Sparda Bank West will Geschäft deutlich ausbauen
- 16-03-2026
- Gewinn- und Verlustrechnung
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Mehr und vor allem junge Kunden will die Sparda Bank West 2026 gewinnen - auch dank einer Kampagne in den sozialen Medien. Auch das Baufinanzierungsgeschäft soll wachsen. 2025 hat der Wechsel des Rechenzentrums für Mehrkosten gesorgt.
Der Verwaltungsaufwand der Sparda Bank West kletterte 2025 aufgrund der IT-Umstellung deutlich auf über 195,2 Millionen Euro.
Thomas Francois / Fotolia
Die Sparda Bank West startet mit einem ambitionierten Ausblick in das Geschäftsjahr 2026, obwohl das Institut trotz des IT-Wechsels bereits 2025 nach vorläufigen Zahlen deutlich gewachsen ist: Mindestens 10.000 neue Girokunden will das Institut in den kommenden Wochen und Monaten gewinnen. Dabei stehen vor allem junge Menschen im Fokus. Im Baufinanzierungsgeschäft strebt das Haus zudem ein Neugeschäftsvolumen von etwa einer Milliarde Euro an. Positiv stimmten Kauf- und Anschlussfinanzierungen sowie Modernisierungs- und Sanierungsvorhaben. Zudem soll die Einlagenbasis weiter ausgebaut werden. Das starke Ergebnis des vergangenen Jahres und die robuste Kapitalausstattung mit einer harten Kernkapitalquote von 20,3 Prozent sind laut Bank eine belastbare Grundlage.
Bilanzsumme steigt 2026 um 7,0 Prozent
Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte das Geldhaus die Bilanzsumme um 7,0 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro. Damit zählt das Institut nach eigenen Angaben zu den zehn größten Genossenschaftsbanken im Land. Ein Plus gab es auch bei den Kundeneinlagen, die vor allem aufgrund kurzfristiger Einlagen um 7,7 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro kletterten. Bei den Kundenkrediten wuchs der Bestand um 3,3 Prozent auf rund 7,5 Milliarden Euro an. Größter Treiber waren Baufinanzierungen mit einem Neugeschäft von 937 Millionen Euro.
Das Zinsergebnis zum Ultimo gibt das Institut mit 188,2 Millionen Euro an - 18,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Vorstandsvorsitzender Andreas Lösing nennt "das ausgewogene Kredit- und Einlagengeschäft" der Bank mit einer "gezielten Anpassung der Konditionen an die Marktbedingungen" als wichtigen Grund für dieses Plus. Der Provisionsüberschuss sank hingegen um 2,5 Prozent auf 49,0 Millionen Euro. Vor allem das "sehr gute Ergebnis aus der Kooperation mit Union Investment" stimmt den Vorstandschef "zuversichtlich". Hier sind die Provisionen auf den Rekordwert von 27,8 Millionen Euro angestiegen - ein Plus von 11,2 Prozent.
Neues Rechenzentrum "technische Revolution"
Für Lösing stellen der Wechsel des Rechenzentrums und die gleichzeitige technische Zusammenführung von vier zu nur noch einer Bankleitzahl "eine echte technische Revolution" dar, auch wenn 2025 durch das IT-Projekt ein sehr anspruchsvolles Geschäftsjahr war. Lösing hob das Engagement der Mitarbeitenden bei diesem Vorhaben besonders hervor.
Bundesweite Markenkampagne soll junge Menschen ansprechen
Angehen will die Bank im laufenden Jahr Herausforderungen etwa bei den Mitglieder- und Kundenzahlen, die 2025 erneut zurückgingen, wenn auch "deutlich moderater als in den Vorjahren". Ende 2025 zählte die Genossenschaft 505.986 Mitglieder, ein Minus von 1,4 Prozent, und 621.513 Kunden, das sind ein Prozent weniger als 2024. Die Entwicklung umkehren soll unter anderem die bundesweite Markenkampagne unter dem Motto "da, wenn's zählt", die aktuell auf vielen Fernseh- und Social-Media-Kanälen laufe. "Alle elf Sparda Banken präsentieren sich dort in einer bundesweiten Markenkampagne als verlässlicher Begleiter in allen finanziellen Lebenslagen", teilt das Institut mit.
IT-Umstellung sorgt für steigende Verwaltungskosten
Der Verwaltungsaufwand, der im vergangenen Geschäftsjahr um 13,9 Prozent auf 195,2 Millionen Euro zugelegt hatte, steht laut Institut "im unmittelbaren Zusammenhang mit der IT-Umstellung und war im Rahmen dieses Transformationsjahres eingeplant", heißt es weiter. Das Projekt habe den Sachaufwand um 14,7 Prozent auf 120,8 Millionen Euro wachsen lassen. Der Personalaufwand nahm um 12,6 Prozent auf 74,4 Millionen Euro zu. Tarifliche Anpassungen, Pensionsrückstellungen sowie Sonderzahlungen gibt die Sparda Bank West als wesentliche Treiber an. "Gerade diese IT-Investitionen tragen dazu bei, unsere Kosten langfristig stabil zu halten", erläutert Lösing.
Dividende von 4,0 Prozent geplant
Trotz der Belastungen ermögliche das Gesamtergebnis eine attraktive Dividende von 4,0 Prozent für die Mitglieder: Das Teilbetriebsergebnis - definiert als Zinsergebnis plus Provisionsergebnis abzüglich Verwaltungsaufwand - erhöhte sich um 8,9 Prozent auf 37,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 17,6 Prozent auf 47,8 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss kletterte um 12,9 Prozent auf 15,2 Millionen Euro. Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung im Juni würden insgesamt 12,4 Millionen Euro an die Mitglieder ausgeschüttet.