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2012 | Book

Georessource Wasser - Herausforderung Globaler Wandel

Ansätze und Voraussetzungen für eine integrierte Wasserressourcenbewirtschaftung in Deutschland

Editor: acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012

Publisher: Springer Berlin Heidelberg

Book Series : acatech POSITION

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About this book

Ziel des acatech Projektes „Georessource Wasser - Herausforderung Globaler Wandel“ ist es, innovative Beiträge für die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen unter den Bedingungen des Globalen Wandels zu erarbeiten und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen. Der räumliche Fokus des Projektes liegt einerseits auf sensitiven Regionen in Deutschland, das heißt Gebieten, in denen Probleme im Wassersektor bestehen oder absehbar sind und andererseits wird die globale Verflechtung Deutschlands betrachtet. Zentrales Ergebnis des Projektes sind an verschiedene Zielgruppen - Wissenschaft, Wissenschaftspolitik, Wirtschaft, Politik und allgemeine Öffentlichkeit - gerichtete Empfehlungen.

Table of Contents

Frontmatter
Kurzfassung
Zusammenfassung
Süßwasser (im Folgenden vereinfacht als „Wasser“ bezeichnet) ist ein kostbares Gut. Es gehört zu den essenziellen Georessourcen. Die wohl offensichtlichste Nutzung von Wasser findet im Haushalt statt: wir waschen, kochen, trinken, spülen und gießen unsere Pflanzen mit Wasser. Doch den größten Anteil des Wassers benötigen die Landwirtschaft und die Industrie, vorwiegend die Kraftwerkskühlung bei der Energieerzeugung.
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012
Projekt
Zusammenfassung
Diese Position entstand auf Grundlage der acatech STUDIE Georessource Wasser — Herausforderung Globaler Wandel. Beiträge zu einer integrierten Wasserressourcenbewirtschaftung in Deutschland (Hüttl und Bens 2012).
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012
1. Einleitung
Zusammenfassung
Jahrhunderthochwasser 2002, Rekordsommer 2003 oder der wärmste, bislang gemessene Winter 2006/07 — Schlagzeilen, die uns allen geläufig sind. Auch das Jahr 2011 zeichnete sich durch meteorologische Rekorde aus: Das Frühjahr 2011 war in Deutschland das sonnigste seit dem Beginn der Sonnenscheinmessungen im Jahr 1951, das zweitwärmste seit Beginn der deutschlandweiten Temperaturmessungen 1881, sowie das trockenste seit 1893 (DWD 2011a). Dagegen war der Sommer im Osten Deutschlands sehr nass und übertraf im Juli mit 114 Liter je Quadratmeter die durchschnittliche Regenmenge von 78 Liter je Quadratmeter um fast 50 Prozent, in Nordostdeutschland örtlich sogar um das Drei- bis Vierfache (DWD 2011b).
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012
2. Klimawandel und Wasserhaushalt
Zusammenfassung
In den vergangenen hundert Jahren hat sich der Wasserhaushalt in Deutschland deutlich verändert (Petrow und Merz 2009, Bormann 2010, Kaiser et al. 2010, Maurer et al. 2011). Dieser „hydrologische Wandel“ (Bronstert et al. 2009) ist auf die Klimaänderung, die änderung der Landnutzung und das intensivierte Wassermanagement zurückzuführen (Huntington 2006). Die Anteile dieser Faktoren und die Auswirkungen sind regional unterschiedlich.
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012
3. Wassernutzung und Wassereffizienz in Landschaften
Zusammenfassung
Landschaften erfüllen viele Aufgaben: Sie sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, ermöglichen genetische Vielfalt, regulieren das Klima, bilden Grundwasser und dienen der Produktion von Biomasse für Nahrungs- und Futtermittel sowie der Erzeugung von Bioenergie.5 Der Mensch nutzt Landschaften auch als Siedlungs- und Wirtschaftsraum sowie zur Rohstoffgewinnung. Auf diese Art greift er ständig in die Multifunktionalität ein, sowohl in qualitativer wie auch in quantitativer Weise. Dieses gilt nicht zuletzt für die Wasserressourcen einer Landschaft, die maßgeblich von der Vegetation bestimmt werden.
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012
4. Wasserbeschaffenheit
Zusammenfassung
Mit seinen Aktivitäten nimmt der Mensch erheblichen Einfluss auf die Gewässerökosysteme. Bauliche Maßnahmen in oder an Flüssen, wie das Errichten von Dämmen und die Begradigung von Flussläufen, verändern die Fließgeschwindigkeit und ökologische Durchgängigkeit eines Flusses und damit auch die Lebensbedingungen für die Organismen in den Gewässern (unter anderem Knacker und Coors 2011). Kühlwassereinleitungen aus der industriellen Produktion oder aus thermischen Kraftwerken können zur Erhöhung der Wassertemperatur sowohl in Oberflächengewässern als auch im Grundwasser führen. Landwirtschaftliche Tätigkeiten, wie die Bewässerung von Feldern aus dem Grundwasser, können den Wasserhaushalt durch die Absenkung des Grundwasserspiegels verändern. Der Eintrag von Pflanzennährstoffen (zum Beispiel Phosphate durch Bodenerosion) kann die Qualität der natürlichen Wasserressourcen beeinträchtigen. Seit langem bekannte weitere Beispiele für durch den Menschen in aquatische Ökosysteme eingetragene Schadstoffe sind zum Beispiel Schwermetalle, die durch den Bergbau freigesetzt werden.
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012
5. Regulatorische und Institutionelle Ansätze für Eine Nachhaltige Wasserbewirtschaftung
Zusammenfassung
Die nachhaltige Bewirtschaftung der Georessource Wasser bezieht sich nicht nur auf den einzelnen Brunnen, das Wasserwerk, die Talsperre, den See, den Bach oder das Feuchtgebiet, sondern auf die Georessource Wasser im Gewässereinzugsgebiet insgesamt (DFG 2003). Zweifellos ist der Begriff der Nachhaltigkeit komplex und besitzt vielfältige Facetten (zum Beispiel Turner 1993, Trzyna 1995). Stark vereinfacht lässt sich die nachhaltige Wasserressourcenbewirtschaftung jedoch wie folgt beschreiben: „nie mehr verbrauchen als nachfließt, Vorsorge bei Qualität und Quantität, Minimierung der Belastung bei Gebrauch des Wassers, Partizipation“ (Grambow 2009: 236).
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012
6. Querschnittsthemen
Zusammenfassung
Vor dem Hintergrund des Globalen Wandels muss Deutschland verschiedene Herausforderungen hinsichtlich seiner Wasserressourcen adressieren: den Einfluss des Klimawandels auf den Wasserhaushalt, eine effiziente Wassernutzung und den Erhalt der Wasserqualität. Einige Querschnittsthemen sind für eine nachhaltige, integrierte Wasserressourcenbewirtschaftung in allen Bereichen zu berücksichtigen.
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012
Backmatter
Metadata
Title
Georessource Wasser - Herausforderung Globaler Wandel
Editor
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, 2012
Copyright Year
2012
Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-642-27569-2
Print ISBN
978-3-642-27568-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-642-27569-2

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