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About this book

Dieses Buch gibt eine umfassende Einführung in die Wirtschaftspolitik im Sinne einer Gestaltung der nationalen bzw. internationalen Wirtschaftsordnung und Auseinandersetzung mit den Problemen offener Volkswirtschaften. Nach den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre und insbesondere der Makroökonomik werden Konzepte und Instrumente der Wirtschaftspolitik vorgestellt. Das Buch erläutert Marktformen, Marktversagen und Wettbewerbspolitik und vermittelt die besonderen wirtschaftspolitischen Anforderungen durch Integration und Globalisierung. Zu den behandelten Themen gehören auch neuere theoretische Ansätze, wirtschaftspolitische Entscheidungsprozesse, Aspekte der neuen politischen Ökonomie sowie Internationale Organisationen. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Übersichten vermitteln die modernen Grundlagen und internationalen Entwicklungen der Wirtschaftspolitik einschließlich Fragen der Globalisierung und EU-Integration sowie ausgewählter Probleme der Systemtransformation.

Table of Contents

Frontmatter

Kapitel A.. Grundlagen der Volkswirtschaftslehre

Auszug
Unternehmen und Arbeitnehmer sind auf Märkten aktiv, die von nationalen und internationalen Impulsen beeinflusst werden: Die Konjunkturentwicklung (z.B. Rezession vs. Boom) im nationalen und im ausländischen Markt ist zu beachten und auch veränderte Preise und Preiserwartungen auf Güter- und Finanzmärkten haben einen Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen. Wer erfolgreich handeln will, sollte wichtige Einflussfaktoren des Marktgeschehens und eigene daraus erwachsende Handlungsoptionen erkennen können. Politiker wollen die wirtschaftliche Entwicklung gestalten, Fehlentwicklungen vermeiden und Wahlen bzw. Macht gewinnen; und in der internationalen Standortkonkurrenz mittel und langfristig bestehen. Es ist für das Verständnis vieler wirtschaftlicher und politischer Probleme in einer Region, einem Land und in der Weltwirtschaft insgesamt von großem Nutzen, wenn man die Gesetzmäßigkeiten des Wirtschaftslebens und die Handlungsmotive bzw. -muster der Politik nachvollziehen kann, ggf. auch Prognosen bzw. neue Informationen sinnvoll aufzunehmen vermag. Die Volkswirtschaftslehre stellt allgemeine Erkenntnis-, Untersuchungs- und Prognosemethoden für wirtschaftliche Vorgänge auf sektoraler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene dar. Die Volkswirtschaftslehre ist damit für Akteure, die sich erfolgreich wirtschaftlich entfalten möchten, ein wertvolles Mittel für Analyse und Prognose. Unerlässlich ist die volkswirtschaftliche Analyse auch für rationale Wirtschaftspolitik. Hier ergeben sich auch Ansatzpunkte für ökonomische Aufholprozesse — oder Abstiegsprozesse von Ländern.

Kapitel B.. Makroökonomische Analyse

Auszug
In der Makroökonomik werden gesamtwirtschaftliche Entwicklungen bzw. Probleme dargestellt und untersucht. Es geht um Konjunkturschwankungen, Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit und andere Phänomene. In der makroökonomischen Betrachtung werden vereinfachend einzelne Märkte gedanklich zu einem gesamtwirtschaftlichen Markt zusammengefasst („aggregiert“). Dadurch entsteht ein vergröbertes Bild der Realität. Aber für wichtige wirtschaftspolitische Fragestellungen sind makroökonomische Analysen unbedingt notwendig. Auch mit Blick auf die Interessen von Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften sind gesamtwirtschaftliche Entwicklungen bzw. Daten von großer Bedeutung.

Kapitel C.. Probleme der Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsordnung

Auszug
Die Probleme der praktischen Wirtschaftspolitik sind sehr vielfältig: hohe Arbeitslosigkeit, Inflation, Zahlungsbilanzkrisen, internationale Subventionswettläufe, Protektionismus, öffentliche Verschwendung und Bürokratisierung, soziale Ungerechtigkeit, Umweltverschmutzung, Wohnungsleerstand bei gleichzeitigem Nachfrageüberhang auf dem Wohnungsmarkt und anderes mehr. Die Wirtschaftswissenschaften bieten zur Analyse der genannten Fragen eine Reihe von theoretischen Konzepten an. Methodisch kann man mikroökonomische Erklärungsansätze, die Einzelunternehmen oder repräsentative Haushalte betrachten, sowie makroökonomische Ansätze mit einer gesamtwirtschaftlichen Perspektive unterscheiden. Dem methodologischen Individualismus zufolge ist jede Entscheidung in Institutionen auf der Basis individuellen Verhaltens zu erklären. Dabei kann durchaus berücksichtigt werden, dass durch Traditionen, Konventionen oder Institutionen einerseits und andererseits durch materielle Beschränkungen (Budgetbeschränkung; begrenzter Zugriff auf Naturressourcen, Zeitlimit) individuelle Optimierungskalküle unter sehr einschränkenden Nebenbedingungen stattfinden. Wenn man in der Regel in der Ökonomie annimmt, dass Wirtschaftssubjekte nach dem höchstmöglichen Nutzen streben, so versucht zwar jeder durch eigene Aktion das Beste für sich zu erreichen. Doch jede Eigenentscheidung wird durch Entscheidungen anderer beeinflusst, wo sich Wirtschaftssubjekte auch an Erwartungen und Verhaltensweisen anderer orientieren. Parallel zu beobachtbarer Gleichförmigkeit von Verhaltensmustern von Gruppen gibt es aber auch ein breites Differenzierungsbedürfnis und ein hohes Maß an Individualität in modernen Industriegesellschaften.

Kapitel D.. Konzeptionen der Wirtschaftspolitik

Auszug
Eine wirtschaftspolitische Konzeption bezeichnet ein System konsistenter Ziele, Grundsätze, Strategien und Mittel zur durchdachten und gezielten Beeinflussung der Wirtschaft. Mit einer solchen Konzeption soll dem Postulat rationaler Wirtschaftspolitik Genüge getan werden.

Kapitel E.. Funktionsweise von Märkten und Marktversagen

Auszug
Die Ökonomik beschäftigt sich mit dem Problem der Knappheit, also dem Spannungsverhältnis zwischen menschlichen Bedürfnissen und den zur deren Befriedigung notwendigen Gütern und Dienstleistungen sowie Vermögensobjekten in einer sich wandelnden Umwelt. Wirtschaftspolitik kann zur Knappheitsminderung und erfolgreichen Vermögensanlage Wesentliches beitragen, nämlich die Voraussetzung für wettbewerbliches Handeln und verlässliche Kooperation im Wirtschaftsleben schaffen. Dies erfolgt, indem der Staat Rahmenbedingungen für arbeitsteiliges produktives Wirtschaften schafft, indem er zur Wertschöpfung durch Staatsunternehmen beiträgt, indem er in den laufenden Wirtschaftsprozess auf den Gütermärkten eingreift (z.B. durch Steuer- und Staatausgabenpolitik oder Geldpolitik) und indem staatliche Regulierungen der Finanzmärkte und der Märkte für Realaktiva (Aktien, Boden etc.) so vorgenommen werden, dass eine von Risiken relativ freie Vermögensanlage möglich wird.

Kapitel F.. Wettbewerbspolitik

Auszug
Wettbewerb bedeutet für die Nachfrageseite die Möglichkeit, unter Alternativen auszuwählen, für die Anbieterseite, dass Unternehmen um die Kaufkraft der Kunden werben müssen. Wettbewerb wird seitens der Individuen und der Öffentlichkeit regelmäßig bejaht, wenn es um den Auswahl-Aspekt der Nachfragerseite geht: Wahl zwischen Alternativen verheißt Informations- und Entscheidungsfreiheit. Obwohl die Nachfrager als private Haushalte individuell ein Fliegengewicht gegenüber der ökonomischen Macht eines einzelnen (Groß-)Unternehmens darstellen, ist der Spielraum für Produzentenwillkür — z.B. Nichtbelieferung trotz Kaufvertrags oder vertragswidrige Preiserhöhung — dank des Wettbewerbs und eines funktionsfähigen Rechtssystems zur Durchsetzung von Verträgen gering. Unbequem und daher weniger populär ist Wettbewerb im Sinne einer Konkurrenz unter den Anbietern, denn für Unternehmen bedeutet Wettbewerb Zwang zur Anpassung und Unsicherheit bei der Rentabilität von Investitionsprojekten und bei der Zahl wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze. Positiv gesehen bedeutet Wettbewerb die Chance zu unternehmerischer kreativer Entfaltung, wobei es Gewinnchancen bzw. Vermögenszuwachschancen für die Eigentümer des Produktivvermögens gibt; allerdings droht auch das Risiko von Verlusten. Furcht vor möglichen Verlusten ist daher ein wichtiger Antrieb für Wettbewerbsbeschränkungen durch Kartellbildung oder Fusionen.

G.. Wirtschaftliche Integration und Globalisierung

Auszug
Unter internationaler Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens versteht man die Fähigkeit, produzierte Güter profitabel auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Aus einzelwirtschaftlicher Sicht kommt es daher darauf an:
  • mehr Güter profitabel zu verkaufen, wozu etwa Prozessinnovationen beitragen können;
  • mehr Produktinnovationen zu lancieren, so dass man ggf. ein größeres Absatzvolumen zu einem höheren Durchschnittspreis realisieren kann
  • die Profitabilität durch einen Ausbau der Marktposition bzw. der Preissetzungsmacht zu steigern.

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