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2016 | Book

Funktionslogiken organisierten freiwilligen Engagements

Eine Studie über das Kolpingwerk Deutschland

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Victor Feiler untersucht in einer Einzelfallstudie über einen Milieuverband, wie freiwilliges Engagement organisiert wird und analysiert – in Anlehnung an das Input-Output Modell – die Interaktionsbeziehungen zwischen den organisationsinternen Subsystemen. Die für eine Organisationsanalyse freiwilliger Vereinigungen erforderlichen Kategorien und Tools werden vom Autor erarbeitet, organisations-soziologisch operationalisiert und angewandt. Die Funktionsweisen und strategischen Herausforderungen organisierten freiwilligen Engagements sind ein weißer Fleck in der Zivilgesellschaftsforschung. Über die Interessenverfolgung der einzelnen Organisationsebenen und ihre spezifische Kommunikation werden Dilemmata und Widersprüche einer komplexen freiwilligen Organisation erfasst.

Table of Contents

Frontmatter
1. Organisiertes freiwilliges Engagement. Forschungsstand
Zusammenfassung
Mit dem Einsatz einer Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“ (im Folgenden: Enquete-Kommission) durch den Deutschen Bundestag geriet freiwilliges/bürgerschaftliches Engagement in den Fokus politischer Auseinandersetzung. Spätestens nach dem Endbericht der Enquete-Kommission hat sich auch die Wissenschaft dem Feld Zivilgesellschaft und dem sie tragenden freiwilligen/bürgerschaftlichen Engagement zugewandt.
Victor Feiler
2. Organisationaler Rahmen
Zusammenfassung
Organisationen als offene Systeme gehen Beziehungen mit Akteuren ihrer Organisationsumwelt ein, wenn sie für ihre Zielerreichung relevant sind. Eine Organisation ist in systemtheoretischer Sicht Agent für ein bestimmtes Interesse, und steht mit jenen Akteuren ihrer Umwelt in institutionalisierten und/oder Ad hoc- Austauschbeziehungen, die ihrem Zweck entsprechen und damit ihrer Zielerreichung dienlich sind (Codegleichheit).
Victor Feiler
3. Kennzeichen Kommunikation
Zusammenfassung
Eine Organisation zeichnet sich dadurch aus, dass sie über raum-zeitliche, inhaltliche und kulturelle Distanzen hinweg operiert. Voraussetzung ist dabei die Kommunikation als Grundbedingung für die Koordination organisatorischen Handelns. Weiterhin ist Kommunikation Bedingung, um als Organisation von der Organisationsumwelt wahrgenommen und Organisationsinteressen (vgl. Sebaldt und Straßner 2004: 70) verfolgen zu können, was die intraorganisatorische Willensbildung voraussetzt. Willensbildung wiederum setzt Partizipation der Akteure, Informationstransfer zwischen den Organen und Gremien sowie eine möglichst hohe Informations-dichte zwischen ihnen voraus.
Victor Feiler
4. Willensbildung und Entscheidungsfindung
Zusammenfassung
Die binnenorganisatorische Situation von Kommunikation wurde bisher auf die Darstellung der formalen Kommunikation in der Form des satzungsrechtlich vorgegebenen Informationstransfers und den Informationsgraden der Subsysteme beschränkt. Neben der formalen Kommunikation wird nun die funktionale Form der Kommunikation im Kolpingwerk Deutschland analysiert.
Victor Feiler
5. Willensbildung und Entscheidungsfindung in der organisationalen Praxis. Die Erstellung eines Grundsatzprogramms

Der Stellenwert von Willensbildung und Entscheidungsfindung in einer Organisation korrespondiert mit ihrem Ziel, ihren Aufgaben, und ihrer Struktur. Der Ressourcenaufwand für Willensbildung- und Entscheidungsfindungsprozesse ist abhängig von der Strukturkomplexität einer Organisation und damit von der Anzahl der beteiligten Subsysteme und Organisationsebenen.

Victor Feiler
6. Kennzeichen Interesse
Zusammenfassung
Neben dem Kennzeichen der Kommunikation wendet sich die Analyse nun dem Kennzeichen Interesse zu. Zentrales Erkenntnisinteresse ist auch hier die Fragestellung, ob sich beim Kennzeichen Interesse Abgrenzungen zwischen den formalen Ebenen verifizieren lassen. Auf Grundlage der Analyseergebnisse wird eine typologische Einordnung des Kolpingwerkes Deutschland versucht.
Victor Feiler
7. Organisationssoziologische Befunde und weiterführende Fragestellungen
Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll – auf der Grundlage der bisherigen Befunde – nach Anknüpfungspunkten für weiterführende Fragestellungen der Dritte-Sektor-Forschung gesucht werden. Der Schwerpunkt der Untersuchung wird dabei auf organisationssoziologische Spezifika des Untersuchungsgegenstandes gelegt, die als Problemstellungen der Organisation im Kontext des Managements stehen und hierfür wesentliche Orientierungen bieten.
Victor Feiler
8. Resümee
Zusammenfassung
Die Offenlegung von Struktur, Funktionen organisationalen Handelns und von Problemkonstellationen einer überregionalen Organisation freiwilligen Engagements war das Anliegen dieser Untersuchung. Das empirische Material des Untersuchungsgegenstandes wurde an den Merkmalen des soziologischen Organisationsbegriffs gefiltert. In Anlehnung an das einfache Input-Output-Modell wurde nach funktionalen und dysfunktionalen Beziehungen zwischen den formalen Ebenen geforscht.
Victor Feiler
Backmatter
Metadata
Title
Funktionslogiken organisierten freiwilligen Engagements
Author
Victor Feiler
Copyright Year
2016
Electronic ISBN
978-3-658-12305-5
Print ISBN
978-3-658-12304-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-12305-5

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