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19-06-2019 | Gewässerschutz | Kommentar | Article

Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie voranbringen

Author:
Dipl.-Ing. Markus Porth

Die Vorbereitungen für den 3. Bewirtschaftungszyklus der Wasserrahmenrichtlinie laufen. Markus Porth fordert dennoch engagiert bei der Umsetzung der bisher identifizierten Maßnahmen zu bleiben.

Die Vorbereitungen zur Aktualisierung der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme für den 3. Bewirtschaftungszyklus 2021 – 2027 der Wasserrahmenrichtlinie zeigen sich deutlich. Zwischen all den Abstimmungen, Priorisierungen, Diskussionen über die Monitoringergebnisse und deren Bewertung für die Maßnahmen im 3. Bewirtschaftungszyklus darf aber eines nicht nachlassen: Die Umsetzung der für den 2. Bewirtschaftungszyklus 2015 – 2021 identifizierten Maßnahmen. Hier wird zunehmend Kreativität gefragt. Die bisher noch nicht angegangenen Maßnahmen werden so langsam notleidend. Noch ist unklar, wie es mit der WRRL nach Ende des 3. Bewirtschaftungszyklus weitergehen wird, so dass bei der Planung von dem Erreichen der Ziele der WRRL, dem guten ökologischen Zustand für Fließgewässer, bzw. dem guten ökologischen Potenzial für stark veränderte Wasserkörper ausgegangen werden sollte. Die Anstrengungen dürfen daher nicht nachlassen. Das bisher Erreichte soll hier Auftrag und Verpflichtung für alle Umsetzungsebenen zugleich sein, auch wenn noch viel zu tun ist.

Editor's recommendation

01-06-2019

Wasser und Abfall 6/2019


Die Juni-Ausgabe von WASSER UND ABFALL greift dieses Thema auf. Im Beitrag zur Förderung konzeptioneller Förderung zur nachhaltigen Entwicklung von Gewässer in Mecklenburg-Vorpommern greifen die Autoren die Unterstützung eines Vorgehens auf, das die Umsetzbarkeit identifizierter Maßnahmen und die Abschichtung von Hemmnissen für deren Umsetzung ermöglicht. Die Maßnahmenträger werden so unterstützt.

Den integrativen Ansatz der WRRL im Blick

Mit dem Bericht über ein Sedimentkataster als Wissensbasis, ein auf Maßnahmen abzielendes Sedimentmanagementkonzept nebst zugehörendem Sedimentmonitoring wird ein Vorgehen vorgestellt, das den integrativen Ansatz der WRRL mit im Blick hat. Dieser Ansatz tritt nun langsam hervor, denn Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur interagieren auch mit der auf die Gewässerqualität, nicht alleine nur auf die aquatische Fauna oder Flora. Die Vorbereitungen für den 3. Bewirtschaftungszyklus werden hier anspruchsvoller.

Auch die Umsetzung von klar identifizierten Maßnahmen ist nicht einfach. Am Beispiel eines fachlich gut begründeten grünen Hochwasserbeckens, bei dem sich im Vorfeld der Umsetzung verfestigte Meinungen dafür bzw. dagegen bis hin zur Gründung von Bürgerinitiativen für beide Thesen entwickelt haben, wird gezeigt, wie durch gestaltende Kommunikation ein Vorankommen möglich wird. Wer ein Querbauwerk am Gewässer entfernen lassen will, um die Durchgängigkeit wieder herzustellen, kann hier einige Impulse erhalten.

Identifizierte Maßnahmen engagiert umsetzen

Planen wir nicht nur den nächsten Bewirtschaftungszyklus, sondern bleiben wir engagiert bei der Umsetzung der bisher identifizierten Maßnahmen. Nicht nur wegen dem Erreichen der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie. Man frage einmal kommunale Mandatsträger, wenn eine Maßnahme umgesetzt wurde und dann in der lokalen Öffentlichkeit positiv angenommen wurde. Es lohnt sich.

Dieses Editorial ist in Ausgabe 6/2019 der Fachzeitschrift WASSER UND ABFALL erschienen.

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