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Handbuch Unternehmensrestrukturierung

Grundlagen – Konzepte – Maßnahmen

  • 2018
  • Book
  • 2. edition

About this book

Das umfassende Handbuch behandelt alle Aspekte einer erfolgreichen Unternehmenssanierung von den Grundlagen bis zur strategischen Umsetzung. Herausgeber und Autoren aus renommierten Unternehmen und aus der Wissenschaft zeigen, wie Unternehmenskrisen überwunden werden und neue Wachstumsimpulse geschaffen werden können. Sie betrachten bisher gültige Vorgehensweisen im Krisenmanagement im Lichte neuer Trends, sodass veränderte und innovative Ansätze zur erfolgreichen Sanierung führen können. Damit schafft das Handbuch eine umfassende, solide und aktuelle Informationsgrundlage für alle, die nachhaltig mit der Unternehmenssanierung befasst sind.

Table of Contents

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  1. Frontmatter

  2. Grundlagen der Unternehmensrestrukturierung

    1. Frontmatter

    2. Restrukturierung der betrieblichen Unternehmenskrise

      Thomas C. Knecht, Ulrich Hommel, Holger Wohlenberg
      Zusammenfassung
      Rund 26.000 Unternehmen haben 2013 in Deutschland Insolvenz angemeldet. Jedoch spielen sich die meisten Unternehmenskrisen außerhalb der amtlichen Statistik ab, die lediglich die gerichtlichen Insolvenzverfahren erfasst. Da angesichts der zunehmend volatileren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des schärferen Wettbewerbs kein Unternehmen gegen eine krisenhafte Entwicklung gefeit ist, sollten sich Manager rechtzeitig, also auch ohne konkreten Anlass, mit den theoretischen Grundlagen und den Instrumenten der Krisenbewältigung befassen.
      Die Sanierung von Unternehmen vollzieht sich nicht nur in der Schnittmenge zwischen den Disziplinen Rechtswissenschaft und Betriebswirtschaft, sondern auch im Spannungsfeld zwischen strategischer Neuausrichtung und gesetzlicher Insolvenz. In dieser Konstellation erfordert die Lösung einer Unternehmenskrise von allen Beteiligten ein umfassendes Verständnis dieser Problemlage. Voraussetzung dafür sind wesentliche Kenntnisse sanierungsrelevanter ökonomischer und juristischer Erfordernisse sowie der Grundlagen, Methoden und Implikationen eines ganzheitlichen Krisenmanagements. Dieses Wissensfundament zu legen und dabei gleichzeitig einen Bogen zu spannen, der die einzelnen Elemente dieser Publikation zusammenhält, ist der Anspruch dieses Beitrags. Zunächst werden Charakteristika und Erklärungsansätze der Unternehmenskrise geschildert. Darauf aufbauend folgt eine detaillierte Darstellung der Insolvenzverfahrensauslöser. Ein Abschnitt beschäftigt sich mit den wichtigsten Aspekten der Sanierungswürdigkeit und Sanierungsfähigkeit sowie des Stakeholder-Managements. Des Weiteren gibt dieser Beitrag einen Überblick über die Verfahren der gerichtlichen und außergerichtlichen Sanierung, wobei auch auf das ESUG als „hybriden“ Verfahrensansatz eingegangen wird.
    3. Theoretische Ansätze zur Erklärung der Überlebenswahrscheinlichkeit von Unternehmen

      Michael Woywode
      Zusammenfassung
      In der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Literatur sind eine ganze Reihe theoretischer Ansätze zur Erklärung der Überlebenswahrscheinlichkeit von Unternehmen entwickelt worden. In diesem Beitrag werden ausgewählte organisationstheoretische und industrieökonomische Erklärungsansätze des Überlebens von Unternehmen vorgestellt. Neben dem Organizational Ecology-Ansatz, werden auch Entrepreneurship-orientierte Ansätze sowie Random Walk-Ansätze behandelt. [Darüber hinaus wird gezeigt, dass auch marktstrukturelle Bedingungen sowie Lernprozesse auf Seiten des Unternehmers, für die beobachtbaren Austrittsprozesse von Unternehmern aus ihren Märkten verantwortlich sind.]
    4. Gerichtliche und außergerichtliche Verfahrensansätze zur Unternehmensrestrukturierung

      Christoph G. Paulus
      Zusammenfassung
      Das hier zu adressierende Thema zeichnet sich durch eine gewisse Spannung aus: auf der einen Seite ist da die Weite des Betätigungsfeldes durch das Begriffspaar „gerichtlich – außergerichtlich“, auf der anderen die Einschränkung des „strukturierten Verfahrens“. Von dieser Sorte gibt es im deutschen Rechtsraum bekanntlich nur wenige: Sie sind entweder an das Vorhandensein eines vertraglichen Verbundes in Gestalt einer Schuldverschreibung geknüpft oder an die Einleitung eines Insolvenzverfahrens. Weiterungen gibt es zumindest vorerst nur durch die Einbeziehung ausländischer Verfahrenstypen oder die Übernahme sich erst ganz allmählich etablierender Vorgehensweisen wie die Mediation zur Überwindung krisenhafter Szenarien.
    5. Bedeutung des Unternehmenswerts für das Restrukturierungsmanagement

      Jan W. Giessler
      Zusammenfassung
      Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten wirtschaftliche Krisen durchlebt. Empirische Untersuchungen zu Insolvenzgründen sehen die Hauptursache von Insolvenzen (über 70 %) in schlechtem Management. Der Gesetzgeber hat daher mit der Einführung der InsO und des ESUG einen gesetzlichen Rahmen schaffen wollen, der die Chancen einer „Gesundung“ des Unternehmens erhöht. In der Praxis wird dieses Ziel aber vor und in der Insolvenz aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt.
      Der nachfolgende Artikel untersucht die gängige Sanierungspraxis vor und während der Insolvenz und schlägt die Anwendung des Shareholder Value Gedanken auf diese Situation vor. Durch Anwendung dieses Gedanken würden wichtige Elemente für eine erfolgreiche Sanierung wie z. B. die operative Sanierung und die Anpassung der Corporate Governance wieder in den Fokus der Sanierungsbemühungen gerückt werden und so eine nachhaltige Sanierung ermöglicht werden.
    6. Unternehmenskrisen in Deutschland – eine Betrachtung im Längsschnitt

      Helmut Rödl, Benjamin Mohr
      Zusammenfassung
      Der Artikel untersucht die unternehmerischen Insolvenzen in Deutschland. Dabei nehmen wir eine längerfristige Perspektive ein und analysieren das Insolvenzaufkommen zwischen 2003 und 2014 vor dem Hintergrund der konjunkturellen Entwicklung Deutschlands. Zudem beleuchten wir die durch die Insolvenzen verursachten volkswirtschaftlichen Schäden. Ziel der Analyse ist, längerfristige Trends aufzuzeigen und Muster im Insolvenzaufkommen zu entdecken. In diesem Zusammenhang gehen wir der Frage nach, ob sich bei einer Differenzierung nach Hauptwirtschaftsbereichen, dem Unternehmensalter sowie der Unternehmensgröße strukturelle Verschiebungen im Insolvenzgeschehen ergeben haben. Unsere Untersuchung zeigt, dass die längerfristige Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen in der Tendenz deutlich abwärtsgerichtet ist. Ferner lassen sich strukturelle Veränderungen in der Insolvenzentwicklung seit 2003 erkennen. In der Tendenz hat sich die Insolvenzlage vor allem im Dienstleistungssektor verschärft und es sind zunehmend Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten betroffen.
  3. Restrukturierungs- und Sanierungsbedarf von Unternehmen

    1. Frontmatter

    2. Instrumente zur Früherkennung von Unternehmenskrisen

      Alexander Blum
      Zusammenfassung
      Der Beitrag beschreibt Möglichkeiten der Früherkennung von strategischen Unternehmenskrisen. Hierzu werden neben einer allgemeinen Einführung zu Unternehmenskrisen und in die Früherkennung relevante Beobachtungsfelder beschrieben, in denen ein Unternehmen nach schwachen Signalen von strategischen Krisen regelmäßig Ausschau halten sollte. Der Beitrag liefert als Instrument neben einer allgemeinen Früherkennungsprozessdarstellung zu jedem Beobachtungsbereich Checklisten, die den Unternehmen relevante Fragestellungen und mögliche Indikatoren und Einflussfaktoren an die Hand geben.
    3. Konzepte zur Früherkennung von Problemkrediten

      Klaus Nobel
      Zusammenfassung
      Dieser Aufsatz erläutert Konzepte zur Risikofrüherkennung von Problemkrediten in Banken und beurteilt deren Leistungsfähigkeit. „Klassische“ Krisenfrühwarnindikatoren wie Kontoführung, Jahresabschlußanalyse und Kundengespräche werden ebenso wie die Frühwarnfunktion von Financial Covenants und des bankinternen Unternehmensratings problematisiert. Komplexe theoretische Methoden werden vorgestellt und ihre begrenzte Prognosekraft wird aufgezeigt. Als Ausweg aus diesen mangelhaften Konzepten wird die Organisation des Risikomanagements als kritischer Erfolgsfaktor in Banken herausgearbeitet. Die Fähigkeit des Risikomanagers, weltweite Veränderungen in der Branche, deren Konsequenzen für die relative Wettbewerbsposition der Firmenkunden und die Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle zu erkennen, ist entscheidend für Risikofrüherkennung. Auf dieser Basis kann mit einem leistungsfähigen Cash Flow Analysetool die Schuldendienstfähigkeit über den Planungszeitraum hinreichend verlässlich prognostiziert werden.
  4. Außergerichtliche Restrukturierung: Restrukturierungskonzept und Planung

    1. Frontmatter

    2. Die Fortbestehensprognose: Grundlagen und Perspektiven für die Erstellung und Plausibilitätskontrolle

      Paul J. Groß
      Zusammenfassung
      Der Beitrag erläutert die Grundlagen und Perspektiven für die Erstellung und Plausibilitätskontrolle der insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose.
      Die Fortbestehensprognose wird als Zahlungsfähigkeitsprognose unter Nachweis des Potentials beschrieben, alle bestehenden Verbindlichkeiten begleichen zu können. Mit einer positiven Fortbestehensprognose lässt sich der Insolvenzgrund der Überschuldung bereits ausschließen. Fällt die Prognose indes negativ aus, ist zumindest eine drohende Zahlungsunfähigkeit und damit ein Insolvenzantragsrecht gegeben. Weist darüber hinaus der Überschuldungsstatus ein negatives Reinvermögen aus, liegt zusätzlich der Tatbestand der Überschuldung vor.
      Der BGH fordert ein geschlossenes Konzept zur Bereinigung aller Verbindlichkeiten und dauerhaften Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage. Dazu ist der Nachweis zu führen, dass sich im Falle einer anfänglichen Vermögensunterdeckung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Lücke zwischen Aktiva und den Verbindlichkeiten schließt, was u. U. eine erhebliche Verlängerung des Planungszeitraums erforderlich macht.
      Des weiteren werden die mit der Prognose verknüpften Probleme bezüglich der „überwiegenden Wahrscheinlichkeit“ des Fortbestehens behandelt. Die „überwiegende Wahrscheinlichkeit“ des Fortbestehens ist – wie in der Rechtspraxis üblich – als juristisches Beweismaß nicht nur im Hinblick auf die Datenunsicherheit zu reflektieren, sondern vielmehr unter dem Aspekt der Realisierbarkeit des Unternehmenskonzepts und der nachhaltigen Überlebensfähigkeit als Ausfluss der Wettbewerbsfähigkeit zu interpretieren.
      Die Fortbestehensprognose ist mit der Sorgfalt eines ordentlichen (und gewissenhaften) Kaufmanns zu erstellen. Der Geschäftsführer, der selbst nicht über die erforderliche Sachkunde verfügt, hat sich fachkundig beraten zu lassen. Das vom Sachverständigen abgeleitete Prognoseergebnis ist einer inhaltlichen Plausibilitätskontrolle zu unterwerfen. Im Mittelpunkt steht die Qualität des den finanziellen Prognosedaten zugrunde liegenden Sanierungskonzepts. Für das Ergebnis der Fortbestehensprognose sind aber auch die Durchsetzbarkeit und die Umsetzbarkeit des Konzepts mitentscheidend. Abschließend wird aufgezeigt, wie sich die rechtlichen Risiken einer Fortbestehens-Fehlprognose eingrenzen lassen.
    3. Ganzheitliche Unternehmensrestrukturierung: Transparenz- und Konzeptverständnis

      Michael Blatz, Sascha Haghani
      Zusammenfassung
      Mit der zunehmenden Volatilität des Marktumfelds wächst das Risiko für Unternehmen. Immer kürzere Produktzyklen aufgrund sich schnell verändernder Kundenbedürfnisse, zunehmender Preisdruck, disruptive Innovationen als Bedrohung etablierter Geschäftsmodelle – um ihre Wettbewerbsfähigkeit mittel- und langfristig zu erhalten, müssen Unternehmen solche Veränderungen schnell erkennen und entsprechend reagieren. Vor diesem Hintergrund sollte sich das Management eines jeden Unternehmens – auch und gerade in wirtschaftlich guten Zeiten – mit den Themen Unternehmenskrise und Sanierung befassen. Der vorliegende Beitrag will aufzeigen, wie Unternehmen mithilfe eines ganzheitlichen Restrukturierungsansatzes wieder auf Erfolgskurs gelangen können. Die Grundlage dafür bildet zunächst eine Klärung der Begriffe Krise, Restrukturierung und Sanierung. Auf dieser Basis wird das konzeptionelle Verständnis der Unternehmenskrise verdeutlicht, das diesem Beitrag zugrunde liegt. Darauf aufbauend, wird der ganzheitliche Restrukturierungsansatz von Roland Berger Strategy Consultants dargestellt. Dieses in der Praxis vielfach bewährte Konzept zur Überwindung von Unternehmenskrisen beinhaltet eine umfassende Bestandsaufnahme, die Entwicklung eines Grobkonzepts sowie dessen Detaillierung und Umsetzung. Ziel ist dabei nicht nur das kurzfristige Überleben eines Unternehmens, sondern die nachhaltige Wiedererlangung der Wettbewerbsfähigkeit. Den Abschluss dieses Beitrags bildet ein ausführliches Fallbeispiel. Es beschreibt detailliert, wie der ganzheitliche Restrukturierungsansatz von Roland Berger Strategy Consultants umgesetzt werden kann.
    4. Gutachterliche Kommentierung IDW-S6, BGH-Rechtsprechung und Restrukturierungsplanung

      Michael Häger, Elmar Hiltner
      Zusammenfassung
      In seinem Standard S6 „Anforderungen an die Erstellung von Sanierungskonzepten“ hat das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) seine Auffassung zu den Mindestanforderungen an Sanierungskonzepte zusammengefasst. Dieser konnte sich in den vergangenen Jahren als Marktstandard etablieren. In der Neufassung vom 20.08.2012 wurde insbesondere die Weiterentwicklung aufgrund der höchstrichterlichen Rechtsprechung reflektiert. Sanierungsgutachten dienen als von Experten geprüfte Entscheidungsgrundlagen – im Zusammenhang mit Unternehmen in Krisensituationen – vor allem dem Zweck der Rückgewinnung von verlorenem Vertrauen der einzelnen Stakeholder, um diese zur Leistung ihrer jeweiligen Sanierungsbeiträge zu gewinnen. Abzugrenzen ist ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 zur Bescheinigung nach § 270b InsO (ESUG) sowie zum angelsächsischen Independent Business Review. Manche Kritiker werfen dem Standard vor, dass seine Anforderungen zu umfangreich seien, er für kleinere Unternehmen deshalb zu teuer sei und er teilweise über den vom eigentlichen Adressatenkreis – den langfristigen Kapitalgebern – geforderten Zweck hinausgehe. Als Antwort hierauf, schlagen Praktiker einen mehrstufigen, modularen Aufbau von entsprechenden Konzepten und Gutachten vor, um dem jeweiligen Einzelfall ausreichend gerecht werden zu können.
    5. Notwendigkeit und rechtliche Anforderungen an ein Sanierungskonzept

      Stefan Simon, Christian Brünkmans
      Zusammenfassung
      Die Sanierung eines in der Krise befindlichen Unternehmens stellt nicht nur für die Geschäftsführung, sondern auch für die Stakeholder (insbesondere Gläubiger und Gesellschafter) eine Herausforderung dar. Es bestehen sehr weitreichende Haftungsgefahren aber auch erhebliche Chancen. Um den Haftungsgefahren zu entgehen und die Chancen ergreifen zu können, ist es oft erforderlich, ein Sanierungskonzept aufzustellen und nach diesem zu handeln. Sowohl aus dem Gesetz als auch aus der Rechtsprechung lassen sich dabei Handreichungen an die Ausgestaltung des Sanierungskonzepts entnehmen. Die genaue Einhaltung dieser Vorgaben ist essentiell, um die Sanierung ohne Gefahr zu vollbringen.
    6. Sanierungskonzept: Entwicklung, Grundsätze und Testierfähigkeit

      Andrea K. Buth, Michael Hermanns
      Zusammenfassung
      Mit der Gründung der Treuhandanstalt am 1. März 1990 wurde der Grundstein für die Umwandlung der volkseigenen Kombinate, Betriebe und Einrichtungen in Kapitalgesellschaften gelegt (vgl. Gesetzblatt der DDR I 1990, Nr 14, S. 107 f.). Gleichzeitig wurde damit die Entwicklung der Sanierungsbranche in Deutschland bedeutend vorangetrieben und insbesondere wurden inhaltlich erste anwendungsbezogene Sanierungsleitlinien entwickelt, die gewissermaßen als Vorläufer heutiger Sanierungskonzepte angesehen werden können. In diesem Beitrag wird unter Berücksichtigung der historischen Genese rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Rahmenbedingungen der Begriff des Sanierungskonzepts zunächst definitorisch angenähert. Auf dieser Basis werden dann bestehende Modellansätze vorgestellt und vor dem Hintergrund von Zweck und Funktion hinsichtlich ihrer strukturellen und inhaltlichen Charakteristika analysiert und voneinander abgegrenzt. Abschließend werden daraus allgemeine Grundsätze der Konzepterstellung abgeleitet und das wesentliche Vorgehen im Rahmen einer Prüfung bzw. Bescheinigung von Sanierungskonzepten dargelegt.
  5. Außergerichtliche Restrukturierung: Strategische Restrukturierung

    1. Frontmatter

    2. Leitbild des sanierten Unternehmens: Quantitative und qualitative Aspekte unter Berücksichtigung von Steuern

      Carsten Heinz, Andreas Sand
      Zusammenfassung
      Bei der Erarbeitung eines Sanierungskonzepts sehen sich Unternehmen regelmäßig mit einer Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen seitens der verschiedenen Interessengruppen (Anteilseigner, Management, Banken, Mitarbeiter, Staat) konfrontiert. Hierbei spielen kurz- aber auch mittel- bzw. langfristige Überlegungen einen Rolle. Das IDW hat in seinem Standard 6 (IDW S6) die Berufsauffassung der Wirtschaftsprüfer zu den Anforderungen an die Erstellung von Sanierungskonzepten niedergelegt. Die zu entwickelnden Maßnahmen zur Verbesserung der Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögenslage sollen sich hierbei am Leitbild des zu sanierenden Unternehmens ausrichten, so dass der Bestimmung des unternehmensbezogenen Leitbilds eine grundlegende Rolle zukommt. In Abschnitt 4 des IDW S6 versucht das IDW den abstrakten Begriff des Leitbilds des sanierten Unternehmens näher zu beschreiben. Allerdings bleiben die Ausführungen in weiten Teilen doch sehr abstrakt. Der nachfolgende Beitrag versucht daher, die aus der Praxis gewonnen Erkenntnisse bei der Sanierung von Unternehmen stärker in die theoretischen Formulierungen des IDW einzubinden. Hierbei fällt auf, dass sowohl in der Praxis als auch im Schrifttum dem Bereich Steuern, insbesondere der proaktiven Steuerplanung, kaum Aufmerksamkeit im Rahmen der Sanierung von Unternehmen geschenkt wird. Steuern werden zumeist nicht als ein mögliches strategisches Instrument zur Erreichung der im Leitbild geforderten Kennzahlen und Zielvorstellungen gesehen, sondern als ein lästiges „Übel“. Der nachfolgende Beitrag soll versuchen dies zu ändern. Insbesondere die gezielte Auswahl der steueroptimalen Sanierungsmaßnahmen, der gezielte Einsatz steuerlicher Verluste sowie die Vermeidung substanzbelastender Steuerwirkungen sind nach Auffassung der Autoren ein essentieller Bestandteil eines strategischen Sanierungskonzeptes.
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Title
Handbuch Unternehmensrestrukturierung
Editors
Thomas C. Knecht
Ulrich Hommel
Holger Wohlenberg
Copyright Year
2018
Publisher
Springer Fachmedien Wiesbaden
Electronic ISBN
978-3-658-04116-8
Print ISBN
978-3-658-04115-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-04116-8

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