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Hochbau

weitere Buchkapitel

Kapitel 10. Schnittstellen DIN 277-1 und DIN 276 – ein Exkurs

In diesem Kapitel wird der Zusammenhang von DIN 277-1 (01/2016) und DIN 276 in Bezug auf die vorzunehmenden Kostenermittlungen untersucht. Die DIN 276 (12/2018) „Kosten im Bauwesen“ fasst die bisherigen Normen aus dem Jahr 2008 „Kosten im Bauwesen – Teil 1: Hochbau“ bzw. 2009 „Kosten im Bauwesen – Teil 4: Ingenieurbau“ zusammen. Die Regelungen der DIN 277-3 (04/2005) „Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau – Teil 3: Mengen und Bezugseinheiten“, die noch Bezug nimmt auf die vorausgehenden Fassungen der aktuellen DIN 277-1, wurden mit Geltungsbeginn der neuen DIN 276 übernommen.

Regina Zeitner, Michael Marchionini, Günter Neumann, Heike Irmscher

Kapitel 3. DIN 277-1

Die DIN 277-1 „Grundflächen und Rauminhalte im Bauwesen – Teil 1: Hochbau“ (01/2016) ist für die Immobilienwirtschaft von entscheidender Bedeutung, da durch ihre Vorgaben die Flächen und Rauminhalte eines Bauwerks neutral und ohne eine Bewertung klar definiert und erfasst werden. Die ermittelten Flächen und Rauminhalte dienen als Basis für die Kostenermittlung.

Regina Zeitner, Michael Marchionini, Günter Neumann, Heike Irmscher

Kapitel 13. Benchmarking

Nach der GEFMA-Richtlinie 250 ist Benchmarking „(…) ein kontinuierlicher Lernprozess, bei dem die strategische Ausrichtung, Strukturen, Prozesse, Leistungen, Qualitäten und die daraus entstehenden Kosten und Ressourcenverbräuche von Immobilien und immobilienbezogenen Leistungen an einer Vergleichsbetrachtung, etwa der maximal erreichbaren Leistung (‚Best Practice‘), verglichen werden“. Benchmarking im Flächenmanagement versucht dabei, die unterschiedlichen Interessenslagen und Anforderungen in diesem heterogenen, oftmals intransparenten Umfeld auf eine einheitliche Basis zu stellen, um einen Vergleich zwischen unterschiedlichen Gebäuden und Leistungen zu ermöglichen.

Regina Zeitner, Michael Marchionini, Günter Neumann, Heike Irmscher

Kapitel 9. Flächenkosten

Der Begriff „Flächenkosten“ wird als Oberbegriff für die Bereitstellungs- und Bewirtschaftungskosten von Flächen verwendet.

Regina Zeitner, Michael Marchionini, Günter Neumann, Heike Irmscher

Kapitel 7. Maxime 4: „Erfinde Dich permanent neu“

„Erfinde Dich permanent neu“ ist die fortwährende Entwicklung und Anpassung des Geschäftes. Dies umfasst Veränderungen der Geschäftsfelder, aber auch die Art und Weise wie das Geschäft betrieben wird, um zukünftigen Herausforderungen gewachsen und für Chancen bereit zu sein. Die Anwendungsprinzipien sind das Chancenrealisierende und gefahrenvermeidende Veränderungsmanagement und das „Modus-Operandi“ orientierte Veränderungsmanagement.

Marco Betz

Kapitel 8. Lebenszyklus

Spricht man von dem Lebenszyklus von Bauwerken, so sei hier unabhängig vom Baustoff ein Bildvergleich bei Brücken mit verschiedenen Baustoffen aufgezeigt, der auch ein wenig zum allgemeinen Verständnis beitragen soll.

Bernhard Wietek

Kapitel 13. Ableitung von Handlungsempfehlungen

Die bisherigen dargestellten Erkenntnisse sind ausschliesslich analytisch. Um die daraus gewonnenen Erkenntnis auch für die planerische Praxis relevant zu machen, werden im Folgenden Handlungsempfehlungen abgeleitet. Diese sind lösungs- und handlungsorientiert und dementsprechend deutlich interpretativer als die bisherigen Abstraktionen.

Andreas Hengstermann

Kapitel 7. Untersuchungsmethode

Entsprechend ist für die vorliegende Arbeit eine zielführende Methodik zu entwickeln. Im Sinne eines Ansatzes mit verschiedenen Methoden (mixed-methods) werden dabei sowohl qualitative, wie quantitative Methoden herangezogen (vgl. Etzioni 1967). Hierdurch wird ermöglicht, dass sowohl Erkenntnisse über den Zustand der Ressource (oder genau: der gewählten Untersuchungseinheit) erhoben, als auch die akteurszentrierten Prozesse analysiert werden, die diesen Zustand verursacht haben. Des Weiteren wird ermöglicht, dass (im Sinne einer hypothesengeleiteten Forschung) deduktiv erarbeitete Erwartungen getestet werden, als auch (im Sinne einer offenen Forschung) explorative Erkenntnisse zugelassen werden.

Andreas Hengstermann

Kapitel 10. Befunde zum Wirkungsmechanismus aktiver Bodenpolitik

Die Befunde zum Wirkungsmechanismus aktiver Bodenpolitik stützen sich auf die vier dargestellten Bausteine. Das vorliegende Kapitel folgt grundsätzlich diesem Aufbau. Zunächst werden daher die Ergebnisse der Fernerkundung präsentiert, welche Rückschlüsse zur städtebaulichen Qualität von Lebensmittel-Discounter-Filialen in der Schweiz ermöglichen (Kap. 10.1).

Andreas Hengstermann

Kapitel 5. Auswirkung auf die Konstruktion

Selbstverständlich haben die drei Baustoffe unterschiedliche Eigenschaften, die bei der Anwendung auch Auswirkungen auf die jeweiligen Bauteile und somit auch der Wahl der Konstruktion haben.

Bernhard Wietek

Partizipationsformate für Stromnetzausbauprojekte im ruralen Raum

An einem aktuellen Fallbeispiel (Hochleistungsgleichstromübertragungs-Erdkabelvorhaben) werden Anforderungen an Partizipationsmaßnahmen und deren Beteiligungsgerechtigkeit für soziale Gruppen (direkt betroffene Landwirte sowie direkt und indirekt betroffene Anwohner) im ländlichen Raum diskutiert. Es kann hoher Bedarf auf den Intensitätsstufen Information und Konsultation konstatiert werden, geringerer Bedarf auf Kooperationsebene. Auf allen drei Stufen sollte Beteiligung frühzeitig angeboten werden (Reihenfolge: Information, Konsultation, Kooperation). Das vielfältige Angebot an Partizipationsformaten wird abhängig der Befragungsgruppe unterschiedlich bewertet. Den indirekt Betroffenen reicht es, die direkt betroffenen Gruppen sind damit unzufrieden. Die Konzeption von Beteiligungsformaten muss differenzierter vorgenommen und den Bedürfnissen Betroffener (nach Art und Grad) angepasst werden.

Nils Hellmuth, Eva-Maria Jakobs

57. Chancen der Wiederverwendung von Fassadenelementen aus Carbonbeton

Für nachhaltige Entwicklung im Bauwesen werden zunehmend Ansätze zu gesteigerter Ressourcenproduktivität und geschlossenen Stoffkreisläufen diskutiert. Wiederverwendung bezeichnet den erneuten Einsatz eines Produktes in seinem ursprünglichen Zweck. Die vorliegende Arbeit untersucht am Beispiel hochdämmender Fassadenelemente in sandwichähnlicher Bauweise, ob die Wiederverwendung der Betonschalen einen richtungsweisenden Ansatz der ökologisch nachhaltigen Entwicklung darstellt. Dabei wird der Einsatz von Carbonbeton dem von Stahlbeton gegenübergestellt. Die vergleichende Screening-Parameterstudie schätzt die Wirkung der Wiederverwendung anhand verschiedener Szenarien des Lebenszyklus mit dem Indikator des Kumulierten Energieaufwand (KEA) ab. Es werden Chancen der Wiederverwendung benannt, die den Strategiewechsel hin zur Wiederverwendung nahelegen. Die Untersuchungsmethode lässt sich auf andere Produkte übertragen.

M. Raphaela Helbig, Alexander Kahnt, John Grunewald

Ausbildung für die (kommunale) Verwaltung in Deutschland

In Deutschland waren im Jahr 2015 von den 81,4 Millionen Einwohnern ca. 40,3 Millionen erwerbstätig und von diesen waren mehr als 4,6 Millionen im öffentlichen Dienst beschäftigt. Mehr als jeder achte Erwerbstätige ist also beim Bund, den 16 Ländern, den Städten, Gemeinden und Kreisen, den Sozialversicherungen und deren zugehörigen Ämtern, Betrieben und Einrichtungen tätig. Fast jeder dritte dieser Beschäftigten arbeitet für den kommunalen Bereich (Statistisches Bundesamt 2016a, S. 349, 360).

Bernhard Frevel

Kapitel 16. Geotechnische Messverfahren

In der Geotechnik kommt den verschiedenen Messverfahren bereits seit Jahrzehnten eine besondere Bedeutung zu. Der Baugrund, sei es Fest- oder Lockergestein, lässt auf Grund seiner Heterogenität im Allgemeinen nur eine begrenzte Schärfe bei der Festlegung von Kennwerten bzw. Materialeigenschaften zu.

Roman Marte, Florian Scharinger, Monika Paulus-Grill, Werner Lienhart

Kapitel 5. Nachweiskonzepte und Sicherheit in der Geotechnik

Erste Initiativen für die Aufstellung europäischer Normen im Bauwesen gingen 1975 von einer Reihe von Hochschullehrern und Vertretern der Bauindustrie aus. Sie wurden bald darauf von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft unterstützt, die europäische Normen als einen wesentlichen Bestandteil für die Entwicklung eines gemeinsamen Marktes betrachteten und eine Möglichkeit sahen, den freien Markt zu fördern und technische Handelshemmnisse durch Normen abzubauen. Im Jahr 1989 entschieden sich die Kommission und die Mitgliedsländer der Europäischen Union und der EFTA (European Free Trade Association), die Entwicklung und Veröffentlichung des Eurocodes an CEN (Comité Européen de Normalisation), das Europäische Normungsinstitut, zu übertragen, damit diese den Status von Europäischen Normen (EN) erhielten (Einzelheiten siehe in [28]). Die Koordination der Arbeit an den Eurocodes wurde dem Technischen Komitee (TC) 250 „Eurocodes für den konstruktiven Ingenieurbau“ (Structural Design) übertragen.

Bernd Schuppener

Kapitel 17. Baugrund- und Tiefbaurecht

Das Baugrund- und Tiefbaurecht, eine der zentralen und höchst spezialisierten Materien des deutschen Baurechts, beschäftigt seit vielen Jahren, in unterschiedlichen Ausprägungen, Rechtsprechung und Wissenschaft. Nichts desto trotz hat es bis zur zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts bedurft, als dieses Gebiet nachhaltiger bearbeitet und zu Beginn der 1980er Jahre dann wissenschaftlich detailliert betrachtet wurde. Dieses Rechtsgebiet kann im Rahmen dieses Beitrags nicht in allen Einzelheiten und Facetten dargestellt werden.

Klaus Englert, Bastian Fuchs

Kapitel 8. Geotechnische Bauverfahren

In Kapitel 8 werden die wesentlichen geotechnischen Bauverfahren beschrieben. Sie werden in der Praxis auch als „schwerer“ Spezialtiefbau bezeichnet. Schwer im Sinne von schwerem Gerät und hohen Lasten, die hier bewegt werden (Bild 8-1).

Gebhard Dausch, Jörg Zimbelmann

Kapitel 13. Böschungen, konstruktive Hangsicherungen und Stützkonstruktionen

Böschungen sind schräg abfallende Geländeflächen, wie sie z. B. bei Einschnitten und Dämmen im Straßen- und Bahnbau hergestellt werden. Natürlich anstehendes geneigtes Gelände wird im Allgemeinen als „Hang“ bezeichnet.

Dietmar Adam, Paul Waibel, Johannes Giere, Edelbert Vees

Kapitel 11. Verbundwerkstoffe

Verbundwerkstoffe stellt man her, indem man verschiedene Werkstoffe (wie Glasfasern und Kunststoff oder Aluminiumlegierungen mit Aluminiumoxidfasern) kombiniert. Man kann maßgeschneiderte Eigenschaften einstellen, die die Werkstoffe, aus denen der Verbundwerkstoff aufgebaut ist, alleine nicht aufweisen. Oft werden auch zwei- und mehrphasige Gefüge zu den Verbundwerkstoffen gerechnet (Ausscheidungsteilchen und Matrix). Will man die Eigenschaften von Verbundwerkstoffen verstehen, muss man zunächst die räumliche Anordnung der verschiedenen Bestandteile des Verbundwerkstoffs im Gefüge betrachten. Kugeln, Fasern, Stäbe und Platten einer Phase (bzw. eines Werkstoffs) können in verschiedenen Volumenbruchteilen in unterschiedlicher Homogenität und Ausrichtung im Gefüge des Verbundwerkstoffs verteilt sein. Die Eigenschaften des Verbundwerkstoffs können aus den Eigenschaften seiner Einzelbestandteile über geeignete Mischungsregeln abgeschätzt werden. Faserverstärkte Werkstoffe haben in der Werkstofftechnik besonderes Interesse gefunden, weil sie erlauben, Werkstoffe in bestimmten Richtungen gezielt zu verstärken. Der Stahlbeton stellt einen im Bauwesen wichtigen Spezialfall eines Verbundwerkstoffs dar. Hier sorgen Stahlstäbe unter Zugspannung dafür, dass auch Zugbelastungen ertragen werden können. Am Beispiel von Stahlbeton lernen wir verstehen, warum die Ausdehnungskoeffizienten der beiden Elementarwerkstoffe möglichst ähnlich sein sollen, dass eine gute Haftung zwischen Faser und Matrix vorliegen soll und dass der Beton die Stahlstäbe vor Korrosion schützen muss. Hartmetalle (wie zum Beispiel Wolframkarbid/Kobalt) oder Cermets, wie man sie häufig bezeichnet (ceramics, metals), stellen ein Gemisch aus einem höheren Anteil keramischer und einem meist kleineren Anteil metallischer Phase dar. Zu den Verbundwerkstoffen zählen wir auch Systeme, wo auf die Oberfläche eines Werkstoffs eine Schicht aus einem zweiten Werkstoff aufgebracht wird. Im Falle von Verbundwerkstoffen spielt das Wissen um deren Herstellung eine besondere Rolle. Das Verständnis der Eigenschaften der Verbundwerkstoffe verlangt ein gutes Verständnis ihres Aufbaus und der chemischen, physikalischen, mechanischen Wechselwirkung ihrer Komponenten.

Erhard Hornbogen, Gunther Eggeler, Ewald Werner

Kapitel 8. Geschichte der Privatisierung in Deutschland und Europa

Das Kapitel befasst sich zunächst mit der Privatisierungspolitik in Deutschland. Es beschreibt deren Etappen bis 1990 und nimmt dann die Entwicklung der Privatisierungen in Ostdeutschland nach 1990 unter den Maßgaben der Treuhandanstalt in den Blick. Es stellt anschließend die Privatisierungspolitik (organisatorische und funktionale Privatisierung) bis 1990 vor und widmet sich dann – unter veränderten Bedingungen von Wirtschaftskrise und Parteiendifferenz – der Entstaatlichung in Deutschland ab 2005. In einem zweiten Schritt skizziert das Kapitel die Privatisierung in Europa. Es wendet sich (als einem beispielhaften Fall) der neoliberalen Privatisierung in Großbritannien seit 1979 und anschließend den postsozialistischen Privatisierungen in Mittel- und Osteuropa seit 1989/90 zu. Nach einer Darstellung der EU-Binnenmarkt-getriebenen Privatisierungen der 1990er Jahre wird die kriseninduzierte Entwicklung seit 2008 umrissen.

Detlef Sack

Kapitel 10. Privatisierung in einzelnen Politikfeldern

Das Kapitel widmet sich der Privatisierung im Vergleich zwischen unterschiedlichen staatlichen Tätigkeitsbereichen. Von Interesse sind dabei die verschiedenen Eigenschaften von Politikfeldern und deren Auswirkungen auf den Politisierungsgrad der Entstaatlichung. In den Blick kommen hier das Politikfeld der Inneren Sicherheit wie auch die Privatisierung der Telekommunikation und der Wasserversorgung. Ein besonderes Augenmerk gilt der Gesundheitspolitik und der Krankenhausprivatisierung. Begründung und Effekte der Entstaatlichung werden beispielhaft in einer Fallstudie zur Privatisierung der Hamburger Landeskrankenhäuser behandelt.

Detlef Sack

6. Schweißverbindungen

Herbert Wittel, Dieter Jannasch, Joachim Voßiek, Christian Spura

Kapitel 2. Geschichte der TU Graz und des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft

Im Jahr 1811 schenkt Erzherzog Johann seine persönlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen dem eigens gegründeten Joanneum als Hilfsmittel zur Förderung der Naturgeschichte, Ökonomie, Physik, Technologie und Chemie. Am 26. November 1811 überreicht Erzherzog Johann die Schenkungsurkunde dem steirischen Landtag. Dieser Tag gilt als Gründungstag des Joanneums und damit auch der heutigen Technischen Universität Graz.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Kapitel 23. Probieren muss erlaubt sein

Der Verfasser ist Absolvent der Fakultät für Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Graz und somit nicht unwesentlich von jenem Wertekanon beeinflusst, welcher dieser Bildungsstätte innewohnt.

Kurt Rieder

Kapitel 15. Konfliktursachen bei der Abwicklung von Bauprojekten

Konflikte am Bau sind allgegenwärtig und sind da, um von den Projektbeteiligten gelöst zu werden

Konflikte prägen z.T. den Projektablauf von Baustellen und stehen dabei in einem kausalen Zusammenhang mit einer Konfliktursache, die ein Ereignis oder Versäumnis ist. Der folgende Artikel stellt die im Rahmen des Forschungsprojekts „Effizienzsteigerung bei der Abwicklung von Bauprojekten durch Konfliktvermeidung“ bisher ermittelten Ergebnisse bzgl. Konfliktursachen dar. Auf Grundlage von ExpertInneninterviews und einer Auswertung von relevanten Literaturquellen wurden Konfliktursachen gesammelt, geclustert und eine Reihung vorgenommen. Weiters werden Studien zu Konfliktkosten – diese sind die Folge von Konfliktursachen – in allgemeinen Unternehmensbereichen vorgestellt und die Kostenbereiche eines Bauprojekts dargestellt, auf die Konflikte Einfluss nehmen können.

Jörg Ehgartner, Peter Fischer

Kapitel 47. Serienmängel – immer dasselbe Problem!

Serienmängel sind eine besondere Form von Mängeln im Werkvertragsrecht. Es sind solche Mängel, die an einer Anzahl von wiederholt verbauten Bauteilen oder Komponenten gleicher Art auftreten. Das Gesetz kennt sie nicht, die Vertragspartner eines Werkvertrages sind aufgerufen, sinnvolle Regelungen zu treffen.

Ralf Steding

Kapitel 48. Zielkostenmanagement und Zielkostenverträge für komplexe Bauvorhaben

Die Realisierung von – insbesondere öffentlichen – Bauvorhaben steht regelmäßig wegen erheblicher Kostenüberschreitungen in der Kritik. Seit einiger Zeit werden deshalb Maßnahmen diskutiert, die zu einer höheren Kostenstabilität der Bauprojektabwicklung beitragen sollen. Überraschend wird der Ansatz des Zielkostenmanagements in diesem Kontext jedoch nicht näher in Betracht gezogen, obgleich er unter dem Begriff des ,Target Costings‘ bzw. des ‚Target Value Designs‘ inzwischen auch in der Bauwirtschaft bekannt und in einigen europäischen und außereuropäischen Ländern verbreitet ist.

Matthias Sundermeier, Philipp Beidersandwisch

Kapitel 16. Der holprige Weg zum Kostenvoranschlag – Sind die Steine eingebildet oder beseitigbar?

Tradition behindert Vereinfachung

Falsche Kostenermittlungen sorgen in jeder Projektphase für Diskussionen. Für den empfohlenen Weg stehen die ÖNORM B 1801-1 und die ÖNORM B 2061 zur Verfügung. Ist das Angebot Hosenträger mit Gürtel oder ein Zielkonflikt? Der Beitrag zeigt Anwendungsprobleme auf, blickt auch über deutschsprachige Grenzen und bietet Verbesserungsvorschläge an.

Heimo Ellmer

Kapitel 31. Der Projektmanager als Generalkümmerer – Auftraggeberanforderungen und Lösungskonzepte des Projektmanagements

Diskussionen und konkret zu beobachtende Entwicklungen zu Formen neuer Projektabwicklungsmodelle in der Bau- und Immobilienwirtschaft haben eine hohe Aktualität. In diesem Zusammenhang ergeben sich für das Projektmanagement zwei Themenkomplexe. Neben der Frage individueller methodischer Ansätze für die jeweiligen Projektabwicklungsmodelle ergibt sich die Diskussion über mögliche, zukünftige Rollen des Berufsstandes der Projektmanager. Zum Letztgenannten soll dieser Beitrag einen gedanklichen Diskussionsimpuls geben.

Thomas Höcker

Kapitel 19. Paradigmenwechsel im Hochbau

(Holz-)Systembau und Industrialisierung als ökologische Chance und strategische Herausforderung – Perspektivenmodell und Opportunitätenportfolio zur technologischen, ökologischen und wirtschaftlichen Effizienzsteigerung im Hochbau

Das Baugewerbe in seiner Gesamtheit bildet einen Wirtschaftszweig mit langer gewichtiger Tradition ab, welcher seit Jahrhunderten durch starke handwerkliche Projektumsetzungen und heteronome Prozessabläufe geprägt ist. Diese Konstellation steht in einem auffallenden Widerspruch zu den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Industrialisierung, Digitalisierung und Autonomisierung. Globale Megatrends stellen sämtliche Akteure im Baugewerbe selbst und darüber hinaus vor außerordentliche technologische, ökologische und strategische Herausforderungen.

Jörg Koppelhuber, Marco Bok

Kapitel 10. Arbeitsbelastung und körperliche Leistungsfähigkeit von Bauarbeitern

Sind ältere Bauarbeiter den körperlichen Aufgaben gewachsen?

Die Situation, dass die Bevölkerung in West-Europa wie auch in Österreich altert, wirkt sich auch auf die Altersentwicklung im Österreichischen Bauwesen aus, hier stieg der Anteil der über 50-Jährigen innerhalb rd. 10 Jahren um fast 5 %.

Dieter Schlagbauer

Kapitel 44. Handlungsempfehlungen für ein alternatives Abwicklungsmodell für Infrastrukturbauprojekte in Österreich

Unter Berücksichtigung einer frühen Implementierung des unternehmensseitigen Know-hows

Infrastrukturbauleistungen werden in Österreich vorrangig anhand eines „traditionellen“ Abwicklungsmodells realisiert, bei dem der öffentliche Auftraggeber zuerst die Planungsleistung in Auftrag gibt und daraufhin die Bauleistung auf Basis der fertigen Planung vergibt. Dieses Modell hat allerdings den Nachteil, dass die beteiligten Bauunternehmen erst sehr spät in den Planungs- und Bauprozess miteingebunden werden und so ihr spezielles Ausführungs-Know-how nicht vollumfänglich einbringen können. Die Abkehr von diesem „traditionellen“ Abwicklungsmodell stellt sich als schwierig dar, da die öffentlichen Auftraggeber „innovativen“ Formen der Vergabe- und Vertragsabwicklung meist skeptisch gegenüberstehen, was vorrangig an der (vermeintlichen) Unvereinbarkeit innovativer Modelle mit den vergaberechtlichen Vorschriften festgemacht wird. Dieser Beitrag beschäftigt sich daher mit der Frage, wie die Abwicklungsprozesse in vergabeund bauvertraglicher Hinsicht optimal gestaltet werden können, um den Infrastrukturbau in Österreich zu verbessern.

Lena Paar

Kapitel 32. Planungswirtschaft ≠ Bauwirtschaft

Planungs- und Bauleistungen sind gleichermaßen notwendig, um ein Bauprojekt umzusetzen.Auch wenn sich bei der Leistungserbringung in beiden Fällen alles um das Objekt dreht, gibt es einen wesentlichen Unterschied: die Bauberufe erbringen ihre Leistungen auf Basis definitiv beschriebener Positionen, während die Leistungen der Planungsberufe nicht beschreibbar und nicht kalkulierbar sind.Planungsleistungen mit den gleichen Kalkulationsansätzen zu betrachten, wie Bauleistungen, kann der Komplexität des Planungsprozesses nicht gerecht werden, weder bei der Auftragsverhandlung, noch bei Mehrleistungen während der Ausführung. Das Überstülpen von bauwirtschaftlichen Ansätzen auf die Planung kann nicht funktionieren.

Hans Lechner

Kapitel 4. Arbeitsbereich Baubetrieb und Bauwirtschaft – Prof. Heck

Baubetrieb und Bauwirtschaft stellen innerhalb der Bauingenieurwissenschaften eine verhältnismäßig junge Fachrichtung dar. Dennoch besitzt sie zu den „klassischen“ Bereichen wie z.B. Betonbau, Geotechnik, Hochbau und Wasserbau immer eine Schnittstelle. Diese besteht in den Aspekten der Planung, Ausschreibung, Arbeitsvorbereitung, Kalkulation und Ausführung spezieller Bauverfahren.

Detlef Heck

Kapitel 26. Kundenzufriedenheit in der Baubranche

Eine Analyse für einen österreichischen Baukonzern

Welche Möglichkeiten bestehen für ein Bauunternehmen den derzeitigen Stand der Kundenzufriedenheit zu erheben, diese zu steigern und Kunden an das Unternehmen zu binden? – Mit dieser zentralen Fragestellung beschäftigt sich der vorliegende Beitrag, der eine Zusammenfassung einer umfangreichen Forschungsarbeit für ein österreichisches Unternehmen in der Baubranche darstellt. Um einen möglichst hohen Praxisbezug zu gewährleisten, wurden zur Beantwortung dieser Frage, mit den Projektverantwortlichen dieses Bauunternehmens Gespräche geführt und vor allem Erfahrungen von Kunden, die geographisch über ganz Österreich verteilt sind und in Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen Projekte abgewickelt haben, erhoben. Nur jenen Unternehmen, die über ihren derzeitigen Stand der Kundenzufriedenheit Bescheid wissen, kann es gelingen den Kunden an das Unternehmen zu binden. Aufgrund dessen wird dieser Ansatz auch mittels einer Dissertation am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft aufgegriffen und somit versucht, die Thematik der Kundenzufriedenheit bzw. Kundenbindung auch für die Baubranche voranzutreiben.Nach der Formulierung der drei zentralen Forschungsfragen und dem Aufzeigen der Notwendigkeit der Thematik in der Baubranche folgen in den weiteren Kapiteln die Ergebnisse der empirischen Untersuchung und somit die Beantwortung der einleitenden Fragestellung.

Christof Gutsche, Gottfried Mauerhofer

Kapitel 8. Zur Relevanz der Baulogistikplanung

Die Betrachtung der Umgebung von Baustellen im Bereich komplexer urbaner Strukturen oder im Bereich großer Infrastrukturprojekte offenbart die Relevanz der Baulogistik. Neben den für die Produktionsprozesse auf Baustellen üblichen Emissionen wie Staub, Lärm oder Erschütterungen, welche in den innerstädtischen Bereichen in der Regel einer strengen Überwachung unterzogen werden, sind zunehmend Verkehrsbeeinträchtigungen in der Projektraumumgebung in Form von Verkehrsbehinderungen zu registrieren. Es besteht erheblicher Handlungsbedarf, der unter anderem daraus abzuleiten ist, dass Baubehörden in Großstädten zunehmend die Vorlage von adäquaten Baulogistikkonzepten für die Erteilung von Baugenehmigungen verlangen.

Christoph Motzko, Jörg Fenner, Jonas Kleiner, Pia Richter

Kapitel 4. Aufnahme einer Immobilie

Emotional und doch sehr rational erscheint die Immobilienaufnahme. Hier ist vom Immobilienmakler gewissermaßen ein Spagat gefordert. Lernen Sie den Werkzeugkasten des Maklers kennen und erfahren Sie, welche Objektunterlagen für eine professionelle Vermarktung tatsächlich benötigt werden.

Oliver-D. Helfrich

7. Trittschallschutz

Schallschutz verfolgt keinen Selbstzweck. Vielmehr ist Schallschutz Lebensqualität und dient der Gesundheit von Menschen.

Harry Timm, Thomas Allmendinger, Norbert Strehle

5. Platten

Beim Übergang zur Platte, s. Abb. 5.1, wird aus der Balkengleichung EI wIV = p die biharmonische Differentialgleichung der Kirchhoffplatte

Friedel Hartmann, Casimir Katz

Kapitel 6. Erforschung der Verkaufsfälle

Der Wert einer Konversionsfläche ist abhängig vom Bestand und von der Planung. Dabei ist der Bestand außergewöhnlich und die Planung wertrelevanter als im zivilen Bereich. Der Verkehrswert wird bei Konversionsgrundstücken mittels der deduktiven Wertermittlung errechnet, da die vorherige militärische Nutzung keine Zukunft hat.

Felix Nolte

4. Inbetriebnahmemanagement

Die Gesamtkosten für die Inbetriebnahme liegen im Bereich von 8 bis 15 % der Investitionskosten. Welche Einsparpotentiale, z.B. durch ein effizientes Projekt-und Inbetriebnahmemanagement möglich sind, wird systematisch analysiert sowie durch Praxisbeispiele, Checklisten und Formblätter praktisch nutzbar gemacht.Da die Inbetriebnahme den rechtsverbindlichen Leistungsnachweis sowie die Abnahme der Anlage und AS BUILT-Dokumentation beinhaltet, wird ausführlich auf die Vertragsgestaltung zur Inbetriebnahme inkl. Gewährleistung und Garantie eingegangen.Den Hauptteil der Ausführungen zum Inbetriebnahmemanagement betreffen praxisbezogene Darlegungen zur Inbetriebnahmeorganisation, wie z.B. über die Arbeitsorganisation inkl. möglicher Pflichten- und Verantwortungsübertragung, Besprechungen und Formblätter, Inbetriebnahmeleiter und -team sowie zum Inbetriebnahmehandbuch.Deutlich erweitert wurde die Beschreibung effizienter Organisationsstrukturen. Auf Aspekte der Inbetriebnahmeplanung inkl. Unwägbarkeiten und des Inbetriebnahmecontrolling inkl. Troubleshooting wird vertiefend eingegangen.

Klaus H. Weber

2. Beachtung der Inbetriebnahme bei der Entwicklung und Planung

Die statistische Auswertung im nationalen und internationalen Anlagenbau besagt, dass Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme zu über 60 % in der Engineeringphase verursacht werden. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Inbetriebnahme liegt somit in ihrer Beachtung während der Entwicklung und der Planung.Auf der Grundlage eines bewährten Phasenmodells der Anlagen-Projekt-abwicklung werden die Einflussfaktoren und Forderungen an eine inbetriebnahmegerechte Entwicklung und Planung systematisiert und definiert.Die Aspekte der Reinheit und Reinigung der Anlage werden neu systematisiert und erläutert.Die einzelnen Forderungen werden anschließend im Detail diskutiert und durch Praxisbeispiele inkl. Schadensfälle erläutert. Zahlreiche Checklisten, in denen Hinweise zur Beachtung der Inbetriebnahme während der konkreten, fachspezifischen Engineeringarbeiten enthalten sind, werden angeführt.Ausführungen zur Dokumentation, insbesondere über die inbetriebnahmerelevanten Phasendokumentationen sowie über die notwendige Inbetriebnahmedokumentation und die zu erarbeitende AS BUILT-Dokumentation, runden die Inbetriebnahmeaspekte während des Engineerings ab.

Klaus H. Weber

1. Aufgaben, Schnittstellen und Spezifik der Inbetriebnahme

Auf der Grundlage eines bewährten Phasenmodells der Anlagen-Projekt-abwicklung werden die Einflussfaktoren und Forderungen an eine inbetriebnahmegerechte Entwicklung und Planung systematisiert und definiert. Die Aspekte der Reinheit und Reinigung der Anlage werden neu systematisiert und erläutertPer Definition ist die Inbetriebnahme die Übergangsphase vom Zustand nach Protokollierung der Mechanischen Fertigstellung in den Zustand des Dauerbetriebs der Anlage. Genau darin liegt ihre Spezifik und SchwierigkeitAusgehend von wichtigen Begriffsdefinitionen sowie den Aufgaben und Zielstellungen der Inbetriebnahme werden deren Abschnitte, Meilensteine und Schnittstellen betrachtet.Auf Besonderheiten bei Investitionen in bestehenden Anlagen und in Pharmaprojekten sowie auf Unterschiede gegenüber der Baustellenabwicklung und des Dauerbetriebs wird eingegangen.

Klaus H. Weber

5. Festigkeitslehre

Die technische Zeichnung einer Getriebewelle enthält alle zu ihrer Herstellung erforderlichen Maße. Beispielsweise haben der linke und rechte Lagerzapfen 30 mm Durchmesser und 16 mm Länge. Wie ist man gerade auf diese Maße gekommen?

Wolfgang Böge, Alfred Böge

Kapitel 2. Stakeholder-Management

Dieses Kapitel befasst sich mit dem Stakeholder-Management als Aufgabengebiet des Stadtmarketings. Es geht dabei um die Identifikation der typischen Anspruchsgruppen, die generell bei kommunalen Aufgaben relevant sind und die Berücksichtigung ihres Stellenwerts und ihrer Interessenlage im Rahmen der allgemeinen Stadtmarketingprozesse. Dabei muss neben den unterschiedlichen Rollen, die Bürgerinnen und Bürger generell einnehmen können, die Stakeholder je nach Detailthema des Stadtmarketings neu sortiert werden. Die beispielhafte Analyse der Anspruchsgruppen und Erwartungshaltungen beim Themenfeld Infrastruktur als Beispiel kommunaler Produktpolitik und des in unterschiedlichen Stadtmarketingfeldern relevanten Bereichs des Tourismus zeigt auf, welche Differenzierungen im Rahmen des Stakeholder-Managements notwendig sind.

Thomas Breyer-Mayländer

6. Allgemeine Anforderungen im Bestand

Das Planen und Bauen im Bestand ist eine richtungsweisende Aufgabe des Architekten. Der zu bearbeitende Bestand beinhaltet nicht ausschlieälich historisch wertvolle Gebäude, sondern triviale Architektur wie Wohnsiedlungen, Industriebauten, Gewerbe- und Büroimmobilien. Von allen Objektarten nehmen Wohnobjekte eine besondere Position ein. Sie sind von Bedeutung, da diese regional variieren und, gemessen an der Anzahl der Objekte im Gebäudebestand, die Mehrzahl am deutschen Immobilienmarkt darstellen. Vielerorts entspricht der Wohnstandard nicht den gestiegenen Wünschen, ebenso ist der technische Ausbauzustand unzureichend. Infolgedessen sind bauliche Maßnahmen erforderlich, wobei der Anteil am gesamten Bauvolumen aufgrund der großen Anzahl an Objekten kontinuierlich steigt.

Sebastian Herke

3. Objekte im Bestand

Im vorliegenden Buch wird das Planen und Bauen im Bestand am Beispiel von Wohnbauten erläutert. Wohnen ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Daraus resultiert die Notwendigkeit der Schaffung von Wohnraum (Wohnungsbau), wobei sich der Bau einer Wohnung mit der ganzheitlichen Architektur von Außen- und Innenraum befasst. Die Wohnung wird nach Gieselmann „als die architektonische Antwort auf die Frage des Bewohners nach Abtrennung von der Natur“ und als ein Bezugsort des Lebens beschrieben. Zudem ist sie ein elementarer Bestandteil des Zusammenlebens, da „jeder Mensch wohnt.“ [Gieselmann 1979, S. 9] Die Wohnung ist ein hohes Gut und per Gesetz als bedeutende Errungenschaft geschützt: „Die Wohnung ist unverletzlich.“ [Grundgesetz 2014, Art. 13 Abs. 1]

Sebastian Herke

5. Leistungsbild

Im folgenden Kapitel werden grundlegende Aspekte des Leistungsbilds in Abgrenzung zur Objektplanung untersucht. Der Handlungsschwerpunkt zielt auf die Problemstellung beim PBiB ab. Der Wandel des Berufsbilds des Architekten wird hinsichtlich der Aufgaben bei baulichen Maßnahmen Bestand diskutiert. Dazu werden bestehende Honorarordnung in Deutschland analysiert und die historische Entwicklung sowie aktuelle Probleme aufgezeigt. Es erfolgt ebenso eine Gegenüberstellung von Honorarordnungen in Europa.

Sebastian Herke

1. Einleitung

Das Planen und Bauen im Bestand ist eine richtungsweisende Aufgabe des Architekten. Der zu bearbeitende Bestand beinhaltet nicht ausschlieälich historisch wertvolle Gebäude, sondern triviale Architektur wie Wohnsiedlungen, Industriebauten, Gewerbe- und Büroimmobilien. Von allen Objektarten nehmen Wohnobjekte eine besondere Position ein. Sie sind von Bedeutung, da diese regional variieren und, gemessen an der Anzahl der Objekte im Gebäudebestand, die Mehrzahl am deutschen Immobilienmarkt darstellen. Vielerorts entspricht der Wohnstandard nicht den gestiegenen Wünschen, ebenso ist der technische Ausbauzustand unzureichend. Infolgedessen sind bauliche Maßnahmen erforderlich, wobei der Anteil am gesamten Bauvolumen aufgrund der großen Anzahl an Objekten kontinuierlich steigt.

Sebastian Herke

Kapitel 3. Das Problem erkennen

Kap. 3 (Das Problem erkennen) zeigt auf, wie ein Unternehmen Probleme, die sich aus internen und/oder externen Einflussfaktoren ergeben können oder bereits ergeben haben, identifiziert, differenziert und beschreibt. Das Kapitel gibt einen vollständigen Überblick über die exogenen und endogenen Faktoren, erläutert diese und schärft das Verständnis für die durchzuführenden Analysen mithilfe von Beispielen aus der Praxis. Des Weiteren wird in dem Kapitel in Begriffe wie Wertschöpfungskette, Prozesse und Agile Organisation eingeführt. Die exakte Beschreibung der Problemstellung ist der Ausgangspunkt einer wirkungsvollen Transformation. Daher sind alle wesentlichen strategischen Fragen, die im Rahmen der Identifikation und Beschreibungen der Herausforderungen vom Unternehmen gestellt werden müssen, in einer Checkliste am Ende des Kapitels zusammengefasst.

Jörg Klasen

Kapitel 7. Erste Schritte zum Urban Mining

Heutzutage wohnt etwa die Hälfte der Weltbevölkerung in städtischen Ballungsräumen; Mitte des 20. Jahrhunderts waren es nur 30 %; in 2050 werden es voraussichtlich 80 % sein. Eine derartige Verdichtung ist einerseits nachhaltig, weil weniger Naturfläche in Anspruch genommen und weniger Energie für Heizung und Warmwasseraufbereitung verbraucht wird. Andererseits bestehen die Nachhaltigkeitsziele darin, die menschlichen Bedürfnisse und den Wohnkomfort nicht einzuschränken. Die Anforderungen an die Wohnqualität ändern sich ständig. Immer mehr in den Blickpunkt rückt das gesunde Wohnen. Vorhandene Gebäude erfüllen oftmals diese Anforderungen nicht oder sind nicht mehr zeitgemäß und müssen deshalb abgebrochen bzw. zurückgebaut und durch neue Bauten ersetzt werden. Demzufolge kann man große Städte als permanent laufende Baustellen bezeichnen. Mit dem selektiven Rückbau von Gebäuden wird primär das Ziel verfolgt, die anfallenden Abbruchmaterialien sortenrein zu gewinnen, um sie gezielt zu gütegesicherten Sekundärrohstoffen aufbereiten zu können. Bereits genutzte Rohstoffe werden auf diesem Weg im Wirtschaftskreislauf gehalten, primäre Rohstoffe geschont und Deponieraum eingespart. Gegenwärtig können etwa 12 % der jährlich benötigten mineralischen Baustoffe durch Sekundärrohstoffe ersetzt werden. Deren Einsatz ist jedoch oftmals nicht ressourceneffizient. Noch zu viele Mengen an Bauschutt werden direkt, ohne Aufbereitung in Recyclinganlagen, z. B. für Verfüllmaßnahmen, verwendet. Beim Einsatz von Recyclingbaustoffen im Hoch- und zum Teil im Tiefbau bestehen in etlichen Kommunen immer noch Akzeptanzprobleme, obwohl mineralische Recyclingbaustoffe seit mehr als 30 Jahren verwendet werden. Städtische Ballungsräume bieten besonders ideale Voraussetzungen für den Einsatz von rezyklierten Gesteinskörnungen zur Betonherstellung aufgrund der räumlichen Nähe von Anfallort der Bau- und Abbruchmengen (Abbruch-/Rückbau-Baustelle) und dem Einsatzort in Neubaumaßnahmen. Zukünftig müssen große Städte als geschlossene Systeme betrachtet werden: Dort, wo das Material anfällt, ist es wieder einzusetzen. Ein riesiger Vorteil aus Kostensicht und Umweltgesichtspunkten besteht in den sehr kurzen Transportwegen. Um den vorhandenen Baubestand – auch als anthropogen geschaffenes Lager bzw. unter „Urban Mining“ diskutiert – zu nutzen, sind vorhandene bautechnische und -technologische Lösungen weiterzuentwickeln und Strategien auszubauen. „Urban Mining“ ist ein langfristig angelegtes Projekt, welches mehrere Generationen bearbeiten werden müssen. Der Grundstock für das zukünftige Baustoffrecycling muss bereits bei Gebäudeplanung gelegt werden.

Angelika Mettke, Viktoria Arnold, Stephanie Schmidt

Chapter 1. Introduction

Bamboo has much potential in the construction industry in applications such as high-value utilization of bamboo forest resources and improvement of building performance. The research project ‘Application of Bamboo in Building Envelope’ defines typical industrial bamboo products and the building envelope, respectively, as the research subjects at the material and building levels. There are deficiencies in terms of the comprehensiveness of the materials objects, completeness of the material parameters, and systematicness of the research hierarchies among previous studies. In this chapter, the research status in terms of bamboo resources, industrial utilization and development of the product system, the application status in building industry are introduced in detail. A technical route following a progressive order of ‘property study—performance evaluation—performance optimization’ is designed, following an overall research objective of supporting the application of bamboo in building envelope.

Zujian Huang

Grundlagen

Innerhalb der zahlreichen baulichen Teilaufgaben, die eine Gebäudestruktur zur Sicherung ihrer dauerhaften Gebrauchstauglichkeit erfüllen muss, ist bei der Konzeption und anschließenden planerischen Ausarbeitung eines Gebäudes der elementaren Aufgabe der Kraftleitung im Primärtragwerk besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Im Gegensatz zu anderen Teilaufgaben, die oftmals im Wesentlichen auf Bauteilebene erfüllt werden und nur selten Auswirkungen auf den Gesamtentwurf haben, übt der Tragwerksentwurf auf der Hierarchieebene des Gesamtbauwerks einen dominanten Einfluss auf die Gebäudekonzeption und das architektonische Erscheinungsbild aus. Aus diesem Grund sollen die in Band 1 zum kraftleitenden Einzelbauteil angestellten Überlegungen in diesem Kapitel auf einer höheren hierarchischen Ebene im Zusammenhang des Primärtragwerks, oder maßgeblicher Grundmodule desselben, fortgeführt werden.

José Luis Moro

Typen

Die Matrizen in 4 bis 7 stellen den Versuch dar, Tragwerksformen nach einigen wenigen elementaren Unterscheidungskriterien zu ordnen. Stellvertretend für das Gesamttragwerk wird deren signifikantester Bestandteil, die Überdeckung, untersucht, und zwar differenziert hinsichtlich ihrer Form und der Art ihrer Lagerung. Hiermit wird kein Anspruch erhoben, die grenzenlose Vielfalt denkbarer Tragwerksformen zu erfassen.

José Luis Moro

Verformungen

Tragwerke und die Bauteile, aus denen sie zusammengesetzt sind, verformen sich unter äußeren Einflüssen. Dazu zählen.

José Luis Moro

Mauerwerksbau

Der Begriff der Bauweise wird in Kapitel I definiert und erläutert. In diesem und in den folgenden Unterkapiteln sollen einige für das heutige Baugeschehen repräsentative Bauweisen untersucht werden. Das Ziel dabei ist insbesondere, die Verknüpfung und den wechselseitigen Zusammenhang von.

José Luis Moro

Gründung

Die Lagerung eines Primärtragwerks bestimmt seine Beanspruchungen und Verformungen wesentlich. Dabei ist der abstrahierte statische Begriff der Lagerung eines Tragwerks in letzter Konsequenz als ein Ableiten der Lasten in den Baugrund zu verstehen.

José Luis Moro

Holzbau

Die Tradition des Holzbaus reicht sehr weit bis zu den Ursprüngen der Menschheitsgeschichte zurück. Bemerkenswert ist das hohe Maß an holzbautechnischem Wissen, auf das man beim historischen Umgang mit Holz im Bauen stößt und das uns die noch heute vorhandene lange Erfahrung und Bautradition im Holzbau erahnen lässt. Das Wissen um diesen Baustoff ist bis heute in tradierter gebauter Form an den erhaltenen historischen Holzbauten ablesbar.

José Luis Moro

Stahlbau

Eine frühe Blüte der Eisenindustrie begann in Indien um 2000 v. Chr. Die Kutubsäule in der Nähe von Delhi besteht aus fast chemisch reinem Roheisen. Sie wurde aus einzelnen Eisenblöcken zusammengeschmiedet. Sie datiert aus dem 9. Jh.v.Chr. Das Gewicht der Säule beträgt 17 000 kg, ihre Länge ca. 16 m. Bis heute zeigen sich keine Spuren von Korrosion.

José Luis Moro

Fertigteilbau

Parallel zur technischen Entwicklung des modernen Betons wurden bereits gegen Mitte des 19. Jh. erste Versuche unternommen, die Vorteile der Werksvorfertigung im Betonbau zu nutzen (1, 2). Frühe Fertigteil-Bausysteme wie die von W. H. Lascelles (1875) in Großbritannien suchten, in scharfer Konkurrenz zu den ebenfalls in Entwicklung befindlichen Stahlkonstruktionen, Nutzen aus den spezifischen Vorteilen des Werkstoffs, wie Brandsicherheit und Dauerhaftigkeit, zu ziehen.

José Luis Moro

Aufbau Von Hüllen

Auf die bauliche Umsetzung der grundlegenden Kraftleitungs- und Schutzfunktionen wie in Band 1 beschrieben sowie auf die damit verknüpften konstruktiven und bauphysikalischen Fragen soll nun im Folgenden bei der Besprechung des konstruktiven Aufbaus von Hüllen näher eingegangen werden.

José Luis Moro

Ortbetonbau

Die Bestrebungen, einen künstlichen Stein zu entwickeln, der im nicht abgebundenen Zustand frei formbar ist, gehen weit in der Geschichte zurück. Der anfängliche Einsatzzweck der plastischen Masse war vermutlich die Haftung und der Maßausgleich zwischen geschichteten Natur- oder Ziegelsteinen. In der weiteren Entwicklung wurde allerdings bereits in der Spätantike der regelmäßige Steinverband durch eine Mischung aus künstlicher Steinmasse und Zuschlag ersetzt, sodass Steine nur mehr weitgehend regellos im Beton eingebettet wurden.

José Luis Moro

Kapitel 4. Problemstellungen in der Praxis

Vor dem skizzierten Hintergrund der Erarbeitung und Veröffentlichung Technischer Standards ergeben sich für Bauingenieure im Inland und auch im europäischen Ausland vielfältige Problemstellungen in der täglichen Arbeit. Im Zuge der EU-Bemühungen um eine technische Vereinheitlichung sowie der damit verbundenen normativen Anforderungen müssen sie sich neben landesspezifischen wechselhaften wirtschaftlichen Randbedingungen auch qualitativen Ansprüchen und Veränderungen stellen.

Michael Scheffler

Kapitel 11. Handlungsoptionen

Effiziente Gebäude mit niedrigem Heizungsenergiebedarf stellen Entwicklungsziele in der EU dar. Die Gebäude sollten neben einem geringen Heizungsenergiebedarf auch für eine suffiziente Nutzung mit angemessener Wohnfläche je Bewohner ausgelegt werden. Die Notwendigkeit zu starkem Ausbau einer in das Gebäude integrierten Photovoltaik wird in Zukunft die meisten Gebäude betreffen.

Günther Brauner

Gesellschaftliche Pluralität und familiäre Identität: Zur Evolution der Unternehmerfamilie am Beispiel der Nachfolge in Familienunternehmen

„Familienbetriebe haben einen ganz großen Vorteil und einen ganz großen Nachteil, nämlich die Familie. Eine Familie in Frieden ist das Beste, was es für ein Unternehmen geben kann, eine Familie in Unfrieden dagegen das Schlimmste.“

Gabriela Leiß

Kapitel 11. Tongji University

Am 27. und 28. September 2018 besuchten Studenten des Fachbereichs Bauingenieurwesen der Technischen Universität Darmstadt die Tongji-Universität. Sie ist eine der renommiertesten und ältesten Universitäten der Volksrepublik China und befindet sich in Shanghai; sie ist bekannt für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Außerdem besitzt die Tongji-Universität hochqualifizierte Studenten, bestens ausgerüstete Labore mit den weltbesten Prüfeinrichtungen und viele Kooperationen mit Industrien.

Nora Sophie Storost, Rafail Sikiotis

21. Brandschutzsystem

Brandschutzsystem: Fabriksystem, das aufgrund von Brandlasten der Materialien sowie der System- und Bauwerkselemente erforderlich ist und die Fabrikpersonen, Fabriksysteme, Fabrikräume und Fabrikmaterialien vor einem Schaden durch Brand schützt. Es gehört zur Gruppe der Fabrikerhaltungssysteme.

Kurt W. Helbing

9. Abbruch – Abfall – Rückbau

Jährlich fallen 400 Mio. t Rückstände an (hochgerechnet auf Deutschland). Mehr als die Hälfte davon, nämlich 285 t, sind Baurückstände (Erdaushub, Straßenaufbruch, Bauschutt, Baustellenabfälle). 80% dieser Stoffe werden auf Deponien abgelagert. Rückbau ist demnach ein stufenweiser Gebäudeabriss, der die Beeinträchtigungen für das Umfeld minimiert und zugleich den Erhalt von Teilen der Gebäudesubstanz ermöglicht sowie auch eine Wiederverwendung bzw. Verwertung der anfallenden Materialien möglichst vollständig gestattet. Ein sogenannter „kontrollierter Rückbau“ beachtet noch stärker abfallwirtschaftliche und umweltrelevante Aspekte. Für innerstädtische Abrissmaßnahmen sowie bei Fertigteilbauwerken eignet sich das Verfahren besonders, z.B. bei Teilabbrüchen oder zur Beseitigung von Gebäudepartien aus zusammenhängender Bebauung. Europäische Entwicklungen • Ressourcenstrategie • Vermeidungs- und Verwertungsstrategie • Integrierte Produktpolitik • Statt rückstandsspezifischer Einzelregelungen integrierte Ansätze • Keine separate Novelle der Klärschlamm-RL; keine Kompostregelung • Strategien müssen in für alle verbindliche, rechtliche Vorgaben münden (Richtlinien, Verordnungen...) • Verknüpfung zwischen Rückstandsrahmen-RL und IVU-RL zu erwarten

Dr. Michael Stahr

Kapitel 2. Antworten und Lösungen

Die Wärmeleitung in einem Baustoff resultiert aus der Wärmeleitung über den Feststoffanteil sowie aus Wärmeleitung, Konvektion und Strahlungsaustausch im Porenraum. Die primäre Einflussgröße ist somit die Rohdichte bzw. der Porenanteil. Folglich dämmen Baustoffe mit geringer Rohdichte besser als Baustoffe mit hoher Rohdichte.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker, Alexandra Wagner

9. Gutachten für Insolvenz und Sanierung

Nachfolgend finden sich für die wichtigsten Gutachten für Insolvenz und Sanierung Praxisbeispiele, die wir in der täglichen Praxis eingesetzt haben. Diese Praxisbeispiele werden durch wichtige Hintergründe und Erläuterungen ergänzt und ermöglichen so eine wertvolle Hilfestellung. Wir haben Gutachten zur Insolvenz und dem Überschuldungsstatus, einen Insolvenzplan und ein Muster-Sanierungsgutachten nach IDW S6 beigefügt.

Hellmut Damlachi, Dr. Dr. Stefan Hohberger

4. Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen

Eine Unternehmenssanierung funktioniert leider nicht durch die alleinige Anwendung von „Sanierungstools“ wie Stundungen, Entlassungen etc. Denn jede Sanierung ist mit Veränderungen verbunden, ist ein inhaltlich komplexes Change Managementprojekt, mit dem sich das Unternehmen vom Ist- in den Sollzustand verwandeln soll. Auf diese „Reise“ müssen alle involvierten Personen mitgenommen werden, indem die Sanierungsziele kommuniziert und erklärt sowie die Personen in diesem Veränderungsprozess gecoacht werden müssen: Dies erfordert die Etablierung einer Sanierungskultur (Sanierungsmindset), die ein zentraler Erfolgsbestandteil ist. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenstellung der Erfolgsfaktoren für die wesentlichen Sanierungsbereiche und -maßnahmen.

Dr. Dr. Stefan Hohberger, Hellmut Damlachi, Valerie Wächter, Michael Hermanns, Dr. Klaus Stoesser, Susanne Gessert, Moritz Steiner, Jaroslaw Zapolski, Jürgen Hanke

4. Räumliche Tragwerkstrukturen

Tragwerke des Hochbaus und Brückenbaus sind in der Regel räumliche Strukturen. Für Berechnungszwecke zerlegt man sie in ebene Strukturen, einachsige Strukturen und Einzelmassen. Hochbauten werden zerlegt in Wände und Decken, Brücken werden oft als einachsige Brückenträger modelliert. Nachfolgend wird ein ebenes Rahmenbeispiel für den Vergleich zweier Tragwerksvarianten mit zwei und vier Stockwerken ausgewählt. In Abb. 3.11 sind die Varianten skizziert und mit Bildtexten erläutert. Variiert wird die Anzahl der Stockwerke. Als Vergleichskriterium werden die ersten Eigenwertmaßzahlen gewählt. Beim zweistöckigen Rahmen ergibt sich die erste Eigenwertmaßzahl 0,232, beim vierstöckigen Rahmen 0,482, wenn die Gesamthöhen der Tragwerke gleich sind. Unter den Skizzen sind die Maßstäbe der Elementlängen und Biegemomente eingezeichnet, die für beide Trawerkvarianten gelten.

Rudolf Pitloun

2. Strukturwahl und Elementare Analogien

Die Methodik der Auswahl optimaler Strukturen von Einzeltragwerken in Infrastrukturnetzwerken wurde in einer Reihe von Forschungsarbeiten im Berliner Zentralinstitut des Verkehrswesens erarbeitet und später in Form von Gutachten angewandt. Zur Kontrolle der Berechnungsergebnisse sind Messungen an Tragwerksmodellen für Neubauprojekte und an vorhandenen Bauwerken mit Bauschäden und Funktionsmängeln durchgeführt worden. Parallel dazu erfolgten im Forschungsinstitut des Verkehrswesens Forschungsarbeiten zur Erarbeitung einer neuen Software für die Berechnung des dynamischen und statischen Tragwerkverhaltens während der Belastungen infolge der gültigen Vorschriften über die Lastannahmen zur Dimensionierung der Tragwerke.

Rudolf Pitloun

1. Ziel des Buches und Inhaltsübersicht

Das Ziel des Buches über Tragwerkstrukturen und über andere Strukturen ist die Erweiterung der herkömmlichen Entscheidungsgrundlagen nach der zur Zeit gültigen Vergabe- und Vertragsordnung beim Entwurf und der Erhaltung vorhandener Bauten nach Baupreisen sowie nach Daten optimaler Strukturen der Baukonstruktionen für vorzulegende Berechnungen zum Vergleich der betrachteten Strukturvarianten zusammen mit Preisen.

Rudolf Pitloun

3. Bewertung von Elementen und Aufbau von Strukturen

Als wissenschaftliche Grundlage für die Vorbereitung und Anwendung einer „Kunst des Strukturierens“ für technische Disziplinen erfolgte die Erarbeitung der Dissertationsschrift über „Dynamische Modelle“, die in der Technischen Universität Dresden verteidigt wurde [1]. Sie besteht aus einem Textband mit den wissenschaftlichen Grundlagen. Der Anlagenband enthält die Ergebnisse der Berechnung mit dem Analogrechner endim 2000 und Aufzeichnungen von 127 Schrieben des Schwingungsverhaltens von Einmassenmodellen mit linearen und nicht linearen Federkennlinien und Dämpferkennlinien der Aufhängung einer konzentrierten Einzelmasse in der Anlage 1 zur Dissertation. Die Anlage 2 besteht aus einer Zusammenstellung von linearen Zweimassenmodellen mit den berechneten und aufgezeichneten 111 Analogrechnerschrieben. Die Anlage 3 enthält die ersten, vom Ziffernrechner ZRA-1 berechneten Eigenwerte und Eigenformen mit Trägerskizzen, Tabellen und ausführlichen Erläuterungen sowie die Kontrolle der Richtigkeit der berechneten Eigenwerte. Die Anlage 4 stellt die Maßeinheiten für die Modelle sowohl für das internationale metrische Dimensions- und Maßeinheitensystem als auch für ein Yard-Pound-System mit den Definitionen dimensionsloser Größen der Mechanik, Physik und Elektrotechnik einschließlich der Umrechnung von Maßeinheiten des metrischen in Einheiten des Yard-Pound-Systems zusammen. Dazu wurden am Schluss 295 studierte Quellen aus der internationalen Literatur beschafft und für die Dissertationsschrift ausgewertet.

Rudolf Pitloun

1. Einleitung

Ein Tragwerk wird durch verschiedene Kraftgrößen (z. B. durch Eigenlasten, Schnee- und Windlasten sowie durch Nutz- und Verkehrslasten) sowie gegebenenfalls durch Verformungsgrößen (wie z. B. Baugrundsetzungen, Temperaturänderungen, Schwinden) beansprucht. Dabei muss das Tragwerk die aus den einwirkenden Kraft- und Verformungsgrößen verursachten Beanspruchungen mit einer ausreichenden Sicherheit und Zuverlässigkeit dauerhaft, d. h. während der angestrebten Nutzungsdauer, aufnehmen können und die Kräfte sicher in den Baugrund weiterleiten.

Peter Schmidt

3. Grundlagen der Tragwerksplanung, Sicherheitskonzept und Bemessungsregeln

Die Grundlagen der Tragwerksplanung, das Sicherheitskonzept sowie die allgemeinen Bemessungsregeln sind in DIN EN 1990 [1] geregelt. In Deutschland ist der zugehörige Nationale Anhang (DIN EN 1990/NA [2]) zu beachten. Außerdem ist die Änderung A1 zum Nationalen Anhang (DIN EN 1990/NA/A1 [3]) zu berücksichtigen, die brückenspezifische nationale Festlegungen enthält.

Peter Schmidt

4. Wichten und Eigenlasten

Im vorliegenden Kapitel werden charakteristische Werte von Wichten und Flächenlasten von Baustoffen, Bauteilen und Lagerstoffen (Eigenlasten) angegeben. Diese werden in DIN EN 1991-1-1:2010-12 (Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke – Teil 1-1: Wichten, Eigengewicht und Nutzlasten im Hochbau) [1] sowie dem zugehörigen Nationalen Anhang (DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12) [2] festgelegt. Zur Vereinfachung wird im folgenden Beitrag die Bezeichnung „DIN EN 1991-1-1+NA“ verwendet, wenn Regelungen der Norm einschließlich des Nationalen Anhangs gemeint sind. Für Verweise auf Bilder, Tabellen und Gleichungen in der Norm bzw. im Nationalen Anhang wird die jeweilige Norm-Nummer einschließlich ihres Ausgabedatums angegeben.

Peter Schmidt

13. Verkehrslasten und Windlasten auf Brücken

Der folgende Beitrag behandelt die Ermittlung von Verkehrslasten und Windlasten auf Brücken. Verkehrslasten auf Brücken werden in DIN EN 1991-2 (Eurocode 1 – Einwirkungen auf Tragwerke – Teil 2: Verkehrslasten auf Brücken) [1] einschließlich des zugehörigen Nationalen Anhangs (DIN EN 1991-2/NA) [2] geregelt. Für die Ermittlung von Windlasten, die auf Brücken anzusetzen sind, gilt DIN EN 1991-1-4, Abschn. 8 [3] einschließlich des zugehörigen Nationalen Anhangs DIN EN 1991-1-4/NA [4].

Peter Schmidt

2. Grundlagen

Allgemeine Begriffe und ihre Definitionen, die für die Anwendung der Normen gelten, in denen Einwirkungen und Lastannahmen geregelt sind und die in den Eurocodes (DIN EN 1990 bis DIN EN 1999 ([1–10]) verwendet werden, sind in Tab. 2.1 aufgeführt.

Peter Schmidt

12. Außergewöhnliche Einwirkungen

Unter außergewöhnlichen Einwirkungen sind Einwirkungen zu verstehen, die i. d. R. von kurzer Dauer, aber von bedeutender Größenordnung sind, wie z. B. Anpralllasten oder Explosionen. Außergewöhnliche Einwirkungen werden in DIN EN 1991-1-7 (Eurocode 1 – Einwirkungen auf Tragwerke – Teil 1-7: Allgemeine Einwirkungen – Außergewöhnliche Einwirkungen) [1] einschließlich des zugehörigen Nationalen Anhangs (DIN EN 1991-1-7/NA) [2] geregelt.

Peter Schmidt

5. Nutzlasten im Hochbau

Nutzlasten im Hochbau beschreiben die Einwirkungen aus Personen sowie Möbeln und Einrichtungsgegenständen, die bei üblicher Nutzung auftreten. Die Größe der anzusetzenden Nutzlast ist abhängig von der Art der Nutzung.

Peter Schmidt

3. Flachdächer

Abhängig von ihrer Neigung werden Dächer entsprechend DIN 68800-2 wie folgt definiert:● Flachdach ≥ 2 % und ≤ 5 % (3°)● Flach geneigtes Dach > 3° und ≤ 5°● Geneigtes Dach > 5° (ab ca. 10 %)

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

6. Fenster

Im Unterschied zu Fensterfassaden (s. Abschn. 7) und Glasfassadensystemen (s. Abschn. 9 in Teil 1 dieses Werkes) werden im folgenden Abschnitt Fenster als Bauteile behandelt, die als eigenständige Bauelemente zur Anwendung in einzelnen Fassadenöffnungen (Lochfassaden ) ausgeführt werden.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

9. Außen- und Innenputze, Sonderputze, Wärmedämmputze und Wärmedämm-Verbundsysteme

Putz ist ein an Wänden oder Decken einoder mehrlagig in bestimmter Dicke aufgetragener Belag aus Putzmörteln oder Beschichtungsstoffen, der seine endgültigen Eigenschaften erst durch Verfestigung am Baukörper erreicht. Je nach Belagdicke und Art der verwendeten Mörtel bzw. Beschichtungsstoffe übernehmen Putze bestimmte bauphysikalische Aufgaben. Zugleich dienen sie der Oberflächengestaltung eines Bauwerkes.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

1. Nachhaltig Konstruieren

Im Kern des nachhaltigen Bauens geht es darum, unter dem Leitbild der Nachhaltigkeit eine ökologisch, ökonomisch und soziokulturell angemessene Planung zu erstellen und umzusetzen.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

5. Treppen, Rampen, Aufzüge und Fahrtreppen

Treppen verbinden verschiedene Ebenen von Bauwerken als Geschosstreppen oder Ausgleichsstufen zur Verbindung unterschiedlicher Fußbodenebenen. Rampen und Aufzüge sind zur stufenlosen Erschließung von Bodenflächen auf unterschiedlichen Höhen erforderlich.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

7. Pfosten-Riegel-Fassaden (PRF)

Vermehrte Belichtungsanforderungen mit natürlichem Licht und eine Verbesserung der Raumbezüge zwischen Innenräumen und Außenbereichen führen bei Gebäuden zunehmend zu Vergrößerungen der Fensterflächenanteile innerhalb der Fassaden (s. a. Abschnitt 9 in Teil 1 dieses Werkes). Die Nutzung natürlichen Tageslichtes (Lichtqualität, Beleuchtungsstärke und Helligkeitsverteilung, Farbechtheit) durch Vergrößerung des Tageslichteintrages wird durch hohe Verglasungsanteile wesentlich verbessert. Einzelfenster eingebaut zwischen Sturz, Wandpfeilern und ggf. Brüstung (Lochfassaden) können diesen erweiterten Anforderungen oft nicht hinreichend genügen. Zudem sind in Rahmen gehaltenen Fenstern auf Grund ihrer beschränkten Einzelgrößen geometrische Grenzen gesetzt.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

8. Türen, Zargen und Schlösser

Türen trennen und verbinden Außen- und Innenraum sowie Räumlichkeiten mit unterschiedlicher Nutzung und Repräsentation. Dementsprechend unterscheidet man Außentüren, Innentüren und Schutztüren.1), 2)

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

10. Beschichtungen (Anstriche) und Wandbekleidungen (Tapeten) auf Putzgrund

Beschichtungen – früher Anstriche genannt – werden auf Außen- und Innenputzen, nicht selten auch auf Beton und Mauerwerk, zum Zwecke der Sachwerterhaltung (Schutzfunktion), aus Gründen der Hygiene (Verminderung der Verschmutzung, Erleichterung der Reinigung) sowie aus gestalterischen Gründen (Farbgebung) aufgebracht

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

2. Geneigte Dächer

Dächer sind in ihrer Variantenvielfalt und Gestaltung entscheidend prägend für den Gesamteindruck eines Gebäudes. Die Ausbildung von geneigten Dächern wird durch das Klima, die Region, den verwendeten Baustoff, bautechnische Traditionen und die Nutzungsart der Gebäude bestimmt.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

15. Stromversorgung der Infrastruktur

Neben dem Energieverbrauch für die Traktion von Zügen gibt es bei den Eisenbahnen zahlreiche, stationäre Energieverbraucher der Infrastruktur. Mit der weiteren Entwicklung der Technik und der immer höher werdenden Komplexität werden diese immer intensiver zur Anwendung von Elektroenergie übergehen und zunehmend an Bedeutung gewinnen.Normalerweise werden die Energieverbraucher aus bahneigenen Starkstromnetzen (3AC 400 V 50 Hz oder 3AC 6/12/20/30 kV 50 Hz) versorgt, die aus den anliegenden Netzen der regionalen Energieversorgung gespeist werden. In den Knotenpunkten nehmen diese zum Teil bedeutende Ausmaße an.

Dipl.-Ing. Eberhard Hunger, Dipl. Ing. Uwe Steinert

Kapitel 1. Einleitung

Die wirtschaftliche Entwicklung verschiedener Branchen über einen längeren Zeitraum ist üblicherweise durch mehr oder weniger stark ausgeprägte konjunkturelle Schwankungen geprägt. Dadurch ändert sich die Produktionsmenge und die Anzahl der in der Branche beschäftigten Arbeitnehmer. Eine der Aufgaben der Politik besteht daher darin, insbesondere Schwankungen mit negativen Auswirkungen möglichst gering zu halten, um die Wirtschaftskontinuität zu erhalten und negative Folgeerscheinungen für Dritte zu minimieren. Dies wird unter anderem durch eine Anordnung von Konjunkturprogrammen erreicht. Inhalte dieser Pakete sind Investitionen, Subventionen und steuerliche Änderungen.

Jens Otto, Michael Ditzen

Kapitel 4. Baugewerbe

Um die Auswirkungen von Konjunkturprogrammen auf die Bauindustrie zu analysieren, wird das Baugewerbe in diesem Kapitel mit seinen wirtschaftlichen Kennzahlen und Eigenschaften dargestellt und definiert.

Jens Otto, Michael Ditzen

Kapitel 3. Konjunkturpolitik

Allgemeines Ziel der Konjunkturpolitik ist es, die konjunkturellen Schwankungen so gering wie möglich zu halten, ohne das Wirtschaftswachstum einzuschränken. Dies wird durch das Erreichen der Preisstabilität, Vollbeschäftigung und eine ausgeglichene Zahlungsbilanz realisiert. Diese drei Ziele bilden das sogenannte „magische Dreieck der Konjunkturpolitik“. Die Ziele lassen sich jedoch zusammen nicht erfüllen, da eine Vollbeschäftigung Lohnsteigerungen zur Folge hat und somit die Preise steigen.

Jens Otto, Michael Ditzen

Kapitel 5. Multiplikatoranalyse

Die volkswirtschaftliche Bewertung von Investitionen erfolgt in der Regel über den Multiplikatoreffekt. Krugman beschreibt den Multiplikatoreffekt als das Ereignis, das bei einer Investition in Höhe eines bestimmten Betrags das BIP dadurch mehr wächst, als nur um diesen investierten Betrag. An dem nachfolgenden Beispiel soll dieser Sachverhalt erläutert werden.

Jens Otto, Michael Ditzen

Kapitel 7. Schlussbetrachtung

In den vorherigen Kapiteln sind neben den Grundlagen der Konjunkturtheorien und -politik insbesondere die unterschiedlichen Arten von bauspezifischen öffentlichen Investitionen, deren Ausprägung sowie Inhalte und Wirkweisen vergangener Konjunkturmaßnahmen der Bundesrepublik Deutschland beschrieben worden. Hintergrund ist einerseits der Wunsch, volkswirtschaftliche Entwicklungen durch derartige Maßnahmen zu beeinflussen, andererseits der erhebliche Bedarf an öffentlichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen im Infrastruktur-, Tief- und Hochbau. Aktuell wird diesem Investitionsstau durch eine Vielzahl an Investitionen entgegengewirkt.

Jens Otto, Michael Ditzen

Kapitel 5. Die Arbeitsmittel

Bei der Anwendung sind nicht nur die beschriebenen Arbeitsschritte relevant, sondern darüber hinaus verschiedene spezifische Arbeitsmittel, die den Beteiligten ein effizientes Arbeiten und ein qualitativ hochwertiges Ergebnis ermöglichen.

Martin Hodulak, Ulrich Schramm

Kapitel 1. Die Herausforderung

Nachhaltigkeit ist ein Schlagwort, das schon länger in Politikerreden, Forschungsprogrammen oder Unternehmensberichten vorzufinden ist, ein viel strapazierter Begriff, der manchmal - so der Eindruck - auch nur als modische Worthülse verwendet wird. Denn es fällt auf: So verschieden die Anwendungsbereiche sind, so vielfältig scheinen die Bedeutungen zu sein; eine Erkenntnis, die nach einer aktuellen Leserumfrage des Deutschen Architektenblatts (06-2018) wohl auch für das Bauwesen gilt. Nun soll es in diesem Buch ebenfalls um Nachhaltigkeit gehen.

Martin Hodulak, Ulrich Schramm

Kapitel 2. Das Konzept

Die maßgeblichen Begriffe zur Bedarfsplanung wurden in Deutschland im April 1996 mit Erscheinen der DIN 18205 ‚Bedarfsplanung im Bauwesen‘ eingeführt und im November 2016 im Zuge der Überarbeitung der DIN aktualisiert. Dort finden sich u. a. die Definitionen zu den Begriffen ‚Bedarfsplanung‘, ‚Bedarfsträger‘, ‚Bedarfsplaner‘ und ‚Bedarfsplan‘.

Martin Hodulak, Ulrich Schramm

Kapitel 12. Planung und Bau

Eine öffentliche zentrale Wasserversorgungs-Anlage (WV-Anlage) soll eine Leistung aufweisen, die den aktuellen und den prognostizierten Bedarf decken kann.

Andreas Baur

Kapitel 7. Wasserspeicherung

Für die Wasserspeicherung waren bis 1998 ausschließlich die vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im damaligen Fachausschuss „Wasserbehälter“ entwickelten folgenden Arbeits- und Merkblätter ausschlaggebend.

Gerhard Merkl

Kapitel 2. Fragestellung und Forschungsstand

Architektur als baulich gestaltete Umwelt des Menschen steht im Zusammenhang mit ihrer Rezeption und Bewertung. Bewohner bilden sich in konkreten Situationen des Gebrauchs eine Auffassung darüber, ob ein Gebäude für sie „passend“ ist oder nicht. Die gebaute Umwelt unterliegt daher einer fortwährenden Evaluation, die sich - neben vielen anderen Diskurshorizonten - insbesondere auf die konkrete Erwartungshaltung der jeweils betroffenen Menschen bezieht. Bei den in der vorliegenden Arbeit untersuchten Preisgerichten für Bauaufgaben der öffentlichen Hand sind die an die Gebäude herangetragenen Anforderungen so zahlreich und vielgestaltig wie die Zahl ihrer Nutzer und Rezipienten.

Marcus van Reimersdahl

Kapitel 5. Wettbewerbe als Verfahrenspraxis

Das Kapitel betrachtet den gesellschaftlichen Rahmen, in den Wettbewerbe eingebettet sind. Wettbewerbsstatistiken zeigen, welche Verfahrensart die unterschiedlichen Bauherren bevorzugt wählen. Eine Auswertung von Beiträgen aus Fachzeitschriften verdeutlicht die unterschiedliche Erwartungshaltung zu Wettbewerbsverfahren von Seiten der Auftraggeber und von Seite der Architekten.

Marcus van Reimersdahl

Kapitel 4. Rechtliche Grundlagen

Die Handlungssituation in Preisgerichten ist nur dann umfassend zu verstehen, wenn auch die verfahrensrechtlichen Voraussetzungen in den Blick der Untersuchung genommen werden. Dabei macht die nachfolgende Untersuchung zu den Kommentierungen der Wettbewerbsrichtlinien deutlich, dass es unkontrollierbare Faktoren im Bewertungsverfahren gibt und damit die Zuverlässigkeit der Preisgerichte im Sinne einer „objektiven“ Bewertung in Frage steht. Die im Kapitel „Forschungsstand“ identifizierten Aspekte der Eigendynamik innerhalb eines Preisgerichtes, die insbesondere skandinavische Forscher betonen, finden sich in den Kommentierungen der Wettbewerbsrichtlinien wieder.

Marcus van Reimersdahl

Kapitel 6. Teilnehmende Beobachtung Preisgericht Justizzentrum

Um herauszufinden, um welche Art der Informationsgewinnung und Erkenntnis es sich bei einem Preisgericht handeln könnte, verfolgt die vorliegende Arbeit einen beispielhermeneutischen Ansatz. Die Beobachtungen des Autors aus der teilnehmenden Beobachtung von Preisgerichtsverfahren sind das empirische Material, auf das sich die Auswertungen stützen. Damit werden die konkrete, einmalige Situation der Entwurfsbewertung und das damit verbundene spontane Sprechen der Preisrichter für die Untersuchung zugänglich.

Marcus van Reimersdahl

18. Qualitätssicherung

Zur Vermeidung von Produktfehlern und Lieferschwierigkeiten nimmt die Qualitätssicherung einen immer stärkeren Platz ein. Je besser die Qualität vom Kunden eingeschätzt wird, desto höher wird sich der Marktanteil einstellen (return on investment). Dabei sollte sich aber die hohe Qualitätsphilosophie auf ein vernünftiges Maß an Qualitätssicherungsmaßnahmen einpendeln.

Volkmar Schuler, Jürgen Twrdek

14. Berechnung von Schweißnähten

Die Berechnung von Schweißnähten folgt den Grundgleichungen der Festigkeitslehre.

Volkmar Schuler, Jürgen Twrdek

11. Werkstoffe und ihr Verhalten beim Schweißen

Die aus Rohstoffen produzierten Werkstoffe sind Ausgangsprodukt für die Herstellung von Halbzeugen und Fertigprodukten wie Werkstücke und Werkzeuge. Werkstoffe teilt man vereinfacht in metallische und nichtmetallische Werkstoffe ein, Abb. 11.1.

Volkmar Schuler, Jürgen Twrdek

13. Anwendungsgerechte Gestaltung von Schweißkonstruktionen

Die Normenreihe DIN 18800 war seit Jahrzehnten Basis für den Stahlbau in Deutschland. Im Zuge der Harmonisierung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften wurde im Amtsblatt der Europäischen Union vom 17.12.2010 veröffentlicht, dass EN 1090 die gültige Norm zur Ausführung und EN 1993 für die Bemessung und Konstruktion von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken wird. Es begann eine Koexistenzperiode, in der die Normen DIN 18800, DIN EN 1993 und DIN EN 1090 gleichermaßen galten. Seit 2014 sind jedoch nur noch die maßgeblichen Normen im Stahlbau gültig:

Volkmar Schuler, Jürgen Twrdek

3. Formulieren, Schreiben und Erstellen des Technischen Berichts

In diesem Kapitel werden viele Hinweise zur sachgerechten Ausarbeitung des Technischen Berichts genannt und erläutert. Hinweise zur Arbeit mit Textverarbeitungs-Programmen sind bewusst allgemein und herstellerneutral gehalten. Sie werden an passenden Stellen beschrieben, vor allem in Abschn. 3.7. Im Kap. 3 werden die einzelnen Bestandteile von Technischen Berichten nacheinander vorgestellt. Dabei wird in die Phasen Planung, Ausarbeitung und Fertigstellung des Technischen Berichts unterschieden.Die Planung/Vorbereitung mit den Schritten Auftrag entgegennehmen und analysieren, Titel erarbeiten und 4-Punkt- sowie 10-Punkt-Gliederung erstellen wurde in Kap. 2 schon ausführlich dargestellt. In Kap. 3 geht es um die Ausarbeitung und die Fertigstellung. Die Bestandteile des Technischen Berichts werden einzeln mit vielen Beispielen und Abbildungen aus der Praxis gezeigt. Dazu zählen Titelblatt, Gliederung bzw. Inhaltsverzeichnis, Stoffsammlung, Literatursuche, Text, Bilder und Tabellen, Formeln, Literaturzitate und das Literaturverzeichnis. Beim Schreiben wächst die Feingliederung ständig mit. Im Rahmen der Fertigstellung folgen noch die Schritte Korrektur lesen, Kopieroriginale bzw. endgültige Dateien erstellen sowie Bericht kopieren, binden und verteilen oder veröffentlichen, z. B. im Intranet.Damit die Übersicht über die erforderlichen Arbeitsschritte nicht verloren geht, wird die jeweils beschriebene Phase im einem Netzplan übersichtlich dargestellt.

Heike Hering

Bauakustische Messungen

Dieser Band der Reihe Fachwissen Technische Akustik behandelt die in der Bauakustik meistverbreiteten Messmethoden, vom theoretischen Hintergrund über anwendungspraktische Fragestellungen bis hin zu den nationalen und internationalen Normen. Die Normenreihe der DIN EN ISO 12354 dient dabei als roter Faden, da sie die messbaren Größen der Bauakustik in einen Gesamtzusammenhang bringt. Ausgehend von den Aufgabenstellungen der bauakustischen Messtechnik werden die infrage kommenden Kenngrößen erläutert. Ein wesentlicher Aspekt ist der Zusammenhang zu den bestehenden nationalen und internationalen Normen. Schwerpunktmäßig werden die Grundprinzipien der Luft- und Trittschalldämmung behandelt. Beschrieben werden Messverfahren, die im Labor und in Gebäuden zum Einsatz kommen. Dabei wird ausführlich auf die Schalldämmung als Bauteil- bzw. Systemeigenschaft eingegangen. Die aus den physikalischen Grundlagen ableitbaren Voraussetzungen der Messverfahren wie z. B. die Anforderungen an die Schallfelder und die daraus ableitbaren Festlegungen der Messverfahren (z. B. Position und Anzahl von Lautsprechern und Mikrofonen) werden eingehend diskutiert. Auf praktische Fragestellungen wie die Notwendigkeit der Fremdgeräuschkorrektur oder den Einfluss der Körperschallnachhallzeiten auf die Messergebnisse wird bei den jeweiligen Messverfahren ebenfalls Bezug genommen. Ein ausführliches Literatur- und Normenverzeichnis ergänzt die behandelten Themen, sodass eine weiterführende Vertiefung ermöglicht wird.

Heinz-Martin Fischer, Berndt Zeitler

Konstruieren

Für menschliche Bedürfnisse gebrauchstaugliche Behausungen wurden selbst in vorgeschichtlichen Zeiten nur sehr selten in der natürlichen Umgebung vorgefunden, sondern mussten zumeist in einem mehr oder weniger komplexen technischen Herstellungsprozess gefertigt werden. Zu diesem Zweck musste man geeignete Baumaterialien gewinnen, bearbeiten sowie daraus hergestellte Teile zu einem Gesamtgefüge zusammenbauen. Heutige Bauwerke werden – insbesondere angesichts der hohen Anforderungen, die gegenwärtig mit der Gebrauchstauglichkeit verknüpft werden – ohne Ausnahmen technisch hergestellt.

José Luis Moro

HOLZPRODUKTE

Ziel war, wie heute auch, teure und seltene Holzarten als Oberflächenbeschichtungen nur in sehr dünnen Lagen zu verarbeiten. Das erste Patent für eine Furnierschälmaschine wurde bereits 1818 vergeben. Erst 1870 wurde mit der industriellen Herstellung von Furnieren begonnen.

José Luis Moro

Stahlprodukte

Das Siemens-Martin-Herdfrischverfahren wurde ursprünglich zum Einschmelzen von Schrott und Abfall aus Walzwerken entwickelt. Eine sogenannte Regenerativgasfeuerung ermöglicht eine Ofentemperatur von 1700°C. Stahl lässt sich dadurch kontrolliert mit einem bestimmten Kohlenstoff- und Legierungsgehalt erschmelzen.

José Luis Moro

Ordnung und Gliederung

wesentlich mitbeeinflussen. Eine Fassadengestaltung aus Elementen wie Fensteröffnungen, Simsen, Wandflächen etc. ist ein Beispiel für das ästhetisch wirksame rhythmische Zusammenspiel von Gestaltelementen, die in ihrer räumlichgeometrischen Anordnung durch das übergeordnete architektonische Ordnungsprinzip bestimmt sind.

José Luis Moro

Ökonomie

Alle Konstruktionen, die insgesamt ein Bauwerk ausmachen, sind dem langsamen Verlust ihrer Funktionsfähigkeit unterworfen, sei es durch materialtypische Alterungsprozesse, sei es durch Zersetzung aufgrund von Bestrahlung, Bewitterung oder durch mechanische Abnutzung. Maßnahmen zur Verbesserung der Dauerhaftigkeit sind herkömmlicherweise eine Antwort des Planers auf diese Tatsache. Dennoch ist es in der Regel erforderlich, einzelne Teile des Bauwerks nach einer bestimmten Zeit auszutauschen.

José Luis Moro

Holz

Alle Mantelschichten bestehen aus pakettierten, längs in Stammrichtung aneinandergelegten Fasern. Dies sind rohrförmig aufgebaute Zellen mit einem Hohlraum, dem Lumen, und mit Wandungen, deren Festigkeit hauptsächlich auf der Matrixsubstanz Lignin beruht. Im Lignin sind Cellulose-Polymerketten eingebettet.

José Luis Moro

Stahl

Wie bei allen metallischen Stoffen, beruht der Stoffzusammenhalt bei Stahl auf der charakteristischen metallischen Atombindung, bei der die positiv geladenen Atomrümpfe ihre freien Elektronen abgeben, die sich dann in den Zwischenräumen des kristallinen Raumgitters frei bewegen (Elektronengas). Die ungerichtete Atombindung im Elektronengas erzeugt ein extrem dicht gepacktes Raumgitter, eine dichtestmögliche Kugelpackung, und ist die Ursache der hohen Festigkeit von Stahl, die von kaum einem anderen Werkstoff, und gewiss nicht von einem heute allgemein praxistauglichen, überboten wird. Die modellhafte Vorstellung des Elektronengases erklärt ihrerseits beim Stahl.

José Luis Moro

Bewehrter Beton

Analog zu anderen Verbundwerkstoffen werden den Verbundpartnern Stahl und Beton jeweils spezifische Aufgaben zugewiesen.

José Luis Moro

Brandschutz

das beim Verlust seiner Tragfähigkeit die gesamte Konstruktion mit sich reißen würde. Ein weiteres wichtiges bautechnisches Ziel ist aber auch die Verhinderung der Brandausbreitung, was durch abschottende flächige Hüllbauteile erfolgt.

José Luis Moro

Dauerhaftigkeit

exponentiell gestiegenen Komfortansprüchen – sind auch die in den letzten 25 Jahren explodierten Baukosten zu erklären, die inzwischen einen kritischen Denkprozess in Gang gesetzt haben.

José Luis Moro

Beton

Der feste Zementstein geht aus dem Prozess der Hydratation des Zements durch Einwirkung des Anmachwassers hervor, einer chemischen Reaktion, bei der Wärme freigesetzt wird (Hydratationswärme). Dieser Prozess führt zur Bildung eines festen Gittergefüges aus Strukturkristallen mit einer Vielzahl eingeschlossener Mikroporen sowie auch Makroporen, die durch Hohlraumbildung in der Matrix entstehen. Da zunächst nur ein Teil des Anmachwassers für den ersten Hydratationsschub aufgebraucht wird, sind diese Mikro- und Makroporen jeweils beständig mit Wasser getränkt.

José Luis Moro

Maßordnung

Insbesondere in den angelsächsischen Ländern sind noch heute Maße gebräuchlich, die sich direkt von den menschlichen Gliedmaßen ableiten (Fuß, Elle). Einen Bruch mit dieser Praxis vollzog die Einführung des Meters, der als 40.000.000ster Teil des Erdumfangs in Meridianrichtung definiert ist.

José Luis Moro

Kraftleiten

es lassen sich einzelne Kraftflüsse oder -pfade auch einzelnen, eindeutig definierten Bauteilen zuweisen. Man spricht dann von arbeitsteiligen Systemen. Statisch bestimmte Systeme gehören zu dieser Kategorie. Das Versagen eines einzelnen Bauteils führt zum Einsturz des Gesamttragwerks. Es sind keinerlei unkontrollierte Zwängungen zu erwarten.

José Luis Moro

Spektrum

Akzeptiert man die Prämisse, dass die überwiegende Anzahl der Gebäude zum Zweck der nutzungsorientierten Konditionierung eines Raums errichtet wird, so erfüllen die meisten Gebäude – auf einer Hierarchiestufe unterhalb ihrer eigentlichen Nutzung – eine bauliche Grundfunktion, nämlich eine Einhüllung oder Umbauung eines künstlich gestaltbaren Raumvolumens, in dem besondere Verhältnisse künstlich geschaffen oder beeinflusst werden können. Diese zielen darauf ab, einen geeignete Aufenthalts- oder Lebensraum für Menschen zu schaffen, bzw. für spezifische menschliche Aktivitäten.

José Luis Moro

Schallschutz

Trifft der Luftschall auf ein flächiges Bauteil, sind drei Phänomene zu beobachten, die bautechnisch von Bedeutung sind.

José Luis Moro

Recycling

Diese Variante des Recycling findet sich im Bauwesen (anders als bei anderen Industriesparten) eher selten. Dies mag mit dem betont prototypischen Charakter von Gebäuden zusammenhängen, die im Regelfall auf einen besonderen Einsatzfall maßgeschneidert sind.

José Luis Moro

15. Anhang

Die Aktivseite (Activa) wird unterteilt in Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen 1. Immobilien (Grundstücke, Gebäude), 2. Mobilien (Möbel, Fahrzeuge, technische Anlagen und Maschinen) sowie 3. Finanzanlagen (Wertpapiere, Beteiligungen). Zum Umlaufvermögen gehören 1. Vorräte (Waren- und Materialbestände), 2. Debitoren (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) und 3. liquide Mittel (Kasse, Bankguthaben). Die Auflistung erfolgt nach Verfügbarkeit, d. h. unflexible Vermögenswerte erscheinen bevorzugt an erster Stelle, flexible Finanzmittel zuletzt.Die Passivseite (Passiva) ist in Eigen- und Fremdkapital aufgeteilt. Zum Eigenkapital zählt:

Holger Watter, Prof. Dr.-Ing. Holger Watter

7. Förderanlagen

Förderanlagen müssen in einem sehr frühen Planungsstadium bei Gebäudeplanern berücksichtigt und integriert werden. Es werden Förderanlagen aufgeteilt nach Aufzugsanlagen und Fahrtreppen und nach technischen und konstruktiven Kriterien erläutert. Mit zahlreichen Planungsdaten nach den einschlägigen Bestimmungen und Richtlinien werden die relevanten Lösungen präsentiert.

Dirk Bohne

4. Wärme – und Kälteversorgungsanlagen

Nach den Grundlagen der Berechnung des Wärmeüberganges (Heizlast und Kühllast) werden Wärme- und Kälteversorgungsanlagen, aufgeteilt nach Erzeugung und Verteilung, erläutert. Unterschieden wird nach Energieträger (Erzeugung) und Einsatz von regenerativer Energie. Viele Einzelheiten der Erzeugungssysteme bis hin zu baukonstruktiven Hinweisen (z. B. Abgasanlagen) mit Verweisen auf Normen und Gesetze werden aufgeführt. Ganzheitliche Versorgungskonzepte mit integrierten Wärme- Kälteanlagen oder auch Kraft-Wärme- und Kälte-Kopplungen werden mit zahlreichen Beispielen dargestellt. Wärme- und Kälteverteilungsanlagen in Räumen werden als wesentliches Merkmal der empfundenen thermischen Qualität mit Auslegungshinweisen und Beispielen vorgestellt.

Dirk Bohne

Kapitel 2. Voraussetzungen und Ursachen für das Organizational Burnout

In diesem Kapitel werden die allgemeinen Voraussetzungen für das Auftreten eines Organizational Burnout und die typischen Gründe, also die typischen betriebswirtschaftlichen Situationen, aus denen heraus das Organizational Burnout entstehen kann, betrachtet. Organisationen sind unterschiedlich vordisponiert, in eine Spirale des Organizational Burnout zu geraten. Es sind drei Dimensionen, die bei der Frage, ob eine Organisation für das Organizational Burnout empfänglich ist, untersucht werden müssen: Alter, Größe und Marktbezug. Die drei Stressdimensionen, die Unternehmen auf Dauer in den OBO treiben, sind: externer Systemstress, interner Ressourcenstress und endogener Identitätsstress.

Gustav Greve

1. Grundlagen

Es werden einige Voraussetzungen für die Planung von technischen Anlagen in Gebäuden beschrieben. Dazu zählen die Grundlagen über thermische Behaglichkeit in Räumen, die konzeptionelle Herangehensweise bei der Planung der technischen Infrastruktur und die Abschätzung notwendiger technischer Zentralen. Mit der Beschreibung der möglichen Leitungs- und Trassenführung wird auch auf Schall-, Wärme- und Brandschutzanforderungen eingegangen und die Kriterien für den Einfluss auf das Tragwerk erläutert.

Dirk Bohne

Kapitel 10. Immobilienbestandsmanagement

Immobilien und ImmobilienbeständeImmobilienbestandsmanagement bilden nach wie vor die bedeutendste Vermögenskategorie bei privaten und institutionellen Investoren. Dabei hat sich die Motivation für immobilienwirtschaftliche Betätigung stark ausgeweitet. Von einer ehemals sehr sachwertorientierten Bestandspflege vornehmlich als Produktionsfaktor genutzter Immobilien zu einem nutzenoptimierenden Bestandsmanagement zur Erfüllung diverser Eigentümer- und Nutzerinteressen. In dieser Ziel- und Interessenheterogenität gilt es Managementansätze zu entwickeln und zu nutzen, die ganzheitlich für unterschiedliche Prämissen den monetären und nicht monetären Nutzen der Immobilienbestände optimieren.

Bettina Lange

Kapitel 11. Immobilienprojektentwicklung

Der Immobilienprojektentwickler muss gleichermaßen über Marktkenntnisse sowie über grundstücks- und baurechtliche Kenntnisse verfügen. Die Aufgabenfelder in der ProjektentwicklungProjektentwicklung werden strukturiert behandelt.

Kerry-U. Brauer

Kapitel 4. Toxikologie und Ingenieurwissenschaften

Es werden die toxikologischen Bewertungskriterien für Stoffe und Verbindungen vorgestellt. Dabei wird auf die Ermittlung von toxischen Effekten und deren Ursachen eingegangen. Am Praxisbeispiel Produktsicherheitsdatenblatt und Datenbank werden die toxikologischen Methoden und die Bedeutung für Ingenieure und Verantwortliche für die Product Compliance sowie für den Arbeitsschutz abgehandelt. Softwaregestützte Informationstools, wie REACH, RoHS, GHS, CAS und UCLID, werden vorgestellt. Die Abhandlung der Wissensdatenbanken zur toxischen Wirkung von Stoffen und Produkten erfolgt mit definitorischen Begriffserläuterungen, die geeignet sind, den Bewertungsprozess für die Umwelt- und Gesundheitsrelevanz umfassend zu beschreiben. Methoden, die der toxikologischen Bewertungen dienen, werden mit Hilfe von selbsterklärenden Grafiken unterstützt. Im Hinblick auf die Sicherstellung der Datenqualität wird sowohl auf die Anzahl der empirisch ermittelten toxischen Effekte als auch auf die Repräsentation von Messwerten und die angewandten messtechnischen Methoden eingegangen. Die Bedeutung der normierten Messdatenermittlung nach DIN EN, VDI oder PROP nach EPA wird an Praxisbeispielen erläutert. Auf die gängigen mathematisch-statistischen Auswertungsmethoden inkl. der biometrischen Datenerfassung wird ebenfalls eingegangen.

Regine Grafe

Kapitel 3. Stoffgruppen mit Umwelt- und Gesundheitsrelevanz

Umweltrelevante Stoffeigenschaften im Hinblick auf eine Schädigung der belebten Natur werden aufgezeigt. Dabei wird sowohl auf die Emittenten als auch auf deren Emissionen und Immissionen eingegangen. Mögliche Impacts oder Kontaminationen in der Umwelt werden kompartimentbezogen betrachtet. Das Kapitel umfasst dabei die wesentlichen umweltrelevanten Stoffgruppen, wie Schwermetalle, metallorganische Verbindungen, diverse Verbrennungsprodukte, halogenorganische und phosphororganische Verbindungen und die sogenannten Industriechemikalien. Die Stoffgruppen werden mit ihren typischen Eigenschaften und Wirkungen in der Umwelt vorgestellt. An ausgewählten Vertretern der Stoffgruppen werden explizite Wirkungsspektren mit Hilfe von toxikologischen Merkmalen aufgezeigt und die jeweiligen Umwelt- und Gesundheitsrelevanzen abgeleitet. Die praxisnahe Betrachtung umfasst u. a. die Emittenten Verkehr, Industrie, Landwirtschaft, Bauwirtschaft sowie private Haushalte. Begriffe wie Biozid, Herbizid, Insektizid, polyzyklischer organischer Kohlenwasserstoff, flüchtiger organischer Kohlenwasserstoff und Additiv werden anwendungsbezogen erklärt. Die Schnittstelle zum Verbraucherschutz wird im Zusammenhang mit der Nahrungskette angesprochen.

Regine Grafe

Kapitel 8. Physikalische Stressoren

Ausgehend von verschiedenen Lärmarten und Lärmemittenten wird der Lärm als dominierender Umweltstressor vorgestellt. Als physikalische Größe ist Lärm ein Schalldruckpegel, der in Dezibel angegeben wird. Die erhebliche Umwelt- und Gesundheitsrelevanz von Lärm wird in den gesetzlichen Grundlagen zur Einhaltung des Lärmschutzes über Grenz- und Richtwerte abgebildet, die anhand von Praxisbeispielen beschrieben und mit Hilfe von Grafiken erläutert werden. Es werden Lärmausbreitungsmodelle, wie sie für die Bewertung von Schallereignissen im freien Raum berechnet werden, dargestellt und erläutert. Einen weiteren Umweltstressor stellt die elektromagnetische Strahlung dar, die differenziert nach ionisierender und nichtionisierender Strahlung vorgestellt wird. Die jeweiligen Strahlungsarten werden beschrieben. Ihr umwelt- und gesundheitsrelevantes Wirkungsspektrum sowie die jeweiligen physikalischen Größen und Fachbegriffe werden vorgestellt. Dabei wird insbesondere auf die Umweltrelevanz des Lichts im sichtbaren Spektralbereich eingegangen, das als Umweltstressor in Städten und Ballungsgebieten gilt.

Regine Grafe

Maßtoleranzen: Sind Passungen als Bewertungsgrundlage optischer Eigenschaften geeignet?

Maßtoleranzen und Angaben zu geometrischen Spezifikationen finden sich in einer Vielzahl von Einzelnormen aus dem Bestand des technischen Regelwerks.

Ralf Ertl

Bagatellen – Minderung – Nacherfüllung: subjektive Werteigenschaften; Ausstrahlungsfaktoren; Minderung bei Unausführbarkeit, Unzumutbarkeit oder Unverhältnismäßigkeit

Wie soll z. B. mit ungleichmäßig geratenem Sichtmauerwerk (Bild 1) umgegangen werden? Hinnehmen, gegen eine Minderung des Werklohns akzeptieren oder darauf bestehen, den Fehler durch Austausch des Verblendmauerwerks zu beseitigen?

Matthias Zöller

Wichtige Neuerungen in bautechnischen Regelwerken – ein Überblick

Mit dieser Beitragsreihe werden die aus der Sicht eines in der Praxis tätigen Bausachverständigen wichtigsten Neuerungen in bautechnischen Regelwerken vorgestellt. Da innerhalb des letzten Jahres – seit meinem Vortrag im April 2017 – viele Regelwerke neu erschienen sind, kann im Vortrag nur auf einen Teil der Neuerungen eingegangen werden (Redaktionsschluss: April 2018).

Géraldine Liebert

Oberflächen von Holz: Risse, Äste, Verfärbungen und Bearbeitungsspuren

Holz ist ein Naturstoff mit großer Varianz in seinen Eigenschaften und Oberflächenbeschaffenheiten. Kein Holz ist wie das andere. Um gewünschte und entsprechend vergleichbare oder Mindestqualitäten zu erhalten, wird Holz sortiert – je nach Anforderung an die Tragfähigkeit z. B. gem. DIN 4074-1 bzw. nach dem Aussehen gem. DIN 68365 oder entsprechenden europäischen Normen. Wuchsmerkmale – wir sprechen bei holzartentypischen Erscheinungen nicht von Fehlern – wie Äste, Risse, Baumkanten sind statisch wie optisch relevant und obwohl beide Sortierungen dieselben Sortierkriterien verwenden, ist das Ergebnis nicht dasselbe. Im Rahmen der Festigkeitssortierung werden auch die zulässigen Astgrößen beschränkt; sowohl für die visuelle als auch für die maschinelle Festigkeitssortierung ist es aber beispielsweise unerheblich, ob ein Ast ausgefallen oder schwarz verfärbt ist. Wesentlich sind hier die Querschnittsschwächungen und örtliche Faserabweichungen, die von Ästen verursacht werden. Aus ästhetischen Gründen ist jedoch der Astzustand entscheidend. Optische Ansprüche werden daher von Hölzern, die lediglich nach der Tragfähigkeit sortiert wurden, selten zufriedenstellend erfüllt.

Martin Mohrmann

Beläge aus Naturstein, Fliesen, Pflaster: Neue Fertigungstechniken und gesteigerte Verbrauchererwartung

Stein ist ein Naturprodukt, dessen individuelle Eigenschaften durch die Art und die Bindung der Mineralien bestimmt wird, aus denen der Naturstein besteht. Unter allen Baustoffen nimmt der Naturstein eine herausragende Stellung ein: Bauteile aus Naturstein sind Unikate, die sich untereinander und mit vielen anderen Materialien kombinieren lassen.

Reiner Krug

Putz, Beschichtungen: Unebenheiten; Bedeutung von Lücken der Fugenfüllung; Flecken; Hohllagen; Ausblühungen; Abplatzungen; Risse

In diesem Beitrag geht es nicht um die rechtliche Würdigung, ob die gerügte Gegebenheit, sei es ein Riss, eine Unebenheit oder ein Fleck als Mangel zu werten ist.

Jutta Keskari-Angersbach

23. Schonung von Kiesressourcen – Beton mit rezyklierter Gesteinskörnung

Einerseits wird in Baden-Württemberg, vor allem im Ballungsraum Stuttgart, viel gebaut, andererseits werden etliche Gebäude abgerissen. Dabei entsteht Bauschutt aus unterschiedlichen Materialien – darunter auch mineralischer Bauschutt. Dieser ist zu schade zum Deponieren, zumal Deponieflächen knapp sind. Durch entsprechende Aufbereitung dieses Materials entsteht die sogenannte rezyklierte Gesteinskörnung, die als Zuschlagstoff im Beton verwendet werden kann. Diese rezyklierte Gesteinskörnung ersetzt bei der Betonherstellung teilweise Primärrohstoffe wie Kies und Splitt. In diesem Fall spricht man dann von R-Beton, was für „ressourcenschonenden Beton“ steht.

Mario Schmidt, Christian Haubach, Marlene Preiß, Hannes Spieth, Joa Bauer

Integrale Planung BIM – Umsetzungserfahrungen im Projekt „Viega World“

Dieses Kapitel berichtet über den Erfahrungsgewinn bei der Umsetzung der „Integralen Planung BIM“ beim Neubau des Seminarcenters „Viega World“ in Attendorn als Referenzprojekt für die Anwendung von BIM in der Gebäudetechnik.

Christoph van Treeck, A. Heidemann, J. Siwiecki, P. Schmidt, U. Zeppenfeldt

Neues Bauvertragsrecht, Digitalisierung – Rechtliche Rahmenbedingungen 2018

In diesem Kapitel geht es um Trends und Veränderungen im Baubereich 2018, die in rechtlicher Hinsicht beachtlich sind: Partnering und Building Information Modeling (BIM), die Bedeutung der allgemein anerkannte Regeln der Technik und von Herstellervorschriften für das Gewährleistungsrecht im Lichte des technischen Fortschritts sowie die Abnahme von Bauleistungen und die Zielfi ndungsphase des Architekten- und Ingenieurvertrags nach der Baurechtsnovelle 2018.

Robert Elixmann

4. Schadensanalyse

Gemäß der aktuellen Fassung der Musterbauordnung (MBO § 3(1)) sind bauliche Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden. Aus baurechtlicher Sicht ist der Eigentümer bestehender Gebäude zur regelmäßigen Prüfung des Erhaltungszustandes seiner baulichen Anlage verpflichtet, unterliegt diese doch, wie jeder technische Gegenstand, einer Abnutzung, die zur Verminderung oder auch zum Verlust der Funktionsfähigkeit führen kann.Die Abnutzung und die Verminderung der Funktionsfähigkeit kann nur aufgehalten werden, wenn regelmäßig Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Weiterhin wird gefordert, dass auch bei Änderungen und Instandhaltungen an bestehenden Gebäuden die von der obersten Bauaufsichtbehörde durch öffentliche Bekanntmachung der Technischen Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln zu beachten sind (MBO § 3 Absatz (3)). Die einzuhaltenden technischen Regeln beinhalten aber nur Bestimmungen für die Errichtung von Neubauten. Dies erscheint unverhältnismäßig, da inzwischen das Bauvolumen im Bereich der Erhaltung, Instandsetzung und Modernisierung der bestehenden Bausubstanz bei mehr als 70 % des Gesamtbauvolumens liegt. In Zukunft wird das Bauen im Bestand, gerade auch unter dem Aspekt der energetischen Verbesserung der Altbausubstanz, weiter an Bedeutung zunehmen.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

7. Verbindungen, Dach- und Deckenkonstruktionen, Fachwerk- und Umgebindebauten, typische Schadbilder, historische Holzbauvorschriften und Normung der Dübel besonderer Bauart

Karin Lißner, Wolfgang Rug

5. Schadensbewertung

Nach der Schadensaufnahme ist in jedem Fall eine Bewertung der Schädigung im Hinblick auf die Einhaltung baurechtlicher Forderungen vorzunehmen. Durchzuführen ist eine Auswertung der Schadensanalyse, die Aussagen zur Stand- und Funktionssicherheit des Bauwerkes enthält, und es sind Aussagen zur Erhaltungswürdigkeit des Bauteils bzw. Bauwerkes zu treffen.Grundsätzlich geht es um eine detaillierte Prüfung der Funktions- bzw. Gebrauchsfähigkeit der konstruktiven Bestandteile eines Gebäudes, wie sie in dem Algorithmus in Abb. 5.1 dargestellt ist. Neben der sicheren Lastabtragung, d. h. der Bewertung der Standsicherheit einer Konstruktion, sind die Fragen der Einhaltung weiterer bauordnungsrechtlicher Forderungen auf dem Gebiet des Holz-, Wärme-, Feuchte-, Brand- und Schallschutzes zu analysieren und zu bewerten. Immer wieder kommt es vor, dass sowohl der Bauherr als auch der verantwortliche Architekt glauben, die Arbeitsschritte Schadensanalyse und -bewertung einsparen zu können. Die Folge sind weit höhere Kosten. Erst durch eine fachgerechte Analyse des Bauzustandes ist es möglich, die richtigen Maßnahmen zu erkennen und deren Kostenumfang zu bestimmen.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

Die Entstehung und Entwicklung der deutschen universitären Agrarpolitik und Agrarökonomik ab 1933 bis zur Ersten Nachkriegsgeneration

In vielen Forschungsarbeiten steht bei der Rekonstruktion der agrarwissenschaftlichen und agrarpolitischen Entwicklungen ab 1933 Konrad Meyer, der Mitinitiator, Organisator und Leiter des sogenannten Forschungsdienstes – die zentrale Instanz der Agrarforschung in der NS-Zeit – im Mittelpunkt des Interesses und thematisch die planerischen Arbeiten zum „Generalplan Ost“, der unter der Regie von Konrad Meyer entstand. Laut letzterem war im Zuge der „Germanisierung“ der eroberten osteuropäischen Gebiete auch die Vernichtung der einheimischen Bevölkerung „geplant“ (Aly/Heim 1991; Eichholtz 1993; Rössler/Schleiermann 1993; Klemm 1994; Burchard 1997; Haar 2002; Mai 2002, Mai 2006a, Mai 2006b, DFG 2006; Heinemann 2006). Bei der Frage nach den Aktivitäten der universitären Vertreter der Agrarpolitik und Agrarökonomik 1933 bis 1945 haben daher folgerichtig auch im vorliegenden Kapitel der Forschungsdienst sowie die Arbeit am Generalplan Ost eine entsprechende Bedeutung.

Katrin Hirte

Kapitel 5. Effizientes Bauen und flexible Gebäudekonzepte

Die Energiestrategie 2050 hat durch die Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz eindeutige Leitplanken im Hinblick auf den Schweizer Gebäudepark gesetzt: Reduktion des Energieverbrauchs, Senkung des CO2-Ausstosses und weiterreichende steuerliche Anreize für Gebäudesanierungen. Ziel ist dadurch mehr Gesamtsanierungen anstelle von Teilsanierungen, die heute steuerlich attraktiver sind, zu realisieren. Aus energetischer Sicht sind Gesamtsanierungen sinnvoller.

Guido Estermann

Kapitel 1. Sanierungsstrategien unter Berücksichtigung des Nutzungszyklus aus Sicht institutioneller Investoren

Bei Bauprojekten stehen in der Regel die Erstellung des Gebäudes und deren Kosten im Vordergrund. Nach dem Bezug des Gebäudes beginnen die Kosten für den Unterhalt. Die Unterhaltskosten (Betrieb, Instandsetzung, Erneuerung) machen einen grossen Teil der sogenannten Lebenszykluskosten (LCC) aus.

Marvin King, Michael Trübestein

Kapitel 13. Zusammenfassung und Ausblick

In den letzten beiden Dekaden war der Schweizer Immobilienmarkt durch einen konstanten Aufschwung geprägt und konnte aus Sicht von Investoren durchweg attraktive Renditen aufweisen. Folglich erhöhten sich auch direkte und indirekte Investitionen institutioneller Investoren – mithin Pensionskassen und Lebensversicherungen – in den Schweizer Immobilienmarkt. Das hohe Interesse institutioneller Investoren wurde durch niedrige Zinsen der SNB sowie ein favorables ökonomisches Umfeld mit u.a. hoher Beschäftigungsquote, Wirtschaftswachstum und positiven Migrationssalden in den letzten Jahren noch verstärkt.

Marvin King, Michael Trübestein

Kapitel 6. Checklisten und Muster für die Abnahme

hiermit zeigen wir an, dass die o. g. vertraglich vereinbarte Leistung am:.......... vollständig erbracht wurde und abnahmefähig ist als abrechenbarer Teilabschnitt abnahmefähig fertig gestellt wurde zur Zwischenabnahme vorgestellt wird, da dieser Teil durch die weitere Bauausführung der Sicht bzw. der späteren Abnahme entzogen wird. im Rahmen der Mängelbeseitigung gemäß Abnahmeprotokoll fertig gestellt wurde Es fallen dafür – keine Kosten mehr an voraussichtlich für folgende Leistungen noch Kosten an:

Konrad Micksch

Kapitel 5. Bauakustik

Wiederholung der Grundlagen zu den verschiedenen Arten des Schallschutzes, den Anforderungen nach DIN und Darstellung der erforderlichen Nachweisverfahren.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

1. Entwicklung des Lehmbaus

Um 10.000 v. u. Z. setzte in der Geschichte der Menschheit ein entscheidender Wandel ein: die bis dahin vorherrschende Form der Nahrungsbeschaffung durch Jagen und Sammeln wurde allmählich ersetzt durch Ackerbau und Viehzucht. Diese neue Lebensweise war begleitet von der Notwendigkeit, feste Behausungen für die Menschen und ggf. die Tiere, sowie Bauten für eine Vorratswirtschaft zu errichten. Zu den dafür verwendeten Baustoffen gehörte neben Naturstein und Holz vor allem der Lehm.

Horst Schroeder

6. Gebäudeabbruch, Recycling und Entsorgung von Lehmbaustoffen

Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz von 1996 (KrW-/AbfG) [6.1] beschreibt den grundsätzlich einzuhaltenden Weg für den Abriss von Gebäuden, sowie für das Recycling und ggf. Entsorgung von Abbruchbaustoffen. Dabei erhält die Abfallvermeidung Vorrang gegenüber dem Recycling.

Horst Schroeder

Kapitel 3. Grundlagen der Elastizitätstheorie

3.1 Kinematische Beziehungen 3.1.1 Verschiebungs- und Verzerrungszustand 3.1.2 Linearisierter Verzerrungstensor 3.1.3 Starrkörperbewegung bei kleinen Verschiebungsableitungen 3.1.4 Transformation der Komponenten des Verzerrungstensors 3.1.5 Hauptverzerrungen und Verzerrungshauptrichtungen 3.1.6 Volumen- und gestaltändernder Anteil des Verzerrungstensors bei kleinen Verzerrungen 3.1.7 Kompatibilitätsbedingungen für die Komponenten des linearisierten Verzerrungstensors 3.1.8 Ebener Verzerrungszustand 3.1.9 Kinematische Beziehungen in Zylinderkoordinaten 3.1.10 Linearisierte kinematische Beziehungen bei Rotationssymmetrie des Verzerrungszustandes 3.2 Kinetische Beziehungen 3.2.1 Grundgesetz der Dynamik 3.2.2 Spannungsvektor 3.2.3 Cauchy’scher Spannungstensor 3.2.4 Cauchy’sche Bewegungsgleichungen 3.2.5 Cauchy’sche Formeln 3.2.6 Transformation der Komponenten des Spannungstensors 3.2.7 Hauptspannungen und Spannungshauptrichtungen 3.2.8 Hauptschubspannungen 3.2.9 Mohr’sche Spannungskreise 3.2.10 Hydrostatischer und deviatorischer Anteil des Spannungstensors 3.2.11 Ebener Spannungszustand 3.2.12 Cauchy’sche Bewegungsgleichungen in Zylinderkoordinaten 3.2.13 Cauchy’sche Bewegungsgleichungen bei Rotationssymmetrie des Spannungszustandes 3.2.14 Erster und zweiter Piola-Kirchhoff’scher Spannungstensor 3.2.15 Bewegungsgleichungen in Lagrange’schen Koordinaten 3.3 Konstitutive Beziehungen 3.3.1 Einleitung 3.3.2 Spannungs-Dehnungsdiagramme aus einaxialen Versuchen 3.3.3 Charakteristische Werkstoffkenngrößen und ihre Bemessungswerte 3.3.4 Wahre Spannung und wahre Dehnung 3.3.5 Querdehnung 3.3.6 Verallgemeinertes Hooke’sches Gesetz 3.3.7 Verallgemeinertes Hooke’sches Gesetz bei Berücksichtigung von Wärmedehnungen 3.3.8 Verallgemeinertes Hooke’sches Gesetz für den ebenen Spannungszustand 3.3.9 Verallgemeinertes Hooke’sches Gesetz für den ebenen Verzerrungszustand 3.3.10 Verallgemeinertes Hooke’sches Gesetz für Rotationssymmetrie 3.4 Zusammenfassung der grundlegenden Gleichungen3.5 Verschiebungs- und Spannungsformulierung in linearer Elastizitätstheorie3.6 Beispiel zur Anwendung der linearen Elastizitätstheorie3.7 Saint-Venant’sches PrinzipLiteraturverzeichnis

Herbert A. Mang, Günter Hofstetter

Kapitel 11. Nichtlinear elastisches und anelastisches Materialverhalten

11.1 Allgemeines11.2 Nichtlinear elastisches Materialverhalten11.3 Anelastisches Materialverhalten 11.3.1 Allgemeines 11.3.2 Plastisches Materialverhalten bei einaxialem Spannungszustand 11.3.3 Zeitabhängiges Materialverhalten bei einaxialem Spannungszustand Literaturverzeichnis

Herbert A. Mang, Günter Hofstetter

U9. Baumaschinen

Als Baumaschinen wird die Gesamtheit der Maschinen und Geräte bezeichnet, die im Bauwesen verwendet werden. Die übliche Einteilung in Baumaschinen und Baustoffmaschinen ist nicht in allen Fällen eindeutig möglich, ebensowenig die Abgrenzung von stationär zu mobil eingesetzten Maschinen. Viele Baumaschinen lassen sich der Fördertechnik zuordnen, andere gehören zur Verfahrens‐ oder zur Fahrzeugtechnik. Wegen universeller Einsatzmöglichkeiten sind zahlreiche Baumaschinen im Laufe ihrer Entwicklung zu Industriemaschinen geworden. Wegen dieser Vielfalt ist eine Definition des Begriffs Baumaschine nicht eindeutig möglich. Bewährt hat sich die Zuordnung zu bestimmten Bausparten: z. B. Betonbau; Erd-, Tief- und Tunnelbau; Straßen-, Kanal- und Gleisbau. Hier wird eine Auswahl besonders häufig verwendeter Baumaschinen behandelt, die der Fördertechnik zuzurechnen sind. Größenangaben beziehen sich auf das Gesamtangebot. Mit größeren Stückzahlen werden die Maschinen in der Regel in der unteren Hälfte der angegebenen Spannen hergestellt.Hochbaumaschinen sind alle für das Errichten von Gebäuden erforderlichen Hebezeuge und Fördermittel sowie die Maschinen für Aufbereitung, Transport, Förderung und Verarbeitung der Baustoffe, insbesondere Beton.Siehe U2.3.2.

Prof. Dr.-Ing. Günter Kunze

G1. Bauteilverbindungen

Kapitel basiert auf: H. Wohlfahrt, K. Thomas und M. Kaßner.

Prof. Dr.-Ing. Helmut Wohlfahrt, T. Widder, M. Kaßner, K. Thomas, Prof. Dr.-Ing. Klaus Dilger, Prof. Dr.-Ing. Heinz Mertens, Prof. Dr.-Ing. Robert Liebich

U1. Grundlagen

Die Aufgabe der Fördertechnik ist das Fortbewegen (Fördern) von Gütern und Personen über begrenzte Entfernung innerhalb einer örtlich begrenzten und zusammenhängenden Betriebseinheit unter Einsatz von technischen Mitteln, den Fördermitteln. Zu ihnen gehören die Fördermaschinen (s. U1.1.2).Der Transport von Gütern und Personen über große Entfernungen ist ein Aufgabengebiet der Verkehrstechnik. Verkehrsmittel sind Lkw, Bahn, Schiff, Flugzeug. Der Transport von Flüssigkeiten und Gasen durch Rohrleitungen ist ein Aufgabengebiet der Verfahrenstechnik.Das Fachgebiet Fördertechnik befasst sich mit der Projektierung und Konstruktion der Fördermittel sowie mit der Planung und Projektierung von Materialflusssystemen [1]. Der Materialfluss entsteht durch die Verkettung aller Vorgänge beim Gewinnen, Be‐ und Verarbeiten sowie bei der Verteilung von Gütern innerhalb festgelegter Bereiche. Materialflusssysteme, behandelt in [2, 3], entstehen in der Regel aus einer sinnvollen Verkettung von Fördermaschinen. Richtlinien zur Planung der Materialflusssysteme enthalten [4, 5].

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner, Prof. Dr.-Ing. Hans-Georg Marquardt, Prof. Dr.-Ing. Jan Scholten, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Wehking, Prof. Dr.-Ing. Thorsten Schmidt, Prof. Dr.-Ing. Michael Ketting

E3. Eigenschaften und Verwendung der Werkstoffe

Als Eisenwerkstoffe werden die für Bauteile und Werkzeuge anwendbaren Metalllegierungen bezeichnet, bei denen der mittlere Gewichtsanteil an Eisen höher als der jedes anderen Legierungselements ist. Sie werden in die Gruppe der Stähle und Gusseisenwerkstoffe aufgegliedert. Beide Gruppen unterscheiden sich vor allem im Kohlenstoffgehalt und weisen teilweise sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. Während die Stähle Eisenwerkstoffe darstellen, die sich i. Allg. für die Warmumformung eignen, erfolgt die Formgebung der Gusseisenwerkstoffe durch Urformen (s. S2). Abgesehen von einigen Cr‐reichen Stählen liegt der C‐Gehalt der Stähle unter rd. 2 %, der C‐Gehalt der Gusseisenwerkstoffe über 2 %. Während bei Stählen der Kohlenstoff im Eisengitter gelöst oder in chemisch gebundener Form als Karbid vorliegt, tritt er im Gusseisen teilweise als Graphit auf. Stahlguss, dessen Formgebung ebenfalls durch Urformen erfolgt, wird zur Gruppe der Stähle gerechnet.Im stabilen Eisen‐Kohlenstoff‐System tritt Kohlenstoff als Graphit in hexagonaler Gitterstruktur auf. Diese Gleichgewichtsphase stellt sich nur bei extrem langen Glühzeiten ein. Bei den üblichen Wärmebehandlungen der Stähle liegt Kohlenstoff in chemisch gebundener Form als Eisenkarbid Fe3C (Zementit) vor. Für technische Zwecke wird daher in der Regel statt des Systems Eisen‐Kohlenstoff das metastabile System Eisen‐Zementit betrachtet, wenn auch im Bereich des Gusseisens (C > rd: 2 %) eine teilweise Graphitbildung erfolgt, der reale Werkstoffzustand also zwischen dem des stabilen und des metastabilen Systems liegt.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Oechsner, Prof. Dr.-Ing. Christina Berger, Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Kloos

5. Anlagen zur Aufbereitung von Bauabfällen

Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung der unter dem Begriff Bauabfälle zusammengefassten Spezies bestehen auch bei den Anlagen, die für ihre Aufbereitung eingesetzt werden, Unterschiede. Die Differenzierung zwischen den Anlagen für die Aufbereitung mineralischer Bauabfälle und denen für Baustellenabfälle ist wegen des andersgearteten Stoffbestandes zwingend. Darüber hinaus findet zunehmend eine weitere Spezialisierung statt. Angepasste Aufbereitungstechniken für Ausbauasphalt, Boden-Bauschutt-Gemische aber auch für Gipskartonplatten stehen zur Verfügung.

Anette Müller

7. Verwertung von Betonbruch

Unter dem Begriff „Beton“ wird sowohl ein Werkstoffprinzip als auch ein konkreter Baustoff verstanden. Unter dem Werkstoffprinzip „Beton“ werden alle die Materialien zusammengefasst, die aus einem Schüttgut bestehen, dessen Partikel durch ein Bindemittel verkittet und dadurch verfestigt sind. Im Baustoff Beton ist dieses Prinzip durch die Kombination einer Gesteinskörnung als partikulärer Komponente mit dem Zement als Bindemittel verwirklicht. Durch die Hydratation erhärtet der Zement zu Zementstein und verbindet die Gesteinspartikel zu einem stabilen Festkörper. Haupteinsatzgebiete von Beton sind der Hochbau ebenso wie der Tiefbau, der Straßen- und Verkehrsbau, der Wasserbau sowie der Bau von Ver- und Entsorgungseinrichtungen. Der Betonverbrauch in den Sektoren Wohnbau, Nicht-Wohnbau und Tiefbau beträgt in Deutschland jeweils ca. ein Drittel. Beton kann als ausgesprochener Infrastrukturbaustoff bezeichnet werden. Moderne Bauten sind in diesem Sektor ohne den Einsatz von Beton kaum realisierbar.

Anette Müller

2. Stoffstrommanagement

Bauabfälle entstehen bei der Errichtung oder dem Umbau sowie bei der Beseitigung eines Bauwerks. Bei der Bauwerksbeseitigung wird zwischen zwei Vorgehensweisen unterschieden:

Anette Müller

8. Verwertung von Mauerwerkbruch

Mauerwerk ist ein Verbundbaustoff aus Mauerwerkbaustoffen, die im Verband angeordnet sind, und Mauermörtel. Mauerwerkbaustoffe können Mauerziegel, Kalksandsteine, Porenbetonsteine oder Blöcke aus Leicht- oder Normalbeton sein. Heute werden genormte Mauerwerkbaustoffe verwendet. Im Mauerwerkbruch können zusätzlich andere Arten von Mauersteinen, aber auch Bruchsteine oder Werksteine aus Naturstein vorgefunden werden.

Anette Müller

3. Regelungen für den Umgang mit Bauabfällen

Der sachgerechte Umgang mit Bauabfällen verlangt die Beachtung einer Reihe von Gesetzen und Vorschriften, deren Ursprung von der Europäischen Ebene bis zur kommunalen Ebene reicht. Das zentrale Gesetz in Deutschland ist das „Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (KrWG)“, das 2012 in Kraft getreten ist [1]. Mit diesem Gesetz werden Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG in deutsches Recht umgesetzt [2]. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz baut auf dem „Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (KrW-/AbfG)“ aus dem Jahre 1996 auf [3].

Anette Müller

6. Verwertung von Ausbauasphalt

Der Werkstoff Asphalt hat sein Vorbild in dem natürlichen, aus Erdöl entstandenen „Erdpech“. Solche Naturasphalte wurden bereits vor rund 5000 Jahren von den Babyloniern und Sumerern zur Bauwerksabdichtung verwendet. Künstliche Asphalte traten ab Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Plan, nachdem Bitumen aus Erdöl hergestellt werden konnte. Sie fanden schnell Eingang und breite Verwendung im Straßenbau. Heute wird unter Asphalt ein Kompositbaustoff aus dem Bindemittel Bitumen sowie aus groben und feinen Gesteinskörnungen einschließlich von Füllern und ggf. weiteren Zusätzen verstanden. Die Eigenschaften von Asphalt ergeben sich aus den Eigenschaften der Komponenten und der jeweiligen Rezeptur. Sie werden zusätzlich von den Herstellungsbedingungen beeinflusst. Haupteinsatzgebiet dieses Baustoffs ist der Bau von Straßen und Verkehrsflächen. Daneben gibt es auch Anwendungen im Wasserbau und im Hochbau.

Anette Müller

1. Stoffkreisläufe

Stoffkreisläufe sind das Stabilitätsprinzip der Natur. So zirkulieren die chemischen Elemente in unterschiedlichen Bindungsformen und Aggregatzuständen zwischen den verschiedenen Reservoiren der Biosphäre, Hydrosphäre, Lithosphäre, Pedosphäre und Atmosphäre, wodurch Stabilität gewährleistet wird und Veränderungen über längere Zeiträume ausgeglichen werden können. Stoffkreisläufe mit fundamentaler Bedeutung für das Leben auf der Erde sind die Kreisläufe der Elemente Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Phosphor und Schwefel sowie der Wasserkreislauf. Gegenwärtig wird zunehmend versucht, neben der Vertiefung der Kenntnisse über die ablaufenden Prozesse die zirkulierenden Stoffströme quantitativ zu erfassen und die Wechselwirkungen darzustellen. Ziel ist es dabei, Modellvorstellungen zu schaffen und Einflussgrößen zu erkennen, um eine Prognose zukünftiger Entwicklungen vornehmen zu können und Steuermechanismen abzuleiten.

Anette Müller

9. Baumaschinensteuerung – der ingenieurgeodätische Beitrag

Die Baumaschinensteuerung ist ein komplett interdisziplinäres Forschungsfeld, in dem neben Informatikern und Ingenieuren der Fachgruppen Maschinenbau, Bauingenieurwesen und Elektrotechnik auch Geodäten, insbesondere Ingenieurgeodäten, aktiv sind. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit dem Stand der Forschung in diesem höchst innovativen Einsatzbereich kinematischer Messtechnik. Die Autoren schlagen eine Brücke von der Standard-Absteckung über deren kinematische Realisierung hin zu einer vollautomatischen Regelung. Im Zentrum steht dabei die Integration der Messtechnik in den Ausführungsprozess der Bauprozesskette. Dynamische Modelle der Baumaschinen sowie deren Potenzial zur Automatisierung werden ebenso behandelt wie die Tauglichkeit der einzelnen Messsysteme für den Echtzeiteinsatz.

Volker Schwieger, Alexander Beetz

1. Ingenieurgeodäsie – eine Einführung

Die Ingenieurgeodäsie wird anhand ihrer Aufgaben, Methoden und Charakteristika als anwendungsorientierte Wissenschaft vorgestellt, deren Forschungsfragen sich häufig aus beobachteten Phänomenen oder ungelösten Fragestellungen der Praxis ergeben. Als wesentliches Merkmal zeigt sich die kompetente Bearbeitung geometriebezogener Fragestellungen mit durchgreifender Qualitätsbeurteilung von der Planung über die Messung bis zur Auswertung und Interpretation unter Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitsprinzips. Die aktuellen methodischen Entwicklungen sind vor allem vom Übergang auf raumkontinuierliche Verfahren gekennzeichnet sowie von der zunehmenden Integration der Messung und Analyse in anspruchsvolle Bau-, Fertigungs- und Überwachungsprozesse.

Andreas Wieser, Heiner Kuhlmann, Volker Schwieger, Wolfgang Niemeier

2. Baulicher Brandschutz

Der bauliche Brandschutz beinhaltet die brandschutztechnischen Anforderungen an raumabschließende Bauteile wie z. B. Wände oder Decken zur Trennung von Brandabschnitten oder Nutzungseinheiten (NE) sowie Öffnungen in diesen Bauteilen durch Türen, Fenster. Sie sind wichtig, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern und die Rettung von Menschen und Tieren zu ermöglichen. Dabei hat die Ausbildung und Sicherung der baulichen Rettungswege, insbesondere der Schutz der Treppenräume vor Feuer und Rauch, oberste Priorität.

Adam Merschbacher

9. Bauordnungen und Brandschutz

Der Begriff Baurecht ist in Deutschland ein Sammelbegriff und unterscheidet zwischen

Adam Merschbacher

13. Brandschutzkonzept und Brandschutznachweis

Die Begriffe Brandschutzkonzept, Brandschutznachweis und Brandschutzgutachten werden häufig für die gleiche Verwendung gebraucht, haben jedoch unterschiedliche Bedeutungen.

Adam Merschbacher

Allgemeine Vorschriften

Diese Verordnung regelt die Berechnung der Entgelte für die Grundleistungen der Architekten und Architektinnen und der Ingenieure und Ingenieurinnen (Auftragnehmer oder Auftragnehmerinnen) mit Sitz im Inland, soweit die Grundleistungen durch diese Verordnung erfasst und vom Inland aus erbracht werden.

Klaus D. Siemon, Ralf Averhaus

Kapitel 10. Entwicklung des Facettenstrukturmodells

Die Programm-Matrix der PE beinhaltet die Fakten, Ziele, Anforderungen, Konzepte und Zielkonflikte in Bezug auf funktionale und emotional-atmosphärische Kriterien; sie werden für das Milieu des BS ’Bürgerbüro’ insgesamt und für die jeweiligen Partialmilieus von den Nutzungsexperten und den Planern als bedeutsam und wichtig für das Funktionieren des BS erkannt (siehe Abschnitt 8.1.4 und Abb. 8.1.2). In den Anforderungen sind die Konsequenzen der Ziele für die Gestaltung des Milieus formuliert. Sie wurden in der PE nach funktionalen und atmosphärisch-emotionalen Qualitäten strukturiert; die Struktur erwies sich bereits in ihrer Erstellung hinsichtlich einer eindeutigen Zuordnung als problematisch (Abschnitt 8.1.5.2).

Andreas Hegenbart

Passivhaus: Von Hessen aus in die Welt

Das Ziel der Hessischen Landesregierung, eine CO2-neutrale Landesverwaltung anzustreben hat unmittelbare Auswirkungen auf den staatlichen Hochbau. Die im Gebäudebereich vorhandenen Potentiale für verbesserte Energieeffizienz können besonders kostengünstig erschlossen werden und führen zudem zu einem verbesserten thermischen Komfort für die Nutzer.

Wolfgang Hasper

CO2-neutrale Landesverwaltung als dauerhafte Aufgabe in Hessen

Die CO2-neutrale Landesverwaltung war eines der ersten Projekte der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen und steht beispielhaft für die Umsetzung ehrgeiziger Ziele im eigenen Handlungsbereich staatlicher Verwaltung. Sie ist durch die Hessische Landesregierung als dauerhafte Aufgabe im Geschäftsbereich des Hessischen Ministeriums der Finanzen festgeschrieben worden.

Elmar Damm

Standards im Staatlichen Hochbau in Hessen – Bestandsbauten

Bereits im Frühling 2008 startete das Hessische Immobilienmanagement für die von ihm bewirtschafteten Liegenschaften ein „CO2-Minderungsprogramm“. Das Programm wurde zunächst mit einem Budget von 47 Mio. Euro ausgestattet und orientierte sich am Sanierungszyklus von Gebäuden bzw. deren Bauteilen. Mit den Beschlüssen der Nachhaltigkeitskonferenz des Landes Hessen vom Oktober 2008 und Juli 2009 änderten sich die Rahmenbedingungen. Das „CO2-Minderungsprogramm“ wurde als Teilprojekt in das Projekt CO2-neutrale Landesverwaltung integriert und übernahm dessen Ziele.

Georg Engel

Standards im Staatlichen Hochbau in Hessen – PPP-Projekte

Auch im Rahmen der PPP-Neubaumaßnahmen des Landes Hessen wird der Nachhaltigkeitsgedanke durch energieeffizientes Bauen konsequent umgesetzt. Vorgaben und Mindestanforderungen an den einzuhaltenden Energiestandard, die bereits zu Beginn der Ausschreibungsphase mit Bekanntgabe der Zuschlagskriterien und späteren Beschreibung der Anforderungen in der funktionalen Leistungsbeschreibung erfolgen, werden bereits während des Vergabeverfahrens regelmäßig gefordert und geprüft. Durch vertragliche Regelungen werden beim privaten Partner auch nach Zuschlagserteilung Anreize geschaffen, energetische und betriebliche Optimierungspotenziale aufzuzeigen und anzubieten. Durch den Einsatz von Malus-Systemen werden bereits vor Vertragsschluss die seitens des Nutzers und des LBIH wesentlichen Anforderungen an einen professionellen, funktionalen und effizienten Betrieb des späteren Neubaus transparent dargelegt. Der private Partner hat so die Möglichkeit, seine Instandhaltungs- und Bewirtschaftungsleistungen optimal auf die Bedürfnisse des Nutzers auszurichten und kann seinem Angebot eine vorausschauende und nachhaltige Planung hinsichtlich der späteren Betriebsabläufe zugrunde legen. Ein über die gesamte Vertragslaufzeit (in der Regel 30 Jahre) ausgerichtetes Instandhaltungskonzept komplementiert die Bewirtschaftungskonzepte des privaten Partners im Hinblick auf eine nachhaltige und effiziente Gebäudeplanung.

Julia Hofmann, Friederike Lindauer

Standards im Staatlichen Hochbau in Hessen – Neubauten

Einen wesentlichen Baustein auf dem Weg zur CO2-neutralen Landesverwaltung Hessen bildet die Minimierung des Energieverbrauchs und der daraus resultierenden CO2-Emissionen im Baubereich. Neubauten sind daher so zu planen, dass diese Emissionen während des Betriebs möglichst gering ausfallen. Das wird erreicht, indem das Gebäude so geplant wird, dass es zum einen zur Deckung des Energiebedarfs für Wärme und Strom möglichst wenig Primärenergie verbraucht und zum anderen, indem die eingesetzte Energie so effizient wie möglich genutzt wird.

Thomas Platte

12. Lösungen zu den Aufgaben

Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. mult. Holm Altenbach

Kapitel 35. Ausgestaltung der Arbeitswelt 4.0 im mittelständischen Bauunternehmen

Das Baugewerbe als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige repräsentiert einen bedeutsamen Bestandteil des Mittelstands. Auch die Bauwirtschaft steht im Rahmen von Industrie und Arbeitswelt 4.0 neuen Herausforderungen gegenüber und muss sich mit den resultierenden Chancen und Risiken der Digitalisierung befassen. Der vorliegende Beitrag zeigt, in wieweit sich mittelständische Bauunternehmen der technologisch vernetzten Reporting- und Kalkulationsmöglichkeiten bedienen können und welche Einschränkungen bestehen. Hierbei stellt sich für das Baugewerbe die Frage, ob sich Hightech-Strategien grundsätzlich implementieren lassen oder ob aufgrund des ausgeprägten Projektcharakters dieser Branche eine Umsetzung derartiger Strategien nur eingeschränkt oder an sich nicht möglich ist.

Wolfgang Becker, Thomas Kuchejda, Eva Reitelshöfer

3. Serienhebezeuge

Im Anschluss werden nur einige besonders wichtige Serienausführungen von Kleinhebezeugen für das Heben oder Ziehen von Lasten kurz besprochen. Flaschenzüge werden sowohl als ortsfeste wie auch als fahrbare Geräte gebaut. Sie werden von Hand betätigt als auch mit Motorantrieb ausgerüstet. Winden gehören ebenfalls zur Gruppe der Serienhebezeuge und dienen zum Heben und Ziehen von Lasten. Als Untergruppen können Zahnstangenwinden, Schraubenwinden und Seilwinden genannt werden. Hydraulische Hebezeuge sind für sehr hohe Hublasten geeignet. Sie benötigen keine Bremsen, da Drucköl inkompressibel ist. Hier unterscheiden wir Hydraulische Hebeböcke und hydraulische Hebebühnen.

Rudolf Griemert, Peter Römisch

Kapitel 2. Anlageklasse PPP

Bei öffentlich-privaten Infrastrukturvorhaben handelt es sich in der Regel um langlebige, kapitalintensive Projekte, welche laufende, langfristig vorhersehbare Erträge erwirtschaften. Die Realisierung dieser Projekte erfolgt unabhängig von der allgemeinen Konjunktur bzw. allgemeinen Konjunkturschwankungen, so dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vergleichsweise stabile Erträge mit moderater Volatilität und moderatem Risiko erwirtschaftet werden können. Darüber hinaus werden die laufenden Erträge aus diesen Projekten typischerweise der Inflation angepasst, wodurch sie über einen natürlichen Hedge gegen Inflation verfügen. Dadurch werden öffentlich-private Partnerschaften zunehmend auch für Investoren interessant.

Corinna Hilbig

Kapitel 1. Einleitung

Die Qualität der Infrastruktur beeinflusst die Attraktivität, die Wettbewerbsfähigkeit und das wirtschaftliche Wachstum von Ländern, Städten und Gemeinden. Während der Bedarf an modernisierter Infrastruktur bzw. an notwendigen Erhaltungs- oder Instandsetzungsmaßnahmen steigt, stagnieren oder sinken die Investitionen der öffentlichen Hand in diesen Bereichen. Vor diesem Hintergrund gewinnen alternative Beschaffungsvarianten, die eine effiziente Einbindung privater Finanzierungsmittel erlauben, zunehmend an Bedeutung.

Corinna Hilbig

Kapitel 5. Analyse der Rahmenbedingungen für PPP-Beteiligungen in Deutschland und Entwicklung eines Beteiligungsmodells

Die in Kapitel 4 auf Basis der Analyse von Praxisbespielen identifizierten Erfolgsfaktoren für PPP-Eigenkapitalbeteiligungen werden im Folgenden auf ihre Übertragbarkeit auf die deutschen Rahmenbedingungen hin geprüft. Ziel ist die Entwicklung eines rechtlich zulässigen, marktfähigen Beteiligungsmodells unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des neuen KAGB.

Corinna Hilbig

Kapitel 6. Fazit und Ausblick

Nachfolgend werden die wesentlichen Ergebnisse der vorliegenden Arbeit zusammengefasst und ein Ausblick auf die erwarteten Entwicklungen und den weiteren Forschungsbedarf gegeben.

Corinna Hilbig

Kapitel 4. Erfolgsfaktoren von Eigenkapitalbeteiligungen an PPP-Projekten in Frankreich

Ziel des vierten Kapitels ist die Ableitung von Erfolgsfaktoren für PPP-Beteiligungen. Gegenstand der Analyse sind französische PPP-Beteiligungen. Diese werden anhand ausgewählter Fragestellungen auf ihre Erfolgsfaktoren hin untersucht. Vorab werden in Kapitel 4.1 kurz die Rahmenbedingungen für PPP und insbesondere für PPP-Beteiligungen in Frankreich als praktischer Untersuchungsrahmen erläutert.

Corinna Hilbig

13. Abdichtungen von Balkonen, Terrassen und Laubengängen

Balkone, Terrassen und Laubengänge sind als Außenbauteilen unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Neben den Witterungseinflüssen müssen sie auch teilweise hohen mechanischen Belastungen Stand halten sowie optischen Ansprüchen genügen. Bei der Planung und Ausführung im Neubau wird häufig nur mit relativ geringem Aufwand der Schutz dieser Bauteile betrieben, weil es sich „erstmal“ um untergeordnete Nebenbauwerke handelt.

Martin Mossau

19. Flankierende Maßnahmen

Als flankierende Maßnahmen sind Handlungen definiert, die die Wirkung einer Bauwerksabdichtung unterstützen. Flankierende Maßnahmen stellen somit ergänzende Möglichkeiten dar, Planungsziele zu erreichen.

Jürgen Weber, Clemens Hecht, Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Steinert, Eduard Bromm

Kompass Nachhaltigkeit – Nachhaltige Beschaffung im öffentlichen Sektor

Jährlich werden etwa 350 Mrd. € in der öffentlichen Beschaffung ausgegeben. Die öffentliche Hand hat damit einen großen Einfluss auf Marktstrukturen und Produktionsbedingungen und kann gleichzeitig zu ihrer Verbesserung beitragen. Die digitale Plattform Kompass Nachhaltigkeit informiert Kommunen und Unternehmen zur Einbindung nachhaltiger Kriterien in den Beschaffungsprozess. Die Website bietet den Vergleich von Gütezeichen, Praxisbeispiele aus Kommunen und allgemeine Informationen zum Thema faire und ökologische Beschaffung und trägt so dazu bei, nachhaltige Beschaffung weiter zu verbreiten.

Max Mangold, Ann-Kathrin Voge, Felicitas Schuldes

Kapitel 23. Turmartige Bauwerke und Anlagen

Unter turmartigen Bauwerken werden hier freistehende Schornsteine, Türme, Hochhäuser, Wolkenkratzer u. a. verstanden. Wind und in seismischen Zonen Erdbeben sind die maßgebenden Einwirkungen. Bei solchen Tragwerken handelt es sich um Sonderbauwerke. Sie werden sowohl statisch wie dynamisch mit numerischen Methoden berechnet.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 15. Bewertung von Vibrationen infolge von Schall, Erschütterungen und Stößen

Vibrationen pflanzen sich in festen, flüssigen und gasförmigen Medien in Form von Wellen, z. B. als Schall- oder Schwingungsenergie, fort. Die der Wellenfortpflanzung zugrunde liegende Physik hat in der Bautechnik im Schall-, Lärm- und Erschütterungsschutz auf der einen und in der Bauakustik auf der anderen Seite Bedeutung. Im ersten Falle geht es darum, die Lästigkeit störender Schall-, Lärmund Erschütterungsquellen aktiv oder passiv zu dämmen (Bauphysik), im anderen, die Hörbarkeit von Sprache und Musik in geschlossenen und offenen Räumen in definierter Weise zu beeinflussen (Bauakustik).

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 13. Seismische Schwingungserregung

Auf der Erde, die vor ca. 4,5 Mrd. Jahren durch Akkretion, d. h. Absturz und Verklumpung von Planetesimalen, entstand, laufen seither unablässig dynamische Prozesse ab. Die kalte, feste Erdkruste bewegt sich in Form von Platten (Tafeln, Schollen) auf dem oberen Mantel, der ca. 600 km dick ist und aus Olivin und Spinell besteht, gefolgt vom unteren Mantel (Perowskit) und dem metallischen Kern, . Abb. 13.1. Der Radius der Erde betragt ca. 6400 km. Die Erdkruste mit den Kontinenten und Meeren ist 30 bis 100 km dick, man nennt sie Lithosphäre. Mit den Platten verschieben sich die Kontinente. An den Rändern gleiten die Platten aneinander und übereinander und tauchen in den heißen Mantel ab. An den klaffenden Fugen tritt Magma auf und bildet neue Lithosphäre.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 3. Grundlagen der Dynamik

Eine zusammenhängende Anhäufung von Punktmassen dm mit festliegender Bindung und Anordnung zueinander ergibt einen Körper. Nach der Art der Bindung werden starre und deformierbare Körper unterschieden. Ist die gegenseitige Anordnung unveränderlich, spricht man von einem starren Körper. Abb. 3.1a zeigt einen derartigen Körper in Form einer Wandscheibe auf elastischer Bettung.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 21. Stoßartige Beanspruchungen

Tritt in einem Tragwerk ein sprödbruchartiges Versagen eines Tragwerkteiles ein, so bedeutet das i. Allg. eine ernste Gefährdung der Tragsicherheit insgesamt. Grund des Versagens kann ein echter Sprödbruch sein (mehrachsiger Eigenspannungszustand, stoßartige Belastung, tiefe Temperatur), ein Bruch infolge Spannungsrisskorrosion oder ein Restbruch aus einem nicht entdeckten Ermüdungsriss heraus. Bei Schraubenverbindungen sind Brüche infolge Wasserstoffversprödung nach Feuerverzinkung bekannt geworden.

Christian Petersen, Horst Werkle

Kapitel 2. Maßsysteme – Regelwerke

Die technische Mechanik kann in die Bereiche „Statik“ und „Dynamik“ gegliedert werden, wobei die Statik eigentlich ein Sonderfall der Dynamik ist (Abb. 2.1). Die Statik geht von der Vorstellung einer – im Vergleich zur Eigenschwingungszeit – unendlich langsamen Lastaufbringung aus. Es treten zwar Bewegungen (Verschiebungen, Verdrehungen) auf, doch sind damit keine Massenkräfte verbunden. In der Dynamik hat man es mit schnellen Belastungsänderungen zu tun: Bauwerk und Bauteile reagieren dynamisch, dadurch werden Trägheitskräft egeweckt.

Christian Petersen, Horst Werkle
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