wollen wir jetzt im Detail nachgehen.Wir wissen bereits aus unseren bisherigen Betrachtungen, dass zukünftige Überschüsse, egal wie definiert, bei der Bewertung auf einen bestimmten Bewertungsstichtag abgezinst werden. Damit gibt der Kapitalkostensatz bei einer EVA‐Betrachtung aber auch die Untergrenze der Verzinsung an, die beim Einsatz des Kapitals erreicht werden muss. Ist die geforderte Rendite (Kapitalzins) kleiner als die erwirtschaftete Rendite (Betriebsergebnis nach Steuern – NOP(L)AT), wird eine Wertsteigerung erwirtschaftet.Leider müssen wir jetzt mit auf den ersten Blick wieder unschönen Formeln arbeiten. Sie werden dann allerdings sehen, dass auch bei diesen Berechnungen die Formeln bei sukzessiver Abarbeitung jeden Schrecken verlieren.Der Zins, den wir i. d. R. nutzen müssen, ist ein Mischsatz, besonders bei Bruttoansätzen (Entity Approaches) in der Bewertung. Dieser setzt sich aus den Erwartungen der Eigenkapitalgeber (Stichwort Dividenden bzw. früher haben wir gesagt „kalkulatorischer Unternehmerlohn“) und den vertraglich mit den Fremdkapitalgebern, also den Banken, verhandelten Kreditzinsen zusammen. Der Mischzinssatz zeigt somit die Verzinsungsansprüche aller Kapitalgeber und beinhaltet auch – dies werden wir später mathematisch integrieren – die Quantifizierung von Risiken.

Bernd Heesen

14. Bewertung der HKG

Die Bewertung ist rein technisch gesehen ja eigentlich eine Art Investitionsrechnung gegen unendlich.Während die Investitionsrechnung allerdings mit Größen des internen Rechnungswesens arbeitet und in der Regel die Ergebnisse vor Steuern berechnet (Heesen 2016), greift die Bewertung auf Werte aus dem externen Rechnungswesen (Plan‐GuV und Planbilanzen) zu und ermittelt die Resultate auf einer Nach‐Steuer‐Basis.Aber die Technik ist immer gleich und uns bereits sehr bekannt. Ein‐ und Auszahlungen, wie immer definiert, saldieren, Diskontsatz berechnen, Zeitwerte zu Barwerte abzinsen, Barwerte aufsummieren, zusätzliche Positionen (z. B. Stille) hinzu‐ und/oder herausrechnen. Oder, wie man bei der Investitionsrechnung oder ich an der Hochschule als Regel immer sage: Saldieren, Diskontieren, Multiplizieren, Kumulieren, Addieren bzw. Subtrahieren. Das eindeutig meistgenutzte Verfahren bei Unternehmensbewertungen haben wir in den vorhergehenden Kapiteln bereits kennengelernt. Es handelt sich um den Ansatz mittels der freien Cash Flows (FCF), wir sprechen vom DCF (Discounted Cash Flow)‐Verfahren.Ist die Bewertung als Gutachten zu erstellen, dann orientiert sich die Auftragsdurchführung fast immer an den Grundsätzen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen (IDW S 1), verabschiedet am 02. April 2008 sowie nach der Unternehmenssteuerreform 2008.Wie Sie in den ersten Kapiteln dieses Buches gesehen haben, gibt es darüber hinaus noch andere Verfahren, die wir aber hier bei der Bewertung der HKG alle vernachlässigen werden.

Bernd Heesen

6. Unternehmensbewertung am Beispiel der Meier GmbH

Schauen wir uns ein zweites, aber erweitertes Beispiel an.Wie bereits mehrfach erwähnt, wird der Unternehmenswert eines Bewertungsobjektes aus dem zukünftigen Nutzen für seine Eigentümer errechnet. Der Unternehmensbewertung liegt somit die Aufgabe zugrunde, den zukünftigen Nutzen der Anteilseigner zu quantifizieren und diesen in finanziellen Größen darzustellen. Daraus resultiert, dass der eigentlichen Unternehmensbewertung eine Business‐, bzw. Unternehmensplanung vorgelagert ist. Dies haben wir ja bereits im ersten Beispiel gesehen – wir hatten eine Plan‐GuV und ‐Bilanz.

Bernd Heesen

15. Weitere Anwendungen im strategischen Controlling und in der strategischen Planung

Abschließend wollen wir uns jetzt noch vier weitere Kurzbeispiele anschauen, in denen die bisher behandelten Themen in komprimierter Form von Bedeutung sind.Dabei können wir sowohl das strategische Controlling als auch die strategische Planung als Basis für diese Beispiele sehen, mitunter also auch das Beteiligungscontrolling bzw. ‐management.In allen Fällen sind aber EVA‐ und FCF‐Betrachtungen sowie Bewertungen relevant.

Bernd Heesen

7. Unternehmensbewertung am Beispiel der ABH GmbH

Schauen wir uns ein drittes, aber wiederum erweitertes Beispiel an. In diesem Folge‐Beispiel werden wir noch mehr Bewertungsansätze kennen lernen. Es geht mir in diesem Beispiel noch nicht um weitere Details, sondern darum, Techniken noch einmal anzuwenden, weiteren Verfahren zu sehen und die Wissensbasis bei Bewertungen generell weiter zu vergrößern.

Bernd Heesen

2. Wertorientierte Unternehmensführung

Wie auch in Kap. 1 gilt hier, dass zunächst nur ein Überblick gegeben wird, der auf der existierenden Literatur basiert. Details, besonders zu den Berechnungen, folgen dann später, wenn wir uns mit den Beispielunternehmen beschäftigen und mit dessen Zahlen das Beteiligungscontrolling und die Bewertung Schritt für Schritt und mit entsprechendem Tiefgang durchsprechen.Die wertorientierte Unternehmensführung ist schon seit einigen Jahren bekannt und hatte sicherlich schon einmal einen Höhepunkt erreicht. Dann wurde aber zunehmend auch Kritik laut, dass es nicht sein kann, alles in einer Unternehmung der Wertsteigerung für den „Shareholder“ zu unterwerfen, sondern es seien primär das ganze Umfeld, also die „Stakeholder“ (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und u. a. Anteilseigner etc.) zu berücksichtigen.Ich persönlich bin sicherlich ein Anhänger von Wertsteigerungsmanagement, allerdings haben wir auch in der deutschen Wirtschaft (wie immer) entsprechende Übertreibungen gesehen und somit hat dieser Managementansatz derzeit leider einen negativen Beigeschmack.

Bernd Heesen

11. Fortsetzung drittes Beispiel – Strategische Analyse der Beteiligung

Wir sind wieder zurück im Zahlenmaterial der HKG.Zur Berechnung der periodischen EVA wird als Rechnungskomponente für die Beurteilung das Betriebsergebnis (operatives Ergebnis) herangezogen. Wir starten also wieder in der GuV der Beteiligung.Schauen Sie noch einmal in unsere GuV in der strukturierten Darstellung. Das Betriebsergebnis steht ziemlich in der Mitte, aber auf jeden Fall oberhalb der Steuern.Somit ist das Betriebsergebnis auch eine Vor‐Steuer‐Größe. Die Kapitalkosten WACC, die wir beim EVA‐Controllingansatz benötigen, sind hingegen bekanntlich eine Nach‐Steuer‐Größe.Daher müssen wir hier noch die bekannte Anpassung vornehmen.

Bernd Heesen

8. Das finale Echt-Beispiel – Die HKG

Nachfolgend werden wir uns mit der Tochterunternehmung einer mittelständischen bayerischen Firma beschäftigen. Die „Mutter“ als auch die „Tochter“ stehen zum Verkauf an, da die Eigentümerfamilie keine eigenen Kinder hat und somit dieser Schritt (leider) notwendig wurde.Sowohl die „Mutter“ als auch die hier dargestellte „Tochter“ sind im Stahlbau tätig, seit Jahren erfolgreich, und daher ist auch der Veräußerungszeitpunkt recht günstig.Zunächst ist es wie immer notwendig, das Beispielunternehmen und die (Ausgangs‐)Zahlenlage kennenzulernen.Nennen wir unsere Gesellschaft HKG – Heesen Konstruktionsbau GmbH, der (fiktive) Sitz ist Burghausen in Oberbayern.Unter Konstruktionsbau wird in erster Linie die Planung und Produktion von Führerständen für Bagger und Kräne jeder Art verstanden, also „Käfige“ auf Maß. Unterschätzen Sie bitte aber nicht die Komplexität dieser „Käfige“.Wie immer in meinen Büchern und bei den vorhergehenden Beispielen werden wir auch in diesem dritten Beispiel wieder Excel basiert arbeiten, allerdings ist dieses Mal die Datei bzw. das Excel Tool um einiges umfangreicher und komplexer. Erschrecken Sie bitte nicht, wenn Sie zum ersten Mal einen Blick darauf werfen.Diejenigen von Ihnen, die bereits andere Bücher von mir zu Bilanzthemen gelesen oder sagen wir besser durchgearbeitet haben, werden eine Art Déjà‐vu‐Erlebnis haben, denn ich habe die aus diesen Büchern bereits bekannten Excel‐Dateien um die Beteiligungs‐ und Bewertungsaspekte weiterentwickelt.

Bernd Heesen

3. Unternehmensbewertung

Wenn Sie jetzt die nächsten Seiten lesen und auch dabei die Quellenangaben ein wenig im Auge behalten, dann wird ihnen auffallen, dass diese Quellen fast alle recht alt sind.Die Unternehmensbewertung ist nichts Neues, auch wenn noch viele Bücher dazu erscheinen. Die „Vorarbeiten“ wurden aber alle von den im folgenden Kapitel zitierten Klassikern geleistet, und die haben ihre Erkenntnisse in den 90er‐Jahren des letzten Jahrhunderts schwerpunktmäßig publiziert.Die neuen Bücher gehen aus meiner Erfahrung immer stärker in Richtung von Detailfragen wie die steuerliche Handhabung und die richtige Berechnung von Cash Flows nach Steuern aus verschiedenen Blickwinkeln. In der eigentlichen Bewertung hat sich aber nichts Neues mehr getan.Deshalb bin ich auch einerseits eher ein „Fan“ dieser Klassiker, die ich hier auch fast ausschließlich anführe. Das erachte ich nur als fair, denn die neueren Werke basieren in ihren Ausführungen auch darauf, und dann zitiere ich doch lieber das Original.Steuerliche Detailbetrachtungen lasse ich ganz außen vor – mir geht es um den Überblick und nicht um Details. Dafür gibt es aber auch genügend aktuelle Literatur, die aber leider aufgrund des sich so schnell ändernden Steuerrechts nur begrenzte zeitliche Aktualität aufweist.

Bernd Heesen

12. Bilanz- und GuV-Planung

Die Unternehmensbewertung basiert nicht auf historischen, sondern Plandaten. Wir brauchen also immer Planbilanzen und ‐GuV.Die historische Analyse ist aber insofern wichtig, damit wir Verbesserungen in der Vergangenheit erkennen und damit weitere Optimierungsmöglichkeiten besser einschätzen, unrealistische Planungen auch als solche erkennen und argumentativ als nicht haltbar herausstellen können.Bei der Planung von Firmen tun sich viele Damen und Herren, auch mit vielen Berufsjahren, jedoch schwer, weil sie einerseits unsicher in der Bilanz und GuV sind und andererseits nicht genau wissen, wie man ein solche (einfach) aufbaut.Daher möchte ich Ihnen an einem ganz anderen Beispiel zuerst aufzeigen, wie sie ganz logisch, dem HGB‐Gliederungssystem der GuV und Bilanz folgend, ein tolle Planung aufbauen können, von denen Dritte, in erster Linie Vorgesetzte, potenzielle Investoren und Banken, begeistert sein werden.Eine Planung ist damit eigentlich nichts anderes als ein „Business Case“. Solche muss ich mir sehr häufig, schon von Berufswegen her, im Auftrag von Banken, die nämlich später finanzieren sollen, anschauen.Ich habe neben meiner Akademie ja auch eine Gesellschaft, die nichts anderes tut als Abschlüsse zu analysieren (wie hier die HKG), Planungen aufzubauen und Bewertungen durchzuführen. Klicken Sie im Internet einmal auf www.abh-partner.deWas haben fast alle Planungen, die mir vorgelegt wurden, gemein?Ganz viel Text (80–90 %) und wenig Rechnungen und so gut wie nie eine Plan‐GuV und Planbilanz.

Bernd Heesen

6. Erfolgsfaktoren aus Sicht eines Gründers und Unternehmers

Prof. Dr. Christian Pätz hat mehrere Jahre industrienahe Forschung an der TU Chemnitz betrieben und im Jahr 2000 sein erstes Unternehmen gegründet. Mit dem Businessplan der von ihm und einem weiteren Ingenieur gegründeten Peppercon AG hat er mehrere Businessplanwettbewerbe gewonnen und auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach dem Platzen der sog. „Dotcom-Blase“ eine Risikokapitalfinanzierung für sein Start-up-Unternehmen hinbekommen. Nach vier Geschäftsjahren wurde die Peppercon AG an das US-amerikanische Unternehmen Raritan Computers International verkauft. Das Team von Peppercon hatte bis 2007 die Gesamtverantwortung für das Produktmanagement und das Produktmarketing sowie die Entwicklung der Raritan Inc. in Zwickau inne.

Anna Nagl

1. Module eines Business-/Geschäftsplans

In diesem Kapitel werden Aufbau und Inhalt der einzelnen Module erläutert. Eine Checkliste am Ende des jeweiligen Abschnittes gibt einen kurzen Überblick über wichtige Fragestellungen eines Business-/Geschäftsplans und zeigt mögliche Fehlerquellen auf.

Anna Nagl

5. Erfolgskriterien aus Sicht der Bank

Im Folgenden beschreibt Christian Kreiß, Studiendekan des Masterstudiengangs Industrial Management und Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Investition und Finanzierung an der Hochschule Aalen, die Erfolgskriterien eines Business-/Geschäftsplans aus Sicht eines Kreditinstitutes. Christian Kreiß war knapp zehn Jahre lang überwiegend im Kreditbereich Firmenkunden von Banken tätig, zuletzt als Leiter der IPO-Stelle bei dem Bankhaus Reuschel (heute DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft). Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit dort war die kritische Beurteilung von Business- und Geschäftsplänen hinsichtlich Kreditwürdigkeit, der Möglichkeit, Eigenkapital einzuwerben und der Beurteilung der Börsenfähigkeit. Unterstützt wurde Christian Kreiß bei diesem Kapitel von Florian Wiesbauer, Masterabsolvent und Unternehmensnachfolger der Wiesbauer GmbH & Co. KG, Bietigheim-Bissingen.

Anna Nagl

3. Business Case: Brillenfassungen aus dem 3D-Drucker

In Kap. 3 stellt der Autor und Unternehmensgründer Yannick Fetsch einen Business Case samt ausführlicher Sensitivitätsanalyse und Rentabilitätsplanung vor. Fetsch gibt dem Leser einen umfangreichen Überblick zu den Inhalten und Bestandteilen eines unternehmensinternen Business Case anhand des konkreten Praxisbeispiels einer „Sortimentserweiterung mittels individuell angefertigter Brillenfassungen aus dem 3D-Drucker“. Die detaillierten Annahmen beruhen auf realen Werten und sorgfältig recherchierten Prognosen. Da das Unternehmen fiktiv ist, werden alle Zahlen und Daten für den Leser offen gelegt, wodurch dieser die Zusammenhänge und Hintergründe sehr gut nachvollziehen kann. Dieser Business Case zur Sortimentserweiterung mit 3D-gedruckten Brillenfassungen von Yannick Fetsch kann als State of the Art betrachtet werden und als sehr gute Grundlage für die Erstellung eines eigenen Business Case dienen.

Anna Nagl

7. Praxisbeispiel: Unternehmensbewertung

In einem Nachfolgeprozess ist die Unternehmensbewertung das Kernstück. Dieses zentrale und sehr umfassende Thema birgt nicht selten Konfliktpotenzial, da Käufer und Verkäufer zwar das gleiche Ziel, nämlich die Weiterführung des Unternehmens – jedoch den Preis betreffend meist ganz unterschiedliche Vorstellungen – haben. Pascal Zurbuchen, potenzieller Nachfolger der Optiker Svec GmbH, Amriswil, Schweiz, geht in diesem Kapitel auf gängige Methoden einer Unternehmensbewertung und deren praktische Anwendung im Fall einer konkreten Unternehmensnachfolge ein. Im ersten Teil dieses Kapitels wird ein Augenoptikbetrieb mit der Substanzwert-Methode, der Ertragswert-Methode, der „Mittelwert-/Praktiker-Methode“, der Discounted Cashflow-Methode und der Multiplikatoren-Methode bewertet. Die Ergebnisse der unterschiedlichen Bewertungsmethoden werden miteinander verglichen und daraus Schlüsse hinsichtlich eines möglichen Transaktionspreises gezogen. Ist bei einer Unternehmensnachfolge die große Hürde der Einigung auf einen für beide Seiten akzeptablen Preis genommen, steht die Frage der Finanzierung an. Daher wird im zweiten Teil dieses Kapitels auf verschiedene gängige und auch eher unkonventionelle Finanzierungsmöglichkeiten einer Unternehmensübernahme eingegangen. Dieses Kapitel schafft also einen einfachen und praxisorientierten Einstieg in die komplexe Thematik der Unternehmensbewertung und entsprechender Finanzierungsmöglichkeiten.

Anna Nagl

Kapitel 3. Die Fallstudie der ZF Friedrichshafen AG

Aufbauend auf den theoriebasiert gewonnenen Erkenntnissen der Kapitel I.1 und I.2 beinhaltet Teil II eine Untersuchung post-akquisitionaler Prozesse am Beispiel des Übernahmeprozesses der ZF Friedrichshafen AG. Mit einem Volumen von 12,4 Milliarden US-Dollar handelt es sich um eines der größten Übernahmegeschäfte im Jahr 2014. Zur Erforschung der Post Merger Integration einer internationalen, grenzüberschreitenden Akquisition wurde der Arbeit ein eingebettetes Fallstudiendesign zugrunde gelegt.

Kathrin Pfeifle

82. Glossar

Das Glossar enthält rund 120 ökonomische Fachbegriffe, die im Zusammenhang stehen mit den im vorliegenden Buch behandelten Ökonomen.

Lars Wächter

4. Ökonomie als Selbstorganisation

In diesem Kapitel wird hauptsächlich die Gründung und Entwicklung privater Haushalte (Abschn. 4.1), privater Unternehmen (Abschn. 4.2) und privater Verbände (Abschn. 4.3) näher betrachtet und damit die „Gestaltung der Ökonomie von unten“ hervorgehoben. Die Gründung öffentlicher Betriebe wird kurz in Abschn. 4.4 angesprochen. Die als Belege und als Orientierungsgrößen für die quantitative Einordnung der Befunde herangezogenen Daten sind überwiegend nur schwer zu finden und teilweise nicht veröffentlicht; manche sind durch Sonderauswertungen gewonnen worden. Die angeführten Zahlen dienen dazu, die Argumente für eine in Teilen neue Sichtweise auf die Wirtschaft und das Wirtschaften nachvollziehbar zu belegen.

Michael-Burkhard Piorkowsky

4. Angebot

Dieses Kapitel analysiert, wie Gesundheitsdienstleistungen erstellt und zu welchen Preisen sie angeboten werden. Es handelt sich folglich überwiegend um betriebswirtschaftliche Aspekte der Gesundheitsökonomik. Die meisten Lehrbücher vermeiden es, betriebs- und volkswirtschaftliche Aspekte gemeinsam zu behandeln. Dies liegt zum einen an der traditionellen Trennung dieser Fächer in der akademischen Lehre, zum anderen aber auch daran, dass sich die meisten Lehrbücher der Gesundheitsökonomik an Studierende des Hauptstudiums der Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre richten, die bereits die Grundlagen des jeweils anderen Faches verpflichtend studiert haben. Für Mediziner, Gesundheitswissenschaftler oder Pflegekräfte ohne Grundkenntnisse dieser Fächer ist es absolut notwendig, auch die betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Leistungserstellung im Betrieb zu analysieren. Hierzu dient dieses Kapitel.

Steffen Fleßa, Wolfgang Greiner

4. Die Anwendung

Die Prinzipien der ganzheitlichen, integralen Business Ethik 3.0 werden auf die Wirtschaft angewendet. Nachhaltigkeit wird nach Hans-Peter Dürr definiert, dem die Erhaltung des Status quo nicht genügt, sondern der darauf Wert legt, dass das Lebende lebendiger gestaltet wird, wenn der Mensch schon in seine Umwelt eingreift. Das führt zu einer nachhaltigen Unternehmensführung sowie zu nachhaltigen Beziehungen zu Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern und allen Geschäftspartnern. Dazu gehören auch ethisches Verbraucherverhalten und eine nachhaltige, belastbare Verantwortung für unsere Umwelt. Das unmoralische Verhalten trotz detaillierter Ethikrichtlinien wird am VW-Skandal erläutert und es folgen die deutlichen Verbesserungen in der chemischen Industrie. Der Haager Ethikkodex ist das Ergebnis dieser Bemühungen. Die Quelle für Ethik und Moral ist das innere Wachstum des Individuums. Als Nebeneffekt wachsen Intuition, Kreativität und Innovation. Durch Achtsamkeitsübungen wachsen die Resilienz, die Gehirn- und Immunfunktionen werden verbessert, Angst und Depressionen verringert, Stress besser bewältigt, Schmerz und koronare Herzerkrankungen reduziert und die Lebensqualität verbessert. Einmal auf diesem Weg der Bewusstseinserweiterung, verhält sich das Individuum ethisch und moralisch einwandfrei, nicht weil es muss, sondern weil es gar nicht anders kann. Bessere Ergebnisse und nachhaltiger Unternehmenserfolg sind eher gewährleistet.

Erhard Meyer-Galow

6. Controlling in der Immobilienprojektentwicklung

Der Projektentwicklungsprozess ist eine arbeitsteilige und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Ziel, eine individuelle Immobilie zu planen, zu realisieren und zu vermarkten. Die sich hieraus ergebende Heterogenität und das große Spektrum von Einflussfaktoren bringt eine Vielzahl von Risiken mit sich. Die Aufgabe des Controllings innerhalb des Projektentwicklungsprozesses ist die Sicherung der Projektziele: Kosten, Termine und Qualitäten. Unerlässlich für das Controlling ist ein aktives Risikomanagement.„Immobiliencontrolling ist ein ganzheitliches Instrument zur Durchsetzung von Eigentümerzielen, das selbstständig und kontinuierlich bei Immobilien entsprechende Informations-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben definiert und wahrnimmt.“ (Metzner 2002, S. 50)Das Controlling bei einer Immobilienprojektentwicklung hat die Besonderheit, dass es nur wenige sich wiederholende Prozesse gibt und damit der klassische Controlling-Regelkreis nur bedingt anwendbar ist. Das Controlling bei einer Immobilienprojektentwicklung ist vielmehr linienförmig und beginnt mit der Definition der Projektidee und endet mit der Fertigstellung bzw. der Inbetriebnahme der Immobilie.Betrachtet man die Ebene des Projektentwicklers mit einem Portfolio von mehreren Immobilienprojektentwicklungen, so können Erfahrungen aus vergangenen Projektentwicklungen in den Steuerungsprozess von neuen Projektentwicklungen einfließen.Im Folgenden wird das Controlling auf Ebene der Immobilienprojektentwicklung behandelt und die enge Verzahnung zwischen Controlling und Risikomanagement dargestellt.

Florian Spitra

11. Private-Equity-Controlling – Controlling und Controllinginstrumente in Private-Equity-geführten Unternehmen

Die Übernahme durch einen Private-Equity-Gesellschafter bedeutet für ein Unternehmen und dessen Controlling meist erhebliche Veränderungen. Für das Controlling resultieren diese sowohl aus einmaligen Aufgabenbündeln – bspw. die Mitwirkung in der Akquisitionsphase – als auch aus veränderten Ansprüchen des Gesellschafters bzgl. Planungs-, Informations- und Kontrollsystem während der Beteiligungsphase. Damit das Controlling sich und seine Instrumente optimal auf die neuen Gegebenheiten ausrichten kann, lohnt ein Perspektivenwechsel: Welche Zielsetzung verfolgt der Private-Equity-Gesellschafter, und was sind seine wesentlichen Anforderungen und Werttreiber?Aufgrund des Private-Equity-Geschäftsmodells sind die Ziele und Werttreiber des Gesellschafters für das Controlling recht transparent und somit gut in das Controllinginstrumentarium integrierbar. Als das vorrangige Ziel für den Gesellschafter gilt die Maximierung vom Marktwert des Eigenkapitals, welcher sich vereinfacht mittels Multiplikatorverfahren herleiten lässt. Diese Spitzenkennzahl ist mithilfe der finanziellen Größen EBITDA und Nettoverschuldung auf unterschiedlichsten Unternehmensebenen leicht operationalisierbar und damit in das Controllinginstrumentarium integrierbar – was sich anhand eines Fallbeispiels eines mittelständischen Konzerns gut veranschaulichen lässt.

Robert Christian Schmidt

1. Wieviel Controlling brauchen Startups? Erfahrungen aus der Praxis am Beispiel der Talentcube GmbH

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Controlling für Startups, weil sie zum einen die Innovationskraft einer Volkswirtschaft repräsentieren und zum anderen ein besonders hohes Insolvenzrisiko haben. Die Autoren sind daher der Problematik nachgegangen, wie Startups durch ein pragmatisches Controlling ihre langfristigen Überlebenschancen verbessern können. Es wird differenziert dargestellt, welche Controlling – Instrumente bei Startups zum Einsatz kommen und welche Chancen sich daraus für das Management der jungen Unternehmen ergeben. Am Beispiel des Münchner Startups Talentcube GmbH, dass seit 2015 im Markt für Online-Bewerbungen in Deutschland aktiv ist, wird analysiert, wie eine erfolgreiche Controlling-Strategie zur Zielerreichung beitragen kann. Abschließend wird auf weitere Anknüpfungspunkte, die sich für die Forschung bezüglich des Controllings bei Startups ergeben, verwiesen.

Susanne Theresia Weber, Stefan Tilch

1. Projekte und Projektmerkmale

Wie im täglichen Leben, so tun sich auch Im Vollzug der Tätigkeit von Unternehmen und anderer Organisationen immer wieder PROBLEME auf, die – mehr oder weniger dringlich – gelöst werden müssen.

Siegfried von Känel

Kapitel 2. Strategien und Struktur produzierender Unternehmen

Dieses Kapitel behandelt den betriebs- und volkswirtschaftlichen Kontext produzierender Unternehmen und erläutert Strategien, Ziele und Strukturen produzierender Unternehmen näher. Zunächst wird die Produktion als Leistungseinheit in die volkswirtschaftliche Leistungserstellung eingeordnet und deren Bedeutung dargestellt. Den Anschluss bildet eine Übersicht zu den Rechtsformen produzierender Unternehmen. Darauf folgend warden Aufbau- und Ablauforganisation eines Produktionsunternehmens anhand des St. Galler Management-Modells und des Stuttgarter Unternehmensmodells Ansätze beschrieben, die einen ganzheitlichen und generischen Rahmen liefern. Den Abschluss bilden Strategien und Ziele, die aus verschiedenen Perspektiven und auf unterschiedlichen Ebenen des Unternehmens diskutiert werden. Im Wertschöpfungsmodell der Produktion (Abschn. 2.4.3.3) behandelt die Produktionsstrategie die Ebenen Produktionsnetz und Fabrik (Strukturperspektive). Sie betrachtet (und gestaltet) den Wertschöpfungsprozess (Prozessperspektive). Die Produktionsstrategie gestaltet zunächst das Unternehmen, im laufenden Betrieb ist die erarbeitete Strategie dann konsequent umzusetzen (Systemperspektive). Abb. 2.1 visualisiert den Betrachtungsgegenstand.

Viktor Balzer, Thomas Schrodi, Hans-Hermann Wiendahl

Kapitel 9. Konjunkturpolitik

Konjunkturschwankungen sind vor allem als Nachfrageschwankungen ein großes volks- und betriebswirtschaftliches Problem und nur sehr eingeschränkt durch die Wirtschaftspolitik beeinflussbar. Im folgenden Vorlesungsabschnitt wollen wir das Konjunkturphänomen und die Auswirkungen auf die Wirtschaft analysieren und die Gründe für Konjunkturschwankungen aufzeigen.

Christian A. Conrad

Unternehmensführung

Unternehmensführung umfasst den Planungs-, Entscheidungs-, Kontroll- und Steuerungsprozess zur Ausrichtung des lang-, mittel- und kurzfristigen Handelns der Mitarbeiter im Unternehmen sowie auch der mit dem Unternehmen kommunizierenden Personen und Institutionen außerhalb des Unternehmens, stets verbunden mit einem spezifischen Führungsverhalten. Damit handelt es sich um einen multipersonalen, mehrstufigen und z. T. nach dem Regelkreisprinzip ablaufenden Prozess der Informations-verarbeitung, Willensbildung und -durchsetzung von Führungskräften gegenüber anderen Personen sowie der Übernahme der hiermit verbundenen Verantwortung.Inhalte des Kapitels Unternehmensführung sind daher die Beschreibung der Vision, Mission und Unternehmensziele, der Shareholder-Value-Ansatz, die Produkt-Markt-Segmentierung mit Betrachtung der Marktattraktivität und Ressourcenposition, die strategischen Optionen unter Beachtung der Wettbewerbsposition, die operative Unternehmensführung mit den Handlungsfeldern Personalmanagement und Organisationsentwicklung, die Beschaffung von Baustoffen, Gerät und Material sowie Verbrauchsstoffen, Managementsysteme für Qualität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz, das Controlling und Risikomanagement. Das Kapitel wird abgerundet durch die Verfahren der Unternehmensbewertung.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Dirk Schlüter

Bauwirtschaftslehre – Grundlagen

Die Bauwirtschaftslehre als spezielle Betriebswirtschaftslehre ist Grundlage des wirtschaftlichen Handelns der am Planen, Bauen und Betreiben von Bauten und Anlagen Beteiligten. Lange sehr stark auf die Technik fokussiert, werden heute professionell ausgerichtete bauwirtschaftliche Funktionen und Prozesse als entscheidende Erfolgsfaktoren in den Unternehmen akzeptiert und angenommen. Zunächst werden die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre erläutert. Dazu zählen Begriffe wie Markt, Angebot und Nachfrage, Kosten, Rentabilität, Konjunktur und Tarifrecht. In der Unternehmensrechnung sowie der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung werden die Grundlagen zur Erfassung, Darstellung, Auswertung und Überwachung aller Geld- und Güterströme in (Bau-)Unternehmen vermittelt. Im Kapitel Unternehmensfinanzierung werden schließlich die Ziele und Einflussfaktoren der Finanzierung eines Unternehmens sowie alternative Finanzierungsformen dargestellt.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Ayosha Aghazadeh

3. Finanzierungsformen für investive Zwecke

Das Ziel von Kap. 3 besteht darin, dem Leser einen fundierten Überblick über die wesentlichen Finanzierungsformen zu verschaffen, die Unternehmen zur Verfügung stehen. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen die Eigenkapitalfinanzierung, die langfristige Fremdkapitalfinanzierung einschließlich Leasing, die als Mezzanine Finance bezeichnete „Mischfinanzierung“, bestehend aus Eigen- und Fremdfinanzierungsmerkmalen, sowie die wichtigsten Maßnahmen der Innenfinanzierung. Die Finanzierungsformen werden auf Basis praxisnaher Beispiele erörtert und es wird bei einigen Formen der Zusammenhang zu den Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung aus Kap. 2 hergestellt.

Ralf Kesten

4. Finanzderivate

In diesem Kapitel werden Begriff, Merkmale, Ziele und wichtige Arten von Finanzderivaten vorgestellt und deren elementare Funktionsweise mittels einer Vielzahl von (teils bewusst vereinfachten) Beispielen verdeutlicht. Die sog. bedingten Termingeschäfte werden anhand von Aktienoptionen erörtert. Das Forward Rate Agreement sowie die Financial Futures erklären die Arbeitsweise der sog. unbedingten Termingeschäfte. Ausführungen zu den in der Praxis beliebten Zinsswaps sowie zu Kreditderivaten beschließen das Kapitel.

Ralf Kesten

Kapitel 10. Die Motivtypen in verschiedenen Laufbahnen

Sobald Sie Ihr Motivprofil kennen, geht es darum herauszufinden, in welchem Umfeld ihm am besten entsprochen werden kann, damit Ihr Motivationsniveau und Ihre Zufriedenheit dauerhaft hoch sind. Für alle, die ihren Karriereweg (noch) frei wählen können, ist es sinnvoll, sich für eine Aufgabe zu entscheiden, die zum eigenen Profil passt. Das erspart Arbeitsplatz- und Arbeitgeberwechsel, Motivationseinbrüche und Leistungsblockaden. Sitzen Sie beruflich schon fest im Sattel, erhalten Sie in Kap. 14 Tipps, wie Sie Aufgaben und Motive besser aufeinander abstimmen können.

Barbara Haag

3. Finanzierungsmöglichkeiten und Finanzierungspartner

In diesem Kapitel erfahren Sie neben den Unterschieden von Innenfinanzierung und Außenfinanzierung insbesondere, wie die Innenfinanzierung grundsätzlich deutlich erhöht werden kann. Es wird auch dargestellt, weshalb eine hohe Innenfinanzierung zwar die Stabilität und Unabhängigkeit eines Unternehmens grundsätzlich erhöht, die Außenfinanzierung jedoch die Rendite/Verzinsung des Eigenkapitals der Gesellschafter und die Flexibilität des Unternehmens steigert.

Christopher Käser-Ströbel

1. Einführung

Was bedeutet „Finanzierungssicherheit“?

Christopher Käser-Ströbel

Kapitel 5. Handlungsempfehlungen

Abschließend werden Handlungsempfehlungen an die Hauptakteure dieses Buches gerichtet, die Sidepreneure. Die Autoren haben viel über diese Personengruppe gesprochen, wollen aber abschließend noch Tipps für den erfolgreichen Start und darüber hinaus geben. Anschließend erfolgen jeweils kurze Anregungen an Unternehmen in ihrer Rolle als Arbeitgeber sowie an die Politik.

Sebastian Pioch, Peter Lutsch, Juliane Benad

Kapitel 6. Muster und Materialien

Neben dem Satzungsmuster nach der AO werden eine eigenständige Mustersatzung sowie zahlreiche weitere Materialien, die für die Praxis wichtig sind, hier abgedruckt.

Christina Weidmann, Ralf Kohlhepp

Kapitel 5. Die Besteuerung der gGmbH

Das Steuerrecht hat die weitestgehende Bedeutung für gemeinnützigkeitsrechtliche Fragestellungen der gGmbH. Die Grundzüge setzen sich aus den Regelungen zur Besteuerung aller sonstigen gemeinnützigen Körperschaften im deutschen Steuerrecht und den Besteuerungsreglungen für Kapitalgesellschaften zusammen. Die Darstellung verfolgt das Ziel, die Besteuerung im Lebenszyklus der gGmbH nachzuzeichnen, um eine schnelle Orientierung in der jeweils zu beurteilenden Situation zu ermöglichen. Auch werden die wesentlichen steuerlichen Themengebiete mit der gebotenen Ausführlichkeit behandelt. Unterschieden werden muss zwischen den steuerlichen Konsequenzen des Eintritts in die Gemeinnützigkeit, der laufenden Besteuerung und der steuerlichen Behandlung bei einer Beendigung des gemeinnützigen Engagements. Ebenfalls zu unterscheiden sind die jeweiligen Steuerfolgen auf Ebene der Gesellschaft und auf Ebene des übergeordneten Trägers, wobei dort wiederum zu unterscheiden ist, ob die Trägerschaft von einer oder mehreren Privatpersonen, von einer nicht gemeinnützigen Kapitalgesellschaft oder von einer gemeinnützigen Organisation (Stiftung, Verein, gGmbH) ausgeübt wird.

Christina Weidmann, Ralf Kohlhepp

2. Das Rüstzeug oder: Die Kompetenzen, die ich habe – und was ich sonst noch so alles bräuchte

In diesem Kapitel schauen wir zunächst auf das, was da ist: Wissen und Fähigkeiten, die Sie bereits besitzen – vielleicht, ohne dass Sie es bisher wussten! Diese sind Ihre Basis für den Start ins Berufsleben. Aber wir schauen uns auch die Grenzen von Wissen und Fähigkeiten an.Anschließend skizzieren wir die notwendigen Soft Skills, zu denen vor allem das Wissen um Teamworking sowie Kompetenzen in der Kommunikation und der Unterscheidung zwischen Sach- und Beziehungsebene gehören. Auch dem Thema Führung ist ein breiter Abschnitt gewidmet, da Sie sich vermutlich in Ihrem Berufsleben aktiv oder passiv damit auseinandersetzen werden.Im dritten Teil gehen wir auf die notwendigen wirtschaftlichen Basiskenntnisse ein, die im Berufsleben unabdingbar sind. Sie werden Begriffe wie Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Rentabilität oder Opportunitätskosten kennenlernen. Und wir geben Ihnen Hinweise, wo Sie all dieses Wissen außerhalb der Universität praxisnah weiter lernen können.

Lukas von Hippel, Thorsten Daubenfeld

11. Immobilienfinanzierung und Finanzmarktstabilität

Der Erwerb eines Eigenheims ist die finanziell anspruchsvollste und folgenreichste Entscheidung im Leben der meisten Bürgerinnen und Bürger. Der Kaufpreis einer Immobilie übersteigt das verfügbare Eigenkapital in der Regel um ein Vielfaches. Zur Finanzierung ist deshalb die Aufnahme eines Hypothekendarlehens erforderlich. Die daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen bestehen über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten fort. Während dieser Zeit muss das Haushaltseinkommen stets hoch genug sein, um die Kreditraten bedienen zu können und trotzdem genügend Geld „zum Leben“ zu haben. Einkommen und Vermögen sind jedoch innerhalb der Marktwirtschaft ungleichmäßig verteilt, sodass nicht jeder Haushalt der finanziellen Belastung des Wohneigentumserwerbs gewachsen ist. Werden Immobilienkredite auf breiter Front zu leichtfertig vergeben, können finanzierende Banken in Schieflage geraten und die Finanzmarktstabilität gefährdet sein.

Oliver Lerbs

13. Sicherung des Alterskonsums durch Wohneigentum

Die Bildung von selbst genutztem Wohneigentum dient sowohl der Deckung des Wohnbedarfs als auch der Vermögensbildung. Selbstgenutztes Wohneigentum ist daher gleichzeitig Konsum- und Investitionsgut. Das in der selbst genutzten Immobilie gebundene Vermögen ist für viele Haushalte der größte Posten in der Vermögensbilanz. Im Gegensatz zu anderen Spar- und Anlageformen ist die Liquidität von Wohneigentum allerdings sehr gering. Insbesondere fehlt es in Deutschland bislang an standardisierten Produkten, die es Seniorenhaushalten ermöglichen, das in der selbst genutzten Immobilie gebundene Eigenkapital zu nutzen, ohne den Wohnort wechseln zu müssen. Eine Möglichkeit, die Liquidität im Alter zu erhöhen und gleichzeitig das Wohnrecht an der Immobilie zu erhalten, bieten sogenannte Immobilienverzehrprodukte, die insbesondere im angelsächsischen Raum verbreitet sind. Im Folgenden werden zunächst die Vorteile solcher Finanzmarktinstrumente für die Nachfrager beschrieben. Anschließend werden unterschiedliche Ausgestaltungsmöglichkeiten für Immobilienverzehrprodukte dargestellt. Darauf aufbauend werden mögliche angebotsseitige Hemmnisse diskutiert. Es folgt ein kurzer Überblick über die Märkte für Immobilienverzehrprodukte in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA. Abschließend werden mögliche Politikimplikationen erörtert.

Oliver Arentz

1. Verbreitung von Wohneigentum in Deutschland

Selbstgenutztes Wohneigentum ist in Deutschland weniger verbreitet als das Wohnen zur Miete. Hierzulande leben nur rund 45 Prozent der Haushalte in den eigenen vier Wänden (Sagner und Voigtländer 2019). Die Wohneigentumsquote stagniert seit 2010. Auch in den letzten Jahren, die von historisch niedrigen Zinsen für Hypothekendarlehen geprägt waren, hat die Wohneigentumsbildung nicht an Fahrt aufgenommen. In der aktuellen politischen Diskussion spielt Wohneigentum eine untergeordnete Rolle. Zwar wurde 2018 das Baukindergeld eingeführt, das junge Familien bei der Finanzierung einer Eigentumsimmobilie unterstützen soll, in der breiten politischen Debatte dominieren jedoch Diskussionen um die Mietpreisbremse, den sozialen Wohnungsbau und in Teilen sogar die Enteignung von Wohnungsunternehmen. Dieser Beitrag beschreibt im Folgenden die Verbreitung von Wohneigentum in Deutschland. Dabei wird zum einen näher auf die regionale Verbreitung von Wohneigentum eingegangen und zum anderen die Wohneigentumsquote anhand verschiedener sozioökonomischer Variablen dargestellt. Anschließend wird die Entwicklung der Ersterwerberhaushalte, derjenigen Haushalte, die zum ersten Mal vom Mieter zum Wohneigentümer werden, betrachtet.

Pekka Sagner

5. Finanzen

Investition und Finanzierung hängen eng zusammen, denn jede Investition muss auch finanziert werden. Planung und Controlling spielen dabei eine große Rolle. Unterschiedliche Unternehmenszusammenschlüsse und die damit verbundene Unternehmensbewertung werden erklärt.

Gerd-Inno Spindler

7. Konstitutive und funktionale Entscheidungen

In einem Unternehmen sind eine Reihe von Entscheidungen zu treffen, die zum Teil den Ablauf im Unternehmen betreffen, aber auch Entscheidungen, die grundsätzlicher und langfristiger Natur sind. Funktionale Entscheidungen betreffen die Bereiche Produktion (Produktionsverfahren, Produktionsprogramm), Absatz (Vertrieb, Marketing), Finanzierung (Eigenkapital, Fremdkapital) und Investition (DCF-Rechnung). Konstitutiven Entscheidungen sind bei Gründung und bei Veränderungen im Unternehmen zu treffen und betreffen die Wahl der Rechtsform, Kooperationsentscheidungen und die Standortwahl (Wöhe und Döring 2013; Vahs und Schäfer-Kunz 2015).

Gerd-Inno Spindler

4. Betriebliches Rechnungswesen

Das betriebliche Rechnungswesen (ReWe) hat die Aufgabe der mengen- und wertmäßigen Erfassung, Verarbeitung, Offenlegung und Kontrolle aller Vorgänge im Unternehmen, die mit der betrieblichen Leistungserstellung zusammenhängen (Achleitner und Thommen 2012). Besprochen werden die Finanzbuchhaltung, der Jahresabschluss mit der Bilanz und der Gewinnund Verlustrechnung. Bilanzpolitik und Bilanzanalyse werden dargestellt und die Kosten- und Leistungsrechnung verdeutlicht.

Gerd-Inno Spindler

Kapitel 6. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Die Investition in nachhaltige Immobilien ist in der Regel mit höheren Realisierungskosten verbunden (siehe Abschnitt 2.3.4, Abbildung 2-3). Zur gesamtheitlichen Bewertung sind diese Kosten allerdings in Bezug auf den gesamten Lebenszyklus zu bewerten.

Anne Harzdorf

Crowdfunding und Fundraising

Crowdfunding ist eine Variante von Online-Fundraising, mit welcher unter anderem Non-Profit-Organisationen (NPO) Projekte finanzieren können. Die Finanzierungs-Kampagnen haben meist einen vorbestimmten Zielbetrag und eine fix definierte Laufzeit. Crowdfunding-Plattformen treten online als Vermittler zwischen Geldgeber und Geldnehmer auf. In der Schweiz wird Crowdfunding von NPO noch wenig eingesetzt. Bisher nutzten vor allem Privatpersonen und Vereine Crowdfunding für die Finanzierung von Projekten mit nicht-kommerzieller Ausrichtung. Das Finanzierungsvolumen solcher Projekte betrug in der Schweiz im Jahr 2018 etwa EUR 14 Millionen.

Simon Amrein, Andreas Dietrich

Kapitel 3. Analyse mit Kennzahlen-Checkliste

Im Folgenden wollen wir noch tiefer einsteigen. Wir werden mittels Kennzahlen die Bauco weiter „zerlegen“, um unser Verständnis der Gesellschaft zu schärfen.

Bernd Heesen

Kapitel 1. GuV und Bilanz

Bei der von mir gewählten Gesellschaft (GmbH) handelt es sich um eine Baufirma (Fokus Gebäude und Hallenbau), übrigens aus dem südlichen Baden-Württemberg. Die Abschlüsse sind schon einige Jahre alt und von mir ein wenig abgeändert.

Bernd Heesen

Kapitel 12. Von der Idee zum Businessplan

Zu den wichtigen Aufgaben einer Führungskraft gehört die Entwicklung von Ideen oder Konzepten bis zur Durchführung. Es reicht nicht, eine gute Idee zu haben, man muss sie auch realisieren können.Häufig fehlt es an grundlegendermethodischer Befähigung, Ideen so auszuarbeiten, dass andere sie verstehen und sich dafür einsetzen. Viele sind von ihrer Idee überzeugt, ohne deren Zielsetzungen und Auswirkungen zu kennen, sie je auch nur ansatzweise untersucht zu haben, und sind betroffen, weil andere ihren Gedankengängen nicht folgen können oder wollen.

Asmus J. Hintz

Kapitel 3. Die wichtigsten Standardthemen und wie der Wirtschaftsjournalist* über sie berichtet

In diesem Kapitel wird gezeigt, worauf der Wirtschaftsjournalist* achten muss, wenn er über bestimmte Klassiker wie die Bilanzpressepressekonferenz oder Handelsmessen berichten will. Am Ende eines jeden Abschnitts befindet sich ein Link, der zu einer besipielhaften journalistischen Aufbereitung des jeweiligen Formats führt.

Lutz Frühbrodt

7. CSR im Innovationsmanagement

Innovation stammt vom lateinischen Wort „innovare“ ab und steht für Erneuern. Innovation ist aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht etwas Neues, das einen Nutzen für eine Organisation oder bzw. und für die Gesellschaft bringt. Innovationsmanagement beinhaltet Elemente wie Ideen, Inventionen und Diffusionen (Müller-Prothmann und Dörr 2019). Innovationsmanagement umfasst drei strategische Ebenen. Innovationen beinhalten die Generierung von Ideen und die stetige Validierung und Überprüfung dieser Ideen im Rahmen eines strukturierten Innovationsprozesses (Nelke 2016).

Marc Helmold, René Dathe, Tracy Dathe, Dominique-Pascal Groß, Florian Hummel

Die Hotelbetriebs-Gesellschaft

Der InvestorHotelbetriebs-Gesellschaft Leopold Koppel: Sein Feld, so erscheint es bisher, war die Industrie. Sicherlich, er begann als Bankier, doch Ambitionen, eine Bankengruppe oder gar einen Bankenkonzern zu bilden, hatte er nicht. Seine Bank dient ihm als Mittel zum Zweck: Er nutzte sie, um zum einem bedeutenden Investor in der deutschen Industrie aufzusteigen, mit Töchtern in Nachbarländern. Sicherlich, auch im Handel (mit Diamanten) hatte er sich versucht, aber dies war nicht wirklich ein strategisch verstandener Einstieg, sondern gezielt auf Kaisers Gunst. Wie aber fand er den Weg in die Hotellerie und Gastronomie?

Hans H. Lembke

Der Konzernumbau in den zwanziger Jahren

Die Presse berichtete von umfangreichen Arbeiterentlassungen bei Auer, besonders in den Gasmasken erzeugenden Abteilungen. Woraufhin die Geschäftsleitung erklärte, dass sie die Kriegsaufträge erledigt und ihre damit befassten Betriebe geschlossen habe. Der Kurs schwankte bis April um 330 – mit kurzem Einbruch während der Berliner Märzkämpfe. Im Mai und Juni notierte das Papier etwas schwächer, stieg dann bis Ende August auf 370 und zog in der letzten Septemberwoche kräftig an. Zwischen dem 26. und 27. wurde es sensationell: Der amtliche Kurs sprang von 387 auf 460, und im freien Verkehr wurde bis 490 gehandelt. Die Presse reagierte lebhaft, in den Wirtschaftsteilen war es die Story des Tages, wenn auch in unterschiedlichen Stimmungsfarben geschrieben.

Hans H. Lembke

Die Investitionschancen in umkämpften Zukunftszweigen

Koppels Gespür für zukunftsträchtige Technologie, sein Blick für failing innovators und seine Bereitschaft zu hohem Finanzeinsatz trotz erheblichen Risikos: Diese Eigenschaften und Fähigkeiten hatte ihm zu seinem Einstieg bei der Cartonnagen-AG mit dem beachtlichen Erfolg verholfen. Er hatte Scherbels Erfinderkraft ebenso erkannt wie dessen unternehmerische Schwächen, hatte dessen kreativ-explorative Gründung auf das Projekt der Cartonnagenfabrik getrimmt und den in dieses Modell perfekt passende Ingenieur RemusRemus, Teodor hinzugewonnen. Sodann konnte er seine zentrale Fachkompetenz einbringen: das Finanzmanagement.

Hans H. Lembke

Der Selfmademan aus fast namenloser Familie

Leopold Koppel kam aus „kleinen Verhältnissen“ und hat sich mit Energie und Scharfblick zu einer Persönlichkeit geformt, die in Wirtschaft wie Wissenschaft erfolgreich und hochangesehen war. Dies ist das Bild von sozialer Herkunft und Entwicklung, die sich in der bislang vorliegenden Literatur zur Hauptperson findet. Demnach begann er als kleiner Bankangestellter, war ein Selfmademan mit bescheidenen provinziellen Anfängen und stellte in der jüdischen Wirtschaftselite einen Sonderfall dar.

Hans H. Lembke

Kapitel 3. Das zu analysierende Zahlenwerk des PAZ

Wir haben unsere Mustergesellschaft ‚PAZ‘ (Parkhotel Alpenzauber) genannt – es handelt sich um ein Haus der 4 Sterne Kategorie im Alpenraum 50 km von Salzburg. Die Zahlen sind bis auf wenige von mir vorgenommene Änderungen Echtzahlen.

Bernd Heesen, Christoph Walter Meusburger

Kapitel 4. Analyse mit Kennzahlen-Check-Liste

Ab jetzt geht es in die Tiefe. Wir werden mittels Kennzahlen das PAZ weiter ‚zerlegen‘, um unser Verständnis um die ausgewiesene Situation des Hotels zu schärfen.

Bernd Heesen, Christoph Walter Meusburger

Kapitel 2. Die Firma und die Abschlüsse

Bei dem von mir gewählten Hotel handelt es sich um ein 4 Sterne Haus im Großraum Salzburg. Die Abschlüsse sind recht aktuell, allerdings haben wir wie immer, wenn wir mit Originalzahlen arbeiten, natürlich einige Zahlen und Zusammenhänge abgeändert. Damit wird einerseits der Schutz des Hotels gewährleistet und andererseits können wir so Sachverhalte, die für uns von Relevanz sind und die wir darstellen wollen, in idealer Weise zahlenmäßig vorbereiten.

Bernd Heesen, Christoph Walter Meusburger

Kapitel 1. Hotellerie und Gastronomie im Gesamtkontext

Zu Beginn dieses Buches werden wir das Hotellerieumfeld ein wenig beleuchten und Ihnen damit auch die Notwendigkeit von durchgehenden Analysen des eigenen Zahlenwerkes aus unterschiedlichen Perspektiven vor Augen führen.

Bernd Heesen, Christoph Walter Meusburger

Kapitel 7. Deutsch-chinesische Transaktionen

Seit über zehn Jahren investieren chinesische Unternehmen regelmäßig in Deutschland. Die Strategie der chinesischen Regierung, angefangen mit der außenpolitischen Öffnung und ersten marktwirtschaftlichen Komponenten ab dem Jahr 1978 und weitergeführt nach der Finanzkrise seit den Jahren 2009 in Form großer Investitionsprogramme, legt die Vermutung nahe, dass es in den vergangenen Jahren viele erfolgreiche Transaktionen gab. Diese kommen allerdings nicht in der Vielzahl vor, wie es die wirtschaftspolitische Strategie Chinas zunächst erwarten lassen würde.

Florian Eutert, Philipp Lührs, Finn Vorburg

Kapitel 6. Ablauf von Unternehmensübernahmen

In diesem Kapitel wird der Ablauf von Unternehmensübernahmen anhand eines Prozessmodells dargestellt. Die drei Phasen Pre-Akquisitionsphase, Transaktionsphase und Integrationsphase werden umfassend beschrieben inkl. aller anzustellenden Überlegungen und Vorbereitungen.

Florian Eutert, Kevin Royla, Michael Rüller, Stefan Staegemann

Kapitel 4. Analyse des ersten Planungsjahres

Um Planungen hinsichtlich Logik und auch Richtigkeit bzw. Sinnhaftigkeit überprüfen zu können, muss sofort immer eine klassische Analyse erfolgen. Dies machen wir in diesem 4. Kapitel. Alle relevanten GuV und Bilanzdaten werden wieder analysiert. Leser meines Buches ‚Basiswissen Bilanzanalyse‘ werden sich wiederfinden und ein „déjà vue“ Erlebnis haben. Allerdings ist die Lektüre des o. g. Buches nicht (zwingend) erforderlich - der Leser wird wieder Schritt für Schritt durchgeführt.

Bernd Heesen

Kapitel 3. Planung der GuV im ersten Jahr

Nach der Bilanzplanung im Kapitel 2 folgt jetzt die GuV Planung für das erste Jahr in diesem Kapitel 3. Auch hier werden wieder alle Berechnungen und Formeln Schritt für Schritt „zerlegt“ und dargestellt.

Bernd Heesen

Kapitel 6. Analyse des zweiten Planungsjahres

Auch die Planung des 2. Jahres muss nochmals analytisch im Detail betrachtet werden. Erst in dieser Analytik erkennt man, ob die Planungsannahmen und die Planung des Zahlenwerkes wirklich logisch waren und so stehen bleiben können bzw. sollen. Planung und Analyse gehören immer zusammen.

Bernd Heesen

Kapitel 1. Aufbau der Planung

In diesem Kapitel 1 werden die GuV und Bilanz und ihre Gliederungsposten und deren Inhalte dargestellt.Außerdem werden die Planungsparameter der beiden Planjahre unserer Gesellschaft vorgestellt.

Bernd Heesen

Adam Smith

Mit seinem Werk An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations oder kurz genannt „Reichtum der Völker“ (Wealth of Nations) erschien 1776 durch Adam Smith eines der bedeutsamsten Werke für die Begründung der Ökonomie als wissenschaftliche Disziplin. Inmitten des Zeitalters der Industrialisierung entwickelt Smith zu den bis dahin herrschenden Ideen von Merkantilismus und Physiokratie ein völlig neues, geradezu revolutionäres Verständnis für gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge. Diese Ideen waren genährt vom Liberalismus und führten zu Neubewertungen beim Zusammenspiel von Staat und privatem Sektor. Wohlstand entsteht nach seiner Auffassung durch Nachfrage von industriellen Produkten und Gütern des täglichen Bedarfs, nicht alleine durch die Anhäufung von Edelmetallen. Diese Nachfrage kann aber nur durch eigenverantwortliche Unternehmer auf freien Märkten befriedigt werden. Die Rolle des Staates wird in diesem Zusammenhang immer kleiner: Ihm kommt dabei nur noch die Rolle des Setzens von Rahmenbedingungen zu. Der internationalen Handelspolitik wird hierbei eine besonders große Bedeutung bei der Entwicklung von Wohlstand zugesprochen, indem Smith zum Beispiel protektionistische Maßnahmen als schädlich bewertet und stattdessen für internationalen Freihandel plädiert.

Martin Keim

Kapitel 7. Quantitative Untersuchung

Eine zweckmäßige Beurteilung der Unternehmens- und Entscheidungsträgercharakteristiken, die das Auftreten einer Unternehmenskrise beeinflussen können, hat die Notwendigkeit einer mehrperiodigen Untersuchung zur Folge. Die Marktforschung differenziert zwischen Methoden der Primär- und Sekundärforschung. Unter Primärforschung ist die Neuerhebung von Daten für ein zu betrachtendes Untersuchungsproblem zu verstehen.

Thomas Dücker

Kapitel 5. Forschungsstand und theoretische Erklärungsansätze

Kapitel 2 verdeutlicht für den Wirtschaftsstandort Deutschland, dass sich Familienunternehmen in vielen wichtigen Merkmalen von Nicht-Familienunternehmen unterscheiden. Diese Merkmale sind besonders relevant für den Leistungsvergleich zwischen beiden Gruppen. Im Allgemeinen haben die Familienmitglieder genügend Kontrolle und Macht, um die Geschäfte des Unternehmens in einer Weise zu führen, die ihren Zielen und Überzeugungen entspricht.

Thomas Dücker

1. Marketing und Marktforschung

Leistungen können sowohl materiell als auch immateriell sein. Sachleistungen, Dienstleistungen und Rechte werden auf verschiedenen Märkten gehandelt: Rohstoff-, Vorprodukt- und Absatzmärkte, Arbeits- bzw. Dienstleistungsmärkte, Märkte für Lizenzen, Konzessionen, Patente, Wertpapiermärkte.

Thomas Bonart, Jürgen Bär

3. Ansatzvorschriften, Bilanzierungsverbote und Kennziffern

Lernziele Kenntnis von Ansatzvorschriften sowie Ansatzverboten innerhalb der Bilanz wie Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungsposten, Bedeutung der Position nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag sowie Bilanzkennziffern.

Boris Hubert

1. Das betriebliche Rechnungswesen

Lernziele Kenntnis der Unterschiede des externen und internen Rechnungswesens juristische und betriebswirtschaftliche Bedeutung von Jahresabschlüssen sowie Anlässe für die Erstellung von Bilanzen Zusammenhang des Handels- und Steuerrechts im Rahmen der Bilanzierung unterschiedliche Aussagen von Handels- und Steuerbilanzen

Boris Hubert

Maßnahmen gegen Kreditgefährdungen

Das gerichtliche Mahnverfahren ist ein formularmäßig durchgeführter, abgekürzter Zivilprozess, der dem Gläubiger (Antragsteller) schnell und kostengünstig einen Vollstreckungstitel verschafft. Der Vollstreckungstitel berechtigt den Gläubiger zur Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schuldners (Antragsgegner). Grundsätzlich ist das Amtsgericht des Gläubigers für das Mahnverfahren zuständig. Anträge auf Erlass eines Mahnbescheids können auch im Wege des Datenträgeraustauschs eingereicht werden. Bei einem streitigen Verfahren (Widerspruch, Einspruch) ist das Gericht, bei dem der Antragsgegner seinen allgemeinen Gerichtsstand hat, örtlich zuständig.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Jahresabgrenzung

die Erfolgsrechnung (GuV) soll den Erfolg eines Geschäftsjahres aufzeigen.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Geld- und Vermögensanlage

Es ist der Zeitraum zwischen den in den Anleihebedingungen genannten Verzinsungsbeginn und der Fälligkeit der Anleihe. Kurzfristige Laufzeit: bis zu 4 Jahre Mittelfristige Laufzeit: 4 bis 8 Jahre Langfristige Laufzeit: mehr als 8 Jahre Ewige Anleihen: keine festgelegte Laufzeit.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kreditgeschäft

Die Kreditfähigkeit ist die Fähigkeit, rechtswirksam eine Kreditverpflichtung einzugehen. Sie ist gegeben, wenn der Kreditnehmer volljährig und somit voll geschäftsfähig ist.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

10. Upscaling über Fonds

Eine Ausbreitung von Erbbaurechtskonzepten für die Absicherung bezahlbaren Wohnens ist nur im Tandem mit (inter-)kommunalen Bodenfonds machbar. Die diesbezüglichen Konzeptionen stehen derzeit aber noch ganz am Anfang. Kommunale Bodenfonds dürfen vom Wesen her nicht auf Rendite ausgerichtet sein, sondern auf die langfristige städtebauliche Entwicklung der Kommune. Sie eignen sich daher auch nicht für die Finanzierung durch Bürgerkapital. Anders ist dies bei marktgerecht ausgestalteten Erbbaurechten selbst; allerdings muss hier auf die angemessene Diversifizierung von Risiken geachtet werden.

Dirk Löhr

2. Kommunale Erbbaurechte – ein Auslaufmodell?

Erbbaurechte haben eine lange Tradition; sie gehen bis auf das römische Recht zurück. Auch die Feudalbeziehungen und insbesondere die mittelalterlichen Stadtgründungen basierten auf erbbaurechtähnlichen Institutionen. Das „moderne“ Erbbaurecht, wie man es heute kennt, wurde allerdings erst vor hundert Jahren kodifiziert. Eigentlich unterscheidet sich die gegenwärtige Situation auf den Wohnungsmärkten nicht wesentlich von damaligen: In den großen Städten besteht Wohnungsnot, die Mieten schießen durch die Decke, und es wird über steigende Bodenpreise und Spekulation geklagt. Von einem wirklichen Aufschwung des Erbbaurechts kann dennoch aktuell nicht die Rede sein.

Dirk Löhr

5. Erbbaurechtskonzepte als „Social Engineering“

Damit sich Erbbaurechte durchsetzen können, müssen sie marktgerecht ausgestaltet sein – dies bedeutet, dass die Akteure aus freien Stücken Erbbaurechte dem Volleigentum als gleichwertig erachten oder sogar vorziehen. Nun kann mittels der Nutzung von Erbbaurechten ein potenzieller Mehrwert geschaffen werden, der auch für bezahlbares Wohnen verwendet werden kann. Zu diesem Zwecke sind allerdings Erbbaurechtsmodelle zu identifizieren, die in der Lage sind, den Mehrwert auch tatsächlich zu heben und die einschlägigen Nachteile des Erbbaurechts mindestens auszugleichen. Die herkömmlicher Weise verwendeten Modelle sind diesbezüglich aber ungeeignet: Sie sind entweder nicht marktgerecht oder lassen den potenziellen Mehrwert von Erbbaurechten ungenutzt verpuffen. Hier gilt es, neue Wege zu beschreiten. Eine Vertiefung der Konzepte befindet sich im mathematisch-statistischen Anhang (Kap. 13 ). Zur Grundidee s. auch Löhr und Braun (2017).

Dirk Löhr

7. Erbbaurechtskonzepte und Kreditfinanzierung

Zwar gewähren Erbbaurechte dem Erbbaurechtnehmer einen „kapitalfreien Zugang“ zum Boden. Allerdings sind sie in der Finanzierung mit Nachteilen gegenüber Volleigentum verbunden. Das Prämienmodell ist in der Lage, diese Finanzierungsnachteile erheblich zu reduzieren.

Dirk Löhr

Omnichannel Banking

Am meisten bewegt sich bei den Sparkassen – im positiven Sinne. Sie hatten schon immer eine selbstverständliche und vergleichsweise hohe Wertschätzung für die IT. Das war für mich persönlich auch der größte Kulturbruch und gleichzeitig Erkenntnisgewinn, als ich 1997 in die Sparkassenwelt gekommen bin.

Joachim Schmalzl

Crowdinvesting

Persönliches Engagement und Kommunikationsfähigkeit sind die wichtigsten Grundlagen, um im Vertrieb erfolgreich zu sein. Ich habe mich schon als Jugendlicher für den Verkauf begeistert. So habe ich als 13-jähriger Teenager den damaligen Hype um Überraschungseier gesehen und auf Flohmärkten mit meinem Ü-Eier-Figuren-Handel rund 2.000 DM pro Monat umgesetzt – das ging nur durch sehr frühes Aufstehen, cleveren Einkauf und Ausdauer über den Tag.

Simon Brunke

3. Grundzüge des Käuferverhaltens

Da die Ausrichtung der Aktivitäten und Angebote von Unternehmen auf Kunden und deren Wünschen ein grundlegendes Kennzeichen des Marketings ist, stellt das Verständnis des Käuferverhaltens und darauf aufbauend die Entwicklung entsprechender Beeinflussungsmöglichkeiten einen wesentlichen Teilbereich des Marketings dar. Da sich das Kaufverhalten von Konsumenten und organisationalen Abnehmern (insbesondere Unternehmen) wesentlich unterscheidet, wird die Analyse des Kaufverhaltens im vorliegenden Kapitel jeweils gesondert behandelt. Im Mittelpunkt steht dabei zunächst der Kaufprozess, beginnend mit der Entstehung eines Bedarfs über das Zustandekommen der Kaufentscheidung, die Entwicklung von Kaufabsichten, die tatsächliche Durchführung des Einkaufs bis hin zu den relevanten Nachkaufprozessen, wie Produktverwendung und Beurteilung des Kaufs. Bei der Erläuterung des organisationalen Kaufverhaltens werden dessen grundsätzliche Einflussfaktoren und Problemstellungen, die Besonderheiten multipersonaler Kaufprozesse sowie das Wiederkaufverhalten in Geschäftsbeziehungen thematisiert.

Alfred Kuß, Michael Kleinaltenkamp

Kapitel 7. Konjunkturtheorien

Konjunkturschwankungen sind vor allem als Nachfrageschwankungen ein großes volks- und betriebswirtschaftliches Problem und nur sehr eingeschränkt durch die Wirtschaftspolitik beeinflussbar. Im folgenden Vorlesungsabschnitt wollen wir das Konjunkturphänomen und die Auswirkungen auf die Wirtschaft analysieren und die Gründe für Konjunkturschwankungen aufzeigen.

Christian A. Conrad

Kapitel 6. Die Keynesianische Theorie

Wir wollen uns nun mit der Theorie beschäftigen, die die Idealwelt der Neoklassik infrage gestellt hat. Die Neoklassik war die allein gültige Makrotheorie bis es 1929 zur Weltwirtschaftskrise kam und damit zu: dauerhaftem Investitionseinbruch in der Folge zu Überkapazitäten fortgesetzter Massenarbeitslosigkeit (rd. 6 Mill. 1932 in Deutschland) einer Schrumpfung des Konsums, der Weltproduktion und des Welthandels

Christian A. Conrad

Kapitel 8. Internationale Finanzmärkte

Die Finanzkrise führte zur schlimmsten Depression seit 1929. Nur durch massive Konjunkturprogramme konnte Schlimmeres verhindert werden. Hier kam die keynesianische Theorie zur Anwendung.

Christian A. Conrad

Strategische internationale Zielplanung

Ausgangspunkt des strategischen internationalen Marketing-Managements ist die Formulierung strategischer internationaler Marketingziele. Die „klassischen“ Zieldimensionen „Zielinhalt“, „Zielausmaß“ und „zeitlicher Bezug“ sind dabei um die geografische Komponente „Ländermarkt“ zu ergänzen, da in verschiedenen Ländermärkten i. d. R. auch unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Die Entwicklung des internationalen Zielsystems beinhaltet dabei sowohl eine strategische als auch eine taktisch-operative Dimension. Es soll ein internationales Zielportfolio erstellt werden, in welchem festgelegt wird, in welchen Ländern mit welchen strategischen Geschäftsfeldern welche Zielvorstellungen zu realisieren sind. Die auf diese Weise spezifizierten Marktziele sind anschließend für die einzelnen Funktionsbereiche (Beschaffung, Produktion, Marketing) zu konkretisieren.

Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Gemeinwohlbilanz und Balanced Scorecard – Überlegungen für eine Annäherung

Seit 2010 hat die Initiative der Gemeinwohl-Ökonomie in Europa und Südamerika eine Vielzahl von Menschen, Unternehmen und Kommunen inspiriert, ihr Handeln am Gemeinwohl auszurichten. Hintergrund ist die Vision der Gemeinwohl-Ökonomie, eine Marktwirtschaft zu etablieren, die wirtschaftliches Handeln in Einklang mit ethischen Werten bringt. Eine Werte-Bezugsgruppen-Matrix dient hierbei als Orientierungssystem der Berichterstattung und Entwicklung sowie als Zielsystem für die externe Bewertung unternehmerischen Handelns. In diesem Beitrag wird die Verbindung der Gemeinwohl-Matrix mit der Balanced Scorecard vorgestellt. Durch die Verknüpfung beider Systeme fungiert die Gemeinwohl-Matrix über ihre Funktionen als Nachhaltigkeitsbericht und Organisationsentwicklungsinstrument hinaus auch als Teil der betriebswirtschaftlichen Steuerung und profitiert somit von der strategischen Relevanz des etablierten Management-Tools. Die in vielen Organisationen verfügbare Datenbasis zur Kennzahlenermittlung im Rahmen der Balanced Scorecard-Erstellung erleichtert den Einstieg in ein gemeinwohlorientiertes Wirtschaften und befruchtet durch einfache Anpassungsprozesse die Strategieimplementierung. Es wird davon ausgegangen, dass eine nachhaltige Einflussnahme umso mehr wirkt, je tiefer die Zielorientierung auf das Gemeinwohl hin in der DNA des wirtschaftlichen Denkens und Handelns von Organisationen implantiert ist.

Wolfgang Gehra, Julia Schmidt

5. Formen des Markteintritts

In diesem Kapitel werden die wichtigsten Strategien für einen Markteintritt im Zielland vorgestellt. Neben direktem und indirektem – also über Intermediäre im eigenen Land abgewickeltem – Export stehen dabei Direktinvestitionen (Beteiligungen an Unternehmen im Ausland mit dem Ziel, einen dauerhaften kontrollierenden Einfluss auf die Geschäftstätigkeit zu erzielen) mit ihrer Sonderform des internationalen Joint Ventures sowie vertragliche Markteintrittsstrategien wie Lizensierung, Franchising oder Vertragsfertigung zur Verfügung, deren Vor- und Nachteile hier diskutiert werden. Anschließend werden Überlegungen zur Vorgangsweise bei der Auswahl einer für ein bestimmtes Internationalisierungsvorhaben geeigneten Markteintrittsstrategie präsentiert. Bei dieser Entscheidung sind eine Vielzahl interner und externer Einflussfaktoren zu berücksichtigen, wie zum Beispiel mögliche Handelsbarrieren und Eigentumsbeschränkungen, die Verfügbarkeit von Ressourcen, die Charakteristika der angebotenen Leistungen, die Risiken am Zielmarkt oder die Ziele des Unternehmens hinsichtlich Gewinnpotenzial, Kontroll- und Einflussmöglichkeiten und Flexibilität.

Dietmar Sternad

Kapitel 7. Analyse von Power to - X -Anwendungen mit grünem Wasserstoff

Unter Power-to-X-Prozessen werden energetische Umwandlungsprozesse von elektrischer Energie aus volatilen erneuerbaren Energiequellen in unterschiedliche Ausgangsprodukte, wie H2, synthetische Gase und synthetische flüssige Treibstoffe mithilfe von Elektrolyse verstanden. Diese Ausgangsprodukte dienen als Energiespeicher volatiler Energiequellen und können je nach Nachfrage beliebig in den drei Energiesektoren Wärme, Strom und Mobilität verteilt werden. Diese Möglichkeit, die Energie aus volatilen Quellen zu speichern und beliebig in den Energiesektoren einzusetzen, wird zukünftig für den Energietransformationsprozess und für die Sektorenkopplung (integrated energy) eine wichtige Rolle spielen (Christopher J. 2018; DENA 2018b, 2018a; Foit et al. 2017; Perner J. 2018; Schmidt et al. 2017; Tichler 2014; van Leeuwen 2018; Zapf 2017).

Robert Staiger, Adrian Tanțǎu

4. Operatives Management

Ist das strategische Management auf die Entwicklung, Erhaltung und Schaffung von Erfolgspotenzialen sowie die strukturelle Liquidität ausgerichtet, so geht es in der operativen Unternehmensführung darum, diese Erfolgspotenziale zu nutzen und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit (dispositive Liquidität) zu gewährleisten. Es sind somit Maßnahmen zur Erfolgserzielung und Erfolgssicherung im Rahmen der vorhandenen Erfolgspotenziale, der vorhandenen Kapazitäten zu ergreifen. Die einer operativen Unternehmensführung zugrunde liegenden Ziele lassen sich in ihrer Gesamtheit sicherlich auf das Oberzielsystem zurückführen, sind jedoch in ihrer speziellen Ausprägung Ergebnis eines weiterführenden Zielbildungsprozesses, in den in wesentlich stärkerem Maße auch weitere Subsysteme des Unternehmens einbezogen werden. Das System operativer Unterziele ist mit den Budgetzielen weitgehend gleichzusetzen – somit lässt sich der operative Unternehmensplan, zumindest in seiner quantitativen Darstellung, auch als ein Budget bezeichnen.

Klaus Amann, Jürgen Petzold, Markus Westerkamp

3. Strategisches Management

Im Rahmen des strategischen Managements orientiert die Unternehmensleitung ihr Denken, Entscheiden und Handeln an den übergeordneten (obersten) Zielen oder Zielvoraussetzungen der Unternehmung. Strategische Führung bedeutet die Bearbeitung komplexer Problemstellungen, wodurch die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern ist und die übergeordneten Ziele des Unternehmens realisiert werden können.

Klaus Amann, Jürgen Petzold, Markus Westerkamp

3. Finanzcontrolling

Die Finanzlage ist von existenzieller Bedeutung für Unternehmen; Illiquidität als Extrem zieht Insolvenz und Konkurs nach sich. Daher muss im Finanzbereich statt Improvisation und Reaktion informatorisch gut unterlegtes und geplantes Handeln vorherrschen (Hahn und Hungenberg 2001, S. 616). Die finanzielle Führung von Unternehmen ist eine komplexe Gesamtaufgabe und umfasst folgende Teilaufgaben (Hahn und Hungenberg 2001, S. 616–646; Horváth et al. 2015, S. 411–415; Lachnit 2001, Sp. 887–889; Perridon et al. 2016, S. 720–765):

Stefan Müller, Sarah Müller

6. Controlling-Kennzahlensysteme

Die Wirkungskraft des Controllingsystems der Unternehmung hängt nicht unwesentlich davon ab, dass die führungsrelevanten Sachverhalte hinreichend klar erfasst, geplant, vorgegeben und kontrolliert werden. Dies setzt eine zahlenmäßige Konkretisierung voraus. Als Zahlenmaterial stehen zunächst die Angaben aus dem betrieblichen Rechnungswesen zur Verfügung. Diese Angaben sind jedoch nur zu einem geringen Teil als Führungsinformationen geeignet, da sie wegen vielfältiger Detaillierungsanforderungen und umfangreichen Dokumentationspflichten nicht den nötigen Überblick zulassen. Daher ist es erforderlich, für die Unternehmensleitung ein gesondertes Informationssystem, sozusagen ein Management-Armaturenbrett, einzurichten, welches in konzentrierter Form über die für die Unternehmensführung wichtigen Sachverhalte, wie z. B. Rentabilität, Liquidität, Erfolgsquellen oder Unternehmensstruktur, berichtet.

Stefan Müller, Sarah Müller

Kapitel 7. Zahlungsunfähigkeit

Die Zahlungsunfähigkeit ist der für alle Unternehmenstypen maßgebliche und im Vergleich zur Überschuldung praktisch wichtigere Insolvenzgrund. Das Vorliegen von Zahlungsunfähigkeit erschließt sich auch dem juristischen Laien mehr oder weniger deutlich.

Christoph Poertzgen

4. Strategische Chancen und Risiken

Der Begriff „Strategie“ leitet sich ab aus dem Griechischen, wo er so viel bedeutet wie „Feldherrenkunst“. Demnach ist in der „Unternehmensstrategie“ das Element der „Menschenführung“ ebenso enthalten wie der richtige Einsatz aller Ressourcen, Techniken und Materialien. Kurz gefasst können wir sagen: Strategie ist die Kunst, zu gewinnen, Menschen und Unternehmungen zum Sieg, zum Erfolg zu führen. Eine Unternehmensstrategie sollte vor allem darauf abzielen, die richtigen Dinge zu tun, im Unterschied zum operativen Alltag, in dem es darum geht, die Dinge richtig zu tun. Dies gelingt nicht allen Unternehmen. Basierend auf Studien erreichen rund 40 bis 50 Prozent der neu gegründeten Unternehmen ihren ersten Geburtstag nicht. Die mittlere Lebenserwartung von Unternehmen liegt laut unabhängiger Studien in der nördlichen Hemisphäre deutlich unter 20 Jahren. Die vergangenen Jahre haben viele Beispiele für Unternehmensinsolvenzen und Unternehmensschieflagen geliefert, deren Ursachen vor allem auf strategische Risiken zurückgeführt werden kann. An dieser Stelle seien Schlecker, NOKIA, Karstadt-Quelle und Kodak erwähnt. Das nachfolgende Kapitel beschreibt Wege und Methoden zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung strategischer Risiken und Chancen.

Frank Romeike, Peter Hager

Kapitel 3. Strategisches Management

Um die Führungspositionen eines Filialunternehmens bestmöglich zu besetzen, sollte das Unternehmen die eigenen Führungskräfte selbst ausbilden und entwickeln. Da ausschließlich die Führungskräfte befördert werden sollten, die am effektivsten Primärziele steuern, sollte auf eine Direkteinstellung oberhalb der Position des Bezirksleiters verzichtet werden.

Martin Fiedler

Open Access

Schuldverhältnisbedingte Nebenpflichten und deliktische Jedermannspflichten – eine Bestandsaufnahme

Die größere Haftungsstrenge des Schuldverhältnisrechts gegenüber dem Deliktsrecht wird häufig ohne weitere Begründung vorausgesetzt. Diese Aussage näher zu untersuchen, ist zum einen von Interesse, weil sie – unter Rückgriff auf das RG – immer noch als Grund für eine schuldverhältnisbedingte Haftung aus Nebenpflichtverletzung angeführt wird. Zum anderen lässt sich nur dann sinnvoll überprüfen, wann eine Haftung aus Schuldverhältnis gerechtfertigt ist, wenn zunächst die Folgen dieser Haftung bestimmt und mit den universal anwendbaren Haftungsregimen verglichen sind.

Florian Kamp

When State Enterprises Have Deeper Pockets: Ensuring Competitive Neutrality in Cross-Border M&A

State enterprises (SEs) are playing an increasingly important role in cross-border mergers and acquisitions (M&A). Due to their special relationship with the government, SEs often have undue competitive advantages over their private competitors. SEs may leverage these undue competitive advantages in cross-border M&A to outbid private investors. This results in an inefficient allocation of production resources and prevents private competitors from reaching their full potential of economic efficiency. Although this problem is accentuated in the context of Chinese SEs, it is also of general importance, as SEs in numerous countries benefit from undue competitive advantages. However, the current national competition laws, international investment agreements (IIAs) and domestic investment screening regimes inadequately address this concern. In particular, international investment agreements traditionally focus on investor protection and less on achieving competitive neutrality. Even the provisions on competitive neutrality contained in recently concluded international investment and trade agreements do not apply to cross-border M&A. Investment screening regimes, on the other hand, primarily assess foreign acquisitions with regard to national security. Merger control under competition law also has a limited focus. It deals with the impact of M&A on the relevant markets and does not assess whether the acquisition itself is in accordance with the principle of competitive neutrality. Regulatory reform proposals in this regard are largely missing. A three-pillar approach, focusing on international investment principles, international investment agreements and domestic investment screening and competition law regimes, may prove useful for further regulatory attempts to ensure competitive neutrality in cross-border M&A.

Phil Baumann

Kapitel 23. Finanzplanung und Finanzkontrolle

Der Finanzplanung vorangestellt ist der Kapitalbedarf eines Unternehmens, dessen Höhe sich aus der Geschäftstätigkeit ergibt. Dabei tragen interne und externe Faktoren zur Bestimmung des jeweiligen Kapitalbedarfs bei. Der dynamische Prozess der Finanzplanung wird begleitet durch eine ständige Finanzkontrolle.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 27. Optimierung der Unternehmensfinanzierung

Die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten werfen auch die Frage nach einer optimalen Kapitalstruktur auf. Dabei müssen unterschiedliche Anforderungen der jeweiligen Unternehmen an die Kapitalstruktur berücksichtigt werden. Eine Rolle spielen Rentabilität, Liquidität und Sicherheit, aber auch Flexibilität und Unabhängigkeit des Unternehmens. Es ist eine stetige Aufgabe der Finanzkontrolle, das Finanzierungsverhältnis des Unternehmens immer wieder den aktuellen Anforderungen anzupassen.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 19. Rechnungslegung nach HGB

Der Jahresabschluss ist der rechnerische Abschluss eines kaufmännischen Geschäftsjahres Jahresabschlüsse dienen der Kompetenzabgrenzung der verschiedenen Anspruchsgruppen (Stakeholder) an Unternehmen wie Eigentümer, Fremdkapitalgeber, Management und Staat. Als Zwecke der Rechnungslegung sind in Deutschland die Zahlungsbemessung, die Verhaltenssteuerung und Ablegung der Rechenschaft sowie die Information über künftig erwartete Einzahlungsüberschüsse.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 22. Grundlagen der Finanzierung

Der Umsatzprozess eines Unternehmens kann in einen güterwirtschaftlichen und einen finanzwirtschaftlichen Prozess unterteilt werden. Der finanzwirtschaftliche Umsatzprozess ist die Voraussetzung für den güterwirtschaftlichen. Die Finanzierung führt zur Bereitstellung von Kapital, welches über Investitionen für den Erwerb von Vermögensgegenständen eingesetzt werden kann. Ein Unternehmen hat verschiedene Möglichkeiten, eine Finanzierung zu erhalten. Aus den innerbetrieblichen Prozessen kann eine Innenfinanzierung bereitgestellt werden, während Kapital von außen als Außenfinanzierung bezeichnet wird.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 25. Innenfinanzierung

Bei der Innenfinanzierung wird das Kapital durch innerbetriebliche Vorgänge, also aus dem Unternehmen selber heraus, bereitgestellt. Dabei werden vier Formen der Innenfinanzierung unterschieden: die Selbstfinanzierung, die Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten, die Finanzierung aus Rückstellungs-werten und die Finanzierung aus Vermögensumschichtung. Mit Ausnahme der Finanzierung aus Rückstellungwerten handelt es sich bei der Innenfinanzierung um Eigenkapital des Unternehmens.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 24. Beteiligungsfinanzierung

Der Begriff Beteiligungsfinanzierung impliziert bereits, dass diese Art Kapital eine enge Bindung an das Unternehmen bedingt. Bei einer Beteiligungsfinanzierung wird dem Unternehmen von außen Eigenkapital zugeführt. Die Besonderheit von Eigenkapital ist, dass es dem Unternehmen dauerhaft zur Verfügung steht. Aus diesem Grund bildet Eigenkapital die Basis zur Finanzierung des Unternehmens.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 26. Fremdfinanzierung

Fremdfinanzierung (als Teil der Außenfinanzierung) liegt vor, wenn einem Unternehmen Kapital durch Gläubiger zugeführt wird. Im Gegensatz zur Beteiligungsfinanzierung wird hierbei kein Eigentum am Unternehmen erworben, sondern es entsteht ein schuldrechtliches Verhältnis auf Zeit. Der Fremdkapitalgeber hat Anspruch auf Verzinsung und Rückzahlung. Somit wirkt sich Fremdkapital auch immer auf die Liquidität des Unternehmens aus. Fremdkapital wird über den privaten Kapitalmarkt in Form von Krediten oder den öffentlichen Kapitalmarkt als Anleihen zur Verfügung gestellt.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

8. Kapitalformen in der Kreativwirtschaft

Individuen in der Kreativwirtschaft konkurrieren um ihre Position auf dem Markt und setzen dabei verschiedene Formen des Kapitals ein. Dieses Kapitel erklärt, wie Vorteile und Ungleichheiten aus ökonomischem, sozialem, kulturellem und symbolischem Besitz entstehen können. Dieser hängt zunächst nicht nur meritokratisch von der eigenen Leistung ab, sondern wird bestimmten Personen quasi mitgegeben. Im Diskurs der Kreativindustrie mit ihrer „Vielfalt“ und ihren „Möglichkeiten“ werden diese gesellschaftlichen Unterschiede ungern offen ausgesprochen. So wird hier gezeigt, wie Kreativschaffende mit den Formen des Kapitals strategisch umgehen, sie einsetzen, aufbauen und „managen“. Dieses Kapitel schneidet in diesem Rahmen auch Themen wie Finanzierung in der Kreativwirtschaft mit einem kurzen Überblick über Finanzierungsformen und Angebote an. Hierauf folgt ein bündiger Einblick in das Thema Recht in der Kreativwirtschaft (intellektuelles Kapital), mit Beispielen zum Schutze geistigen Eigentums. Sie erfahren, wie Akteure in der Kreativwirtschaft mit sozialem Kapital (Netzwerke) umgehen und wie kulturelles Kapital Karrieren beflügeln oder am Boden halten kann. Im symbolischen Kapital fließen verschiedene Formen zusammen und verstärken sich. Es geht um Reputation und Prestige, das Akteure durch öffentliche Aufmerksamkeit oft eindrucksvoll aufbauen, sei es mit einem persönlichen Stil oder trashigen TV-Auftritten.

Brigitte Biehl

Kapitel 3. Fundamente der OMU-Theorie

In diesem Hauptabschnitt werden die „klassischen“ Organisations-, Management- und Unternehmensführungstheorien behandelt. Diskutiert werden im Einzelnen die so genannten Administrationstheorien (Max Webers Bürokratiemodell, Frederick Taylors Scientific Management, Henri Fayols Administrationstheorie), die Präskriptive Entscheidungstheorie, die Systemtheorie, die Situations- und Interaktionstheorie, die Verhaltenswissenschaftliche Theorie sowie die Macht- und Ressourcenabhängigkeitstheorie. Bei jeder Theorie werden die grundlegende Argumentation erläutert sowie Varianten und das zu Grunde liegende Menschenbild präsentiert. Außerdem werden sie gegenüber anderen Theorien abgegrenzt sowie einer detaillierten kritischen Würdigung unterzogen. Eine größere Zahl an Praxisbeispielen unterstützt die Argumentation.

Joachim Wolf

Kapitel 5. Diskussion einer Konvergenz und Implikationen für Goodwill in IFRS und Controlling vor dem Hintergrund einer Konvergenz

In den vorherigen Kapiteln wurden eine mögliche Konvergenz von IFRS und Controlling als auch die Goodwill-Allokation im Rahmen einer solchen untersucht. Zunächst zeigte die Konvergenzanalyse ein hohes Konvergenzpotential der Zwecksetzung, Funktionen und Anforderungen im Allgemeinen auf. Die Analyse der Goodwill-Bilanzierung im Speziellen im Lichte des Accounting als konvergentes Rechnungswesen identifizierte, dass die intertemporale und interdivisionale Allokation des Goodwill den Anforderungen eines konvergenten Rechnungswesens nicht gerecht wird.

Myriam Anna Hirscher

Kapitel 6. Ökonomie

Wirtschaftlichkeitsbewertung variabler Gebäude

Schon in der Planungsphase von Büro- und Geschäftshäusern ist zu entscheiden, ob in ein auf die Erstnutzung beschränktes oder in ein für Folgenutzungen optimiertes und damit zukünftig variabel nutzbares Gebäude investiert wird. Die Entscheidung für ein weniger variables Gebäude birgt das Risiko, dass dieses auf lange Frist gesehen nicht mehr den Anforderungen möglicher Folgenutzer entspricht und somit die Gefahr eines möglichen Leerstands steigt. Das Beispiel des monofunktional geprägten Stadtteils Frankfurt-Niederrad macht deutlich, dass sich Markteinflüsse auf die erzielbaren Erlöse und die Vermietbarkeit von Büroimmobilien auswirken und dadurch die wirtschaftliche Darstellbarkeit des gesamten Projektes gefährdet wird.

Jens Otto, Anne Harzdorf, Cornell Weller

22. Ausblick: Expandieren

Für ein Startup gibt es nach dem erfolgreichen Markteintritt verschiedene Zukunftsoptionen. Insbesondere in der Hightech-Branche sollte sich ein Unternehmen ambitionierte Wachstumsziele setzen, denn nur diese halten das Unternehmen und den Unternehmer in Bewegung. Technologische Führerschaft reicht oftmals nicht, um eine top erfolgreiche Firma zu werden. Gerade auch im Softwarebereich ist die Liste von Unternehmen lang, die mit einer top Software bzw. einer erstklassigen App auf den Markt gekommen sind und dennoch nach einiger Zeit von einem der großen etablierten Unternehmen rechts überholt wurden, um anschließend in der Versenkung zu verschwinden. Technologisch großartige Produkte erzeugen nicht automatisch Weltklasse-Unternehmen. Um ein Unternehmen auf einen anhaltenden Wachstumskurs zu bringen, spielen weitere Faktoren wie das Management und die Organisation eine wichtige Rolle.

Christian Demant

6. Kapitalbeschaffung

In Kap. 6 werden unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert. Vor Kontakt mit einem potenziellen Geldgeber sollten die Gründer in einem ersten Schritt den tatsächlichen Kapitalbedarf für ihre Unternehmensgründung im Rahmen einer Finanzplanung realistisch einschätzen. Die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Finanzierungsoptionen werden nachfolgend erläutert. Aus verschiedenen Gründen kann es interessant sein, einen Investor an dem neuen Unternehmen zu beteiligen. Eine längere Abhandlung erfolgt zum Thema „Business-Angels“. Der Autor hat einige Jahre in einem Business-Angels Netzwerk mitgearbeitet und kennt daher die Problematik aus Sicht beider Parteien: Kapitalgeber und Kapital suchender Gründer.

Christian Demant

15. Finanzierung von Unternehmen der lokalen Ökonomie - Hemmnisse und Möglichkeiten

Die Finanzierung stellt Unternehmen im Kontext der lokalen Ökonomie häufig vor Herausforderungen, etwa aufgrund fehlender Bonität oder aufgrund ungewöhnlicher Geschäftsideen. Dieser Beitrag zielt – mit Beispielen unterlegt – darauf ab bestehende Hemmnisse bei der Fremdfinanzierung lokaler Unternehmen aufzuzeigen und Möglichkeiten zu nennen, um diese zu umgehen. Aufbauend auf der Darstellung der Unternehmensfinanzierung in Deutschland, werden die klassische Bankfinanzierung sowie alternative Finanzierungsformen (Mikrokredite und Crowdfunding) vorgestellt und deren Vor- und Nachteile für die lokale Ökonomie diskutiert.

Franz Flögel, Kerstin Meyer, Dajana Schlieter

4. Migrantische Ökonomie als Teil der lokalen Ökonomie

Migrantische Ökonomien leisten als Teil der lokalen Ökonomie einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung. Der Beitrag fasst die Entwicklung der Forschung zu migrantischen Ökonomien zusammen und stellt die Potenziale migrantischer Ökonomien aus einer Quartiers- und Stadtentwicklungsperspektive dar. Er gibt einen Überblick über bundesweite und lokalspezifische Förderstrukturen für migrantische Ökonomien. Abschließend diskutiert er forschungspraktische Herausforderungen und formuliert Fragen für weitere Forschungen.

Antonie Schmiz, Charlotte Räuchle

Kapitel 15. Knotenpunkt für Investitionen in die VR China

Seit sich China in den achtziger Jahren wirtschaftlich öffnete, diente Hongkong von Anfang an als Sprungbrett in die Volksrepublik. Viele Unternehmen betrachteten Hongkong als eine Art & unten „China light“, in welchem sich wirtschaftliche Tätigkeiten vorbereiten und ausprobieren ließen, ohne damit sogleich unter die, zu diesem Zeitpunkt noch, unübersichtlichen und stark fragmentierten gesetzlichen Vorgaben in China zu unterfallen. Dies verstärkte sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung in China zunehmend und es war und ist ein immer noch sehr oft gesehenes Geschäftsmodell, dass zuerst eine Gesellschaft in Hongkong gegründet wird und diese dann als Muttergesellschaft und Holdinggesellschaft einer Tochtergesellschaft in China dient.

Constantin Frank-Fahle, Florian Leber, Stefan Schmierer

Kapitel 1. Allgemeiner Teil

Im Allgemeinen Teil wird nach einer Übersicht über die Besteuerung von Immobilienvermögen auf die steuerlichen Auswirkungen einer Fremdfinanzierung eingegangen. Dem folgen die Darstellung bzw. Atomisierung des Grundstücks aus steuerlicher Sicht, sowie eine Erörterung der wirtschaftlichen Eigentums, das im Steuerrecht regelmäßig Vorrang vor dem zivilrechtlichen Eigentum hat. Im Anschluss werden die unterschiedlichen Bewertungsmaßstäbe nach dem EStG einschließlich der unterschiedlichen Abschreibungsarten, sowie die Bewertungsmaßstäbe nach dem BewG dargestellt. Dabei wird auch auf den neuen Grundsteuerwert eingegangen, der ab dem 1.1.2025 als Bemessungsgrundlage zur Anwendung kommt.

Jürgen Lindauer

Kapitel 2. Besonderer Teil

Im Besonderen Teil wird vertiefend auf immobilienspezifische Steuerfragen eingegangen. Wie schon im Allgemeinen Teil, wird auch hier in der Darstellungsform dem Investitionszyklus gefolgt. Dies bedeutet, dass sich der Besteuerung des Erwerbsvorgangs, Ausführungen zur Besteuerung der Nutzung und der Immobilienveräußerung anschließen. Hierbei werden die jeweilig anfallenden Steuern erläutert. Der vertiefenden Darstellung der Besteuerung von unmittelbar gehaltenen Immobilien im Privatvermögen und im Betriebsvermögen (Direktinvestitionen) folgen Ausführungen zur Besteuerung der indirekten Immobilieninvestionen über eine Personen- oder Kapitalgesellschaft. In einem gesonderten Abschnitt wird auf die Besteuerung der unentgeltliche Übertragung von Immobilien im Rahmen von Erbschaften und Schenkungen eingegangen. Dem schließen sich Ausführungen zu Besteuerung von Immobilienprodukten in Form der geschlossenen und offenen Immobilienfonds, sowie dem German REIT an. Der Besondere Teil schließt mit einer Darstellung zur internationalen Immobilienbesteuerung ab. Hierbei wird sowohl auf die nationalen Regelungen, als auch die des OECD-Musterabkommens eingegangen.

Jürgen Lindauer

Zweiter Teil: Probleme der Stiftungsinsolvenz

Als juristische Person des Privatrechts ist die Stiftung nach § 11 Abs. 1 S. 1 InsO insolvenzfähig. Im Ausgangspunkt finden somit sämtliche insolvenzrechtliche Regelungen Anwendung, die das Verfahren über das Vermögen einer juristischen Person betreffen. Das Insolvenzrecht gilt einheitlich für alle insolvenzfähigen Rechtsträger.

Johannes Weiland

3. Teil Rechte und Pflichten des GmbH-Gesellschafters

Die GmbH ist ein körperschaftlicher Verband. Dies setzt eine mitgliedschaftliche Organisation voraus. Das einzelne Mitglied der Körperschaft ‚GmbH‘ bezeichnet das Gesetz als Gesellschafter. Die Mitgliedschaft wird durch den sog. Geschäftsanteil vermittelt. Der Geschäftsanteil umfasst die Gesamtheit der Rechte und Pflichten des jeweiligen Gesellschafters. Gesellschafter ist also derjenige, der Inhaber eines Geschäftsanteils ist. Die Rechte und Pflichten des Gesellschafters ergeben sich aus dem Gesellschaftsvertrag, ergänzenden Gesellschafterbeschlüssen sowie dem geltenden Recht, insbesondere dem GmbHG.

Rocco Jula

4. Teil Haftung des Gesellschafters

In der Praxis sind viele Gesellschafter verunsichert, weil sie zwar darüber informiert sind, dass es grundsätzlich Haftungsrisiken gibt, jedoch nicht wissen, ob sich im Einzelfall ein solches Risiko verwirklicht hat und sie mit einer Inanspruchnahme durch die Gläubiger, die Gesellschaft oder gar durch einen Mitgesellschafter rechnen müssen. Die Kenntnis der Grundlagen der Haftung ist daher für jeden Gesellschafter zur Einschätzung seiner Risiken unerläßlich.

Rocco Jula

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

Bei der Ökonomik handelt es sich keinesfalls um ein geeintes und allgemein anerkanntes Theoriegebäude, sondern um eine Reihe konkurrierender Theorien und Modelle, die auf fundamental divergierenden Weltanschauungen, zum Beispiel hinsichtlich der Aufgabe des Staates oder der Funktionsweise der ökonomischen Interaktion zwischen Menschen, fußen. Oft sind ökonomische Debatten alleine aufgrund starker Implikationen auf das gesellschaftliche Zusammenleben und damit auch auf das eigene Umfeld emotional stark aufgeladen. Eine wertneutrale Analyse der zugrunde liegenden Phänomene ist daher notwendig, um echte Erkenntnisse zu erhalten.

Janis Kesten-Kühne

Kapitel 6. Vorbereitende Jahresabschlussbuchungen

Den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entspricht eine periodengerechte Gewinnermittlung. Das bedeutet, dass nur diejenigen Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. In der Praxis existieren aber Zahlungen für Aufwendungen und Erträge, die erst nachfolgende Geschäftsjahre betreffen.

Mirja Mumm

Kapitel 2. Das System der doppelten Buchführung

In der Buchführung werden alle Geschäftsvorfälle erfasst. Dabei sind die handels- und steuerrechtlichen Vorschriften zu beachten, die eine strenge Systematik vorgeben. Die einzelnen Aufzeichnungen sind innerhalb eines bestimmten organisatorischen Rahmens durchzuführen.

Mirja Mumm

Kapitel 3. Die Buchung eigenkapitalverändernder Vorgänge

Die bisher behandelten Geschäftsvorfälle führten durch Buchung und Gegenbuchung zu Veränderungen der in der Bilanz ausgewiesenen Bestände. Es existieren daneben Geschäftsvorfälle, die eindeutig zu einer Veränderung auf einem Bestandskonto führen, ohne dass die korrespondierende Veränderung direkt gegeben ist. So führt die Bezahlung von Löhnen in bar eindeutig zu einer Minderung im Konto Kasse.

Mirja Mumm

Die Finanzialisierung – ein „entkoppelter“ Markt mit „Aktienkultur“(?)

Als weitere wesentliche Charakteristika des FMK-Systems werden die „Entkopplung“ des Kapitalmarktes von der Realwirtschaft und eine durch den Wandel der Unternehmensfinanzierung entstandene „Aktienkultur“ genannt. Die damit verbundenen Entwicklungen werden auch unter dem Begriff „Finanzialisierung“ diskutiert.

Thorben Marc-André Spindler

Investmentfonds als „neue Herrscher“ der Unternehmen(?)

Ein zentrales Element im Modell des FMK sind die Investmentfonds. Denn eine Veränderung der Aktionärsstruktur habe zu einer Zunahme des Einflusses von Investmentfonds auf Unternehmen geführt, wodurch diese zu einer Ausrichtung auf kurzfristige Gewinne gedrängt würden. Im Folgenden wird untersucht, ob eine solche „treibende Kraft des System-wandels“ durch die Kapitalmarktgesetzgebung gefördert wurde.

Thorben Marc-André Spindler

Fazit zweiter Teil

Aufbauend auf den Ergebnissen der Kapitel 7 bis 10 wird im Folgenden die Ausgangsfrage des zweiten Teils beantwortet: Ob der Gesetzgeber den deutschen Kapitalmarkt zu einem FMK-System dereguliert hat. Entscheidend hierfür ist der Blick auf die Grundthese des FMK: Die vom Kapitalmarkt ausgehende Disziplinierung der Unternehmen zu einer kurzfristigen, auf eine reine Gewinnmaximierung (Shareholder Value) ausgerichtete Unternehmenspolitik.

Thorben Marc-André Spindler

11. Pumpen und Pumpensysteme in Industrie und Gewerbe

In den technischen Anlagen der Industrie spielen Pumpen und Pumpensysteme bei den verschiedensten Anwendungen eine bedeutende Rolle; daneben werden Pumpen beispielsweise auch in Anlagen der Wasserversorgung und in der Gebäudetechnik – dort insbesondere in Heizungsanlagen – eingesetzt. Dabei bestehen in diesen Bereichen zum Teil sehr erhebliche Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz, zur Stromeinsparung und damit auch zur Kostensenkung. Viele Effizienzmaßnahmen in Pumpensystemen führen zu Amortisationszeiten von wenigen Jahren und können deshalb als wirtschaftlich sehr interessant gelten.

Martin Dehli

3. Selbstverständnis des Mutterunternehmens

Die Zinsentwicklung führt zu einer deutlichen Verschiebung von Anlagegeldern aus dem Anleihemarkt in Richtung von Aktienanlagen und in Richtung direkter Unternehmensbeteiligungen. Entsprechend konkurrieren viele Konzern-Mutterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften mit ihren verfügbaren Geldmitteln, dem „dry powder“, um wenige zum Verkauf stehende mittelständische Unternehmen. Das Selbstverständnis des Mutterunternehmens ist eine Quelle für eine positive Differenzierung.Die Formulierung eines Selbstverständnisses des Mutterunternehmens ist die Grundlage für die Ausgestaltung des Beteiligungsmanagements. Dies umfasst die wesentlichen Aufgaben, die seitens der Holding- oder Beteiligungsgesellschaft wahrgenommen werden sollen. Mit den Aufgaben verbunden ist eine Zuordnung entsprechender Ressourcen. Das vorliegende Kapitel präsentiert einen Gestaltungsrahmen für die Formulierung des Selbstverständnisses von Mutterunternehmen. Darüber hinaus stehen die Motive für den Erwerb und das Halten von Beteiligungen, ausgewählte Typologien von Mutterunternehmen sowie eine neue Mission-Eigentümer-Matrix der realen Ausprägungen von Mutterunternehmen im Fokus. Das Kapitel umfasst auch eine quantitative Analyse der Beteiligungsstrukturen der DAX-30-Konzerne. Darüber hinaus enthält das Kapitel rund 30 Fallbeispiele, die Einblicke in die Praxis gewähren.

Klaus-Michael Ahrend

9. Mergers & Acquisitions und Post Merger Integration

Die Durchführung von Mergers & Acquisitions ist ein zentrales Instrument des Beteiligungsmanagements. Die Akteure des Mutterunternehmens können die Beteiligungen bei ihrem Wachstum durch Mergers & Acquisitions (M&A) Transaktionen und bei ihrer Fokussierung bzw. bei Verkäufen von Enkel-Beteiligungen unterstützen. Darüber hinaus liegt eine wesentliche Aufgabe des Beteiligungsmanagements in der Prüfung und ggf. Umsetzung der Potenziale für die Weiterentwicklung des Beteiligungsportfolios des Mutterunternehmens über Akquisitionen (Acquisition), Fusionen (Merger) und Verkäufe.Das Kapitel beschreibt Methoden für die Auswahl möglicher Partner, die Due Diligence, die Verhandlungen sowie für die Integration nach der Transaktion.

Klaus-Michael Ahrend

10. Beteiligungsfinanzierung

Das laufende Geschäft sowie das Wachstum der Beteiligungen verursachen einen Finanzierungsbedarf. Darüber hinaus müssen die Akteure des Mutterunternehmen die Finanzierung des operativen Geschäfts des Beteiligungsmanagements sowie von künftigen Akquisitionen sicherstellen.Das Kapitel beschreibt die verschiedenen Quellen der Finanzierung sowie die möglichen Handlungsfelder des Beteiligungsmanagements. Dies umfasst die direkte Finanzierung der Beteiligungen, Cash Management Lösungen sowie die Beratung und Begleitung der Beteiligungen bei externen Finanzierungen. Mit dem Instrument der Beteiligungsfinanzierung können Mehrwerte geschaffen werden.

Klaus-Michael Ahrend

4. Entwicklung der Beteiligungsstrategie

Die Erarbeitung einer Beteiligungsstrategie ist die Grundlage für ein überlegtes Beteiligungsmanagement. Die Strategie definiert den Suchraum für künftige Beteiligungen und Grenzen als Indikation für Verkaufsentscheidungen. Im vorliegenden Kapitel werden die Elemente der Beteiligungsstrategie erläutert und anhand von 11 Fallbeispielen vertieft.

Klaus-Michael Ahrend

2. Beteiligungsmanagement: eine Annäherung

Das Kapitel definiert den Beteiligungsbegriff aus juristischer und bilanzieller Perspektive und beleuchtet das Beteiligungsmanagement aus betriebswirtschaftlicher, biologischer und pädagogischer Perspektive. Als Beteiligungsmanagement wird die zielorientierte sachbezogene und personenbezogene Führung von Beteiligungen verstanden. Es zielt primär auf die Schaffung von Mehrwerten für Beteiligungen und Mutterunternehmen sowie auf die Unterstützung der Akteure der Beteiligungen. Beteiligungsmanager strukturieren und gestalten die Chancen und Risiken „ihrer“ Beteiligungen. Die Kernaufgaben des Beteiligungsmanagements liegen in der Entwicklung von Selbstverständnis und Portfolio, der Aktivierung und Verstärkung, der Förderung und Stabilisierung, der Koordination der Zusammenarbeit sowie im Monitoring. Dazu kommen die Rollen, die spezifischen Objekte, die spezifische organisatorische Verankerung, die Methoden der Steuerung und das Instrumentarium des Beteiligungsmanagements.Auf Basis dieser Elemente wird in diesem Kapitel ein Handlungsmodell für ein wertorientiertes Beteiligungsmanagement entwickelt und detailliert. Das Instrumentarium des Handlungsmodells umfasst 10 verschiedene Instrumente und rd. 150 einzelne Aufgaben.

Klaus-Michael Ahrend

11. Ergebnismanagement und Restrukturierung

Ein wichtiges Instrument des Beteiligungsmanagements liegt im aktiven oder begleitenden Ergebnismanagement einer Beteiligung. Für den Krisenfall handelt es sich um die aktive oder begleitende Sanierung. Das Kapitel beschreibt wesentliche Maßnahmen des Ergebnismanagements und präsentiert einen Rahmen für die Durchführung von Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen. Ausgehend von der Zielsetzung der Wertsteigerung der Beteiligung werden Maßnahmen für die Verbesserung von Cash Flow (organisatorische Maßnahmen, Synergien, Kostensenkung, Wachstum), für die Minderung des eingesetzten Kapitals sowie für die Minderung der Kapitalkosten vorgestellt.

Klaus-Michael Ahrend

2. Die Kostenartenrechnung als Informationsgrundlage für Voll- und Teilkostenrechnungen

In Kap. 2 lernen Sie

Jürgen Reim

11. Finanz- und Fiskalpolitik

Der chinesische Finanzmarkt, die Finanzregularien und die Bedeutung des Finanzmarktes für die Kommunistische Partei Chinas sowie die Auswirkungen der chinesischen Finanzpolitik auf den globalen Finanzmarkt werden aufgezeigt. Dazu werden zunächst die allgemeine Finanz- und Fiskalpolitik dargestellt sowie die Steuerstruktur und die Stellung formeller Banken innerhalb des Finanzsystems erläutert. Des Weiteren werden die Immobilienblase und der wachsende Schattenbanksektor thematisiert. Im Kontrast zu traditionellen Finanzinstitutionen werden anschließend der Fin-Tech-Markt und Crowdfunding als Innovations- und Technologiepotenzial der VR China vorgestellt. Diese Passagen zeigen auf, welche Elemente dazu beigetragen haben, China in diesen Bereichen zum Marktführer werden zu lassen. Es wird versucht, die Frage zu beantworten, inwieweit der Finanzmarkt in China gefestigt ist und welche Risiken bestehen.

Barbara Darimont, Paul Gebel, Alyssia Reißler

15. Außenhandel

Mit dem Beitritt Chinas zur WTO 2001 entstand ein Konflikt zwischen China und den restlichen WTO-Mitgliedstaaten bezüglich des chinesischen Marktwirtschaftsstatus und damit über die Behandlung in Antidumping-Verfahren. Die EU setzt weiterhin auf einen Ausbau der Handelsbeziehungen mit China. Die USA hingegen haben unter Präsident Trump ihre Strategie geändert und den bis dahin geltenden Konsens der Außendiplomatie aufgehoben. Seit 2018 erheben die USA Handelszölle auf verschiedene chinesische Waren. China versucht, durch den entstandenen Konflikt, seine handelspolitische Macht auszubauen. Der weltweite Handel ist vom Handelskrieg der beiden Parteien betroffen. Mit der Seidenstraßen-Initiative hat China eine weitere handelspolitische Offensive gestartet. Diese ist seit 2013 ein Hauptbestandteil der chinesischen Außenhandelspolitik. China versucht, mit diesem Großprojekt das bestehende, von den USA dominierte Weltwirtschaftssystem zu erobern.

Johanna Hehl, Barbara Darimont, Louis Margraf

Kapitel 5. Finanzcontrolling

Nach der Bearbeitung dieses Kapitels werden Sie wissen, …… mit welchen Kennzahlen der Finanzanalyse und -steuerung die Liquidität und die Profitabilität des Unternehmens ermittelt werden können.… welche Instrumente das wertorientierte Controlling umfasst.… wie die Unternehmensstrategie mithilfe der Balanced Scorecard operationalisiert werden kann.… wie mithilfe des Risikocontrollings Risiken im Unternehmen eingeschätzt und gesteuert werden können.

Margarita Uskova, Thomas Schuster

Kapitel 6. Formelsammlung

Dieses Kapitel beinhaltet die Formelsammlung.

Margarita Uskova, Thomas Schuster

Kapitel 1. Kapital- und Finanzplanung

Nach der Bearbeitung dieses Kapitels werden Sie wissen, ...… wie mithilfe der Kapitalbedarfsplanung bei Unternehmensgründungen und -erweiterungen der Kapitalbedarf ermittelt werden kann.... wie die Finanzplanung für die kontinuierliche Kapitalbedarfsermittlung eingesetzt werden kann.... wie die Finanzbudgetierung als Orientierungshilfe und Abstimmungsinstrument des Managements genutzt werden kann.... wie über die Kapitalflussrechnung Transparenz über den Zahlungsmittelstrom eines Unternehmens geschaffen werden kann.

Margarita Uskova, Thomas Schuster

Kapitel 3. Investitionscontrolling unter Sicherheit

Nach der Bearbeitung dieses Kapitels werden Sie wissen, …… wie eine Investition definiert ist.… welche Investitionsrechenmethoden bei sicheren Informationen angewandt werden können.… wie die Vorteilhaftigkeit von Investitionsvorhaben beurteilt werden kann.

Margarita Uskova, Thomas Schuster

Kapitel 4. Weitere Methoden des Investitionscontrollings

Nach der Bearbeitung dieses Kapitels werden Sie wissen, …… welche Investitionsrechenmethoden unter Unsicherheit gelten.… wie Projektlaufzeitentscheidungen getroffen werden.… mit welchen Ansätzen und Methoden ein Unternehmen bewertet werden kann.

Margarita Uskova, Thomas Schuster

Kapitel 2. Ursachen von Kreditzyklen

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den unterschiedlichen theoretischen Konzepten zur Erklärung von Kreditzyklen. In der Literatur werden verschiedene Ansätze über die Relevanz von Kreditzyklen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung unterschieden (Rötheli, 2014). Der hierbei schwächste Ansatz geht davon aus, dass die Kreditvergabe proportional zur konjunkturellen Entwicklung erfolgt.

Christoph Mölleken

Kapitel 3. Modell mit Anreizsystem und mehrperiodischen Kreditverträgen

In diesem Kapitel wird ein theoretisches Modell zur Erklärung von Kreditzyklen präsentiert. In dem Modell erfolgt die Kreditvergabe durch Kreditreferenten bzw. Sachbearbeiter, die eine Prämie pro vergebenen Kredit erhalten. Der Aufgabenbereich der Sachbearbeiter setzt sich aus mehreren Tätigkeiten zusammen und beinhaltet sowohl den Prozess der Kreditwürdigkeitsprüfung potentieller Schuldner als auch die Vermarktung und den Vertrieb von Kreditanträgen.

Christoph Mölleken

20. Finanzierungslösungen mit Fremdmitteln im Zuge der Unternehmensnachfolge

Das Thema Unternehmensnachfolge ist in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus sowohl wissenschaftlicher Betrachtung gerückt, als auch zum Gegenstand der Berichterstattung in den Wirtschaftsmedien geworden (Deutscher Industrie- und Handelskammertag 2013; Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband 2013; Kay et al. 2018b). Ein Grund dafür ist zunächst die große Zahl an Unternehmensnachfolgen, die in den kommenden Jahren anstehen. Exakte Zahlen liegen aufgrund fehlender Statistiken und Meldepflichten nicht vor. Nach Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) sind 93,6 % aller 3,6 Millionen Unternehmen in Deutschland Familienunternehmen (Kay et al. 2018b). Sie bilden damit den dominierenden Unternehmenstyp in der deutschen Wirtschaft (Familienunternehmen 2019; Stiftung Familienunternehmen 2017).

Andreas Brünjes

22. Private Equity und Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge ist für mittelständische Unternehmer nicht nur grundsätzlich ein schwieriges Thema, sondern wird nicht selten insbesondere dann zu einer Herausforderung, wenn sich aus dem familiären Umfeld des Unternehmers oder innerhalb des Managements des Unternehmens kein adäquater Nachfolger finden lässt, um das Unternehmen weiterzuführen und nicht zuletzt das unternehmerische Vermögen zu bewahren.

Oliver Böhm

21. Interview: Nach sechs Monaten müssen die Verhandlungen beendet sein

Alexander Piltz, 34, suchte nach ganz unterschiedlichen beruflichen Stationen nach einem Unternehmen, das für seine selbstständigen Berufsziele geeignet ist. Mit der dipa GmbH in Lohmar bei Köln fand er ein für ihn passendes Unternehmen. Das Unternehmen wurde 1963 als Spezialist für die Entwicklung, die Konstruktion und den Vertrieb von Rohrbefestigungen gegründet, die vor allem für den Anlagenbau, die petrochemische Branche und im Schiffsbau genutzt werden. Aus Altersgründen suchte der Eigentümer einen Nachfolger. Nach dem ersten Kontakt im November 2016 war die Übergabe zum Mai 2017 vertraglich vollzogen. Im Jahre 2018 erzielte das Unternehmen unter der Leitung von Herrn Piltz einen Umsatz von etwa 1,5 Mio. Euro mit ca. 20 Mitarbeitern.

Alexander Piltz

Kapitel 5. Modell zur Lebenszykluskostenkalkulation aus Auftragnehmersicht

Aus den bisherigen Überlegungen können im nachfolgenden Kapitel Ansätze zur Standardisierung der Lebenszykluskostenkalkulation und damit zur Entwicklung ein Kalkulationsmodell für die annäherungsweise Bestimmung der Lebenszykluskosten von Bundes-, Kreis- und Landesstraßen hergeleitet werden. Aus der Befragung der Unternehmensvertreter ergaben sich insbesondere bei der Abbildung der Finanzierungskosten sowie bei der Berücksichtigung und der Quantifizierung der projektspezifischen Risiken Standardisierungspotentiale. Zunächst erfolgen Handlungsempfehlungen zur Strukturierung der von den Auftraggebern zur Verfügung gestellten Eingangsdaten.

Clemens Müller

Kapitel 2. Technische und betriebswirtschaftliche Grundlagen

Zum Verständnis der vorliegenden Thematik werden im folgenden Kapitel relevante technische und betriebswirtschaftliche Grundlagen erläutert. Weiterhin erfolgt die Darstellung der für die Arbeit wichtigen Vertragsformen. Die Grundlagen dienen als Basis für eine Optimierung der Lebenszykluskosten bei Straßenbauprojekten.

Clemens Müller

6. Entgeltgestaltung: Ausgestaltung der materiellen Arbeitsanreize

Das Arbeitsverhältnis kann als Austauschbeziehung charakterisiert werden, bei dem Arbeit gegen Entgelt getauscht wird. Das Entgelt umfasst hierbei sämtliche materiellen Gegenleistungen, die Mitarbeiter aufgrund eines Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber erhalten.Das Entgelt der Mitarbeiter kann auf Basis unterschiedlicher Bestimmungsfaktoren festgelegt werden. Die anforderungsabhängige Entgeltkomponente vergütet den Schwierigkeitsgrad von Stellen, die leistungsabhängige Entgeltkomponente honoriert das Arbeitsverhalten und die erzielten Arbeitsergebnisse des Mitarbeiters, die qualifikationsabhängige Entgeltkomponente hingegen bildet die formale Qualifikation ab, über die Mitarbeiter verfügen, und die sozialstatusabhängige Entgeltkomponente die soziale Position von Mitarbeitern (z. B. aufgrund ihrer Betriebszugehörigkeit). Die erfolgsabhängige Entgeltkomponente hingegen hängt vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ab, während schließlich die marktabhängige Entgeltkomponente die Knappheit von Berufsbildern auf dem externen Arbeitsmarkt erfasst.

Stefan Huf

12. Wert- und Preisfindung bei einem Unternehmensverkauf

Glaubt man den aktuellen Ergebnissen der allgegenwärtigen Suchmaschinen der digitalen Welt, so ist die Findung eines Unternehmenswertes eine ganz und gar unspektakuläre Angelegenheit. Neben dem nicht fehlenden Wikipedia-Eintrag finden sich relativ einfach aufgebaute Modelle zur unmittelbaren Berechnung des Unternehmenswertes sowie die in der Praxis häufig verbreiteten und kostenfrei angebotenen Marktmultiplikatoren, die Anhaltspunkte für den Unternehmenswert geben können.

Hilmar Siebert

Kapitel 18. Das wirtschaftliche Architekturbüro

Das Kapitel „Wirtschaftliches Architekturbüro“ erläutert, welche Kenntnisse vonnöten sind, um ein Architekturbüro wirtschaftlich erfolgreich zu führen. So gibt die Autorin Einblicke in die Kostenarten- und Umsatzstruktur, wozu Personalkosten, das Inhabergehalt, Honorare und Sachkosten wie Raumnutzung, Bürobetrieb, Fahrzeuge, Reisekosten und sowie Bürosicherung zählen. Repräsentation und Akquisition werden ebenso erläutert wie die kalkulatorische Kapitalverzinsung. Die Anwendung in der Praxis wird anhand der Gesamtsituation eines „6-Personen-Büros“ dargestellt. Diesem Beispiel lässt sich die Ermittlung der Projektstunden ebenso entnehmen wie die Ermittlung des Gemeinkostenzuschlags und der Stundensätze. So lässt sich die Einnahmesituation eines Architekturbüros ebenso darstellen wie die Nach- und Vorkalkulation. Die Kennzahlen zur Wirtschaftlichkeit eines Architekturbüros werden genannt. Im abschließenden Ausblick wird auf die künftige Entwicklung hinsichtlich BIM (Building Information Modeling) und deren Auswirkung auf den Ablauf in Architekturbüros hingewiesen.

Anne Hackel

Kapitel 5. Terminplanung

Inhalte, Darstellungsart, Terminüberschreitungen

Das Entwickeln und Realisieren von Projekten wird zunehmend komplexer, während Kosten- und Termindruck ebenfalls steigen. Um die wirtschaftliche Baufertigung sicherzustellen, ist eine sorgfältige und detaillierte Ablauf- und Terminplanung notwendig. Das Kapitel stellt die Terminplanung als Grundleistung vor. Betrachtungen zur Bauzeit werden aus Sicht des Bauherrn, des Architekten und des Baubetriebes vorgestellt. Finanzierungskosten werden ebenso aufgeführt wie potenzielle Störgrößen. Überdies sind verschiedene Arten von Terminplänen möglich: Rahmenterminplan, Generalterminplan, Grobterminplan und Detailterminplan. Vorgangs-, Ereignis- und Pufferzeiten sowie Toleranzen werden erläutert. Ein wichtiger Punkt sind überdies die Ausführungsfristen nach § 5 VOB/B. Der Leser erhält somit einen umfassenden Einblick in die Inhalte der Terminplanung.

Stefan Scholz

Kapitel 15. Immobilienfinanzierung

Die Kalkulation der Gesamtkosten eines Projektes ist schon zu Beginn von hoher Bedeutung. Die anfallenden Kosten müssen in vollem Umfang gedeckt sein, sei es aus Eigenkapital oder Fremdkapital. Architekten müssen die Grundlagen der Immobilienfinanzierung kennen, da sie in den Leistungsphasen 2 und 3 der HOAI mit Teilen dieser beauftragt werden können. Daher erläutert dieses Kapitel die relevanten Fragestellungen zum Thema Immobilienfinanzierung. So wird zunächst der Begriff der Immobilienfinanzierung geklärt sowie die Herkunft des Kapitals für die Immobilieninvestition. Weiterhin erläutert die Autorin, welchen Konditionen dieses Kapital unterliegt sowie welchen Einfluss die Herkunft desselben auf die Wirtschaftlichkeit eines Objektes hat. So werden Eigenkapital und Fremdkapital dargestellt und erklärt, der Beleihungswert, Annuitätendarlehen, Abzahlungs- oder Tilgungs- oder Ratendarlehen ausgeführt

Von Anne Hackel

5. Die große Wirtschaftskrise (1930–1933)

Nachdem Schacht die Reichsbank verlassen hatte, setzte die Zeit des Niedergangs der Weimarer Republik ein. Ihren Abschluss fand diese Entwicklung unter den beiden Kabinetten des Zentrumpolitikers Brüning (30. März 1930 bis 30. Mai 1932), dem national-konservativen Kabinett von Papen (2. Juni 1932 bis 3. Dezember 1932) sowie dem Kabinett von Schleicher (3. Dezember 1932 bis 30. Januar 1933). Die politischen Verhältnisse waren durch eine immer stärkere Polarisierung gekennzeichnet. An den Wahlurnen legte Hitlers NSDAP mit einer einzigen Unterbrechung kontinuierlich zu. Dem stand die starke KPD gegenüber, während die Parteien der Mitte an Boden verloren. Die drei genannten Regierungen sahen sich angesichts dessen gezwungen, von der verfassungsrechtlichen Möglichkeit Gebrauch zu machen und mit Notverordnungen zu regieren. Der Reichstag billigte dieses Vorgehen und demonstrierte damit die eigene Machtlosigkeit. Hier zeigte sich die mangelnde Zukunftsfähigkeit der jungen demokratischen Weimarer Republik. Der einstmals so fortschrittliche Demokrat Hjalmar Schacht hatte inzwischen seinen Glauben an eine demokratisch verfasste parlamentarische Republik verloren. Er schlug sich auf die Seite der National-Konservativen, die zum autokratisch regierten alten Deutschland zurückkehren wollten. Seine Broschüre aus dem Jahr 1930 mit dem vielsagenden Titel „Nicht reden, handeln! Deutschland, nimm dein Schicksal selbst in die Hand!“ zeugte davon. Sie war voller national-konservativer Rhetorik. So besitze das deutsche Volk den Fleiß und das Pflichtbewusstsein, um aus eigener Kraft zu Wohlstand zu gelangen. Was fehle, sei die Führung, mit der sich diese Eigenschaften Geltung verschaffen könnten. Das Volk könnte sich unter geeigneter Führung von den ausländischen Einmischungsversuchen, die die eigene Bewegungsfreiheit einschränkten, befreien. Die Stärke von Deutschlands Erholung liege im Volk und seinem Staat. Und unter diesem Gesichtspunkt sei auch eine Zusammenarbeit mit anderen zu betrachten.

Arie van der Hek

3. Basic-Tools

Nur ausnahmsweise kommt ein Geschäftsmodell ohne Mitarbeiter aus. Ansonsten gehören Mitarbeiter – also Menschen – zu jedem Geschäftsbetrieb. Diese Menschen zu führen, zusammen zu führen und zu einer erfolgreichen Einheit zusammen zu schweißen, ist Ihre Aufgabe als Geschäftsführer. Dabei ist klar: In der Praxis ist das mit die schwierigste Aufgabe. Für diese Aufgabe gibt es keine allgemein gültigen Erfolgsrezepte, die einfach angewandt werden müssen. Aber es gibt bestimmte Muster, die hilfreich im täglichen Umgang mit Ihren Mitarbeitern sind. Auf keinen Fall sollten Sie davon ausgehen, dass Sie dafür „einfach ein Händchen“ haben. Wer sich bis dahin noch nicht systematisch mit dem Thema Personalführung beschäftigt hat, macht aus dieser Fehleinschätzung heraus mit Sicherheit Fehler – auch irreparable Fehler oder Fehler, die den Erfolg des gesamten Geschäftsmodells kosten.

Lothar Volkelt

1. Einführung in das Qualitätsmanagement

Das Verstehen der Begriffe Qualität, Qualitätsmanagement und Qualitätsmanagementsystem ist essenziell, um Qualitätsmanagement als Thema, betriebswirtschaftliche Disziplin und Grundinstrument für Erfolg zu interpretieren. Darüber hinaus ist Qualitätsmanagement ein strategischer Ansatz und eine Unternehmensphilosophie. Daher ist es entscheidend, zunächst die Bedeutung, Zusammenhänge und historische Entwicklung des Qualitätsmanagements herzuleiten. Außerdem sollten grundlegende Zusammenhänge zwischen der Anwendung von Normen, den Normungsinstitutionen und den Zertifizierungsgesellschaften erläutert werden, leicht verständlich und fachlich fundiert. Denn auch wenn insbesondere Normung und Zertifizierung gern in einen Zusammenhang gebracht werden, bestehen fundamentale Unterschiede. Anspruch des Kapitels ist demnach die prägnante Auseinandersetzung mit dem Qualitätsmanagement durch die Festlegung und Definition von Begriffen sowie einem Exkurs in die historische Herleitung des Qualitätsbegriffes. Abschließend wird dieses Kapitel auf die Grundlagen der Normungsarbeit eingehen, die in Kap. 4 expliziter aufgegriffen und umfassender erläutert werden sollen. Leser dieses Kapitels sollten am Ende in der Lage sein, Qualität, Qualitätsmanagement und Qualitätsmanagementsystem für sich zu beschreiben und den Zusammenhang zwischen Normanwendern, Normung und Zertifizierung einzuschätzen. Entsprechend der Kapitelnummerierung setzt dieses Kapitel absolut keine Kenntnisse voraus. Weder Kenntnisse im Zusammenhang mit Betriebswirtschaft, noch mit Qualitätsmanagement oder der Bildungsbranche.

Florian Mai

Kapitel 3. Entwicklungsstufen der Unternehmenskommunikation als Bestandteile des IR

In der Einleitung wird die Finanzberichterstattung als das historisch älteste Element der integrierten Berichterstattung bezeichnet. Um diese These zu belegen, dient als Ausgangspunkt der Primärzweck von IR, der im Rahmenkonzept des International Integrated Reporting Council (IIRC) wie folgt umschrieben wird: „The primary purpose of an integrated report is to explain to providers of financial capital how an organization creates value over time.“ Entscheidend ist hierbei das Verständnis von Wert. Analysiert man die zugrundeliegende Konzeption intensiver, unterscheidet der IIRC zwischen Wert für das Unternehmen und Wert für andere (Stakeholder i. w. S.).

Christian Manfred Kellner

3. Vollkostenrechnung

In diesem Kapitel lernen Sie die einzelnen Elemente eines Vollkostensystems näher kennen. zu unterscheiden, welche Kostenarten in einem Unternehmen von Bedeutung sind. die Bildung von Kostenstellen kennen. Sie wissen, wie Kostenarten auf Kostenstellen verrechnet werden können, wie eine innerbetriebliche Leistungsverrechnung erfolgt und können abschließend Zuschlagsätze für die Kalkulation ermitteln. wie die Selbstkosten von Produkten bzw. Aufträgen ermittelt werden. Sie können beurteilen, welches Verfahren der Kalkulation für eine konkrete betriebliche Situation angewendet werden sollte und können darüber hinaus die Qualität der gefundenen Lösungen einschätzen. die Vorgehensweise zur Ermittlung des betrieblichen Erfolges kennen. die Durchführung von Abweichungsanalysen. Sie können anschließend beurteilen, warum und in welcher Höhe Plankosten und Istkosten voneinander abweichen.

Prof. Dr. Jürgen Horsch

Kapitel 4. Informationsverarbeitung am Kapitalmarkt

Nach deutschem Recht gelten Kapitalgesellschaften als kapitalmarktorientiert, wenn sie Wertpapiere über einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 11 WpHG ausgegeben oder eine derartige Zulassung zum Wertpapierhandel beantragt haben. Unter dem Begriff „Wertpapier“ versteht der nationale Gesetzgeber definitionsgemäß Aktien, aktienähnliche Anteile, aktienvertretende Zertifikate und Schuldtitel. International wird eine Kapitalmarktorientierung affirmiert, sofern Wertpapiere des betrachteten Unternehmens an einem geregelten Markt gem. Art. 4 Abs. 1 Tz. 21 der Richtlinie 2014/65/EU zum Handel zugelassen sind.

Christian Manfred Kellner

Kapitel 5. Potentielle Rationalitätsdefizite im Kreditentscheidungsprozess am Beispiel des Crowdlendings

Ein Ziel des zweiten Teils dieser Arbeit besteht in der Diskussion von Rationalitätsdefiziten, die vorrangig im Rahmen der Online-Kreditvergabe auftreten. Als Untersuchungsobjekt wurde dafür das Crowdlending – eine relativ moderne Variante der Online-Kreditfinanzierung – ausgewählt. Die Ausführungen in diesem Kapitel erläutern zunächst die Grundlagen des Crowdlendings.

Sebastian Heim

Kapitel 2. Rationale Kreditentscheidungen vor dem Hintergrund der Finanzierungstheorie

Innerhalb der Ökonomie lassen sich normative und deskriptive Strömungen unterscheiden. Der Teil der Wirtschaftswissenschaften, der sich mit dem tatsächlichen Verhalten der Wirtschaftssubjekte beschäftigt, basiert auf der deskriptiven Entscheidungstheorie und ist in erster Linie verhaltenswissenschaftlich geprägt.

Sebastian Heim

Kapitel 8. Steuern in Krise und Insolvenz

Jede Krise ist eng verbunden mit einem Rückgang des wirtschaftlichen Erfolgs und der daraus resultierenden Realisierung handelsrechtlicher wie steuerlicher Verluste. Diese Verluste müssen finanziert werden entweder aus dem Unternehmen heraus oder von außen als Eigen- oder Fremdkapital. Insofern sind alle Beteiligten daran interessiert, wie und ob die erlittenen Verluste steuerwirksam sind.

Christoph Niering, Christoph Hillebrand

Kapitel 5. Praktische Grundlagen der Geschäftsführung

Machen sich die Geschäftsführer gegenüber dem Unternehmen schadensersatzpflichtig, haften diese als Gesamtschuldner. Danach kann eine GmbH nach Ihrer Wahl von jedem Geschäftsführer – insgesamt jedoch nur einmal – Ausgleich des Schadens verlangen kann. Wird ein Geschäftsführer für den vollen Schaden in Anspruch genommen, so kann dieser die übrigen dafür zum Ausgleich in Anspruch nehmen.

Lothar Volkelt

Kapitel 6. Besonderheiten im GmbH-Konzern

Die zentrale Unternehmensplanung und Kontrolle sind wichtige zentrale Führungsinstrumente für die effiziente Steuerung und Weiterentwicklung der gesamten Unternehmensgruppe. Je nach Anzahl der Konzerngesellschaften, Verzahnung der Geschäftsmodelle und Geschäftstätigkeiten (z. B. Zulieferer), je nach vertikaler und horizontaler Verflechtung der Geschäftsabläufe können mit Hilfe der zentralen Unternehmensplanung die Einzelpläne optimiert, aufeinander abgestimmt und angepasst werden.

Lothar Volkelt

Kapitel 2. Bewerbung um die Position eines Geschäftsführers einer Tochtergesellschaft

Als Angestellter eines Unternehmens führen Sie die Aufgaben aus, die Ihnen die Unternehmensleitung überträgt. Als Geschäftsführer: geben Sie die Ziele des Unternehmens vor,organisieren Sie den gesamten Geschäftsablauf,entscheiden über alle geschäftliche Angelegenheiten,kontrollieren den Geschäftsablauf undleiten Ihre Mitarbeiter zur Erledigung Ihrer Aufgaben an.

Lothar Volkelt

Kapitel 1. Grundlagen

Mit der Bestellung ins Amt übernimmt der Geschäftsführer die „operative“ Hoheit im Unternehmen. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis stimmt das für den Gesellschafter-Geschäftsführer – also für den Geschäftsführer, der zugleich an der GmbH beteiligt ist und aufgrund seines Stimmrechts seine wirtschaftlichen Interessen und geschäftlichen Vorstellungen in der Geschäftspolitik umsetzen kann. Alle anderen Geschäftsführer müssen sich in der Praxis der Geschäftsleitung mit anderen Organen und Personen arrangieren und abstimmen: Der Geschäftsführer, der nur eine Minderheits-Beteiligung (Beteiligungb <50 % und weniger) an der GmbH hält, kann die Grundlagen der Geschäftspolitik – das sind z. B. strategische Entscheidungen aber auch Entscheidungen zu einzelnen Geschäftsvorgängen – nur zusammen mit anderen Gesellschaftern durchsetzen. Der Geschäftsführer ohne eigene Beteiligung an der GmbH (Fremd-Geschäftsführer) unterliegt einem weit reichenden Weisungsrecht der Gesellschafterversammlung. In der Praxis wird dazu ein Katalog mitbestimmungspflichtiger Geschäfte festgelegt. Diese Geschäfte kann er dann nur tätigen, wenn er zuvor das Einverständnis der Gesellschafter zu solchen Geschäften einholt.

Lothar Volkelt
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