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About this book

Dieses kompakte Fachbuch gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Führungsansätze. Es enthält eine Toolbox mit mehr als 20 fundierten Messinstrumenten und Fragebögen, z.B. zu charismatischer, ethischer, narzisstischer oder psychopathischer Führung, die Sie auch für eigene Befragungen (z. B. Mitarbeiterbefragungen oder wissenschaftliche Studien) einsetzen können.

Sie finden in diesem Werk Antworten auf Fragestellungen wie beispielsweise:

Wie führt man Veränderungsprozesse zum Erfolg? Was macht authentische Führungskräfte so überzeugend? Ist es wirklich wahr, dass Frauen anders – oder sogar besser als Männer führen? Was macht toxische oder schlichtweg schlechte Führungskräfte so gefährlich?

Lassen Sie sich anregen, Führungsverhalten in all seinen Facetten zu reflektieren, lernen Sie, wie man Führung messen kann und entwickeln Sie ganz nebenbei Ihre eigene Führungskompetenz weiter!

Zielgruppen:

Führungskräfte erhalten Inspiration und Orientierung für ihre eigene Führungspraxis, Studierende finden sich besser im breiten Feld der Führungsforschung zurecht und Praktiker aus dem Personalbereich können sich neueste Erkenntnisse der Führungsforschung aneignen.

Zu den Autorinnen:

Prof. Dr. Rafaela Kraus ist Professorin für Personalmanagement an der Universität der Bundeswehr München und Expertin für Leadership, Organisationsentwicklung und digitale Transformation.

Tanja Kreitenweis ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Bundeswehr München und forscht in den Bereichen Serious Gaming, Lernen, Change Management und Führung.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel 1. Was ist Führung?

Zusammenfassung
Führung ist ein vielgestaltiges Phänomen – es gibt zahllose Definitionen für „Führung“ und eine klare Abgrenzung von Begriffen wie Management, Leadership, Unternehmens-, Personal- und Mitarbeiterführung ist weder in der Theorie noch in der Praxis bisher gelungen. Auch die Bezeichnung Führungskraft wird auf ganz unterschiedliche Funktionen und Kontexte angewandt, obwohl beispielsweise die Führungsaufgaben eines CEOs in einem Konzern und einer Teamleitung in einem Supermarkt unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber auch wenn es bislang also keine „Universaltheorie“ für Führung gibt, so gibt es doch viele Ansätze um besonders wichtige Aspekte von Führung zu messen und daraus Empfehlungen für die Führungspraxis abzuleiten.
Rafaela Kraus, Tanja Kreitenweis

Kapitel 2. Die klassischen und aktuellen Ansätze der Führungsforschung

Zusammenfassung
Die psychologische Führungsforschung ist bis heute ein angelsächsisch geprägtes Forschungsfeld mit unscharfen Grenzen zur betriebswirtschaftlichen und soziologischen Forschung. Führung gilt dabei als Prozess, bei dem es darum geht, ein Individuum oder eine Gruppe von Individuen so zu beeinflussen, dass ein gemeinsames Ziel erreicht wird. Historisch beschäftigte sich die Führungsforschung zunächst mit den Persönlichkeitseigenschaften und Verhaltensmustern von Führungskräften, dann mit dem interaktiven sozialen Prozess und den Zielen von Führung, später auch mit kognitiven motivationalen, ethischen und emotionalen Aspekten. Aktuell stehen kritische Fragestellungen, u. a. zu Themen wie Gender und Diversity, Kultur und Ethik im Fokus der Führungsforschung.
Rafaela Kraus, Tanja Kreitenweis

Kapitel 3. Ein Gesamtmodell für Führung?

Zusammenfassung
Es ist schwierig, die zahlreichen und vielfältigen Forschungsstränge und -befunde der Führungsforschung in ein integriertes Modell zu überführen. Die Führungsforschung beschreibt und erklärt zwar viele Aspekte und Phänomene guter und schlechter Führung und hilft uns zu verstehen, welche Ursachen es dafür gibt. Zwischen den Theoriebausteinen gibt es aber oft nur schwache Verbindungen. Erkenntnisgewinne sind in der Führungsforschung zukünftig vor allem dann zu erwarten, wenn es gelingt, gut belegte und anschlussfähige Ansätze zu integrieren und mittels meta-analytischer Verfahren auf ihre Erklärungskraft hin zu überprüfen.
Rafaela Kraus, Tanja Kreitenweis

Kapitel 4. Wie kann man Führung messen und beschreiben?

Zusammenfassung
Die Wissenschaft beschäftigt sich schon mehr als hundert Jahre lang damit, das Phänomen Führung zu beschreiben und zu erklären und hat dafür eine Vielzahl von Messinstrumenten mit verschiedensten Blickrichtungen und inhaltlichen Schwerpunkten entwickelt. Gegenstand psychometrischer Messungen sind dabei die Führungskraft als Individuum, ihr Verhalten, die Mitarbeitenden, die Kontextbedingungen von Führung und die unterschiedlichen Ausprägungen von Führungserfolg. Einige Merkmale, wie z. B. das Alter von Führungskräften, können dabei leicht erhoben werden, andere, wie z. B. die Persönlichkeit der Führungskraft, sind komplexe Konstrukte, zu deren Erfassung ausdifferenzierte Methoden entwickelt und validiert wurden.
Rafaela Kraus, Tanja Kreitenweis

Kapitel 5. Messung von Führung in der Personalauswahl und -entwicklung

Zusammenfassung
Die Diagnostik der Führungseignung und die Kompetenzentwicklung im Bereich Führung sind zwei der wichtigsten Aufgaben im Personalmanagement. Wenn Personal für Führungsaufgaben ausgewählt wird oder die Führungskultur einer Organisation weiterentwickelt werden soll, kommt es zunächst darauf an, die für die Führungsrolle wichtigen Kompetenzen zu definieren. Grundsätzlich werden soziale und persönliche Kompetenzen, mit dem Aufstieg in der Hierarchie und der Übernahme von Personalverantwortung immer wichtiger, während die Bedeutung fachlich-methodischer Kompetenzen tendenziell abnimmt. Standardisierte Messinstrumente können im Rahmen von Assessment Center Verfahren unterstützend eingesetzt werden, um Führungseignung oder -potenzial zu erheben. Aber auch in der Personal- und Organisationsentwicklung können Instrumente zur Messung von Führung gewinnbringend verwendet werden, insbesondere im Rahmen individueller Führungsfeedbacks und zur Analyse der Führungskultur als Basis für eine Veränderung der Führungskultur.
Rafaela Kraus, Tanja Kreitenweis

Kapitel 6. Toolbox: Verbreitete und leistungsfähige Fragebögen, Tests und Skalen

Zusammenfassung
Es gibt ein breites Repertoire an wissenschaftlichen, validierten Fragebögen, Tests und Skalen zur Erfassung verschiedener Aspekte von Führung. Viele davon sind frei verfügbar, leistungsfähig und ohne größeren Entwicklungsaufwand auch für die nicht-akademische Praxis einsetzbar. Dies macht es möglich – wenn die entsprechende Statistik-Expertise vorhanden ist – eigene Untersuchungen zu konzipieren, ohne auf kommerzielle Verfahren mit teilweise sehr hohen Lizenzgebühren zurückzugreifen. Mögliche Untersuchungsfelder sind die Leistungsfähigkeit, die Persönlichkeit und die Einstellungen von Führungskräften, die Führungsmotivation, verschiedene Aspekte des Führungsverhaltens sowie komplexe führungsbezogene Verhaltensmuster bzw. Führungsstile.
Rafaela Kraus, Tanja Kreitenweis

Kapitel 7. Führung selbst messen

Zusammenfassung
Befragungen in Unternehmen zum Thema „Führung“ dienen dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn, liefern Entscheidungsgrundlagen für die Personalpraxis und unterstützen unternehmens- und personalpolitische Ziele. Sie machen die gelebte Führungskultur sichtbar, sensibilisieren die Mitarbeitenden für eine erwünschte Führungskultur und ermöglichen es, Handlungsfelder für die Weiterentwicklung des Führungsverhaltens der Vorgesetzten, aber auch der Führungskultur der gesamten Organisation zu identifizieren. Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Führung und arbeitsbezogenen Einstellungen können in das Personalmanagement einfließen.
Rafaela Kraus, Tanja Kreitenweis

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