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Gewässer

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Kapitel 7. Kompartimente der Bedeutung von Wasser zugunsten ästhetischer Stereotype in Kalifornien

Sowohl die Auswertung von Internetbildern und Internetvideos als auch von Fotografien der Studierenden zeigt die starke Affinität gesellschaftlicher Stereotype über Kalifornien zum Thema Wasser, wobei eigens das Thema ‚Küste und Strand‘ ein zentrales Element darstellt, das einer Analyse zugeführt wird (Abschnitt 7.1). In diesem Abschnitt wird – im ästhetischen Reflexionsmodus der Kritik (vgl. Abschnitt 4.2) – neben dieser Thematik auch untersucht, wie deutlich die historisch gebildeten Stereotype – insbesondere zu Südkalifornien – mit dem Thema Wasser zusammenhängen und wie sich so spezifische Kulturnaturhybride ausprägten (Abschnitt 7.2 und 7.3).

Olaf Kühne, Florian Weber

Kapitel 6. Die Bildung und Aktualisierung medialer Stereotype zu Kalifornien

Mit dem Bedeutungsgewinn virtueller Kommunikation steigt auch deren Einfluss auf die Erzeugung und Aktualisierung landschaftlicher wie auch ästhetischer Stereotype. Im Sinne des pragmatischen Modells (siehe Abschnitt 4.2) wird nun der Frage nachgegangen, wie medial ästhetisch kommuniziert wird, aber auch, wie diese ästhetische Kommunikation lebensweltlich eingebettet wird. Im Folgenden werden zunächst Internetbilder zu Kalifornien (Abschnitt 6.1), danach Videos (Abschnitt 6.2) ausgewertet, um so eine Annäherung an gesellschaftlich transportierte Stereotype zu Kalifornien zu erhalten. Im Anschluss erfolgt eine Erweiterung und Kontrastierung mit als ‚schön‘ und ‚hässlich‘ bewerteten Fotografien von Studierenden (Abschnitt 6.3).

Olaf Kühne, Florian Weber

Kapitel 8. Nationalparke Kaliforniens und die Erwartungshaltung des Auf findens unberührter Erhabenheit

Im Folgenden werden ästhetische Annäherungen an vier Nationalparke Kaliforniens unternommen, die auch gewisse Kulturnaturhybridisierungen offenbaren. Den Ausgangspunkt bildet ein kurzer Überblick in zentrale Entwicklungslinien US-amerikanischer Nationalparke (Abschnitt 8.1). Daran anschließend werden die vier beleuchteten Parke Yosemite, Kings Canyon, Death Valley und Joshua Tree vorgestellt (Abschnitt 8.2), um darauf aufbauend Ästhetisierungen auszudifferenzieren (Abschnitt 8.3).

Olaf Kühne, Florian Weber

Kapitel 4. Team – so entwickeln wir es

Die wohl größte Herausforderung in der Teamarbeit besteht darin, die vielen individuellen Vorstellungen zu verbinden. Zunächst handelt es sich bei jeder Gemeinschaft ja um Individuen, um einzelne Ichs, die zu einem Wir entwickelt werden sollen. Dafür braucht es die Bereitschaft jedes einzelnen Teammitglieds, die eigenen Ziele, Motive und Erwartungen in kollektive Vorstellungen einzubringen.

Jörg Zeyringer, Adi Hütter

3. Vorschläge für Ziele und Inhalte im weiterführenden Unterricht

Sowohl im Bereich der Statistik als auch im Bereich der Entwicklung des Wahrscheinlichkeitsbegriffs wurden im Kap. 2 die Kompetenzen dargestellt, die wesentliche Voraussetzungen für den Unterricht in der Orientierungsstufe sind. Im folgenden Kapitel unterbreiten wir aufbauend auf diesen Grundlagen Vorschläge für den weiterführenden Unterricht in der Primarstufe.Im Bereich der Statistik geht es vor allem um die Festigung und Erweiterung des Wissens und Könnens im Lesen und Erstellen von Diagrammen. Bei einfachen statistischen Untersuchungen können erste Vorstellungen zum Planen und Durchführen solcher Untersuchungen gesammelt werden. Die Vorschläge zu statistischen Kenngrößen sind zur Erweiterung und Differenzierung gedacht.Die Vorschläge im Umgang mit Wahrscheinlichkeiten betreffen die Festigung der Kompetenzen im Vergleichen, Schätzen und Darstellen von Wahrscheinlichkeiten sowie dem Erkennen des Einflusses von Bedingungen. Weiterhin unterbreiten wir Vorschläge zu Experimenten mit Glücksspielgeräten. Die Vorschläge zu Daten und Wahrscheinlichkeiten sowie zu Wahrscheinlichkeiten unbekannter Zustände dienen der Erweiterung und Differenzierung des Wissens und Könnens.

Hans-Dieter Sill, Grit Kurtzmann

Kapitel 5. Boden

Das private Vermögen besteht zum Teil aus kapitalisierten künftigen Bodenrenten. Die Goldene Regel der Akkumulation bleibt auch bei der Einführung von Boden in das Meta-Modell erhalten.Der urbane Boden ist weitaus wertvoller als der landwirtschaftliche Boden. Das mit dem Boden verbundene Risiko führt zu einem Wertabschlag in der Form einer „Risikoprämie“ α > 0. Bodenrenten können ohne Überwälzungsmöglichkeit und ohne Effizienzverlust besteuert werden; bei kompensierender Senkung der Einkommensteuer sogar mit Effizienzgewinnen und günstigen Verteilungseffekten. Staatliche Eingriffe in den Mietmarkt für Wohnungen bilden ein weiteres Wertrisiko für die Bodeneigentümer.Die Sensitivität des Bodenwerts gegenüber Zinsänderungen und damit die Risikoprämie α steigen mit sinkendem Zinsniveau. Angesichts dieser vielfältigen Risiken ist Boden als Vermögensanlage nur ein begrenztes Substitut für Staatsanleihen und damit für die Privatvermögen vermehrende Staatsverschuldung.Wir kalkulieren den Wert der Vermögenskategorie Boden in der Region OECD plus China. Dazu greifen wir primär auf Angaben von statistischen Ämtern zurück, soweit diese Werte für Boden in den volkswirtschaftlichen Vermögensbilanzen ausweisen. Unsere Kalkulationen ergeben, dass der Wert des Bodens in den Ländern der Region OECD plus China etwa dem Doppelten des Jahreskonsums dieser Region entspricht.

Carl Christian von Weizsäcker, Hagen Krämer

Kapitel 6. Wasserhaltung

Zur Entwässerung tiefer, in das Grundwasser eintauchender Baugruben und Baukörper ist es erforderlich, zur Ausführung von Tiefbau- und Rohbauarbeiten temporäre Maßnahmen der Wasserhaltung zu ergreifen. Dabei ist es unerheblich, ob Baugruben durch vertikale oder horizontale Abdichtungsmaßnahmen in Form von Verbauwänden, Dichtungssohlen oder durch Einbindung dichter Baugrubenwände in einen Nichtleiter vor anströmendem Grundwasser gesichert sind oder Baukörper ohne Baugrubensicherungsmaßnahmen in geböschten Baugruben ohne Schutz gegen anströmendes Grundwasser errichtet werden.

Siegfried Stelzig

Kapitel 7. Umweltgeotechnik und Kampfmittelräumung

Industrielle Tätigkeiten und Produktionsprozesse haben in den letzten hundert Jahren mitunter zu weitreichenden und im Einzelfall gravierenden Belastungen der Umweltmedien Boden, Wasser und Luft geführt. Altstandorte der Industrie, auf denen in der Vergangenheit mit wasser- bzw. umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist, oder Altablagerungen, wie z. B. ungesicherte Deponien, sind nicht selten für die Freisetzung ökotoxischer Substanzen verantwortlich. Verschiedenste Schädigungen der belebten Umwelt waren bzw. sind die Folge, die als Verschlechterung der Umweltqualität und als Folge der Anreicherung von Toxinen in der Nahrungskette über die jeweiligen Wirkungspfade Boden – Gewässer – Luft – Pflanze – Tier – Mensch in gesundheitlichen Beeinträchtigungen der biotischen Welt zum Ausdruck kommen können.

Claas Meier, Roland Börger

Kapitel 15. Geotechnik im Hochwasserschutz

Der Hochwasserschutz an Binnengewässern ist von unterschiedlichen Randbedingungen geprägt, die vom Planer zu berücksichtigen sind. Oft sind diese Vorgaben widersprüchlich und müssen in einem Abwägungsprozess zueinander gewertet werden. Die Randbedingungen für einen Hochwasserschutz sind.

Helmut Ferrari

Kapitel 14. Tunnelbau und unterirdischer Hohlraumbau

Der Verkehrstunnelbau in Deutschland begann 1837. Es ging damals um den Bau von drei Eisenbahntunneln auf der Strecke Köln-Aachen: der 1620 m lange Königsdorfer Tunnel bei Groß-Königsdorf, der Ichenberger Tunnel bei Eschweiler und der Nirmer Tunnel bei Eilendorf. Alle drei Tunnel wurden bereits im Jahr 1841 in Betrieb genommen. Sie sind heute aufgeschlitzt bzw. durch Neubauten ersetzt. Der älteste noch in Betrieb befindliche Bahntunnel in Deutschland ist der 1843 eröffnete Buschtunnel bei Aachen.

Alfred Haack, Conrad Boley, Yashar Forouzandeh

Kapitel 17. Baugrund- und Tiefbaurecht

Das Baugrund- und Tiefbaurecht, eine der zentralen und höchst spezialisierten Materien des deutschen Baurechts, beschäftigt seit vielen Jahren, in unterschiedlichen Ausprägungen, Rechtsprechung und Wissenschaft. Nichts desto trotz hat es bis zur zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts bedurft, als dieses Gebiet nachhaltiger bearbeitet und zu Beginn der 1980er Jahre dann wissenschaftlich detailliert betrachtet wurde. Dieses Rechtsgebiet kann im Rahmen dieses Beitrags nicht in allen Einzelheiten und Facetten dargestellt werden.

Klaus Englert, Bastian Fuchs

Kapitel 2. Entwicklung der Makroumwelt des (Luxus-)Tourismusmarktes

Dieses Kapitel analysiert die Makroumwelt des (Luxus-)Tourismusmarktes. Diese besteht aus fünf Umwelten: der politisch-rechtlichen, der ökonomischen, der sozio-kulturellen, der technologischen und der ökologisch-natürlichen Umwelt. Es zeigt sich, dass aus der Analyse der Umweltfaktoren der fünf Umwelten die künftige Entwicklung von (Luxus-)Tourismusmärkten plausibel abgeleitet werden kann. Man kann davon ausgehen, dass die künftigen Entwicklungen in den fünf Umwelten das Segment des Luxustourismus sehr begünstigen.

Roland Conrady

20. Kollisionsrecht hinsichtlich des Gerichtsstands

Das Kollisionsrecht behandelt zum einen die Frage der Bestimmung des zuständigen Gerichts und zum anderen der Anwendung der jeweiligen Rechtsordnung. Während die Bestimmung des zuständigen Gerichts allein die Frage der für den Rechtsstreit zuständigen Gerichtsinstanz zum Inhalt hat, betrifft die Frage der Rechtswahl die Bestimmung der auf den Rechtsstreit anzuwendenden Normen. Die Bestimmung der nationalen Rechtsordnung bedeutet nicht notwendigerweise, dass auch die Gerichte des Mitgliedsstaates, dessen Rechtsordnung anzuwenden ist, den Rechtsstreit zu entscheiden haben. So gehört die Anwendung einer fremden Rechtsordnung in bestimmten Rechtsgebieten – z. B. Familienrecht oder internationales Handelsrecht – zum Alltagsgeschäft der deutschen Gerichte.

Peter Hantel

Zwischen Nervenkitzel, Furcht und Panikmache: Wenn Medien Ängste auslösen

Gerade emotionale oder emotionalisierende Filme werden im Internet gerne weiterempfohlen. Angepriesen als „gute Filme [die] […] uns mitreißen und auf eine emotionale Achterbahn mitnehmen“, werden uns emotionale Erlebnisse der Spitzenklasse versprochen. Doch sind Emotionen nicht weitaus mehr als das extreme Erleben einer erregenden (filmischen) Achterbahnfahrt, mehr als ein oberflächlicher Nervenkitzel? Ganz klar, Emotionen werden nicht nur durch Film und fiktionale Geschichten ausgelöst.

Dorothea C. Adler, Frank Schwab

Kapitel 6. Stabilisierungssystem II: Entwicklung eines Vorschlags für eine regulative Stabilisierung

Die im vorhergehenden Kapitel diskutierte kommunale Insolvenzverfahrensfähigkeit setzte zur Stabilisierung der Kommunalfinanzen primär auf die Etablierung einer Ausfallgefährdung kommunaler Kredite und damit auf eine Aktivierung der Disziplinierung durch den Kapitalmarkt. Die Steuerung kommunaler Haushalte über einen Marktmechanismus führte allerdings insbesondere zum aufgezeigten Problem der steigenden Finanzierungskosten, was gerade strukturschwache Gemeinden stark gefährdet und zu einer interkommunalen Spaltung führen kann. Als Gegenentwurf ist deshalb im Folgenden ein System zu entwerfen, welches nicht auf Forderungsausfälle setzt, sodass die geliehene Bonität der Gemeinden einschließlich der günstigen und grundsätzlich unbegrenzten Fremdfinanzierung erhalten bleibt.

Christian Fritze

Kapitel 9. Der t-Test

In der Einstichprobensituation in Abschn. 8.2 haben wir einen asymptotischen Test der Nullhypothese konstruiert, dass ein behaupteter Wert $$\mu ^{(0)}=20$$ m der wahre Erwartungswert ist. Für Beobachtungen $$\mathbf{x }_n=(x_1,\ldots , x_n)^t$$ haben wir dort die Statistik $$\begin{aligned} T_n(\mathbf{x }_n)=\frac{\bar{x}_n -\mu ^{(0)}}{s_n(\mathbf{x }_n) /\sqrt{n}} \end{aligned}$$ verwendet. Dabei haben wir den Zentralen Grenzwertsatz ausgenutzt, der besagt, dass sich $$T_n(\mathfrak X_n)$$ unter schwachen Modellannahmen für $$n\rightarrow \infty $$ asymptotisch normal verteilt.

Michael Messer, Gaby Schneider

Kapitel 6. Partielle Differentialgleichungen

In diesem Kapitel beschäftigen wir uns mit Funktionen mehrerer Veränderlichen und ihren Ableitungen. Neu ist dabei, dass die Ableitungen bezüglich verschiedener Variablen zu den Funktionen in Beziehung gesetzt werden, sodass neue Typen von DGLs entstehen, denen in Naturwissenschaften und Technik eine wesentliche Rolle zukommt. Sie heißen partielle Differentialgleichungen.

Thorsten Imkamp, Sabrina Proß

Kapitel 3. Umwandlung von Energie

Im Abschnitt Umwandlung von Energie werden die Primärenergieträger nun in Sekundär- bzw. Endenergieträger umgewandelt und so für jeden einzelnen nutzbar. Die Energiewirtschaft in Deutschland wird nach wie vor von fossilen Energieträgern dominiert (Abb. 3.1).

Sandra Hook

Klimawandel – Politische Kommunikation im Zeichen von Unsicherheit

Ulrich Beck hat in seinem Bestseller “Risikogesellschaft” Anfang des Jahres 1986 messerscharf herausgearbeitet, was Monate später mit der Nuklearkatstrophe von Tschernobyl Wirklichkeit wurde: Es geht ihm dabei nicht um das Risiko im allgemeinen Sinne, sondern um technologische Risiken - also um Risiken, die von Gesellschaften produziert werden. Die gesellschaftliche Verantwortlichkeit wird mit der Einführung des Begriffs Anthropozän als neue geochronologische Epoche noch deutlicher: Das Gesicht und die Zukunft unseres Planeten wird nur noch zum Teil durch natürliche biologische, geophysikalische und atmosphärische Prozesse bestimmt. Mehr und mehr ist der menschliche Einfluss spürbar. Geologen sehen zur Mitte des 20.

Franz Kohout

Kapitel 35. Prozessdenken – Aktuelle Entwicklungen im Bereich Gebäudezertifizierung und Lean Construction

Die in den letzten Jahren verstärkte Bedeutungszunahme der Interdisziplinarität im Zuge der Abwicklung von Bauprojekten lässt vermehrt dynamisch-iterative Strukturen erkennen. Besonders für die Umsetzung lebenszyklusorientierten/nachhaltigen Planens und Bauens bedarf es einer systematischen Vorgehensweise anhand strukturierter Prozesslandschaften, um den Kundennutzen stärker zu betonen und diesen auch in der Realisierung besser fokussieren zu können.Dahingehend gilt es, die Prozesse in der Bauwirtschaft zu überdenken und die zur Verfügung stehenden Technologien, Methoden und Verfahren entsprechend zu nutzen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten diesbezüglich die Methoden des Lean Construction Managements.Der Ansatz des Prozessdenkens wird im Beitrag anhand der Prozessqualitäten der Gebäudezertifizierung veranschaulicht und die Gemeinsamkeiten mit den Methoden von Lean Construction hervorgehoben. Diese ermöglichen eine Verbesserung der Transparenz hinsichtlich der komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Abläufen des jeweiligen Bauprojekts, wodurch das gegenseitige Verständnis der Projektbeteiligten erhöht wird.

Johannes Wall, Carina Schlabach, Ian Quirke

19. Städtische Ökosysteme

Mit dem weltweit zunehmenden Bevölkerungsanteil in Städten kommt den urbanen Ökosystemen eine hohe Bedeutung als Lebensraum für den Menschen zu. Die ökologischen Besonderheiten und Leistungen städtischer Ökosysteme, letztere auch im Hinblick auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen in den Städten bzw. Stadtlandschaften, werden dargestellt. Ökosystemrenaturierung in Städten zur Wiederherstellung der Stadtnatur und deren Leistungen wird hier weit gefasst und die zahlreichen Initiativen werden vorgestellt. Prinzipiell kommen bei vielen Ökosystemtypen (z. B. Grünland, Stadtwälder) im Stadtbereich die gleichen Maßnahmen zur Anwendung wie außerhalb der Städte. Als ein aufgrund der besonderen historischen Entwicklung Berlins zwar einerseits einzigartiges, aber prinzipiell in vielerlei Hinsicht andererseits auch übertragbares Beispiel einer passiven sowie aktiven Renaturierung städtischer Ökosysteme wird der Naturpark Schöneberger Südgelände dokumentiert.

Stefan Zerbe

Kapitel 3. Maßnahmen der Ökosystemrenaturierung

Die Maßnahmen, die bei der Ökosystemrenaturierung eingesetzt werden, reichen von den bekannten, in Naturschutz sowie land- und forstwirtschaftlicher Nutzung eingesetzten oder im Rahmen der Ingenieurbiologie etablierten Maßnahmen bis hin zu spezifisch für die Renaturierung von Ökosystemen entwickelten Verfahren.Die Vielfalt dieser Renaturierungsmaßnahmen, die z. T. in verschiedenen Ökosystemen zur Anwendung kommen, wird im Überblick vorgestellt. Die Maßnahmen der Ökosystemrenaturierung reichen vom Nichtstun (passive Renaturierung) bis hin zu tiefgreifenden technischen Maßnahmen, die den fließenden Übergang zur Ingenieurbiologie darstellen.

Stefan Zerbe

Kapitel 4. Wiedereinführung von Pflanzen- und Tierarten

Mit der Wiedereinführung von Tier- und Pflanzenarten soll einerseits eine im Zielgebiet bzw. auf einem Zielstandort vom Aussterben bedrohte Population unterstützt (reinforcement) oder eine durch anthropogene Eingriffe innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets verschwundene Pflanzen- oder Tierart zurückgeführt werden (reintroduction). Hier werden Beispiele der Wiedereinführung von Pflanzen- und Tierarten aus Mitteleuropa aufgeführt und der Erfolg dieser Maßnahmen kritisch reflektiert.

Stefan Zerbe

13. Marine Lebensräume in Nord- und Ostsee

Die zunehmende Diskussion um die globale Problematik des Eintrags von Plastik bzw. Mikroplastik in die Meeresökosysteme zeigt, dass eine Verbesserung des ökologischen Zustands mariner Ökosysteme dringend geboten ist. Die europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie ist Ausdruck eines internationalen umweltpolitischen Willens, sich dieser globalen Umweltproblematik aktiv anzunehmen. Am Beispiel von Nord- und Ostsee wird die Bedeutung der Meeresökosysteme für den Menschen dargestellt, deren Umweltbelastungen hervorgehoben und eine räumlich übergreifende Strategie der Renaturierung von Meeresökosystemen vorgestellt. Einige lokal-regionale Beispiele von Renaturierungsmaßnahmen in den marinen Ökosystemen bzw. im Küstenbereich werden besprochen.

Stefan Zerbe

Kapitel 5. Zum Umgang mit nichteinheimischen Arten in der Ökosystemrenaturierung

Das Vorkommen und die starke Ausbreitung von nichteinheimischen Pflanzen- und Tierarten (Neobiota) werden häufig als ein Problem für den Naturschutz und die Renaturierung angesehen. Der generelle Umgang mit den „fremden“ Arten wird kritisch beleuchtet und es werden Beispiele für deren Bekämpfung im Rahmen der Ökosystemrenaturierung angeführt. In einigen Fällen lassen sich nichteinheimische Pflanzenarten und deren Leistungen in die Ökosystemrenaturierung gewinnbringend einbinden.

Stefan Zerbe

11. Natürliche und anthropogene Stillgewässer

Mitteleuropa ist, auch bedingt durch die eiszeitliche Überformung, in vielen Regionen natürlicherweise sehr seenreich. Hinzu kommt eine Vielzahl künstlicher Seen. Eine der Hauptbelastungen der Seenökosysteme ist heute die Schad- bzw. Nährstofffracht. Renaturierungsmaßnahmen sind deshalb sehr häufig damit verbunden, die hohe Nährstoffkonzentration (insbesondere Phosphor) sowohl im Wasserkörper als auch im Sediment zu senken und damit die naturnahen wasserchemischen Bedingungen bzw. Lebensgemeinschaften im und am Wasser wiederherzustellen. Ebenso wie die Renaturierung von Fließgewässern muss auch das Seenmanagement räumlich übergreifend, d. h. für das gesamte Einzugsgebiet realisiert werden. Viele Projekte der Seenrenaturierung, die mit einem hohen technologischen und finanziellen Aufwand durchgeführt werden, zeigen allerdings langfristig kaum den erwarteten Erfolg. Als Fallbeispiel für eine Seenrenaturierung wird das urbane Gewässer Tegeler See in Berlin vorgestellt.

Stefan Zerbe

Kapitel 7. Wälder

In Mitteleuropa steht weniger eine Vergrößerung der Waldfläche im Fokus der Renaturierung als vielmehr die Erhöhung bzw. Verbesserung der Multifunktionalität bzw. der Ökosystemleistungen bestehender Wälder. Waldgeschichte, Waldvegetation und Ökosystemleistungen der Wälder Mitteleuropas werden umrissen. Spezifische Strategien und Maßnahmen der Waldrenaturierung werden ebenso angesprochen wie einige Beispiele des naturnahen Waldumbaus vorgestellt. Ein Fokus wird hierbei auf die Umwandlung anthropogener Nadelholzforsten in naturnahe Laubmischwälder gelegt. Als Fallbeispiel wird die erfolgreiche Waldrenaturierung im Rheinischen Braunkohlerevier auf ehemals vom Braunkohletagebau betroffenen Standorten nach ca. 80 Jahren dokumentiert.

Stefan Zerbe

21. Gründe und Motivationen für eine Ökosystemrenaturierung

Die Gründe bzw. Motivationen für eine Ökosystemrenaturierung werden in vier Kategorien differenziert, d. h. (1) umweltwissenschaftliche, ökologische bzw. naturschutzfachliche Fakten, (2) ökonomische bzw. umweltökonomische Kosten-Nutzen-Kalkulationen, (3) nationale Gesetzgebungen und internationale Verpflichtungen bzw. Vereinbarungen und (4) umweltethische, religiöse und emotionale Begründungen. Die Begründungsebenen überlagern sich vielfach. Es wird dargestellt, wie diese Begründungskategorien direkt oder indirekt für die Ökosystemrenaturierung herangezogen bzw. für die Planung und Umsetzung praktischer Renaturierungsvorhaben nutzbar gemacht werden können.

Stefan Zerbe

20. Berg- bzw. Tagebaustandorte und Deponien

Während sich kleinflächige Abbaustellen von Bodenmineralien häufig passiv, d.h. ohne größere Einflussnahme renaturieren lassen, kommen bei den großflächigen Braunkohletagebau-Folgelandschaften sowie den Bergbau- und Abfalldeponien unterschiedliche Maßnahmen zum Einsatz, um einerseits artenreiche Lebensräume und andererseits Nutzungssystem für Land- und Forstwirtschaft sowie die Naherholung und den Tourismus (Rekultivierung) wiederherzustellen. Dies wird für die Tagebauflächen Mitteleuropas vorgestellt, wobei auf mehrere Jahrzehnte lange Erfahrungen zugegriffen werden kann. Herausforderungen für die Ökosystemrenaturierung stellen hierbei die häufig extremen, in der Naturlandschaft solcherart nicht auftretenden Standortbedingungen dar. Als Fallbeispiel werden die aufgelassenen Kreidebrüche auf der nordostdeutschen Insel Rügen vorgestellt.

Stefan Zerbe

Kapitel 1. Einführung in die Renaturierungsökologie

Die Renaturierungsökologie ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld, welches auf den Konzepten und Grundlage der Ökologie aufbaut und sich sowohl in der Theorie wie auch der Praxis anderer Disziplinen der Natur- und Sozialwissenschaften bedient. Nach einem kurzen historischen Überblick über die Renaturierungsökologie bzw. Ökosystemrenaturierung werden wichtige ökologische Grundbegriffe und Schlüsselkonzepte sowie die Konzepte der Ökosystemleistungen und Ökosystemdegradation erläutert. Als Grundlage für dieses interdisziplinäre Fachbuch wird die Ökosystemrenaturierung definiert, um damit auch die zahlreichen Renaturierungsansätze für die mitteleuropäischen Öko- bzw. Landnutzungssysteme in einen umfassenden Rahmen einzubetten.

Stefan Zerbe

10. Fließgewässer

Die meisten Fließgewässer in Mitteleuropa haben ihre natürliche Dynamik und dietypischen Lebensräume ihrer Auen aufgrund anthropogener Eingriffe verloren. Dennoch wird seit Jahrzehnten versucht, zumindest abschnittsweise naturnahe Verhältnisse wiederherzustellen, heute stark beeinflusst durch die europäische Wasserrahmenrichtlinie. Hier werden sowohl die Maßnahmen zur Wiederherstellung der Morphodynamik von Flüssen wie auch der Ökosystemleistungen von Auenlebensräumen vorgestellt. Zur Einschätzung des Renaturierungserfolgs steht ein umfangreiches Repertoire an Bewertungsverfahren für Fließgewässer zur Verfügung, die z. T. auch auf andere Ökosystemtypen übertragen werden können. Eine Deichrückverlegung an der Mittelelbe wird als Fallbeispiel zur Wiederherstellung eines naturnahen Flussabschnitts und des nachfolgenden Monitorings dargestellt.

Stefan Zerbe

Kapitel 4. Aufnahme einer Immobilie

Emotional und doch sehr rational erscheint die Immobilienaufnahme. Hier ist vom Immobilienmakler gewissermaßen ein Spagat gefordert. Lernen Sie den Werkzeugkasten des Maklers kennen und erfahren Sie, welche Objektunterlagen für eine professionelle Vermarktung tatsächlich benötigt werden.

Oliver-D. Helfrich

11. Industrieestriche

IndustrieestricheIndustrieestrich müssen nach sogenannten „hochbeanspruchbaren Estrichen“ gemäß DIN 18560-7, nach Estrichen gemäß DIN 18560-2, -3, -4 und nach „nicht genormten Estrichen“ unterschieden werden.

Harry Timm, Thomas Allmendinger, Norbert Strehle

Kapitel 3. Städte am Amazonas

Bei allen Siedlungen und Städten am Amazonas existieren keine Straßenverbindung nach außen in das Hinterland. Trotzdem gibt es heute überall Autos und vor allem Motorräder, die das Leben der Menschen in diesem schwül-heißem Klima erleichtern. Der gesamte Warenverkehr am Amazonas wird hingegen nicht über die Straße, sondern über Schiffe abgewickelt, im geringen Umfang auch per Flugzeug oder über Graspisten. In diesem Kapitel wird das Leben der Menschen in folgenden Städten beschrieben: Iquitos (Peru), Leticia (Kolumbien), Manaus (Brasilien), Parintins (Brasilien), Santarém (Brasilien) und Belém (Brasilien). Vor allem sind es die Märkte, die einen guten Einblick in die dortige Lebenswirklichkeit vermitteln. Darüber hinaus werden interessante Sehenswürdigkeiten und attraktive Ausflugziele vorgestellt.

Lothar Staeck

Kapitel 2. Der Amazonas – größter Fluss der Erde

Der Amazonas ist ein Fluss der Extreme. In diesem Kapitel werden seine statistischen Daten ausführlich beschrieben. Weiterhin wird der Flussverlauf von seiner Quelle über diverse Zuflüsse bis zu seiner Mündung nachvollzogen. Die erdgeschichtliche Entwicklung dieses Flusses hat im Verlauf der letzten 25 Mio. Jahren eine unglaubliche Kehrtwendung erlebt, die sich auch heute noch vielerorts an seinen Uferprofilen ablesen lässt. Hinzu kommt, dass eine große Zahl der heute im Fluss vorkommenden Lebewesen diese Umkehrung von einer Meeresbucht zu einem Süßwasserfluss dokumentiert. Durch die jahreszeitlichen Schwankungen des Flusspegels ändert sich ständig die Morphologie der beiden Uferseiten. Sowohl am sogenannten PralluferPrallufer, dasUfer Prallufer steile Ufer an der Außenseite einer Flusskrümmung, als auch am GleituferGleitufer, dasUfer Gleitufer Ufer an der gegenüberliegenden Innenseite, entstanden im Verlauf der Jahre neue Landschaftsformen und Flussverläufe (vgl. Abschn. 2.4). Außerdem bilden sich während der Regenzeit typische Lebensräume heraus: die ÜberschwemmungswiesenÜberschwemmungswiese (Várzeas) und die Überschwemmungswälder ( Igapós Igapó ). Diese und der trockene HochwaldHochwald (Terra-Firme) beherbergen eine spezifische Tier- und Pflanzenwelt. Schließlich gehören zu dem Flusssystem Amazonas auch Flüsse mit völlig unterschiedlicher chemischer Beschaffenheit. So gibt es Weißwasser-, Schwarzwasser- und Klarwasserflüsse, die die Existenz ganz unterschiedlicher Pflanzen- und Tierarten ermöglichen.

Lothar Staeck

Kapitel 8. Tierbeobachtungen am und im Wasser

Trotz der großen Zahl von Wirbeltierarten im Amazonas-Tiefland wird man während eines kurzen Aufenthaltes nur wenige Tiere sehen. Hier werden solche Arten vorgestellt, die man bei den Fahrten entlang der Flussufer und bei Wanderungen im Urwald mithilfe seiner Führer und eines Fernglases tatsächlich beobachten kann. Allen den in diesem Kapitel vorgestellten Tieren aus den Wirbeltierfamilien der Fische, der Amphibien, der Reptilien, der Vögel und der Säugetiere sowie den Schmetterlingen oder ihren Raupenstadien bin ich auf ganz normalen Reisen mit dem Boot oder bei Exkursionen durch den Urwald selbst begegnet.

Lothar Staeck

Kapitel 6. Blütenpflanzen am und im Wasser

Im Amazonas-Becken ist der Reisende vor allem auf dem Amazonas selbst, seinen unglaublich vielen, zumeist Weißwasser-,Weißwasser aber auch SchwarzwassernebenflüssenSchwarzwasser, den Igarapés, Igarapés das sind die engen, natürlichen Verbindungskanäle, den Weißwasser- und Schwarzwasserseen sowie in der RegenzeitRegenzeit (Siehe auch Hochwasserzeit) auch auf den überfluteten Várzeas (Flussauen) und Igapós Igapó (Überschwemmungswäldern) unterwegs. An den Ufern dieser Gewässer, die den ganzen Tag über sonnenbestrahlt sind, findet man vor allem während der RegenzeitRegenzeit (Siehe auch Hochwasserzeit) zwischen Februar und Mai die meisten blühenden Bäume, Epiphyten Epiphyt (Abschn. 6.5), Lianen, Sträucher und Stauden. Nachfolgend werden solche Pflanzen aus diesen morphologisch verschiedenen Gruppen vorgestellt, denen der Reisende vom Kanu oder Schlauchboot aus begegnen kann. Die im ersten Teil dieses Kapitels vorgestellten Baumarten kommen hier und da auch im Waldesinneren vor oder werden gelegentlich in Parkanlagen oder als Straßenbäume in den Siedlungen entlang des Amazonas angepflanzt. Sie sind entweder laufabwerfend (meist am Ende der Regenzeit) oder immergrün. Letzteres bedeutet jedoch nicht, dass die Laubblätter für immer am Baum bleiben. Kein Laubblatt hält ewig! Vielmehr hat jede Baumart ihren individuellen Biorhythmus, wann sie ihre Blätter abwirft und erneuert. Dies kann bei den „immergrünen“ Arten nach zwei, drei Jahren der Fall sein oder auch erst nach fünf oder mehr Jahren. Lediglich auf dem Hauptstrom – dem Amazonas – wird man sich in der Regel nicht dicht am Ufer fortbewegen, sodass blühende Bäume, Epiphyten Epiphyt (Abschn. 6.5 sowie Abschn. 5.9) und Lianen kaum oder nur mit dem Fernglas auszumachen sind. Zudem ist die Uferkante der fortwährenden Erosion ausgesetzt, was der kontinuierlichen Entwicklung von Pflanzen entgegensteht. Im zweiten Teil dieses Kapitels werden WasserpflanzenWasserpflanze vorgestellt. Diese schwimmen entweder auf der Wasseroberfläche der überwiegend strömungsfreien Várzeas und WeißwasserseenWeißwassersee oder säumen die Ufer schwach strömender Igarapés Igarapés beziehungsweise kleiner Nebenflüsse. Während der Regenzeit können sich im flachen Wasser bis zu 20 verschiedene SchwimmblattpflanzenSchwimmblattpflanze entwickeln und auch zur Blüte gelangen.

Lothar Staeck

Kapitel 12. Biologie der Tiere

Tiere, die Metazoa oder Animalia, sind vielzellig. Tiere ernähren sich heterotroph von Pflanzen, anderen Tieren, Pilzen oder Kleinstlebewesen. Sie haben (bis auf die einfachsten Tiere wie die Schwämme) Organe für die Nahrungsaufnahme und Verdauung. In Zusammenhang mit ihrer Beweglichkeit haben Tiere außerdem leistungsfähige Sinnesorgane für die Kommunikation mit ihrer Umwelt und ein Nervensystem, das nicht zuletzt die Grundlage für komplexe Verhaltensweisen ist.

Hans-Dieter Görtz, Franz Brümmer

Kapitel 13. Ökologie

Hatte man noch vor wenigen Jahrzehnten gehofft, mit immer größerer Rechenleistung eines Tages die Entwicklung zumindest einfacher Ökosysteme vorherberechnen zu können, so ist man heute zurückhaltender geworden. Zu komplex scheinen Lebensgemeinschaften in ihrer Umgebung aus belebter und unbelebter Natur zu sein. So sind gerade auch plötzliche Veränderungen oft nicht vorherzusagen. Der Mensch beeinflusst die Natur – bewusst wie auch unbewusst – über die vielen kleinen und großen „Stellschrauben“ der Ökosysteme.

Hans-Dieter Görtz, Franz Brümmer

Kapitel 3. Die engeren Rahmenbedingungen: Die Chemie, die Physik und die physikalische Chemie, ohne sie geht es nicht

Die Elemente, die die Hauptvertreter für die Entwicklung des Lebens darstellen, sind Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor und untergeordnet Schwefel. Alle Elemente standen von Beginn an in großer Menge zur Verfügung. Nur Phosphor war unter besonderen Umständen aus Meteoriten und Mineralen der Erdkruste verfügbar. Reaktionen, die zwischen den Molekülen ablaufen, unterliegen verschiedensten Gesetzen der Chemie. Dynamische Gleichgewichte, die – durch Katalysatoren beschleunigt – eingestellt werden, sind ausschlaggebend für Folgereaktionen. Neben Verdünnungseffekten sind die Zunahme der Entropie und die Chiralität der Moleküle wichtige Größen der organischen Chemie.

Ulrich C. Schreiber

Kapitel 9. Versicherer-Image im Aushandlungsprozess

Das analytische Grundverständnis der Terminologie „Diskurs“, die diesbezüglichen theoretischen Implikationen sowie deren gesamtgesellschaftliche Omnipräsenz in Form des Kontextes und der latenten Aushandlungsprozesse innerhalb jeglicher Kommunikation wurden bereits zuvor ausführlich beschrieben (siehe hierfür Kapitel 2 und Kapitel 3). An dieser Stelle soll dennoch nochmals betont werden, dass es sich bei der Diskursanalyse um keine einheitlich ausdifferenzierte Methode handelt, sondern dass sie „ein breites, interdisziplinäres Feld von Methoden [bezeichnet], die die Produktion von Sinn als eine sozial gerahmte und situierte Praxis [erforscht]“ (Angermüller 2011, S. 24). Der „Diskurs“ bezeichnet so auch kein naturwüchsiges Bezugsobjekt, stattdessen ist die der (Diskurs-)Analyse zugrundeliegende Theorie und der individuelle Forschungsprozess unmittelbar an dessen Konstruktion beteiligt (ausführlich dazu Angermüller 2011).

Nazim Diehl

4. Inbetriebnahmemanagement

Die Gesamtkosten für die Inbetriebnahme liegen im Bereich von 8 bis 15 % der Investitionskosten. Welche Einsparpotentiale, z.B. durch ein effizientes Projekt-und Inbetriebnahmemanagement möglich sind, wird systematisch analysiert sowie durch Praxisbeispiele, Checklisten und Formblätter praktisch nutzbar gemacht.Da die Inbetriebnahme den rechtsverbindlichen Leistungsnachweis sowie die Abnahme der Anlage und AS BUILT-Dokumentation beinhaltet, wird ausführlich auf die Vertragsgestaltung zur Inbetriebnahme inkl. Gewährleistung und Garantie eingegangen.Den Hauptteil der Ausführungen zum Inbetriebnahmemanagement betreffen praxisbezogene Darlegungen zur Inbetriebnahmeorganisation, wie z.B. über die Arbeitsorganisation inkl. möglicher Pflichten- und Verantwortungsübertragung, Besprechungen und Formblätter, Inbetriebnahmeleiter und -team sowie zum Inbetriebnahmehandbuch.Deutlich erweitert wurde die Beschreibung effizienter Organisationsstrukturen. Auf Aspekte der Inbetriebnahmeplanung inkl. Unwägbarkeiten und des Inbetriebnahmecontrolling inkl. Troubleshooting wird vertiefend eingegangen.

Klaus H. Weber

3. Planen von Sicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz für die Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme beinhaltet a priori erhöhte Gefährdungen fär die Einhaltung von Gesundheit – Sicherheit – Umweltschutz (GSU). Entsprechend mässen Sicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz fär die Inbetriebnahme fundiert geplant und realisiert werden. Wie die notwendigen Leistungen zweckmäßig in die Projekt-Sicherheitsarbeit einzubinden sind, wird dargelegt.Die aktuellen inbetriebnahmerelevanten Rechtsvorschriften der EU und der BRD, die dabei zu beachten sind, werden systematisch erläutert und zitiert.Analoges gilt fär Ausfährungen zur Beachtung der Inbetriebnahme bei der Genehmigung und beim Umweltschutz.Den Hauptteil dieses Kapitels bilden konkrete Maßnahmen inkl. Praxisbeispiele und Checklisten zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz während der Inbetriebnahme. Schwerpunkte sind u.a.: Risikobeurteilung vor Inverkehrbringen, Betriebsanleitungen und Inbetriebnahmeanleitung, Konformitäts-erklärung vor Inverkehrbringen, Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen inkl. Inbetriebnahmeanweisungen und die Arbeitsfreigabe während der Inbetriebnahme.

Klaus H. Weber

5. Massenanteile in Verbindungen

Im Laboralltag ist wird man oft mit der Situation konfrontiert, dass nicht mit der Massen oder der Konzentration von ganzen Molekülen gerechnet werden kann, sondern, dass einzelne Komponenten wie Elemente oder Teile von Molekülen in die Berechnung einfließen müssen. Darüber hinaus kann auch das in manchen Stoffen enthaltenes Kristallwasser Einwagen oder Berechnungen beeinflussen, sodass auch dies berücksichtigt werden muss.

Dr. Beat Akeret

1. Grundlagen

Damit Personen, bei denen die Schulzeit schon etwas länger zurückliegt, die grundlegenden mathematische Kenntnisse auffrischen können, werden die wichtigsten Grundlagen in knapper Form zusammengefasst. Weil es in den Naturwissenschaften üblich ist mit Formeln zu rechnen, wird darauf ein besonderer Fokus gelegt. Eine kurze Einführung ins SI-Einheiten-System bildet die Basis für alle weiteren Themen des Buches. Volumenberechnungen verschiedener Körper sowie eine Einführung zu Volumen- und Massenstrom runden das Kapitel ab.

Dr. Beat Akeret

Heft 3/2018: Gelungene Unternehmenssanierungen

Gegner sahen ihn als Symbolfigur des Kapitalismus. Doch die meisten achteten ihn als Ausnahmeerscheinung unter deutschen Spitzenmanagern – ob als Fachmann oder als Persönlichkeit. Er galt als intellektuell und unternehmerisch brillant, als offen für Kritik und für unkonventionelle Konzepte, als fordernd in Transparenz und in Verantwortung gegenüber der Macht der Banken. Auf dem Höhepunkt berief die Bundesregierung den studierten Betriebs- und Volkswirt zum Berater, um Stahlmarkt und Bankenlandschaft neu zu ordnen.

Thorsten Garber

Heft 4/2018: Industrie 4.0 in der Praxis

Zwischen Verlustangst und Chancenwitterung hin- und hergerissen scheinen Menschen, für die Industrie 4.0 an Relevanz gewinnt. Empfindliche Stellen bringt der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG aktuell gut auf den Punkt. Zuerst aber fühlte sich Joe Kaeser allein gelassen in seinem Kampf gegen Populismus der AfD-Politikerin Alice Weidel, die als Angstmacherin zur Bundestagsdebatte über „Kopftuchmädchen“ und „Messermänner“ schwadroniert hatte.

Thorsten Garber

Landschaft im amtlichen Geoinformationswesen

Der Begriff Landschaft ist im amtlichen Geoinformationswesen der Bundesrepublik Deutschland (BRD) durch Standards definiert, die aus den praktischen Erfordernissen der Landesvermessung abgeleitet werden. Um den gesetzlichen Auftrag der Landesvermessung umzusetzen, enthält das Digitale Landschaftsmodell (Basis-DLM) eine Auswahl kategorisierter Objekte der Topographie, die als topographische Merkmale behördlich verwaltet und fortgeführt werden. Weitere einschlägige Ausprägungen von Landschaften werden durch Digitale Höhenbzw. Geländemodelle wiedergegeben. Zudem dienen 3D-Stadtmodelle mit unterschiedlichen Detailgraden zur Darstellung urbaner Landschaften. Dieser Beitrag stellt diese amtlich geführten Beispiele zur Repräsentation von Landschaften vor.

Dennis Edler, Frank Dickmann

Stadtnatur

Städte wurden lange im Gegensatz zur Landschaft gesehen, „Landschaft“ dient bis heute als Synonym für „Natur“. Der Begriff „Stadtnatur“ bedarf deshalb einer genaueren Definition. Der Text gibt einen Überblick darüber, was unter „Stadtnatur“ verstanden wird, wie sich die Forschung darüber entwickelt hat und welche Elemente dies heute umfasst. Die Funktionen der Stadtnatur und ihre Rolle in der Stadtentwicklung werden vorgestellt. Abschließend geht es um die symbolische Bedeutung der Stadtnatur und deren Veränderungen im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung.

Jörg Dettmar

Iconoscape – Bestimmungen eines neuen Forschungsbegriffs für neue Formationen von Landschaftsbildlichkeit

Der Begriff Iconoscape will Landschaftszugänge v. a. dahingehend bestimmen, dass im Zuge von Medienentwicklungen und -nutzungen ein, ästhetisch wie technologisch geprägtes, Bild-Raum-Kontinuum entsteht und dass Raumverbildlichung komplex, teils paradox mit physischer Raumgestaltung zusammenwirkt.

Lutz Hengst

Landespflege

Die Landespflege ist ein breit angelegtes Fachgebiet, das aus Natur- und Kulturwissenschaften,den Geographien, den Planungs- und Ingenieurwissenschaften sowie der Gartenarchitektur schöpft. Der Ursprung ist in der vom aufklärerischen Gedankengut getragenen Landesverschönerung um den Beginn des 19. Jahrhunderts anzusetzen. Das Nützliche sollte mit dem Schönen in optimaler Weise verknüpft werden. Robert Mielke schlug 1907/08 vor, statt Landesverschönerung den Begriff Landespflege zu verwenden, inhaltlich erweitert um Aspekte des Heimatschutzes. Doch war die Landespflege nie nur bewahrend. In der NS-Zeit erklärte man die Landespflege zur Staatsaufgabe (Erhard Mäding), mit deren Hilfe neuartige „deutsche“ Landschaften geschaffen werden sollten, dies insbesondere in den besetzten Gebieten im Osten. Nach dem Krieg und bis in die 1980er-Jahre wurde die Landespflege, nun zunehmend auch auf wissenschaftlicher Basis, zu einer Art Überdisziplin, die ein sehr breites Aufgabenfeld abzudecken hatte, getragen von Lehrstühlen an den Hochschulen, Referendariatsausbildungen, Fachleuten in den Verwaltungen und Planungsbüros. Der zu breite, kaum vermittelbare Anspruch an das Fachgebiet, aber auch ein Stück weit die Bürde aus der NS-Zeit führten zu einer Zerteilung und Umbenennung in Naturschutz und Landschaftspflege, Landschaftsplanung, Landschafts- und Gartenarchitektur, Umweltplanung oder Ingenieurökologie und -biologie.

Werner Konold

Diskurstheoretische Landschaftsforschung

Mit einer poststrukturalistisch-diskurstheoretischen Perspektive auf ‚Landschaft‘ wird der Fokus einerseits auf machtvolle Verfestigungsprozesse – hegemoniale Diskurse –, andererseits auf Hinweise für mögliche Umbrüche und Veränderungen gerichtet. Der Beitrag führt in Anschluss an Ernesto Laclau und Chantal Mouffe in den Bereich einer diskurstheoretischen Landschaftsforschung ein und skizziert dabei neben den Potenzialen des Ansatzes empirische Operationalisierungen sowie Anschlussfähigkeiten an weitere konstruktivistische Zugänge.

Florian Weber

Politische Geographie und Landschaft

Im vorliegenden Beitrag wird zunächst der Raumbegriff der Politischen Geographie entwickelt und in die politischen Aushandlungsprozesse um Landschaft eingeordnet. Wird Landschaft nicht einfach als physischer Raum betrachtet, sondern als räumliche Repräsentation im Spannungsverhältnis zwischen Gesellschaft, Macht und Raum, so wird deutlich, dass sie längst Teil hegemonialer politischer Ordnung geworden ist. Die Politische Geographie widmet sich in diesem Kontext der Analyse und Dekonstruktion räumlicher Repräsentationen um Landschaft und zeigt, wie diese gesellschaftlichen Strukturen von Hegemonie und Herrschaft reproduzieren. Im Fokus stehen drei zentrale Konzepte der Politischen Geographie: Macht, Wissen und Identität.

Lisa Ellmers

Landschaft und Wohnen

Wenn es um die Gestaltung von Wohnungen und Häusern geht, sind sowohl Lagen als auch Einrichtungskonzepte, die eine Vorstellung von Landschaft haben, sehr populär. Insbesondere die gedankliche Konstruktion eines Wohnen am Fluss und in den Bergen können als gesellschaftliche Prototypen gelten, die das Topoi der Landschaft in der Wohnwelt repräsentieren. Gesellschaftlich lässt sich das Wohnens in der rekonstruierten Landschaft auf Veränderungen in der räumlichen Organisation der Gesellschaft zurückführen. Für die erhöhten Ansprüche an die Mobilität des Einzelnen werden somit räumliche Refugien angeboten, um authentische Erfahrungen machen zu können und individuell eine eigene Erzählung von biographischer Kontinuität zu ermöglichen. Dies spiegelt sich in den Entwurfsprinzipien vor allem bei der Auswahl von Sicht-Perspektiven und Materialien wieder. Wohnräume werden mit der imaginierten Landschaft so verbunden, dass sie ein Blickregime etablieren, dass den Bewohner/innen erlaubt, selbstbestimmt und spielerisch mit dem Innen und Außen zu kommunizieren. Damit erhält das Individuum einen Raum und individuelle Kontrolle in einer fremdbestimmten Gesellschaft.

Frank Eckardt

Lehren für die deutsche Politik

Nach vielen und langen Vorüberlegungen kommen wir nun zum entscheidenden Kapitel dieses Buches. Jetzt wollen wir – endlich, wird sich der eine oder andere Leser denken – die Frage beantworten, was sich konkret in der deutschen bzw. europäischen Migrationspolitik ändern muss, damit diese als rational bezeichnet werden kann. Welche Maßnahmen müssen also ergriffen werden, damit die Migrationspolitik den im vorangegangenen Kapitel formulierten Anforderungen genügt? Um diese Frage zu beantworten, muss der Ist- mit dem Sollzustand verglichen werden, damit klar wird, wo die Probleme liegen und wie diese gelöst werden können.

Fritz Söllner

5. Rechteklärung der Motivwiedergabe Produktionsabschnitt Editieren

Sie erfahren, unter welchen Voraussetzungen Sie berechtigt sind, bestimmte Bildinhalte veröffentlichen zu dürfen. Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Berechtigungen prüfen zur Veröffentlichung von

Christian W. Eggers

Autonome Fahrzeuge in Korea: Gegenwärtige Lage der Entwicklung autonomer Fahrzeuge und damit zusammenhängender Gesetze

Korea hat nach anfänglicher Zurückhaltung erhebliche Anstrengungen zur Förderung seiner nationalen Industrie im Umfeld der Entwicklung autonomer Fahrzeuge entwickelt. Außerdem gibt es bereits erste gesetzliche Änderungen, die spezifisch diese Fahrzeuge adressieren. Auch wenn weitere Gesetzgebungsvorschläge vorliegen, bleiben allerdings wesentliche Fragen der zivilrechtlichen und strafrechtlichen Verantwortung, des Datenschutzes und des Versicherungsrechts offen. Der Beitrag gibt einen Überblick zur koreanischen Entwicklung und macht Vorschläge zur Rechtsfortbildung auch in diesen Bereichen.

Minkyu Kim

Kapitel 3. Ihre Positionierung und Spezialisierung im Markt – die Grundlage von allem

Nun geht es an die Grundlagen des Marketings, die wiederum die Grundlage jeglicher Akquisemaßnahmen sind, also z. B. Besuch von Netzwerkveranstaltungen, die Gestaltung der eigenen Website, Anzeigenschaltung, Flyer drucken lassen etc.

Robert Flachenäcker

Kapitel 43. Vertrauen als Schlüsselfaktor für erfolgreiche Kommunikation

Erfolgreiche Kommunikation hat viele Schlüsselfaktoren. Innerhalb des Gesundheitssystems – mit seiner ausgeprägten sozialen Komponente – spielt jedoch das Vertrauen zwischen den einzelnen Akteuren eine wesentliche Rolle: Zum einen, um sich bei der Zielgruppe überhaupt Gehör zu verschaffen, aber auch um langfristige kooperative Beziehungen aufzubauen. Nicht nur Pharmafirmen sind auf das Vertrauen von Ärzten und Apothekern angewiesen, sondern auch Mediziner innerhalb der intimen Arzt-Patienten-Beziehung. Vertrauen ist dabei kein starrer Zustand, sondern ein dynamischer, erfahrungsgeprägter Prozess, der durch viele Faktoren beeinflusst wird. Um den Vertrauensprozess jedoch zu seinen Gunsten beeinflussen zu können, benötigt der Vertrauensnehmer detaillierte Kenntnisse über den Vertrauensgeber. Nur so kann er auf die individuellen Bedürfnisse eingehen. Bei der Kommunikation kommt es dabei auf einige Parameter an, die Berücksichtigung finden sollten. Dieser Beitrag soll daher nicht nur einen grundlegenden thematischen Einstieg ermöglichen, sondern auch eine Handlungsempfehlung darstellen.

Jörg Weise

Herausforderungen und Aufgaben des Markenmanagements

Marken gelten als wichtige Werttreiber für Unternehmen. So übernehmen sie für Konsumenten und andere Anspruchsgruppen eine Vielzahl von Funktionen, die es Unternehmen ermöglichen Wettbewerbsvorteile zu realisieren. Der Aufbau einer starken Marke ist jedoch mit verschiedenen markt- und unternehmensbezogenen Herausforderungen verbunden, die es im Rahmen des Markenmanagements zu berücksichtigen gilt. Zu den Aufgaben des Markenmanagements gehört es die internen und externen Rahmenbedingungen zu analysieren, darauf aufbauend Ziele abzuleiten, die Marke sowohl nach innen als auch nach außen durchzusetzen sowie die Zielerreichung zu kontrollieren.

Franz-Rudolf Esch, Constanze Schaarschmidt, Christina Baumgartl

Kapitel 4. Deutschlands neue Mehrheit

Der demografische Wandel treibt wundersame Blüten in unserer Konsumlandschaft. Produkte, die eigentlich für Junge gedacht waren, werden von reiferen Jahrgängen aufgesogen. 60-Jährige kaufen sich endlich das, was sie mit 40 nicht haben durften, weil die Lebenssituation damals nicht pässlich war. Prognosen bekräftigen, dass Konsumwachstum in Zukunft vor allem von Leuten ab 70 getragen wird. Forscher bestätigen: Jenseits der 50 gibt es Leben und Konsum. Angeblich sogar sehr aktives, genussorientiertes Leben. Höchste Zeit zu entdecken, was da abgeht.

Thomas Bily

C. Rechtliche Anforderungen an die Verwendung von Glas und Licht

Dieses Kapitel enthält eine umfassende Analyse der Rechtspflichten und rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten zum Schutz vor Risiken und Gefahren für Vögel, Fledermäuse und Insekten durch Glas und Licht. Hierzu wird der Stand der Forschung zum Vogelschlag durch Glas und zu den nachteiligen Auswirkungen von nächtlichen Lichtquellen auf Insekten, Fledermäusen und Vögel zugrunde gelegt. Die Analyse untersucht insbesondere die Anforderungen des Bau-, Naturschutz- und Immissionsschutzrechts. Schwerpunkte bilden das Artenschutz- und FFH-Recht sowie die Eingriffsregelung des BNatSchG, die Betreiberpflichten des BImSchG und die bauplanungsrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten.

Benedikt Huggins, Sabine Schlacke

Kapitel 1. Grundlagen für eine Dialogkompetenz

Dieses Kapitel erläutert das Basiswissen von Kommunikation und bringt das Grundhandwerkszeug für eine gelingende Gesprächsführung, wie sie am Telefon und im Chat gestaltet werden kann, näher. Dialog vermeidet Verharmlosung, Fundamentalisierung oder Vereinnahmung und versteht sich als Gleichzeitigkeit von Technik und Kunst menschlicher Kommunikation. Dialog passiert in der Wechselwirkung von Nähe und Distanz, von eigener Wertebewusstheit und Annahme fremder Werte und ist getragen von Fürsorge und zugleich Selbstsorge. Der Dialog hat zum Ziel, das Eigene und das Fremde, ähnlich zweier Landkarten, zu übersetzen und miteinander in Beziehung zu bringen. Phänomenologisch gesprochen entfaltet sich ein gelungener Dialog im Chat und am Telefon durch sorgfältiges Wahrnehmen, Abgleichen und Anerkennen der jeweiligen Lebenswelten.

Birgit Knatz, Stefan Schumacher

Kapitel 15. Multikriterielle Bewertung von Wasserinfrastruktursystemen im Kontext der SDGs

Auch wenn in Deutschland 99 % bzw. 97 % der Bevölkerung an die öffentliche Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung angeschlossen sind und eine qualitativ hochwertige Wasserversorgung als gesichert angesehen werden kann, besteht Handlungsbedarf bzgl. der andauernden Belastung von Oberflächen- und Grundwasser mit anthropogenen Spurenstoffen. Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich aus Ressourcenverbrauch und Klimabeeinflussung, die von der Infrastruktur und ihrem Betrieb ausgehen, sowie den Auswirkungen des Klimawandels und den sich abzeichnenden demografischen Veränderungen, die auf die Wirtschaftlichkeit und den Betrieb der Wasserinfrastruktur rückwirken. Offensichtlich kann also eine leistungsfähige (Ab-)Wasserinfrastruktur über SDG 6 hinaus einen Beitrag zur Erreichung von deutlich mehr SDGs leisten. Um diese SDGs zu identifizieren, wurde ein Abgleich mit den Kriterien durchgeführt, die bei der vergleichenden Bewertung alternativer Wasserinfrastrukturen mit dem multikriteriellen Bewertungstool MuBeWis zur Anwendung kommen. Es zeigt sich dabei, dass neben den SDGs 6.1, 6.3, 6.4 und 6.6 vor allem SDG 9.1, der Aufbau einer hochwertigen, verlässlichen, nachhaltigen, widerstandsfähigen und für alle erschwinglichen Infrastruktur, betroffen ist. Daneben kommen Wirkungen der Wasserinfrastruktur auf andere Schutzgüter wie Gesundheit, Ressourcenschonung und Klimaschutz zum Tragen, die mit den SDGs 3.2, 3.3 und 3.9, 2.4, 7.3 und 8.4 sowie 7.2 und 13.2 eigenständige Ziele adressieren. Durch die Anwendung des Bewertungstools MuBeWis kann außerdem eine Aussage darüber getroffen werden, ob die Veränderung der Wasserinfrastruktur zu diesen SDGs jeweils einen positiven oder negativen Beitrag leistet. Auf die Frage, ob die Einführung einer alternativen Wasserinfrastruktur insgesamt zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt, liefert dieses Vorgehen nur dann eine eindeutige Antwort, wenn alle relevanten SDGs entweder auf eine Verbesserung oder eine Verschlechterung hindeuten.

Christian Sartorius, Thomas Hillenbrand, Jutta Niederste-Hollenberg

Kapitel 16. Verbesserung der Wasserqualität durch verringerte Einträge von Spurenstoffen

Die Belastung von Gewässern mit Chemikalien ist ein weltweites Umweltproblem, das über verschiedene Sustainable Development Goals adressiert wird. Konkrete umweltpolitische Maßnahmen und Vorgaben zur Verbesserung der Gewässerqualität sind zwar bereits seit vielen Jahren auf europäischen und nationalen Ebenen verankert, der Handlungsbedarf ist jedoch weiterhin sehr hoch. Spurenstoffe können bereits in niedrigen Konzentrationen nachteilige Wirkungen auf die aquatischen Ökosysteme haben und die Gewinnung von Trinkwasser beeinträchtigen. Sie werden daher auch als Mikroverunreinigungen oder Mikroschadstoffe bezeichnet. Sie stammen aus unterschiedlichen Quellen und gelangen über vielfältige Eintragspfade in die Umwelt. Entsprechend sind unterschiedliche Ansatzpunkte für Maßnahmen zur Reduktion von Spurenstoffeinträgen sowie deren Kombinationen denkbar und notwendig, deren Umsetzung über eine umfassende Strategie auf nationaler und/oder ggf. regionaler Ebene zu adressieren und forcieren ist. Grundsätzlich stehen für alle Emissionspunkte Handlungsoptionen technischer und nicht-technischer Art zur Verfügung, sodass überall mit einer Umsetzung von Maßnahmen begonnen werden kann. Wichtig ist immer eine breite Aufklärung und Einbindung aller Beteiligten. Neben Verbrauchern haben auch professionelle Anwender bislang oftmals kein ausreichendes Bewusstsein für die Umweltrelevanz der verwendeten Stoffe. Veränderungen bei der Aus- und Fortbildung, bessere Informationen zu den Umwelteigenschaften der Wirkstoffe sowie eine breitere öffentliche Diskussion des Themas können erste Schritte sein, die von weiteren, konkreten Rückhaltemaßnahmen flankiert werden müssen.

Thomas Hillenbrand, Jutta Niederste-Hollenberg, Felix Tettenborn

Kapitel 2. Grundlagen des Umweltrechts

Das Umweltrecht wurde mit der Erweiterung des Grundgesetzes seit dem 15. November 1994 um den Art. 21a als Staatsziel definiert.

Uwe Jacobshagen

Kapitel 5. Gefahrgutrecht

Gefährliche GüterGüter, gefährliche werden in einer industrialisierten Gesellschaft häufig verwendet und natürlich auch befördert. Wichtig dabei ist es, Leben und Gesundheit von Menschen und Tieren zu schützen sowie Gefahren für die Umwelt, öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwenden. Zu diesem Zweck wurden Regelwerke geschaffen, die die sichere Beförderung dieser sensiblen Güter gewährleisten.

Uwe Jacobshagen

Kapitel 3. Vorschriften zur Reinhaltung der Gewässer

Das Internationale Seerecht oder Seevölkerrecht (International Law of the Sea) fasst alle auf das Meer bezogenen Rechtsnormen zusammen, die zwischen verschiedenen Staaten gelten. Es beinhaltet nicht nur Regelungen zur Abgrenzung oder Nutzung der Meeresgebiete, sondern auch Vorgaben zum Schutz und zur Erforschung der Ozeane. Andere Bereiche hingegen bleiben ausgeklammert, so etwa das nationale Seerecht, das sich beispielsweise mit der Ordnung der Häfen beschäftigt, oder das Seehandrecht (Maritime Law), das in Deutschland vorwiegend im Handelsgesetzbuch verankert ist und etwa die Güterbeförderung regelt.

Uwe Jacobshagen

Kapitel 7. Nationale Rechtsetzungen

Die wichtigsten Regelungen auf Bundesebene sind im Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz vom 31. Juli 2009), verankert. Die am 1. September 2006 in Kraft getretene Reform des Grundgesetzes (Föderalismusreform) ermöglichte es dem Bund erstmals für das Wasserrecht, als einem zentralen Bereich des Umweltrechts, eine Vollregelung schaffen. In der alten Fassung (a.F.) des Grundgesetzes (GG) fiel das Wasserrecht nach Art.

Uwe Jacobshagen

Kapitel 6. Europäisches Umweltrecht

Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie ist eine Richtlinie der Europäischen Union, die dem Schutz, der Erhaltung und – wo durchführbar – der Wiederherstellung der Meeresumwelt dienen soll. Alle europäischen Meeresanrainerstaaten sind danach verpflichtet, in ihren jeweiligen Meeresregionen durch die Erarbeitung und Durchführung von nationalen Strategien die Ziele der MSRL umzusetzen.

Uwe Jacobshagen

Kapitel 5. Smarter leben: Mit Prognosen unsere Entscheidungen verbessern

An dieser Stelle sollten Sie sich gut informiert fühlen. Sie sollten wissen, was eine gute Prognose ausmacht und was ihr im Weg steht. Sie sollten Varianten von Prognosen, also Modelle, kennen, soweit sie für Alltagsfragen bzw. Entscheidungen der Lebensführung relevant sind.

Jörg B. Kühnapfel

Kapitel 4. Ecuador: Soziale Ungleichheiten und (Neo-)Extraktivismus

Ecuador untergliedert sich geografisch in vier Regionen. Im Westen am Pazifik befindet sich die Küstenregion (Costa), im Landesinneren verläuft von der nördlichen Grenze mit Kolumbien bis zur südlichen Grenze mit Peru das Andenhochland (Sierra) und im Osten ist die Regenwaldregion (Selva oder Oriente) lokalisiert. Die vierte Region bilden die Galapagos Inseln (Region Insular), die sich ca. 1.000km vom ecuadorianischen Festland entfernt im Pazifischen Ozean befinden (s. Abb. 1.1).

Sebastian Matthes

Kapitel 5. Fallanalyse

Intag liegt an den nordwestlichen Andenhängen, etwa 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Quito. Die Region, im Wesentlichen gebildet durch die Täler Intag-Manduriacos, umfasst sieben Kreisgemeinden (parroquias), diese sind administrativ dem Kanton Cotacachi in der Provinz Imbabura zugeordnet.

Sebastian Matthes

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Alphabetisches Verzeichnis der Professoren

Dagmar Drüll

Kapitel 21. Einführung in die nichtlineare Dynamik

Viele Phänomene in der Natur werden durch eine komplexe Dynamik in Raum und Zeit charakterisiert. Hier wird das faszinierende Feld der Anwendung von Methoden der nichtlinearen Dynamik auf Umweltsysteme beschrieben. Dieses Methodenspektrum erlaubt z. B. ein tieferes Verständnis von Klimaphänomenen wie der thermohalinen Ozeanzirkulation, der Wirbelbildung im Meer oder des Entstehens von Vegetationsmustern in niederschlagsarmen Regionen der Erde. Die Komplexität dieses Verhaltens wird durch die nichtlineare Wechselwirkung unterschiedlicher physikalischer Größen hervorgerufen. Besonders spannend sind dabei Kipppunkte, wo sich die Dynamik eines Umweltsystems sprunghaft ändert, wenn z. B. äußere Triebkräfte wie Temperatur oder Nährstoffzufuhr in einem Ökosystem durch den globalen Klimawandel verändert werden und dabei kritische Werte überschreiten.

Ulrike Feudel

Kapitel 3. Die Entwicklung der Persönlichkeitsmarke

In diesem Kapitel beantworten wir die Frage, wie der Aufbau einer starken Personal Brand Schritt für Schritt abläuft. Sie werden sehen, wie aus einer Persönlichkeit nach und nach das herausgeschürft und auf den Punkt gebracht wird, was sie stark macht und wertvoll ist für andere. Dabei setzen wir uns mit drei Kernfragen auseinander: Wie gehen Persönlichkeiten bei der Entwicklung der eigenen Identität vor? Wie gelingt es, auf Basis dieser Identität ein klares Profil herauszuarbeiten? Und wie funktioniert eine erfolgreiche Umsetzung in den Alltag?

Christopher Spall, Holger J. Schmidt

Kapitel 3. Arbeits- und Entscheidungsumgebung

Bauliche AnlagenAnlage, bauliche der Siedlungswasserwirtschaft leisten einen wesentlichen Beitrag zur Siedlungshygiene sowie zum Schutz von Boden und Grundwasser, soweit es sich bei den Anlagen um Entwässerungs-, Wasserversorgungs- oder Abwassereinigungsanlagen handelt. Dieser Leitgedanke hat sich insbesondere in den letzten zwei Jahrzehnten durchgesetzt. Er ist mittlerweile durch ein dichtes Geflecht aus rechtlichen und technischen Vorgaben geregelt.

Michael Scheffler

Kapitel 4. Problemstellungen in der Praxis

Vor dem skizzierten Hintergrund der Erarbeitung und Veröffentlichung Technischer Standards ergeben sich für Bauingenieure im Inland und auch im europäischen Ausland vielfältige Problemstellungen in der täglichen Arbeit. Im Zuge der EU-Bemühungen um eine technische Vereinheitlichung sowie der damit verbundenen normativen Anforderungen müssen sie sich neben landesspezifischen wechselhaften wirtschaftlichen Randbedingungen auch qualitativen Ansprüchen und Veränderungen stellen.

Michael Scheffler

Kapitel 9. Anmerkungen

MacCormac, Earl R.: Das Dilemma der Ingenieurethik, in: Lenk, Hans und Ropohl, Günter (Hrsg.): Technik und Ethik, 2. revidierte und erweiterte Auflage, Reclam Verlag, Stuttgart 1993, S. 223.

Michael Scheffler

Kapitel 5. Perspektiven einer neuen Ingenieurverantwortung

In diesem Kapitel wird keine grundlegende Ethikdiskussion aufgenommen oder gar eine intensive Auseinandersetzung mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit zum Zwecke eines weiteren Definitionsentwurfes geführt, wenngleich schon allein auf die Sicherung funktionsfähiger Entwässerungssysteme zum Schutz von Boden und Grundwasser als Lebensgrundlage gesondert abzuzielen Grund genug hergäbe. Bei einer umfassenden thematischen Befassung mit der IngenieurverantwortungIngenieurverantwortung wäre auf eine Vielzahl von Vermittlungsschritten zwischen sozialwissenschaftlichen, ökologischen, ökonomischen und praktisch-philosophischen Aspekten für die Ingenieurpraxis einzugehen. Diese anspruchsvolle Aufgabe soll ausgewiesenen Fachleuten vorbehalten bleiben.

Michael Scheffler

Kapitel 2. Produktionsbezogener Umweltschutz in der Automobilindustrie

Das Maß der Umsetzung produktionsbezogener Umweltschutzmaßnahmen wird durch verschiedene Rahmenbedingungen determiniert. Diese werden im Folgenden am Beispiel der Automobilindustrie in Deutschland beschrieben. Dabei werden die mit der Umsetzung produktionsbezogener Umweltschutzmaßnahmen verbundenen Chancen und Herausforderungen herausgearbeitet, um ein grundlegendes Verständnis für die in der Arbeit behandelte Problemstellung zu schaffen.

Ina Schlei-Peters

Kapitel 8. AbgasreinigungAbgasreinigung in Beschichtungsbetrieben

Angesichts der ständig zunehmenden Belastung unserer Umwelt durch feste Abfälle und Schadstoffe in Abwässern und Abgasen und aufgrund der damit ständig größer werdenden Beeinträchtigung unserer Lebensbedingungen und Lebensqualität gewinnt der Umweltschutz immer mehr an Bedeutung. Große Konzentrationen von Luftverschmutzungen bewirken eine Schädigung von Menschen, Tieren, Pflanzen und Bauwerken. Aus diesem Grund entwickelt sich ein anderes, ein ökologisches Bewusstsein bei den zuständigen und verantwortlichen Personen aus Industrie und Politik, aber auch bei den einzelnen Bürgern. Die Behandlung und Beseitigung von festen Abfällen, die Aufbereitung und Reinigung belasteter Abwässer vor ihrer Einleitung in stehende bzw. fließende Gewässer sowie die Entsorgung von Schadstoffen aus Abgasen vor ihrem Ausstoß in die umgebende Atmosphäre stößt mehr und mehr auf allgemeines Interesse. Aus diesem Grund spielt auch die Wärmerückgewinnung eine große Rolle. Sie sorgt dafür, dass entstandene Wärme und somit Energie in gewissem Maße wieder nutzbar gemacht werden kann. Dies ist nicht nur vom ökologischen Standpunkt aus wichtig, sondern auch aus ökonomischer Sicht. Wenn wiedergewonnene Energie weiterverwendet wird, führt dies zu einem geringeren Gesamtenergie- und Rohstoffverbrauch.

Andreas Giessmann

Kapitel 2. Mikroplastik

Kunststoffe, die umgangssprachlich auch als Plastik (nicht zu verwechseln mit einer Plastik oder Skulptur eines Bildhauers) bezeichnet werden, werden aufgrund ihrer Haltbarkeit vielfältig eingesetzt. Dadurch ergeben sich Probleme mit der umweltschonenden Entsorgung, wobei insbesondere Mikroplastik eine besondere Rolle einnimmt.

Andreas Fath

Kapitel 4. Schlusswort

Mittlerweile erschließt sich fast jedem gesunden Menschenverstand, dass es ein Verbrechen an der Umwelt ist, Altöl im Wald oder am Flussufer abzulassen. Bei der Beseitigung unseres Plastikmülls in der Natur ist unser Gewissen immer noch nicht schlecht genug, dabei handelt es sich doch um ein ebenso großes Verbrechen an der Umwelt, welches wir in letzter Konsequenz auch selbst mit unserer bezahlen, wenn wir das entstandene Mikroplastik essen.

Andreas Fath

Kapitel 3. Mikroplastik als Chance

Spezielle Kunststoffe werden als Adsorbermaterialien für eine große Anzahl von Spurenstoffen in Gewässern eingesetzt. Im Gegensatz zu einer unmittelbar vor Ort entnommen Wasserprobe für die Analytik wird eine Kunststoffmembran eingesetzt, die über einen längeren Zeitraum Spurenstoffe adsorbiert. Dieser sogenannten Passivsammler stellt die Probe dar, aus der die Adsorbate nach der Extraktion schließlich analysiert werden können.

Andreas Fath

Kapitel 1. Einleitung: Mikroplastik – eine wachsende Gefahr für Mensch und Umwelt

Das Thema „Umweltverschmutzung durch den Menschen“, sei es durch CO2-Emissionen oder radioaktiven Atommüll, und wie man dieser entgegenwirken kann, gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Dabei spielt der Eintrag von Kunststoffen in die Umwelt eine ganz besondere Rolle. Kunststoffe sind nahezu überall in der Umwelt zu finden, selbst fernab menschlicher Zivilisation, und sie bauen sich innerhalb eines Menschenlebens nicht ab. Somit spüren wir selbst die Konsequenzen dieser Art Umweltverschmutzung am eigenen Leib und das Handlungsmotto vieler Bürger: „Aus den Augen aus dem Sinn“ fällt uns sprichwörtlich an den Stränden vor die Füße bzw. über das Meersalz ins Essen.

Andreas Fath

Teil B

Thomas Behrens

Allgemeine Bedingungen für die Bauleistungsversicherung durch Auftraggeber (ABN 2011)

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

Allgemeine Bedingungen für die Bauleistungsversicherung von Unternehmerleistungen (ABU 2011)

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

Erläuterungen zu den ABU 2011

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

2. Überschwemmung und Rückstau

Wie schnell vergehen 100 Jahre? Manchmal dauert es gerade mal elf Jahre.

Georg Grammenos

Klauseln zu den ABN 2011

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

Klauseln zu den ABU 2011

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

Erläuterungen zu den ABN 2011

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

4. Formen und Lösungskonzepte der Betriebsunterbrechungsversicherung (Wesen, Zweck, Formen, Begriffe, Arten)

Die Ertragsausfallversicherung kennt verschiedene Arten, deren Nutzung von den speziellen Risiko- und Gefahrenverhältnissen der Unternehmen bezüglich der Kriterien Branche (Handwerk, Dienstleister, Notare, Industrie, Landwirtschaft etc.) Leistungskatalog (z.B. Hersteller von Spezialprodukten mit Alleinstellungsmerkmal) Summe der Sachanlagenwerte (Versicherungssumme der Sachversicherungen) Umsatzgröße und damit maximal möglicher Unterbrechungsschaden

Reinhard Keil

2. Die Risikoanalyse — Grundlage des unternehmerischen Handelns vor, während und nach der Betriebsunterbrechung

Die nachhaltige Analyse der Betriebsunterbrechungsrisiken, die Entwicklung geeigneter betrieblicher organisatorischer Lösungen zur Begegnung der Wirkungen einer Störung und die Einbindung der getroffenen Maßnahmen in das betriebliche Risikomanagement, ist eine praktische Herausforderung der Geschäftsführungen von Unternehmen jeglicher Art.

Reinhard Keil

Kapitel 4. Politische Rhetorik als sprachliches Handeln

Wer überzeugen will, muss für seine Position Gründe anführen. Daher ist Argumentieren der zentrale sprachliche Handlungstyp politischer Rhetorik. Er umfasst das Legitimieren und Delegitimieren staatlichen Handelns ebenso wie das Begründen von Thesen und das Rechtfertigen von Ideen und Praktiken – auch außerhalb politischer Institutionen.

Josef Klein

Kapitel 4. Fallstudie: InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop

In diesem Kapitel will ich zunächst in die Fallstudie zur InnovationCity einführen und Rahmenbedingungen des Projekts erläutern. Dabei wird auf das empirische Material aus der Feldforschung zurückgegriffen.

Benjamin Best

Aktuelle und künftige Kardinalprobleme der Weltwirtschaft und Entwicklungspolitik

Obgleich in der aktuellen Weltwirtschaft ein stabiles Hoch zu herrschen scheint, bestehen bei vielen Zeitgenossen große Zukunftsängste. Die Begriffe „Krisen“, „Katastrophen“ und „Kriege“ haben Hochkonjunktur. Die globale Welt befindet sich gegenwärtig in einem tiefgreifenden Transformationsprozess am Übergang zwischen der Industriegesellschaft des 19. und 20. Jahrhunderts zur postindustriellen Gesellschaft im 21. Jahrhundert.

Eugen Wendler

Die List-Rezeption in Lateinamerika, Indien, Japan, China und Ozeanien

Im Jahre 2013 veröffentlichte Mauro Boianovsky, Professor für Politische Ökonomie an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universidade de Brasilia, eine größere Abhandlung über „Friedrich List and the Economic Fate of Tropical Countries“. In der Einleitung vertritt der Autor die Überzeugung, dass Lists damalige Ansichten zur Entwicklungspolitik rückständiger Länder für die Entwicklungs- und Schwellenländer des 20. Jahrhunderts und auch danach nach wie vor relevant sind. Was wir heute als „Entwicklungsländer“ bezeichnen, entspreche ungefähr dem, was List die Länder der tropischen oder heißen Zone nannte.

Eugen Wendler

Kapitel 2. Energiebedarf, Potenziale und Ressourcen

Der Energiebedarf wird im Folgenden für Österreich, Deutschland und die Europäische Union der 28 Länder (EU-28) vergleichend untersucht. Tab. 2.1 zeigt die Kennwerte dieser Länder im Jahr 2016. Der Elektrizitätsanteil am Netto-Endenergiebedarf liegt in der Größenordnung von 20 bis 24 %. Im unteren Bereich der Tabelle ist die Aufteilung des gesamten Endenergiebedarfs auf die einzelnen Sektoren dargestellt. Es zeigt sich, dass alle europäischen Länder im Mittel ähnliche Bedarfsstrukturen aufweisen.

Günther Brauner

Kapitel 4. Das System der Geographie

Wir haben oben gesehen, dass die Geosphäre so groß und die geographische Substanz in ihr so vielfältig ist, dass sie kaum im Ganzen untersucht werden kann. Vielmehr ist es nötig, sie in einzelne Untersuchungsobjekte zu unterteilen. Dem Verständnis förderlich kann es sein, sich die Geosphäre wie einen Kuchen vorzustellen. Auch dieser wird in der Regel in verdauliche Stücke aufgeteilt: entweder in Tortenstücke, die einen durch vertikale Schnitte geteilten Ausschnitt des Gesamtkuchens darstellen, in denen alle die Torte aufbauenden Schichten vorhanden sind, oder aber nach Art des Baumkuchens, wo von oben eine Schicht nach der anderen abgeschnitten wird.

Axel Borsdorf

Kapitel 5. Die Grundlagen der E-Community

Die E-Community steht allgemein als Begriff für die organisierte Kommunikation innerhalb eines elektronischen Kontaktnetzwerkes und damit für die Bereitstellung einer technischen Plattform für die Zusammenkunft einer Gruppe von Individuen, die in einer bestimmten Beziehung zueinanderstehen bzw. zueinanderstehen wollen. Diese Beziehung kann thematisch durch die Kommunikationsinhalte, aber auch über den sozialen oder beruflichen Status der Community-Teilnehmer bestimmt werden. Im Mittelpunkt steht dabei jedoch immer die soziale Interaktion und damit der Austausch selbst geschaffener entweder inhaltlich oder personenbezogener Informationen (sog. User-generated Content).

Tobias Kollmann

Kapitel 7. Die evolutionäre Kraft der Städte

Nanotechnologie, synthetische Biologie, unterstützte Migration und Wiederauferstehung verschwundener Arten – sie alle werden wohl der natürlichen Ordnung der Dinge auf immer tieferen Ebenen die Entwürfe der Menschen aufzwingen. Die genannten Technologien sind besonders augenfällige Beispiele für das, was ein synthetisches Zeitalter mit sich bringen könnte. Sie greifen tief in den Stoffwechsel unseres Planeten ein und gestalten seine Funktionen in erheblichem Umfang entsprechend unserer Planung neu. Solche rasch wachsenden Möglichkeiten, die Natur auf einer ganz grundsätzlichen Ebene umzugestalten, legen uns eine neue Macht in die Hände und verlangen „eine außergewöhnliche Verschiebung der Wahrnehmung“, wie die australische Wissenschaftsautorin Gaia VinceVince, Gaia es formulierte.

Christopher J. Preston

5. Die Wasserrevolution – Muster aus der Hominidenzeit

Wir wissen nicht, wann und wo unsere Vorfahren von den Bäumen herunterstiegen und begannen, sich als Zweibeiner durch die Welt zu bewegen. Nach gängiger derzeitiger Auffassung war das vor etwa sechs bis acht Millionen Jahren in Ostafrika. Möglicherweise gab es eine Dürre, die einen großen Teil der Regenwälder verschwinden ließ. Im verbliebenen Rest konnten nur wenige Populationen leben, daher „übersiedelten“ die anderen auf den Boden und wurden Menschen. Dies ging jedoch nicht schnell vonstatten, sondern dauerte Jahrmillionen.

Prof. Dr. Gerhard Schwarz

Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs auf Grenzverträge

Wurden im vorstehenden Kapitel die Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs auf unilateral festgelegte Grenzlinien untersucht, sollen nunmehr bi- und multilateral vereinbarte Grenzlinien in den Fokus genommen werden. Dies scheint nicht nur vor dem Hintergrund der Tatsache angebracht, dass Grenzverträge infolge der Etablierung von Festlandsockel und aWZ als Abgrenzungsmethode küstenstaatlicher Vorrechte an Bedeutung gewonnen haben, sondern vor allem deshalb, weil die ihnen inhärente Stabilität vielfach als „Heilmittel“ gegen das Phänomen beweglicher Grenzlinien verstanden wird. Inwiefern dies zutrifft, soll nachfolgend – anknüpfend an die Ausführungen, die im Rahmen der Auslegung des Art. 5 SRÜ zu Grenzverträgen gemacht wurden, – herausgearbeitet werden. Begonnen werden soll dazu mit einer Charakterisierung verschiedener Arten von Grenzverträgen, die darauf abzielt, Situationen zu identifizieren, in denen das Prinzip der Stabilität von Grenzen mit der Beweglichkeit maritimer Grenzen konfligieren könnte.

Eike Blitza

Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs auf maritime Grenzlinien

Vor dem Hintergrund des skizzierten Meeresspiegelanstiegs (Kap. „ Naturwissenschaftlicher Hintergrund “) ist es Anliegen dieses Kapitels, dessen Auswirkungen auf maritime Grenzlinien zu untersuchen. Zu klären gilt, ob sich verändernde Küstenformen auch im Verlauf maritimer Grenzlinien widerspiegeln. Bejahendenfalls soll in Konkretisierung der gewonnenen Erkenntnis der Frage nachgegangen werden, ob alle maritimen Grenzlinien gleichermaßen „veränderungsanfällig“ sind. Ziel dessen ist es, eine möglichst realistische Gefährdungsprognose aufzustellen sowie den potenziellen Handlungsbedarf der Staaten mit Blick auf ihre maritimen Grenzlinien aufzuzeigen. Untersuchungsgegenstand dieses Kapitels bilden dabei ausschließlich unilateral gezogene Grenzlinien zur See. Vertraglich vereinbarten Grenzlinien ist ob der ihnen inhärenten Besonderheiten (Stabilitätsprinzip, Drittwirkung) das nachstehende Kapitel gewidmet.

Eike Blitza

Optionen zur Stabilisierung maritimer Grenzen

„Law Makes Climate Change Worse“ konstatierte David D. Caron in einer der ersten seerechtlichen Untersuchungen zum Thema Meeresspiegelanstieg. Das Seerecht, so die These des Autors, werde die Folgen des Klimawandels noch verschlimmern. Vorstehende Kapitel bestätigen diese Vermutung. Der klimabedingte Meeresspielgelanstieg wird nicht nur Küstenregionen bedrohen, er wird nicht nur Land und Inseln im Meer versinken lassen, sondern auch dazu führen, dass bestehende Ansprüche über Meeresgebiete ihre Rechtsgrundlage verlieren. Folge dessen ist, dass insbesondere kleine Inselstaaten, die wirtschaftlich von der Existenz ihrer Meeresgebiete abhängig sind, zusätzlich zu der Gefahr des Landverlusts ganz erhebliche finanzielle Einbußen fürchten müssen. Zwar ist der Umstand, dass letztere Staaten vornehmlich Archipelstaaten sind, angesichts der herausgearbeiteten Besonderheiten von Archipelbasislinien geeignet, etwaige Auswirkungen zeitlich zu verzögern, langfristig gesehen scheint ihr Eintritt indes unvermeidlich. Ist dies bereits Anlass genug, darüber nachzudenken, welche Handlungsoptionen es zur Problemlösung gibt, gilt dies umso mehr, wenn man bedenkt, dass bewegliche Grenzen zu einer Erhöhung des globalen Konfliktpotenzials beitragen könnten. Denn wenn auch das Gegenteil vorstellbar erscheint – etwa wenn eine Insel, über die zwei Staaten streiten, untergeht –, ist es gerade vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen wahrscheinlicher, dass mit der aufkommenden Unsicherheit über Grenzverläufe Streitigkeiten einhergehen werden. Bisher anerkannte Vorrechte und Zuständigkeiten des Küstenstaats könnten infrage gestellt und im schlimmsten Fall – etwa dann, wenn ein Streit über Ressourcen eskaliert – sogar zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Staaten führen. Was also kann getan werden, damit das Recht die Folgen des klimabedingten Meeresspiegelanstiegs nicht noch verschlimmert? In der Literatur werden dazu im Wesentlichen zwei Lösungen diskutiert; eine im Rahmen des geltenden Rechts und eine als Reformvorschlag außerhalb desselben. Welche dieser Handlungsoptionen – auch vor dem Hintergrund der bereits herausgearbeiteten Ergebnisse – letztendlich vorzugswürdig erscheint, soll nachstehend erörtert werden.

Eike Blitza

6. Regionale Beschreibung – Afrika und Madagascar

Die Paläoklimaarchive des tropischen und randtropischen Afrika und deren Interpretation werden vorgestellt und kritisch diskutiert. Dabei wird die Bedeutung der geomorphologischen, sedimentologischen und pedologischen Archive neben den quartären Vergletscherungen für die Klimarekonstruktion besonders hervorgehoben und in Beziehung zu den quartären marinen Umweltrekonstruktionen gebracht. Der quartäre Klima- und Landschafswandel lässt sich in Afrika besser rekonstruieren als in Lateinamerika, da (i) der afrikanische Kontinent über 8000 km beiderseits des Äquators bis ca. 35° nach Norden und Süden reicht, (ii) über Dreiviertel der Fläche innerhalb der Wendekreise (23,5° N und S) liegen, (iii) größere Gebirgssysteme weder meridional (wie die Anden Südamerikas) noch latitudinal den Kontinent queren und (iv) der Wechsel vom feucht-heißen tropischen äquatorialen Regenwald bis zur extrem ariden Wüste beispielhaft ausgebildet ist. Die Klima- und Vegetationszonen werden nur in den Gebirgen Ostafrikas in ihrer breitenkreis-abhängigen Ausbildung unterbrochen. Alt- und mittelquartäre Paläoklimaarchive (u.a. Seenbildungen, Moränen, Speläotheme, Dünen) belegen seit dem Altquartär thermische und hygrische Klimaschwankungen, die wesentlich größer waren als die Klimaänderungen des letzten Eiszeitzyklus. Kalte Phasen zeichnen sich in den Tiefländern durch größere Aridität aus. Warme Phasen (Interglaziale) waren feuchter; seit dem Marine Isotope Stage 11 vor 400.000 Jahren nahm die warmzeitliche Humidität ab. Der orbitale und solare Einfluss auf große und kleine Klimaschwankungen wird durch viele unterschiedliche Paläoklimaarchive dokumentiert. Die terrestrischen afrikanischen Paläoklimadaten belegen den arktischen Einfluss nördlich des Äquators und den antarktischen Einfluss im südlichen Afrika. Bei Klimamodellierungen werden die terrestrischen Paläoklimadaten der afrikanischen Tropen kaum berücksichtigt. Inwieweit das Klima menschliche Kulturen beeinflusste, wird am Beispiel der Sahara und Ostafrikas gezeigt.

Prof. Dr. Klaus Heine

4. Klimaarchive

Das Verständnis von zukünftigen Klimaänderungen hängt von der Kenntnis vergangener Schwankungen im Klimasystem ab. Zuverlässige Messreihen von Klimadaten aus wenigen Regionen der Erde decken lediglich die letzten 150 Jahre ab, sodass nur ein ganz schmales Fenster der Klimageschichte zugänglich ist. Für die Analyse verschieden langer und unterschiedlich weit zurückreichender Klimaschwankungen wird auf grundverschiedene Informationen über die Fakten von Klimaänderungen und über die möglichen Einflussfaktoren zurückgegriffen, die in der Natur in verschiedenen Systemen verfügbar sind. Diese Systeme heißen Klimaarchive und werden von der Klimaforschung seit vielen Jahren erfolgreich untersucht und ausgewertet. Damit ein System als Archiv geeignet ist, müssen Informationen aus dem Klimasystem regelmäßig aufgezeichnet und in einer Form gespeichert werden, die keinen langfristigen Änderungen unterworfen ist. Hier werden die wichtigsten terrestrischen und marinen Klimaarchive vorgestellt und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Klimaforschung kritisch beleuchtet. Auf Unsicherheiten, Hypothesen, Annahmen etc. bei der Interpretation der Archive, ob marin oder terrestrisch, wird aufmerksam gemacht.

Prof. Dr. Klaus Heine

Kapitel 6. Nachhaltige Rohstoffversorgung – Perspektive Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz

Der Anstieg des Verbrauchs an natürlichen Ressourcen und der damit einhergehende Bedarf liegen größtenteils an den Bedürfnissen der stetig wachsenden Weltbevölkerung und stellen die Weltwirtschaft vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund müssen sich produzierende Industrien in rohstoffarmen Ländern rechtzeitig auf eine Verschlechterung der Rohstoffversorgung einstellen und eine intelligente Ressourcenwirtschaft anstreben. Gleichzeitig wächst das Abfallvolumen und die Verfahren zur Abfallbehandlung stellen aufgrund der Emissionen in die Umwelt keine dauerhafte Lösung zur Abfallentsorgung dar. Daher wird über die Gesetzgebung versucht, die Abfallvermeidung sowie die Abfallverwertung, durch Recycling der im Abfall enthaltenen Wertstoffe und ihre Wiedereinführung in den Produkt- bzw. Wirtschaftskreislauf zu stärken. Konzepte, die neben geschlossenen Rohstoffkreisläufen, eine Minimierung des Ressourceneinsatzes unter Einsatz effizienter Produktionstechnologien sowie die Substitution von Materialien und Technologien im Fokus haben, sollen dazu dienen, die vorhandenen Ressourcen nachhaltig und emissionsarm zu bewirtschaften.

Kathrin Hesse

Kapitel 2. Mikroplastik – Definition, Entstehung und Verwendung

Kunststoffe, die umgangssprachlich auch als Plastik (nicht zu verwechseln mit einer Plastik oder Skulptur eines Bildhauers) bezeichnet werden, werden aufgrund ihrer Haltbarkeit vielfältig eingesetzt. Dadurch ergeben sich Probleme mit der umweltschonenden Entsorgung (Kap. 4), wobei insbesondere Mikroplastik eine besondere Rolle einnimmt.

Andreas Fath

Kapitel 3. Auswirkungen von Mikroplastik

Die Auswirkungen von Mikroplastik auf die Flüsse und Seen ist bisher noch weitestgehend unerforscht. Zahllose Untersuchungen an marinen Ökosystemen und deren Bewohnern zeigen jedoch deutlich, welche Folgen Mikroplastik haben kann. Um an das Thema heranzuführen, ist es zuvor wichtig zu klären, wie Kunststoffe aufgebaut sind, wie es zu den vielfältigen Eigenschaften von Plastik kommt und welche Gefahren damit verbunden sind.

Andreas Fath

Kapitel 5. 20 Tipps, um Plastikmüll und dessen Eintrag in unsere Gewässer zu vermeiden

Lieber Glas statt Plastik, vor allem bei Nahrungsmitteln (Milchflasche, Joghurt, Ketchup, Dressing etc.), für Glas gibt es ein dichtes Netz von Sammelcontainern.

Andreas Fath

Kapitel 5. Umweltökonomik

Die Volkswirtschaftslehre beschäftigt sich grundsätzlich und in allen Teildisziplinen, wie sie in diesem Band vorgestellt werden, mit Entscheidungsproblemen, die im Zuge der Bereitstellung und Verteilung von knappen Gütern und Ressourcen entstehen. Die Hauptsätze der Wohlfahrtsökonomik kommen in diesem Zusammenhang zu dem Ergebnis, dass wettbewerbliche Märkte in der Lage sind, die individuellen Entscheidungen so zu koordinieren, dass sich im Hinblick auf die individuellen Bedürfnisse Ergebnisse einstellen, die auch aus sozialer Sicht wünschenswert sind. Die Ergebnisse des Marktmechanismus sind als effizient anzusehen, da sie nicht in dem Sinne verbessert werden können, dass der Nutzen aller Individuen erhöht werden kann, oder zumindest der Nutzen einiger Individuen verbessert werden kann, ohne dass gleichzeitig der Nutzen anderer sinkt.

Roland Menges

Kapitel 4. Gegenmaßnahmen – Vermeidung, Abbau & Recycling

Kunststoff ist ein smartes, vielseitig einsetzbares Material, mit einem schier unendlichen Anwendungs- und Eigenschaftsspektrum von maximal elastisch bis hin zu metallischen Festigkeitseigenschaften und das bei einem geringen Gewicht. Ohne die leichten Kunststoffbauteile hätte beispielsweise der Spritverbrauch und damit der CO2-Ausstoß von Fahrzeugen nicht die aktuellen niedrigen Werte erreichen können. Kunststoff ist für viele Anwendungen ein hervorragendes Material, das ist unbestritten, aber aufgrund der massiven Verschmutzung unserer Weltmeere, Küsten, Flüsse, Seen und aller anderen Lebensräume wächst die Kritik und in erster Linie Umweltverbände, aber auch die Politik und Gesellschaft wird hinterfragen, ob Plastik für jeglichen Verwendungszweck eingesetzt werden sollte.

Andreas Fath

Kapitel 1. Mengentheoretische Grundlagen

Die Mengenlehre ist ein Teilgebiet der Mathematik. Sie wurde vom deutschen Mathematiker Georg Cantor (1845-1918) etwa zwischen 1870 und 1900 begründet. Heutzutage baut die gesamte moderne und wissenschaftliche Mathematik, wenn sie formal axiomatisch betrieben wird, auf der axiomatischen Mengenlehre auf. Für Anfänger in der Mathematik ist ein axiomatischer Mengenbegriff sehr schwer zu verstehen.

Rudolf Berghammer

Kapitel 5. Empirische Zugänge: Ästhetische Konstruktion von als Landschaften bezeichneten physischen Räumen in den Medien

Die Frage nach den medialen, ästhetischen Konstruktionen von als Landschaft bezeichneten physischen Räumen rückt im folgenden Kapitel in den Fokus. Zunächst wird diese Frage auf die abgebildeten Landschaftskonstrukte der Internet- Bildersuche geleitet (Kapitel 5.1). Dabei geht es u. a. um die Senderinnen und Sender, um die Inhalte der Abbildungen und um die Interpretation bzw. die ästhetische Feinanalyse. Die Untersuchungsergebnisse werden anschließend anhand von Einzelbetrachtungen ausgewählter Beispiele verdeutlicht. Nach einer Zusammenfassung der Erkenntnisse wird die eben gestellte Frage auf die abgebildeten Landschaftskonstrukte in den Internetauftritten niederbayerischer Kommunen bezogen (Kapitel 5.2). Die Vorgehensweise ist ähnlich, jedoch kommt hier noch die Auswertung der geführten Interviews hinzu. An Ende dieses Kapitels werden die Unterschiede und auch die Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und in einem Vergleich dargestellt (Kapitel 5.3).

Simone Ines Linke

Entscheidungsunterstützendes Umweltkostenmanagement im betrieblichen Umweltmanagement

Mit dem betrieblichen Umweltmanagement wird das Ziel verfolgt, betriebliche Umweltwirkungen zu reduzieren, indem die Einsatzfaktoren, die Prozesse und die erstellten Leistungen mit Blick auf deren Umweltfreundlichkeit (bzw. Umweltschädlichkeit) optimiert werden. Umweltwirkungen verursachen betriebliche Umweltkosten: erstens durch die Vermeidung oder Verminderung potenzieller Umweltwirkungen im Rahmen von betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen; zweitens durch die Kompensation oder Beseitigung bereits entstandener Umweltwirkungen. Diese Umweltkosten sind Gegenstand und Zielgröße des Umweltkostenmanagements.

Sandra Wagner

(K)Ein Versprechen für die Zukunft – Ökosensible Themen im Wahlkampf 2017

Im 21. Jahrhundert, dem Zeitalter der globalen Krise, des Artensterbens und der Diskussionen um Klimawandel und Ressourcennutzung beschäftigt sich Politik mehr denn je mit Themen wie dem Schutz von natürlichen Lebensgrundlagen und -räumen sowie dem Schutz von nichtmenschlichen Bestandteilen und Akteuren der Umwelt, seien sie biotischer (Flora, Fauna) oder abiotischer Art (Böden, Gewässer, Luft usw.). Der Beitrag analysiert die Werbespots zur Bundestagswahl 2017 hinsichtlich des Stellenwerts solcher ökosensibler Themen und des audiovisuellen Umgangs mit ihnen. Dabei werden verschiedene narrative Strategien und Bildrhetoriken herausgearbeitet, die von der Verklärung des Status Quo bis zur Schuldzuweisung an Missständen, von der aktiven, anpackenden Sicht auf die Gegenwart bis zur optimistischen oder pessimistischen Sicht auf die Zukunft reichen. Trotz dieser Unterschiede lassen sich in den Spots wiederkehrende Momente der Verdrängung erkennen, die kritisch hinterfragt werden.

Peter Podrez

3. Fortschritte und Missgeschicke

Lewis Fry Richardson, einer der schillerndsten britischen Wissenschaftler, war der Erste, der Bjerknes’ allgemeines Schema der Diagnose und Prognose in einen präzisen mathematischen Algorithmus verwandelte. Er führte seine Berechnungen während des Ersten Weltkrieges per Hand durch. Aber seine Prognosen waren falsch – aufgrund einer kaum wahrnehmbaren Abweichung in den Daten, aus denen die Vorhersage hervorging.

Ian Roulstone, John Norbury

1. Eine Vision wird geboren

Unsere Reise beginnt am Ende des 19. Jahrhunderts, kurz bevor die „Äthertheorie“ Äthertheorie , die Raum, Zeit und Materie erklären sollte, von Einsteins Relativitätstheorie und der Quantenmechanik endgültig zu Grabe getragen wurde. Bei seinen Forschungen zum Äther machte ein norwegischer Wissenschaftler eine bemerkenswerte Entdeckung, welche der Meteorologie ganz neue Wege eröffnete.

Ian Roulstone, John Norbury

1. Globale Herausforderung: Ersatz fossiler durch regenerative Brennstoffe

Energie ist nicht alles, aber ohne Energie läuft gar nichts. Hierbei hat jedoch die Energieversorgung der heutigen technisierten Gesellschaften tief-dunkle Wurzeln. Sie beruht auf der Ausbeutung unterirdischer Lager von Kohle, Erdöl und Erdgas. Das erste Kapitel beschreibt die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die daraus resultierenden globalen Probleme: i) internationale Sicherheit und ökonomischer Stabilität, ii) Gesundheitsschäden, iii) leidvolle und kostspielige „Umweltunfälle“ und iv) Klimawandel. Des Weiteren führt das erste Kapitel in das Energiespeicherproblem ein. Die Speicherung von Wind- und Solarstrom in Batterien ist durch deren geringe Energiespeicherdichte eingeschränkt. Durch Informationen zur problematischen Nutzung fossiler Brennstoffe und dem Energiespeicherproblem motiviert das erste Kapitel die Entwicklung von Alternativen.

Holger Dau, Philipp Kurz, Marc-Denis Weitze

3. Thermodynamik

Die Thermodynamik befasst sich mit dem Verhalten von Stoffen unter dem Einfluss von Temperatur und Temperaturveränderung. In diesem Zusammenhang sind auch die Grundzüge der kinetischen Gastheorie sowie die Phasenübergänge von einem in einen anderen Aggregatzustand von Bedeutung. In der Mechanik konnten wir das Verhalten von Teilchen und Körpern einzeln bestimmen. Dies ist für die vielen Teilchen einer Flüssigkeit oder eines Gases völlig unmöglich und auch nicht erwünscht. Man muss daher statistische Betrachtungen anstellen und zu neuen Größen für das gesamte Teilchenensemble übergehen wie beispielsweise Druck (s. Abschn. 2.7.2), Temperatur oder Wärmemenge, die sehr viele verschiedene Teilchen-Mikrozustände zu Makrozuständen des gesamten Teilchenensembles zusammenfassen. In der statistischen Physik geht es in aller Regel darum herauszufinden, welcher Makrozustand schließlich das Gleichgewicht darstellt (s. Abschn. 3.2).

Prof. Dr. Horst Bannwarth, Dr. Bruno P. Kremer, Prof. Dr. Andreas Schulz

7. Aggregatzustände und Lösungen

Luft (gasförmig), Wasser (flüssig) und Boden (fest) werden in ihren wesentlichen Eigenschaften durch ihre Aggregatzustände bestimmt. Bewegung und Anordnung der Moleküle und Atome zueinander kennzeichnen diese Aggregatzustände (Abb. 7.1). Diese sind wiederum durch die chemische Beschaffenheit der Stoffe und durch die Bewegung ihrer Teilchen erklärbar. Die Teilchen bewegen sich ständig nicht nur in Gasen, sondern auch in Flüssigkeiten (Brown’sche Bewegung). Die Bewegungen sind umso heftiger, je höher die Temperatur ist. Diese Sachverhalte beschreibt die mechanische oder kinetische Wärmetheorie. In Gasen berühren sich die Stoffe nur, wenn die Moleküle oder Atome aufeinanderstoßen. In Flüssigkeiten und in Feststoffen behalten sie den Kontakt miteinander und führen Schwingungen aus. In Flüssigkeiten können die Kontakte leicht gelöst und neu geknüpft werden. In Feststoffen liegen sie fest.

Prof. Dr. Horst Bannwarth, Dr. Bruno P. Kremer, Prof. Dr. Andreas Schulz

10. Gleichgewichtsreaktionen

Es gehört zu den faszinierendsten Herausforderungen der Biowissenschaften, den Ablauf von Lebensprozessen durch Gesetze und Erkenntnisse aus der Physik und Chemie zu erklären und zu verstehen. Umgekehrt profitieren Naturwissenschaften und Technik auch von den Funktionsweisen lebender Systeme. Wer als chemischer Verfahrenstechniker der Natur abschauen kann, wie sie Stoffwechselprodukte herstellt, kann ebenfalls erfolgreich Stoffe miteinander verknüpfen, die sich wegen der ungünstigen Lage des chemischen Gleichgewichts nicht ohne Weiteres miteinander verbinden lassen (Biochemische Bionik). So gehen beispielsweise Alkohole und Säuren nicht von selbst eine Esterverbindung (vgl. Abschn. 13.8.4) ein – selbst dann nicht, wenn eine Esterase als Katalysator vorhanden ist. Zahlreiche Synthesen bzw. Stoffverknüpfungen laufen in den Organismen nur unter besonderen Bedingungen und nicht so leicht ab, wie Wasserstoff und Sauerstoff miteinander reagieren.

Prof. Dr. Horst Bannwarth, Dr. Bruno P. Kremer, Prof. Dr. Andreas Schulz

12. Stoffe, Energie und Information

Für das Überleben eines jeden Organismus ist es von entscheidender Bedeutung, dass er alle Nährelemente in der für ihn richtigen Form und Menge aufnimmt. So müssen alle Tiere und Menschen und mit ihnen sämtliche heterotrophen Organismen als Kohlenhydrate, Fette und Proteine aufnehmen. Dagegen nehmen alle Pflanzen und mit ihnen alle autotrophen Organismen – etwa die Cyanobakterien (Blaugrünbakterien, früher Cyanophyceen bzw. Blaualgen genannt) – diese Elemente in anorganischer Form als Kohlenstoffdioxid, Wasser, Ammonium, Nitrat und Sulfat auf. Wir nennen die genannten organischen Verbindungen energiereich im Gegensatz zu den anorganischen, weil sie brennbar sind und beim Verbrennen Wärmeenergie freisetzen. Bei der biologischen Oxidation (Atmung) wird diese Wärmeenergie metabolisch genutzt. Für Lebewesen ist aber ganz besonders wichtig, dass beim Stoffabbau die frei werdende Energie nicht nur als Wärme anfällt, sondern als chemisch verwertbare Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) festgehalten und für die Aufrechterhaltung von basalen Lebensfunktionen genutzt wird (Kap. 1, 19 und 20).Organische Stoffe sind in Lebewesen nicht nur Betriebsstoffe zur Energieversorgung, sondern auch Baustoffe von Zellen. Sie bestimmen die Struktur und die äußerlich sichtbare Erscheinungsform der Lebewesen. Leben entwickelt sich immer nach einem im Zellkern vorhandenen Bauplan, dessen stoffliche Basis die Nucleinsäuren (DNA, RNA) sind. Sie steuern über die Genexpression die Proteinsynthese und damit die Formbildung (Morphogenese). Durch klassische Experimente an der einzelligen Grünalge Acetabularia hat man – noch bevor die Details des Informationsmanagements durch die Erbsubstanz der DNA und RNA bekannt waren – schon früh erkannt, dass es stoffliche Ursachen sind, die im Zellkern vorhanden sind und auch solche, die an die Zelle abgegeben werden, damit sich Struktur und Funktion eines Lebewesens entwickeln können (Kap. 1 und 18).

Prof. Dr. Horst Bannwarth, Dr. Bruno P. Kremer, Prof. Dr. Andreas Schulz

21. Brandschutzsystem

Brandschutzsystem: Fabriksystem, das aufgrund von Brandlasten der Materialien sowie der System- und Bauwerkselemente erforderlich ist und die Fabrikpersonen, Fabriksysteme, Fabrikräume und Fabrikmaterialien vor einem Schaden durch Brand schützt. Es gehört zur Gruppe der Fabrikerhaltungssysteme.

Kurt W. Helbing

7. Projektierung der Gesamtfabrik

Gesamtfabrik: Gesamtheit der Aufgaben realisierenden Systeme, Wirkungsstätten und Beziehungen der Fabrik, die durch funktionelle Integration und eine bestimmte Investitionskostensumme an einem örtlich fixierten Standort ganzheitlich angestrebt wird.

Kurt W. Helbing

Kapitel 5. Für eine Reform der Preis- und Qualitätsregulierung

Im Rahmen des dritten Kapitels wurde gezeigt, dass es sich bei den deutschen wasserwirtschaftlichen Unternehmen um regulierungsbedüftige natürliche Monopolisten handelte, dass aber gleichwohl verschiedene Preisregulierungsverfahren eingesetzt werden könnten, die Anreize zu einem effzienteren Wirtschaften begründen würden. Zwar wurden bereits in der theoretischen und empirischen Auseinandersetzung mit den einzelnen Verfahren deren jeweilige Vorteile und Nachteile herausgearbeitet und auch die Entwicklungen auf bundesdeutscher und europäischer Ebene wurden erläutert, ein in sich geschlossener Reformvorschlag wurde bislang aber noch nicht präsentiert.

Mark Oelmann

Kapitel 4. Theoriegeleitete Analyse qualitätsregulatorischer Konzepte

Im vorangegangen Kapitel wurde herausgearbeitet, dass eine Anwendung anreizorientierter Regulierungsverfahren in der Wasserwirtschaft grundsätzlich eine begleitende Qualitätsregulierung erfordert. Im Rahmen dieses Kapitels nun wird sich zunächst in Abschnitt 4.1.1 mit dem Begriff der Qualität im Allgemeinen und der Bestimmung und Kategorisierung einzelner Qualitätsziele in der Wasserversorgung im Besonderen auseinandergesetzt. Darauf aufbauend werden Kriterien entwickelt, mit Hilfe derer Instrumente dahingehend beurteilt werden können, ob sie dazu beitragen, exogen vorgegebene Qualitätsziele ökonomisch sinnvoll zu erreichen.

Mark Oelmann

Kapitel 2. Grundüberlegungen zur deutschen Wasserwirtschaft

Ziel dieses Kapitels ist es, die allgemeinen Grundlagen der deutschen Wasserwirtschaft (Wasserversorgung und Abwasserentsorgung) vorzustellen und die Punkte, die für die Diskussion in den folgenden Kapiteln zentral sind, herauszustellen. Daher wird derWassersektor zunächst im ersten Abschnitt mit Hilfe von Kennzahlen vorgestellt. Unter anderem wird hier die enorme Schwankungsbreite in den Preisen und Abgaben (Oberbegriff für Steuern, Gebühren und Beiträge) auffallen.

Mark Oelmann

1. Bauen im Einklang mit der Natur

Ökologische Bausanierung bedeutet gesundheitsverträgliches Bauen hinsichtlich der Baustoffe, der Konstruktion und der Haustechnik. Die Ziele liegen dabei in der weltweit deutlichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes, der Beeinflussung des Klimawandels und der erkennbaren Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien wie Solarstrom, Biomasse, Wind- und Wasserkraft aber auch in der Nutzung von Erdwärme und Pellets. Für die Bauwirtschaft ist es also an der Zeit, sensiblen Umgang mit der Natur zu zeigen und Umweltschäden zu vermeiden oder stark einzugrenzen. Es geht also um die Einheit zwischen Baubiologie, Bauphysik und Ökologie. Um den Anforderungen an die Nachhaltigkeit von sanierten (neuen) Gebäuden umsetzen zu können, haben sich in der Praxis folgende Kriterien als wirksam erwiesen: - Ökonomische Qualität (22,5 %)- Ökologische Qualität (22,5 %)- Soziokulturelle und funktionale Qualität (22,5 %)- Technische Qualität (22,5 %)- Prozessqualität (10%)Die Umsetzung von Grundprinzipien des umweltgerechten Bauens ist in Deutschland durch das Umweltrecht geregelt und enthält zusammengefasst wichtige Gesetze und Verordnungen zum Schutz der Umwelt. Drei der wichtigsten Prinzipien sind: • Vorsorgeprinzip• Verursacherprinzip • Kooperationsprinzip

Dr. Michael Stahr

4. Ökologisches Sanieren von Baukonstruktionen

Ausgangspunkt der energetischen Sanierung ist die bauliche Analyse des Gebäudes – d. h. der Bauteile der Gebäudehülle und der Anlagentechnik – sowie deren Nutzung. Sowohl die Restlebensdauer sollte abgeschätzt werden als auch die Schäden. Die Genauigkeit bzw. die Tiefe der Untersuchungen werden hauptsächlich von zwei Faktoren bestimmt: 1. dem baulichen Zustand des Gebäudes und 2. der Komplexität der Bauaufgabe. An Hand von Beispielen aus Roh– und Ausbau werden eine Vielzahl ökologischer Sanierungsmaßnahmen aufgezeigt.

Dr. Michael Stahr

Kapitel 2. Bürgerliches Recht

In dem Kapitel „Bürgerliches Recht“ werden die Regelungen des Zivilrechts, die Beziehungen zwischen den gleichgeordneten Mitgliedern der Gemeinschaft, dargestellt. Das Bürgerliche Recht regelt als Teil des Privatrechts die Rechtsbeziehungen der Privatpersonen (einschließlich der juristischen Personen) untereinander. Es besteht im Wesentlichen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Entsprechend des wirtschaftsrechtlichen Schwerpunkts stehen die ersten drei Bücher des BGB in diesem Kapitel im Vordergrund. Die typischen Vertragsverhältnisse werden behandelt.

Ivo Joswig

Kapitel 7. Wirtschaftsstrafrecht

In dem Kapitel Wirtschaftsstrafrecht werden sowohl der Allgemeine Teil als auch – in Grundzügen – der Besondere Teil des Wirtschaftsstrafrechts vorgestellt. Das Wirtschaftsstrafrecht stellt eine Schnittstelle zwischen Straf- und Wirtschaftsrecht dar. Nach einer kurzen Darstellung der historischen Entwicklung des Wirtschaftsstrafrechts in der Bundesrepublik Deutschland und einer Begriffsbestimmung wird der Allgemeine Teil des Strafrechts in seinen spezifischen Bezügen zum Wirtschaftsstrafrecht behandelt. Im Weiteren werden die praktisch bedeutsamsten und prüfungsrelevanten Straftatbestände des Besonderen Teils des StGB dargestellt.

Larissa Senuysal

Kapitel 35. Leitfaden für die Entwicklung nachhaltiger Dienstleistungen

Getriggert durch die Digitalisierung und dem Trend zu Sharing Economy steigt die Nachfrage nach nachhaltigen Dienstleistungen. In einigen Branchen, bspw. im Hotelgewerbe, sind Nachhaltigkeitszertifikate bereits etabliert, in anderen dagegen erfolgt noch keine breite Auseinandersetzung mit dem Thema (z. B. Immobilienvermittlung). Eine Studie des Fraunhofer IAO identifizierte 2012 vorrangig Informationsdefizite, die Unternehmer bisher hindern, nachhaltige Dienstleistungen zu entwickeln oder bestehende auf deren Nachhaltigkeitsleistung hin zu überprüfen. Die DIN SPEC 35201 Referenzmodell für die Entwicklung nachhaltiger Dienstleistungen bietet hierfür einen geeigneten Ausgangspunkt. Sie stellt einen Maximalkatalog mit Nachhaltigkeitsindikatoren, Zielen und Maßnahmen bereit und liefert eine systematische Vorgehensweise. Dabei richtet sie sich vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen.

Hannah Witting, Ludwig Karg

Kapitel 2. Bionische Unternehmensführung – Schwimmstil für einen neuen Blauen Ozean

Wenn wir zeitnah eine Veränderung in unserem Wirtschaftssystem bewirken wollen, müssen wir aufhören, Plädoyers für Nachhaltigkeit mit moralischen Argumenten zu begründen. Denn dadurch treffen nur fundamental unvereinbare mentale Modelle aufeinander, ohne dass es eine gemeinsame Lösung geben kann.Wirtschaft muss in einem Zeitalter der globalen Netzwerke und der Digitalisierung verstehen, dass sie inzwischen den Gesetzen eines offenen Systems gehorcht. Dann wird Nachhaltigkeit zu einem erfolgreichen Strategieansatz und gleichzeitig essenzielle Grundlage für Agilität, Innovationsleistung und Kollaboration – und Wirtschaft zur treibenden Kraft einer ökologisch und sozial verantwortungsbewussten Gesellschaft.

Rüdiger Fox

1. Nachhaltig Konstruieren

Im Kern des nachhaltigen Bauens geht es darum, unter dem Leitbild der Nachhaltigkeit eine ökologisch, ökonomisch und soziokulturell angemessene Planung zu erstellen und umzusetzen.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

2. Geneigte Dächer

Dächer sind in ihrer Variantenvielfalt und Gestaltung entscheidend prägend für den Gesamteindruck eines Gebäudes. Die Ausbildung von geneigten Dächern wird durch das Klima, die Region, den verwendeten Baustoff, bautechnische Traditionen und die Nutzungsart der Gebäude bestimmt.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

Kapitel 3. Brexit bedeutet Brexit – Theresa May und die Quadratur des Kreises

Theresa May steht als Nachfolgerin von David Cameron vor der Aufgabe, das Referendumsergebnis zu interpretieren und in konkrete politische Entscheidungen umzusetzen. Cameron hatte untersagt, für diesen Fall Eventualplanungen vorzubereiten. May muss ein ausgewogenes Kabinett bilden und klare Zielvorstellungen sowie ein taktisches Konzept für die Verhandlungen mit der EU entwickeln. Sie legt sich vorschnell auf einen harten Brexit fest. Im März 2017 löst sie den Austrittsprozess aus. In vorgezogenen Neuwahlen verliert sie ihre bisherige Mehrheit. Erst im Sommer 2018 legt sie in Chequers ein hybrides Austrittskonzept vor. Die Brexit-Diskussion wird danach chaotischer und konfuser. Der Widerstand in den eigenen Reihen wächst, die Opposition lehnt den im November ausgehandelten Austrittsvertrag ab.

Rudolf G. Adam

Kapitel 4. Der Brexit und seine Folgen

Der Brexit stellt Großbritannien und die EU vor existenzielle Fragen. Er wird Großbritannien tiefgreifender und langfristiger verändern als der Zweite Weltkrieg. Er ist das Ergebnis einer weit in der Geschichte zurückreichenden Entfremdung. Der Brexit vereint höchst unterschiedliche soziale und politische Strömungen.

Rudolf G. Adam

4. Eisenbahndämme und Einschnitte

Erdbauwerke bestehen i. d. R. nur aus natürlichen Stoffen, die meist in der unmittelbaren Nähe gewonnen wurden. Sie zeichnen sich aus durch Langlebigkeit und verträgliche Eigenschaften zur Umwelt. Wesentlich ist, dass der eingebaute Boden jederzeit bei Umbauten ohne Verlust wieder eingebaut oder ergänzt werden kann. Diesen Ansprüchen genügen Beton, mit Zement injizierte Böden und Einbauten von Geotextilien nicht. Ihr Ausbau bedeutet Entsorgung als Abfall. Es ist das Anliegen des Kapitels, darauf hinzuweisen, zukünftig nur dort solche Hilfsstoffe einzusetzen, wo es unumgänglich ist. Den nachfolgenden Generationen darf eine Explosion der Abfälle und die aufwändige Aufbereitung großer Abfallmengen nicht zugemutet werden. Der Beitrag soll nicht der Wiedergabe bestehender Vorschriften und Richtlinien dienen, sondern diese Kenntnisse voraussetzen. Nur im Fall erkennbarer Widersprüche wird darauf Bezug genommen. Die Grundkonzeption des Kapitels legt fest, dass der Schwerpunkt der Betrachtungen die Vermittlung von Erfahrungen ist. Dies bedeutet eine starke Betonung der Analyse von Schadensfällen und der daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen. Als Ingenieur ist man geneigt, bei einem Schaden zuerst Fehler in der Berechnung der Konstruktion zu suchen. Bei nüchterner Betrachtung lässt sich jedoch erkennen, dass die Technologie mit den zum Einsatz kommenden Geräten häufig wegen der Nebenwirkungen die Ursache für erhebliche Auswirkungen auf nicht geplante Veränderungen des Bauzustandes, d. h. auch eine Hauptursache der Schadensauslösung sind. Die nachfolgenden Beispiele sind Erfahrungen des Autors und referenzieren in der Beschreibung auf die zum Zeitpunkt des Ereignisses geltenden Normen und Richtlinien. Auf eine Uminterpretation auf die aktuell geltenden Normen und Richtlinien wurde zugunsten einer höheren Anzahl der Beispiele und zur besseren Lesbarkeit verzichtet. Eine Übertragung auf die aktuell geltenden Normen und Richtlinien ist dem anwendenden Ingenieur überlassen.

Dr.-Ing. Horst Rahn

Kapitel 3. Internationale Übereinkommen und rechtliche Umsetzung

Die Renaturierung von Ökosystemen basiert auf internationalen Übereinkommen und Richtlinien sowie deren nationaler rechtlicher Umsetzung. Die Rahmenbedingungen für Renaturierungsvorhaben sind das internationale Übereinkommen für die biologische Vielfalt (CBD) und die europäischen Richtlinien zur Sicherung der Vorkommen wildlebender Arten und ihrer Lebensräume (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) sowie die europäische Wasserrahmenrichtlinie. Die wichtigste gesetzliche Grundlage für alle Maßnahmen im Naturschutz in Deutschland ist das Bundesnaturschutzgesetz. Für Abbauvorhaben ist außerdem das Bundesberggesetz zu beachten.

Sabine Tischew

Kapitel 10. Stillgewässer

Stillgewässer wurden schon immer für Fischerei und Jagd, Transport, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung genutzt. Im Mittelalter entstanden viele Stillgewässer neu als Mühlenweiher oder Fischteiche, die einen besonderen naturschutzfachlichen Wert entwickelt haben. Im 20. Jahrhundert kam es zu einer starken Eutrophierung der Gewässer durch Haushaltsabwässer, die heute aber zum größten Teil durch Ringkanalisation und Kläranlagen aufgefangen werden. Diffuse Einträge aus der Landwirtschaft sind dagegen oft noch problematisch. Auch durch Freizeitnutzung und Bebauung der Ufer kommt es zu Beeinträchtigungen. Bei der Renaturierung der Stillgewässer und ihrer Ufer sind vor allem die Reduktion der Nährstoffbelastung und der Versauerung sowie die Wiederherstellung einer naturnahen Uferdynamik und einer standortgemäßen Vegetation von Bedeutung. In vielen Fällen sind aber die einst verschwundenen Pflanzen- und Tierarten noch nicht zurückgekehrt und müssen eingebracht werden. Zukünftige Herausforderungen für Stillgewässer sind invasive Fremdarten und die Auswirkungen des Klimawandels.

Johannes Kollmann

Kapitel 25. Renaturierungsökologie als Element des Naturschutzes

Die Renaturierungsökologie hat sich in den vergangen 20 Jahren neben dem konservierenden Flächenschutz zu einer tragenden Säule des Naturschutzes entwickelt. Die Situation zahlreicher seltener und gefährdeter Arten und Lebensräume kann heute nur noch durch Renaturierung, das heißt durch Rückführung früher eingetretener Degradationen stabilisiert und verbessert werden. Die zunehmende Degradation von Ökosystemen sowie die komplexeren Ansprüche der menschlichen Gesellschaft an deren Funktionen und Dienstleistungen erweisen sich dabei als Hauptgrund für den enormen Bedeutungszuwachs der Renaturierungsökologie als Teil des Naturschutzes. Ein Schwerpunkt renaturierungsökologischen Handelns liegt immer noch auf dem Schutz der Biodiversität, jedoch gewinnen Synergien mit unterstützenden, regulierenden und kulturellen Ökosystemfunktionen und Ökosystemdienstleistungen an Bedeutung. Das äußert sich unter anderem auch in einer Ausdehnung von Renaturierungsaktivitäten auf den urbanen Raum.

Norbert Hölzel

Kapitel 1. Warum Renaturierung?

In Mitteleuropa gab es früher eine Förderung der biologischen Vielfalt durch extensive Landnutzung. Die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft hat dagegen zu Verlusten an Biodiversität und Ökosystemfunktionen geführt. Andererseits hat der Umweltschutz eine Verminderung der Belastungen von Luft, Gewässern und Böden erreicht. Positiv ist auch, dass regional ausgestorbene Tierarten zurückgekehrt sind. Andere Arten der Naturlandschaft sowie viele Pflanzenarten der Kulturlandschaft müssen aber wieder eingeführt werden. Eine besondere Herausforderung sind degradierte Landschaften nach land- oder forstwirtschaftlicher Intensivnutzung, Tagebaugebiete und Industriebrachen. Hier reichen die bisherigen Methoden des Naturschutzes nicht aus und müssen durch Wiedervernässung, Nährstoffentzug, Wiedereinbringen von Arten und angepasstes Vegetationsmanagement ergänzt werden. Renaturierung ist auch als Kompensationsmaßnahme nach Eingriffen gefragt. Zu den wichtigsten Aufgaben der Renaturierung gehören eine Abmilderung von negativen Effekten der Landnutzung, der Eutrophierung, der Habitatfragmentierung, biologischer Invasionen sowie des Klimawandels.

Johannes Kollmann

Kapitel 22. Urban-industrielle Ökosysteme

Durch Bebauung, Bodenversiegelung, Abfälle und Abgase sind urbane Ökosysteme stark verändert. Stadtböden sind gestört und durch technogene Substrate sowie extreme Standortbedingungen gekennzeichnet und die Spontanvegetation urban-industrieller Ökosysteme ist durch Ruderalfluren mit hohen Anteilen an Neophyten geprägt. Durch natürliche Sukzession entstehen auf älteren Brachflächen Gebüsche und Vorwälder. Elemente „grüner Infrastruktur“ wie Gärten, Grünanlagen, urbane Wälder oder Brachflächen sichern in Städten vielfältige Ökosystemdienstleistungen wie Kaltluftentstehung und Frischluftaustausch, Wasserretention, Feinstaubfilterung, die Naherholung sowie Produktion von Nahrungsmitteln. Häufig stehen sie jedoch in Flächenkonkurrenz zu Bebauungsvorhaben. Bei der Renaturierung degradierter Ökosysteme werden in Städten unterschiedliche Ansätze verfolgt, die vor allem der Klimaanpassung, der Verbesserung der Erholungsfunktion und dem Naturschutz dienen. Die Entwicklung von Pionierfluren und Magerrasen kann gefördert werden, wenn nährstoffarme Substrate erhalten und Bodenstörungen zugelassen werden. Passive Renaturierung ermöglicht die Entwicklung urban-industrieller Wildnis bis hin zu neuartigen urbanen Wäldern. Der Wechsel von gepflegten Offenlandbereichen und freien Sukzessionsflächen fördert die Artenvielfalt und wird von Erholungssuchenden als besonders attraktiv empfunden.

Kathrin Kiehl

Kapitel 9. Fließgewässer

Fließgewässer und ihre Auen beherbergen eine große Lebensraumvielfalt aufgrund deutlicher ökologischer Gradienten im Flussverlauf und im Querprofil, verursacht durch Unterschiede der Wasser- und Sedimentdynamik. Fließgewässer gehören zu den am stärksten veränderten Ökosystemen Mitteleuropas. Bis auf einige Oberläufe und wenige Abschnitte der Mittel- und Unterläufe sind sie weitgehend umgestaltet worden. Wasserwirtschaftlicher Ausbau, Verschmutzung, Fragmentierung und Zerstörung von Habitaten sowie invasive Neophyten und Neozoen haben die Ökosystemprozesse und Lebensgemeinschaften zum Teil irreversibel beeinflusst. Zur Erfüllung der Wasserrahmenrichtlinie der EU sowie für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes werden an vielen Flüssen Mitteleuropas Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. Dazu gehören Rückverlegung von Deichen, Verbesserung der Durchgängigkeit von Querbauwerken, Erhöhung von Restwassermengen und Kieszugabe. Dadurch werden manche Ökosystemfunktionen der Fließgewässer wiederhergestellt und einige Arten siedeln sich wieder an. Eine weitgehende Renaturierung der ursprünglichen Fluss- und Auendynamik ist aber aus Gründen der veränderten Landnutzung im Bereich der ehemaligen Aue und im Einzugsgebiet nicht mehr möglich.

Johannes Kollmann

Kapitel 6. Monitoring von Renaturierungen

In Mitteleuropa werden viele Renaturierungsprojekte durchgeführt, es fehlen aber oft fundierte und standardisierte Untersuchungen zur Wirksamkeit der Maßnahmen. Dadurch bleibt der langfristige Erfolg der Projekte unklar. Das vorliegende Kapitel gibt einen praxisorientierten Überblick über die Erfolgskontrolle bei Renaturierungen und fokussiert auf das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen. Für ein Monitoring empfiehlt sich ein dreiteiliges Vorgehen mit Festlegung der Renaturierungsziele, der Auswahl geeigneter Indikatoren für die Zielüberprüfung sowie der Erfassung der Entwicklung des renaturierten Ökosystems. Zur konkreten Arbeit des Monitorings gehört die Aufnahme der wichtigsten Standortvariablen, ausgewählter Pflanzen- und Tierarten sowie der Vegetation. Außerdem sind Untersuchungen zur Veränderung der Landschaftsstruktur hilfreich. Ebenso sollten unterschiedliche Behandlungsalternativen, Kontrollflächen ohne Eingriffe sowie Referenzflächen mit der Zielvegetation vor und nach den Maßnahmen einbezogen werden, weil nur so die geeignetsten Formen der Renaturierung identifiziert werden können. Eine aktiv-adaptive Renaturierung würde den dadurch erreichten Erkenntnisgewinn in bessere praktische Maßnahmen umsetzen.

Johannes Kollmann

Kapitel 23. Tagebaufolgeflächen

Der Abbau von Rohstoffen geht mit einem drastischen Landschafts- und Ökosystemwandel einher. Um einen Teil der negativen Folgen auszugleichen, sind die beim Abbauprozess entstehenden Landschaftsstrukturen und die vielfältigen Entwicklungspotentiale dieser Flächen bei der Sanierungsplanung zu berücksichtigen. Das Besondere der neu entstandenen Ökosysteme ist ihre Großräumigkeit, Störungs- und Nährstoffarmut, Substratheterogenität und Eigendynamik. Standort- und Nischenvielfalt führen bei Vorhandensein geeigneter Lieferbiotope im Sukzessionsverlauf mittelfristig zu vielgestaltigen Biotopmosaiken. Ist eine schnelle Vegetationsentwicklung erforderlich oder verzögert sich die Entwicklung aufgrund fehlender Lieferbiotope oder Ausbreitungsbarrieren, können Zielarten über Mähgut, Wiesendrusch oder landwirtschaftlich vermehrtes Wildpflanzensaatgut aus zertifizierter Herkunft eingebracht werden. Pflanzungen neophytischer Gehölze und Ansaaten mit artenarmen und gräserreichen Regelsaatgutmischungen führen dagegen oft zu Fehlentwicklungen, die einen erhöhten Managementaufwand erfordern. Wenn auf Sukzessionsflächen gezielt naturschutzfachlich wertvolle Sukzessionsstadien oder Populationen seltener Tier- und Pflanzenarten erhalten bleiben sollen, muss frühzeitig ein entsprechendes Mahd- oder Beweidungsregime eingeplant werden.

Anita Kirmer, Sabine Tischew

Kapitel 4. Limitierende Faktoren der Renaturierung

Renaturierung ist durch abiotische und biotische Faktoren limitiert. Zu den abiotischen Faktoren zählen der Wasserhaushalt, die Nährstoffverhältnisse sowie die Versauerung. Die Wiederherstellung eines adäquaten Wasserhaushalts erweist sich besonders bei Mooren als schwierig und ist oft nur eingeschränkt möglich. Ein zentrales Problem der Renaturierung ist die gezielte Absenkung des Nährstoffniveaus der Projektflächen, um die Existenz von artenreichen Zielgemeinschaften zu ermöglichen. Von einer Versauerung durch atmosphärische Deposition betroffen sind vor allem schwach gepufferte Systeme wie Weichwasserseen, Sandheiden, bodensaure Magerrasen und Niedermoore. Ausdauernde Samenbanken im Boden vermögen in feuchten oder stark störungsgeprägten Lebensräumen und nach Brache einen wesentlichen Beitrag zur Renaturierung zu leisten. Unter den biotischen Faktoren hat die Ausbreitungslimitierung von Zielarten als Folge von Habitatfragmentierung sowie fehlenden Ausbreitungsvektoren an Bedeutung gewonnen. In ähnlicher Weise kann eine dichte Vegetation und das Ausbleiben von Störungen die Etablierung von Zielarten einschränken. Strategien und Techniken zur Übertragung von Zielarten gehören daher zum Standardrepertoire der ökologischen Renaturierung.

Norbert Hölzel

Kapitel 16. Säume und Feldraine

Arten- und blütenreiche Säume und Feldraine sind typische Elemente alter Kulturlandschaften mit großer Bedeutung für den Biotopverbund. Besonders in intensiv genutzten Agrarlandschaften sind sie vielerorts durch Eutrophierung und ungeeignete Pflege degradiert oder durch Überführung in andere Nutzungsformen völlig verschwunden. Noch vorhandene natürliche Saumstrukturen weisen heute in den meisten Fällen nur noch einen Bruchteil ihres ursprünglichen Artenspektrums auf. Die Wiederherstellung des lebensraumtypischen Artenspektrums ist daher oftmals nur durch Neuanlage oder Aufwertung grasdominierter oder ruderalisierter Randstrukturen möglich. Dabei werden in der Regel standortangepasste Saatmischungen gebietseigener Herkunft nach gründlicher Bodenbearbeitung ausgesät. Eine regelmäßige extensive Pflege möglichst durch abschnittweise Mahd mit Abtransport des Mähguts ist sowohl bei neu angelegten als auch bei noch vorhandenen Säumen und Feldrainen von großer Bedeutung für die Förderung der Artenvielfalt.

Kathrin Kiehl, Anita Kirmer

Kapitel 13. Küstendünen

Küstendünen sind dynamische natürliche Ökosysteme, die eine charakteristische Zonierung von Pionierstadien der Vordünen über Weißdünen und Graudünen bis hin zu bewaldeten Braundünen aufweisen. Sie wurden durch Waldrodung erweitert, waren aber unfruchtbares Land mit negativen Auswirkungen auf Siedlungen und Infrastruktur, und wurden deshalb ab dem 19. Jahrhundert durch Anpflanzung von Strandhafer und Nadelgehölzen festgelegt. Küstendünen sichern wesentliche Ökosystemdienstleistungen, denn sie tragen zum Küstenschutz bei, sind wichtig für die Trinkwasserversorgung mancher Küstenorte und ein Markenzeichen des Tourismus. Heute sind Küstendünen beeinträchtigt durch Befestigungsmaßnahmen des Küstenschutzes, touristische Nutzung, invasive Neophyten, Eutrophierung und steigenden Meeresspiegel. Dünenschutz, Entbuschungs- und Redynamisierungsmaßnahmen werden zur Förderung der seltenen Arten und Biozönosen dieser Ökosysteme betrieben.

Kathrin Kiehl, Johannes Kollmann

Kapitel 4. Forschungsethik

Ethische Probleme treten vor allem bei der Befragung, dem Experiment und der teilnehmenden Beobachtung auf. Grundsätzliche Regelungen für derartige Probleme enthalten die nationalen und Landes-Datenschutzgesetze und die Ethik-Codes wissenschaftlicher Standesorganisationen. Dennoch bleibt ein nicht unerheblicher Spielraum für die einzelnen Forscher/innen. Ich beschränke mich im Folgenden weitgehend auf die Befragung, weil diese Methode am häufigsten verwendet wird.

Jürgen Friedrichs

Kapitel 10. Die psychologischen Werkzeuge im Umgang mit Spielern

Fußballmanager verfügen über eine Vielzahl an Werkzeugen, um einen Verein erfolgreich zu führen. Unter anderem, wie schon erwähnt, die Rekrutierung von Spielern, Trainern und anderen Vereinsmitarbeitern. Diese sind offensichtliche Personalentscheidungen, leicht einsehbar von außerhalb des Vereins. Andere Bereiche des Klubmanagements sind subtiler und weniger öffentlich, deren Wirkung auf Mannschaft und Verein aber ebenso wesentlich. Wir haben uns soweit mit den finanziellen Aspekten des Vereinsmanagement sowie die Weise, in der erfolgreiche Vereinsmanager Konflikte mit Trainern lösen, sie vor Angriffen schützen und funktionierende, motivierende und positive Beziehungen schaffen. Die Art der Kritik und der Lob am Trainer und Sponsor liest sich teils ähnlich im Umgang mit Spielern. Die besten Manager der letzten zwei Jahrzehnte bedienten sich einiger psychologischen Tricks, ihre Kritik und ihrem Lob Wirkung zu verschaffen. Sie beließen es nicht bei einfachen Fakten, um ihrem Lob Ausdruck zu verleihen. Sie kommunizierten Kritik und Lob bildlich, appellierten an den persönlichen und professionellen Stolz der Spieler oder verglichen sie mit den Besten, die der Fußball je erleben durfte. Lob und Kritik nahmen durch den persönlichen Aspekt eine stärkere Stellung ein. Die besten Vereinsmanager bedienten sich einem weiteren Trick ihrem Feedback der Spielerleistung Gewicht zu verleihen. Emotionen. Wir als Homo Sapiens sind am stärksten angetrieben von Gefühlen, Träumen und Bedürfnissen. Es sind die Emotionen, die uns am stärksten beeinflussen. Die Gefühle sind eine der mächtigsten Waffen eines Managers seine Spieler zu besseren Leistungen anzutreiben. Lassen sie uns weiter im Werkzeugkasten des erfolgreichen Fußballmanagements stöbern, um zu verstehen wie die Manager der letzten zwei Jahrzehnte ihre Mannschaften zu Höchstleistungen trieben.

Markus C. Hasel

Kapitel 6. Strafgesetzbuch (StGB)

Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde.

Robert Schwarz

Kapitel 4. Moralische Werte psychologisch betrachtet

Moralische Werte und der kategorische Imperativ unterscheiden sich im Steuerungsort der Moral. Die Werte sind gesellschaftliche Ansprüche, der kategorische Imperativ ist ein Vermögen des Individuums. Da zum Teil die gleichen Worte für die Moral nach Kant und für einige moralische Werte gebraucht werden, ist es sinnvoll, deren Bedeutungsgehalt in beiden Bezugssystemen zu untersuchen. Dies empfiehlt sich für die Begriffe „Freiheit“ und „Würde“. Als moralischer Wert heißt die Würde „Menschenwürde“. Und wie verhält es sich mit moralischen Werten wie Gerechtigkeit, Gleichheit, Ehre oder Reinheit?

Lydia Lange

2. Bewertungskriterien des Energieumsatzes

In einigen Ländern (z. B. in Deutschland, Spanien, USA, aber auch in China) nimmt die regenerativ gewonnene Energiemenge derzeit rasch zu. Ein weltweites Wachstum wird jedoch noch durch im Vergleich zu konventionellen Energieträgern relativ hohe Investitionskosten und den notwendigen Technologietransfer erschwert.

Franz Joos

Flughäfen und ihre Rolle im Luftverkehr

Nachdem bisher die methodischen Grundlagen der modellbasierten Unterstützung von Entscheidungen zur Unternehmensentwicklungsplanung im Allgemeinen im Vordergrund standen, wird im Folgenden der Blick auf das spezifische Untersuchungsobjekt dieser Arbeit, Flughäfen und deren Betreibergesellschaften, gelenkt.

Benjamin Koch

Kapitel 8. Kriegsverhinderung

Das Gegenstück zur Kriegsinitiierung, die Verhinderung einer Eskalation von Krisenkonstellationen zum Krieg, wird in Kapitel 8 thematisiert. Hier liegt der Schwerpunkt auf Konzepten der Abschreckung und auf diplomatischen Instrumenten der Kriegsvermeidung. Als Beispiel für ein durchdekliniertes Abschreckungssystem wird auf die Konstellation der nuklearen Abschreckung zwischen dem westlichen und dem östlichen Lager während des Kalten Krieges verwiesen. Dies relativ detaillierte Darstellung dieses Falls schlägt auf der einen Seite den Bogen zur theoretischen Konzeption des Nuklearkrieges im fünften Kapitel und zur aktuellen Situation des internationalen Systems mit dem Wiederaufleben des Gegensatzes zwischen den NATO-Staaten und Russland sowie der Wiederaufwertung der Rolle von Nuklearwaffen als Instrument der Außen- und Sicherheitspolitik. Die diplomatischen Möglichkeiten der Kriegsvermeidung und ihre notwendigen Grundvoraussetzungen werden anhand dreier Krisenbeispiele aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Doggerbank-Zwischenfall 1904, Korfu-Krise 1923 und Korfu-Zwischenfall 1946) sowie der als exemplarisch geltenden Vermittlung des Heiligen Stuhls zwischen Argentinien und Chile im Streit um den Beagle-Kanal (1978–1984) problematisiert.

Ralph Rotte

Kapitel 3. Weiterentwicklung der Unternehmenskultur

Wie Sie bereits in Kap. 2 erfahren haben, ist es eine zentrale Aufgabe eines Feel Good Management, die Unternehmenskultur zu verbessern. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, sind als Voraussetzungen ein umfassendes Begriffsverständnis des komplexen sozialen Konstrukts Kultur sowie Erkenntnisse über die Analyse- und Veränderungsmöglichkeiten einer bestehenden Unternehmenskultur nötig. Damit beschäftigt sich dieses Kap. 3. Dazu gehören auch Kenntnisse im Kontext von Change Management und dem zielführenden Umgang mit Widerständen. Veränderungen gerade von kulturellen Gegebenheiten sind immer mit Konflikten und Widerständen behaftet. Ein Feel Good Management sollte hier bei der Klärung und Lösung unterstützen.

Jessica Lange

14. Geovisualisierung

Dieses Kapitel zeigt einführend, wie man Karten in R mit ggplot2 erzeugt, z.B. eine Karte der Postleitzahlengebiete Deutschlands. Ein zentrales Anwendungsbeispiel ist, die Land- oder Wahlkreisen einer Karte nach soziodemografischen Attributen wie Arbeitslosigkeit zu färben. Ein ausführlicheres Anwendungsbeispiel zeigt, wie mächtig solche Analysen sein können, da man über geopolitische Verwaltungseinheiten (wie Länder oder Landkreise) einfach weitere Daten verbinden kann, etwa Arbeitslosigkeit, aber auch z.B. Kulturwerte. Der Abschluss dieses Kapitels zeigt einen Ausblick zur Generierung interaktiver Karten.

Sebastian Sauer

15. Nutzung geothermischer Energie

Mit zunehmender Tiefe nimmt die Erdtemperatur zu. Im flüssigen inneren Erdkern herrschen Temperaturen von 3000 bis 6000 K. Durch Wärmeleitung entsteht ein Wärmestrom zur kalten Erdoberfläche. Nur an wenigen Stellen in der oberen Erdkruste wird Erdwärme durch Wasser‑ und Dampfströmungen an die Oberfläche befördert. Die vom Erdkern abgegebene Wärme wird zu etwa 60 % durch den im Kern ablaufenden radioaktiven Zerfall, im Wesentlichen der Elemente Kalium K‐40, Thorium Th‑232, Uran U‐235 und U‑238, gespeist. Der Rest der Wärme zählt zur Ursprungswärme, die einmal bei der Erdentstehung entstand und zum anderen durch umgewandelte kinetische Energie großer Meteoriteneinschläge sowie permanent durch die Erstarrung des Erdkernmaterials in der Übergangszone vom flüssigen zum festen Kern freigesetzt wird. Die Erstarrung setzt Kristallisationswärme (Latentwärme) frei. Die Geothermie ist für menschliche Zeitvorstellungen unerschöpflich, obwohl sich langfristig die Erde abkühlt.Die Geothermie ist eine stetig verfügbare, von Witterungseinflüssen, Tages‑ und Jahreszeiten unabhängige Energiequelle, was sie von anderen unerschöpflichen Energien unterscheidet.

Prof. Dr.-Ing. Richard Zahoransky

Stadtidentität als organisches Element der Stadtentwicklung

Der vieldeutige Begriff der Heimat wird aus Sicht der Stadtentwicklung als ein mit allen Sinnen empfundenes Lebensgefühl verstanden, das sich festmacht an der Lebensqualität von Orten, Nachbarschaften, Stadtteilen, Städten und Regionen. In diesem Beitrag soll ein Überblick gegeben werden über wesentliche Elemente nordrhein-westfälischer Stadtentwicklungspolitik, die Grundlage dafür sein kann, Heimat zu erhalten, zu schaffen und neu in Wert zu setzen.

Karl Jasper

18. Energiespeicherung

Im Zuge der 2011 in Deutschland politisch beschlossenen „Energiewende“ kommt der Speicherung von Energie eine zentrale Bedeutung zu. Energiespeicher sind notwendig, um das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage zu koordinieren, um somit ein stabiles Gleichgewicht herzustellen. Zu den Energiespeichern zählen Speicher elektrischer Energie, Brennstoffspeicher sowie Wärmespeicher. Elektrizität ist eine der wenigen Energieformen, die nicht an einen Stoff gebunden ist und nur durch das elektrische Feld eines Kondensators, durch das elektromagnetische Feld einer Spule oder durch Umwandlung in eine andere Energieform speicherbar ist.Speicher für elektrische Energie sind heute sowohl aus ökonomischen als auch aus technischen Gründen unabdingbare Bestandteile der Stromversorgung. In den Industrieländern wird die störungsfreie Versorgung mit elektrischer Energie als selbstverständlich angesehen. Zur Sicherstellung einer störungsfreien Stromversorgung als auch zur Gewährleistung einer hohen Versorgungssicherheit müssen Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage zu jedem Zeitpunkt ausgeglichen werden. Durch den Einsatz von Speichern erfolgt eine teilweise Entkopplung der Stromerzeugung vom Stromverbrauch. Die Einsatzbereiche elektrischer Speicher sind vielfältig. Sie bestehen sowohl im Tages‑, Wochen‑ und Jahreslastausgleich als auch in der unterbrechungsfreien Stromversorgung und der Bereitstellung einer Wirkleistungssekundenreserve.

Prof. Dr.-Ing. Richard Zahoransky, Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Hans-Josef Allelein

Kapitel 11. Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen

Kleinanlagen zur Trinkwasserversorgung bestehen aus einer eigenen Wassergewinnung und einer leitungsgebundenen Wasserverteilung aus der möglichst gleichmäßig nicht mehr als 1 000 m3 Trinkwasser pro Jahr entnommen werden. Anlagen aus denen mehr als 1 000 m3 Trinkwasser pro Jahr entnommen werden unterliegen uneingeschränkt den Anforderungen der DIN 2000.

Joachim Rautenberg

Kapitel 10. Prozessleittechnik und Messtechnik

Großräumige Wasserversorgungsanlagen mit weit auseinanderliegenden Anlagenteilen werden mit Hilfe von Prozessleitsystemen geordnet und wirtschaftlich betrieben. Auch bei kleineren Anlagen mit geringerer Ausdehnung sind Prozessleitsysteme wirtschaftlich gerechtfertigt.

Matthias Weiß

Kapitel 13. Management, Betrieb und Instandhaltung

Die Aufgaben von Management, Betrieb und Instandhaltung von Wasserversorgungsunternehmen (WVU) werden bestimmt durch die Forderungen der hygienisch, technisch und wirtschaftlich einwandfreien Belieferung des Versorgungsgebietes mit Trinkwasser unter Beachtung der einschlägigen Rechtsvorschriften und des technischen Regelwerkes. Als technisches Regelwerk und anerkannte Regeln der Technik gelten dabei vor allem die einschlägigen DIN-Normen, die DVGW-Arbeitsblätter, Merkblätter und Hinweise sowie die Unfallverhütungsvorschriften. Wesentliche Bestimmungen daraus sind von den Länderbehörden in Mustersatzungen und Richtlinien für die Praxis umgesetzt.

Joachim Rautenberg

Kapitel 1. Ziele und Aufgaben der Wasserversorgung

Wasser ist die unverzichtbare Grundlage allen Lebens und insbesondere der menschlichen Zivilisation. Trinkwasser spielt dabei eine besondere Rolle, da es als Lebensmittel durch nichts ersetzt werden kann. Bei gemäßigten klimatischen Verhältnissen muss ein Erwachsener zwei bis drei Liter Wasser teils als Trinkwasser teils in der Nahrung zu sich nehmen.

Joachim Rautenberg

Kapitel 12. Planung und Bau

Eine öffentliche zentrale Wasserversorgungs-Anlage (WV-Anlage) soll eine Leistung aufweisen, die den aktuellen und den prognostizierten Bedarf decken kann.

Andreas Baur

Kapitel 4. Wassergewinnung

Wasser bedeckt rund 71 % der Erdoberfläche. Es ist gespeichert in den Meeren, auf den Kontinenten und in der Atmosphäre. Das Wasser auf den Kontinenten liegt als Eis und Schnee, als Oberflächenwasser, Grundwasser und Bodenfeuchte sowie als kleiner, jedoch essenzieller Bestandteil der Biosphäre vor. Die Tab. 4-1 gibt einen Überblick über die Verteilung des gesamten Wasservorrates der Erde von rund 1,39 Mrd. km3.

Peter Fritsch

Kapitel 7. Wasserspeicherung

Für die Wasserspeicherung waren bis 1998 ausschließlich die vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im damaligen Fachausschuss „Wasserbehälter“ entwickelten folgenden Arbeits- und Merkblätter ausschlaggebend.

Gerhard Merkl

Kapitel 5. Wasseraufbereitung

Wasser ist die flüssige Form der Verbindung H2O. Ein Raumteil Wasser besteht aus zwei Raumteilen Wasserstoff (H) und einem Raumteil Sauerstoff (O). 100 Massenteile des chemisch reinen Wassers setzen sich aus 11,09 Massenteilen Wasserstoff und 88,01 Massenteilen Sauerstoff zusammen. Wasser zeigt im Vergleich zu anderen Flüssigkeiten eine Reihe auffallender Eigenschaften, wie z. B. ein Dichtemaximum bei 4 °C, die unter anderem im Bau des Wassermoleküls begründet sind.

Burkhard Wricke

Kapitel 2. Wasserabgabe und Wasserbedarf

Die Struktur der öffentlichen Wasserversorgung in Deutschland lässt sich anhand der Ergebnisse aus der Umweltstatistik veranschaulichen (Abb. 2-1). Die dargestellten Zahlen sind in der Fachserie 19 des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht [1]. Hier ist der Weg des Wassers von der Gewinnung bis zum Letztverbraucher erfasst (alle Zahlenangaben in Mio. m3).

Winfried Hoch

Kapitel 8. Wasserverteilung

Hauptbestandteile des Systems zur Wasserverteilung sind die Rohrleitungen. Sie werden entsprechend ihrem Zweck wie folgt unterschieden.

Joachim Rautenberg

Kapitel 9. Prozessüberwachung und -steuerung

Wasserversorgungsanlagen sollen nicht nur der Versorgung der Bevölkerung mit ausreichendem und gesundem Trink- sowie Brauchwasser dienen, sondern auch der Brandbekämpfung und damit dem Erhalt von Volksvermögen. Dabei ist zu beachten, dass die öffentliche Trinkwasserversorgung der Daseinsvorsorge dient und die Löschwasserversorgung im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung zu Feuerwehr und Katastrophenschutz gehört. Die beiden kommunalen Aufgaben stellen dabei keine Einheit dar, sondern sind rechtlich strikt zu trennen.

Winfried Hoch

Kapitel 12. Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Motorsport

Umweltschutz und Motorsport haben eine unnütze Episode der Konfrontationen durchlaufen und sich nicht sehr bereitwillig aufeinander zu bewegt. Viel Zeit wurde vertan, die gegenseitigen Unterstellungen abzubauen, die Bereitschaft zum Zuhören und zur Kooperation zu entwickeln. Anfänge zur Integration des Umweltschutzes in den Motorsport reichen bis in die siebziger Jahre zurück; dabei wurden zahlreiche Einzelmaßnahmen unspektakulär oder gleichsam hinter den Kulissen eingeführt. Es macht heute wenig Sinn, im Rückblick mit Schuldzuweisungen und weiteren Vorwürfen zu arbeiten; es war so gekommen und alle Beteiligten haben daraus gelernt. Im Motorsport hat es schon immer Verantwortliche gegeben, die den Umweltschutz als selbstverständlich angesehen haben und viele Maßnahmen mit dem „gesunden Menschenverstand“ in die Wege geleitet haben. Das begann bei der Abfallreduzierung durch Mehrweggeschirr, beim im Eintrittsticket integrierten Bus- und Bahn-Fahrschein, beim Ölsammelbehälter im Fahrerlager und endete nicht mit der strengen Lärmschutzvorschrift oder der Katalysatorpflicht.

Karl-Friedrich Ziegahn

Kapitel 8. Vergleich zwischen Echtlebens- und Computerspielen

Im vorherigen Kapitel wurden die Funktionen des Spielens allgemein beschrieben, ungeachtet dessen, ob es sich um Echtlebensspiele (real life games) oder Computerspiele (video games) handelt.In diesem Kapitel wird darauf aufbauend auf die Unterschiede zwischen dem freien Spiel und Computerspiele hinsichtlich ihres Nutzens eingegangen. Es wird aufgezeigt, dass beide Formen des Spielens jeweils unterschiedliche Anwendungszwecke erfüllen. Bei Computerspielen entscheiden das Alter der Konsumenten, die täglich verbrachte Konsumdauer und das Genre, ob sie sich positiv oder negativ auswirken.

Tobias C. Breiner

Kapitel 3. Instrumente, Methoden und Konventionen

In Kap. 1 wurden die bekannten Ursachen für den Klimawandel und seine voraussichtlich zu erwartenden Auswirkungen beschrieben. Danach wissen wir: Der Klimawandel ist bereits eingetreten.

Ulrich Ranke

Kapitel 4. Konferenzen

In diesem Kapitel wird eine Reihe an wichtigen Umwelt- und Klimakonferenzen, Übereinkommen und Konventionen vorgestellt. Die Fülle der Konferenzen machte es nötig, eine Auswahl zu treffen, die naturgemäß „subjektiv“ ausfällt. Die Konferenzen werden auf der Basis der von den Vereinten Nationen offiziell herausgegeben Dokumente referiert, ohne kommentiert oder bewertet zu werden.

Ulrich Ranke

Kapitel 1. Klima: Phänomene – Ursachen – Auswirkungen

Überschwemmungen in Bangladesch und Indien, langanhaltende Dürren im Mittleren Westen der USA, Starkregenfälle in den Alpen oder Sturmereignisse im Südwesten Deutschlands sind heute Teil der täglichen Nachrichten in Fernsehen, Radio und den Printmedien. Wir werden Zeugen, dass solche Klimakatastrophen immer häufiger auftreten, sie in ihren Auswirkungen immer stärker werden und immer mehr Menschen weltweit davon betroffen sind. Noch ist das Gros der Menschheit eher Zeuge als Betroffener, doch es mehren sich die Zeichen, dass in Zukunft auch Menschen von dem sich ändernden Klima betroffen sein werden, die sich bis heute in einem sicheren Lebensraum glauben.

Ulrich Ranke

10. Lösungen

Neben dem Lösevorgang selbst und der Temperaturabhängigkeit der Löslichkeit behandelt das Kapitel auch die Löslichkeit von Feststoffen und Flüssigkeiten im Bezug zum Einsatzgeschehen. Reaktionen, die zu Ausfällungen oder zur Gasentwicklung führen werden betrachtet. Daneben finden Konzentrationsangaben wie z. B. Massenanteil, Volumenanteil, Massenkonzentration, Volumenkonzentration und Stoffmengenkonzentration, aber auch ppm- und ppt-Angaben Berücksichtigung.

Torsten Schmiermund

51. Gifte

Grundlegende Aussagen zu Giften und deren Einstufung nach Transport- und Umgangsrecht sind Inhalt dieses Kapitels.

Torsten Schmiermund

41. Löschen

Nach einem Überblick über die verschiedenen Löschverfahren (Abkühlen, Ersticken, Reaktionshemmung) und der chemisch-physikalischen Erklärung dieser Löschverfahren schließt sich eine Übersicht über Löschmittel und deren Anwendungsgebiete und –grenzen an.

Torsten Schmiermund

Ergebnisse und Interpretation: Strukturanalyse von Ligen in Individualsportarten

Aufbauend auf den Forschungserkenntnissen zur Steuerung von sportlichen Wettbewerben mittels Anreizen (Kapitel 2) sowie der Anreiz-Beitrags-Theorie (Kapitel 3) werden nachfolgend die Ergebnisse der Strukturanalyse von Ligen in Individualsportarten vorgestellt. Hierbei werden die Einrichtung und Ausgestaltung der Individualsportligen erforscht und damit grundlegende Informationen über das Phänomen gewonnen. Ziel dessen ist es, zum einen zentrale Charakteristika und Besonderheiten der Individualsportligen zu identifizieren.

Timo Zimmermann

Kontext

Neben den Auswirkungen von Baumaßnahmen auf die lokale Lebensumgebung und Umwelt sind somit für eine fundierte Einschätzung ihrer Nachhaltigkeit auch die globalen Einflüsse in Rechnung zu stellen, beispielsweise der Beitrag ihrer Herstellung zur Erderwärmung.

José Luis Moro

Der liberale Frieden als Paradigma europäischer Politik: Trägt die EU zu einer globalen Friedensordnung bei?

Die internationale Politik der Europäischen Union (EU) verstand sich traditionell als Ergänzung zur transatlantischen Sicherheitspartnerschaft und teilte mit dieser wesentliche normative Grundlagen, die mit dem Konzept des „liberalen Friedens“ umschrieben werden können. Dabei setzte die EU in der Vergangenheit weniger auf militärische Stärke als auf wirtschaftliche Kooperation und Soft Power bis hin zu Vermittlungsaktivitäten in Krisenregionen innerhalb und außerhalb Europas. Zudem agierte sie im Verbund mit anderen internationalen Organisationen, zum Beispiel der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und dem Europarat.

Martina Fischer

6. Nutzung und Inszenierung natürlicher Ressourcen im Gesundheitstourismus

Erlebnis ist im Tourismus zum Buzzword geworden: Kaum eine Publikation zu aktuellen Entwicklungen im touristischen Feld, die nicht auf die Bedeutung touristischer Erlebnisse Bezug nimmt. Und auch im durchaus lebhaft geführten Diskurs ist Erlebnis ein dankbares Thema. Gerade wenn Erlebnis mit dem Begriff der Inszenierung verknüpft wird, erregt es zunehmend die Gemüter, da der Begriff der Erlebnisinszenierung immer auch Bilder von Künstlichkeit, theatralischer Planung bis hin zu absichtsvoller Täuschung evoziert.

Georg Christian Steckenbauer, Renate Weisböck-Erdheim, Stephanie Tischler, Christina Pichler, Arnulf Josef Hartl

Kapitel 5. § 5 Begriffsbestimmungen

§ 5 LTranspG definiert zentrale, im Landestransparenzgesetz Rheinland-Pfanz verwendete Begriffe.

Dirk Müllmann

Kapitel 4. Die Persönlichkeitsanalyse ID37

Die Persönlichkeitsanalyse ID37 ist ein in der Zusammenarbeit mit der Universität Luxemburg entwickeltes psychologisches Modell und Testverfahren. Wissenschaftlichkeit, Durchführung und Auswertung werden erklärt. ID37 beschreibt die individuelle Persönlichkeit differenziert auf Basis von 16 Lebensmotiven. Das Verfahren nähert sich der Komplexität des Menschen auf praktische Art und Weise, indem es wissenschaftlich fundiert Lebenspräferenzen und Entwicklungspotenziale aufzeigt und Verhaltensmuster erklärt. Die 16 Lebensmotive sind: NEUGIER, SOZIALE ANERKENNUNG, EINFLUSS, STATUS, BESITZEN, AUTONOMIE, SOZIALKONTAKTE, PRINZIPIEN, SOZIALES ENGAGEMENT, STRUKTUR, SICHERHEIT, REVANCHE, BEWEGUNG, ESSENSGENUSS, FAMILIE, SINNLICHKEIT. Es wird erläutert, wie unterschiedliche Motive sowie die individuelle Lebenssituation zusammenspielen. Darüber hinaus wird diskutiert, ob sich aus bestimmten Motivausprägungen besondere Eigenschaften wie Kreativität, Mut oder Resilienz ableiten lassen.

Thomas Staller, Cornelia Kirschke

S

Element der Lanthanidenserie bzw. Seltenerdmetalle ([Xe]4f66s2, OZ = 62, AM = 150,36 gmol−1, IE = 5,63 eV), s. Abb. 77. In der Natur kommt es wie alle Seltenen Erden nicht gediegen vor, sondern nur in Mineralien. In seiner metallischen Form wird es mit Cobalt zu SmCo5 oder Sm2Co17 legiert, die zu den stärksten magnetischen Materialien gehören. In der Lichttechnik wird Samarium nur selten eingesetzt: So wird es als Markierung oder als Sensibilisator in infrarot emittierenden Materialien verwendet. Mit Ce3+ dotierte Calciumfluorid-Einkristalle werden als Verstärkermedium in Lasern und Masern benutzt (Abb. 77).

Thomas Jüstel, Sebastian Schwung

Zur Fortentwicklung der Strategiebildung durch Strategische Vorausschau

Das Beispiel Storytelling

Es wird die These vertreten, dass Strategische Vorausschau (Foresight) die Fortsetzung der Strategiebildung mit anderen Mitteln ist. Diese Mittel sind Imaginationskraft, Phantasie und Kreativität. In der Praxis orientiert sich die Strategiebildung indessen noch am Modell der Planung bzw. der strategischen Planung (Langfristplanung). Empfohlen wird daher eine „Foresight-basierte Strategiebildung“: Die Praxis der strategischen Planung soll fortentwickelt werden zu einem Modell, das den Gebrauch kreativer Methoden der Strategischen Vorausschau einschließt. Abschließend wird das Potenzial der Erzählmethode (Storytelling/Narrative Foresight) am Beispiel des Klimawandels und der Arktis-Politik erprobt.

Norbert Reez

5. Kraftwerkskomponenten

Die grundlegenden Aspekte von Hauptkomponenten eines Gasturbinenkraftwerkes werde in diesem Kapitel behandelt. Neben der Gasturbine selbst, die in anderen Kapiteln intensiv erörtert wird, sind dies: Turbogenerator, Wellenkupplungen, Getriebe und Wärmeabfuhrsysteme.Bei GuD-Anlagen kommen noch Dampfturbine, Abgasstrecke und Abhitzedampferzeuger hinzu.

Frank Rossig, Thomas Deeg, Dr.-Ing. Hans-Gerd Brummel, Prof. Dr.-Ing. Andreas Feldmüller, Georg Haberberger, Dieter Blanck, Joachim Böer, Dr.-Ing. Klaus Sedlazek

Die Public Relations der Presse

Nach herkömmlichem Verständnis ist „PR“ die geplante Kommunikation von Unternehmen, Parteien, Kirchen und anderen Organisationen mit „der Presse“ als dem wichtigsten Medium, um bestimmbare Teile der Öffentlichkeit zu erreichen. Die Presse sieht sich folglich – ebenfalls herkömmlicherweise – als Widerpart der PR. Journalisten wollen nicht „instrumentalisiert“ werden und müssen doch oft genug im Nachhinein feststellen, dass sie es wurden. Manchmal haben sie sogar zähneknirschend zur Kenntnis zu nehmen, dass sich irgendjemand dieser Instrumentalisierung rühmt, um als erfolgreicher PR-Mann zu gelten.

Horst Avenarius, Günter Bentele

8. Biogas

Eine Biogasanlage dient zur Erzeugung von Biogas aus Biomasse. Als Nebenprodukt wird Dünger produziert. In vielen Fällen wird das entstandene Gas zur Strom- und Wärmeerzeugung mittels Gasmotoren genutzt, man spricht von Kraft-Wärme-Koppelung (KWK) und Blockheizkraftwerken (BHKW).Es werden verschiedene Rohstoffe, z. B. Bioabfall, Gülle, Klärschlamm, Fette oder Pflanzen in einen luftdicht verschlossenen Fermenter (Bioreaktor) eingebracht. Dort entsteht durch anaerobe Gär- oder Fäulnisprozesse das Biogas, das je nach Ausgangsstoff aus 40–75 % Methan, 25–55 % Kohlendioxid, bis zu 10 % Wasserdampf sowie darüber hinaus aus geringen Anteilen Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Ammoniak (Harnstoff) und Schwefelwasserstoff $$\mathrm{H_{2}S}$$ besteht.Anschaulich gesprochen ist die Biogasanlage eine technische Verlängerung des Enddarms. Bakterien (Anaeroben), die im Darm die Nahrung zerlegen, werden bei körperspezifischen Temperaturen (30…40  $${}^{\circ}\text{C}$$ ) so gehalten, dass eine optimale Stoffumsetzung erfolgen kann.Die Verfahren und Bakterientypen sind auch aus der Abwasseraufbereitung bekannt:

Holger Watter, Prof. Dr.-Ing. Holger Watter

5. Wasserkraft

Die Energiepotentiale aus Wasserkraft sind räumlich sehr unterschiedlich ausgeprägt. Hier kommen Wellen-, Meeres-, Gezeiten-, Fluss- und Speicherkraftwerke zur Anwendung. Grundlagen, Begrifflichkeiten und Leistungspotentiale werden nachfolgend ausführlich erörtert. Zum besseren Verständnis sollen zunächst die wichtigsten Grundlagen aus der Strömungslehre wiedergegeben werden.

Holger Watter, Prof. Dr.-Ing. Holger Watter

1. Land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, Tiere, Futtermittel

Die größten Mengen von Agrarprodukten wie Weizen, Grobkorn, Reis, Ölsaaten oder Zucker werden als Massengut – im Bulk – transportiert. Daraus leitet sich der aus dem Englischen entlehnte, inzwischen weit gebräuchliche Begriff des Bulkcarriers ab. Große Sorgfalt erfordert der Transport von Früchten, Fleisch und Fisch in speziellen Kühl- oder Kühlcontainerschiffen. Eine der größten, unter dem Namen Great White Fleet im Bananentransport tätigen Reedereien, Chiquita Brands, verschifft auf Liniendiensten von Mittel- nach Nordamerika und Europa Bananen. Wichtiges Exportland von in Containern verschifften Apfelsinen, anderem Obst und Gemüse ist Südafrika, Fleisch wird ebenfalls in Kühlcontainern vor allem aus Südamerika verschifft, Fisch tiefgefroren aus der Alaska-Region. Beim Transport von Säften, Alkohohl und Wasser kommen speziell entworfene Tankschiffe zum Einsatz. Einen noch größeren technologischen Aufwand erfordern Schiffskonstruktionen für die Beförderung von Vieh und Lebendfischen.

Ralf Witthohn

Bewertung von Tankstellen

In dem Beitrag werden aus immobilienwirtschaftlicher Sicht die zur Ermittlung des Verkehrswertes (Marktwertes) gem. §194BauGB relevanten Rahmenbedingungen des Marktes und des Wettbewerbsumfeldes wie beispielsweise Bestandsentwicklung, Marktanteile, Geschäftsfelder usw. von Tankstellen dargestellt und erläutert. Die Ausarbeitung mündet auf Basis von Kennzahlen in in einer beispielhaften Bewertung eines Tankstellengrundstücks. Nicht behandelt werden in diesem Beitrag Fragestellungen zu Rastanlagen an Autobahnen, sogenannten Nebenbetrieben oder zu Autohöfen.

Klaus Wagner

4. Wärme – und Kälteversorgungsanlagen

Nach den Grundlagen der Berechnung des Wärmeüberganges (Heizlast und Kühllast) werden Wärme- und Kälteversorgungsanlagen, aufgeteilt nach Erzeugung und Verteilung, erläutert. Unterschieden wird nach Energieträger (Erzeugung) und Einsatz von regenerativer Energie. Viele Einzelheiten der Erzeugungssysteme bis hin zu baukonstruktiven Hinweisen (z. B. Abgasanlagen) mit Verweisen auf Normen und Gesetze werden aufgeführt. Ganzheitliche Versorgungskonzepte mit integrierten Wärme- Kälteanlagen oder auch Kraft-Wärme- und Kälte-Kopplungen werden mit zahlreichen Beispielen dargestellt. Wärme- und Kälteverteilungsanlagen in Räumen werden als wesentliches Merkmal der empfundenen thermischen Qualität mit Auslegungshinweisen und Beispielen vorgestellt.

Dirk Bohne
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