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About this book

Das Buch enthält neu entdeckte und systematisch aufbereitete Beiträge von Friedrich List, die in dieser zusammenhängenden Form bisher nicht veröffentlicht wurden. Insofern stellt es die Fortsetzung von Lists ökonomischem Hauptwerk "Das nationale System der Politischen Ökonomie", gleichsam den Band II dar, wie ihn List angedacht, aber nicht ausgeführt hat. Damit trägt das Buch dazu bei, Lists Bedeutung als Klassiker der Nationalökonomie noch zu erhöhen und seiner dogmengeschichtlichen Einordnung zwischen Adam Smith und Karl Marx als den großen Wirtschaftstheoretikern, die ein eigenständiges ökonomisches System begründet haben, Nachdruck zu verleihen. Das hierbei zu Tage geförderte Themenspektrum ist ein wichtiger Indikator von Lists weitgefächerten und zukunftsweisenden Ideen, die zudem in einer lebendigen Sprache abgefasst sind. Das reich bebilderte Buch erweitert die beiden bereits veröffentlichten Jubiläumsbände "Friedrich List (1789-1846) - ein Ökonom mit Weitblick und sozialer Verantwortung (Biografie) sowie "Friedrich List im Zeitalter der Globalisierung" (Ergänzungsband) zu einer spannenden Trilogie.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel I. Friedrich List als Publizist und Wirtschaftsjournalist

Abstract
Da nicht davon auszugehen ist, dass der Leser dieses Buches auch die beiden anderen Bände dieser Trilogie gelesen hat und über Lists Biographie wenigstens in groben Zügen Bescheid weiß, möchte ich mit einem kurzen biographischen Überblick über Lists Leben und Wirken beginnen.
Eugen Wendler

Kapitel II. Beiträge aus der Zeit des Pariser Exils und Frankreich betreffend

Abstract
Im September 1824 verstarb der Bourbonenkönig Ludwig XVIII, der Frankreich nach den Grundsätzen der konstitutionellen Monarchie regiert hatte. Sein Bruder und Nachfolger, Karl X, stellte sich dagegen auf die Seite der Reaktion und versuchte, die Verfassung zu umgehen. Deswegen brachte er das Bürgertum gegen sich auf. Im Sommer 1830 kam es zum offenen Konflikt. Seine berüchtigten „Juliordonanzen“, mit denen er die neugewählte Kammer auflöste und das Wahlrecht des liberalen Bürgertums beschränkte, trieben die aufgebrachte Bevölkerung auf die Barrikaden. Durch den Umsturz kam Louis Philippe, Herzog von Orleans, als sog. „Bürgerkönig“ im August 1830 auf den Thron. Unter seiner Herrschaft begann eine liberale Ära, die auch mit einem gewissen wirtschaftlichen Wohlstand des Besitzbürgertums verbunden war.
Eugen Wendler

Kapitel III. Artikel zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten in den deutschen Territorialstaaten

Abstract
Für Friedrich List hatte die politische Einheit der Deutschen oberste Priorität. Die wirtschaftliche und die politische Union bildeten für ihn eine zwangsläufige Folge. Der Zollverein war für ihn „nichts andres als die nationalökonomische Organisation Deutschlands.“ Er fragte sich: „Was taten die Deutschen, als die Welt aufgeteilt wurde, als man den Seeweg nach Indien um das Kap der guten Hoffnung und als man Amerika entdeckte? Seine sarkastische Antwort war: „Religionsstreit, Kontroversen!“1 Er erkannte auch: Die Macht und Unabhängigkeit der Nation beruht auf der Industrie!“ Und im Hinterkopf all seiner Pläne war Deutschland und zwar Deutschland nicht, wie es ist, sondern wie es sein oder besser werden sollte!
Eugen Wendler

Kapitel IV. Artikel zu zeitgenössischen politischen und sozialökonomischen Problemen anderer europäischer Länder

Abstract
Während seines Europa-Aufenthaltes im Jahre 1831 erlebte Friedrich List die ersten Lebensmonate des belgischen Staates aus französischer Sicht. Im Verlauf der Julirevolution von 1830 hatte sich Belgien gegen die holländische Herrschaft erhoben und am 5.10.1830 seine Unabhängigkeit erklärt. Am 26.7.1831 bestätigte das Londoner Protokoll der fünf Großmächte, das Königreich Belgien als unabhängigen und neutralen Staat. Im August 1844 schaltete sich List nach Absprache und mit Billigung des damaligen belgischen Ministerpräsidenten, Jean Baptiste Baron v. Nothomb, in die stockenden Verhandlungen zum Abschluss des ersten Handelsvertrages zwischen dem jungen Königreich Belgien und Preußen ein. Es gelang ihm durch eine Pendeldiplomatie, dass die bestehenden Hindernisse innerhalb von gut zwei Wochen ausgeräumt und der Vertrag am 1. September mit dem preußischen Gesandten in Brüssel, Baron v. Arnim, unterzeichnet werden konnte. Gleichzeitig hatte List in Belgien dafür geworben, in Oostende und Antwerpen Freihäfen für den Zollverein anzulegen.
Eugen Wendler

Kapitel V. Wirtschaftliche und politische Analyse der Vereinigten Staaten von Nordamerika

Abstract
In der unter dem amerikanischen Präsidenten Martin Van Buren einsetzenden Wirtschaftskrise hatte Friedrich List 1837 sein in den USA erworbenes Vermögen verloren. Unter dem Eindruck dieses schmerzlichen Verlustes verfasste er für die Leser der AZ eine vierteilige Artikelfolge über die wirtschaftliche und politische Lage der Vereinigten Staaten. Dabei erklärte er, wie es zu dieser Krise kam und entwickelte daraus seine eigene Konjunkturtheorie.
Eugen Wendler

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