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2024 | OriginalPaper | Chapter

Gute Basisarbeit schaffen

Authors : André Große-Jäger, Franziska Stiegler, Bruno Zwingmann

Published in: Neue Perspektiven auf Basisarbeit

Publisher: Springer Berlin Heidelberg

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Zusammenfassung

„Basisarbeit“ umfasst alle Tätigkeiten, für die es keiner besonderen (oder nur geringer) beruflichen Qualifikation bedarf, sondern eine Einweisung vor Ort („Training on the Job“) genügt. Rund 20 % aller Arbeitnehmenden führen solche Tätigkeiten in ganz unterschiedlichen Berufssegmenten aus. Sie erwirtschaften einen signifikanten Anteil des Bruttoinlandsprodukts und auf ihren Leistungen fußt die Arbeitswelt und die Gesellschaft als Ganzes. Ökonomisch-soziale Unsicherheit, problematische Arbeitsbedingungen sowie ein grundlegender Mangel an Wertschätzung und Anerkennung kennzeichnen häufig ihre gemeinsame Lage. Bedingungen für „gute Basisarbeit“ zu schaffen, stellt eine zentrale arbeits-, sozial- und gesellschaftspolitische Aufgabe dar. Insbesondere schwer belastende Tätigkeiten in der Basisarbeit stellen einen Schwerpunkt im BMAS-Programm „ARBEIT: SICHER + GESUND“ dar.

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Footnotes
1
Begriff und Konzept des „New Work“ wurden von dem austroamerikanischen Sozialphilosophen Fritjof Bergmann in der Mitte der 1970er Jahre entwickelt. Vor dem Hintergrund der umfassenden digitalen Transformation und Globalisierung wurde das Konzept vor allem ab den 1990er Jahren breit rezipiert und aufgegriffen.
 
2
So zum Beispiel mit der Aktion des britischen Reisebürounternehmers Lee McAteer, der seinen Angestellten zuvor schon unbegrenzten Urlaub und weitere ähnlich ungewöhnliche Vergünstigungen gewährt hatte. Seine Philosophie: „Ich bin überzeugt, wenn man seinen Job genießt, muss man keinen Tag im Leben wirklich arbeiten.“ In: Der Spiegel vom 18.05.2017.
 
3
Die Diskussion im angelsächsischen Raum unterscheidet ohne scharfe Grenzziehungen basic-, medium- und high-skilled work.
 
5
Der Begriff „Einfacharbeit“ wird in der Forschung wie folgt definiert: „Beschäftigung mit einfachen Tätigkeiten, die üblicherweise keine Berufsausbildung erfordern.“ Die Bundesagentur für Arbeit nutzt dafür den Begriff „Helferberufe“ (Anforderungsniveau 1).
 
6
Ebenda.
 
7
So strömten ab den 1970er Jahren Arbeiterkinder in großer Zahl an die neuen Universitäten zum Beispiel im Ruhrgebiet.
 
8
Diese Sichtweise ist selbst Ausdruck der Nichtbeachtung, mangelnden Wertschätzung und „Unsichtbarkeit“ von Basisarbeit.
 
9
Für die Basisarbeitenden im Betrieb bleibt vielfach höchstens die gemeinsame Nutzung der Kantine.
 
10
Sie „dienen“ ja oft gerade als Mittel, diese Vereinbarkeit für andere, besser Verdienende möglich zu machen wie bei den Hausangestellten, was gute Vereinbarkeit für sie selbst schwierig macht oder ausschließt.
 
11
Wenn das Haus brennt, ist ein Dialog natürlich schwierig. Im Zusammenhang mit der Gelbwestenbewegung kam es jedenfalls zu keinem längerfristigen und nachhaltigen Dialog und schon gar nicht zu einem Politikwechsel und wirklicher Wahrnehmung dieses Teils der Arbeitsbevölkerung.
 
12
Beim Sturm auf das Kapitol in Washington 2022 zum Beispiel dürften kaum wohlsituierte rechte Politiker selbst dabei gewesen sein.
 
13
Dieser Prozess hat mittlerweile dazu geführt, dass die Pflegehilfskräfte materiell (Pflegemindestlohn) und in ihrer Tätigkeit nach der Anreicherung bzw. Übernahme bisheriger Aufgaben von Fachkräften in der (jedenfalls) strikten Definition nicht mehr zu Basisarbeit gehören.
 
14
Vgl. Interview mit Bundesminister Hubertus Heil in der Bild am Sonntag vom 02.04.2023.
 
15
Eine Leitbelastung stellt nicht nur eine prägende schwere Belastung für die jeweilige Tätigkeit dar. Ihre Beseitigung schafft auch günstige Bedingungen für die Beseitigung vieler anderer Belastungen und weitere Verbesserungen.
 
16
So zum Beispiel das Projekt „Job Option“ des Berliner Senats.
 
17
Andere Basisarbeitende blieben allerdings so unsichtbar wie eh und je oder verloren sogar ihre Arbeit wie in der Gastronomie.
 
Literature
go back to reference Reckwitz A (2016) Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne. Suhrkamp, Frankfurt/Oder Reckwitz A (2016) Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne. Suhrkamp, Frankfurt/Oder
go back to reference Wind T (2020) Wir sind die neuen Sklaven. Projektbericht für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Heidelberg Wind T (2020) Wir sind die neuen Sklaven. Projektbericht für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Heidelberg
Metadata
Title
Gute Basisarbeit schaffen
Authors
André Große-Jäger
Franziska Stiegler
Bruno Zwingmann
Copyright Year
2024
Publisher
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-67920-3_6

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