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2020 | Book

Gemeinschaftliche Wohnformen zwischen Entfremdung und Resonanz

Zur Lage der wohnenden Klasse in Trier

Editors: Prof. Dr. Johannes Kopp, Prof. Dr. Rüdiger Jacob, Prof. Dr. Jan-Henrik Hafke, Prof. Dr. Robert Thum

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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About this book

Die in dem diesem Band vereinten Überlegungen, Aufsätze und Beiträge präsentieren anhand konkreter Beispiele die unterschiedlichen Forschungsperspektiven zu gemeinschaftlichen Wohnformen.

Wohnen ist nicht nur Schutz vor Kälte und Regen oder ein Platz zum Schlafen. Wohnen vermittelt auch Gemeinschaft – sei dies primär im Bereich der Familie oder erweitert in der Nachbarschaft und Gemeinschaft. Nicht überall werden diese Funktionen aber gleich gut erfüllt.

Anhand verschiedener Fallstudien soll untersucht werden, unter welchen Bedingungen gutes, resonantes Wohnen gelingt und wann es eher zu entfremdeten Wohnformen kommt.

Table of Contents

Frontmatter
Kapitel 1. Entfremdetes und resonantes Wohnen. Eine theoretische Einordnung aus soziologischer Perspektive
Zusammenfassung
Die Konstitution der Lebens- und Wohnverhältnisse beschrieb Friedrich Engels bereits in seinem Werk „Zur Lage der arbeitenden Klasse in England“. Davon ausgehend gibt das Kapitel eine aktuelle Verortung zur Relevanz der Thematik und deren historischen Hintergründe. Dazu gehören Einflussfaktoren wie die Bestimmung der Wohnqualität sowie die Entwicklung und Bedeutung von Nachbarschaften für die subjektive Lebensqualität. Zudem wird der Frage nachgegangen, inwiefern eine interdisziplinäre Herangehensweise in Form einer Kooperation aus Architektur und Soziologie fruchtbare Sozialraumanalysen gewährleisten kann.
Rüdiger Jacob, Johannes Kopp

Theoretische Verortungen

Frontmatter
Kapitel 2. Zur Konstruktion von Gemeinschaft
Zusammenfassung
Ähnliche räumliche Strukturierung trotz unterschiedlicher geographischer Verortungen oder kultureller Einflüsse zeigen die Notwendigkeit gemeinschaftlicher (Wohn-)Räume und wie diese gezielt in einen Bebauungsplan mit aufgenommen werden können, um neben räumlicher auch soziale Nähe zu gewährleisten.
Robert Thum, Jan-Henrik Hafke
Kapitel 3. Fallstudien gemeinschaftlichen Wohnens von Hakka Tolou bis zur Abtei St. Matthias
Zusammenfassung
Diverse Modelle gemeinschaftlichen Wohnens und deren architektonischer Grundriss geben einen Überblick über unterschiedliche Herangehensweisen, um innerhalb eines Bauprojektes verschiedene Segmente – öffentlich, gemeinschaftlich, privat – zu einem Gesamtbild mit entsprechenden Werten zu konzipieren.
Robert Thum, Jan-Henrik Hafke

Anwendungen und Explikationen

Frontmatter
Kapitel 4. Gespräche mit Bruder Ansgar und Alois Peitz zum Schammatdorf und der Abtei St. Matthias
Zusammenfassung
„Honorare omnes homines“ unter diesem Leitgedanken gestaltet sich ebenfalls die Entwicklung des Projektes „Schammatdorf“. In den Gesprächen werden diverse Einflüsse und Ziele sowie sich durch Erfahrungswerte gesammelte Anpassungsmöglichkeiten, sozial wie räumlich, verdeutlicht und Aspekte herausgearbeitet, inwiefern das Kloster als Vorbild der Gemeinschaftsbildung dienen kann.
Robert Thum, Jan-Henrik Hafke
Kapitel 5. Das Wohnen im Kloster als gemeinschaftliche Lebensform. Ergebnisse einer Befragung im Kloster St. Matthias
Zusammenfassung
Gemeinschaftliches Wohnen bietet eine nennenswerte Option gerade für das Wohnen im Alter und wird auch auf Grund der Mietpreisentwicklungen in urbanen Zentren zu einer immer präsenteren und relevanteren Wohnform. Um herauszufinden, wie gemeinschaftliches Wohnen besonders reibungsfrei verlaufen kann wertet das vorliegende Kapitel 2018 im Trierer Kloster der Benediktinerabtei St. Matthias durchgeführte Einzelgespräche mit den Mönchen aus. Hierbei wird besonders auf Aspekte des klösterlichen Zusammenlebens, die dort bestehende Gemeinschaft, aber auch auf auftretende Konflikte eingegangen.
Tim Schneider
Kapitel 6. Das Schammatdorf in Trier – Urban Villagers ?
Zusammenfassung
Seit fast 40 Jahren existiert in Trier ein gemeinnütziges und integratives Wohnprojekt: Das Schammatdorf. Zielsetzung unserer Untersuchung war es, neben einem kurzen historischen Abriss der Geschichte dieses Wohnprojektes vor allem die Einstellungen und Erfahrungen der heutigen Bewohner und Bewohnerinnen zu erfahren. Bildet dieses innerstädtische Projekt wirklich ein eigenständiges Dorf?
Joanna Koßmann
Kapitel 7. Die Idee der Gartenstadt und die Realität des Wohnens: Der Stadtteil Mariahof in Trier
Zusammenfassung
Eine Antwort auf die soziale Frage nach adäquaten Wohnraum bietet das Konzept der Gartenstadt von Ebenezer Howard. Die Verbindung zwischen der Nähe zum Arbeitsplatz und des gemeinschaftlichen Wohncharakters stellt die Prämisse dieses Stadtentwicklungskonzepts dar. Inwiefern der Stadtteil Mariahof in Trier und diverse andere Adaptionen diesen Grundgedanken des Konzeptes umsetzen und damit das Potential zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohnenden verbessern konnten, soll in diesem Kapitel veranschaulicht werden.
Stefan Schreiber
Kapitel 8. Wohnen im Bobinet-Quartier. Zur Neuentwicklung einer urbanen Gemeinschaft
Zusammenfassung
Die steigende Nachfrage nach Wohnraum, knappe Neubauflächen und auch die Attraktivität der vorhandenen Architektur führen dazu, dass immer häufiger Funktionsgebäude zu Wohnraum umgewandelt werden. Als regionales Beispiel für solche Gentrifizierungsentwicklungen kann das Bobinet-Areal in Trier-West angesehen werden. Das vorliegende Kapitel setzt sich zunächst mit der Transformation des ehemaligen Fabrikgeländes zum attraktiven Wohnquartier auseinander. Im weiteren Verlauf werden an Hand einer 2018 durchgeführten Befragung die Sozialstruktur der Bewohnenden, die im Viertel vorliegenden Wohnformen und die Wohnzufriedenheit sowie nachbarschaftlichen Interaktionen zwischen den Bewohnenden analysiert und auf Besonderheiten hin untersucht.
Eva-Marie Förster, Rüdiger Jacob, Johannes Kopp
Kapitel 9. Wohnen im Alter. Gemeinschaftlichen Wohnformen als Modell der Zukunft?
Zusammenfassung
Der allgegenwärtige demographische Wandel verschärft die Problematik des steigenden Pflegebedarfs und legt damit auch einen Fokus auf die Wohnsituation der älteren Bevölkerung. Um der Frage nachzugehen, welche Wohnformen als besonders auf das Alter ausgelegt beschrieben werden können, wird zunächst auf die aktuell vorliegende Wohnsituation älterer Menschen eingegangen. Auch welche Wünsche an das Wohnumfeld geäußert und welche Wohnformen für das Alter präferiert werden, wird mit Hilfe unterschiedlicher Erhebungen untersucht.
Johannes Kopp, Rüdiger Jacob
Kapitel 10. Nachbarschaften
Zusammenfassung
Was genau kann aus einer wissenschaftlichen Perspektive unter dem Begriff der Nachbarschaft verstanden werden und wie lassen sich Nähe oder Distanz innerhalb der Nachbarschaft messen? Das vorliegende Kapitel untersucht die Validität einer in unterschiedlichen Erhebungen verwendeten Skala zu Operationalisierung sozialer Distanz innerhalb von Nachbarschaften und geht gleichzeitig der Frage nach, welche Einflussgrößen sich positiv oder negativ auf Nachbarschaftsverhältnisse auswirken.
Paula Fellinger
Kapitel 11. Nachbarschaften
Zusammenfassung
Was genau kann aus einer wissenschaftlichen Perspektive unter dem Begriff der Nachbarschaft verstanden werden und wie lassen sich Nähe oder Distanz innerhalb der Nachbarschaft messen? Das vorliegende Kapitel untersucht die Validität einer in unterschiedlichen Erhebungen verwendeten Skala zu Operationalisierung sozialer Distanz innerhalb von Nachbarschaften und geht gleichzeitig der Frage nach, welche Einflussgrößen sich positiv oder negativ auf Nachbarschaftsverhältnisse auswirken.
Paula Fellinger
Metadata
Title
Gemeinschaftliche Wohnformen zwischen Entfremdung und Resonanz
Editors
Prof. Dr. Johannes Kopp
Prof. Dr. Rüdiger Jacob
Prof. Dr. Jan-Henrik Hafke
Prof. Dr. Robert Thum
Copyright Year
2020
Electronic ISBN
978-3-658-26048-4
Print ISBN
978-3-658-26047-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-26048-4